friedensbewegung

Informationen über Friedensarbeit findet man / frau auf:

www.hiroshima.at

www.friedensbewegung.at.tf

www.friedenschristinnen.at.tf

HIROSHIMA UND NAGASAKI MAHNEN:

FÜR EINE WELT FREI VON ATOMWAFFEN!

 

Freitag, 6. August 2010 ab 17.00 Uhr

Wien 1, Stephansplatz

 

Ausstellung zu den Atombombeneinsätzen, Präsentation von Grußbotschaften,
Musik und Ansprachen

 

20.30 Uhr: Laternenmarsch vom Stephansplatz zum Teich vor der Karlskirche

 

Die Ankündigungen des US-Präsidenten, Barack Obama, für eine Reduzierung der Atomwaffen bzw. für eine atomwaffen­freie Welt, sind nur ansatzweise umgesetzt. Wohl wurde ein neuer Vertrag zur Reduzierung der strategi­schen Nuklearwaffen mit Russland ausgehandelt (START), der Abschluss der Überprüfungskonferenz des Nichtweiter­verbreitungsvertrages (NPT) Ende Mai in New York machte aber deutlich, dass von einer wirklichen Abrüstung noch lange keine Rede sein kann.
Zwar wurde die Verpflichtung der Atomwaffenstaaten zur Abrüstung aller Kern­waffen bestätigt, konkrete Zeitpläne und Schritte dazu von ihnen aber verhindert. Das seit Jahren geforderte vertragli­che Verbot zur Weitergabe spaltbaren Materials wurde zumindest als dringend erkannt und für eine kernwaffen­freie Zone Nahost soll mit konkreten Verhandlungen begonnen werden. Im Ergebnis bleibt das Schlussdokument aber dürftig und der Druck der
Öffentlichkeit für eine umfassende Abrüstung muss verstärkt werden. Fast gleichzeitig wurde be­kannt,
dass die USA, Frankreich und Großbritannien zusätzliche Budgetmittel für die Erneuerung ihrer Kernwaffen
locker machen.

 

Die Lehre aus Hiroshima und Nagasaki hat traurige Aktualität: Die nachhaltigen Warnungen von
Expertinnen und Exper­ten vor der Gefahr eines Atomkrieges im 21. Jahrhundert bedeuten, dass
unser Engagement für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg notwendiger ist denn je!
Krieg darf im 21. Jahrhundert kein Mittel der Politik sein.

 

Hiroshima Gruppe Wien, LehrerInnen für Frieden, Österreichischer Friedensrat,

Wiener Friedensbewegung, OMEGA – IPPNW Österreich, ChristInnen für die Friedensbewegung

 

Informationen und Grußbotschaften: http://www.hiroshima.at

 

Bei Schlechtwetter wird die Veranstaltung im Dom-Cafe, 1010 Wien, Stephansplatz 3 stattfinden

 

Am Montag, 9. August 2010, wird ab ca. 19.00 Uhr mit einer traditionellen Buddhistischen Lichterzeremonie 
bei der Wiener Friedenspagode der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht (Wien 2, Hafenzufahrts­straße; 
Bus 80B bis Buddhistisches Zentrum). 

 Am Freitag, 6. August 2010, 15.00 bis 17.00 Uhr: Aktion der Werkstatt Frieden & Solidarität zum
Hiroshima-Gedenktag am Taubenmarkt in Linz (OÖ). Infos unter http://www.werkstatt.or.at

 

Am Freitag, 6. August 2010 in Bad Tatzmannsdorf: Lichter für Hiroshima, ab 17.00 Uhr,  Storchenbrunnen
am Hauptplatz: Infostand, Lesung und Jugend-Programm, 19.00 Uhr,  katholische Pfarrkirche:
ökumenische Wort-Gottes-Feier, ab 20.00 Uhr, Storchenbrunnen: Schwimmende Kerzen im Brunnen
sollen an jene Men­schen erinnern, die nach der atomaren Explosion Abkühlung im Meer gesucht hatten.

 

Am Samstag, 7. August 2010, findet von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr in der FußgängerInnenzone vor
dem Rat­haus in Melk (NÖ) die Hiroshima-Gedenkveranstaltung der Bezirksfriedensinitiative Melk statt.

 

 

 

 

 

 

2009:

 

 

 

 

 

Hiroshima-Gedenken in Wien:
Gedenken an die Opfer heißt heute
Nein zum Krieg und Nein zu allen Atomwaffen
!

 

Am 62. Jahrestag des Atombombenabwurfes von Hiroshima, am 6. August 2007 veranstalteten die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshimagruppe Wien ihre traditionelle Aktion zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki.

 

Im Rahmen der Aktion werden wieder Grußbotschaften von prominenten Persönlichkeiten veröffentlicht, unter anderem von Bundespräsident Heinz Fischer, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Grünen-Bundessprecher Alexander van der Bellen, Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Herwig Sturm, Bischof Bernhard Heitz, Bischof Erwin Kräutler, Bischof Jacques Gaillot, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer, AK-Präsident Herbert Tumpel, Fritz Muliar sowie Noam Chomsky (USA) und Egon Bahr (Deutschland). Alle Grußadressen sind unter www.hiroshima.at im Internet veröffentlicht.

 

Die aktuelle Bedrohung durch Atomwaffen stand im Mittelpunkt der Reden:

 

Alois Reisenbichler (Wiener Friedensbewegung) betonte die aktuelle Bedeutung: "Das Gedenken an die Opfer ist für uns die Verpflichtung alles zu tun, damit es niemals wieder Opfer von Atombomben gibt." Es wurde auch der verstorbenen FriedensaktivistInnen gedacht, wie dem ermordeten Bürgermeister von Nagasaki Iccho Itoh  und der Wienerin Dra. Erika Danneberg, die jahrezehntelang in der Friedens- und Solidaritätsbewegung aktiv war.

 

Rosalia Krenn (arge wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und flüchtlingsbetreuung) stellte angesichts der Kriege und der weltweiten Aufrüstung fest: "Das Leben jedes einzelnen Menschen ist viel zu kostbar, als das wir seinem Abschlachten durch die Kriegsmaschinerie aus unersättlicher Herrschsucht und Profitgier einiger weniger Mächtiger tatenlos gegenüber stehen möchten."

 

Prof. Ernst Schwarcz  wies darauf hin, dass in der Geschichte Aufrüstung immer zu Krieg geführt hat. "Werden sich die Völker der Welt wieder wie 1914 und 1939 auf die Schlachtbank - diesmal eines absoluten Vernichtungskrieges - führen lassen? Ich rufe alle Menschen guten Willens auf: Lasst uns gegen die verantwortungslose Politik einiger ‚großer Staatsmänner' gewaltfreien Widerstand leisten!"

 

Isolde Schönstein erinnerte an die Bedrohung auch durch Atomkraftwerke hin und forderte zum politischen und persönlichen Handeln auf, wie zum Beispiel erneuerbare Energie zu verwenden.

