Magisches Theater, Eintritt nicht für jedermann, nur für... Verrückte


     Wetter in Düsseldorf: klar, 24 Grad.

   

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Heute Abend magisches Theater. Eintritt nicht für jedermann. Nur für Verrückte

SEC`s Space Weather Today

 

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Unser Klima: Luft, Eis, Wasser, Gestein, Boden, Leben

Wie wirken sie zusammen? Wie stark greift der Mensch ein? Was die Wissenschaft in den letzten 30 Jahren verstanden hat und derzeit immer noch erforscht, soll auf diesen Seiten nach und nach dargestellt werden - aktuell, dem Stand der Forschung entsprechend, für jeden nachvollziehbar.

Damit wir verstehen, was wir tun ...

  zur Klimaenzyklopädie oder http://www.germanwatch.org/welcome.htm

 

Hier kann man Rechenzeit seines eigenen PC zur Verfügung stellen, um Klimamodelle überprüfen zu lassen oder mit anderen Modellen zu vergleichen.     Boinc-Wettermodelle

Nicht das wieder einer sagt, daß man es nicht wissen konnte!     Wettermodell des Deutschen Klimarechenzentrums     (die Durchschnittstemperaturen des Sommers 2004 lagen nur 3 °C über der normalen Temperatur!)

Das Klima in unseren Breiten hängt entscheident vom Golfstrom ab. Deshalb können in Süd- England Palmen und Zitrusfrüchte wachsen. Diese Meeresströmung umspannt den gesamten Globus. Bei uns kommen Wassermassen an, die in der Region des Golfes von Amerika durch Sonneneinstralung stark erwärmt wurden. Sie überwinden den Atlantik und erwärmen auch unsere Nordsee. Vor Island hat sich dieses Wasser dann so stark abgekühlt, daß es kaskadenvörmig mit relativ hoher Geschwindigkeit in die Tiefe fällt. Das Ganze System ähnelt einer Pumpe. Durch den Anstieg der Temperaturen könnte es zu folgendem Szenario kommen: Das Wasser kommt mit erhöhter Temperatur an. Süßwasser, das durch die Erwärmung von der arktischen Polkappe abschmilzt, könnte das Oberflächenwasser des Golfstrom verdünnen und die Dichte des Wassers so stark verringern, dass es nicht mehr absinkt. Das ganze System kann aus dem Gleichgewicht geraten. Mit etwas Glück zieht sich der Golfstrom nur etwas zurück. Oder er erreicht uns gar nicht mehr. Das Problem an diesem Sachverhalt ist nun, daß unsere gesamte Agrarstruktur durch die geänderten Bedingungen ins Wanken gerät. Es kommt zu einem Kontinentalklima mit langen Wintern und heißen Sommern. Unter Umständen schieben sich die Gletscher im weiteren Verlauf wieder vor. Die Änderungen können so abrupt sein, daß eine Anpassung der Gesellschaft zumindest schwierig sein wird. Es kommt zu Verhältnissen wie in einer Tundra.   Die Wärmepumpe     Bildungsserver.de     Wupperthal Institut für klima, Umwelt, Energie

 

 

 

  Hurrikan Zugbahnen

 

 

Schematische Darstellung des Golfstroms

Europas Fernwärmepumpe schwächelt     Golfstrom hat sich abgeschwächt

Alle Datenbank-Einträge zum Begriff "Golfstrom":
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Noaa-Satellitenbild Europa

 

 


 

ARD - Meldung

 

Kriege durch Klimawandel?

 

 

 

Eine geheime Studie des US-Verteidigungsministerium kommt einem Pressebericht zufolge zu dem Schluss, dass Klimaveränderungen weitaus größere Gefahren bergen als der internationale Terrorismus. "Rasche Klimaveränderungen" könnten die Welt an den Rand der Anarchie bringen, weil betroffene Staaten ihre schwindenden Nahrungs-, Wasser- und Energiereserven möglicherweise mit nuklearer Aufrüstung zu verteidigen versuchten, zitierte die britische Zeitung "The Observer" aus der Studie.

