
by Stephanie

16. März 2007:
Heute wurde bei Amber und Naomi eine Tupferprobe gemacht. Der Tierarzt nahm hierfür einen Abstrich aus der Gebärmutter um diesen auf Geschlechtskrankheiten oder Entzündungen zu untersuchen. Das ist wichtig, wenn man die Stute bedecken lassen möchte, denn eine Krankheit kann die Aufnahme beeinträchtigen. Bis Mitte der nächsten Woche bekommen wir den Bescheid. Wir hoffen natürlich, dass er ohne Befund ist. Ansonsten müsste vor der Bedeckung erst Mal behandelt werden.
Nun wird es also Ernst, der erste Schritt in der Praxis wurde gegangen. Zuvor fanden viele Gespräche mit dem Tierarzt statt. Wir haben uns ausführlich über das Vorhaben, ein Fohlen aus der eigenen Stute zu züchten informiert und auch Bücher gewälzt. Im Natursprung ist natürlich vieles einfacher. Besamung ist für mich Neuland, doch es ist alles wahnsinnig interessant. Mich fasziniert die Vorstellung, einen Hengst auszuwählen, der von weit her kommt und ansonsten niemals in Frage käme. Doch eine künstliche Besamung macht das möglich.
Unser Tierarzt ist ein lustiger Kerl, er hat immer einen flotten Spruch auf der Lippe. Seine heutigen Kommentare: "Amber ist noch Jungfrau? Na, dann bemühe ich mich, es gefühlsecht zu machen." "Naomi hatte ja schon mal Sex, die steht sicher ruhig und hat Gefallen daran."
02. Februar 2007:
Derzeit beobachte ich unsere Pferde unheimlich gerne! Es gibt immer etwas Neues zu sehen! Seit einiger Zeit zB wundern wir uns, warum Naomis Klettverschluss am Halsteil ihrer Thermodecke immer offen steht, obwohl er eigentlich gut halten sollte. Nun sah ich gestern, dass Naomi und Amber "gebubelt" haben. Amber packte dabei den besagten Klettverschluss und zog daran. Nun wissen wir, warum dieser Klett immer offen steht.
Es ist schön, Naomi und Amber so vertraut zu sehen. Heute beobachtete ich die Beiden dabei, wie sie in friedlicher Eintracht miteinander Heu mümmelten. Das habe ich ja schon öfter beobachten können. Was sie aber kurz danach taten war neu. Da unsere Wasserleitungen ja eingefroren waren und deshalb auch nun ausgebessert werden müssen, tränken wir die Pferde momentan aus Wasserbottichen (die Leitungen zu den Tränkebecken sind abgestellt). Nun sah ich Naomi und Amber gemeinsam aus dem kleineren der beiden Bottiche trinken. Da passte keine Hand mehr dazwischen. Schön, zu sehen, dass Naomi in solchen "engen" Situationen nicht mehr so viel giftet.
29. Januar 2007:
Heute war die Huforthopädin Maria wieder da. Sie ist voller Lob für Sonjas Arbeit an Ambers Hufen. Es ist kaum noch etwas zu korrigieren. Von Ambers Hornqualität ganz zu schweigen, das Pony hat steinerne Hufe!
Ich selbst durfte heute auch mal das Messer in die Hand nehmen. War gar nicht so einfach und kostete doch mehr Kraft als ich dachte. Bei Maria sieht das immer so leicht aus. Ich habe an beiden Vorderhufen den Strahl und die Eckstreben bearbeitet. Natürlich musste Maria korrigieren, doch sie sagt, ich würde schon recht gut und beherzt arbeiten. In Zukunft werde ich nun öfter unter Marias Anleitung das Hufrinn-Messer schwingen. Es ist wirklich sehr spannend! Naomi war ziemlich unruhig und ich dachte zuerst, sie würde spüren, dass ich unsicher bin. Wie sich raus stellte musste sie aber einfach nur mal Pipi machen *lach*
Später kam Sonja noch in den Stall und wir misteten gemeinsam aus. Als ich dann zufällig mal auf den Paddock raus sah entdeckte ich etwas sehr Ungewöhnliches! Ich hatte Naomi und Amber vor dem Termin die Decken ausgezogen und sie stiefelten immer noch "naggisch" durch die Gegend. Ich dachte, wenn der Stall sauber ist möchten sie sich vielleicht wälzen (was sie auch taten). Nun beobachtete ich Naomi bei etwas, was ich an ihr noch nie gesehen hatte. Sie forderte Amber zur Fellpflege auf. Meine Oberzicke Naomi! Süß! Zuvor schon beobachtete ich, während Maria Naomis Hufe bearbeitet hatte, wie Amber Naomi mit Hingabe an Brust und Hals abgeleckt hatte. Ich hätte nie gedacht, dass meine Naomi so ein gesundes Sozialverhalten entwickeln würde. Sie war ja eigentlich immer in großen Gruppen gehalten worden mit viel Sozialkontakt, aber sie war immer nur Chef-Zicke. Das sind also ganz neue Seiten an ihr. Überhaupt haben Sonja und ich den Eindruck, dass Naomi immer neugieriger, zutraulicher und verschmuster wird. Toll!
27. Januar 2007:
Mann, Ihr glaubt gar nicht, was bei uns derzeit los ist!
Angefangen hat es vorgestern: alle Leitungen eingefroren. Wir hatten extra die Tränkebecken bei erster Ankündigung von Minusgraden abgestellt und einen Wasserbottich hingestellt. Laut Aussage des Verpächters würde nichts einfrieren, großer Irrtum! Gestern schon waren auch die Leitungen in der Futterkammer zu, wo wir vorgestern noch Wasser geholt hatten. Also ging ich mit dem Verpächter vor und holte bei ihm eimerweise Wasser für die Pferde.
Heute Morgen traf ich bereits um 9 Uhr im Stall ein (Sonja und ich haben heute beide Dienst von 12-20.30 Uhr) und hörte verdächtiges Plätschern aus der Futterkammer. Es sprudelte aus der Wasseruhr! Die ganze Futterkammer und gut die Hälfte vom Laufstall standen unter Wasser. Offensichtilich war die Wasseruhr geplatz und irgendwann am frühen Morgen waren die Leitungen aufgetaut. So eine Bescherung! Sonja kam dann vorbei, wir räumten den Stall aus und putzten die Futterkammer durch. Der Verpächter drehte das Wasser ab und baute die Uhr aus. Nun können wir in der Futterkammer zwar wieder Wasser hoilen, aber die Leitungen können wir nicht mehr freimachen, weil ja dazwischen die Uhr fehlt. Mist!
Es ist halt immer was geboten, es soll uns ja nicht langweilig werden!
30. Dezember 2006:
Tja, es hat lange nichts Neues mehr gegeben. Um dennoch einen Eintrag von Dezember hier stehen zu haben will ich mal vom heutigen Tag erzählen.
Um 14 Uhr ging ich zu den Pferden. Ich mistete in aller Gemütsruhe den Stall aus, habe den Paddock abgelesen und die Hoppels mal auf das obere Stück Paddock gelassen (das lassen wir derzeit über Nacht zu weil der Zaun so marode ist, also kommen die Pferde nur hoch wenn wir uns im Stall aufhalten und dann ein Auge auf die Zwei werfen können). Heute konnte Amber es nicht abwarten und schlüpfte unterm Zaun durch, ehe ich die oberen beiden Litzen öffnen konnte, so ein Luder!
Ich versorgte also erst mal die täglich anfallenden Arbeiten, kontrollierte die Tränkebecken (musste auch zwei Leitungen abstellen, da sie schon ein bischen eingefroren waren) und fütterte. Dann verkrümelte ich mich eine Weile in der Reiterstube und spielte Dart, ganz alleine (ich Arme!)
Um 17.30 Uhr kam mein Mann vorbei und nahm mich mit zum einkaufen (typisch Mann, kann das nicht alleine!), es musste noch einiges für Silvester besorgt werden.
Um 18.30 Uhr lud er mich wieder im Stall ab. Dann bekam ich auf einmal einen Putzfimmel. Ich putze die Sattelkammer nass raus und begann das Chaos in der Rumpelkammer zu beseitigen.
Kurz vor 19 Uhr kam Maria, unsere Huforthopädin. Sie bearbeitete Naomis Hufe und kündigte mir an, dass ich beim nächsten Termin auch mal selbst Hand anlegen solle. Sie ist mit Naomis Hufen sehr zufrieden. Das Horn ist stabil, es bricht nichts aus. Nur an den Vorderhufen müsste die Stellung etwas steiler werden und sie läuft sich nach wie vor außen mehr ab als innen. Naomi hatte ein paar Stellen im Strahl wo Strahlmilch auslief, die wurden geöffnet und gesäubert. Ansonsten keine Beanstandungen. Naomi läuft auch auf fast allen Böden ohne Probleme.
Dann sah sie nach Ambers Hufen. Sonja hatte sie gestern selbst ausgeschnitten und Maria war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im Gegensatz zu Naomi läuft Amber sich eher innen mehr ab. Das hat Maria geraspelt und drum gebeten, da mehr Augenmerk drauf zu haben bei der Bearbeitung von Ambers Hufen.
