Suizid ... ja ein schweres Thema für viele Leute !!!
Auch für mich ist das Thema Suizid ein schweres Thema, da ich ständig in suizidalen Phasen schwebe, schon 2 ernsthafte Suizidversuche hinter mir habe und oft auch keine Vereinbarungen eingehen kann aufgrund meiner ständigen Suizidalität .
Viele Menschen fragen mich warum ich denn daran denke das Leben hinter mir zu lassen und selbst eintscheiden will über meinen Tod ... ja es ist immer wieder schwer das zu beantworten .
Sicherlich gibt es fast nie aktuelle Gründe dafür warum ich mir das Leben nehmen will, aber es sind selten aktuelle Anlässe oder Geschehnisse vorhanden wenn ich suizidal bin, sondern oft liegen die Gründe weit zurück und es sind Dinge die mich belasten und mich fast um den Verstand bringen wo ich dann daran denke, dass es nicht mehr weiter geht und es keinen anderen Weg gibt aus dem ganzen heraus zu kommen als mich umzubringen und somit keine Probleme mehr zu haben und mich nicht mehr durchkämpfen zu müssen durch das Leben und seine Hindernisse .
Oft ist es auch so, dass ich es mir gar nicht erlauben kann zu leben. So vieles was ich in meinem Leben bis jetzt falsch gemacht habe, soviel, was ich bereits in den Sand gesetzt habe und so wenig, was ich bis jetzt erreicht habe geben mir dann das Gefühl gar nicht leben zu dürfen.
Ich kann nur sagen, dass es das schrecklichste auf dieser Welt ist, wenn ich mich entscheiden muss --- für oder gegen das Leben!
Bisschen etwas fachliches zum Thema Suizid :
Manchmal ist der Suizid der letzte Ausweg eines Menschen aus einem Leben, das von körperlichem oder psychischen (oder beidem) Schmerz und Leiden bestimmt ist, welche sich mit keinen Mitteln der medizinischen Wissenschaften lindern lassen . Wenn keine Hoffnung auf Linderung besteht, zieht mancher ein sanftes Sterben einem leidvollen Leben vor .
Sprachliches
Häufig wird der Suizid als Selbstmord oder Freitod bezeichnet . Beide Bezeichnungen können jedoch eine moralische Beurteilung in den Begriff bringen: Selbstmord eine tabuisierende und kriminalisierende, Freitod eine heroisierende . Eine neutrale Bezeichnung ist Selbsttötung . Eine Suizid ausführende Person wird als Suizident (Selbstmörder) bezeichnet .
In der wissenschaftlichen Fachsprache und im beruflichen Umgang mit den Betroffenen wird meist das Wort Suizid bevorzugt, in der juristischen Fachsprache häufig der Ausdruck Selbsttötung, der lediglich den Vorgang, nicht die Motive beschreibt .
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird meist Selbstmord verwendet . Das Wort stammt aus einer Zeit, als im deutschen Sprachraum der (versuchte) Suizid noch strafbar und moralisch geächtet war und bezeichnet daher wörtlich die Selbsttötung als Verbrechen („Mord“) an sich selbst . Heute wird der Begriff allerdings von dieser ursprünglichen Bedeutung weitgehend abgelöst empfunden und weckt im Normalfall nicht mehr die Verbindung mit einem Verbrechen .
Die Bezeichnung Freitod enthält andererseits den Gedanken der freien Wahl zwischen Leben und Tod, ein Ausfluss des Selbstbestimmungsrechts des Menschen . Meistens wird von den Menschen, die einen Suizid beabsichtigen, der eigene Tod jedoch als der einzig mögliche Ausweg gesehen . Die Entscheidungsfreiheit einer suizidalen Person ist in der Regel stark eingeschränkt . Daher wird die Bezeichnung Freitod ebenfalls von vielen Wissenschaftlern abgelehnt .
In der Wissenschaft wird die dauerhafte Einnahme von Alkohol, anderen Drogen, Magersucht oder extreme Fettsucht auch als „Suizid auf Raten“ gesehen . Hier wird von einem chronischen Suizid gesprochen .
Die häufigste Ursache für einen Suizid bzw. Suizidversuch wird in diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen gesehen. Ca. 90 bis 95 % aller Suizide in westlichen Gesellschaften werden hierauf zurückgeführt. Da die Diagnose häufig erst nach einem erfolgreichen Suizid gestellt wird, ist diese Einteilung zumindest fragwürdig, da zur Diagnose nur die Suizidhandlung an sich und die Beschreibungen von Angehörigen herangezogen werden können. Andere Studien betrachten nur Patienten mit bereits bekannter psychiatrischer Krankheit und zeigen ebenfalls einen hohen Anteil von psychisch Kranken an den Suiziden, tendentiell wird dieser hier sogar unterschätzt, weil viele psychiatrische Erkrankungen nicht diagnostiziert werden. Suizid kommt demnach gehäuft vor bei allen Psychosen, vor allem aber bei Depressionen und manisch-depressiven Erkrankungen (bipolaren Störungen).