Klimaveränderungen müssten "umgehend" zu einem herausragenden Thema für Politik und Militär werden, weil "Spaltungen und Konflikte" sonst erneut zu den beherrschenden Problemfeldern der Menschheit zu werden drohten. So sei es "wahrscheinlich", dass es beispielsweise in Großbritannien in absehbarer Zeit Winter wie in Sibirien geben werde, da die Durchschnittstemperaturen in Europa bis 2020 "radikal" absinken würden.

Zudem würden "gewaltige Stürme" die Niederlande von 2007 an "in großen Teilen unbewohnbar" machen und in Kalifornien zur Zerstörung der Wasserversorgung führen, heißt es laut "Observer" in der Studie weiter. Weiterhin könnten Europa und die USA zu "regelrechten Festungen" werden, um Millionen von Migranten abzuhalten, die aus ihren umweltzerstörten Heimatregionen herbeiströmten.

Der "katastrophale" Energie- und Wassermangel werde die Welt etwa um 2020 in weit verbreitete Kriege stürzen. Mit der Studie vertraute Experten sagten der Zeitung, die Gefahren des Klimawandels für die weltweite Stabilität überträfen "bei weitem die des Terrorismus". Dem Blatt zufolge wurde der seit vier Monaten fertige Bericht bislang geheim gehalten, ehe er der Zeitung zugespielt wurde. Die Untersuchung wurde den Angaben nach von einem Berater des US-Geheimdienstes CIA und einem Unternehmensberater verfasst.

 

Stand: 23.02.2004 23:32 Uhr ARD

 

         

 

 

Ich werde hier in unregelmäßigen Abständen die Wetterereignisse hinterlegen     EXTREMWETTER

 

28.02.2006
  Ostafrika: Dürre bedroht elf Millionen Menschen
 

Große Teile Ostafrikas werden zurzeit von der schlimmsten Dürre seit Jahren heimgesucht. Die letzten Regenzeiten brachten kaum nennenswerte Niederschläge, Missernten waren die Folge. Allein in den Ländern Kenia, Somalia, Dschibuti und Äthiopien sind wegen der Wasserknappheit rund elf Millionen von Hunger bedroht. Experten schätzen, dass beispielsweise in Kenia zwischen März 2006 und Februar 2007 über 400.000 Tonnen an zusätzlichen Nahrungsmittelhilfen benötigt werden. Dort sind in den letzten Wochen und Monaten 70 Prozent des gesamten Viehbestandes verendet. 

04.03.2006
  Schneechaos in Deutschland hält an
  Nach weiteren Schneefällen hält das Schneechaos vor allen im Süden Deutschlands weiter an. Innerhalb weniger Stunden fielen gebietsweise mehr als 25 Zentimeter Neuschnee und der Frankfurter Flughafen musste aufgrund der Unwetter vorübergehend seinen Betrieb einstellen. Durch überfrierende Nässe und Eisglätte kam es zu zahlreichen Unfällen und vielerorts musste der öffentliche Personennahverkehr eingeschränkt oder zeitweise sogar eingestellt werden.

05.03.2006
  Heftige Unwetter in Spanien
  In Spanien haben schwere Unwetter und orkanartige Böen mindestens eine Person in Madrid getötet und 18 weitere in Saragossa im Norden des Landes verletzt. Die Stürme wüteten schon seit mehreren Tagen auf der Iberischen Halbinseln und haben inzwischen in 15 autonomen Regionen zum Teil schwere Schäden angerichtet. Zwischen Alicante und Murcia entgleiste ein Zug, nachdem Äste und Palmwedel die Gleise blockiert hatten. Schnee und Eisglätte sorgten zudem auf den Straßen für erhebliche Behinderungen.

