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INDIEN, der andere Kontinent भारत गणराज्य Wahlspruch: Satyameva Jayate
Dal - See
„Ich bin seit vielen Jahren davon überzeugt, dass der europäische Geist im Niedergang steht und der Heimkehr zu seinen asiatischen Quellen bedarf. Ich habe jahrelang Buddha verehrt und indische Literatur schon seit meiner frühesten Jugend gelesen. Später kamen mir Lao Tse und die andern Chinesen näher. Zu diesen Gedanken und Studien war meine indische Reise bloß eine kleine Beigabe und Illustration.“ H. Hesse 1919 Hesse glaubte an "eine Religion außerhalb, zwischen und über den Konfessionen, die unzerstörbar ist". Dabei blieb er stets skeptisch gegenüber Dogmen und Lehren. Er schreibt: "Ich glaube, eine Religion ist so gut wie die andre. Es gibt keine, in der man nicht ein Weiser werden könnte, und keine, die man nicht auch als dümmsten Götzendienst betreiben könnte."
die Leute nehmen euch mit, auch auf anderen Booten, die nicht so teuer sind.
Mehr davon? Look here, no Problem http://commons.wikimedia.org/wiki/Kerala_backwaters Leider vermitteln die Bilder nicht den realen Eindruck. Es ist viel besser. Spielende Kinder im Wasser, die freundlich winken. Schwer beladene Boote, angetrieben durch human power. Wechsel zwischen Seen und engen Duchfahrten. Der Duft Asiens und der Subtropen. More stuff....
http://www.travelling.be/ ein Reisebericht (sehr schön gemacht!) http://www.hansaroundtheworld.com/ (große, gut aufgelöste Bilder)
der kauft sich immer 1.5l Rapsöl beim Discounter. Kesselt gut, sagt er. 0.79 ct/l !!!!!!!
http://www.zmtgmbh.de/Video/royal_enfield.wmv Video - haben wollen.
Jetzt kommen die harten Sachen. ACHTUNG!
Ex-Rucksacktouristen begeistert: "In Goa sind wir hängen geblieben!"Indien wird immer wieder von verschiedenen Naturkatastrophen heimgesucht, besonders Überschwemmungen, die während des Sommermonsuns durch extreme Niederschlagsmengen im ganzen Land auftreten können. Während der trockenen Jahreszeit oder bei Ausbleiben der Monsunregenfälle kommt es dagegen häufig zu Dürren. Zyklone und dadurch bedingte Flutwellen an der Ostküste kosten oft viele Menschenleben und richten verheerende Schäden an. In einigen Gebieten besteht auch erhöhte Erdbebengefahr, betroffen sind vor allem der Himalaya, die Nordoststaaten, Westgujarat und die Region um Mumbai. Im Dezember 2004 verursachte ein Seebeben im Indischen Ozean einen verheerenden Tsunami, der an der Ostküste und auf den Andamanen und Nikobaren 7.793 Menschenleben forderte und schwerste Verwüstungen anrichtete.
(Auftreffen des Tsunami vom 26. Dezember 2004 auf die Küste Thailands) Am 26. Dezember 2004 wurden durch ein Erdbeben im Indischen Ozean (9,0 auf der Richterskala) und die dabei entstehenden Tsunamiwellen auf den Andamanen und Nikobaren verheerende Schäden angerichtet und tausende Bewohner getötet. Die Anzahl der Inseln hat sich dadurch verändert. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist für das Unionsterritorium noch nicht abzusehen. Nach offiziellen Angaben starben in Indien 12.405 Menschen, drei Viertel davon waren Kinder und Frauen. 5640 Menschen gelten als vermisst. Zahlen über Verletzte liegen nicht vor. Nach Angaben der indischen Regierung gelten 2,79 Millionen Menschen als von der Katastrophe betroffen. Mehr als 235.000 Häuser wurden zerstört. Die indische Regierung gibt die entstandenen Schäden mit umgerechnet 2,15 Milliarden Euro an. http://www.brot-fuer-die-welt.de/downloads/hoffnung-waechst-von-unten.wmv in dem Zusammenhang Meeresspiegelanstieg in Bangladesch und den Niederlanden Ich habe vom Gateway of India bis zum Rand vom Mumbai ca. 1.5h benötigt. That`s India too.