 

Dr. Klaus Renoldner (OMEGA - IPPNW) meinte als Vertreter der internationalen Bewegung von Ärztinnen und Ärzten gegen Atomwaffen, die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde: "Die neue Aufrüstungswelle samt der neuen Generation von Nuklearwaffen stellt für die Zukunft der Menschheit eine terroristische Bedrohung dar, unter Verkennung der wahren dringend zu lösenden Probleme unserer Welt. Das werden unsere Kinder und Enkel einmal der heutigen Generation vorwerfen, hoffentlich nicht zu spät."

 

Der Geschäftsführer der Katholischen Aktion Österreichs Mag. Peter Grubits sagte:  "Wir Christinnen und Christen träumen vom Durchbruch des Reiches Gottes, eine Vision, die wir mit Anders- oder Nichtglaubenden teilen, egal welche Begriffe dafür verwendet werden, wir träumen von einer anderen Welt. in Anleihe bei der Technik der Atombomben - dass es uns bald gelingt, die "kritische Masse" zu erreichen, dass Politikerinnen und Politiker ihre Politik nicht gegen den Willen der Menschen machen können."

 

Wie in Hiroshima und vielen anderen Orten an diesem Tag in der Welt gab es zum Schluss auch in Wien einen Laternenmarsch.

 

Das Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken wird am Jahrestag des Atombombenabwurfes von Nagasaki, am 9. August  ab 19.00 Uhr bei der Wiener Friedenspagode, 1020 Hafenzufahrtsstraße, mit einem Kulturprogramm und einer buddhistischen Gedenkzeremonie abgeschlossen. 

 

 

Friedensbewegung beim Donauinselfest:
Eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ist möglich

 Die Wiener Friedensbewegung informiert wieder beim Wiener Donauinselfest über ihre Arbeit.

 „Die in Wien stattgefundene Konferenz über den Nichtweiterverbreitungsvertrag von Atomwaffen (NPT) hat gezeigt: Weltweit engagieren sich über 2.000 Friedensgruppen gegen Atomwaffen. Die Regierungen sind (noch) unwillig, sich auf die für das Überleben der Menschheit notwendige atomare Abrüstung zu einigen“, sagt Andreas Pecha von der Wiener Friedensbewegung. „Daher ist es sehr wichtig, dass die Friedensbewegung bei großen Veranstaltungen wie dem Donauinselfest für das wichtige Anliegen einer atomwaffenfreien Welt wirbt.“

 Die Friedensbewegung lehnt auch weiterhin alle Abfangjäger ab.

 Die Wiener Friedensbewegung dankt der Gewerkschaft vida für die wertvolle Unterstützung.

 Informationen:
Andreas Pecha, Friedensbüro Wien,
pax.vienna@chello.at
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809
www.friedensbewegung.at.tf

Friedensbewegung bei Langer Nacht der Kirchen:
Kirchen müssen Ursachen der Ungerechtigkeit aufzeigen

 Die ökumenische Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung hat als Beitrag zur Langen Nacht der Kirchen am 1. Juni eine Diskussion zum Thema "Prophetischer Widerstand für soziale Gerechtigkeit und Frieden" mit dem Leiter des Arbeitszweiges der Evangelischen Kirche "Wirtschaft im Dienst des Lebens" Pfarrer Mag. Norman Tendis in der Zwinglikirche in 1150 Wien organisiert.

"Die Kirchen, die die Tradition der Prophetinnen und Propheten ernst nehmen, müssen Ursachen der Ungerechtigkeit benennen", betont Pfarrer Mag. Tendis.

Als konkretes Beispiel nennt Pfarrer Tendis die Schuldenspirale bei uns und im Süden: "Wer in Österreich ein Haus auf Kredit kauft, zahlt durch die Zinsen zweieinhalb Häuser. Im Süden führt diese Schuldknechtschaft zu Millionen Hungertoten. Auch bei uns werden durch den Zinseszins-Mechanismus die Staatsschulden immer höher. Die Last wird dann den sozial Schwachen aufgebürdet", sagt Mag. Tendis: "Das zeigt deutlich, dass das Finanzsystem dringend geändert werden muss."

"Die Kirchen, die sich als Gemeinden im Sinne Jesu verstehen, müssen Hoffnungsgemeinschaften werden, die neue Zukunftswege beschreiten", fordert Pfarrer Tendis.

 

 Wiener Friedensbewegung erinnert an 15. Mai 1982:
Eine atomwaffenfreie Welt ist überlebensnotwendig.

 

Der 15. Mai ist heuer nicht nur der Internationale Tag der Wehrdienstverweigerung und in Österreich der Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrages. Vor 25. Jahren – am 15. Mai 1982 – demonstrierten 70.000 Menschen auf dem Wiener Rathausplatz für eine atomwaffenfreie Welt.

 

"Die Forderung nach der Abschaffung aller Atomwaffen ist 25 Jahre später genauso aktuell", stellt Andreas Pecha, der Sekretär der Wiener Friedensbewegung fest. "Die am Freitag beendete Konferenz zum Nichtweiterverbreitungsvertrag von Atomwaffen in Wien hat eindrucksvoll die Vielfalt der weltweiten Aktivitäten von Friedensgruppen und anderen Nichtregierungsorganisationen für eine atomwaffenfreie Zeit gezeigt", berichtet Andreas Pecha. "Andererseits haben die RegierungsvertreterInnen in dieser Überlebensfrage der Menschheit keine Einigung erzielt. Es ist ein Skandal, wie der Willen der großen Mehrheit der Menschheit ignoriert wird."

 

"Wir müssen uns entscheiden: entweder die Menschen schaffen die Atomwaffen ab oder die Atomwaffen schaffen die Menschen ab", schloss Andreas Pecha, Sekretär der Wiener Friedensbewegung.

 

Informationen:
Andreas Pecha, Tel. 0676 5992277
Alois Reisenbichler, Tel. 0664 39 51 809

 

 

Alois Reisenbichler

Rede bei der Kundgebung
am Aktionstag des Weltsozialforums gegen Krieg und Besatzung
am 17. März 2007 am Wiener Stephansplatz

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

in dieser Woche wurde eines engagierten Friedensaktivisten gedacht – des am 13. März 2004 verstorbenen Kardinal Dr. Franz König. Kardinal König hat der Hiroshima-Aktion, die jeden 6. August hier am Wiener Stephansplatz von der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshima-Gruppe veranstaltet wird, 1999 folgende Grußadresse geschickt:

„Auch an der Schwelle des neuen Millenniums steht die Welt an verschiedenen Orten immer noch vor kriegerischen Auseinan­dersetzungen. Und immer ausgefeiltere Werkzeuge des Krieges lauern in den Arsenalen. Die Notwendigkeit, eine Solidarität des Friedens aufzubauen, wird noch dringender. Ich danke allen, die diese Notwendigkeit erkennen und immer mehr Menschen dafür gewinnen, um eine Front des gewaltlosen Widerstandes aufzubauen. Wir befinden uns alle in einem Boot und können nur gemeinsam in Frieden leben oder untergehen."