18.03.2006
  Dürrekatastrophe in Kenia hält weiter an
  Nach dem Ausbleiben auch der zweiten Regenzeit in Folge leiden tausende Menschen in Kenia weiterhin unter einer Dürrekatastrophe. Besonders betroffen von der ungewöhnlichen Trockenheit sind die Distrikte Marsabit, Samburu und Isiolo. Durch die Wasserknappheit nimmt die Unterernährung und die Anfälligkeit der Menschen für Infektionskrankheiten zu. Auch die Viehbestände und die landwirtschaftlichen Erträge sind in den vergangegen Monaten drastisch zurückgegangen.

08.05.2006
  Hitzewelle in Indien fordert Dutzende Todesopfer
  Eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 47 Grad Celsius hat in Indien bereits 57 Menschen das Leben gekostet. Zu den Opfern zählen insbesondere Arme und Obdachlose, die sich nur schwer gegen die Gluthitze zu schützen vermögen. Besonders schwer betroffen von der Trockenheit und den heißen Winden sind die Bundesstaaten Uttar Pradesh im Norden und Orissa im Osten des Landes. Nach Angaben der örtlichen Meteorologen ist in den nächsten Tagen keine Besserung in Sicht, sondern sogar mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen zu rechnen.

30.06.2006
  Sturm, Hagel und Regen in Baden-Württemberg
  Ein Sommergewitter mit Sturmböen, starkem Regen und Hagel hat am Donnerstag erneut Baden-Württemberg heimgesucht. Die tennisballgroßen Hagelkörner durchschlugen Dächer, zerstörten Autos und verletzten über 120 Menschen, die sich im Freien aufhielten. Ein Bauer ertrank in einem Fluss bei dem Versuch sein Vieh zu retten. Im pfälzischen Wörth am Rhein fielen in drei Stunden über 70 Liter Regen pro Quadratmeter – weit über dem monatlichen Mittelwert von 80 Millimetern.

07.07.2006
  13 Millionen Chinesen von Taifunen betroffen
  In den Provinzen Jiangsu und Anhui im Nordosten Chinas haben Stürme und tagelange Regenfälle über 30 Tote gefordert. Über 40.000 Einwohner wurden vor Überschwemmungen und Landrutschen in Sicherheit gebracht, während die Naturgewalten zwischen 9.000 und 14.000 Gebäude zerstörten. In der Stadt Dafeng in Jiangsu wütete ein Taifun und töte drei Menschen. Der chinesische Innenminister Zhao Jie geht davon aus, dass etwa 13 Millionen Bewohner von den Auswirkungen der Überschwemmungen betroffen sind. Allein im letzten Monat sind bereits 349 Menschen durch die jährliche Taifun-Saison zu Tode gekommen. Meteorologen erwarten einen besonders schlimmen Sommer, da die ungewöhnlich warmen Pazifikströmungen die Taifune leichter entstehen lassen.

Zyklon "Larry" sucht Australien heim. Schwere Schäden - Keine Berichte über Opfer

Ein mächtiger Zyklon ist am Montag über den äußersten Nordosten Australiens hinweggefegt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 Kilometern pro Stunde riss der Sturm nahe der Stadt Cairns Bäume aus, deckte Häuser ab und vernichtete die Rohrzucker- und Bananen-Ernte. Berichte über Opfer lagen nicht vor. Mehrere tausend Menschen hätten sich in Notunterkünften in Sicherheit bringen müssen, teilte das nationale Meteorologische Amt mit. ZDF, 20/03/2006

 

Rätselhafte Geisterwolken

Ja, wer fummelt denn da rum? Q21- WDR-  berichtete am 21/03/2006 von dem nachfolgenden Ereignis. WDR enthielt sich aber eines Kommentars. Es wurde Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Staatsanwaltschaft stellte nach Prüfung Verfahren ein. Mir ist aus unbestätigten Quellen bekannt, daß die USA Versuche im großen Maßstab unternommen haben sollen, um das Wetter zu beeinflussen. Dies soll  unter Verwendung von Mikrowellen geschehen sein. Die Ergebnisse waren anscheinend sehr fraglich, da es sich beim Wetter um ein komlexes Gebilde handelt, und die Folgen kaum berechenbar sind (Schmetterlingseffekt). R.R 

