Diese Seite ist unserer Senta
gewidmet.

Sie war unser erster Hund und
unsere beste Freundin. Als sie zu uns kam, war sie gerade 7 ½
Wochen alt und der 9. Welpe im Wurf. Sie bekam kaum Muttermilch und
musste sich auf dem heruntergekommenen Hof von alten Knochenresten
und vergammeltem Fleisch ernähren. Die Welpen lebten im Zwinger und
nur manchmal durften sie ins Haus. Dort stürzte sie sich dann auf
den Mülleimer, um endlich satt zu werden. Ihr Fell war grau und
verfilzt, sie war einfach nur sehr schmutzig. Zu Hause bei uns
angekommen begrüßte sie unsere Kinder, damals 12 und 14 Jahre alt
und beschloss von nunan die kleine Schwester zu
sein.

Sie fühlte sich sofort wohl
bei uns und entwickelte sich von einer kleinen staubigen Maus zu
einem stolzen Familienhund. Innerhalb von 2 Wochen war sie
stubenrein und alles andere lernte sie auch blitzschnell. Ihr
ganzes Herz hing an den beiden Jungs, die sich in bewundernswerter
und liebevoller Weise um sie kümmerten, mit ihr spielten und bei
Wind und Wetter ohne zu maulen mit ihr raus gingen. Morgens, wenn
die Wecker klingelten, sauste sie in die Zimmer der Jungs und
weckte sie, notfalls zog sie die Decke weg. Senta wusste auch
genau, wann Wochenende ist. Sie schlich sich dann zum Kuscheln von
einem Bett zum anderen und war einfach nur glücklich. Es war kein
Problem mit Senta in den Urlaub zu fahren, im Auto schlief sie und
in der angemieteten Ferienwohnung war sie der artigste Hund der
Welt.

Sie liebte den Strand der
Ostsee und buddelte sich riesige Löcher. Nur schwimmen konnte sie
nicht, das lernte sie erst mit fast 10 Jahren. Aber auch nur, weil
sie ihren Tennisball aus den „Fluten“ retten
wollte.


Sie war für uns kein Hund, sie
war die beste Freundin von uns allen. Nun ist sie auf der anderen
Seite der Regenbogenbrücke. Ich bin sicher, dass sie uns zu Rieke
und Paula geschickt hat, die ein ähnliches Welpenschicksal hatten
wie sie.