 

Dies könnte auch das Motto des heutigen Aktionstages des Weltsozialforums und des Österreichischen Sozialforums sein.

Am 20. April 2003 schrieb Kathpress:

„Schon das Zweite Vatikanische Konzil sei dafür eingetreten, auf der Basis einer Übereinkunft zwischen allen Nationen jeglichen Krieg absolut zu ächten. Das erfordere eine ‚von allen anerkannte, internationale Weltautorität’. Der Irak-Krieg habe gezeigt, wie territoriale und nationale Interessen die Politik beherrschen und wie ungeheuer die Vernichtungskraft ist, stellte Kardinal König fest: ‚Wer sich das bewusst macht, sieht, dass eine Weltpolitik auf dieser Basis in die Katastrophe führt’. Hier gehe es nicht mehr nur um den Konflikt zwischen Nationen, sondern zwischen ganzen Kontinenten, ‚Kulturen und Weltbildern’.“

 

Millionen haben bei Aktionstag des Weltsozialforums am 15. Februar 2003 gegen den damals drohenden Irak-Krieg protestiert, Millionen sind weltweit gegen Krieg und Aufrüstung, gegen Besatzung und Terror aufgestanden. Heute fordern wir wie viele Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten – zum Beispiel auch in den USA – den Abzug der fremden Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan und einen sofortigen Stopp aller Kriegsvorbereitungen gegen die Menschen im Iran.

 

In wenigen Wochen findet in Wien die Vorbereitungstagung für die nächste Konferenz zum Atomsperrvertrag (NPT) statt. Wir sagen Nein zu allen Atomwaffen und zu allen Plänen, Atomwaffen zu bauen. Unser Nein gilt selbstverständlich für Nordkorea genauso wie für alle so genannten „neuen“ Atommächte. Dieses Nein gilt aber ebenso für alle „alten“ Atommächte. Es ist ein Verbrechen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika anderen Staaten mit Einsatz von Atomwaffen drohen. Die Atomwaffen in den beiden EU-Staaten Großbritannien und Frankreich gehören genauso abgeschafft wie jene in China oder Russland. Es ist allerdings eine riesengroße Verlogenheit, einerseits die eigenen Atomwaffen um bis 30 Milliarden Euro zu modernisieren und andererseits gegen angebliche Atomwaffenpläne in anderen Staaten aufzutreten. Großbritannien hat diese Woche gegen großen Widerstand der Bevölkerung eben jene 30 Milliarden Euro für die Atomwaffen beschlossen – und alle anderen EU-Regierungen haben weggeschaut und geschwiegen. Die Europäische Union soll doch mit positivem Beispiel vorgehen und als wichtigen Schritt zu einem atomwaffenfreien Europa die Atomwaffen in den EU-Staaten abschaffen.

 

Vor einem Monat hat im Salzburger Friedensbüro der Palästinenser Noah Salameh über die immer schlechter werdende Situation in den besetzten Gebieten Palästinas berichtet. Er hat erzählt, wie schwierig es für ihn als moslemischen Pazifisten ist, für eine gewaltfreie Lösung des Konfliktes einzutreten, angesichts der immer größer werdenden sozialen Ungerechtigkeit, angesichts der unmenschlichen israelischen Besatzungspolitik und auch angesichts der manchmal geringen Solidarität, ja sogar des Schweigens der Weltöffentlichkeit. Weil wir wollen, dass die Menschen in Palästina und die Menschen in Israel in Frieden und menschenwürdig leben können, sagen wir Nein zur Besatzung Palästinas und sind wir solidarisch mit der allen Menschen, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, in Palästina genauso wie in Israel.

 

Als FriedensaktivistInnen sagen wir ein klares Nein zum Terror. Terror ist nie fortschrittlich, Terror ist gegen den Inhalt jeder Weltreligion. Es ist ein Verbrechen gegen die eigene Religion, wenn Krieg oder Terror in scheinheiliger und verlogener Weise zur Legitimierung der eigenen Machtpolitik missbraucht wird. Das gilt für den angeblichen „Christen“ Bush und seine verbrecherische Angriffskriege genauso wie – unter genauso vielen Anführungszeichen – angebliche „islamische“ Terroristen.

 

Es ist nicht zufällig, dass die weltweite Bewegung gegen die neoliberale Wirtschaftspolitik, gegen jenen „Terror der Ökonomie“, der weltweit jedes Jahr Millionen Hungertote fordert, heute für Frieden und gegen Krieg und Besatzung auftritt. Es würde den Rahmen dieser Rede sprengen, die Zusammenhänge zwischen Neoliberalismus und Unfrieden aufzuzeigen, aber eines steht fest: Imperialismus, Kapitalismus und Krieg gehören zusammen wie andererseits soziale Gerechtigkeit und Frieden zusammengehören.

 

Daher fordern wir von der Bundesregierung des neutralen Österreichs ein aktives Auftreten gegen die Kriegspolitik der USA genauso wie gegen die zunehmende Militarisierung der Europäischen Union. Aus der Europäischen Union darf keine atomare Supermacht werden. Die immerwährende Neutralität Österreichs ist ein Beispiel für die gesamte EU: Niemals wieder sollen Soldaten und eventuell auch Soldatinnen auf den Schlachtfeldern für Großmacht- und Konzerninteressen sterben.

 

Die NPT-Konferenz in Wien ist auch eine Chance für das neutrale Österreich, das in seiner Verfassung Atomwaffen und Atomkraftwerke verbietet, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten.

 

Wir fordern eine aktive Rolle des neutralen Österreichs für den Frieden im Nahen Osten in der Tradition von Bruno Kreisky.

 

Wir fordern ebenso ein andere Wirtschaftspolitik, die weltweit sowie auch in der EU und in Österreich ein mehr an sozialer Gerechtigkeit schafft.

 

Wir stehen heute am Stephansplatz und gehen zur US-Botschaft. Wir arbeiten und engagieren uns weiter – am Samstag, 24. März 2007 demonstrieren wir vor dem Parlament um 13.00 Uhr gegen die unsinnigen Abfangjäger. Wir kämpfen weiter, weil wir mit dem Weltsozialforum, dem Europäischen Sozialforum und dem Österreichischen Sozialforum überzeugt sind: 

 

Eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ist möglich! Eine sozial gerechtere und friedlichere Welt ist möglich. Eine andere Welt ist möglich.

 

Bericht auf der ORF Homepage:

http://wien.orf.at/stories/179378/

Nicht nur zu Weihnachten aktuell:
Abrüstung jetzt!
FRIEDEN auf Erden!

