Do you remember?


 discover the past 

Ein-Blick in die Vergangenheit

Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. (Bertolt Brecht)

 


 Das Mittelalter

Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit, die christliche, antike und keltische, germanische und slawische Entwicklungen zusammenführt.

Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform ist der Feudalismus.

Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache, die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.

 

Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis 1500 n. Chr. ein. Wesentlich genauer sind jedoch folgende Merkmale:

Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderung (375-568) bzw. vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts.

 

Seit dem 19. Jahrhundert ist es im deutschsprachigen Raum üblich, das Mittelalter grob in drei Phasen zu gliedern:

Frühmittelalter (Mitte 6. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert)

Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250)

Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500)

Im Frühmittelalter fanden viele einschneidende Entwicklungen statt. So wird Europa bis etwa 600 weitgehend christianisiert, hauptsächlich durch die Tätigkeit irischer Missionare. Etwa um 500 beginnt unter König Chlodwig, der mit seinem Volk geschlossen zum Christentum übergetreten war, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, das sehr bald auf den Überresten des Weströmischen Reiches und der Reiche der anderen germanischen Völker seine Vorherrschaft in West- und Mitteleuropa begründet. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt die Krönung Karls des Großen zum römischen Kaiser durch den Papst an Weihnachten des Jahres 800 dar. Nach seinem Tod 814 zerfällt das fränkische Reich allmählich. Aus seiner westlichen Hälfte entsteht das spätere Frankreich, während sich aus der Osthälfte später das "Heiligen Römischen Reich deutscher Nation" entwickelt. Daneben erhält der Papst durch die sogenannte Pippinische Schenkung 754 neben seiner geistlichen auch nun auch weltliche Macht, was in Zukunft des öfteren zu Spannungen zwischen den Königen und dem Papst führen sollte.

 

 

Wichtige Quellen zum Thema MITTELALTER sind im großen Umfang gesammelt in der Monumenta Germaniae Historica. Siehe auch die dt.-latein. Ausgaben der Freiherr-vom-Stein Gedächtnisausgabe (FSGA). Wichtige Quellen stellen u.a. neben der Geschichtsschreibung auch Constitutionen und andere Aktenquellen sowie Regesten dar.

Eine hervorragende Bibliographie findet sich hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Bonn) sowie hier (Uni. Tübingen; umfangreiche Liste mit Quellen- und Literaturangaben). Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters oder den Bibliographien der unten aufgeführten Werke verwiesen.

 

 

 


 

 Billunger (Wychmannus comes)

 

Die Billunger sind ein sächsisches Adelsgeschlecht aus dem frühen Mittelalter. Sie werden in die älteren und jüngeren Billunger unterteilt, wobei der verwandtschaftliche Zusammenhang zwischen beiden nicht endgültig geklärt ist. Sie sind vermutlich Nachfahren von Widukind.

Die älteren Billunger, deren Stammlande sich im Wetigau befanden und die zu den führenden Familien Ostsachsens gehörten, traten zur Zeit Karls des Großen auf. Erster namentlich bekannter Billunger ist Graf Wichmann Billing (Wychmannus comes), der 811 Verhandlungen an der Eider geführt haben soll. Wichmann II. war Graf im Hamaland. Sein Sohn Graf Egbert († 932), vermutlich der Großvater von Hermann Billung, bekam von König Arnulf Land im Bardengau zugewiesen. Ihm folgte als Herzog sein Sohn Bernhard I. Dieser erwirbt durch Heirat mit Hildegard von Stade das Land Hadeln . Aus dieser Ehe stammt Herzog Bernhard II. (gest.1059). Sein Sohn, Herzog Ordulf, regierte bis 1072. Zur Familie gehört auch der "princeps" Billung, der durch seine Tochter Oda († 913) der Schwiegervater des sächsischen Grafen Liduolf († 866) wurde, des Stammvaters der Liudolfinger.

 Lage des Kreises Lippe in Deutschland 

 WETIGAU

 

In der 1. Hälfte der 10. Jahrhunderts stiegen die jüngeren Billunger in der gleichen Region zu Einfluss auf, Machtbasis waren der Eigenbesitz der Familie sowie die gräflichen Rechte an der Elbe, um Lüneburg und an der Oberweser. Hermann Billung († 973) wurde 936 von König Otto I. der Grenzschutz an der unteren Elbe, der nach ihm benannten Mark der Billunger, beauftragt, danach auch mehrfach mit der Wahrnehmung der königlichen Interessen im Herzogtum Sachsen. Diese Stellvertretung konnte er 961 mit herzoglichen Rechten ergänzen.

Der letzte männliche Billunger, Ordulfs Sohn Herzog Magnus (1072-1106), stand von 1073-1075 in Opposition zu den Saliern, was den Rückgang der Einflusses der Familie zum Ende des 11. Jahrhunderts nach sich zog. Nach seinem Tod wurde der Besitz aufgeteilt: Das Herzogtum fiel an Lothar von Supplinburg, den späteren Kaiser, die Familiengüter durch die Ehen der Töchter der Herzogs an die Askanier und Welfen, die dadurch ihre vorherrschende Stellung in Sachsen und Thüringen begründeten. 

In der Forschung spricht man wie selbstverständlich von den verschiedenen 'Zweigen' der BILLUNGER, vom Hermann- und vom Wichmann-Zweig, und betont, dass sie sich einander feindlich gegenübergestanden hätten. Man zitiert dazu vor allem die Berichte Widukinds von Corvey über die Auseinandersetzungen Hermann Billungs mit den Nachkommen seines Bruders Wichmann, oder ruft die Beteiligung Egberts des Einäugigen an den Aufständen Heinrichs des Zänkers in Erinnerung und bemerkt dazu, dass ein Verwandter, Herzog Bernhard I., zur gleichen Zeit einer der Hauptvertreter der königlichen Partei gewesen sei. Gleichzeitig ist jedoch zu konstatieren, dass Egbert und Bernhard gemeinsam aktiv wurden, wenn es sich um Belange der Sippe handelte, oder dass Bernhard II. nach der Ermordung Wichmanns III. im Jahre 1016 die Vormundschaft über dessen Nachkommen übernahm. Dies deutet darauf hin, dass das Zusammengehörigkeitsbewußtsein der Sippe durchaus nicht zerstört war.

