Auf dieser Seite möchte ich kurze Berichte oder Statments von Border Besitzern oder Züchtern veröffentlichen.
Wer also möchte kann mir per Email einen kurzen Text über seinen Border, seine Meinung zum Thema oder Erfahrungsberichte senden.
Karin mit Patch schrieb folgenden Bericht:
Spätestens nach dem Film „ein Schweinchen namens Babe“ war der Border Collie leider in Mode gekommen. Keiner Hunderasse tut es gut, wenn sie in Mode kommt (leider).
Border Collies sind für mich absolute Traumhunde, ja, aber so herzig auch ihr Aussehen sein mag, sie sind Arbeitstiere. Sie wollen gefordert werden und dies nicht nur körperlich. Auch wenn man vier Stunden mit dem Hund unterwegs ist, Rad fährt, joggt, und ihm den Ball wirft bis zum Umfallen, reicht dies einem Border Collie nicht (im Gegenteil, gerade das Spiel mit Ball und dergleichen lässt viele Borders „überdrehen“). Er wird zwar dadurch fit und seine Kondition immer besser, aber ausgelastet ist er dadurch kein bisschen. Er will geistig gefordert werden, weshalb ein Border Collie in meinen Augen auch niemals "nur" ein guter Familienhund ist. Viele verstehen leider etwas falsches darunter, den Hund geistig zu fordern. Nur mit ein paar Futterversteckspielen im Haus drin ist ein Border nicht glücklich (oder zumindest der Durchschnittsborder nicht) Ein Border Collie ist aber für mich auch nicht einfach ein toller Sporthund, weil er viel Power hat... Er ist ein Hütehund und als solcher hat er (zumindest die meisten) auch Hütetrieb. Wer nicht bereit ist, sich mit dieser züchterisch immer bewusst geförderten Eigenschaft auseinander zu setzen und den Hütetrieb seines Hundes auch bereit ist zufrieden zu stellen, den frage ich, warum es denn ausgerechnet ein Border Collie sein muss?!? Ich habe leider schon (zu) viele Border Collies gesehen, die absolut unterfordert waren. Von Katzen, Kindern ja gar Schatten hüten bis hin zu schweren Verhaltensstörungen. Und alles nur, weil Menschen sich für eine Hunderasse rein von seinem Äussern her entschieden haben. Der Border Collie ist ein Traumhund, aber nur dann, wenn man ihm das bietet, was seiner Natur entspricht....
Mein Patch ist ein absoluter „Musterschüler“. An den Schafen zeitweise etwas hektisch und teilweise mit zu wenig Druck, erledigt er die anfallenden Arbeiten an den Schafen aber mit viel Eifer und Temperament. In der Familie ist er ausgeglichen und liebevoll. Und so hat er, sozusagen als Nebenjob, die Arbeit im Kindergarten bekommen. Da wird den Kleinsten beigebracht, wie sie sich richtig verhalten müssen bei Hunden. Alles in allem bin ich sehr glücklich, einen Hund wie Patch zu haben. Er ist ehrlich, temperamentvoll, verschmust, eifrig, lernfreudig und voller Lebensfreude... ein Traumhund eben!