Als Schmetterlingseffekt (engl. butterfly effect) bezeichnet man den Effekt, dass in manchen Systemen kleine Ursachen große, meist unvorhersehbare Wirkungen haben können. Die Bezeichnung Schmetterlingseffekt stammt von einer bildhaften Veranschaulichung dieses Effekts von Edward N. Lorenz am Beispiel des Wetters:

Der Schlag eines Schmetterlingsflügels im Amazonas-Urwald kann einen Orkan in Europa auslösen. Wikipedia.de

Rätselhafte Geisterwolken

Grafik: Radarfilm;  Rechte: WDR

Das Wetterradar vom 19.07.2005 zeigte Regengebiete, die es gar nicht gab
Das Regengebiet, das die Wetter-Radargeräte am 19. Juli 2005 zeigten, verhielt sich sehr merkwürdig. Um 10.15 Uhr wurde es zum ersten Mal über den Niederlanden vom Radar erfasst, zuerst unauffällig, dann immer merkwürdiger: In langen Streifen breitete es sich recht schnell nach Süden aus und zog dabei ostwärts, bis es schließlich von der Nordseeküste bis zum Münsterland reichte.

Aber das Merkwürdigste an der ganzen Sache: Das Regengebiet gab es überhaupt nicht! Es war ausschließlich auf dem Wetterradar zu sehen, aber nicht am Himmel! In der Tat regnete es den ganzen Tag nicht, obwohl das Wetterradar etwas anderes anzeigte.

Bis heute weiß niemand, was dort oben passiert ist. Quelle: Q21, 21/03/2006

 

Unbekannte Flugobjekte im RADAR- Bild?

Jörg Asmus

In den RADAR- Bildern vom 19.7.2005 fiel dem Schreiber dieses Artikels ein seltsames RADAR- Echo über dem Nordwesten Deutschlands entlang der Ems auf, das überhaupt nicht zu dem dazugehörigen Satellitenbild (Abb.1) passte. Dieses RADAR- Echo war mit deutlich abgesetzten Streifen von Nord-Nord-West nach Süd-Süd-Ost ausgerichtet, während die übrigen RADAR- Echos zu den überwiegend konvektiven Wolkensystemen im Satellitenbild passten. Da diese Echos zunächst nicht indentifiziert werden konnten, wurden sie als „Unbekannte Fliegende Objekte “bezeichnet (nicht im Sinne von Fliegenden Untertassen!). Normalerweise werden die von den RADAR- Geräten ausgesendeten Strahlen an Niederschlagspartikeln reflektiert und geben so einen Hinweis auf die Intensität des Niederschlages. Die Informationen der verschiedenen RADAR- Geräte in Deutschland und der benachbarten Länder werden zu einem Komposit zusammengefasst. In RADAR- Bildern treten gelegentlich aber auch nichtmeteorologische Echos auf, z.B. durch Reflektion an Festzielen, wie Bergspitzen oder auch sich drehen den Windkraftanlagen. Normalerweise bewegen sich diese Fehlechos im Bild aber nicht. Die genauere Untersuchung ergab, dass sich das ungewöhnliche RADAR- Echo von West nach Ost bewegte, sich dabei ausdehnte, und das über mehrere Stunden und mehrere RADAR- Standorte hinweg. Damit konnte ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Störung eines RADAR- Gerätes oder um Echos am Boden handeln konnte. Was aber auch ausgeschlossen werden konnte war, dass es sich um ein meteorologisches Phänomen in Form von Niederschlag wie Regen, Schnee oder Hagel handelte, da das Echo in der beobachteten Form zu keinem Zeitpunkt zu beobachteten Wolkensystemen in den Satellitenbildern passte. Andererseits bewegte sich das Echo mit der Strömung. Der erste Kontakt im RADAR- Bild konnte um 10:15 UTC über der Nordsee in der Nähe der niederländischen Küste beobachtet werden. Zu diesem Zeitpunkt zeigte das Echo keine ungewöhnliche Form oder Intensität (Abb.2). Danach breitete sich das Echo in den