  • Kein Krieg! Der Irak-Krieg hat deutlich gezeigt: Krieg löst keine Probleme – er ist das Problem. Kriege sind durch nichts zu rechtfertigen. Konflikte müssen zivil gelöst werden.
  • Weg mit allen Atomwaffen! Noch immer lagern mehr als 30 000 Atomwaffen in den Arsenalen. Alle Arbeiten zur Weiterentwicklung von Atom­waffen, wie zum Beispiel jene der USA, müssen ge­stoppt werden. Für ein Verbot von Weltraumwaffen! Nein zu allen Atomwaffen – in den USA, in Russland und China, in den EU-Staaten Großbritannien und Frankreich sowie in den „neuen“ Atomwaffenstaaten. Für die Auflösung aller Militärstützpunkte auf fremden Territorien!
  • Stopp der Militarisierung der Europäischen Union! Keine europäischen Eingreiftruppen, keine von der EU geführten Kampfeinsätze, keine Militär­interventionen irgendwo in der Welt! Stopp den Plänen für gemeinsame EU- Rüstungsprojekte, wie sie von der Europäischen Rüstungsagentur organisiert werden sollen!
  • Keine Teilnahme Österreichs an Aktionen eines Militärpaktes, wie sie im Rahmen der EU und der „NATO-Partnerschaft für den Frieden“ aufgebaut werden. Denn das wäre die Teilnahme an Militär­bündnissen und somit im krassen Widerspruch zum Status der immerwährenden Neutralität, zu dem sich Österreich 1955 verpflichtet hat.

Für eine aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik Österreichs!

(Flugblatt bei der Weihnachtsaktion der Wiener Friedensbewegung
am 15. Dezember 2006 auf dem Kunsthandwerksmarkt am Karlsplatz in Wien)

 

 

 

Gewalt überwinden –
als LehrerIn für den Frieden erziehen

Unter diesem Motto stand der heurige Studientag der „Dekade zur Überwindung der Gewalt“, die vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufen wurde, sowie der „Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder der Welt“, die die Vereinten Nationen beschlossen haben, am Samstag, 25. November 2006 im Don Bosco Haus in Wien XIII.

Nach der Begrüßung durch Oberin Christine Gleixner und Daniela Härtel referiert der Waldorf-Pädagoge Tobias Richter über „Friedenserziehung lehren und lernen“: Ziel der Friedenserziehung ist es, Begegnungen zu ermöglichen, mit Menschen genauso wie „Begegnungen“ mit einer Landschaft. Zuerst einmal müssen auch der Lehrer oder die Lehrerin wie jeder Mensch von sich ausgehen – „die Schritte, die ich gehen will, nicht von jemanden anderen erwarten, sondern selber gehen.“ LehrerInnen und SchülerInnen müssen sich in Augenhöhe begegnen - es geht um ein Voneinander Lernen. Richters Pädagogik beruht auf drei Teilen: 1. Erlebnis und Betroffenheit, 2. Reflexion – „nachsinnen“ und 3. Üben. Als konkrete Beispiele für die Ausbildung in Waldorf-Pädagogik nennt Richter ein Ausbildungszentrum in Kroatien, das während des Krieges Mitte der 90er Jahre SchülerInnen der verfeindeten Nationalitäten besuchten, und das Projekt mit Studierenden aus Wien und dem südslawischen Raum, die ein Theater zu den 12 Taten des Herakles in verschiedenen Sprachen erarbeiteten.

 Vincent Roussel, Leiter der Kommission für Erziehung der französischen UNO-Dekade, berichtet von der französischen Kampagne „Gewaltfreiheit in der Schule“, die neben dem Unterrichtsprinzip im Gesetz auch einen eigenen Gegenstand mit Stundenanzahl, Lehrplan und speziellen Unterrichtsmethoden zum Thema „Gewaltfreiheit und Friedensarbeit“ für alle Schulstufen vom Kindergarten bis zum Ende der Gesamtschule mit 16 Jahren sowie Friedenserziehung als Teil der LehrerInnen-Ausbildung durchsetzen möchte. Weiters soll allen Erwachsenen, die in der Schule arbeiten, eine Weiterbildung in Konfliktmanagement angeboten werden. Roussel informiert über inhaltliche Unterlagen, die sich (auf französisch) auf der Homepage http://www.decennie.org/ finden sowie über die vielfältigen Lobbyaktivitäten für dieses Anliegen, wie zum Beispiel einen Kongress Anfang Dezember, zu dem VertreterInnen der LehrerInnen- und Eltern-Organisationen, der Gewerkschaften, der Kirchen und der Parteien eingeladen wurden.

 Moira Atria von der Fakultät für Psychologie referiert über die österreichische Situation: es gibt viele Projekte, jedoch noch keine Vernetzung. Es gibt auch keine systematische Erforschung und Entwicklung der Gewaltprävention. Das Hauptproblem sieht Frau Atria im „fehlenden politischen Willen“: Atria unterscheidet zwischen Konflikten und Gewalt. Bei der Gewaltprävention geht um eine innere Haltung, um kontinuierliches Handeln sowie ein methodisches Vorgehen des jeweiligen Projektes oder Programmes. Die zentralen Fragen laut Frau Atria sind: „Wie schafft man eine gewaltfreie Umgebung?“ und „Wie schützt man diese vor Übergriffen?“

 Mit Arbeitskreisen am Nachmittag zu Themen wie österreichische Kampagne zur Friedenserziehung oder Mediation an den Schulen wird der Studientag fortgesetzt. Pete Hämmerle berichtet über die Bemühungen zur Vernetzung aller für Friedenserziehung engagierten Menschen nach dem französischen Beispiel, die evangelische Theologin Barbara Rauchwarter betont die Gerechtigkeit und fordert, den immer größer werdenden Einfluss der Wirtschaft auf die Bildung zu sehen.

 In seinem Schlusswort erinnert Oberkirchenrat Michael Bünker an den heutigen, weitweiten Tag gegen die Gewalt gegen Frauen, der aus Anlass der Ermordung von drei Frauen aus Puerto Rico am 25.11.1960 von UNO geschaffen wurde. Bünker zitiert Mahatma Gandhi: „Ich will bei der Wahrheit bleiben. Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen. Ich will frei sein von Furcht. Ich will keine Gewalt anwenden.“

Artikel für www.friedensnews.at

 

 10. Oktober 1981 - 10. Oktober 2006 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Heute ist ein historisches Jubiläum:

vor 25 Jahren fand die erste große Friedensdemo einer langen Reihe von Friedensmärschen statt.

Wir waren mit Bussen aus Niederösterreich angereist. Die ganze Nacht waren wir im Bus nach Bonn gefahren. Aber wir waren überhaupt nicht müde. Es war für uns alle ein wunderbares Erlebnis: schon so viele Menschen bei der Auftaktkundgebung (u. a. redete dort Dorothee Sölle) und dann die nahezu unüberschaubare Menge Menschen im Bonner Hofgarten und der Abschluss mit der Rede von Heinrich Böll. Es war ganz ruhig auf den Platz, hunderttausende FriedensaktivistInnen lauschten Bölls Worten.

