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So... ...jetzt kommt der Dr. Hillmann wieder ins Spiel. Nach Chemo-Ende fuhren wir wieder nach Ingolstadt, um mit dem Doc den Verlauf des "Knochenwachsens" zu besprechen. Ich sollte einen Fixateur bekommen, mit dem wird mein Knochen wieder wachsen. Das funktioniert so: Es werden 9 Pins (Stäbchen) in den Knochen geschraubt, so dass der Fixateur außen am Bein fest gemacht werden kann. 10 Tage nach der OP beginnt man dann das drehen, damit das Bein pro Tag einen Millimeter länger wird. Ok, wir haben den Doc zugestimmt und bald lag ich schon wieder auf dem OP-Tisch. Das war der 04.04.2002. Ich habe mich schnell mit dem Fixateur angefreundet. Jeden 1-2 Tag musste man die Pins, die ja offene Wunden waren, sauber machen, um eine Infektion vorzubeugen. Nach 10 Tagen durfte ich das erste Mal schrauben. Ich hatte Angst, dass es weh tut, aber ich spürte nichts. Meinen 13. Geburtstag feierte ich noch im Krankenhaus, weil ich noch nicht raus durfte. Es kamen viele viele Ärzte und Schwestern und natürlich die Family. Ein toller Tag!! Als wir wieder zu Hause waren, wurden erst mal weite Hosen gekauft, denn über den Fixateur bringt man nicht viel drüber. Ich ging auch wieder zur Schule, allerdings einen Jahrgang weiter unten, denn ich hatte einfach zu viel Stoff verpasst. Ich hab zwar ab und zu Hausunterricht von der Caro (Fr. Zapp) bekommen, aber da war ich meistens nicht so gut drauf - außerdem gefiel mir Englisch nicht und es wird mir auch nie gefallen. Aber das war eigentlich egal, in der neuen Klasse habe ich schnell Anschluss gefunden. Und meine Beste Freundin auch! Das Jahr verging also, mein Knochen wuchs richtig schön und am 12.12.02 lag ich wieder im OP. Dieses Mal wurde der neue Knochen am Sprunggelenk festgemacht, dieses ist seit dem versteift (wussten wir aber auch schon im Voraus). Die oberen Pins wurden rausgemacht (brauche man nicht mehr) und der Fixateur wurde eine Nummer kleiner wieder rangeschraubt. So blieb das ganze Ding noch drin bis März 2003. Dann wurde er endlich abgebaut. Das ist ganz leicht, man schraubt zuerst den Fixateur ab und danach die Pins aus dem Bein. Alles ambulant, es tut gar nicht weh. Ich bekam nachher noch 2 x einen Gips, damit auch wirklich nichts passiert. Als der endlich abgemacht wurde, fühlte ich mich als freier Mensch und ging nach 2 Jahren das erste mal wieder schwimmen! Ich bekam orthopädische Schuhe, die mein rechtes, nur noch halb vorhandenes Sprunggelenk die nächste Zeit stützen sollte. Im Sommer fuhren wir nach Bad Oexen (Homepage) zur Kur, erholten uns und nahmen das als Abschluss für die ganze Geschichte. Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular! |
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