nachfolgenden Stunden schnell in südlicher Richtung streifenförmig aus und verlagerte sich dabei gleichzeitig nach Osten. Das lokale RADAR von Hannover zeigt sehr gut die bereits erwähnten Streifen, außerdem lässt sich hier zumindest für den nördlichen Teil eine Höhenabschätzung durchführen. Danach liegen die Echos zwischen 3 und 6 km Höhe. Eine spezielle Kombination der MSG- Spektralkanäle zur Erkennung von Staub in der Atmosphäre (Rot: 12.0 –10.8 µm; Grün: 10.8 –8.7 µm; Blau: 10.8 µm) gab keinen Hinweis auf die Ursache der RADAR- Echos. Die NASA betreibt zwei Satelliten, die in 36 Spektralbereichen Satellitenbilder in einer Auflösung von 250 m bzw.500 m erstellen: EOS Aqua und EOS Terra. Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr empfängt diese Daten in Traben- Trarbach. Zwei Kanäle im sichtbaren Bereich (0.65 und 0.87 µm) wurden im DWD aufbereitet und zu einem Farbkompositbild zusammengesetzt (Abb.4). Das Bild zeigt Nordwest- Deutschland mit einer Auflösung von 250 m. In diesem hochaufgelösten Satellitenbild sind ebenfalls keine Hinweise auf mögliche Ursachen der RADAR- Echos zu finden.

Wie sah die Wetterlage an diesem Tag aus?

Nördlich von Schottland lag ein Höhentief, südlich davon strömte labil geschichtete Luft in einer nord- westlichen Strömung nach Europa. Von der Nordsee bis nach Deutschland lag ein deutlich ausgeprägter Höhentrog mit stark diffluenter Strömung. Über Land bildete sich konvektive Bewölkung, wobei es insbesondere in der Osthälfte Deutschlands trogvorderseitig zu Schauern und Gewittern kam. Die Radiosondenaufstiege von De Bilt/NL und Emden von 12:00 UTC (Abb.5)zeigten eine bis ca. 500 hPa feuchtlabile Schicht. Oberhalb von 500 hPa

wurde es deutlich trockener. Die Auslösetemperatur lag bei 19 °C, die auch erreicht wurde, was durch die konvektive Bewölkung in den Satellitenbildern bestätigt wird. Die Höhenströmung kam in 500 hPa mit 30 kt aus West und in 300 hPa mit 40 –70 kt aus Nord-

west. Für diesen Fall wurden im DWD Trajektorienberechnungen mit dem LME für eine Quelle im Bereich des ersten Kontakts im RADAR- Bild durchgeführt. Die Trajektorienrechnungen zeigen, dass sich die in 500 bzw.700 hPa ausgesetzten Partikel nach Osten in Richtung Ostsee bewegen sollten. Geschwindigkeit und Richtung stimmen gut mit den beobachteten RADAR- Echos überein. Die Trajektorie, die in 300 hPa startet, bewegt sich auf einer etwas südlicheren Bahn.

Die Frage die sich nun stellt: was sind das für Unbekannte Fliegende Objekte 1 (UFO‚s) in den RADAR Bildern?

Es sind offensichtlich keine Festechos, keine Fehler bei den RADAR- Geräten, und sie haben offensichtlich keine meteorologischen Ursachen (Niederschlag). Es muss also andere Gründe für die Echos geben. Folgende Annahmen könnten das Phänomen beschreiben:

1.Kerosin

Annahme:

Ein Flugzeug lässt kurz nach dem Start, z.B. in Amsterdam- Schiphol, Kerosin in großen Mengen über der Nordsee ab.

Bewertung:

Vom Niederschlags- RADAR werden die kleinen Tröpfchen erkannt und angezeigt. Oberhalb von 500 hPa ist die Luft zu trocken, als dass das Kerosin als Kondensationskerne fungieren konnte und somit ist es auch nicht im Satellitenbild zu erkennen. Dagegen spricht, dass Kerosin schnell verdampft und nach kurzer Zeit nicht mehr im RADAR- Bild zu erkennen sein sollte. Die Streifen in den RADAR- Bildern konnten aber über 10 Stunden beobachtet werden.