Es folgten auch große Friedensdemos in Österreich:

Am 15. Mai 1982 standen 70.000 Menschen auf dem Wiener Rathausplatz - wir hatten maximal 20.000 - 30.000 erwartet, es war eine Stimmung, die von einem ungeheuren Optimismus auf eine neue, bessere Welt getragen war: eine Welt, in der es keine Atomwaffen mehr gibt, in der Krieg undenkbar ist, in der niemand mehr verhungert, in der alle Menschen weltweit in Würde leben können. Dieser 15.5.1982 war der schönste Tag meines Lebens. Unsere Hoffnung beschreibt am besten ein Erlebnis: Bei einem Plenum der Bezirksfriedensinitiative Melk im Herbst 2002 (den genauen Termin weiss ich nicht mehr) fragte ein junger Bauer aus St. Leonhard am Forst: "Was machen wir, wenn wir die Atomwaffen abgeschafft haben? Wir verstehen uns so gut, wir können dann ja nicht gleich auseinandergehen."

Am 22. Oktober 1983 versammelten sich dann 100.000 gegen die neuen US-Atomwaffen und für ein atomwaffenfreies Europa auf dem Wiener Rathausplatz. Einer der Redner war unser neuer Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Es war wieder ein Riesenerfolg, der allerdings durch die sich schon abzeichnende drohende Stationierung der atomaren US-Mittelstreckenraketen getrübt wurde.

Auch 25 Jahre danach gilt es alles zu tun, dass die Atomwaffen endlich abgeschafft werden, in den neuen Atomwaffenstaaten wie Nordkorea ebenso wie in den alten wie den USA, die noch immer den nuklearen Erstschlag planen, in Russland oder in den EU-Staaten Frankreich und Grossbritannien. In Österreich gibt es viele UnterstützerInnen für eine atomwaffenfreie Welt, wie die Stellungnahmen zum Hiroshima-Tag auf http://www.hiroshima.at/ zeigen.

Unser Kampf für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg geht weiter!

Mit solidarischen Friedensgrüßen!

Alois Reisenbichler

Auf der Webpage

http://www.friedenskooperative.de/

finden sich folgender Bericht eines der Organisatoren der Demo sowie weitere Informationen über die Geschichte der Friedensbewegung.

Bonner Hofgarten, 10.10.1981
Volkmar Deile

"Wir fordern die Regierungen der Mitgliedsländer der NATO auf, ihre Zustimmung zum Beschluss über die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen zurückzuziehen. Damit soll der Weg für die Verringerung der Atomwaffen in West- und Osteuropa geöffnet werden mit dem Ziel, einen wechselseitigen umfassenden Abrüstungsprozess in Gang zu setzen. Wir treten ein für ein atomwaffenfreies Europa...."

Das war die zentrale Forderung des Aufrufs, den viele hundert Organisationen aus dem In- und Ausland unterschrieben haben. 300 000 Menschen kamen auf die Bonner Hofgartenwiese, um dafür zu demonstrieren. Die Redner und Rednerinnen der fast fünfstündigen Kundgebung waren aus Frankreich, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden, Australien, Italien, Österreich, den USA und aus der Bundesrepublik Deutschland angereist.

Der 10. Oktober 1981 war zwischen dem Interkirchlichen Friedensrat der Niederlande, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden als erste große Aktion einer Kette europaweiter Demonstrationen verabredet worden. In den folgenden vier Wochen fanden weitere Demonstrationen in Rom und Madrid, in Paris, Brüssel, London und Oslo, Kopenhagen und Amsterdam statt. Alle mit dem Ziel einer großen internationalen Anstrengung, über das Nein zur Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen den Weg zu einem atomwaffenfreien Europa zu öffnen.

Das Erlebnis der durchweg gewaltfreien Bonner Demonstration war überwältigend. Heinrich Böll sprach begeistert von der "Hollanditis, dieser wunderbaren Krankheit", Heinrich Albertz fragte "Wann hat es jemals in Deutschland so etwas gegeben? Die jungen Menschen wollen keine fremden Länder mehr besetzen - höchstens mal ein rechtswidrig leerstehendes Haus...". Erhard Eppler definierte die Friedensbewegung als Zusammenschluss "der Mutigen, nicht der Ängstlichen, der Diskutierenden, nicht der Schreienden, der Selbstkritischen, nicht der Arroganten, der einfallsreich Agierenden, nicht der stumpf Parierenden, der Friedlichen, nicht der Gewalttätigen, der Fröhlichen, nicht der Fanatischen, der Liebenden, nicht der Hassenden". Petra Kelly forderte, dass wir als "gewaltfreie `Ungehorsame` mit unserer ganzen Person für den Gesetzesbruch aus Gewissensgründen einstehen" und Coretta Scott King stellte unser Bemühen in die Tradition des Kampfes ihres ermordeten Ehemannes.

Gelacht haben wir auch: Ich erinnere mich gerne an die aus Angst vor Gewalt mit Brettern vernagelten Schaufenster der Bonner Einkaufszone. Auf eines hatte ein Demonstrant gemalt: "Jetzt bin ich extra aus Moskau gekommen, um hier einzukaufen".

Der 10. Oktober 1981 war der Auftakt zu weiteren großen Demonstrationen 1982 und 1983, an denen sich noch viel mehr Menschen beteiligten. An der Basis entstand das Netzwerk, das bis heute nicht ganz gerissen ist.

Die Politik nahm den Impuls der Friedensbewegung nicht auf. Der Deutsche Bundestag stimmte Ende 1983 mehrheitlich der Stationierung von Pershing II und Cruise Missile zu. Die Kirchen blieben ihrer Schaukelformel vom Friedensdienst mit und ohne Waffen im Wesentlichen treu - trotz anderer Akzentuierungen in den Kirchen in der DDR.

Auch deswegen ging die Proliferation atomarer und anderer Massenvernichtungswaffen weiter - besonders nach dem Ende der bipolaren Welt, der wir Aktiven auch in der Formulierung unserer Alternativen vielfältig verhaftet waren. So weit, dass die anhaltende Verbreitung nuklearer, biologischer und chemischer Waffen (WMD) heute vielen als veritable Kriegsbegündung gilt.

Die Bonner Demonstration endete 1981 mit dem Aufruf zu "Mut, Kraft, Phantasie und langem Atem". Die Zeit dieser Sekundärtugenden ist nicht vorbei. Und an der Primärtugend sollten wir weiter arbeiten. Abrüstung ist zwar wichtig, aber nur ein Teil des notwendigen Friedens.

Volkmar Deile war damals als Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste einer der Organisatoren.

 

www.hiroshima.at

 

 

 

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

 

mit der Gedenkveranstaltung bei der Wiener Friedenspagode wurden am 9. August - Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Nagasaki) unsere Aktivitäten für eine atomwaffenfreie Welt erfolgreich abgeschlossen.

 

Alle Grußadressen zur Unterstützung des Anliegens einer Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg - wieder weit über 300 Stellungnahmen - findet man / frau unter www.hiroshima.at

 

Hier finden Sie / findest du folgende Beiträge:

 

Kazu SODA, Überlebender der Atombombe von Nagasaki

(in deutsch, englisches Original www.hiroshima.at) sowie einen

Bericht aus heutigen Ausgabe der Presse.

