Interessante Presse-Artikel zu Urlaub an der Ostsee ...

 

 

Deutschland: Endlose Weiten

In Florida gibt es Strände, die sind Dutzende von Kilometern lang und an manchen Stellen vierhundert Meter breit. Der Atlantik erreicht bis zu 25 Grad Celsius, das Wasser ist klar mit nur wenigen Haien und Feuerquallen. Eigentlich das perfekte Reiseziel für Millionen europäischer Touristen, wenn da nicht die anstrengende Entfernung von rund 7700 Kilometern wäre.
 

Zumindest in den Sommermonaten liegt eine ebenso schöne Alternative vor der Türschwelle:
Die ostdeutsche Ostseeküste.

Zu Theodor Fontanes Zeiten kannte jeder die Reize dieser Gegend, doch heute, in der Epoche von Flug- und Fernreisen, sind sie fast vergessen. Bis auf einige Touristenorte liegt die Ostseeküste über weite Strecken menschenleer. Dabei ist das Wasser mindestens so klar wie in Florida, 25 Grad sind in diesen Wochen leicht geschafft, der Strand fällt seichter ab als in Miami, es schwimmen hier keine Haie oder lebensgefährlichen Quallen, im Hinterland stehen kilometerlang gar keine Häuser, geschweige denn die furchtbaren Bausünden, die Florida zusehend verschandeln.

Statt Disney World besucht man Heiligendamm, statt Fort Lauderdale Ahrenshoop, Binz und Kühlungsborn.
Zum Glück ist es noch keinem Politiker der vergangenen Jahrhunderte gelungen, diesen Landstrich zu industrialisieren, und die Abwanderung seiner Bewohner verleiht der Natur eine ursprüngliche Schönheit, wie sie Schleswig-Holstein nicht kennt
.

Bei 40 Grad im Schatten ist die ostdeutsche Küste das bessere Florida -
nirgendwo ist die Sommerfrische schöner als hier.

Christoph Keese  (Artikel erschienen am 23. Juli 2006/ WELT am Sonntag)


 

....................................................................
 

Urlaubsnebenkosten im Test:

Das beliebteste Reiseland in diesem Jahr (2006) - Deutschland!

Die meisten Urlauber bleiben in der Heimat, auch weil die Nebenkosten hier so niedrig sein sollen. Doch ist es hier wirklich günstiger als in den Ländern am Mittelmeer? Wo zahlt man viel? EXTRA hat drei Familien in verschiedenen Ländern bei ihrem Urlaub begleitet:
 

Viele deutsche Urlauber fahren nach Südfrankreich an die Atlantikküste.
In einem Café an der Promenade bestellen wir Getränke: Eine Cola und ein Bier, nichts besonderes. Doch es wird extrem teuer. Für die zwei Getränke müssen wir 15 Euro bezahlen. Ein Käsebaguette kostet drei Euro - ohne Tomaten, keine Gurke, kein weiterer Belag. Denn dafür müssten wir extra bezahlen, erklärt uns der Verkäufer. Die Familie Postulart aus Mühlheim an der Ruhr ist über die Preise in Südfrankreich erstaunt. Der zweiwöchige Urlaub wird wohl teuerer als geplant. Für eine Kugel Eis müssen sie sage und schreibe zwei Euro bezahlen. Und auch bei Softdrinks wird kräftig hingelangt: zwei Euro. Familie Postulart hat die hohen Preise in den Restaurants satt und geht bereits ausschließlich in den Supermarkt einkaufen. Ihren Urlaub hat sich die Familie etwas anders vorgestellt.

Was müssen die Urlauber für die gleichen Produkte auf Mallorca zahlen?
In Cala Ratjada begleiten wir Familie Mionso, die zum ersten Mal auf der Insel Urlaub macht. Für die vierköpfige Familie kann auch hier das Eisessen teuer werden. Eine Kugel Eis kostet hier 1,20 Euro. Zu teuer für die ganze Familie, meint die Mutter. Die Urlaubsnebenkosten sind für die Familie aber ansonsten überschaubar. Gerade bei Cola, Bier und Snacks sind die Preise auf Mallorca nicht zu teuer. Für den Softdrink verlangt man auf der Sonneninsel einen Euro, 0.3 Liter Bier kosten rund 2,10 Euro und für ein Sandwich 2,50 Euro. Damit ist Mallorca billiger als alle anderen spanischen Urlaubsgebiete.


Doch ist es in Deutschland noch günstiger?

Auf der Insel Fehrmann treffen wir die Familie Runde. Eigentlich wollten die vier nach Spanien fahren, haben es sich aber wegen des tollen Wetters anders überlegt. Aber wie hoch sind die Kosten an der Küste? Für ein Matjesbrötchen zahlt der Urlauber hier nur 1,70 Euro. Zum Vergleich: In Frankreich war der Mittagssnack mit vier Euro am teuersten. Zum Nachtisch gibt es Eis. Eine Kugel kostet an der Strandpromenade nur 60 Cent. In Frankreich zahlt man zwei Euro für eine Kugel. Für eine vierköpfige Familie ist das eine deutliche Preisdifferenz. Der Wettbewerb unter den Gastronomen auf der Insel Fehrmann ist hart. Und so kommt es, dass die Touristen an der gesamten Promenade relativ niedrige Zusatzkosten haben. Ein weiteres Beispiel: Ein frisch gezapftes Pils in einem Restaurant kostet 2,20 Euro. In Frankreich zahlt man dafür oftmals das Dreifache. Was kosten aber die Getränke im Kiosk am Strand. Normalerweise nutzen solche Stände die Lage aus. Hier aber kostet ein halber Liter Cola 1,50 Euro und ein halber Liter Apfelschorle lediglich einen Euro.
 

Fazit unseres Tests:
Bei solchen geringen Nebenkosten lohnt sich der Urlaub in Deutschland wieder.


Auch der ADAC Deutschland hat Stichproben in mehreren Ländern gemacht und bestätigt unsere Testergebnisse. In Deutschland sind die Preise im Vergleich zu den Ländern am Mittelmeer wirklich günstiger. Wenn es um die Spritpreise geht, gehört Deutschland zu den teuersten Ländern. Nur in den Niederlanden zahlt man in Europa noch mehr für den Sprit. Aber trotz der hohen Spritpreise kann der Heimaturlauber in diesem Jahr viel Geld sparen. Laut ADAC ist übrigens nur die Türkei noch etwas billiger.  
( RTL Magazin "EXTRA", Juli 2006 )

 

 

 

 

 



Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!