Die 'BILLUNGER' traten offensichtlich erst zu einem Zeitpunkt in die Geschichte ein, als die Akkumulation ihrer Machtpositionen bereits ein erhebliches Ausmaß angenommen hatte. Von den drei Brüdern Hermann, Wichmann und Amelung, den ersten bekannten 'BILLUNGERN', wurde Hermann im Jahre 936 von OTTO DEM GROSSEN als princeps militae eingesetzt. Wichmann soll eine Schwester der Königin Mathilde geheiratet haben. Damit knüpften die BILLUNGER nach der Meinung der Forschung verwandtschaftliche Beziehungen zum Königtum und zu den 'Nachfahren Widukinds', dem höchsten sächsischen Adel also. Die Reaktion Wichmanns auf die Ernennung seines Bruders Hermann zum princeps militiae - Wichmann zog sich verärgert aus dem Heere OTTOS DES GROSSEN zurück und schloß sich einige Zeit später dem Aufstand Eberhards von Frankem an -, zeigt, dass die BILLUNGER bereits 936 Ansprüche auf hohe Führungsstellen zu haben glaubten. Überdies wurde der 3. Bruder, Amelung, im Jahre 933 zum Bischof von Verden erhoben. Damit erhielten die BILLUNGER den Bischofssitz in der unmittelbaren Nähe ihres Herrschaftszentrums besetzt, und dies nicht nur einmal: auch der Nachfolger Amelungs, Bischof Brun, war nachweislich ein Verwandter der BILLUNGER. Die Konzentration billungischer Macht im Raum Verden/Lüneburg war also schon zu Beginn der Regierungszeit OTTOS DES GROSSEN weit fortgeschritten. Dennoch ist es in der Forschung trotz vielfacher Bemühungen nicht gelungen, den Vater der drei Brüder namhaft zu machen. Erst im 13. Jahrhundert wird im Chronicon St. Michaelis der Name genannt: Er soll Billing geheißen haben. Die Nachricht ist auf Skepsis gestoßen, da der Name später in der Familie der BILLUNGER nicht mehr belegt ist und außerdem dieser Billing in zeitgenössischen Quellen nicht nachgewiesen werden kann. Wir stehen also vor der merkwürdigen Tatsache, dass trotz der hervorragenden Stellung der drei Brüder von ihren Vorfahren in der Überlieferung keine Notiz genommen wurde. Zumindest lassen sie sich als solche dort bisher nicht erkennen.

Zum Schluß dieser den Anfängen des billungischen Gedenkens geltenden Untersuchungen sei noch eine Beobachtung mitgeteilt, die in diesem Zusammenhang nicht unwichtig zu sein scheint. Es ist schon oft vermutet worden, dass Widukind von Corvey ebenfalls zu den Nachfahren Widukinds zu rechnen sei. Damit würde er jedoch ebenfalls zu dem Verwandtenkreis gehören, der sich in der 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts im Lüneburger Necrolog nachweisen läßt. Auch weist die plastische und anteilnehmende Schilderung, die Widukind den Rebellen Wichmann und Egbert zukommen ließ, nachdrücklich darauf hin, dass bei ihm in diesen Fällen mehr als nur historiographisches Interesse an den handelnden Personen anzunehmen ist. Schließlich waren es ja auch, wenn die Beobachtungen der Forschung richtig sind, seine Verwandten. Wir hätten in Widukind also ein weiteres Mitglied der Verwandtengruppe vor uns, das im Corveyer Konvent seine geistliche Laufbahn begann.

Der Wetigau ist eine mittelalterliche Gaugrafschaft im Raum Schwalenberg im Kreis Lippe und gilt als das Stammland der Billunger

Grafen im Wetigau waren:

  • Reithard und Hermann, 889 Grafen im Wetigau, vermutlich Verwandte Ekberts
  • Ekbert, † 932, aus der Familie der Billunger, Graf im Wetigau, erhielt 892 von König Arnulf 66 Königshufen im Gau Tilithi, im Marstemgau, Loingau und Bardengau
  • Hermann Billung, † 27. März 973 in Quedlinburg, 936 princeps militiae, 940 Graf im Wetigau, 953, 961 und 966 procurator regis in Sachsen, 965 Graf im Gau Tilithi und im Marstemgau, 956 marchio (Markgraf), 961 Dux (Herzog) in Sachsen, gründet das St. Michaeliskloster in Lüneburg, dort auch begraben; ∞ wohl I Oda, † 15. März ...; ∞ wohl II Hildesuit
  • Widekind, 1031 Graf im Wetigau
  • Heinrich, vermutlich eine Nachkomme Widekinds
  • Volkwin I., † 1125, dessen Sohn
  • Widekind I., † 1137, dessen Bruder, der sich ab 1127 Graf von Schwalenberg nannte

Der Wetigau ging in der Grafschaft Schwalenberg auf.

Das Hamaland ist eine Landschaft im westlichen Münsterland und den angrenzenden Niederlanden. Es umfasst die Gegend um die Städte Vreden im Kreis Borken und Winterswijk (NL).

Zur Zeit der Merowinger umfasste das Hamaland, das nach dem germanischen Stamm der Chamaven benannt war, neben dem westlichen Münsterland noch Gebiete an Rhein und Ijssel, zwischen Elten (Stadt Emmerich am Rhein, Kreis Kleve) und Deventer (NL). Im 9. und 10. Jahrhundert etablierte sich hier die Grafschaft Hamaland, die aber im 11. Jahrhundert geteilt wurde und in anderen Territorien aufging.

Das regionale Bewusstsein für das Hamaland ist nur schwach ausgeprägt, erlebt aber in den letzten Jahren eine Renaissance, auch durch Gründung einer Euregio, die aber räumlich weit über das (heutige) Hamaland hinaus geht und zum Beispiel auch Enschede, Bocholt und Dülmen umfasst. Die Bezeichnung Hamaland findet sich etwa in Sportvereinen, Musik-Clubs und regionalen Unternehmen sowie bei der 253km langen Hamaland-Route, einer ausgeschilderten Rundstrecke für Touren mit dem Pkw. Die Hamaland-Identität pflegt unter anderem das Hamaland-Museum in Vreden, ein Heimatmuseum, das zugleich Kreismuseum des Kreises Borken ist.

"comes de Oplathe vel Houberch"

Het verenigde Hamaland.

