Lieder und Legenden

 

 

 

Legendenzyklus um Manannán und Galoin
Erzählungen zur Geschichte des Stammes
  Erzählungen aus unseren Sippen
Irische Mythologie  
Unsere Lieblingslieder 

 

 

 

Galoin und Manannán 

 

 

Manannán und Galoin


Galoins Boot vom Sturm gepackt
Als Galoin MacNamara, der erste Namara, sein Langboot bestieg, um die Meere um Eire zu erforschen, geriet er in einen grossen Sturm. Der war so stark, das Galoin nicht mehr den Hals seines Bootes sehen, geschweige denn auf Kurs halten konnte. Und so sehr die Männer des Galoin auch ruderten, der Sturm trug sie fort von der Grünen Insel, in ferne, unbekannte Seen. Galoin sprach: "Männer! Wir haben den Sturm besiegt, wir werden wieder siegen! Nichts kann die Söhne und Töchter Éires von ihrem Boden fernhalten! Aber zuerst lasst uns sehen, ob wir nicht ein Plätzchen finden, wo wir uns ausruhen können."
Und es fand sich eine Insel, grün und fruchtbar, mit reifen Äpfeln an den Bäumen, und Schweinen und Kühen, die friedlich umherliefen. Galoin und seine Männer legten an, jagten die Schweine, und feierten den Sieg über den Sturm.

Als sie am Feuer sassen und tranken, näherte sich aber ein Mann, in eine lederne Rüstung gehüllt, mit Augen wie die See, mal grün, mal grau, mal blau. Und er sprach: "Galoin! Warum jagst du meine Schweine?" Galoin stand auf, und fragte:

"Meine Männer und ich waren hungrig. Bist du der Herr dieses Landes?" Der Fremde antwortete: "Dies ist die Insel des Manannán, des Sohnes der See, des Beschützers der Seeleute, des Kämpfers mit dem Schwert."

Galoin erkannte Manannán, und sprach: "Was verlangst du als Preis für das Schwein?", denn er wußte, dass er ohne Gastrecht nicht jagen durfte. Und Manannán sprach: "Ihr habt den Sturm besiegt, Männer des Galoin Namara! Wenn ihr auch Nuada besiegt, und ihm mein Schwert entreißt, dann soll das Schwein euch gehören."

Da wurde Galoin etwas bang, denn er wußte, dass das Schwert von Nuada unbesiegbar war, und er fragte: "Ein Schwert für ein Schwein? Du verlangst viel, Manannán! Was hindert dich, das Schwert zu holen?"

Da lachte Manannán, und sprach: "Recht so, Galoin! Doch wisse: Ich kann Nuada nicht besiegen, so wie er mich nicht zu besiegen vermag. Entwendet ihm das Schwert, und ich werde euch, eurem Cear und eurem Stamm ein Bruder sein. Was sagst du, Galoin?"

Galoin beriet sich mit seinen Männern, und sprach: "Bring uns zu Nuadas Burg, und wir werden dir das Schwert besorgen. Aber wisse: Das Schwert soll, wenn die MacNamara es am Nötigsten brauchen, in ihren Reihen kämpfen!"

Manannán bot ihm die Hand, und sprach: "So sei es, Galoin."

Nuadas Burg aber war nicht auf der Insel, und so mussten die Männer Galoins durch einen weiteren, noch gewaltigeren Sturm, in dem sie untergegangen wären, wäre nicht der Sohn der See bei ihnen gewesen. Dann ruderten sie drei Tage lang, weil kein Wind um das Land des Nuada wehte. Und als sie an der Burg des Nuada ankamen, klopften sie am Tor, und erbaten Einlass. Denn Galoin wußte: Im Kampf könnte die Burg nicht genommen werden.
Und Nuada, der Galoin und seine Leute nicht kannte, ließ sie ein, und gewährte ihnen Gastrecht. Und am Abend hielten sie ein Fest, zu dem die Namaras drei Wildschweine, drei Kühe und drei Hirsche gejagt hatten. Und Nuada hatte seinerseits drei Fässer Whiskey herbeigeschafft. Und auf dem Fest fragte Nuada: "Was machst du hier, Galoin Namara? Wie kommst du in mein Land?"

Und Galoin erzählte von dem Sturm, der sie verschlagen hatte. Und er sprach: "Wie froh war ich, dass ich meine Axt hatte! Keine Waffe auf dieser Welt ist mehr wert! Denn womit kannst du sonst ein Tau kappen?" Da lachte Nuada, und sagte:" Ha! Ich aber habe eine Waffe, die gehörte einst Manannán Mac Lir, und SIE ist die beste der Welt!" Galoin erhob sich, und sprach: "Du nennst mich einen Lügner, Nuada? Gut, dann beweise ich dir, dass meine Axt deine Waffe übertrifft! Aber wenn mir dies gelingt, muss mir dein Schwert gehören!" Und Nuada willigte großspurig ein.