Als Maria dann gegangen war nahm ich die Putzarbeiten wieder auf. Rumpelkammer wurde entrümpelt, dann habe ich die Futterkammer noch durchgewischt. Mann war die dreckig!
Ich fütterte noch die Meerschweinchen. Speedy ist sehr aufgeweckt momentan und erzählt die ganze Zeit. Er meldet auch lautstark, wenn der Napf leer ist. Er ist total verfressen! Wenn er so weiter frisst wird er eines Tages wohl platzen! Heute frass sogar Balu aus der Hand, das macht er allerdings nur bei Leckerbissen wie zB Tomate.
Um 21.30 Uhr machte ich mich auf den Heimweg. Ich war heute also sehr lange im Stall.
Morgen werde ich Sonja dazu nötigen, mir beim Aufräumen der Reiterstube zu helfen, die hat es auch mal nötig!
Morgen Nacht werde ich dann mal bei den Pferden vorbei schauen. Ich hoffe, sie regen sich nicht all zu sehr wegen der Böllerei auf. Aber wir liegen ja recht ruhig im Feld am Waldrand. Ich glaube nicht, dass es Probleme geben wird.
21. November 2006:
Da ich mich ja schon lange nicht mehr gemeldet habe, dachte ich, es ist an der Zeit mal wieder von uns zu berichten.
An sich gibt es nichts Besonderes. Heute war die Huforthopädin wieder da und hat Naomis Hufe bearbeitet. Sie sagt, das sieht ganz toll aus. Eckstreben wurden wieder bearbeitet, ebenso Strahl und ein bischen rund geraspelt. Die Sohle ist schön fest und stabil. Es war auch kaum was ausgebrochen oder so. Etwas mehr nach innen abgelaufen, aber nur minimal. Maria (die Huforthopädin) war zufrieden.
Sonja hatte Amber selbst bearbeitet und bekam noch ein paar Tips, wo sie mehr wegnehmen sollte.
Unseren Hoppels geht es gut. Sie könnten nur etwas mehr Bewegung vertragen, sind recht nervig derzeit.
Wegen der hohen Leberwerte wurde Futter reduziert. Gegen Ambers immer wieder kehrenden Durchfall gehen wir nun mit Bierhefe vor. Nach anfänglichem naserümpfen fahren Naomi und Amber nun voll drauf ab!
21. Oktober 2006:
Soeben habe ich das Ergebnis des Blut-Check-Ups abgefragt.
Ambers Werte sind absolut unauffällig. Keine Auffälligkeiten, die die "Bobbel" erklären würden. Es sind wohl doch Mückenstiche.
Naomi hingegen hat erhöhte Leberwerte. Wahrscheinlich bedingt durch zu viel Futter und zu wenig Bewegung. Das trifft noch auf die Zeiten vom Centhof zu, Naomi war zum Zeitpunkt unseres Auszugs noch recht dick. Nun hat sie bereits schön abgenommen. Am derzeitigen Futter kann es nicht liegen. Da wir mit Allspan einstreuen fällt das Stroh als Rauhfutter nun weg. Unser Heu ist von guter Qualität. Hesta Mix Light wurde vom Tierarzt als ideal für Naomi befunden. Auf dem Centhof war Naomi täglich viele Stunden auf der Weide, auch das Anweiden wurde übereilt. Das kann ich im eigenen Stall nun besser kontrollieren. Eventuell sind die Werte durch Naomis Diät und die vermehrte Bewegung rückläufig. Es wurde empfohlen in etwa drei Monaten nochmals nach zu kontrollieren.
Zudem deuten die Blutwerte darauf hin, dass Naomi verwurmt ist. Das erstaunt mich sehr, denn auch auf dem Centhof wurde regelmäßig entwurmt. Naja, wir wollten demnächst ja sowieso mit Ivomec entwurmen.
17. Oktober 2006:
Heute war der Tierarzt da. Amber bekam einen Wolfszahn gezogen und die Haken geraspelt. Dazu bekam sie, wie Dr. Becker sagte, einen Joint um glücklich zu sein. Sie durfte dann drei Stunden nichts fressen. Wir haben ihr heute Mash gegeben. Die Backen sind ein wenig geschwollen. Arme Maus! Auch die nächsten Tage wird sie Mash bekommen, zudem soll sie mindestens fünf Tage gebisslos geritten werden. Für Sonja kein Problem, Amber ist im Gelände ja wirklich artig. Sie hatte sie die letzten Male sowieso schon mit SidePull geritten, da wir ja vermutet hatten, dass sie Zahnweh hat.
Beide Hoppels bekamen Blut genommen und es wird ein großer Check Up gemacht. In zwei Tagen kann ich das Ergebnis erfragen. Mal sehen, ob unsere Hoppels Mangel haben.
Die Tage waren wir sehr fleißig. Gestern holten wir Heu und heute holten wir Allspan. Wir begannen auch im Reiterstübchen zu arbeiten. Evtl. kommt dort ein Fließestrich rein. Mal sehen. Auch Futtertröge haben wir im Stall angebracht. Langsam geht wieder was. Bald wird es wieder einen Bericht und Bilder in den Renovierungsseiten geben.
14. Oktober 2006:
Gestern war endlich eine Huforthopädin nach Biernat da und schaute sich die Hufe unserer Hoppels an. Was ursprünglich nur als Beratungsgespräch geplant war hatte sich durch meinen Entschluss, vom Schmied die Eisen abnehmen zu lassen, zu einer ersten Bearbeitung der Hufe entwickelt.
Es war interessant zu sehen, wie die Unterschiede doch sind. Im Vergleich zu einem Ausschnitt beim Hufschmied wurde der Huf nun gänzlich anders bearbeitet. Wo ich zuerst glaubte, die Eckstreben seinen tragender Funktion, wurden diese kurzerhand weggeschnippelt. An der Sohle gab es nichts abzunehmen und Tragrand war auch keiner mehr da. Es war faszinierend zu sehen, wie liebevoll und sorgfältig der Huf bearbeitet wurde. Festgestellt wurde unter anderem, dass Naomis Hufe relativ gut aussehen, wenn man bedenkt, dass sie gute acht Jahre mit Eisenschuhen lief. Sie neigen dazu innen (wie soll ich sagen?) auszuwuchern. Aussen läuft sie sich recht rund ab. Ein oberflächlicher Riss wurde entdeckt, der möglicherweise bereits die Lederhaut beschädigt hat, was man aber erst mit der Zeit feststellen wird. Nun weiß ich auch, was "Strahlmilch" ist und dass es keine Glasurschicht gibt, die man mit der Raspel beschädigen kann (kleiner Insider). Naomis Hufe sollen etwas gerader kommen, sie hat ein wenig Schwung nach unten-aussen. Sehr positiv war, dass keine Strahlfäule oder ähnliches vorhanden ist. Naomis Hufe sind in gutem und gepflegtem Zustand.
Zu Amber gibt es kaum etwas zu sagen. Sonja schaute aufmerksam zu und will beim nächsten Termin selbst Hand ans Messer anlegen. Über Möglichkeiten einen Kurs zu belegen bemühen wir uns derzeit.
Die Huforthopädin war sehr sympatisch. Wir führten sie noch durch den Stall und gaben einige Anekdoten über unsere Pferde zum Besten. Auch Maria, die Huforthopädin, erzählte viel von ihren Pferden. Besonders angetan hat uns der Name ihres Shetland-Ponys: Tintenapoli Timoteij Tumtetom oder so ähnlich.
Das größte Problem dürfte nun sein die Termine festzulegen um im vier-Wochen-Rythmus zu bleiben. Da Sonja und ich im Schichtdienst arbeiten und unsere Dienstpläne immer recht spät im Monat einsehbar sind müssen wir uns umso mehr darum bemühen, uns bei Zeiten um den nächsten Termin zu kümmern. Es wird nicht ausbleiben, dass der ein oder andere Termin nicht klappt, aber wir wollen so gewissenhaft wie möglich dranbleiben. Gerade für Naomi ist das wichtig.
11. Oktober 2006:
Der heutige Tierarzt-Termin wurde, wie so oft schon, mal wieder verschoben. Unser Tierarzt hat ständig Notfälle, die natürlich wichtiger sind als eine Spritze oder nach den Zähnen schauen.
Naomis geschwollene Fessel kommt von einer kleinen Schürfwunde. Gott sei Dank hat das Bein aber nicht stärker eingeschossen. Schaut gut aus.
So langsam laufen sich Naomis Hufe ab. Sie hat nun deutlich weniger Profil. Noch diese Woche kommt die Huforthopädin. Bei Amber bricht die Hufwand ein klein wenig aus, aber eher unbedenklich.
Sonja kam heute auf die glorreiche Idee unseren Mist nach hinten zu setzen. Wir haben sehr ungeschickt einfach immer nur vorne ran geleert. Knapp zwei Stunden lang nötigte sie mich, zu schaufeln und zu gabeln und nach hinten fahren...*stöhn*. Ich wusste gar nicht, dass meine kleine Schwester so ein Sklaventreiber ist! Aber es musste ja sein.
09. Oktober 2006:
Im Großen und Ganzen ist in den letzten Tagen nicht viel geschehen.
Ich bin echt froh, dass Naomis Hufe nicht ausbrechen und sich auch relativ wenig abgelaufen haben. Heute allerdings stellte ich fest, dass ihre linke, vordere Fessel etwas dick ist. Mal beobachten!