Hamaland  

Adela von Hamaland Gräfin von Drenthe  + 1028

Amalrada von Ringelheim

Balderich Graf von Drenthe  + 1021

Dietrich I. von Hamaland Bischof von Metz  + 984

Eberhard Graf von Hamaland 

Liutgard von Flandern Gräfin von Hamaland  + 962

Liutgard von Hamaland Äbtissin von Elten  + 973/996/um 1000

Wichmann Graf von Hamaland  + 973

Wichmann I. der Ältere Graf im Bardengau  + 944
Wichmann II. der Jüngere Sächsischer Graf  + 967
Wichmann I. Graf  811
Wichmann II. Graf im Hamaland  + 855
Wichmann III. Graf im Padergau  + 1016
Wichmann IV.  + nach 1016
Wichmannus comes  + 880

 

http://www.genealogie-mittelalter.de/billunger/althoff_text_1.html  oder

http://www.genealogie-mittelalter.de/

 

Aus den 

Reichsannalen A.D. 811 

Nachdem der Spatharius Arsasius, so hieß nemlich der Gesandte des Kaisers Niciforus, seinen Auftrag beendet hatte und wieder entlassen war, wurden zur Befestigung des Friedens vom Kaiser der Bischof Haido von Basel, der Graf Hugus von Tours  und der Langobarde Aio von Friaul nach Konstantinopel abgesandt, mit ihnen reiste der Spatharius Leo, ein Sicilianer von Geburt, und der Herzog Willeri von Venedig, von denen der eine vor zehn Jahren aus Sicilien zum Kaiser während seines Aufenthalts in Rom geflohen war und nun nach seinem Wunsch wieder in die Heimath zurückgeschickt wurde, der zweite ob seiner Treulosigkeit seiner Würde entsetzt war und nach Konstantinopel vor  seinen Herrn gebracht werden sollte.

Der zwischen dem Kaiser und dem Dänenkönig Hemming beschlossene Friede wurde wegen des äußerst kalten Winters, der den gegenseitigen Verkehr unmöglich machte, nur als Waffenstillstand  betrachtet, bis bei der Wiederkehr des Frühlings, als sich die durch  den harten Frost geschlossenen Wege öffneten und nun von Seiten beider Völker, der Franken nemlich und der Dänen, zwölf  vornehme Männer an der Eider zusammentraten, nach Recht und Brauch sich einander den Eid nahmen und so den Frieden fest abschlossen. Die Großen waren von fränkischer Seite folgende: der Graf Walach Bernhards Sohn, der Graf Burchard, der Graf Unroch, der Graf Uodo, der Graf Meginhard, der Graf  Bernhard, der Graf Egbert, der Graf Theotheri, der Graf Abo, der Graf Ostdag und der Graf Wigman. Von Seiten der Dänen  aber waren es insbesondere die Brüder Hemmings, Hankwin und Angandeo, sodann noch von andern in ihrem Volk angesehenen  Leuten, Osfred mit dem Beinamen Turdimulo, Warstein, Suomi,  Urm, noch ein anderer Osfrid Heiligen Sohn und Osfred von  Sconaowe, Hebbi und Aowin.

     


     

    Das Westfalenlied

  • 1. Ihr mögt den Rhein, den stolzen preisen,
    Der in dem Schoß der Reben liegt;
    Wo in den Bergen ruht das Eisen,
    Da hat die Mutter mich gewiegt.
    Hoch auf dem Fels die Tannen steh'n,
    Im grünen Tal die Herden geh'n,
    Als Wächter an des Hofes Saum
    Reckt sich empor der Eichenbaum.
    Da ist's wo meine Wiege stand,
    O grüß dich Gott, Westfalenland!

  • 2. Wir haben keine süßen Reden
    Und schöner Worte Überfluß,
    Und haben nicht so bald für jeden
    Den Brudergruß und Bruderkuß.
    Wenn du uns willst willkommen sein,
    So schau auf's Herz, nicht auf den Schein,
    Und sieh' uns grad hinein ins Aug!
    Gradaus, das ist Westfalenbrauch !
    Es fragen nichts von Spiel und Tand,
    Die Männer im Westfalenland.
  • 3. Und uns're Frauen, uns're Mädchen,
    Mit Augen blau wie Himmelsgrund,
    Sie spinnen nicht die Liebesfädchen
    Zum Scherz nur für die müß'ge Stund.
    Ein frommer Engel Tag und Nacht,
    Hält tief in ihrer Seele Wacht,
    Und treu in Wonne, treu in Schmerz,
    Bleibt bis zum Tod ein liebes Herz.
    Glückselig, wessen Arm umspannt,
    Ein Mädchen aus Westfalenland!

  • 4. Behüt dich Gott, du rote Erde,
    Du Land von Wittekind und Teut!
    Bis ich zu Staub und Asche werde,
    Mein Herz sich seiner Heimat freut.
    Du Land Westfalen, Land der Mark,
    Wie deine Eichenstämme stark,
    Dich segnet noch der blasse Mund
    Im Sterben, in der letzten Stund!
    Land zwischen Rhein und Weserstrand,
    O grüß dich Gott, Westfalenland !


GEORG SPALATIN

CHRONIK DER SACHSEN UND THÜRINGER

Um 1535 im Auftrag des kursächsischen Hofes geschriebene und von der Werkstatt Lucas Cranachs d.Ä. illustrierte historiographische Handschrift

Wie Graf Wigman hat sich mit Mysaca eines Folcks genant Linticy Fürsten geslagen.

Als nun Graf Wigman erfur das die Stat gewunnen was. zoog er nach den OstLanden zu den hayden. Und handelt bey den Rhedirien und Winiten bay den Wendischen Folckern. Wie sie wolten Mysacam der Linticiorum Fürsten. und des Kaysers freundt bekriegen. Welchs dem Mysaca baldt zuversteen geben wardt. Derwegen er zum hertzog. Bolesla von Behemen seinem vettern umb hilf schicket. Derselb schicket ym zwen raysige hawffen. Darumb zustundt da Graf Wygman mit seinem here wider yn kam. schicket Misaca sein Füsfolck zum ersten wider yn. Welche auf yres herren gehays und befelh begunten vor Graf Wygman seuberlich zuweichen bissolang sie yn fern von seiner Wagenburg gebracht hetten. Und alsbald schicket er den raisigen zug hinten zu. wider die feindt. Und gab dem Füsfolck ain zaichen still zusteen. und sich zum strayt zuberaiten. Da nun Graf Wigman hinden und vorn zu benotiget was. versucht er zuentflyhen. aus vertrawen das er In sein schnell und wol lauffendt pferd setzt. Aber da das sein buntgenossen merckten strafften sie yn umb seines unerlichen fürnemens willen. Darauf er bewegt vom pferd abstyg. und zu fus mit den feinden denselben tag. ritterlich streytend mit menlicher tat sein leben errethet.

Wie Graf Wigman ist gefangen worden.