Am nächsten Tag kam Galoin, und er trug seine Axt. Und er sagte zu Nuada: "Nimm dein Schwert, und wenn du mehr Bäume bis Sonnenuntergang gefällt hast, als ich, soll dir meine Axt gehören!"

Und sie gingen in den Wald, und am Abend hatte Galoin doppelt so viel Bäume gefällt wie Nuada. Dieser sprach: "Gut. Aber gib mir noch einen Versuch, dir zu zeigen, dass mein Schwert wertvoller ist, als deine Axt." Galoin willigte ein.

Und am nächsten Tag trafen sie sich wieder, und Galoin sprach: "Jagen wir! Erlegst du mehr als ich, so gehört dir meine Axt!" Und so gingen sie jagen, doch Galoin verstand es vortrefflich, die Axt zu schleudern, und so erlegte er mehr Wild als Nuada, der sein Schwert nicht recht werfen konnte. Und abends war Nuada besorgt, er könne sein Schwert verlieren, so dass er die Axt des Galoin mit einem Zauber belegte, dass sie so schwer sein möge, wie der Stein von Tara. Dieser Zauber sollte aber erst am nächsten Tag wirken, denn Nuada wollte sich gleichzeitig des Iren entledigen, der ihn zweimal besiegt hatte. Und so schlug er vor: "Galoin Namara, morgen lass uns kämpfen, und sehen, welche Waffe die Bessere ist! Gewinnst du dort, soll dir mein Schwert gehören!" Galoin wurde bang, denn er wusste, dass er Nuada im Zweikampf nicht besiegen konnte. Er war jedoch kein Feigling, und willigte ein. Am nächsten Tag trafen sich Galoin und Nuada auf dem Burghof, und alle Männer Galoins wollten zusehen, wie der Kampf enden würde.

Als sie ihre Schilde und Waffen angelegt hatten, begann der Zauber des Nuada zu wirken, und Galoin musste seine Waffe fallenlassen.Nuada drang auf Galoin ein, der sich nur mit seinem Schild tapfer verteidigte. Die Männer Galoins wollten ihm helfen, doch er lehnte Hilfe ab: Er wollte ehrlich kämpfen, und hatte nicht erkannt, dass Nuadas Zauber es gewesen war, der die Axt so schwer hatte werden lassen. Und so wehrte er sich bis zum Sonnenuntergang, und es gelang ihm, Nuada nur mit dem Schild zurückzutreiben. Nuada aber wunderte sich, und wurde unruhig, so dass er nicht auf seinen Tritt achtete. Und so kam es, dass er rücklings über die am Boden liegende Axt stolperte, und das Schwert fiel ihm aus der Hand. Galoin aber griff es, hob es und wollte Nuada töten, da sprach dieser: "Halt, Galoin! Schone mich, das Schwert soll dir gehören!" Und Galoin ließ das Schwert sinken.

 
Manannán reitet sein Seepferd
Nuada aber hob die Axt, die für ihn federleicht war, und wollte Galoin niederstrecken, denn kein Sterblicher sollte jemals den König der Tuatha de Danann besiegen. Da sprang Manannán, der unbemerkt bei den Männern des Galoin gestanden hatte, dazwischen, und der Hieb traf ihn. Galoin aber drehte sich, und stach Nuada in die Brust, dass er zu Boden taumelte.

Manannán aber, der getroffen worden war, stand auf, hielt sich die Wunde, und sprach: "MacNamaras! Von heute bis in die Ewigkeit seien wir Blutsbrüder!" Dann nahm er Nuadas Schwert, dankte Galoin, und wies ihnen den Weg nach Eire.

Diese dankten ihm für die Rettung Galoins, und ehrten ihn fortan.