2.Vogelschwärme

Annahme:

Vogelschwärme fliegen von Groß- Britannien Richtung Osten zu ihren Winterquartieren.

Bewertung:

Abgesehen davon, dass es für Zugvögel noch zu früh ist und die Vögel eigentlich nach Süden fliegen müssten, spricht dagegen, dass sich die Echos nur mit der Strömung bewegen aber keine Eigenbewegung zeigen. Auch die gleichförmige Ausdehnung der Echos spricht dagegen.

3.Ionisierte Gase

Annahme:

Eine Industrieanlage lässt ein ionisiertes Gas ab, das vom Niederschlags- RADAR erkannt wird.

Bewertung:

Falls dieses Gas im RADAR direkt nach dem Ausstoßüberhaupt sichtbar wäre, müsste es nach kurzer Zeit wieder unsichtbar sein, da die Ionen rasch genügend freie Elektronen einsammeln. Die lange Beobachtungszeit spricht auch gegen diese Annahme.

4.Brechungseffekte in der Atmosphäre

Annahme:

Der RADAR- Strahl wird in der Atmosphäre an Temperatur- bzw. Feuchtesprüngen oder Turbulenzen gebrochen.

Bewertung:

Turbulente Gradienten des Brechungsindex können RADAR- Echos (Bragg- Scatter) hervorrufen. Der Brechungsindex hängt stark von Temperatur und Feuchte ab. Aber nur bei hoher Temperatur und Feuchte sowie großem Gradienten kann man im C-Band (5 cm Wellenlänge) ein ausreichend starkes Echo erwarten. Die dafür notwendig hohen Temperatur- und Feuchtewerte werden in der beobachteten Höhe von 3 –6 km normalerweise nicht erreicht.

5.Künstliche reflektierende Teilchen

Annahme:

Kleine Stanniol- (Stanniol wird aus reinem Zinn oder einer Zinnlegierung mit 1 –2%Kupfer hergestellt), Aluminium- oder andere hochreflektierende kleine Teilchen, wie beschichtete Kunststoff- oder Glasfaserfäden, von etwa 27 Millimeter Länge (halbe Wellenlänge des RADAR) werden im Bereich der südwestlichen Nordsee in einigen Kilometern Höhe von einem oder mehreren Flugzeugen freigesetzt oder in diese Höhe geschossen. Solche Teile werden im Deutschen „Düppel“ oder im Englischen „Chaff“ bezeichnet. Ihre ursprüngliche Bedeutung war, das RADAR so zu stören, dass Flugzeugbewegungen vom (gegnerischen) RADAR nicht erkannt werden konnten.

Bewertung:

Die Teilchen sind so leicht, dass sie bei geringer Sinkgeschwindigkeit in der Luft schweben, andererseits aber sind sie so groß, dass sie RADAR- Strahlen reflektieren. Sie bilden wegen ihrer Größe keine Kondensationskerne und somit keine Wolken. Die Konzentration ist aber so gering, dass sie in den vorliegenden Satellitenbildern selber nicht sichtbar sind. Bei einer angenommenen Sinkgeschwindigkeit von 10 –20 cm/sec würden sie in einer Stunde 360-

720 m fallen und somit über mehrere Stunden gut sichtbar sein. Die im RADAR beobachteten Streifen könnten auf mehrere Quellen (Flugzeuge)hindeuten, die in Nord-Süd-Richtung geflogen sind. Nach den Beobachtungen und Simulationsrechnungen kommt das Gebiet zwischen der Küste der Niederlande, der südwestlichen Nordsee bis zu der Küste Groß- Britanniens in einer Höhe von etwa 3000 m bis 5000 m als Quelle in Betracht. Das Auseinanderdriften des RADAR- Echos könnte sich durch die difluente Strömung über Deutschland erklären. Im Gegensatz zum Niederschlags- RADAR (Wellenlänge 5 cm), so er-

gaben Rückfragen bei der Deutschen Flugsicherung (DFS), wurde das Flugsicherungs- RADAR (Wellenlänge 20 cm) nicht beeinflusst. Nachfragen bei der Bundeswehr ergaben, dass in diesem Gebiet offenbar keine Übungen der NATO mit solchen möglichen Auswirkungen auf RADAR- Systeme stattgefunden haben. Mitarbeiter des niederländischen Wetterdienstes