Amber scheint Probleme mit den Zähnen zu haben. Soweit ich das beurteilen kann hat sie einen Zahnwechsel bereits hinter sich. Es könnte sein, dass sie Haken bekommen hat. Ein Termin mit dem Tierarzt wurde ausgemacht. Zudem hat Amber fast überall am Körper kleine "Bobbel". Es soll ein Blutbild gemacht werden, bei der Gelegenheit auch gleich bei Naomi. Mal sehen, was dabei herauskommt. Es könnte ein Spätsommer-Ekzem sein, aber auch Zinkmangel käme in Frage.
Bald kommt die Huforthopädin *freu*! Sind echt gespannt, was sie so zu erzählen hat.
Immer vor und nach der Arbeit halte ich kurz im Stall an und schaue nach dem Rechten. Heute Abend fand ich Amber in Naomis Box dösend und Naomi im Laufstallbereich Heu lümmelnd vor. Wie schön, dass die Beiden sich langsam aneinander gewöhnen. Zu sehen, dass Amber soviel Vertrauen gefasst hat, dass sie sich zum Ruhen hinlegt, ist einfach herrlich! Auch fiel auf, dass Naomi in den letzten Tagen nicht mehr ganz so zickig zu Amber war.
06. Oktober 2006:
So, um Euch mal auf den Neuesten Stand zu bringen: am 02. Oktober hatten wir Amber und Naomi das erste Mal auch über Nacht zusammen, ebenso in der darauffolgenden Nacht. Am 04. Oktober hat Sonja die Beiden über Nacht getrennt, sie hatte noch Bedenken. Zudem hatte sie den Eindruck, dass beide Pferde nicht zur Ruhe gekommen waren. Amber kam nicht zum Schlafen, weil sie immer nach Naomi Ausschau hielt und beobachten musste, in welcher Absicht Naomi sich nähert. Naomi hingegen macht sich einen Stress daraus ihre Position als Chefin zu bestärken. Also hatten beide Hoppels eine Nacht mal die Möglichkeit sich wieder zu entspannen. Gestern dann sprang Sonja über ihren Schatten und ließ sie über Nacht wieder zusammen. Ich schaute am Abend nach der Arbeit nochmal nach ihnen und legte etwas Heu nach. Auch am nächsten Morgen vor der Frühschicht tat ich dies. Naomi und Amber halten sich anscheinend gerne auf dem oberen Teil des Paddocks auf.
Heute waren Sonja und ich ausreiten. Viel Feld, Wiese und auch Beton wegen Naomis Hufen. Sie lief sehr gut. Ein kurzes Stück Schotter bereitete ihr Schwierigkeiten, sie wich auf den Grünstreifen aus, ist auch okay so. Ihre Hufe sind zwar recht eierförmig, aber bisher noch nicht ausgebrochen, toll!
Heute sah ich einen Siebenschläfer! Die sind ja süß!!! Es huschte ganz frech über einen kleinen Sims in unserer Rumpelkammer. Dann hielt es mal kurz inne und betrachtete mich keck, zum Knuddeln!
01. Oktober 2006:
Heute waren Sonja und ich noch reiten, knapp eine dreiviertel Stunde. Wir kamen im Dunkeln heim, aber es war herrlich! Naja, bis auf einen Ausrutscher von Naomi! Wir ritten an einer Rinderweide vorbei und Naomi hat sich da sosehr aufgebläht, dass sie kurz darauf auf einer Wiese dann gestiegen ist. Ich war ein wenig erschrocken, sowas hat sie noch nie gemacht. Mal ein bischen rumhampeln, aber steigen noch nie! Ich richtete sie erstmal ein paar Schritte rückwärts und ließ sie dann einen Moment stillstehen. Danach trabte ich sie in Schlangenlinien über die Wiese. Sie beruhigte sich dann auch gleich wieder. Ich hoffe, dass sie das so schnell nicht nochmal macht! Wie kommt man dem Steigen entgegen? Wie macht man dem Pferd klar, dass es so etwas nicht nocheinmal geben soll? Den Rest des Rittes war sie wirklich brav, wir trabten noch ein gutes Stück und sie ging ruhig und taktrein. Auf dem Waldweg ging sie im Schritt auch klar, aber als wir ein Stück traben wollten musste ich durchparieren, das bereitete ihr merklich Unbehagen. Sonst keine Probleme mit den Barhufen.
25. September 2006:
Seit zwei Tagen nun schon lasse ich Naomi und Amber abends beim Füttern etwa zwei Stunden beieinander stehen.
Das Kraftfutter fressen beide Pferde etwa gleich schnell und jeder bleibt in seinem Eimer. Schön!
Beim Heu hat definitiv Naomi die Nase vorn, sie lässt Amber erst mal nicht ran. Immer wieder aber tastet Amber sich vorsichtig ans Heu und es kommt sogar vor, dass beide Hoppels eine Zeit lang gemeinsam fressen.
Amber nimmt respektvoll Abstand wenn Naomi droht. Da aber die jüngsten Ereignisse uns sehr vorsichtig haben werden lassen wollen wir es jetzt nicht überstürzen. Ehe wir gehen wird Naomi wieder in ihre Ecke geschickt und das Zäunchen gespannt.
Auf der Koppel ist es kein Problem Naomi und Amber zusammen zu lassen. Dazu lassen wir auch den Zugang zum Paddock geöffnet und machen alle Boxentüren auf, sodass im Falle eines Falles (sollte Naomi Amber mal in eine Ecke stellen) immer Fluchtwege für Amber offen sind.
Ich habe endlich einen Termin mit der Huforthopädin ausmachen können. Bis dahin soll ich möglichst wenig an Naomis Hufen machen und genau dokumentieren wann ich reiten oder spazieren war, wie sich die Hufe verändert haben, ob und wo ich geraspelt habe...
Ich habe mich als Hufschutz auf längeren Ritten für die Boa Boots mit Soft-Gamaschen entschieden. Werde sie aber erst bestellen, wenn ich mit der Huforthopädin darüber gesprochen habe. Sicher wird sich Naomis Huf in nächster Zeit sehr verändern. Längere Ritte stehen wohl auch erst im nächsten Sommer wieder an. Bis dahin lassen Naomi und ich uns Zeit und trainieren ihre Hufe auf kürzeren Ritten und ausgedehnten Spaziergängen.
23. September 2006:
Vor zwei Tagen fühlte Naomi noch sehr. Sie tat mir richtig leid. Die meiste Zeit stand sie in der Box auf weicher Späne. Wir gingen spazieren, blieben dabei überwiegend auf weichen Wiesenwegen, wo sie auch gut läuft.
Auf Kellys Homepage meinPferdetraum holte ich mir Mut und Tips zum Training von Naomis Hufe. Ich will ja nicht zuviel von Naomi verlangen, was kann ich ihr zumuten? Vorgestern ging sie noch, wie wenn ich barfuß über Schotter laufe. Also wirklich sehr vorsichtig. War darüber nicht ganz glücklich. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis der Huf fest und stabil nachgewachsen ist. Mir war auch klar, dass es nicht einfach wird, aber dass es mir so schwer fallen würde, hätte ich nicht gedacht. Ich hoffe, ich halte durch und bekomme nicht irgendwann Panik und lass wieder Eisen draufnageln! Obwohl ich mich gut über die Umstellung zum Barhufgänger informiert habe, hatte ich vor zwei Tagen noch das Gefühl ich wüßte gar nichts und mache alles falsch! Ich betrat absolutes Neuland und fühlte mich gar nicht wohl darin!
Überlegungen wegen des Paddock-Belages wurden angestellt: Beton sei gut zur Stimulierung der Nerven im Huf oder so, damit das Wachstum von festerem Horn angeregt wird... Mein Kopf qualmt vor lauter Lesen! Wenn Naomi aber so sehr fühlt, sollte ich nicht Hackschnipsel oder Sand auf den Paddock werfen? Doch Sand "schmiergelt" den Huf zu sehr ab und Hackschnipsel?
Wir beobachten die Hufe gut und auf Anraten des Schmiedes soll ich bei Naomi darauf achten, ob sich an der Innenseite ihrer Hufe Ecken bilden, da sie sich laut Eisen-Abnutzung außen mehr abläuft als innen. Diese Ecken soll ich immer mal wieder abraspeln.
Als
ich gestern und auch heute Morgen nach den Pferden sah stand
Naomi nicht in der Box auf der weichen Späne, sondern auf dem
harten Paddock. Sie döste! Und als ich den Zugang zur Koppel
öffnete marschierte sie schnurstraks über den Beton auf den
Treibweg, dort gab sie Gas und rannte bockelnder Weise auf die
Weide. FREU!!!
Mein erster Panikausbruch, weil ich Angst hatte falsch entschieden
zu haben, ist nun verraucht.
Ich habe mich auf barhuf.de.vu nochmals umgeschaut. Die dortigen Angaben, wie der Huf bearbeitet werden sollte entsprechen dem, was unser Schmied gemacht hat. Eckstreben kaum beschnitten, Strahl nicht bearbeitet (nur lose Fetzen weg geschnitten) und an der Sohle wurde nur das Verfallshorn abgenommen, nicht viel. Das scheint okay zu sein.