Suchterkrankungen und chronische Schmerzen spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle, haben aber auch fließende Übergänge zur Depression. Den Suizid auslösende Faktoren können dann zwar Lebenskrisen wie die Trennung vom Partner, Versagensängste oder der wirtschaftlichen Ruin sein – als alleiniger Hintergrund eines Suizids kommt dies aber nur in ca. 5 bis 10 % der Fälle vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sowohl eine innere wie eine äußere Ursache für eine Depression besteht, d. h. ein für Depressionen empfänglicher Patient wird durch seine Lebensumstände depressiv.
Oft wird ein Suizid vorher angekündigt: Viele Suizidopfer hinterlassen Abschiedsbriefe, in denen sie ihre Tat begründen, oder deuten bei Freunden und Verwandten ihre Absichten an. Psychologen vertreten den Standpunkt, dass solche Warnungen ernst zu nehmen sind und der Betroffene beim Verdacht einer Suizidalität offen darauf angesprochen werden sollte. Sie argumentieren, dass Menschen, die einen Suizid begehen wollen, meist niemanden finden, mit dem sie über diese Gedanken sprechen könnten. Ein zentraler Punkt der Prophylaxe besteht deshalb darin, Menschen zu helfen über ihre Probleme und Suizidgedanken zu reden, um nicht in eine noch stärkere Isolation zu geraten. Aus diesem Gedanken heraus entstand in den 1950er Jahren die Telefonseelsorge als Einrichtung der Suizidprävention.
Personen, die einen Suizidversuch durchgeführt haben, werden in der Regel wegen ihrer Verletzungen oder Vergiftungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Meist werden sie dort nach der körperlichen Genesung auf einer geschlossenen psychiatrischen Station überwacht, bis sie glaubhaft machen können, dass keine Suizidgefährdung mehr besteht. Betont ein Patient, auch weiterhin einen Suizid begehen zu wollen, wird er in eine Psychiatrie zwangseingewiesen. Diese Praxis wird von einigen mit Hinweis auf das Recht auf einen selbstbestimmten Tod und Zweifeln am Erfolg einer Zwangsbehandlung kritisiert. Befürworter solcher Maßnahmen sehen die bei suizidalen Patienten sehr häufig vorliegende behandlungsbedürftige Depression als Ausschlusskriterium für die Möglichkeit eines selbstbestimmten Todes. Ob sie im Einzelfall auch tatsächlich vorliegt, wird gelegentlich erst im Zirkelschluss durch den Selbstmordversuch „diagnostiziert“: "Ein gesunder Mensch würde nicht versuchen, sich umzubringen, also muss er psychisch krank sein".
Der österreichische Psychologe Erwin Ringel untersuchte Methoden, Suizide zu verhindern, und gründete 1948 das erste Selbstmordverhütungszentrum. Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) bietet Hintergrundinformationen zum gesamten Themenfeld Suizid: Prävention, Forschung, Praxishinweise, Literatur, Hilfeeinrichtungen usw. Im Dezember 2002 gründete die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention eine Initiativgruppe für ein Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland. Im Rahmen dieser Initiativgruppe arbeiten mittlerweile über 70 Organisationen und fast 200 Experten mit. Die Initiative versteht Suizidprävention nicht nur als gesundheitspolitische, sondern auch als eine gesellschaftliche Aufgabe.
Im Jahr 2003 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals der 10. September als Welt-Suizid-Präventionstag ausgerufen. Mit diesem jährlichen Aktionstag soll in der Öffentlichkeit auf dieses Tabuthema aufmerksam gemacht werden, da Suizide nach Auffassung der WHO eines der größten Gesundheitsprobleme der Gegenwart darstellen.
Viele Suizidversuche, die nicht tödlich enden, führen zu schweren, dauerhaften körperlichen Schäden. Wie die Organisation Dignitas betont, könnten Suizidversuche durch eine umfassende Aufklärung über Suizidmethoden und Konsequenzen des Scheiterns vermieden werden. Gruppen, die Suizid als unmoralisch ansehen, stellen sich gegen eine solche Aufklärung.
Nach Angaben des Arbeitskreises Leben ist das Geschlechterverhältnis der hilfesuchenden Suizidgefährdeten umgekehrt zu dem der erfolgreichen Suizide: Während etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Suizide von Männern begangen werden, seien zwei Drittel der hilfesuchenden Frauen.
Wer Selbstmord androht oder ankündigt, muss damit rechnen, wegen erheblicher Selbstgefährdung in eine Psychiatrische Klinik zwangseingewiesen und zwangsmedikamentiert zu werden. Rechtsgrundlage sind dabei die Psychisch-Kranken-Gesetze der Bundesländer. Voraussetzung ist dabei, dass diese Selbstgefährdung auf einer psychischen Krankheit beruht, welche aber aufgrund der Selbstgefährdung wiederum vermutet wird.
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