Ich möchte dir etwas über die Krieger des Lichts erzählen... Wahrscheinlich ist alles was ich hier aufschreibe für dich selbstverständlich, doch für mich war es die einst nicht. Es ist vielleicht ein seltsamer Name, doch auf eine andere Weise ist er auch wunderschön. Ich werde keine Zitate von Cuelho wiedergeben sondern alles in meinen eigenen Worten schreiben, was es für mich bedeutet.
Der grösste Schritt war das ich verstand, dass ich mehr Kraft aus Menschen um mich herum schöpfen kann, als ich alleine aufbauen könnte. Dass es nicht von Stärke, zeugt zu glauben man sei gefühlslos wie ein Granitblock und brauche Nichts und Niemanden. Zu denken, hinter einer Maske zu leben sei besser als sich zu entfalten. Ich bin überzeugt dass noch sehr viele Menschen hinter selbstgebastelten Masken von Leuten stecken, die sie einfach nicht sind und ebenfalls denke ich, dass dies nur ein Hilfeschrei an die Aussenwelt ist...
Versteht mich!
Liebt mich!
Beachtet mich!
Jemand kam und schob die Wolke weiter, die vor meiner Sonne stehen geblieben war, und ich begann mich zu verpuppen, anstatt mich wie eine Raupe unter gefallenem Laub zu verstecken.
Ich merkte wie viel Sehnsucht ich nach Kontakt zu wirklichem Leben hatte. Wie gross mein Bedürfnis war, dass alle Menschen die ich liebe, dies auch sicherlich wüssten.
Ich werde niemals das Gefühl vergessen, welches ich vor dem Computer in der Bibliothek gefühlt hatte.
Ein riesiger Ballon schwoll in meiner Brust an, ich hatte das Gefühl, alles Schaffen zu können. Ich gehe so weit zu sagen, ich war frei. Zum allerersten Mal seit langer, langer Zeit war kein bisschen meiner Gedanken von einer Phantasiewelt in Anspruch genommen.
Es war, als hätte ich die Augen und Ohren zum ersten Mal seit langem wieder geöffnet, und mit ihnen kehrten so viele Eindrücke zurück.
In meinem Innern explodierte ein Gefühl am anderen. Ich wollte tanzen, und jeden Menschen umarmen, der traurig aussah. Doch vorallem wollte ich meinen Freunden sagen, dass ich wieder hier war.
Mit beiden Füssen auf dem Asphalt stand und nicht irgendwo den Kopf in den Wolken hatte.
Wie schwer es gewesen war, meinen Leuten dieses Gefühl zu beschreiben... Zwischen Tränen und geschluchze bekamen sie allerdings mit, was mich so sehr bewegt hatte. Und sie lachten nicht über mich. Vielleicht war der erste Blick kritisch, als wollten sie sagen: ,,Kleines du bist doch nich stoned?'' Und irgendwie war ich es ja doch... Wie Johnny aus ,,The Outsiders'' schien ich auf einmal vom blossen Leben betrunken *g*
Ein Krieger des Lichts, versteht dass er Fehler machen darf und dass keiner seiner Träume unmöglich ist.
Er versteht seine Energie sinnvoll zu nutzten, sie nicht in unnötigem Streit zu vergeuden doch er weiss auch, dass er nicht immer weiss was genau er will. Dann redet er mit seinen Verbündeten und ist nicht zu stolz um Hilfe zu bitten, denn sehen nicht vier Augen bereits mehr als nur zwei?
Wahrscheinlich wird er sich mehr als nur eine Meinung holen und er wird seine Prinzipien auch einmal vergessen, wenn ein anderer Weg einfach der klügere ist.
Er weiss, dass jeder Tag ein Geschenk ist, der ihn seinem Traum näher bringt.
Er schöpft seine Kraft aus seinen Mitmenschen und seinem Glauben und glaubt auch an sich selber.
Er wird versuchen seinen Weg ohne Kämpfe zu durchschreiten, doch wenn es unumgänglich ist, scheut er nicht, die Klingen zu kreuzen, denn er weiss dass er sich gut vorbereitet hat, und bereit ist und dass es keinen anderen Weg mehr gibt.
Doch keineswegs glaubt er alles zu können oder zu wissen, denn er weiss dass der Lernprozess in keinem Leben jemals abbricht.
Ich weiss nicht, ob die Mehrheit der Menschen so leben, ich tat es zuvor sicherlich nicht und ich bin sicher, dass diese Einstellungen die richtigen für meinen Weg sind.
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