Emma (Skippers Bonsai,Wt. 22.02.1997, blue merle, langhaar,Zbnr.97-2121) ist der Border Collie, wie ich ihn nie haben wollte!
Sie kam im Alter von 5 Jahren im Jahr 2001 zu mir.
Als ich Emma bekommen habe, sollte sie eigentlich nur als Pflegehund bleiben und weitervermittelt werden.

Ich war mit einer Bekannten auf der Suche nach einem Welpen bei einer Züchterin,wo ich aber keinen Hund holen wollte.Diese sagte uns, sie haben bei einer befreundeten Züchterin eine Hündin, die ein neues Zuhause sucht, da die Züchter krankheitsbedingt aufhören wollten, ob wir sie nicht holen und vermitteln könnten.
Als wir dort ankamen, saß ein dicker,wie wild an seinem Stock kauender Hund, der uns keines Blickes würdigte in der Ecke eines Geländes.
Die Frau fragte, ob wir den Hund denn nun nehmen wollten, und ich sagte,wir würden es uns überlegen,weil ich ehrlich entsetzt von Emma, damals Bonny war.Der Mann schimpfte nur über sie,wie nervig und furchtbar sie wäre, und wir sollten sie mitnehmen.Emma hatte bis dato zig Würfe, weil sie kleine,bunte Babys warf, und das gut ankam.

Sie lebte bis dahin mit ein paar anderen Bordern in einem Zwinger, die aber schon verkauft waren.
Da sie uns leid tat,und man merkte, dass sie lästig war,beschlossen wir sie mit zu nehmen um sie zu vermitteln.
Weiter Details möchte ich hier ersparen, auch um nicht wieder von betreffenden Personen zu regress gezogen zu werden.
Emma kam bei mir an und war der erste Hund, den ich nach drei Tagen am Liebsten vor den Bus geschubst hätte;)
Sie versuchte mich in jeder Situation zu beissen, makierte in der Wohnung alles an, zerstörte alles was nicht niet-und nagelfest war,war überhaupt nicht ansprechbar, und Nachts musste ich aufpassen, das sie mir nicht ins Gesicht sprang, um mich zu töten.
Sie war von Kopf bis Fuss verfilzt und nachdem ich das in tagelangem Kampf beseitigt hatte, war sie übersäht mit diversen Wunden und Exemen, was TA Besuche und Behandlungen nach sich zog, was nicht umbedingt zu einer Besserung unseres Verhältnisses beitrug.
Sie versuchte alles zu hüten oder zu töten, je nach Laune und Situation.
Nachdem wir 4 Wochen erbitterte Kämpfe ausgestanden hatten, begann die Situation sich zu entspannen. Ich beschloss, sie in die Vemittlung zu setzen.

Da sie klein und bunt ist, sprangen die Leute auf sie an,aber es kamen nie die Richtigen.Dann kam ein junges Paar, die mit Sicherheit geeignet gewesen wären, und ich erzählte nur Negatives über Emma, so dass meine Bekannte fragte, ob ich sie ernsthaft vermitteln wollte.
Nun ja, nach zwei schlaflosen Nächten, beschloss ich, dass sie bleiben sollte.
Seit diesem Tag klebt der Hund wie ein Schatten an mir und hat beschlossen, ohne mich nicht mehr leben zu können ;)
Aber wir hatten viele Probleme zu bewältigen: sie musste viele Sachen (kennen-)lernen,viele Ängste verlieren, stubenrein werden,usw.Das alles bekamen wir in den Griff, nur ihr beglotzen diverser Gegenstände oder Tiere nicht.
Also beschloss ich , mit Emma zu den Schafen zu gehen, leider war das nicht so einfach.Die meisten sagten mir, der Hund brauchte nicht hüten oder machten sich über meinen Hund lustig.
Also arbeitete ich selber etwas mit Emma, was ich mir angelesen und informiert hatte.
Dieser Hund war immer so glücklich nach dem Arbeiten.Doch wenn man keine Anleitung hat, stösst man irgendwann an seine Grenzen.
Dann ergab es sich, dass ich umzog und mich selbsständig machte, was es mir 1,5 Jahre nicht ermöglichte, dies weiter zu betreiben.
Da Emma inzwischen alt wurde, und sehr mit den Folgen ihrere schlechten Haltung zu kämpfen hatte, dachte ich, es wäre nicht sooo schlimm.
Doch nach ein paar Monaten begannen Fehlverhalten, die sich schon Jahre nicht mehr gezeigt hatten, wieder zu melden.
Also machte ich mich auf die Suche und fand zum Glück jemand, der mir helfen wollte und konnte.

Emma wird nie ein "normaler" Hund und auch kein super Arbeiter an den Schafen, aber so wie sie jetzt ist, kann man ein normales Leben mit ihr führen und sie liebt es ein paar Minuten Schafe zu schubsen. Emma lebt nur noch für mich und würde ihr Leben für mich geben und die Beziehung zwischen mir und meinem "französischen Miniborder" ist eine sehr aussergewöhnliche und ich liebe mein dickes Bordertier über alles, aber ich hoffe, das Zuchten, wie die, wo Emma her ist, irgendwann in der Versenkung verschwinden!

Belgien 2006