KNMI haben ihre RADAR- Informationen nach einem Hinweis des DWD ebenfalls ausgewertet und konnten die gleichen Echos erkennen. Auch dort wird das Ausbringen von reflektierenden Teilchen am ehesten in Betracht gezogen. Es bleibt unklar, was die tatsächliche Ursache der RADAR- Echos war. Nach allen vorliegenden Informationen ist die wahrscheinlichste Ursache die der in der Atmosphäre ausgesetzten künstlichen Teilchen.

Welchen Zweck diese Teilchen haben könnten, wer die Teilchen in der Atmosphäre ausgesetzt hat und warum damit das Niederschlags- RADAR gestört werden sollte, konnte bisher nicht geklärt werden. Einige Tage später, am 4.August, konnte ein ähnliches Phänomen, auch im RADAR des KNMI, erneut beobachtet werden.

Abschließende Bewertung:

Wenn diese unbekannten Echos tatsächlich auf irgend welche Experimente zurückzuführen sind und diese eventuell auch noch regelmässig durchgeführt werden, dann hat dies Auswirkungen auf automatische RADAR- Auswerteverfahren. Die teilweise recht hohe Intensität des reflektierten RADAR- Strahls könnte als Niederschlag gewertet werden, der aber tatsächlich nicht vorhanden ist, und z.B. in Verfahren für Nowcasting- Zwecke, der Numerischen Wettervorhersage (NWV) oder zur quantitativen Niederschlagsbestimmung zu falschen Ergebnissen führen. Falls es sich tatsächlich um für ein Experiment freigesetzte stark reflektierende Teilchen handelt, sollte der Verursacher eigentlich alle, die es betreffen könnte, d.h. auch die Wetterdienste der angrenzenden Länder, über diese Aktion vorab in Kenntnis setzen. Es sollte also weiter versucht werden, den Verursacher zu ermitteln, um bei weiteren Experimenten frühzeitig auf anstehende nichtmeteorologische RADAR- Echos hinweisen zu können. Wie bei allen anderen nichtmeteorologischen Echos im RADAR- Bild ist auch für diesen Fall ein Abgleich mit anderen Fernerkundungsdaten, wie z.B. Wolkenerkennung aus Satellitendaten, wichtig. An der Zusammenstellung des Artikels haben mit Informationen beigetragen:

Dr. Jürgen Malcher

Geoinformationsdienst der Bundeswehr, Traben- Trarbach

Dr. Martin Hagen, DLR, Institut für Physik der Atmosphäre, Oberpfaffenhofen

Dr. Sylvia Barlag, Dr. Iwan Hollemann, KNMI, Niederlande

Ralf Becker, Wolfgang Benesch, Thomas Böhm, Dr. Hubert Glaab,

Andreas Klein, Peter Lang, Dr. Jörg Rapp, Dr. Oliver Sievers, Deutscher Wetterdienst

 

Die Fakten dieses seltsamen Falles zusammengefasst: Es hat ein merkwürdiges Radarecho ohne ein dazugehöriges Regengebiet gegeben
  • jeder Erklärungsversuch stellte sich als unrealistisch heraus
  • keiner der befragten Experten hat eine Erklärung für dieses Phänomen

Es geht also über unseren Köpfen etwas vor, dass sich niemand erklären kann. Vielleicht gibt es eine ganz einfache, natürliche Erklärung. Vielleicht haben aber sogar die Verschwörungstheoretiker im Internet recht, die im Zusammenhang mit der Phantomwolke von geheimen Militärexperimenten zur Terrorabwehr faseln.

 

Autor:  Ulf Marquardt
 

 
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