Dieweil aber Graf Wigman sich ausgehungert. und deshalb auch von der grossen rays. und das er die gantzen nacht Im harnisch gewest und gangen was. Auch das er von dem streit müd was. kam er des morgens frü mit gar wenig lewthen in aines Bawern hof. Und nachdem ym die fürnemsten von den feynden nachfolgten erkanten sie yn am Harnisch. Wann es war ein gar herlicher gerader man. Da fragten sie yn wer er wer. da bekent er das er Graf Wigman were. Darumb hiessen und vermanten sie yn den harnisch abzulegen. Und geredten ym seines lebens versichert und unversert yn Irm herren zuantworten. Auch das sie wolten von yrm herren erlangen das er yn dem Kayser lebend wider gebe. Aber Wigmannus wiewol in seiner grosten not noch wolt er sich denselben. als gedechtig seines adelichen Ritterlichen Lebens nit gefangen geben. Und gelobt yn Irem herren Misaca selbst sich gefangen zugeben. und sein harnisch und wehr.

Wie graf Wigman ist entlich In eynem harten streyt umbkummen.

Da nun die Linticier also mit Graven Wigman zu Misaca zugen. wart er von eyner grossen menig feyndt umbgeben und hefftig angefochten. Derhalben er wiewol er müd und mat vil erschlug. Und entlich in ammacht fiel. Und wiewol in totes noten sein schwert dem obirsten von den feinden mit diesen worten gab. Nym ditz schwert und bring es deinem herren zu ainem zaichen. den sig zubehalten. Und dem Kayser zuubersenden. Und mit diesen und andern worten. Wendet er sich gegen dem auffgang der Sunnen und uberantwort mit heller stym dem almechtigen got sein sel. Ein solchs endt nam Graf Wigman. Als auch gar schier alle andere die mit dem Kayser. Otto. kriegten. Also behielt Misaca den Sig und gewan gros gut nach der schlacht. Und zoog mit seynem sighafftigem here frolich wider heym. Und gab seinem Vettern dem hertzogen. Bolesla. von Behemen auch tail von der Peuth. Aber die Wappen und das schwert Graven Wigmans. schicket er dem Romischen Kayser und desselben Graven Wigmans Erb und güter gab der Romisch Kayser darnach zweyen Clostern erblich. den ain halben tail gein Lünenburg. Und den andern gein Kemnaden uber dem wassser der weser gelegen.

 

GRAF WIGMANN
Band 1, Folio 266r: Wie der hertzogen zu Sachssen. Lantgraven in Düringen und Marggraven zu Meyssen ......
Band 1, Folio 278v: Wie dieser Marggraf abermals mit vil Bischoven und andern cristlichen Fürsten is......
Band 1, Folio 283r: Wie dieser Marggraf ein selig endt genummen hat.
Band 1, Folio 288r: Wie dieser Marggraf Cunradt ist In ainem Turner zu todt gerandt worden.
Band 2, Folio 68r: Aufstand gegen Hermann von Sachsen
Band 2, Folio 68v: Bestrafung der Aufständischen
Band 2, Folio 69r: Graf Wigmann entkommt der Gefangenschaft
Band 2, Folio 70v: Reichsacht gegen Wendenverbündete
Band 2, Folio 74v: Unterwerfung Graf Wigmanns
Band 2, Folio 75v: Hermann von Sachsen gegen Grag Wigmann
Band 2, Folio 99r: Hermann von Sachsen setzt sich durch
Band 2, Folio 99v: Absetzung des Wendenfürsten Selibur
Band 2, Folio 100r: Graf Wigmann kämpft gegen weitere heidnische Wenden
Band 2, Folio 100v: Gefangennahme Graf Wigmanns

 

Band 2, Folio 101r: Tod Graf Wigmanns

Band 2, Folio 101v: Gründung der Bistümer Altenburg und Schwerin

Band 3, Folio 19v: Von etlichen Graven von Vidimonnt.

 

Ansicht einer mittelalterlichen Motte

Der Alde Berg virtuell

 

Die Abfolge der Billinger (Billunger/Billing)

ältere Billunger [Bearbeiten]

Wichmann Billing, um 811

Billung, "princeps" ∞ Aeda

  1. Oda (* 805/806, † 17. Mai 913, 107 Jahre alt), begraben in der Stiftskirche in GandersheimLiudolf († 866) Graf in Sachsen (Liudolfinger)

Wichmann II., Graf im Hamaland

  1. Egbert († 932)

jüngere Billunger [Bearbeiten]