 

Das Schwert des Manannán

Schwer waren die Zeiten für Galoin und seine Mannen. Sie waren neu auf Éire und ihr Land in dem Königreich Ulster war schlecht und moorig. Oft mussten sie deshalb auf Kriegszug, und oft wendete sich der Bug ihrer Schiffe gen Osten zum Lande der Scoti. Auch deren Leben war hart, aber ihre Stämme waren grösser und ihre Bündnisse älter und so kam es eines Tages, das die Namara in eine Falle liefen. Gerade waren sie in einer Bucht vor Anker gegangen und wollten ihre Schiffe verlassen, als auf den umliegenden Hügeln Kämpfer erschienen und eine Flotte vom Meer her angriff.  Dieser fing das Schwert und benutzte das Leder als Schild während er nun mit neuer Kraft sich seinen Weg durch seine Gegner schlug. Seine Mannen sahen das und folgten ihrem König. Auch die Frau raffte umherliegende Waffen Gefallener auf und griff in zügelloser Wut mit an. Gross war das Schwert und dabei doch leicht. Die damaszierte Klinge endete in einem Griff von welchem man nicht sagen konnte ob es Bronze oder Gold sei. Die See selbst schien in dieser Waffe zu leben und das tat sie auch, denn es war das Schwert des Sohnes der See, der es Galion durch eine Merrow hatte bringen lassen, um sein Wort zu halten.

Auf dem Meer fühlten die Hunde der See sich wohl, und so kappten sie ihre Ankertaue mit wuchtigen Hieben und ruderten wie der Sturmwind den Feinden entgegen. Fest lagen ihre Schiffe aneinander, und sie zersprengten die feindliche Flotte. Wie ein Boot, so kämpften die Boote der Namara, allein der Feind war zahlenmässig überlegen und wo einer von ihnen fiel erstanden drei neue für diesen. Und so kam es, dass nach Anfangserfolgen die Schiffe der Namara eines nach dem anderen erobert wurden, auch wenn jeder der Gefallenen der Namara mindestens zwanzig dieser schaffickenden Scoti erschlug. Auch auf dem Schiff des Galoin standen schon die dreckigen Füsse der Scoti als eine Frau schwimmend neben dem Schiff auftauchte, an Bord kletterte und dem Galoin ein in Leder gewickeltes Schwert zuwarf. Mit dieser Waffe und dem neuen Mut hatten die Scoti nicht gerechnet und was von ihnen übrig blieb ergriff die Flucht. Doch ach, auch die Namara hatte es übel erwischt und weniger als ein Fünftel von ihnen kehrte lebend zurück, die meisten auch verwundet.
Laut waren die Klagen der Zurückgebliebenen und hart wurde der Winter, doch wunderschön war die Frau, welche die Waffe Mannanáns und damit die Rettung brachte. Golden wie Weizen ihr Haar und gewellt wie die See. Hoch von Wuchs, anmutig, schlank und kraftvoll. So war sie, die Königin der Namara. Gut versteckte Galoin das Leder, in welches das Schwert gewickelt war, denn es war die Haut der Kelpie welche wir Merrow nennen. Doch trüb war das Leben der Bairrfhionn, denn sie vermisste die See. Oft sass sie am Meer und schaute in die Ferne, oder schwamm hinaus, bis selbst der Scharfäugigste sie nicht mehr sehen konnte. Und immer war sie von Robben und Möwen umgeben. Traurig und doch kraftvoll und tief wie die See selbst waren ihre Musik und ihre Lieder. Viele Kinder, Söhne und Töchter schenkte sie Galoin. Doch eines Tages hielt sie es nicht mehr aus. Der Sturm tobte auf See und sie hörte darin Mannanán rufen. Sie weinte und lief aus der Halle wo sich alle versammelt hatten um zu feiern. Sie rannte zum Ufer und warf sich ins Meer. Entsetzt sah es Galoin, denn er hörte den Ruf nicht. Er versuchte seiner Frau zu folgen doch die See ließ ihn nicht. Da rannte er zurück, holte Schwert und das Leder und lief wieder zum Ufer. Als erstes warf er das Leder ins Meer und wie von Zauberhand getrieben folgte es dem Weg seiner Frau. Da verstand er, doch es milderte seinen Zorn nicht und mit aller Kraft warf er das Schwert in die schäumenden Fluten. Dabei schrie er, und zwar so gewaltig, dass er den Sturm übertönte: "Wenn du mir schon die Frau nimmst, so nimm auch das Schwert. Wir brauchen es erst wieder, wenn dunkle Wolken uns den Weg versperren! Wir werden dieses Land verlassen und näher an deine Insel ziehen, auch wenn wir dort einst vertrieben werden."

Sein Zorn hatte ihn sehend gemacht.


Eine Selkie verlässt das Meer

So verloren die Namara diese gewaltige Waffe wieder, aber die Söhne und Töchter aus der Verbindung des Galoin mit der Merrow waren fruchtbar und stark. Und sie stärkten den Stamm der Namara wieder, so dass sie ihre alte Stärke wieder erreichten und eines Tages wirklich die Stammlande verließen und sich in Munster an der Mündung des Shannon ansiedelten. Auch wurde durch sie die Verbindung zur See noch gestärkt, denn alle waren sie hervorragende Seeleute und Bootsbauer denn sie hatten die See im Blut, was sie auch wild kämpfen ließ.