Die Republik Indien ist das größte Land Südasiens und mit 1,08 Milliarden Menschen die bevölkerungsreichste parlamentarische Demokratie der Welt. Indien ist mit 3,3 Millionen Quadratkilometern etwa so groß wie die Europäische Union. Wirtschaftlich gilt Indien als erwachender Tiger. 1998 stieg Indien zur Atommacht auf, was die Außenbeziehungen erheblich belastete. Indien verfügt über eine Mittelschicht von knapp 30 Millionen Menschen mit ansehnlicher Kaufkraft. Dem steht die große Mehrheit, insbesondere die Landbevölkerung gegenüber, die am Wirtschaftskreislauf kaum teilnimmt. Etwa ein Drittel der über eine Milliarde Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze und hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als ein Viertel der Inder sind Analphabeten. Nach Angaben der Weltbank haben heute 44 Prozent der Einwohner Indiens weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung. Auch wenn die Ernährungssituation seit den 1970er Jahren entscheidend verbessert werden konnte, ist noch immer mehr als ein Viertel der Bevölkerung zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Unter- und Fehlernährung (z.B. Vitaminmangel) ist vornehmlich in ländlichen Gebieten ein weit verbreitetes Problem, wo der Anteil der Armen besonders hoch ist. So wird etwa Kinderarbeit hauptsächlich auf dem Land geleistet, da das Einkommen vieler Bauernfamilien nicht zum Überleben ausreicht. Hoch verschuldete Bauern müssen oft nicht nur ihr Ackerland verkaufen, sondern auch ihre Dienstleistungen an die Grundherren verpfänden. Dieses als Schuldknechtschaft bezeichnete Phänomen stellt bis heute eines der größten Hindernisse in der Armutsbekämpfung dar. Die schlechten Lebensbedingungen im ländlichen Raum veranlassen viele Menschen zur Abwanderung in die Städte (Landflucht). Dabei sind die wuchernden Metropolen des Landes kaum in der Lage, ausreichend Arbeitsplätze für die Zuwanderer zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis sind hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Fast ein Drittel der Einwohner der Millionenstädte lebt in Elendsvierteln. Dharavi in Mumbai ist mit mehr als einer Million Menschen der größte Slum Asiens.
Soziales Die Lebenserwartung eines Neugeborenen erhöhte sich von 32 Jahren (1951) auf 60,4 Jahre für Männer und 61,2 Jahre für Frauen (1992/93); in anderen asiatischen Ländern, wie China und Sri Lanka, ist die Lebenserwartung um fast 10 Jahre höher. Es herrscht Männerüberschuß: auf 1.000 Männer kommen (1991) 927 Frauen. Die Bevölkerungsdichte wuchs von 178 Einw./km2 (1971) auf 257 im Jahre 1991. Besonders dicht besiedelt sind Westbengalen mit 766 Einw./km2 und Kerala mit 746 Einw./km2, in Arunachal Pradesh sind es nur 10 Einw./km2. Die Urbanisieung ist noch niedrig im internationalen Vergleich: 26 % der Einwohner leben (1991) in den Städten. [...] Strotzend vor Stolz auf den Aufschwung suchen nun immer mehr indische Unternehmen ihr Glück im Ausland: der Stahlkonzern Mittal, der Software-Gigant Infosys oder Reliance Industries, Indiens größter Privatkonzern. Chef Mukesh Ambani hat für Indien ein neues Nationalsymbol geschaffen. Innerhalb von vier Jahren hat er in Jamnagar die weltweit größte Raffinerie errichtet, die jemals auf der grünen Wiese gebaut wurde. "Eine Vision, ein Traum", nennt er die fast vollautomatische Anlage. Auf ihrer Fläche ließ er vier Millionen Bäumen pflanzen: Mangos, Kiwis, Kirschen - alles ohne Pestizide. Dieser Garten Eden soll der Welt zeigen, daß Indiens Zukunft mit dem Image von grenzenloser Armut nichts mehr zu tun hat. Indien soll so wie Jamnagar werden: wettbewerbsfähig, effizient, blühend [...]. DW2006
Aber wir sind nicht unschuldig und schon gar nicht besser. Denn der Westen hat doch tatsächlich versucht, den indischen Bauern dieses tote Korn und Reis aufzuschwatzen. Im Jahr danach gab es viele, die sich das Leben nahmen. Der versprochene Ertrag blieb aus. Die Bekämpfung der Schädlinge verschlang die Rücklagen. Und neues Saatgut mußte gekauft werden. Menschen, Nahrung, Industrie no Problem...