  1. NN (? Billung † 26. Mai 967, Graf)
    1. Wichmann I. der Ältere, † 23. April 944, 937 Graf
      1. Wichmann II. der Jüngere, X 22. September 967, Graf, 953 bezeugt
      2. Ekbert der Einäugige, † 4. April 994, 953 bezeugt, Graf im Hastfalagau
        1. Wichmann III., erschlagen 9. Oktober 1016 bei Burg Upladen, Graf in Königsdahlum (heute Ortsteil von Bockenem) 1001/09, 993 wohl Vogt von Metelen, 999 Vogt von Borghorst, begraben in Vreden, ∞ NN (wohl Reinmed † 18. Mai ...) Tochter des Grafen Gottfried im Hattuariergau
          1. Sohn, 1016 unter Vormundschaft des Herzogs Bernhard II.
    2. Hermann Billung, † 27. März 973 in Quedlinburg, 936 princeps militiae, 940 Graf im Wetigau, 953, 961 und 966 procurator regis in Sachsen, 965 Graf im Tilithigau, im Marstemgau, 956 marchio (Markgraf), 961 Dux (Herzog) in Sachsen, gründet das St. Michaeliskloster in Lüneburg, dort auch begraben; ∞ wohl I Oda, † 15. März ...; ∞ wohl II Hildesuit
      1. Bernhard I., † 9. Februar 1011 in Corvey, 975 bezeugt, Herzog in Sachsen, begraben im St. Michaeliskloster in Lüneburg; ∞ um 990 Hildegard, 25. Juli 1004 bezeugt, † 3. Oktober 1011, Tochter des Grafen Heinrich I. der Kahle von Stade (Udonen), begraben im St. Michaeliskloster in Lüneburg,
        1. Hermann, † jung
        2. Bernhard II., * nach 990, † 29. Juni 1059, urk. 1004, Herzog in Sachsen, begraben in St. Michaelis in Lüneburg; ∞ Eilika, † 10. Dezember nach 1055/56, Tochter des Heinrich von Schweinfurt, Markgraf auf dem Nordgau, Witwe von Graf Benno, wohl Graf von Northeim
          1. Ordulf (Otto), † 28. März 1072, Herzog von Sachsen, begraben in St. Michaelis in Lüneburg ∞ I November 1042 Wulfhild von Norwegen, † 24. Mai 1071, Tochter des Königs Olav II. Haraldsson; ∞ II Gertrud von Haldensleben, † 21. Februar 1116, Tochter des Grafen Konrad, Witwe von Friedrich (wohl Friedrich von Formbach), 1076 in Mainz gefangen
            1. (I) Magnus, † 23. August 1106 auf der Ertheneburg) Herzog von Sachsen wohl vor 1047, begraben in St. Michaelis in Lüneburg; ∞ 1070/71 Sophia von Ungarn, † 18. Juni 1095, Tochter des Königs Béla I. (Arpaden), Witwe von Ulrich I. von Weimar, Markgraf von Krain und Istrien, begraben in St. Michaelis in Lüneburg
              1. Wulfhild, † 29. Dezember 1126 in Altdorf, begraben in WeingartenHeinrich IX. der Schwarze, 1120 Herzog von Bayern (Welfen), † 13. Dezember 1126 in Ravensburg, begraben in Weingarten
              2. Eilika, † 18. Januar 1142; ∞ Otto von Ballenstedt, † 9. Februar 1123, 1112 Herzog von Sachsen (Askanier)
            2. (II) Bernhard, † nach Sturz vom Pferd 15. Juli ... in Lüneburg
          2. Hermann, † 1088 Graf 1059/80
          3. Gertrud, † 4. August 1089 (oder 1093), ∞ I Florens I. Graf von Holland, ermordet 28. Juni 1061 bei Hemert (heute Zaltbommel-Nederhemert), ∞ II 1063 Robert I. der Friese, † 13. Oktober 1092, 1062-1071 Graf von Holland, 1071 Graf von Flandern
          4.  ? Benno, bis 1047 Graf
        3. Thietmar, X im Zweikampf 1. April 1048 in Pöhlde, Graf, 1004 bezeugt
          1. Thietmar, ex lex 1053
        4. Gedesdiu (Gedesti), † 30. Juni nach 1040, wohl 993 Äbtissin von Metelen, 1002-1040 Äbtissin von Herford, gründet 2. Juni 1011 das Stift Herford
        5.  ? Mathilde, neptis des Bischofs Thietmar von Merseburg, † 28. April 1014 in Gernrode, Nonne in Gernrode, begraben daselbst
      2. Liutger, † 26. Februar 1011, 991 bezeugt, 1001 Graf im Westfalengau, begraben in St. Michaelis in Lüneburg, ∞ Emma, † 3. Dezember 1038, Tochter des Immed IV. (Immedinger), Schwester des Bischofs Meinwerk von Paderborn, begraben im Bremer Dom
        1. Tochter, 1024-39 bezeugt, vielleicht identisch mit einer 1047 bezeugten Emma
      3. Suanhilde, † 26. November 1014, begraben im Kloster Jena, nach 1028 in die Georgskirche von Naumburg umgebettet, ∞ I Thietmar I., † nach 979, 970 Markgraf von Meißen, ∞ II vor 1000 Ekkehard I., ermordet 30. April 1002 in Pöhlde, 992 Markgraf von Meißen, Thronkandidat bei der Königswahl von 1002, begraben im Kloster Jena, nach 1028 in die Georgskirche von Naumburg umgebettet
      4. Mathilde, † 25. Mai 1008 in Gent St. Peter, ∞ I 961 Balduin III. Graf von Flandern, † 1. Januar 962, ∞ II um 963 Gottfried der Gefangene, † 3./4. April nach 995, 963-982 Graf von Verdun (Wigeriche), begraben in Gent St. Peter
      5. Imma, 995 Nonne zu Herford

Ohne Anschluss:

 

 Der begleitende Kämpfer

Wichmann ist ein Vorname, der auch als Familienname vorkommt (comes lat. [1] Begleiter(in), Gefährt-e(-in))

Wymannus: => Wigman: => Wiechmann: => Wichmann =>

Wichmann:
auf eine Variante von Wiegmann zurückgehender Familienname =>

Wiegmann: aus dem gleich lautenden deutschen Rufnamen (wïg + man) entstandener Familienname =>

wïg althochdeutsch, altsächsisch für Kampf, Krieg

=> also ein Kriegsmann ( Krieger)

Erstes bekanntes Vorkommen:
Wychmann(us) (um 811), Wigman (um 1200), Wichmann(us) (um 1280).
aus dem polnischen und schlesischen, bedeutet Eichhörnchen, auch flinker wendiger Mensch "Wiech-" = der Kämpfer, Wortstamm heute unbekannt aber Bedeutung klar, "der kämpfende Mann"

... mein Text ...


 

 

 


 

 Europaflagge Wappen Deutschlands

   Land  Nordrhein-Westfalen  

Lebendiges Virtuelles Museum Online

LeMO: Lebendiges virtuelles Museum Online

Das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik (ISST), das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (HdG) in Bonn präsentieren gemeinsam im Internet deutsche Geschichte von der Gründung des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: Beim virtuellen Gang durch 150 Jahre Zeitgeschichte werden Informationstexte sowie Film- und Tondokumente mit den musealen Objektbeständen verknüpft und vermitteln so ein umfassendes Bild von Geschichte. Das Projekt LeMO mit seinen breitbandigen multimedialen Anwendungen für das Internet war von Januar 1997 bis Dezember 2000 ein Projekt des Vereins zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN) und wurde gefördert mit Mitteln der Deutschen Telekom Berkom GmbH und als LeMO+ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die weitere Betreuung wurde aus Mitteln des gemeinsam mit dem Ernst Klett Schulbuchverlag durchgeführten und ebenfalls vom BMBF geförderten Nachfolgeprojekts "LeMOLernen" realisiert. Seit 2005 wird LeMO finanziell von den beiden Museen getragen und vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt.

Bitte beachten Sie bei der Nutzung, dass LeMO als Pilotprojekt für ein Breitbandnetz erarbeitet wurde. Bei Verwendung eines ISDN- oder Modem-Anschlusses ist mit längeren Ladezeiten zu rechnen.

 

 


 

 STADT WIPPERFÜRTH  

       

Hier an dieser Stelle, an der Furt durch die Wupper, war es wo vielleicht vor Jahrtausenden die erste Ansiedlung gegründet wurde. Wer war dieser oder diese Ansiedler? Wir wissen es nicht und aus grauer Vorzeit sind uns auch keine Namen bekannt. Fest steht, dass um 400 v.Chr., also vor mehr als 2.500 Jahren die Kelten im Bergischen ihre Wohnstätten hatten. Ihnen folgten die Sugambrer, die Usipeter und Tekterer, die von der Lippe herkamen, später kämpften Sachsen und Franken in dieser Gegend. Von den Wanderungen der verschiedenen Stämme und Heere ist die hiesige Gegend stets berührt worden, da wie schon erwähnt hier eine Furt durch die Wupper führte und der Ort sich als Durchgangspunkt zum Rhein, der Sieg, und nach Westfalen usw. erwies.