Natürlich will ich, dass die Huforthopädin nach Biernat bald kommt. Leider habe ich Probleme sie zu erreichen.
Naomi kann selbst zwischen Beton-Boden und weicher Einstreu wählen, also werden wir nun erst mal nicht über einen möglichen Paddock-Belag nachdenken.
Heute bin ich schon wieder ruhiger. Beim Spazieren gehen zeigt mir Naomi deutlich, welche Wege ihr unangenehm sind. Sie geht dann auch von selbst in den Grünstreifen. Glatter, harter Boden ist okay für sie, steiniger Untergrund wird noch gemieden. Das ist okay! Wir nehmen uns die Zeit, die wir beide benötigen, um uns ins Neuland "Barhuf" einzufinden!
19. September 2006:
Sonja und ich trafen uns heute Nachmittag im Stall. Amber geht wunderbar klar ohne Eisen, Naomi fühlt leider sehr. Wir gingen daher ein wenig im Feld spazieren.
Auf unserer Lieblingswiese übten wir wieder an zirzensischen Lektionen. Naomi lernte "Jolly Jumper". Dabei kreuzt sie die Vorderbeine auf wenn auch ich meine Beine überkreuze. Wir haben es noch nicht ganz hin bekommen, aber der Ansatz ist da. Wir werden dran bleiben! Es wurden auch Bilder gemacht, aber leider sind sie zu dunkel geworden. Schade, ich hätte sie Euch gerne gezeigt.
Sabrina war heute auch da, es war sehr lustig!
18. September 2006:
Heute war unsere Schmied da. Leider hatte ich in den
letzten Tagen Probleme die Huforthopädin zu erreichen. Wir
ließen die Eisen runternehmen und ein wenig ausschneiden. In sechs
Wochen kommt er nochmal schauen, wie die Hufe aussehen. Er hat mir
viele Dinge bestätigt, die ich ja schon aus dem Internet wußte und
empfahl mir mal abzuwarten und im Frühjahr weiter zu sehen. Ich
hoffe, dass es mit der Huforthopädin auch bald mal klappt! Wenn es
mein Dienstplan erlaubt werde ich mit unserem Schmied mal einen Tag
lang mitfahren. Das wird sicher interessant! Ich hoffe, dass Naomi
die Umstellung gut übersteht. Werden bald Hackschnipsel auf den
Paddock bringen, da ja derzeit alles aus Beton ist.
Heute ließen wir Amber und Naomi beim Füttern zusammen. Solange
jeder sein Kraftfutter hat geht das, aber Naomi läßt Amber nicht
ans Heu. Wir wollen langsam daraufhin arbeiten, die Beiden mal
zusammenlasen zu können. Wenn sie auf der Weide sind ist das kein
Problem. Abwarten. Es eilt nicht
11. September 2006:
Heute war ein sehr lustiger Tag! Ich war mit Larissa unterwegs. Mit ihr ist es ja immer lustig, aber unser heutiges Erlebnis war die Krönung!
Wir fuhren um die Mittagszeit zu meiner älteren Schwester Bianca in den Stall, wo Sonja ein paar Reitschülern einige Tricks zum Thema Bodenarbeit zeigte. Es war interessant und weckte "Zirkusfieber" in mir.
Auf dem Heimweg sagte ich zu Larissa, wir sollten Ausschau nach einem Bauer halten, denn Sonja und ich bräuchten Heu. Der letzte Rundballen, den wir von unserem Verpächter bezogen hatten, war leider sehr schimmelig. Wir mussten mehr auf den Misthof werfen als wir verfüttern konnten.
Gleich kurz nach Beginn unserer Heimfahrt überrumpelten wir einen Bauer, der gerade mit einem ganzen Hänger voll kleiner, eckiger Heuballen herumstand. Er wollte aber partu keinen einzigen Ballen abgeben, und dummerweise verlor er unterwegs auch keinen. Wir fuhren also weiter und überlegten schon, ob wir einen der Quarterballen, die auf den Feldern am Straßenrand herumlagen, einladen sollten. Das hätten wir aber uns nie getraut, es blieb also bei Sprüche klopfen.
In einem kleineren Dorf fuhr ich, einer Eingebung folgend, einfach mal rechts rein und wir bequatschten eine sehr nette ältere Dame. Diese verwies uns an einen Bauer um die Ecke. Den fanden wir zwar nicht, dafür aber den Besitzer eines kleinen Reithofes. Er hatte leider nur Rundballen anzubieten, den ich aber nicht ins Auto bekam. Er zeigte uns seinen Stall, nachdem wir das Missverständnis aufklärten, er würde Larissa kennen. Auch seinen Reitplatz zeigte er uns und so konnte ich mir mal aus der Nähe anschauen, wie das mit den Ecorastern aussieht. Seine Erfahrungsberichte waren äußerst positiv. Ich erfuhr auch, dass gar nicht weit von uns ein Ecoraster-Händler ist.
Der nette Mann ging mit uns zu einem weiteren Bauer, dieser solle wohl kleine Ballen haben. Wir trafen diesen leider nicht an. Als wir schon fast im Auto saßen um mit unseren "neuen Freund" ins Feld zu fahren um den Bauer zu suchen, traf er doch ein. Was für ein Glück für uns! Er hat noch an die tausend Ballen vom Vorjahr! Sehr schönes Heu, gut gelagert, für 1 Euro das Stück! Ein Euro!!!
Wir klappten sofort die Sitze meines Kombis um und packten sechs Ballen rein. Sechs Ballen für sechs Euro!!! Auch den Rest können wir so nach und nach holen. Jipieh, so ein Glückstreffer!
Superglücklich und noch immer lachend über diesen Umweg zum Heu fuhren wir in den Stall. Sonja kam dann auch noch kurz vorbei, sie war gerade auf dem Heimweg, und konnte unsere Geschichte kaum glauben. Noch diese Woche fahren wir mit dem Hänger meines Mannes dort hin und holen noch eine Ladung. Perfekt!
Übrigens, die Bilder zu Sonjas Bodenarbeit-Kurs des heutigen Tages, die Larissa mit ihrer Kamrea schoß, kommen auch bald auf die Homepage.
08. September 2006:
Ich war heute gaaaanz lange im Stall. Hatte die Hoppels auf die Weide gelassen und in aller Ruhe ausgemistet. Timo war da und hat die erste Boxentür (von Naomis Box zur Mittleren) angebracht. Mehr darüber bei "Renovierungsarbeiten-wir renovieren weiter". Dann habe ich die Hoppels wieder von der Weide geholt und Naomi ausgiebig geputzt. Ich wartete auf Sonja. Als sie dann endlich kam konnte ich sie überreden eine kleine Runde reiten zu gehen. Hach, war das schön!
Wir ritten am Nachbarhof vorbei. Dort war uns vor Kurzem ein schicker Paint-Hengst aufgefallen. Wir fragten mal dort an, betreff Familienplanung mit Amber. Wie es aussieht wird die Kleine im nächsten Frühjahr in Flitterwochen geschickt *freu*!
Ich verhandle derzeit noch mit Heclairs Besitzern (ihr findet ihn bei den Links) wegen Gefriersperma. Sollte das nicht klappen, könnte ich mir diesen Paint-Hengst auch ganz gut für Naomis Nachwuchs vorstellen. Mal sehen.
Vor zwei Tagen war Sonja mit Sabrina ausreiten. Ich hatte Sabrina für diesen Zweck Naomi "geliehen". Das hat Sonja gut getan und offensichtlich auch gut gefallen. Vielleicht wiederholen sie es mal? Da Sabrina mit Naomi im Gelände gut zurecht kommt, darf sie sie jederzeit nehmen.
01. September 2006:
Nun ist auch schon der zweite Monat im neuen Stall vergangen.
Ich habe das schöne Wetter ausgenuzt und war heute mit Naomi im Gelände. Es war sehr schön!
Danach habe ich Naomi und Amber auf die Koppel gelassen. Sie tobten ausgiebig. Es ist schön, Amber so voller Lebensfreude zu sehen. Es scheint ihr gut zu gehen.
Sonja war heute nicht da, weil sie nun wieder arbeitet. Sie wird am Sonntag in den Stall kommen. Wir wollen bald den versäumten Termin bei der Huforthopädin nach Biernat nach holen. Auch Späne muss gekauft werden und das Struktur E ist bald leer. Das Leben geht weiter. Muss ja!
31. August 2006:
Auch heute musste Sonja alleine den Stall versorgen, während ich bei der Arbeit ständig in Gedanken bei ihr war.
Folgende Nachricht schickte sie mir per SMS:
"Ich war ganz alleine im Stall, nagut Bonzuk war auch dabei, und ich habe mir auch den Mut gefasst und war mit Amber reiten! War zwar schwer und ich wollte eigentlich auch nicht aber dann hätte ich den Schritt wahrscheinlich nie gemacht! Die letzten zwei Tage waren wunderschön, ich erzähle es Dir, wenn wir uns wiedersehen. HDL!"
Ich bin unheimlich stolz auf Sonja!!!
Ich werde nun in Zukunft immer vor und nach der Arbeit kurz im Stall vorbei schauen, einfach damit öfter nach den Pferden gesehen wird.
