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Granit
Unsere Pferdefamilie hat Zuwachs bekommen. Einen schönen schwarzen Hengst. Sein Name verspricht, dass es ein steinharter Bursche sein wird: Granit. Seine Abstammung ist excellent. Er ist ein "Sächsisch-Thüringisches Schweres Warmblut", diese gehen von der Zucht her auf oldenburgisch-ostfriesische Grundlagen zurück. Sein Vater Gordon stammt vom Landgestüt Moritzburg. In den 60er-70er Jahren war diese Rasse fast ausgestorben und gilt auch heute noch als gefährdet. Die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten zur Erhaltung der Pferderasse eigens Fördermittel. Auch die Geschichte, wie der 6-jährige Hengst den Weg zu uns gefunden hat, ist ungewöhnlich. Plötzlich war er da, sollte er gar nicht, aber er zeigt so viele gute Ansätze, dass es sich lohnt, diese weiter auszuarbeiten. Sicher, die "Experten" sollten wohl wissen, wovon sie parlieren. Oder ist das nur Neid? Nee, wohl nicht. Als ich den Ivan bekam, war ich ganz unbeleckt, die erwartete Hilfe blieb aus, und es hat nach 16 Monaten den Durchbruch gegeben. Als Wilhelm ins Haus schneite, konnte der nichts, ausser doof aus der Wäsche gucken und hinterherlaufen. Heute ist er ein zuverlässiges Freizeitpferd, mit einer großen Lust zum "Strecke machen". Ideal für Distanzritte. Und damals hat mein Reitfreund Henner gesagt: "Nimm den, der wird was!" Recht hatte er. Ich weiß wirklich noch nicht, wie ich das hinkriege, aber ich weiß eines: Der wird was!
Hallo Anke, du bist gefragt. Hinsehen und meckern! Damit ich in die richtige Richtung arbeite. Laura habe ich schon draufgesetzt. Hat gut geklappt. Die bekommt jetzt Reitunterricht auf Granit bei Anke. Das ist für beide gut. Ich meine jetzt Laura und Granit. Und da ich nicht immer Zeit habe, wird Julia mich entlasten, und bewegt den Hengst mehrmals die Woche. Wilhelm muß ja auch noch zu seinem Recht kommen. Tja, da haben wir uns was vorgenommen! Ach so, der Schmied, lese ich gerade. Tja, nun sind wohl Eisen fällig. Franz-Josef, spitz die Nägel an! Laura meinte doch tatsächlich, daß sie den Lehrgang mit dem richtigen Sitz (Rückenschule) beim Reitverein Ostönnen mit Granit machen könne. Stop stop, hier nimmst du mal den Wilhem. Wenn du den richtig sitzen kannst, kannst du es beim Granit auch! Nachsatz: Wir haben es am 2. Tag mit Granit versucht. Hat prima geklappt!
na, ist doch ganz lieb, der Zosse! und dann steht er so in der Halle:
extra für Euch haben wir ihn mal fein angezogen: Anke mit Granit 26.10.2010
Ist tatsachlich schon wieder März 2011? Die Zeit rast an uns vorbei wie eine Herde Weinbergschnecken. Granit lernt ständig dazu und wird immer ausdrucksstärker. Bald beginnt die Turniersaison, und meine Damen wollen mit dem Hengst an den Start. Dazu muss erst die Sattelfrage noch geklärt werden. Wir suchen also einen guten Dressursattel, der auf beide Pferde passt, dazu Ringe hinten zur Bestigung von Satteltaschen hat, und bis L -Springen genügend Halt gibt. Dazu soll er "saubequem" sein, damit ich bei Wanderungen keine Schwielen am Hintern bekomme. Und das Ganze flott und billig. Eine eierlegende Wollmichsau also. Es wird schwierig! Dann soll Granit diese Jahr eingefahren werden. Das wird wohl im Mai geschehen. Und im Sommer ist Ameland mit kilometerlangen Stränden in der Planung. Dazwischen wollen die Damen noch einige Turniere besuchen, und ich will ihn auch noch reiten. Und, und, und,...... Es wird ein, drangvolles Jahr. Packen wir's an!
Juni 2011. Also, die eierlegende Wollmilchsau ward nicht gefunden. dafür aber ein traumhaft bequemer Sattel für lange Strecken. Otto Rehage hat mir einen Sommer Evolution angedient. War ein teures Vergnügen. Der Sattel passt aber auf beide Zossies. Und wenn ich mit reinsetze, dann "lutscht er sich richtig fest". Das isses! Nun ist Granit schon ein Jahr bei mir. Wie die Zeit vergeht. Henner hatte am 4. Juni seinen Todestag. Im Gedenken an ihn habe ich den Hengst, auch wegen der Hitze, eine Stunde durch den kühlenden Wald laufen lassen. Alles im Schritt. Tja Henner, ich glaube du wärst zufrieden mit dem, was da unter mir läuft. Ganz sicher!
September 2011: Und plötzlich lag ich auf der Schnauze, besser gesagt im Sand! Im Soester Krankenhaus war die Diagnose niederschmetternd: Schlüsselbein und eine Reihe Rippen gebrochen. Das bedeutet Auszeit für einige Zeit. Anke hat sich sofort um alles gekümmert und den "Schlachtplan Herbst" entwickelt. Sarah und Anke kümmern sich um Granit und Wilhelm. Ich werde mit dem Kutscher Kontakt aufnehmen, damit die Zeit zum Einfahren genutzt wird.
Dezember 2011: Langsam kann auch ich wieder das Reittraining aufnehmen. Sarah hat in der Zwischenzeit mit Granit Unterricht bei Eberhard Schulte-Günne erhalten, was dem Hengst sehr zugute gekommen ist. Aber er hat immer noch seinen Dickkopf, was die Erfolge manchmal recht erschwert.
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