12.05.2006 Indien: Große Probleme mit genmanipulierter Baumwolle"In Indien haben sich mehr als 40'000 Bauern im letzten Jahrzehnt umgebracht. Mehr als 90% der Bauern, die in Andhra Pradesh und Vidharba in der 2005 Baumwollsaison Selbstmord begingen, haben genmanipulierte Bt-Baumwolle angepflanzt," rechnet die Ökologin und Wissenschaftlerin Vandana Shiva vor. Der Grund seien katastrophale Erträge und hohe Schulden. Eine Studie belegt, dass 2005 die gesamten Verluste von Andhra Pradesh über 80 Mio$ betrugen. Die Bearbeitungskosten von Gentechbaumwolle waren 67% höher als die von IP-und Bio-Baumwolle, die Erträge 37% tiefer." DER DOKUMENTARFILM: [...] In Indien stehen viele kleine Bauern vor dem Ruin, weil ihnen die 2002 erstmals zugelassene gentechnisch veränderte Baumwolle von Monsanto eine katastrophale Ernte beschert hatte. Als einzigen Ausweg aus der Schuldenfalle sehen Tausende von Bauern nur noch den Selbstmord. Die promovierte Physikerin, Autorin und Kämpferin für die Umwelt Vandana Shiva engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die indischen Kleinbauern und die Erhaltung der biologischen Artenvielfalt. Sie sammelt traditionelles Saatgut und gibt es an Bauern weiter. Vandana Shiva ist strikt gegen jegliche Patentierung von Nahrungsmitteln. Mit privatem Geld hat sie vor etwa 15 Jahren die Versuchsfarm NAVDANYA gegründet [...]. http://www.swr.de/das-erste/doku/20040714index.html
Vandana Shiva ist eine der bekanntesten indischen Bürgerrechtlerinnen [...] In Indien ist der Widerstand gegen die kapitalistische Globalisierung seitens der Gewerkschaften, der Bauern und selbst im Parlament sehr stark. Deshalb war es uns lange gelungen, auf demokratischem Weg einige der Schlüsselinstrumente der WTO zu blockieren, wie die Besitzrechte auf intellektuelles Eigentum, den Handel mit Wasser oder die Zerstörung der Ernährungssicherheit. Die Regierung hat dann aber im vergangenen Jahr viele Regelungen innerhalb sehr kurzer Zeit, vor allem während der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslimen im Unionsstaat Gujarat, durchgeboxt. Der "Krieg gegen den Terrorismus" diente als Rechtfertigung und Schutz für all diejenigen, die die Muslime verfolgt haben. Die Auseinandersetzungen erzeugten eine Rauchwolke, hinter der die Privatisierung von Wasser, der Handel mit genetisch veränderten Organismen, der Ausverkauf der öffentlichen Dienstleistungen und Patente auf Leben erlaubt wurden. Das bedeutet, das Aufkommen von Fundamentalismus und Kommunalismus bereitete der konzerngeleiteten Globalisierung den Weg [...]. http://www.suedasien.net/themen/interviews/vandana_shiva.htm
"Er sagte: "An einem einzigen Tag werde ich gezwungen, ein Dutzend Filmlieder zu hören, zwanzig Bettler zu sehen, unzählige Bettler zu berühren, unriechbare Gerüche zu riechen, meine bittere Heimatstadt zu schmecken." Er sagte: "Ich werde von den fünf Sinnen gezwungen, die fünf Sinne zu fürchten." Ich ließ ihn ausreden. Mit düsterer Wortlosigkeit." Nissim Ezekiel, 1976
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Globale Gerechtigkeit Amartya Sen Der 1933 in Bengal (Indien) geborene Wirtschaftswissenschaftler Amartya Sen wurde für seine Forschungen über die "Wohlfahrt" von Gesellschaften mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 1998 den Nobelpreis für Wirtschaft, und 1999 wurde ihm der höchste zivile Staatsorden Indiens, der Bharat Ratna, verliehen. Sen hat einen Lehrstuhl an der Harvard-Universität inne und unterrichtet an verschiedenen Universitäten in Indien und Europa. Bahnbrechend sind seine Forschungen zur Interdependenz von Wirtschaft und individueller Freiheit beziehungsweise Demokratie und zur Armutsbekämpfung. So sieht er die Ursachen für die Hungersnöte nicht nur in Geldmangel und katastrophalen Versorgungsdefiziten, sondern beschreibt äußerst nuanciert die sozioökonomischen Faktoren, die die Armut zementieren beziehungsweise relativieren können. Dennoch ist Sen kein Verfechter des "aktiven Staates". Neben theoretischen Konzepten entwickelte Sen auch empirische Maße zur Bewertung der Wohlfahrt eines Landes im internationalen Vergleich. So sind die von der UNO verwendeten Wohlfahrtsindikatoren maßgeblich von Sen beeinflusst. Siehe auch: http://them.polylog.org/3/fsa-de.htm