30. August 2006:
Gerade habe ich mit Sonja gemailt, da sie ja heute das erste Mal alleine den Stall versorgen musste. Sie hatte zwei Freunde dabei und sagte, es hat alles gut geklappt. Sie hat auch daran gedacht, dass sie heute Mash ansetzen musste. Auch Larissa hatte mal bei Sonja angerufen und gefragt ob alles okay ist. Sonja sagte, sie hatte heute einen sehr schönen Tag und will morgen vielleicht reiten gehen. Ich freu mich so!!!
29. August 2006:
Larissa ist uns derzeit eine große Hilfe im Stall, danke!
Sonja war gestern bei Amber. Sie fütterte und putzte sie. Amber wirkt so verloren, wie auch Sonja. Es bricht uns das Herz das zu sehen.
Mehr kann ich leider nicht berichten, es fällt zu schwer.
***
Auch heute war Sonja im Stall. Sie half mir ausmisten und füttern. Es ging ihr am Morgen sehr schlecht, sie spielte mit dem Gedanken, Amber zu verkaufen. Ich denke/hoffe, dass dies gerade nur eine Phase im Trauerprozess ist. Amber braucht sie doch jetzt! Am Abend war die Stimmung etwas besser und Sonja tätschelte Amber liebevoll.
Morgen und übermorgen muss Sonja den Stall ohne mich versorgen, da ich arbeiten muss. Ich hoffe, sie schafft das! Sie kann auch Larissa anrufen, wenn sie Hilfe braucht.
Es ist ganz seltsam in den Stall zu kommen. Es herrscht eine Stille und bedrückende Leere.
27. August 2006:
Es ist nun 00.45 Uhr und ich versuche noch die richtigen Worte zu finden um hier mitzuteilen, dass wir am heutigen Abend Bijonda über die große Regenbogenbrücke gehen ließen.
Um 20 Uhr fanden wir sie apathisch, kaltschweißig und fiebrig im Stall auf. Sie zuckte zudem eigenartig mit dem Kopf. Wir versuchten verzweifelt einen Tierarzt zu finden, doch erst der fünfte Versuch war erfolgreich. Es konnte keine genaue Diagnose gestellt werden. Eventuell Kolik, da keine Darmgeräusche zu hören waren. Kreislaufversagen konnte ausgeschlossen werden, da Bijonda einen kräftigen Herzschlag hatte. Zerebrale Schäden wurden vermutet, wegen der unkontrollierten Zuckungen. Vielleicht eine Art Schlaganfall. Krampflösende Mittel wurden gespritzt und wir sollten die Nacht abwarten, bei Bedarf in eine Klinik fahren. Bijondas Zustand verschlechterte sich jedoch rapide. Sie hatte keine Kraft mehr zu stehen und es folgten heftige Krampfanfälle. Als klar war, dass ein Transport in eine Klinik nicht mehr möglich sein würde und sie früher oder später den Todeskampf verlieren würde, ließen wir sie von ihren Leiden erlösen.
Die Entscheidung fiel schwer, doch es war die einzig Richtige. Sonja und ich blieben bei ihr, bis sie es geschafft hatte. Larissa und Paul, Sonjas Freund Markus, mein Mann Marco und Sabrina verabschiedeten sich von ihr. Sogar Klaus Sigmann vom Centhof blieb da, obwohl sein Pferdehänger nicht mehr gebraucht wurde.
Nun ging sie schneller von uns als erhofft. Wir hoffen, dass Amber den Verlust gut verarbeiten wird.
Bijonda hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr zu schließen ist, doch wir besinnen uns an die vielen schönen Jahre die sie uns allen, und besonders Sonja, geschenkt hat.
26. August 2006:
Um Euch mal wieder auf den Neuesten Stand zu bringen hier nun ein Kurzbericht des Monats August: Sonjas Pferde Amber und Bijonda wurden futtertechnisch auf St. Hippolyt umgestellt. Aktueller Futterplan sieht wiefolgt aus:
-Amber bekommt Semper Cupe bis Packungsende, dann Hesta Mix Light und Struktur Energenikum.
-Bijonda erhält derzeit Struktur Energenikum und Hesta Mix Classic.
-Naomi bekommt, wie schon seit Jahren, Hesta Mix Light. Seit Anfang August füttere ich Naomi Anti-Stress-Kräuter und Makor dazu. Nach getaner Arbeit bekommt sie nun auch etwas Struktur Energenikum.
Alle erhalten Biotin, Knoblauch und Öl zusätzlich. Donnerstags ist Mash-Tag.
Zu Beginn des Monats waren wir auf dem Bad Rappenauer Sternritt. Bericht und Bilder findet ihr im Linkmenü unter "Sternritte".
Leider hat es nicht geklappt, Naomi nach dem Sternritt in die Gruppe zu integrieren, da das Wetter keinen Weidegang mehr zuließ und die Koppel noch nicht sicher genug eingezäunt war. Im Übrigen geht Naomi zur Fütterungszeit bereits von alleine in ihre "Ecke" und scheint zu genießen, dass sie hier keinem Stress ausgesetzt ist und somit ihre Ruhe hat. Vielleicht klappt es in der nächsten Weidesaison, wobei alle drei Pferde derzeit während unserer Anwesenheit gemeinsam auf dem Paddock umherlaufen und wenn es das Wetter zulässt auch gemeinsam auf der Weide sind.
Seit etwa Mitte August wohnen Balu und Speedy bei uns im Stall. Mehr über die Meerschweinchen findet ihr unter "Maskottchen".
Naomi hat ihren "Babyspeck" verloren und ich muss bald einen neuen Sattelgurt kaufen.
Renovierungstechnisch lief leider kaum etwas. Wir bemühen uns den Anschluß nicht zu verlieren und haben uns ein paar Arbeiten vorgenommen, die dieses Jahr erledigt sein sollen. Wir möchten in Toilette und Futterkammer streichen und einen neuen PVC-Boden einbringen. Am Paddock in Naomis "Ecke" soll das Matschloch ausbetoniert werden. Im nächsten Jahr wird dann rund um den Paddock eine kleine Mauer betoniert, in die Balkenschuhe eingebracht werden sollen. Dadurch ist es dann in Zukunft leichter, defekte Pfosten auszuwechseln und Naomi kann sie nicht mehr ausgraben. Steht die Mauer soll auch ein drainagefähiger Bodenbelag den Paddock krönen, wobei wir uns da noch nicht auf ein Produkt geeinigt haben.
Derzeit grübeln wir über den Bau einer überdachten Heufutterraufe nach, die in der Mitte des Paddocks aufgestellt werden soll.
Seit Kurzem haben wir Licht im gesamten Stall *freu*! Unser Verpächter investiert immer wieder etwas Arbeit in den Stall, damit wir es schön haben. Vielen Dank!
Gestern habe ich eine Bollengabel kaputt gemacht und Sonja sagte darufhin, sie habe die "alte" Sabrina gegen eine neue Sabrina ausgetauscht *schäm*.
Ich denke, das wars erst einmal.
31. Juli 2006:
Larissa ging heute Abend eine viertel Stunde mit Bijonda ausreiten. Sie ist topfit und hat Lust zu laufen. Dennoch lassen wir es lieber langsam angehen. Wir haben beschlossen, sie nicht mit auf den Sternritt zu nehmen. Sabrina (von Sabses Ranch) kommt bereits am Freitag mit Kasparo geritten und bringt ihren jungen Wallach Bailando als Handpferd mit. Er wird übers Wochenende bei Bijonda bleiben. Gudrun, Naomis Reitbeteiligung, wird während unserer Abwesenheit nach den Beiden sehen und sie füttern.
Nachdem Larissa gegangen war ritten Sonja und ich noch etwa eine Stunde aus. Die Ponies haben Dampf!
30. Juli 2006:
Habe Stallung ausgemistet, Pferde für ca. eine Stunde zusammen auf das Gras gelassen (das erste Mal seit Bijondas Verletzung), Heu gefüttert und alle drei Hoppels mit Abwehr-Konzentrat getropft. Bijonda bekam Müsli, die anderen Beiden Mineral, wie immer.
Heute waren Larissa und Paul, Timo und Marco da. Larissa half mir beim Versorgen der Pferde. Die Männer arbeiteten im Stall. Mehr dazu im Link "Wir renovieren 2".
Heu ist leer, habe für morgen Neues bestellt.
29. Juli 2006:
Heute habe ich ausgemistet und gefüttert. Gudrun, Naomis Reitbeteiligung, half mir dabei. Sie putzte Naomi und ging mit ihr ein wenig spazieren, wobei sie sie meist hinter sich her ziehen musste, weil Naomi an jedem Grasbüschel Rast machen wollte.
Ich machte heute nur das Notwendigste, da ich ja heute Nacht wieder arbeiten muss und daher nicht viel Zeit hatte.
Nächste Woche habe ich Zeit, mich ausgiebig mit den Pferden zu befassen.
28. Juli 2006:
Heute kümmert sich wieder Sonja um die Pferde und den Stall, aber die nächsten beiden Tage ist er mein Revier!
27. Juli 2006:
Heute mittag hat Sonja den Stall gemistet und gefüttert.
Am frühen Abend traf ich mich mit Naomis Reitbeteiligung Gudrun im Stall. Wir putzten gemeinsam Naomi und Bijonda. Bijonda bekam nochmal Müsli von mir.