 

Im Namen der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit. Engelbertus, durch Gottes Gnade Erzbischof der Kölnischen Kirche, allen, zu denen dieses Schreiben in Zukunft kommt. Eine Tat pflegt durch die Zeichen der Schrift verewigt zu werden, damit ihr Zweck nicht durch Vergesslichkeit zu nichte werde. Deshalb tun wir allen kund, dass wir zugleich mit unserem Bruder Adolf, Grafen von Berg glückseligen Angedenkens, als er noch lebte, unsere Bürger von Wipperfurde in Rücksicht auf ihre Not und bedrängte Lage von jeder Last der Abgabe befreiet und für immer los und ledig gelassen habe mit dem Zusatze. Dass die Einzelnen in der erwähnten Stadt, in welcher Stellung sie auch sind, ihren Herren oder Kirchen, wozu sie gehören, die schuldigen Dienste und Abgaben erstatten. Damit nun diese unsere Tat rechtskräftig und unabänderlich fortbestehe, haben wir dieses Blatt durch den Aufdruck unseres Siegels bekräftigen lassen. Zeugen hiervon sind: Sibodo, Truckleß, Engelbert von Bensberg, Eiquinus von Zudendorf, Adolf von Stammheim, Adolf von Bernsau, seine Brüder Heinrich und Theoderich und mehrere andere. Dies ist geschehen im Jahre der Menschwerdung des Herrn 1222.

 

Am 26. März 1275 bekam Adolf Graf von Berg von König Rudolf von Habsburg (Regentschaft von 1273 bis 1291) die Münzrechte für Wipperfürth verliehen. Die Übersetzung lautet:

Rudolf, von Gottes Gnaden allzeit erhabener römischer König, allen Untertanen des Heiligen Römischen Reiches, die diesen Brief einsehen, seine Gnade und alles Gute. Und dem edlen Herrn Adolf Graf von Berg, unserem geliebten Untertanen, wegen seiner hervorragenden Verdienste einen Beweis Unserer außerordentlichen Gunst und Gnade zu gewähren, gestatten Wir dem genannten Grafen aus königlicher Leutseligkeit mit diesem Briefe, dass er seine Münzstätte, die er von Alters her bis jetzt in Weleberch betrieb, von nun an auf immer in Wippilvord betreiben kann und soll. Gegeben zu Mainz, am 26. März, im zweiten Jahre Unserer Regierung.

 

Geborenes Mitglied der Hanse

Infolge der günstigen Lage entwickelte sich Wipperfürth bald selbst zu einem Handelsplatz. Aus dem frühen Tauschhandel bildete sich bald der Fernhandel, und zwar zunächst in Verbindung mit Kölner Kaufleuten. Auf dem Wege über Köln kam der Händler aus Wipperfürth nach England, wie in hansischen Urkunden nachzulesen ist. Darüber hinaus trieb die Stadt Handel mit allen Ländern des Ostseeraumes einschließlich Russland sowie denen Südeuropas. Sie war „geborenes“ Mitglied und besaß Sitz und Stimme in der Kaufmannsvereinigung des Stahlhofs in London.

Wipperfürth - Überblick - Touristik - Stadtgeschichte - Geschichte

BRÜCKEN- UND WEGEZOLL     Alte Ohlbrücke

Wipperfürth - Überblick - Touristik - Stadtgeschichte - Geschichte

Aufgenommen im Jahr 1831 unter der Leitung
des Kath. Geometers Hölscher Neuzeichnung
1988 durch die Stadt Wipperfürth

 

Wipperfürth - Überblick - Touristik - virtueller Stadtrundgang - Stadtmauer

                        

Naturschutzgebiet am Stauweier          Marktplatz

         

Firma Radium

     Bevertalsperre    

 

 

Eine Geschichte von Gott

Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Hause ging, war es schön; sagenhaftes Wetter! Und das erste, was Gott tat, war: die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften.

Und Gott dachte: Vor dem Essen werd´ ich mir noch kurz die Beine vertreten. Und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf, von dem er genau wusste, dass es da lag.

Und das erste, was Gott auffiel, war, dass da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas gescheh´n war, was er nicht erkannte. Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil, der pedantisch nach oben wies.

Und Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, nasskalten, halbdunklen, muffigen Raum.

Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern, viele Mütter mit Kind mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Lattengerüst. Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblichweißer, chamoistriefender Substanzen, aus denen Licht leckte.

Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht moderig rochen.

"Komm mal her! Was ist das hier?"

"Was ist das hier!"

"Das ist eine Kirche, mein Freund. Das ist das Haus Gottes."

"Aha. . . Wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge, warum blühen hier dann keine Blumen, warum strömt dann hier kein Wasser und warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschchen?!"

". . . Das weiß ich nicht."

"Kommen hier viele Menschen her, Knabe?"

"Es geht in letzter Zeit ein bisschen zurück."

"Und woher kommt das deiner Meinung nach? Oder hast du keine Meinung?"

"Es ist der Teufel. Der Teufel ist in die Menschen gefahren. Die Menschen denken heutzutage, dass sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne."

Und Gott lief fröhlich pfeifend aus der Kirche auf den Platz. Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen. Und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte: ". . . Kollege!"

Herman van Veen

SONG- TEXTE

 

Klaus Hoffmann, Der Preis der Macht
Laß mich bitte heute nicht allein
nicht bevor der nächste Tag beginnt
morgen soll ich Sieger sein
und darf nicht der Verlierer sein
doch am liebsten wär ich wieder Kind

Morgen reihe ich mich bei den andern Narren ein
rüste mich für eine neue Schlacht

Das ist der Preis der Macht
der Preis der Macht
Das ist der Preis, der Preis der Macht

Ich habe genug von Konkurrenten
jeder gegen jeden, Schlag auf Schlag
Karteikarten verbrenne ich
und morgen früh verpenne ich
und mache mir mit dir ´nen schönen Tag

Kopf sagt nein, Herz sagt ja
mein Magen spielt verrückt
der Wolf zählt seine Schäfchen für die Nacht

Das ist der Preis der Macht
der Preis der Macht
Das ist der Preis, der Preis der Macht

Ich will mit dir zusammen sein
komm, wir lieben uns die ganze Nacht
ich laufe mit dir fort und will vergessen sein
hone Soll und Muß und ohne Macht

Um keinen Preis der Welt wollte ich ein Verlierer sein
doch was nutzt der Sieg mir diese Nacht

Das ist der Preis der Macht
der Preis der Macht
Das ist der Preis, der Preis der Macht

Das ist der Preis der Macht
der Preis der Macht
Das ist der Preis, der Preis, der Preis der Macht

 

 

Klaus Hoffmann, Adieu Emilè

Adieu Emilè ich liebte Dich
Adieu Emilè ich liebte dich Du weißt
wir saßen beide bei dem gleichen Wein
wir saßen bei denselben Mädchen
wir sangen mit der gleichen Pein.