Globale Gerechtigkeit Mehr als internationale Fairness »Globale Fairness bzw. Gleichheit wird manchmal mit internationaler Fairness gleichgesetzt. Dennoch sind die beiden sehr unterschiedlich.« SEN
Definition Urzustand: In diesem hypothetischen Urzustand, einem imaginären Status ursprünglicher Gleichheit (equality), kommen Individuen durch kooperative Handlungen zu Regeln und Leitprinzipien, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, wer sie letztlich sein werden (so dass sie sich bei der Auswahl sozialer Regeln nicht von ihren Eigeninteressen beeinflussen lassen, die an ihre aktuelle Situation geknüpft sind, wie z.B. ihr jeweiliges Einkommen und finanzielles Vermögen). SEN
Umfassender Universalismus. Der Bereich der Ausübung von Fairness umfasst hier alle Menschen überall zusammengenommen, und das Mittel des Urzustands wird in einer hypothetischen Ausübung angewandt, in der Auswahl von Regeln und Prinzipien einer Gerechtigkeit für alle, ohne Unterscheidung ihrer Nationalität oder andere Klassifizierungen. SEN Nationaler Partikularismus. Der Bereich der Ausübung von Fairness betrifft jede Nation einzeln, und das Mittel des Urzustands wird dementsprechend angewandt, während die zwischenstaatlichen Beziehungen durch eine zusätzliche Ausübung unter Einbindung internationaler Gleichheit (equity) geregelt werden. SEN Ich argumentiere derzeit, dass keine dieser beiden Konzeptionen – weder ein umfassender Universalismus noch ein nationaler Partikularismus – uns ein adäquates Verständnis der Anforderungen der globalen Gerechtigkeit bieten kann, und dass eine dritte Konzeption vonnöten ist, die die Pluralität der bestehenden globalen Beziehungen angemessen berücksichtigt. SEN »Sen scheut vor einer genauen Klärung der 'Ursachen' der Armut zurück – vielleicht, weil er das intellektuelle Milieu kennt, in dem er sich bewegt. Er analysiert das Problem stets nur partiell; er wendet sich den 'Tatsachen' zu und studiert die Kriterien der Bewertungsmaßstäbe; doch niemals geht er auf das Problem ein, dass die Armut – sowohl absolut wie relativ – möglicherweise einen strukturellen Ursprung hat.«Enrique Dussel (In dieser Nummer, 34) Individuen leben und handeln in einer Welt von Institutionen, von denen viele über Grenzen hinweg arbeiten. Unsere Möglichkeiten und Aussichten hängen stark davon ab, welche Institutionen existieren und wie sie funktionieren. SEN Was meint er damit? Eine weltweite Einigung auf Wertemaßstäbe scheint von nöten. Wie soll das gehen? Meiner Meinung nach nur über einen Konsens von Wissenschaft, Philosophie, Ethik, Religion und Wirtschaft. Sie gemeinsam müssen ein Leitbild schaffen. Bei gleichzeitig funktionierenden Institutionen... Er hat sicher Recht. Ein Gleichklang von Individuen, Regionen, Nationen usw. -bis hin zum Gesamtbild einer neuen Struktur. R.R »Der Ausgangspunkt dieser Position – ich werde sie 'plurale Einbindung' nennen – kann die Anerkennung der Tatsache sein, dass wir alle multiple Identitäten haben und jede dieser Identitäten Sorgen und Forderungen erzeugen kann, die Sorgen oder Forderungen anderer Identitäten signifikant ergänzen oder mit ihnen ernsthaft konkurrieren können.« SEN http://them.polylog.org/6/index-en.htm oder http://them.polylog.org/3/fsa-de.htm In "Denken erlaubt" http://www.arte-tv.com/de/kunst-musik/denkenerlaubt/628944.html formulierte SEN "multiple Identitäten" so: Morgens Lehrender, Mittags in`s Museum und am Abend kümmert man sich um die Schafe.