Beginnen heute mit Abwehr-Konzentrat: das ist ein Produkt aus Teebaoumöl, Lavendel und anderen Zusätzen, die kurmäßig angewendet wird. Ab heute tropfen wir drei Wochen lang täglich jedes Pferd mit je einem Tropfen am Ohrengrund, an der Gurtlage und an den Innenseiten der Hinterschenkel. Nach dieser dreiwöchigen Kur soll es reichen, 1-2 mal wöchentlich zu tropfen. Unsere große Schwester Bianca hat dieses Konzentrat schon getestet und ist begeistert. Sie erschlage nun beim Ausreiten im Schnitt ca. 5 Bremsen, wo sie zuvor nach an die 20 Bremsen schlug. Wir sind gespannt!
Habe heute einen Nagerkäfig gekauft. Schön groß, mit allem was dazu gehört: Heuraufe, Wassertränke, Futterschale, Häuschen, Spielsachen...sogar Futter habe ich bereits gekauft. Anfang nächster Woche möchten wir uns zwei Meerscheinchen in den Stall holen (habe nun schon von zwei Personen bestätigt bekommen, dass das Quieken der Nager Ratten vertreiben würde).
26. Juli 2006:
Heute hat sich Sonja um die Pferde und den Stall gekümmert.
25. Juli 2006:
Sonja und ich trafen uns heute mittag schon im Stall und versorgten die Pferde.
Da Bijondas Wunde so gut aussieht wollen wir demnächst beginnen, sie langsam wieder zu bewegen. Sie soll fit sein, wenn wir am 5./6. August auf Sternritt gehen. Bin gespannt, ob sie mitgehen kann.
Ab heute muss ich wieder arbeiten. Mal sehen, wir wir es mit der Zeiteinteilung nun schaffen.
24. Juli 2006:
Eigentlich wollten Naomi und ich heute auf den Centhof reiten. Wir wollten Larissa und Damiro zu einer kleinen Runde im Wald abholen und dann gemütlich wieder heimreiten. Wegen der Hitze planten wir dann aber um. Larissa kam am späten Abend zu uns in den Stall und wurde von Sonja kurzerhand auf Amber gesetzt. So ritten Naomi und ich dann also mit Larissa und Amber etwa eine halbe Stunde aus (Bilder hierzu findet ihr in der Bildergalerie 4).
In der Zwischenzeit versorgte Sonja Bijondas Wunde. Sie heilt sehr gut *freu*!
Nach dem Reiten versorgten wir zu dritt in Windeseile den Stall.
23. Juli 2006:
Als ich heute Abend in den Stall kam fiel mir als erstes auf, dass der Verpächter die Weiden (alle) eingezäunt hat. Sonja und ich überprüften die Zaunbänder. Wir müssen noch eine dritte Reihe anbringen, da schlüpfen unsere Gauner durch! Man muss auch mal mit der Sense durchgehen und Gras und Sträucher am Zaun entlang mähen. Das leitet sonst den Strom fehl. Einige Torgriff-Isolatoren müssen noch angebracht werden, ansonsten ist soweit alles in Ordnung. Bald können wir also ein Stück Weide abstecken und die Hoppels rauslassen. Auf der kleinen Weide (was später ja zum Paddock dazu gehören soll) ist nämlich nichts mehr drauf, da kommen unsere Schlawiner noch auf dumme Gedanken!
Naomi und Amber standen zusammen im Laufstall, sie hatten das Zäunlein durchgerissen. Ich ließ sie sogleich auf den Paddock und mistete aus. Wir haben heute zur Nacht die Pferde wieder so verteilt, wie es zu Beginn war. Naomi hat Box und hintere Hälfte des Paddocks, Amber und Bijonda Laufstall und den Rest des Paddocks. Da Bijonda klar geht machen wir uns da nun keine Sorgen, dass sie sich vertritt. Sie hatte vier Tage Boxenruhe in der Nacht mit Paddock-Auslauf unter Tag. Morgen nehmen wir den Verband ab und schauen mal nach der Wunde.
Bilder zum heutigen Grillfest gibt es in der "Bildergalerie 4" zu sehen. Es war sehr lustig. Leider konnten einige, die ich gerne dabei gehabt hätte, nicht kommen. Es war dennoch ein schöner Abend.
Sonja führte einigen neugierigen Gästen Ambers Kunststücke vor. Ich ließ es mir nicht nehmen auch Naomis Kompliment zu zeigen. Sie geht mittlerweile ganz ohne weiteres Zutun runter. Ich nehme nur den Huf auf, führe ihn etwas zurück und sage "Kompliment". Naomi sortiert dann von selbst die Stellung ihrer Hinterbeine und geht nieder. Sie bleibt noch nicht lange unten, aber das lernt sie auch noch. Auch die Polka macht sie schon recht hübsch, nur dass sie eher aufstampft statt die Beine zu erheben. Aber auch das lernt sie noch. Bin stolz auf mein Pony. Wir haben eine ganz neue Nähe zueinander gefunden. Auch mein Mann Marco hat Spass daran, mit ihr nur mit Halfter und Strick auf dem Paddock herum zu reiten. Er hält sich sogar recht gut oben.
22. Juli 2006:
Heute hat Sonja den Stall versorgt. Natürlich kam ich aber gucken!
Da Gewitter gemeldet waren haben wir (gestern schon) den Laufstall mit etwas Stromzaun in zwei Teile geteilt. In einer Hälfte steht Naomi, in der anderen Amber. Bijonda nutzt die Box. Eigentlich wollten wir Naomi in die hinterste Box stellen, da deren Dach bereits fertig abgedeckt ist. Als wir aber das Tränkebecken auf Funktion testeten fing es an zu laufen und hörte nicht mehr auf. Wir fanden dann irgendwann den Hebel um das Wasser abzustellen. Also Laufstall halbiert.
Bin ich froh, wenn wir endlich alle zusammen lassen können. Ich denke, wenn wir vom Sternritt Anfang August zurück kommen und bis dahin die Große Weide eingezäunt ist...
Morgen haben wir ein kleines Grillfest im Stall, sozusagen als Helfer/Einweihungsfest.
21. Juil 2006:
Am Mittag war ich kurz im Stall, um nach Bijonda zu schauen. Ich öffnete ihr das Stück Paddock, indem normalerweise Naomi über Nacht steht. Amber und Naomi ließ ich zusammen und öffnete den Zugang zum Gras. Bijonda bekam eine gute Ration Heu und Müsli, damit sie beschäftigt ist und nicht so sehr auf und ab trippelt.
Naomi kam mehrmals von der Weide auf den Paddock gelaufen und wieherte nach Bijonda.
Am späten Abend, wegen der Hitze, traf ich mich mit Sonja im Stall. Wir misteten aus und beschlossen dann, unsere Ponys zu longieren. Also gingen wir hinter den Stall auf die Wiese, wo irgendwann einmal unser Longierzirkel gebaut werden soll. Die Beschaffenheit des Bodens war nicht so toll aber ein wenig Schritt und Trab war okay. Wir wechselten dann auf die Wiese neben unserer kleinen Weide. Im Trab am Hang longieren macht schicke Muskeln an Brust und Hinterhand. Außerdem lernen Pferde so, sich auszubalancieren.
Wir haben auch den Rattenköder entfernt. Es war noch kein Getier dran gewesen. Meine ältere Schwester Bianca gab mir den Tip, Meerschweinchen am Stall zu halten. Deren Quieken würden Ratten nicht mögen und daher dann lieber auswandern. Wenn wir die Ratten so loswerden ist mir das auch lieber wie mit Gift.
20. Juli 2006:
Rattenköder liegt noch. Hm, gegen Abend machen die Mistviecher aber rechten Radau in den Wänden unseres Silos. Unsere Hofkatzen sind ziemlich faul!
Heute war der Schmied da und verpasste allen Dreien neue Schuhe. Ich habe mich nach Huforthopädie nach Biernat erkundigt und wir haben bald einen Beratungstermin. Ich denke über eine Umstellung auf Barhuf nach. Für allzu lange Strecken können dann zB Hufschuhe benutzt werden. Noch bin ich dabei, Informationen zu sammeln.
Leider haben wir, da unsere drei Ponys ja schon die ganze Zeit unter Tag zusammen auf der Weide sind, nicht daran gedacht, dass mit neuen Eisen auch die Verletzungsgefahr größer ist. Unser Versäumnis, Bijonda Transportgamaschen anzuziehen oder die Ponys eben heute nicht zusammen zu lassen endete beim Tierarzt. Bijonda wurde getreten und musste genäht werden. Ihr wurde mindestens 5 Tage Boxenruhe verordnet. Nun stellte sich als äußerst positiv heraus, dass wir drei Boxen zur Verfügung haben. Derzeit jedoch leider nur eine, diese musste Naomi nun räumen. Jetzt sieht es im Stall wiefolgt aus: Amber ist im Laufstall, Naomi auf dem Paddock und Bijonda in Naomis Box. Das ist dumm, aber da muss man durch.
Ich könnte wetten, dass es meine kleine Zimtzicke war, die Bijonda getreten hat! Sie sollte sich schämen!
Wir haben heute außerdem Großputz in der Sattelkammer gemacht. Einiges von Sonjas Lederwaren brauchte dringend mal ein bischen Öl. Wir haben dann auch endlich jedem Teil seinen Platz in der Sattelkammer zugewiesen.