 

Mit solidarischen Friedensgrüßen!

 

Andreas Pecha & Alois Reisenbichler

 

 

Rede von Kazuo SODA,
Überlebender der Atombombe von Nagasaki,
am 9. August 2006 bei der Wiener Friedenspagode

 

Dies ist nun das 16. Mal, dass ich hier in Wien bin. Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder bei der Pagode sein und an der Gedenkveranstaltung für die Atombombenopfer teilnehmen kann.

 

Gegen Ende Mai dieses Jahres musste ich mich in Spitalsbehandlung begeben, da der Verdacht auf Krebs bestand. Aber glücklicherweise wurde die betroffene Stelle nach eingehender Untersuchung als harmlos, als nicht von Krebs betroffen diagnostiziert. Da ich mich zu dem Zeitpunkt, als ich mich ins Spital begab, auf das schlimmste vorbereitet hatte, war ich erleichtert, als ich erfuhr, meine Krankheit sei gutmütig. Ich war allerdings nicht in der Lage zu entscheiden, ob ich mich auf eine meiner Friedensreisen begeben solle. Und wie ihr sehen könnt – nun bin ich hier in Europa. Und ich stehe geradewegs vor der Friedenspagode. Nun spreche ich zu euch allen hier bei der Pagode an der Donau, die dort unmittelbar vorbei fließt. Und jetzt fühle ich mich gestärkt und aufgerichtet, da ich mit euch allen hier den unbedingten Wunsch nach Frieden teile. Jetzt fühle ich den wirklichen Sinn am Leben zu sein, und die Verwirklichung der Würde des Lebens. Mein Herz ist voll tiefer Empfindungen, wenn ich an meinen ersten Besuch in Wien, 1985, denke und wie wir vor dem Stephansdom die Friedenskundgebung abhielten.

 

Bitte verzeihen sie mir, wenn ich ihnen dieselbe Geschichte wieder erzähle, die ich bei jedem meiner Besuche vortrage. Aber ich habe keine andere Möglichkeit, als mich auf die Tatsachen zu beziehen wie ich die Atombombe überlebte, denn die Szenen des Infernos von 1945, die sich mir eingegraben haben, waren die ausschlaggebende Motivation für mein Engagement in der Friedensbewegung.

 

Ich überlebte die Atombombe auf Nagasaki im Alter von 15 Jahren, ca. 2,5 km vom Epizentrum (dem Explosionspunkt) entfernt. In der Folge litt ich unter extremer Mattigkeit und Durchfall, die als Folgen angesehen wurden, der radioaktiven Strahlung ausgesetzt gewesen zu sein. Vor neun Jahren erkrankte ich an Krebs, aber glücklicherweise konnte ich die Krankheit besiegen, während zwei Drittel meiner SchulkollegInnen unmittelbar getötet wurden oder an verschiedenen, durch die radioaktive Strahlung ausgelösten Krankheiten starben. Die vielen, die sofort getötet wurden konnten natürlich von dem ihnen zugefügten Leid nicht mehr erzählen und über die Inhumanität des Einsatzes von Atomaffen nicht mehr berichten. Es gab nur einige wenige medizinische Einrichtungen wo all diejenigen übersät mit Wunden und Verbrennungen versorgt werden konnten. Wie viele namenlose Körper, von Wunden übersät oder verbrannt lagen auf den Straßen und in den vom Feuer verwüsteten Orten. Schätzungen, die Ende 1945 gemacht wurden, gehen von 140.000 Menschen in Hiroshima und 70.000 in Nagasaki aus, die unmittelbar getötet wurden. Zu ihrem Andenken fühlten wir Überlebende uns verpflichtet, das Verbrechen der Atombombeneinsätze zu bezeugen. Und die atomare Strahlung beeinflusst das Leben vieler der Atombombenopfer und Zeitzeugen bis heute. Es heißt, dass wir Atombombenopfer (Hibakushas) der radioaktiven Strahlung unser Leben lang innerlich ausgesetzt sind. Wie sie wissen, haben die Nuklearwaffen weit mehr Potential an zerstörerischer Kraft als alle anderen konventionellen Waffen und darüber hinaus hatte und hat die Radioaktivität, die zum Zeitpunkt der Explosion freigesetzt wurde einen großen und schrecklichen Einfluss über einen langen Zeitraum auf unser Leben, so lange, dass auch unsere Nachkommenschaft sicherlich noch genetisch infiziert ist.

 

Die Zerstörung, an der wir leiden, ist kein Naturphänomen sondern eine Tragödie, in der Menschen andere in die Tiefe der Hölle zurückwerfen. Die Vernichtung aller Atomwaffen liegt daher in unserer eigenen Macht und nicht außerhalb der Kontrolle der Menschen, denn sie sind ja von Menschenhand gemacht.

 

Manchmal habe ich an Klassentreffen meiner ehemaligen SchulkollegInnen teilgenommen, die die Atombombe auch überlebt haben. Zu meinem großen Bedauern haben viele meiner SchulfreundInnen es immer vermieden, mit den Folgen des nuklearen Zeitalters zu recht zu kommen, auch wenn sie selbst A-Bombenopfer waren und sind. Nur wenige interessieren sich für den gegenwärtigen und künftigen Status unseres Landes. Ihre fürchterlichen Erfahrungen verbinden sie nicht mit der Frage nach den Aufgaben des einzigen mit Atombomben bombardierten Landes in unserer Welt. Auch nach mehr als einem halben Jahrhundert nach Ende des 2 WK hindert sie Überbleibsel ihrer Vorkriegs- und Kriegserziehung daran, die Umstände in denen sich ihr Land heute befindet richtig zu interpretieren. Ich muss euch mit großem Bedauern sagen, dass unsere derzeitige Regierung versucht die Verfassung Japans zum Schlechten zu verändern, dahin gehend, dass Auslandseinsätze der Armee (auch Kriegseinsätze) möglich werden sollen. In dieselbe Richtung gehen auch Versuche, das Grundgesetz über Erziehung und Bildung unwiederbringlich zu ändern, so dass die Öffentlichkeit auf die Treue zu einer kriegführenden Nation eingeschworen werden soll.

 

Wir Hibakushas kennen ganz genau unsere wichtige Rolle im Kampf gegen diese gefährlichen Rückwärtsentwicklungen in Kriegs- und Vorkriegstage, als wir grob behandelt wurden. Wir Hibakushas wünschen uns nichts mehr, als die letzten Atombombenopfer auf dieser Welt zu sein. So lange die Nuklearwaffen existieren werden wir nicht in Frieden sterben können, auch wenn wir es wollten. Nuklearwaffen sind ein Produkt der Menschen. Diese offensichtliche Tatsache lässt es absolut möglich erscheinen, dass sie auch durch Menschenhände abgeschafft werden.

