BLAUER
HIMMEL
Sehe blauen Himmel wieder.
Dunkle Wolken sind dahin.
Schiebe sie ganz schnell von dannen,
mir aus dem bewölkten Sinn.
Sehe grüne Felder wieder.
Bäume, Blumen, alles schön.
Fröhlichkeit zieht in mein Inneres,
soll verweilen, nicht vergehn.
Seele, sie wird sich erholen.
Alles Leid vergisst sie schnell.
Atmet wieder durch auf einmal.
In mir wird es leicht und hell.
Seele, sie lässt sich verwöhnen,
badet in der schönen Zeit.
Lass Dir's gut gehn, kleine Seele,
denn Du brauchst die Menschlichkeit.
DIE
STILLE TRÄNE
Die stille Träne siehst Du nicht,
selbst wenn Du forschst in dem Gesicht.
Die stille Träne sieht nur ER.
ER weiß, wie oft um's Herz so schwer.
Und doch gibt ER erneut die Kraft,
dass man es immer wieder schafft.
Und nicht daran zugrunde geht.
Stets noch vor sich sieht einen Weg.
Wo man noch einen Lichtstrahl sieht,
ein Faden, der nach oben zieht.
Da baumelst Du erneut am Seil
und bist erfreut, dass eine Weil,
die stille Träne inne hält.
GOTT hat sie sicherlich gezählt.

DER LIEBE
SCHEIN
Dunkle Wolken sah ich viele,
doch auch kurz der Liebe Schein.
Trieb die Wolken auseinander,
strahlte mir ins Herz hinein.
Wolken sind nicht mehr vorhanden,
wenn die Liebesglut sich naht.
Ziehen sich gekränkt und warten---
Geht sie auf der Liebe Saat?
Das bedeutet für sie: Sterben,
wenn die Liebe Einzug hält.
Wolken, zieht nur schnell von dannen.
Herz ist innerlich erhellt.
FREUEN
Lerne mich auf was zu freuen,
hatte es schon fast vergessen.
Ist so schön, neu zu erlernen.
Kann es gar nicht mehr ermessen.
Wie die Freude wirkt aufs Innere.
Ach, es tut dem Menschen gut.
Lockert vieles, macht ihn schwungvoll.
Gibt ihm wieder neuen Mut.