Sonja und ich waren heute noch bis kurz vor Mitternacht im Stall und haben erzählt. Das war schön!
19. Juli 2006:
Heute war der Stall Sonjas Revier. Ich konnte es aber nicht lassen am späten Abend noch raus zu fahren und nach den Hoppels zu schauen. Natürlich war alles in Ordnung, Sonja war auch noch da und versicherte mir, alles ordentlich gemacht zu haben.
Das neue Heu ist nicht so schön, wie der letzte Ballen. Wir müssen die Rationen beregnen, da es sehr staubt. Verpächter wurde darauf hingewiesen und versprach beim nächsten Mal wieder einen schöneren Ballen zu bringen. Das ist wichtig, da Bijonda eine Stauballergie hat.
Wenn ich richtig gehört habe, haben wir Ratten im Stall. Pfui! Haben gleich einen Köder ausgelegt und warten nun ab. Natürlich müssen wir nun auch Acht auf unsere Hunde geben!
18. Juli 2006:
Pferde frühzeitig auf das Gras gelassen. Habe heute erst am späten Abend gemistet und gefüttert. Hatte dabei Hilfe von Marcos Kumpel Timo, er wird uns die neuen Futterkisten bauen.
Ansonsten nichts besonderes heute.
17. Juli 2006:
Heute kam der Tierarzt. Alle drei wurden geimpft. Danach habe ich die Pferde aufs Gras gelassen und sie am späten Abend wieder reingeholt und gefüttert. Lustig: Amber kommt von der Weide runtergelaufen, wenn ich die Katzen-Trockenfutter-Schachtel schüttel. Ihr folgt sogleich Naomi, die Angst hat, es könnte ihr etwas entgehen. Dann kommt auch Bijonda nachgetrollt.
Dem Verpächter habe ich gesagt, dass die Weiden nun eingezäunt werden müssen, er will sich bis Anfang August darum kümmern.
16. Juli 2006:
Nach der heutigen Stallarbeit gingen Sonja und ich eine kleine Runde durchs Feld.
Morgen kommt der Tierarzt, wenn denn nicht wieder Notfälle dazwischen kommen.
Bijonda habe ich heute dabei beobachtet, wie sie Naomi die Hinterhand zeigte und sie sogar erhob. Sonja hatte mir gesagt, sie würde sich nie wehren. Na, da hat sich die Oma aber gut hier eingelebt! Naomi nahm das zur Kenntnis und beließ es dabei. Unter Tag können wir die drei nun stundenweise unbeobachtet zusammen lassen. Demnächst wollen wir sie auch bei der Heufütterung mal zusammen lassen. Später soll ja das Kraftfutter in den Boxen gefüttert werden, damit jeder (insbesondere die Oma) in Ruhe fressen kann. Heu wird dann generell an 2-3 verschiedenen Stellen gefüttert, damit jeder ran kommt und keine allzugroßen Rangeleien entstehen.
Morgen und übermorgen ist der Stall "mein Revier", am Mittwoch muss ich mein Revier wieder Sonja überlassen, aber ich schätze mal, dass ich abends um zehne noch vorbeifahre und mal kurz "gucke".
15. Juli 2006:
Heute mittag war ich ca.15 Uhr im Stall und ließ die Pferde auf das Gras.
Es war heute das erste Mal, dass ich den Stall nicht versorgen sollte, da ich zu einem Geburtstag eingeladen war. Sonja übernahm die Stallarbeit. Ich wurde dann aber plötzlich ganz hibbelig und musste mich vom Geburtstag abseilen. Ich konnte nicht anders, ich musste unbedingt nach den Pferden sehen! Sonja versorgt den Stall ja auch nicht anders als ich, aber ich musste mich einfach vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Das kenne ich von mir gar nicht!
14. Juli 2006:
Ich habe heute mittag um 13.30 Uhr die Pferde auf die Weide gelassen und bin dann wieder gefahren.
Um 17 Uhr wollte ich mich mit Sonja treffen.
Ich kam etwas früher und mistete schonmal aus. Alle Hoppels kamen auf den Paddock gelaufen, als sie mein Auto in den Hof einfahren hörten. Ich fand keine Macken oder Verletzungen, also gehe ich davon aus, dass Naomi sich artig benommen hat. Später im Laufstall stellte sie Bijonda mal in die Ecke, trat aber nicht nach ihr aus.
Sonja kam später als geplant, sie hatte wenig Zeit, also ging ich dann alleine ausreiten. Sonja gab Bijonda Müsli. Nach dem Reiten brauste ich Naomi ab und fütterte Heu und Mineral.
Ich habe für Bijonda Biotin gekauft, kann nicht schaden. Es lässt den Huf leider auch nicht schneller wachsen. Nur noch ein paar Tage, dann kommt der Schmied.
Larissa kam dann noch vorbei und wir plauschten ein wenig. Es überkam uns dann und wir putzten Sonjas spanischen Sattel, er hat wohl schon länger kein Öl mehr gesehen. Nun glänzt er wieder, Sonja wird Augen machen!
13.Juli 2006:
Am Abend habe ich mich mit Larissa im Stall getroffen. Sie half mir bei der Stallarbeit. Wir ließen die Pferde während des Ausmistens wieder zusammen auf das Gras. Sie verhielten sich ruhig.
Morgen will ich mich mit Sonja treffen, vielleicht gehen wir eine kleine Runde Reiten.
Bijonda bekommt nun, wie Amber und Naomi, nur noch Mineral und Öl. Sie ist sehr fit. Wenn wir sie alleine im Stall zurücklassen wird sie aber weiterhin zusätzlich Müsli bekommen (und auch sonst sporadisch hin und wieder).
Ich informierte mich über Zusatzfutter für Bijondas Hufe. Es ist nicht leicht aus dem übersättigtem Markt etwas Gutes heraus zu picken. Ich werde in die Mühle fahren, die hatten mich dort sehr gut betreffs des Minerals beraten.
Unser Heu geht langsam zur Neige, es hat uns dann zwei Wochen gereicht.
12. Juli 2006:
Heute hätte eigentlich der Tierarzt kommen sollen. Ich war schon bei Zeit im Stall um alles picobello zu haben, wenn er eintrifft. Dann rief er an und sagte ab. Viele Notfälle heute. Termin wurde auf nächsten Montag 16 Uhr verlegt, dann heißt es nochmal super sauber machen!!!
Ich hatte heute die kleine Michelle dabei, sie stelle allerhand Unsinn an, sobald man sie aus den Augen ließ. ZB. Späne in die Tränkebecken stopfen *stöhn*. Ich überlegte schon, das Kind anzuketten!
Während des Mistens waren wieder alle drei zusammen auf dem Gras, ohne Gepuff! Ambers Macke von Naomis Tritt neulich sieht gut aus. Bijondas Hufe hingegen gar nicht, sie braucht dringenst Eisen!
11. Juli 2006:
Am Abend traf ich wieder Sonja im Stall. Heute wurde nicht geritten. Wir müssen die Hufe schonen.
Bijonda hatte Waschtag! Ui, ist die jetzt wieder fein sauber!
Während des Ausmistens, als Bijonda am Waschplatz stand, wagten wir den Zwischenzaun zu öffnen und Amber und Naomi miteinander auf dem Paddock laufen zu lassen. Das klappte gut und wir öffneten dann den Zugang zur Weide. Die beiden benahmen sich gut. Dann ließen wir sogar Bijonda dazu und alle verhielten sich anständig! Wie schön! Kurz bevor wir sie auf den Paddock holen wollten gab Naomi Amber dann einen Puffer. Nicht schlimm, aber wir wissen nun, dass es noch zu früh ist die drei unbeaufsichtigt zusammen zu lassen. Nach wie vor bleibt Naomi auf dem Paddock getrennt von den anderen Beiden.
Morgen werden unsere Hoppels geimpft. Naomi wird ein paar Wochen vorgezogen, so sind alle immer zur gleichen Zeit dran.
Naomis Bein sieht gut aus, keine Entzündungszeichen, kein Einschuss. Gott sei Dank!
10. Juli 2006:
Ich ritt heute auf den Centhof und holte Larissa zu einer Runde mit Damiro ab. Danach ritt ich wieder heim. Viele Graswege genommen wegen Naomis Hufen. Bein wurde nicht mehr bandagiert.
Larissa und Gudrun empfingen mich im Stall. Larissa half mir ausmisten, weil ich das heute wegen Zeitdruck nicht vor dem Reiten machen konnte.
Gudrun versorgte Naomi nach dem Ritt.
Wir ließen Amber und Bijonda eine Weile aufs Gras. Es gefiel Naomi gar nicht, dass sie nicht mitdurfte.
Bijonda läuft wieder schlechter, sie braucht dringend Eisen. Bald kommt der Schmied.
Larissa und Gudrun verließen mich dann. Ich brachte die Ponys auf den Paddock und ging dann auch.
09. Juli 2006:
Heute musste ich nicht ausmisten, das hatte Sonja bereits gegen mittag getan*freu*! Ich musste also abends nur Mineral und Heu füttern, wie immer. Bijonda wurde jetzt auf eine Ration Müsli am Tag reduziert.
Naomis Bein sieht gut aus, trotzdem nochmals bandagiert.