Indische Philosophie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Die indische Philosophie gehört zu den ältesten philosophischen Traditionen der Welt. Sie geht zurück auf die Veden ("Wissen"), eine Sammlung von geschichtlichen, naturwissenschaftlichen und religiösen Texten. Auf dieser Grundlage entwickelten sich neben dem Hinduismus weitere Strömungen: die wichtigsten sind der Buddhismus und der Jainismus, dem die Achtung vor dem Leben ahimsa besonders wichtig ist. Die indische Philosophie beginnt da, wo die europäische Philosophie endet - mit einer Untersuchung über die Natur des Wissens und über die Grenzen der Vernunft; sie beginnt nicht mit der Physik des Thales oder des Demokrit, sondern mit der Erkenntnistheorie Lockes oder Kants. (Will Durant Das Vermächtnis des Ostens) AHIMSAAhimsa (Sanskrit, f., अहिंसा, ahiṃsâ, nicht-gewaltsam) bedeutet Gewaltlosigkeit und ist eine der wichtigsten ethischen Grundlagen im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus. (Sanskrit (संस्कृत, n., saṃskṛta, von sam "zusammen" und kṛta "gemacht", wörtl: "zusammengefügt", saṃskṛtâ vâk: "zusammengesetzte Sprache") ist die Sprache der ältesten indischen Literatur, der Veden und spielt vor allem im Hinduismus eine wesentliche Rolle. Sanskrit ist die klassische Sprache der Brahmanen, die erstmals von Panini im 4. Jahrhundert v. Chr. systematisiert wurde.) Alle heiligen Schriften und Legenden der Hindus lehren eindringlich Ahimsa, das Prinzip des Nichtverletzens. Verschiedene Schriften beschäftigen sich mit den grundsätzlichen Tugenden des Einzelnen, die aber in ihrer Beschreibung sehr variieren können. Immer jedoch gehört Ahimsa dazu. Im Patanjali Yoga, dem klassischen Yogalehrbuch, gehört Ahmisa zur ersten von acht Stufen, die einen Yogi ausmachen. Die Interpretation des Gebotes jedoch kann sehr unterschiedlich sein: Für viele bedeutet es ein absolutes Verbot zu töten und folglich gehört dazu strenger Vegetarismus. In einem alten hinduistischen Rechtsbuch, dem Manusmriti etwa heißt es: "Man bekommt kein Fleisch, ohne Lebewesen zu verletzen; die Tötung von Lebewesen aber führt nicht in den Himmel, darum soll man das Fleisch meiden." Andere dagegen sehen keinen Verstoß des Gebotes darin, Tiere unter Umständen zu Nahrungszwecken zu töten. Auch gibt es heute noch vereinzelt Tieropfer, für die meisten Hindus ein Gräuel, für die Opfernden jedoch kein Vergehen gegen Ahimsa. Einen Widerspruch könnte man auch in der Bhagavadgita annehmen: Beginnt die Ausgangsgeschichte auch auf einem Schlachtfeld, so ist das oberste Ideal trotzdem der Frieden. Nach intensiven, aber erfolglosen Verhandlungen (im Mahabharata beschrieben) den Krieg zu vermeiden, fordert der göttliche Krishna den Fürsten auf, zu kämpfen und die Gegner zu töten, „....denn sie wurden bereits von mir getötet". Hier wird der Kampf nicht als Widerspruch zu Ahimsa gesehen, denn in der weiteren Folge lehrt Krishna, wie äußerer Frieden durch den inneren Frieden erreicht werden kann. Im weiteren Text führt er die fünf wichtigsten Tugenden an, zu denen ausdrücklich Ahimsa gehört. Unbedingten Verzicht auf Gewalt jedoch fordert Krishna im einem anderen Buch, dem Bhagavatapurana von seinem Freund und Schüler Uddhava: "Wenn du von jemandem schlecht behandelt wirst, sollst du nicht Böses mit Bösem vergelten. Gib Gutes zurück!" Uddhava war Philosoph, der Fürst dagegen musste das Land