Adieu Emile ich sterbe nun
es ist schwer wenn man im Frühling stirbt du weißt
ich geh´mit Frieden in der Seele
weil du so rein wie weißes Brot
weiß ich mein Weib hat keine Not.

Ich will Gesang will Spiel und Tanz
will daß man sich wie toll vergnügt
Ich will gesang will Spiel und Tanz
wenn man mich unter´n rasen pflügt.

Adieu Curie ich liebte Dich
Adieu Curie ich liebte Dich Du weißt
wir waren nicht vom gleichen Holz
wir hatten nicht den selben Weg
wir suchten nur den gleichen Ort

Adieu Curie ich sterbe nun
es ist schwer wenn man im Frühling stirbt du weißt
ioch geh´mit Frieden in der Seele
ich weiß man Weib hat keine Not
ihr war´t vertraut vor meinem Tod.

Ich will Gesang will Spiel und Tanz
will daß man sich wie toll vergnügt
Ich will Gesang will Spiel und Tanz
wenn man mich unter´n Rasen pflügt.

Adieu Antoine ich lieb´dich
Adieu Antoine ich lieb´dich nicht du weißt
es bringt mich zum Sterben heut
weil du lebst weiter und nicht schlecht mein Freund
´weil dich mein Tod doch sicher freut

Adieu Antoine ich sterbe nun
es ist schwer wenn man im Frühling stirbt du weißt
ich geh´mit Frieden in der Seele
weil du ihr Hausfreund warst du Chanot
weiß ich mein Weib hat keine Not

Ich will Gesang will Spiel und Tanz
will daß man sich wie toll vergnügt
Ich will Gesang will Spiel und Tanz
wenn man mich unter´n rasen pflügt.

Adieu mein Weib ich liebte dich
Adieu mein Weib ich liebt dich Du weißt
ich nehm den Zug zum lieben Gott
den Zug der noch vor deinem geht
man nimmt grad´ den der eben kommt.

Adieu mein Weib ich sterbe nun
es ist schwer wenn man im Frühling stirbt du weißt
ich drück´die Augen fester zu
dann weiß ich du liebst Messen
meiner Seelen Ruh

Ich will Gesang will Spiel und Tanz
will daß man sich wie toll vergnügt
Ich will Gesang will Spiel und Tanz
wenn man mich unter´n Rasen pflügt.



 

Supertramp, Babaji

all of my life i felt that you were listening
watching for ways to help me stay in tune
lord of my dreams, although confusion
keeps trying to decieve
what is it that makes me believe in you?

babaji, oh won't you come to me
won't you help me face the music
bring it out so we can sing it out
help me to find itb efore we lose it
at night when the stars are near
and there's no one to keep you from coming here
and there's no one to shield me before your eyes
is it mine, is it mine, is it mine to know?

i can see it's not too good to me
to be afloat in the sea of glory
babaji, oh how you comfort me
by showing me it's a different story
your light in the dark is real
and i know that you know it is how i feel
when i see the reflections that's in your eyes
is it mine, is it mine, is it mine to know?

babaji, have you a song for me
to tell the world of its guardian angel
bring it out so we can sing it out
oh must you always remain a stranger?
at night when the stars are near
and i long for delusion to disappear
the i see the reflection that's in your eyes
is it time, is it time, is it time to know?

 

 

Hair, Aquarius

When the moon is in the Seventh House
And Jupiter aligns with Mars
Then peace will guide the planets
And love, will steer the stars

This is the dawning of the age of Aquarius
The age of Aquarius
Aquarius!
Aquarius!

Harmony and understanding
Sympathy and trust abounding
No more falsehoods or derisions
Golden living dreams of visions
Mystic crystal revalation
And the mind's true liberation
Aquarius!
Aquarius!

When the moon is in the Seventh House
And Jupiter aligns with Mars
Then peace will guide the planets
And love, will steer the stars

This is the dawning of the age of Aquarius
The age of Aquarius
Aquarius!
Aquarius!
Aquarius!
Aquarius!

 

 

Supertramp, School

Ich sehe euch, wenn ihr morgens zur Schule geht.
Vergeßt nicht eure Bücher!
Ihr wißt, ihr müßt die goldene Regel lernen.
Die Lehrer sagen euch, ihr sollt aufhören zu spielen und lieber etwas arbeiten,
und so werden wie Johnie Überflieger,
Ja, seht ihr, der ist kein Drückeberger!
- Der kommt gut zurecht!

Nach der Schule spielt ihr im Park.
Bleibt nicht zu lange draußen,kommt nicht erst im Dunkeln nach Hause.
Alle sagen euch, ihr sollt nicht rumhängen, sondern endlich den Ernst des Lebens kennenlernen
und so werden wie sie.
Lassen euch nichts selber planen.
- Und ihr seid voller Zweifel.

Tu dies nicht, tu das nicht!
Was wollen sie denn bloß?
- Einen guten Jungen aus dir machen.
- Wissen die denn, was das ist?
- Kritisiere sie nicht, sie sind alt und weise!
Tu, was man dir sagt!
Oder willst du, daß der Teufel kommt und dir deine Augen herausnimmt?

Vielleicht ist es falsch, wenn ich von Euch erwarte, daß ihr euch wehrt.
Vielleicht bin ich einfach verrückt und kann nicht mehr richtig von falsch unterscheiden.
Aber solange ich noch lebe, habe ich nur das eine zu sagen:
Es ist ganz allein eure Entscheidung, wenn ihr so sein wollt und wenn ihr es so sehen wollt.
- Ihr kommt schon zurecht!

 

 

Supertramp, Logical Song

Als ich noch jung war,
da schien mir das ganze Leben so wunderschön.
Wie ein Wunder, einfach schön war das. So einzigartig.
Und all die Vögel zwitscherten so lautstark in den Baumkronen,
Es klang so, als würden sie mich verspielt
und glücklich mit ihrem Gesang beglücken.