Ponys müssen geimpft werden, Termin mit Tierarzt wurde ausgemacht.
08. Juli 2006:
Heute Abend trafen Sonja und ich uns wieder im Stall. Meine Reitbeteiligung Gudrun kam auch vorbei. Sie hat eine lange, schwere Krankheit hinter sich und darf wahrscheinlich erst im neuen Jahr wieder reiten. Sie vermisste aber den Duft von Pferden und so ließ ich sie Naomi putzen. Ich gab ihr gleich ihren eigenen Stallschlüssel, nun kann sie wieder jederzeit kommen. Ich werde sie in den nächsten Tagen mit unserem Stall-Alltag vertraut machen.
Gudrun ging auch mit Bijonda ein wenig spazieren. Naomi hat ihr sogar mehrmals hinterher gewiehert. Wie schön!
Sonja und ich ritten wieder aus. Naomis Bein ist nicht dick geworden, habe aber trotzdem nochmals über Nacht bandagiert. Hufe sehen auch gut aus. Schmied kommt leider erst in zwei Wochen, ich muss nun etwas Acht geben beim Reiten.
Bijonda bekam wieder eine große Ration Müsli und Öl, ihr Fell glänzt nun richtig schön. Wieder ließen wir sie auf die "Weide" während wir ausritten.
Wir hatten heute leider keine Zeit, um Naomi mit Amber und später mit Bijonda auf das Gras zu lassen. Ich konnte aber Naomi an den Beiden vorbei in ihre Paddock-Hälfte führen. Wir legen das Heu derzeit unterm Zaun durch, sodass alle Pferde beim Fressen beieinander stehen.
Im Gelände wurden wir fast von Bremsen gefressen, es waren abartig viele! Muss unbedingt Knoblauch für die Ponys kaufen!
07. Juli 2006:
Heute war ich das erste Mal nicht morgens im Stall zum Füttern. Um so größer war die Freude, zu sehen, dass alle drei Ponys bei meinem Eintreffen beieinander am Zaun standen.
Naomi hat sich das Eisen nun doch runtergetreten und sich dabei einen Kratzer am Bein zugezogen. Nicht schlimm, da Naomi aber dazu neigt "einzuschießen", sprich ein dickes Bein zu bekommen, habe ich es vorsorgshalber bandagiert. Die anderen Eisen hat Sonja runtergezogen.
Wir fütterten und misteten gemeinsam.
Wir ließen Naomi heute (da sie ja gerade keine Eisen mehr trägt) ein paar Minuten zuerst mit Amber, dann mit Bijonda auf das Gras. Sicherheitshalber standen wir mit Peitsche bewaffnet dabei und hatten Bijonda Transportgamaschen angelegt (für den Fall der Fälle). Es hat sehr gut geklappt. Amber zeigte Respekt vor Naomi und hielt sich gebührend fern. Bijonda nutzte ihren Oma-Status aus, den ihr Naomi bis zu einem gewissen Grad auch gewährte. Wir wollen das nun in den nächsten Tagen wiederholen. Im ersten Augustwochenende sind wir auf einem Sternritt. Wir hoffen, dass dieser gemeinsame lange Ritt das Sozialverhalten unserer Pferde prägt.
Da es heute sehr spät im Stall wurde entdeckten wir, dass es hier unzählig viele Glühwürmchen gibt.
06. Juli 2006:
In der Nacht gab es ein Gewitter. Ich kam schon früh in den Stall um nach dem Rechten zu sehen. Gott sei Dank schien alles in Ordnung zu sein.
Ich fütterte dann gleich und fuhr wieder nach Hause.
Am Abend traf ich mich wieder mit Sonja. Sie hatte ihr Hufbeschlagset vergessen. Naja, es wird heute noch einmal gehen.
Beim Ausmisten stellten wir fest, dass Naomis Box völlig durchnässt war. Von der hintersten Box aus hatte es durchs Dach geregnet und das Regenwasser schwemmte bis in Naomis Box vor. Wir informierten sogleich den Verpächter, der provisorisch zu Naomis Box hin abdichtete. Er wird sich bald um die undichten Stellen im neugedeckten Dach kümmern.
Langsam finden wir uns in die tägliche Stallroutine ein.
Larissa kam vorbei und wir setzten sie kurzerhand auf Bijonda und gingen gemeinsam eine kleine Runde durchs Feld. Bijonda ist erstaunlich fit und hatte Freude am kurzen Ritt. Trotzdem füttern wir sie derzeit noch zusätzlich.
Wir zogen Stromzaun durch die Mitte des Paddocks und testeten, ob auch überall Strom drauf ist. Jetzt können Amber und Bijonda und auch Naomi den Paddock nutzen. Sie können sich nun über die Boxentür und über den Zaun begutachten. Naomi gab sich in den letzten Tagen erstaunlich wenig zickig, konnte sogar neben Amber angebunden werden. Vielleicht klappt die Integrierung ja schneller als gedacht.
05. Juli 2006:
Wieder war ich am Morgen schon da um zu füttern. Ich gab etwas weniger Heu als sonst. Die Pferde sollen sich daran gewöhnen, dass wir in naher Zukunft nur noch einmal täglich kommen werden.
Abends gingen Naomi und ich mit Sonja und Amber ausreiten.
Bijonda bekam wieder ihre Extraportion Müsli und ausserdem den Zugang zu dem bisher eingezäunten Stück Weide geöffnet. Sie interessierte sich gar nicht dafür, dass die anderen Pferde den Stall verließen. Futter ist halt wichtiger.
Morgen wollen wir Naomi die Eisen ziehen, das lockere Eisen wird nicht mehr halten, bis der Schmied kommt.
Heute Nacht gehört der Paddock wieder Naomi.
04. Juli 2006:
Heute morgen hatte ich bereits ausgemistet und gefüttert. Naomi kam sogleich zum Gatter und begrüßte mich mit freudigem Geblubber.
Bijonda geht wieder klar. Sie verteidigt nun ihr Futter mit angelegten Ohren. Ein Zeichen dafür, dass sie sich wohl fühlt.
Am Abend traf ich mich mit Sonja im Stall. Wir gingen mit Naomi und Amber ins Feld. Sonja gab mir Tips bei der Bodenarbeit. Naomi zeigte schöne Ansätze zum Kompliment und zum Spanischen Schritt.
Damit Bijonda sich nicht aufregt erhält sie immer eine Extraportion Müsli wenn wir mit Naomi und Amber den Stall verlassen. Sie kann es vertragen.
Heute Nacht dürfen wieder Amber und Bijonda auf den Paddock. Ich hoffe, dass wir hierfür bald eine bessere Lösung finden.
03. Juli 2006:
Heute war ich sehr früh im Stall, ich konnte es kaum abwarten zu den Pferden zu gehen.
Ich mistete aus und fütterte Müsli/Mineral und Heu.
Naomi verhält sich ruhig in ihrer Box. Ich sperrte Amber und Bijonda in den Laufstall und öffnete Naomis Box zum Paddock hin. Sie soll sich auch die Beine vertreten können.
Lakritz hatte den Futternapf entdeckt, ich sah sie gerade noch davon huschen.
Am Abend ging ich mit Naomi ins Gelände. Das Eisen hinten rechts ist locker, der Hufschmied muss bald kommen.
Ich fütterte nochmals Heu und Bijonda bekam wieder eine Extraportion Müsli. Sie geht wieder etwas klarer und scheint sich sehr wohl zu fühlen.
Heute Nacht darf Naomi den Paddock benutzen.
02. Juli 2006:
Eigentlich hatte ich mit Sabrina ausgemacht, dass wir uns um 9 Uhr im Stall treffen würden. Sie kam aber schon viel früher, fütterte Heu und ritt Kasparo dann nach Hause. Ich holte sie in ihrem Stall ab, damit sie ihr Auto bei uns holen konnte.
Wir misteten gemeinsam aus. Bijonda bekam Kasparos Ration Wiesencops, die er am Morgen verschmäht hatte.
Derzeit füttern wir Amber und Naomi je einen Becher Mineral. Bijonda erhält 2-3 Mal täglich 1-2 kleine Schippen Apfel- und Karottenmüsli haferfrei sowie einen Becher Mineral. Dazu füttern wir einen guten Schuss Öl, das ist gut zur Vitaminaufnahme und für Fell und Verdauung.
Am Abend kam ich nochmals in den Stall um nach dem Rechten zu sehen.
Bijonda geht noch klamm. Ich brauste sie ab, was ihr gut gefiel und sie bekam zusätzlich eine Portion Müsli.
In dieser Nacht ließ ich den Zugang zum Paddock für Amber und Bijonda offen. Naomi verhält sich ruhig in ihrer Box.
Unsere Pferde scheinen sich wohl zu fühlen.
01. Juli 2006:
Wir haben den neuen Stall bezogen. Mehr dazu findet ihr unter dem Link "Im neuen Stall" in der Menüleiste.
Bijonda war sehr erschöpft vom langen Ritt. Sie macht uns etwas Sorgen, möchte kaum noch gehen.
Da Naomi sehr nervös war ließen wir Amber und Bijonda (und in dieser Nacht auch Sabrinas Pferd Kasparo) im Laufstall. Naomi ist ruhig, solange sie die anderen Pferde im Laufstall sieht