 

Die Friedenspagode in Wien ist nicht nur ein großartiges religiöses Zeichen, sondern auch ein Symbol für unseren Wunsch, dass die Tollheiten, die die Menschheit im 20 Jhd. begangen hat, sich niemals wiederholen mögen. Wir dürfen der nächsten Generation nicht erlauben, unser negatives Erbe des 20. Jahrhunderts tatsächlich anzutreten.

 

Danke für eure Aufmerksamkeit.

 

DIE PRESSE:

 

 

10.08.2006 - Chronik / Weltjournal

 

 

 

Nagasaki: Atombombenabwurf vor 61 Jahren

 

 

 

VON EVA MALE

 

 

 

Gedenken an Hiroshima/Nagasaki. K. Soda tritt für die Abschaffung von A-Waffen ein.

 

 

 

Wien. "Als ich nach wenigen Sekunden wieder zu Bewusstsein kam, sah ich, dass die Stadt zerstört war. Von unserem Haus auf dem Hügel, das nur 2,5 Kilometer vom Epizentrum entfernt lag, war der ganze erste Stock wie weggeblasen." Kazuo Soda hatte gerade im Erdgeschoß mittaggegessen, als am 9. August 1945 über Nagasaki die Atombombe detonierte. Der damals 15-Jährige war "zu nah am Geschehen, um den Feuerball zu sehen"; er nahm eher eine "Art Blitz und dröhnenden Donner" wahr.

Was für ein Glück, dass Kazuo Soda an jenem Tag nicht zum Arbeitsdienst in der Waffenfabrik gegangen war, weil er sich krank fühlte. Sie lag noch näher am Explosionszentrum - "ich wäre sicher getötet worden". Zu Hause jedoch überlebte er - anders als zwei Drittel seiner Mittelschulfreunde, die ebenfalls zum Arbeitsdienst im Rüstungsbetrieb eingezogen worden waren.

Heute ist Kazuo Soda 75 Jahre alt und als unermüdlicher Kämpfer gegen Atomwaffen auf der ganzen Welt unterwegs. Als Vertreter der "Hibakusha", wie sich die Überlebenden der Atombombe nennen, tritt er für die Abschaffung sämtlicher nuklearer Waffensysteme ein: "Wenn die großen Mächte wie die USA, Großbritannien, Russland, Frankreich und China damit anfingen, würden die kleinen Länder folgen", hofft Soda. Natürlich beunruhigen ihn die Entwicklungen im Iran und in Nordkorea, "aber als Pazifist muss man optimistisch sein".

Die Hibakusha-Bewegung arbeitet mit der Organisation "Mayors for Peace" zusammen, die von den Bürgermeistern von Nagasaki und Hiroshima gegründet wurde und es sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2020 eine Abschaffung der Atomwaffen zu erreichen. "Im Jahr 2020 werden wir Hibakusha alle gestorben sein", meint Soda; das durchschnittliche Alter der Mitglieder betrage 73 Jahre.

Umso wichtiger sei es für ihn, als Augenzeuge die Erinnerung an den Atombombenabwurf vor 61 Jahren wach zu halten. "Wenn ich auf Friedensmission unterwegs bin, vergesse ich völlig auf meine Gesundheit", sagt Soda. Er ist überzeugt, dass seine Krebserkrankung, die er sichtlich überwunden hat, eine Spätfolge ist. "Unter den Überlebenden gibt es zehnmal mehr Krebsfälle als in der restlichen Bevölkerung."

Von der Regierung wurde der Zusammenhang zwischen Krankheit und A-Bombe in Sodas wie auch in vielen anderen Fällen jedoch nicht anerkannt. Der medizinische Nachweis ist schwierig, vor Gericht wandern derzeit eine Reihe von Klagen gegen die Regierung durch die Instanzen.

Laut Kazuo Soda sind überhaupt nur 0,8 Prozent der Hibakusha - die Bewegung zählt 290.000 Mitglieder - vom Staat offiziell als solche anerkannt. Der Kampf der Überlebenden um mehr Geld und medizinische Sonderbehandlung schleppt sich.

Kazuo Soda hat seine gesamte Familie verloren. Der Bruder starb Ende 1945, die Eltern fünf Jahre später. Er selbst trug vor allem psychische Schäden davon. Ein lebenslanges Trauma. Immer noch hat der soignierte Herr, der als Lehrer arbeitete, die Hilfeschreie im Ohr: "Aber wir konnten nichts tun." Bis die Bevölkerung erfuhr, dass es sich in Hiroshima und Nagasaki um Atombomben gehandelt hatte, dauerte es eine Weile. "Und über die wirklichen Auswirkungen der Strahlung haben wir jahrelang nichts gewusst."

 

 

 

© diepresse.com | Wien

 

 

Quelle:

http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=577392

 

 

Weitere Artikel:

 

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/181094/index.do

http://www.nachrichten.at/drucken/466992

http://www.aon.at/portal/site/aon/menuitem.2d7a61252d2aa33c9bf1cb10740208c2/vgnextoid=a9df0a1a063fc010VgnVCM2000004f1a1facRCRD

http://derstandard.at/?id=2545817

http://www.wienweb.at/content.aspx?id=111713&cat=22&channel=2&typ=0

http://www.news.at/articles/0632/15/147791.shtml

 

Friedensstand beim Donauinselfest:
Eine Welt ohne Atomwaffen
und ohne Krieg ist möglich
  

 

Bei einem Friedensstand auf der Gewerkschaftsinsel im Rahmen des Wiener Donauinselfestes informiert die Wiener Friedensbewegung über ihre Arbeit für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg.

 "Neutralität hat Zukunft, damit ÖsterreicherInnen nie mehr auf dem Schlachtfeld sterben müssen", betont die Wiener Friedensbewegung, die sich auch gegen die Militarisierung der Europäischen Union ausspricht.

 

Diese Aktivität zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen Friedensbewegung und Gewerkschaft - der Stand steht bei der Gewerkschaftsjugend, die Flugblätter wurden von Gewerkschaft der EisenbahnerInnen vervielfältigt.

 

Informationen:

Alois Reisenbichler, Wiener Friedensbewegung, Tel. 0664 3951809

 

 

 

"Menschen im Widerstand gegen Krieg und Gewalt"
Podiumsdiskussion Christinnen und Christen für die Friedensbewegung
in der Langen Nacht der Kirchen am 09. 06. 06.

mit Irmi Ehrenberger (Internationaler Versöhnungsbund), Maga. Viola Raheb (evang. Theologin, geboren in Betlehem), Peter Schmidt (Journalist),  Kaplan Franz Sieder (Vorsitzender Christinnen und Christen für die Friedensbewegung) und OKR Pfr. Mag. Thomas Hennefeld (Diskussionsleitung)

Bericht auf der
Homepage der Erzdiözese Wien
www.stephanscom.at
Das Vom-Frieden-Reden mit Inhalten füllen
http://stephanscom.at/news/1/articles/2006/06/10/a10953/

Deutsche Friedensdelegation in Wien:
Für eine friedliche Lösung des Iran-Konfliktes

Eine Gruppe der Friedenswerkstatt Mutlangen besucht im Vorfeld der  Gouverneurstagung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO). Sie führen Gespräche mit der CTBTO, der IAEO, der deutschen UN Mission und der iranischen UN-Botschaft.