verteidigen, Ahimsa konnte darum nicht für beide dasselbe bedeuten. Auch das Mahabharata fordert an vielen Stellen auf Gewaltverzicht: "Man soll niemals Schlechtes für Schlechtes zurückgeben, sondern ehrenhaft gegen jene handeln, die einem Böses angetan haben". Für die meisten Hindu-Weisen gehört jede Vorstufe schon zur Gewalt, jede Kränkung durch Worte und selbst böse Gedanken. So betrachtet umfasst Ahimsa mehr als Verzicht auf Gewalt, positiv ausgedrückt bedeutet es Güte und Rücksicht gegenüber jedem Lebewesen. Der im Westen bekannteste Verfechter des Ahimsa-Prinzips war Mahatma Gandhi. Seine Politik des gewaltlosen Widerstands gegen die britische Kolonialherrschaft bezeichnete er als "Satyagraha", "Festhalten an der Wahrheit". Dazu gehörte nicht nur absolute Gewaltlosigkeit, sondern ebenso bestimmte Diätvorschriften sowie Bedürfnislosigkeit. Er propagierte die hinduistische Auffassung wonach Verzicht auf Gewalt nicht schwächt, sondern im Menschen eine unüberwindliche Kraft entwickelt, durch die der Gegner überwunden werden kann. Manche Spekulationen gehen davon aus, dass Mahatma Gandhi in seiner unbeirrten Haltung durch die Lehren der Jains, in deren Nachbarschaft er aufwuchs, beeinflusst war. Das AHIMSA- Prinzip des Mahatma Gandhi"Satyagraha"Satyagraha ist eine von Mahatma Gandhi entworfene Strategie, die im Kern darauf beruht, die Vernunft und das Gewissen des Gegners anzusprechen durch die eigene Gewaltlosigkeit (non-violence, Ahimsa) und die Bereitschaft, Schmerz und Leiden auf sich zu nehmen (soul force). Hintergedanke ist, den Gegner "umzudrehen", ihn als Verbündeten und Freund für die eigene Sache zu gewinnen. Diese Strategie gründet sich auf die Idee, dass der Appell an Herz und Gewissen des Gegners effektiver ist als ein Appell, der sich auf Drohungen oder Gewalt stützt. Gewalt führt nach Gandhi - ggf. mit zeitlicher Verzögerung - nur zur Verdoppelung von Gewalt. Gewaltlosigkeit dagegen unterbricht die Gewaltspirale und ist in der Lage, den Gegner auf die eigene Seite zu ziehen (Gandhi, Non-Violent Resistance (Satyagraha), S. iii Editor's Note). Gandhi sieht Satyagraha nicht als eine Waffe der Schwachen, sondern als eine Waffe der geistig Stärksten. Inhaltsverzeichnis zu Satyagraha
Die Satyagraha-Normen von Mahatma Gandhi1. Befolge Ahisma im Gedanken und Sinn! 2. Identifiziere dich mit denen, für die du kämpfst! 3. Gib dem Kampf einen positiven Inhalt! 4. Dehne nicht das Ziel des Kampfes aus! 5. Schenke deinem Gegner Vertrauen! 5a. Begegne dem Gegner persönlich! 5b. Beurteile nicht andere härter als dich selbst! 6. Sei zum Kompromiss bereit! 7. Du sollst nicht töten! 8. Zwinge den Gegner nicht – wandle seinen Sinn ! 8a. Richte den Kampf gegen die Sache, nicht gegen die Person! 8b. Nütze nicht die Schwächen des Gegners aus! 8c. Provoziere den Gegner nicht! 9. Wähle Mittel, die dem Ziel entsprechen! 9a. Feilsche nicht! 9b. Sei nicht abhängig von einer Hilfe von außen! 10. Sei opferbereit! 11. Befolge Ahimsa im Reden und Schreiben! 11a. Lebe dich in die Gesichtspunkte des Gegners ein! 11b. Verbirg deine Pläne nicht! 11c. Gestehe deine Fehler ein! 12. Entziehe dem Übeltäter das Handlungsobjekt! 13. Mache keine Sabotage! 14. Sei, wo immer möglich, loyal! 15. Wähle Gewalt vor Feigheit! Aus dieser inneren Überzeugung Gandhis entstand unter anderem der Salzmarsch
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