Aber dann wurde ich rausgeschickt,
eine andere Welt kennenzulernen:
Logisch, sinnvoll und verantwortungsvoll zu sein.
Immer, ohne Ausnahmen.
Und diese Welt wirkte auf mich so klinisch, intelligent ...
manchmal zynisch.
Irgendwie abhängig war man da.

Und trotz allem weiß der"kleine Mann" nichts,
was er nicht so auch schon gewußt hätte.
Und das wurmt die Leute.

Sag mir, auch wenn's absurd klingt ...
was haben wir denn wirklich dabei gelernt,
begriffen?
Und wer bin ich überhaupt?
Aber aussprechen darf man diese Gedanken nicht,
schon nennen sie dich einen "Radikalen" oder auch "Liberalen"'.
Wie auch immer. So ein fanatischen Halbverbrecher jedenfalls.

"Mach schon, paß dich doch an!" sagen sie,
Dann bist auch du einer von uns,
akzeptabel, respektabel, ansehnlich!"

"So sauber wie eine kleine, feine Erbse
unter vielen Hunderttausenden.",
denke ich mir dabei. Und bleibe, wer ich bin.

 

 

Supertramp, Even In The Quitest Moments

Even in the quietest moments
I wish I knew, what I had to do
And even though the sun is shining
Well I feel the rain, here it comes again, dear
And even when you showed me
My heart was out of tune
For there´s a shadow of doubt that´s not letting me find you too soon
The music that you gave me
The language of my soul
Oh Lord, I want to be with you
Won´t you let me come in from the cold?

Don´t you let the sun fade away
Don´t you let the sun fade away
Don´t you let the sun be leaving
Won´t you come to me soon

And even though the stars are listening
And the oceans deep, I just go to sleep
And the I create the silent movie
You become the star, is that what you are, dear?
Your whisper tells a secret
Your laughter brings me joy
And a wonder of feeling I´m nature´s own little boy
But still the tears keep falling
They´re raining from the sky
Well there´s a lot of me got to go under before I get high

Don´t you let the sun disappear
Don´t you let the sun disappear
Don´t you let the sun be leaving
No, you can´t be leaving my life
Say that you won´t be leaving my life
Say that you won´t be leaving my life
Say won´t you please, stay won´t you please
Say won´t you please, stay won´t you please
Lord, won´t you come and get inot my life
Lord, won´t you come and get into my life
Say won´t you please, stay won´t you please
Say won´t you please, stay won´t you pleaseOh Lord, do´n´t go

And even when the song is over
Where have I been, was it just a dream?
And though your door is always open
Where do I begin, may I please come in, dear???

 

 

H. Grönemeyer, Anna

anna, es fällt mir furchtbar schwer
alle beschreibungen wirken leer
du bist nichts, was man so sagt

du hast kein freundliches naturell
deine launen wechseln schnell
du küßt mich nur, wenn ich dich frag

du kannst mit deinen maschen
einen ganz schön überraschen

bist dir sicher du wirst nicht alt
gesund zu leben läßt dich kalt
rauchst soviel, wie's eben geht

bei dir muß immer was passieren
ich muß mich ewig engagieren
du bist ständig leicht überdreht

wenn ich dann erschöpft im bette liege
bist du noch lang nicht müde

ich hab dich viel lieber als es klingen mag
grad weil du so bist, lieb ich dich sehr
ich weiß auch nicht, wie's mit dir ist
es ist einfach unbeschreiblich
ich brauch dich

anna, du bist schon nicht mehr schlank
schon eher magerkrank
hältst konstant dein untergewicht

findest meine witze oft flau
kennst meine schwächen zu genau
manchmal nervt dich mein gesicht

wenn ich mich nicht ständig um dich kümmer
mach ich alles nur noch schlimmer

ich hab dich viel lieber als es klingen mag
grad weil du so bist, lieb ich dich sehr
ich weiß auch nicht, wie's mit dir ist
es ist einfach unbeschreiblich
ich brauch dich

in dich könnt ich mich immer aufs neu' verlieben
ist noch nichtmals übertrieben

anna, meine poesie
die mochtest du noch nie
jetzt siehst du, was du davon hast i. m. A. L.

 

 

The Rolling Stones, Sympathy for the devil

Bitte erlaubt mir, mich euch vorzustellen:
Ich bin ein Mann von Reichtum und Geschmack.
Mich gibt es schon seit langer Zeit,
ich stahl vieler Menschen Seele und Glaube.

Ich war dabei als Jesus Christus
seinen Moment des Zweifels und der Qual hatte.
Ich stellte verdammt sicher,
dass sich Pilatus die Hände wusch
und Jesus´ Schicksal besiegelte.

Refrain:
Erfreut dich kennen zu lernen,
ich hoffe,du errätst meinen Namen.
Aber was dich verwirrt, ist die Art,
wie ich mein Spiel treibe.

Ich trieb mich gerade in St. Petersburg herum, als ich die Zeit für einen Wechsel kommen sah.
Ich tötete den Zar und seine Minister,
Anastasia schrie vergeblich.

Ich fuhr einen Panzer im Rang eines Generals, als der Blitzkrieg wütete und die Leichen stanken.

Refrain:
Erfreut dich kennen zu lernen,
ich hoffe, du errätst meinen Namen.
Aber was dich verwirrt, ist die Art,
wie ich mein Spiel treibe.

Ich sah fröhlich zu,
als eure Könige und Königinnen
mehr als 10 Jahrzehnte um ihre selbst geschaffenen Götter kämpften.

Ich schrie heraus: "Wer brachte die Kennedys um?"
Doch nach alledem waren es du und ich.

Bitte erlaubt mir, mich euch vorzustellen,
ich bin ein Mann von Reichtum und Geschmack.
Und ich lege Fallen für die Troubadours damit sie umkommen, bevor sie Bombay erreichen.

Refrain:
Erfreut dich kennen zu lernen,
ich hoffe, du errätst meinen Namen.
Aber was dich verwirrt, ist die Art,
wie ich mein Spiel treibe.

So wie jeder Bulle kriminell
und jeder Sünder heilig ist-
Kopf oder Zahl! Nenn mich einfach Luzifer,
denn ich könnte Zurückhaltung gebrauchen.
Also, wenn du mich triffst,
sei höflich, zeig Sympathie und Geschmack, benutz all deine erlernte Diplomatie
und Höflichkeit -
oder ich werfe deine Seele in den Müll!

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 Elektricktrick

 

   

    

   

    

 

 H O M E

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