Die Gruppe besteht aus langjährig Engagierten in der deutschen Friedensbewegung sowie aus Jugendlichen der Initiative BANG (Ban All Nukes Generation). Sie stammen aus Städten, deren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Mitglieder der Mayors for Peace sind.

"Wir wollen die Versuche der internationalen Gemeinschaft, das explosive Gemisch von Atomkraft und Atomwaffen zu entschärfen, kritisch analysieren und für eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts eintreten", stellt Wolfgang Schlupp-Hauck, Delegationsleiter und Projektkoordinator der Friedenswerkstatt Mutlangen fest.

Einen Bericht über ihre Erfahrungen in Wien (inklusive über unsere gemeinsame Zeit am 5. und 6. Juni) gibt es unter

http://www.pressehuette.de
Atomwaffen und Atomkraft - das explosive Gemisch entschärfen.
Erfahrungsberichte von der Studien- und Aktionsreise nach Wien, 5. - 12.Juni 2006
 

Peter Turrini bei der Friedensbewegung

Am 31. Mai 2006 hat Peter Turrini auf Einladung der Friedensinitiative Penzing - Rudolfsheim/Fünfhaus in der Akkonpfarre aus seinen Werken gelesen.

Einen Filmbericht von Richard Vrzal findet man / frau unter

http://www.ctv-net.org/web/content/view/177/25/

Peter Turrini liest hier "Nestroygala - ein Schauspiel".

 

 

 

 

 

Alles tun, damit eine atomwaffenfreie Welt Wirklichkeit wird.
Hiroshima-Gedenken am 6. August 2009 auf dem Wiener Stephansplatz

Mit ihrer traditionellen Aktion gedachten die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshimagruppe Wien am 6. August 2009 – dem Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima – auf dem Wiener Stephansplatz der Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki.

In über 300 Grußadressen wurde das Anliegen einer Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg unterstützt. Bundespräsident Dr. Heinz Fischer schrieb an die Wiener FriedensaktivistInnen: „Ich freue mich über Ihr Engagement und Ihre – ja, das kann man wirklich sagen – Hartnäckigkeit, mit der Sie in einer gemeinsamen Aktion wieder für eine atomwaffenfreie Welt eintreten und dies auch öffentlich kundtun.“

Alois Reisenbichler (Wiener Friedensbewegung) betonte bei der Präsentation der Grußadressen, dass „die Rede von US-Präsidenten Obama über die Vision einer atomwaffenfreien Welt ein Anlass zur Freude, aber kein Grund, sich zurückzulehnen, ist. Gerade jetzt müssen wir uns mit aller Kraft gegen Atomwaffen einsetzen.“ Alle Grußadressen sind auf http://www.hiroshima.at im Internet veröffentlicht.

Dr. Christoph Strehblow (OMEGA - IPPNW) warnte angesichts der Rede Obamas vor allzu großer Euphorie, weil es viele Hindernisse zu überwinden gäbe. Dr. Strehblow machte aber auch Mut: „Vieles wurde schon geschafft und dies wäre ohne das unermüdliche Engagement der Zivilgesellschaft nicht möglich gewesen!“

Die evangelische Pfarrerin Dra. Ines Knoll formulierte eine Vision: „Von nun an aber wirst Du Mensch immer umkehren, in allem und auf jedem Flug, der zerstören könnte, und Du betätigst niemals den Knopf der Vernichtung.“

Sonja Jamkojian-Huber – Aktivistin seit dem Beginn der Arbeit der Hiroshima-Gruppe in den 80er Jahren – schilderte die Gefahren der Atomwaffen: „Solange Atomwaffen existieren, ist das Überleben der Menschheit bedroht.“

Isolde Schönstein (Arge Schöpfungsverantwortung) berichtete von ihren Erfahrungen bei der Unterstützung der Opfer der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: „Wir wollen keine Atomwaffen und keine Atomkraftwerke. Wir müssen in vielen Bereichen umdenken – das heißt zum Beispiel auch Sparen beim Energieverbrauch.“

Pete Hämmerle (Internationaler Versöhnungsbund) stellte die Frage: „Österreich hat sich in seiner Verfassung als atomkraftfrei erklärt – gleichzeitig ist es Mitglied und Beitragszahler bei EURATOM. Wäre der durchaus mögliche und machbare Ausstieg aus diesem Vertrag nicht ein Schritt, den in den Grußadressen zum Hiroshimatag ausgedrückten politischen Willen in die Tat umzusetzen?“

Ernst Toman (Friedensinitiative Donaustadt) sang Friedenslieder und die iranische Künstlerin Farah Notash zeigte ein großes Gemälde einer Atombombe. Mit einem Laternenmarsch vom Stephansplatz zum Teich vor der Karlskirche wurde die Aktion am Hiroshimatag abgeschlossen.

Am Sonntag, 9. August 2009 – dem Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Nagasaki – wird um ca. 19.00 Uhr mit einer traditionellen Buddhistischen Lichterzeremonie bei der Wiener Friedenspagode der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht (Wien 2, Hafenzufahrtsstraße, Bus 80B).

Informationen:
http://www.hiroshima.at/

 

Friedensbewegung beim Donauinselfest:

Soziale Gerechtigkeit heißt auch bei der Rüstung einsparen.

 

Die Wiener Friedensbewegung informiert wieder beim Wiener Donauinselfest bei der Gewerkschaft vida auf der Gewerkschaftsinsel über ihre Arbeit.

 

„Das Engagement für Frieden, Demo­kratie und soziale Gerechtigkeit ist ein gemeinsames Anliegen von ArbeiterInnenbewegung und Friedensbewegung. Das ist heuer besonders aktuell: Die Folgen der Finanz- und Wirt­schaftskrise sollen nach dem Willen der Herrschenden die ArbeiterInnen und sozial Schwachen tragen – im Süden, wo eine Milliarde Menschen hungert, und im Norden, wo immer mehr Menschen an den Rand gedrängt werden“, sagt Andreas Pecha von der Wiener Friedensbewegung.

 

„Soziale Gerechtigkeit heißt auch die Rüstung einsparen, damit mehr Mittel für alle da sind. Auch wenn nur mit einer gerechteren Verteilung und grundlegenden Änderungen in der Wirtschaft die Krise gelöst werden kann, wären die Rüstungsmilliarden ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung“, stellen die Aktivistinnen und der Aktivisten der Wiener Friedensbewegung fest.

 

Die Wiener Friedensbewegung tritt für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg ein und ladet schon jetzt zu den Hiroshimatag-Aktivitäten am 6. August ab 17.00 Uhr auf dem Wiener Stephansplatz ein.

 

Die Wiener Friedensbewegung dankt der Gewerkschaft vida für die wertvolle Unterstützung. „Dieser Friedensstand zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen Friedensbewegung und Gewerkschaft“, schloss Andreas Pecha.

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