Theologen und Heilige über Maria


 

Was Theologen und Heilige über Maria sagen

 

O Maria, deine Liebe

Heilige Jungfrau, Mutter unseres Herrn. Groß war dein Glaube an die Maxht und Erbarmung Gottes, groß deine Demut, groß deine Geduld.
Die Verheißungen Gottes waren dir das Teuerste, die Gebote Gottes das Liebste, der Gehorsam deine Freude.
Oh, dass alle Menschen so lebendig an Gott glaubten, so zuversichtlich auf ihn vertrauten, so unerschütterlich im Leiden aushielten, so treu gehorchten wie du.

Johann Maria Sailer

 

Du geheimnisvolle Rose

Noch vor dem Morgenstern beführte Gottes Tau deine Seele, so dass die Nacht der Schuld dein Leben nicht traf. Und eingesät in die Furchen der Zeit wolltest du blühen in den Farben der Liebe, geheimnisvolle Rose. Im Wehen des Geistes wuchs aus dir das Reis unserer Hoffnung hervor: Jesus, dein Kind und Gottes Sohn zugleich. Du kostbarer Kelch, geformt aus den Blättern des täglichen "Mir geschehe". Deine Liebe erfüllt noch immer die Welt mit köstlichem Duft.

Pater Heinz Perne SAC

Du bist so schön, o Maria,
du bist ganz rein, o Maria
und mehr als alle Frauen bist
du gepriesen!

Es bedurfte eines reinen
Kelches, eines Gefäßes der
Liebe für diese Hostie.
Es bedurfte der unendlichen
Zartheit einer Jungfrau,
eines reinen Kindes.

Es bedurfte der Schönheit
eines geschlossenen Gartens,
der Wohlgerüche der Reinheit.
Es bedurfte eines umfriedeten
Weinbergs um hineinzulegen
das Lamm ohne Makel.

Es bedurfte einer dem Herrn
ähnlichen Seele, Spiegel der
Reinheit der Engel.
Es bedurfte einer demütigen
Erhabenheit, Mutter des
Wortes und seine Geliebte.

Ephraim Croissant

 Als Hörerin des Wortes Gottes und dienstbereite Magd des Herrn ist Maria ein Urbild der Glaubenden und für alle ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes.

Gerhard Feige

Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673 - 1716) war einer der größten marianischen Theologen der Kirchengeschichte. In seiner "Abhandlung über die wahre Marienverehrung" schreibt er auch über die "überkritischen Marienverehrer". Seine Worte treffen noch heute unverändert zu:

Bei den überkritischen Marienverehrern handelt es sich häufig um hochmütige scharfsinnige und anmaßende Gelehrte, die zwar eine gewisse Marienverehrung besitzen, aber alles kritisieren, was die einfachen Gläubigen der Gottesmutter an schlichter und heiliger Verehrung entgegenbringen, da es nicht nach ihrem Geschmack ist.
Die zahllosen Wunder, die Berichte glaubwürdiger Verfasser und die Auszüge aus Chroniken der Ordensgemeinschaften, in denen Mariens Barmherzigkeit und Macht bezeugt wird, all das zweifeln sie an. Sie regen sich auf, wenn sie Menschen sehen, die einfach und demütig vor einem Marienaltar oder einem Muttergottesbild knien und zu Gott beten. Sie gehen bisweilen soweit, diesen Gläubigen Götzendienst vorzuwerfen, gerade so als ob hier Holz oder Stein angebetet würde. Sie sagen, dass sie solche äußerlichen Akte der Frömmigkeit nicht schätzten und auch nicht so dumm seien, all den Legenden Glauben zu schenken, die man über Maria erzählt. Weist man sie aber auf das wunderbare Lob hin, das die heiligen Kirchenväter über Maria gesprochen haben, dann behaupten sie, dass das alles rednerische Übertreibungen seien oder sie interpretieren die Worte dieser großen Heiligen einfach um.
Diese falschen Marienverehrer, stolze und verweltlichte Menschen, sind sehr gefährlich, weil sie der Marienverehrung großen Schaden zufügen. Unter dem Vorwand, Missbräuche abzustellen, halten sie die Gläubigen von der Marienverehrung ab!

 

 Nun wende ich mich einen Augenblick lang dir zu, du mein geliebter Jesus; deiner göttlichen Majestät möchte ich es in Liebe klagen: die meisten Christen, selbst die gelehrtesten, kennen nicht das notwendige Band, das zwischen dir und deiner heiligen Mutter besteht. Du, o Herr, bist immer mit Maria, und Maria ist immer mit dir und kann ohne dich nicht sein; sonst würde sie aufhören zu sein, was sie ist. Durch die Gnade ist sie so gänzlich in dich umgestaltet, dass sie selbst gar nicht mehr lebt, nicht mehr ist; du allein bist es, mein Jesus, der in ihr lebt und herrscht, vollkommener als in allen Engeln und Seligen.
Ach, wüsste mann doch um die Ehre und Liebe, die du in diesem wunderbaren Menschenkind empfängst, dann würde man von dir und von ihr ganz anders denken, als man es tut. So innig ist sie mit dir vereint, dass man eher das Licht von der Sonne, die Wärme vom Feuer trennen könnte, ja dass man sogar alle Engel und Heiligen leichter von dir trennen könnte als Maria. Denn sie liebt dich glühender und verherrlicht dich vollkommener als alle deine anderen Geschöpfe zusammen.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Die vollkommene Hingabe, 63

 

Maria ist Königin

Wenn der Sohn König ist..., dann ist es gerecht, dass seine Mutter als Königin gilt und diesen Namen trägt... Als Maria einwilligte, die Mutter des ewigen Wortes zu werden, erlangte sie in demselben Augenblick die Würde, die Königin der Welt und aller Geschöpfe zu werden... Maria ist durch das Fleisch so eng mit Jesus verbunden; wie könnte da die Mutter von der Königswürde des Sohnes ausgeschlossen bleiben? Man muss also zugeben, dass beide, Mutter und Sohn, nicht nur Königswürde besitzen, sondern dass sie an derselben Herrschaft Anteil haben...
Und wenn Jesus der König des Weltalls ist, dann ist auch Maria Königin des Weltalls... Alle Geschöpfe, die Gott dienen, müssen auch Maria dienen. So wie die Engel, die Menschen und alles im Himmel und auf Erden dem Reich Gottes unterstellt sind, sind sie es gleichermaßen auch der Herrschaft der Jungfrau...

Hl. Alfons Maria von Liguori

 

 

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