Und da die Namaras immer in der Nähe der See siedelten, kam es auch im Folgenden immer wieder zu Verbindungen mit Merrows, aus denen wunderschöne Töchter und starke, wilde Söhne erwuchsen, welche die See verstanden.

Allerdings ist bis jetzt die Zeit noch nicht gekommen, in der das Schwert zurückkehren soll, obwohl der Stamm vor einer Generation wieder fast vor der Vernichtung stand.

 

 

 

Geschichte des Stammes

 

Die Wiedergeburt des Stammes

Nach ihrer langen Wanderung durch die Mittellande beschlossen Luna Auryn und Séamús MacNamara endlich in ihre Heimat zurückzukehren und das Land, welches einst dem Stamm gehörte, wieder aufzubauen und ihr eigen zu nennen. Séamús war sich sicher, dass er nicht der letzte seines Stammes war und so hängten sie in jeder Taverne, an der sie vorbei kamen, einen Aufruf mit folgendem Wortlaut auf:

Ich, Séamús MacNamara, Sohn des ehemaligen Häuptlings des Stammes der MacNamara und sein Nachfolger, Gründer des neuen Stammes und Kämpfer für Frieden und Freiheit in Éire, gebe bekannt, dass ich das ehemalige Gebiet des Stammes wieder beziehen werde. Deshalb rufe ich alle diejenigen, die ehemals aus diesen Landen geflohen sind auf, wieder mit mir zurückzukehren und das Land wieder aufzubauen. Erzählt dies allen Iren, die ihr trefft und bringt sie mit euch. Der Stamm wird wieder auferstehen und sich für den Verrat der Vergangenheit rächen.

Wir sehen uns in Éire!

Séamús MacNamara, Häuptling des Stammes

Dabei wanderten sie zur Nordküste der Mittellande, um von dort aus mit einem Schiff nach Éire überzusetzen. Nach einiger Zeit gingen sie an der Südostküste Éires von Bord. Sie wanderten zunächst quer durch Éire und verkündeten auch dort die Nachricht von der baldigen Auferstehung des Stammes.

Sie wanderten in Richtung des alten Landes, in der Hoffnung dort vielleicht schon einige der alten Stammesmitglieder zu treffen. Zuerst kamen sie zu dem ehemaligen Hauptsitz der MacNamara, An Leacht. Dort angekommen, waren sie sehr überrascht, da der Ort sich doch sehr verändert hat. Es wurden grosse Denkmähler erschaffen und der Ort war gepflegt und unberührt von bösen Mächten. Dies ließ sie darauf schließen, dass es doch einige Überlebende des Massakers geben musste. Sie fanden eine Art von Weg, der nach Süden führte und folgten ihm. Nach zwei Tagen sahen sie aus einiger Entfernung einige Häuser, die an der Mündung des Shannon gebaut waren. Als sie näher kamen, erblickte sie einige Männer, die den Plaid der MacNamara trugen. Dies war der Beweis. Es haben noch mehr überlebt. Im Dorf angekommen, wurden sie sofort herzlich empfangen und es wurde an jenem Abend ein grosses Fest veranstaltet. Die älteren Einwohner des Dorfes Mór Corthaigh erinnerten sich an die Vorkommnisse von damals und an ihren alten Häuptling und dessen Sohn. Sie tauschten Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahre aus und wurden von Séamús überzeugt den Stamm wieder zu neuem Leben zu erwecken.

Die Botschaft, dass der Sohn des alten Häuptlings wieder zurückgekehrt sei und das alte Stammesgebiet für sich und die seinigen beansprucht, verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Land. Von überall kamen die Menschen nach Mór Corthaigh um es mit eigenen Augen zu sehen. Der Stamm sollte wieder gross und mächtig werden, so wie einst. Obwohl Séamús nie ein Freund grosser Reden und Worte war, und auch heute noch nicht ist, hielt er sie Tag für Tag, um die Ungläubigen zu überzeugen. Doch schliesslich schaffte es Luna Auryn, durch die ihr gegebene Macht allen Zweifel zu beseitigen und das Zeichen der alten Könige der MacNamara auf Séamús Schulter sichtbar zu machen. Dieses Zeichen sollte auch das neue Kriegsbanner des Stammes werden, auf das die Fomorie den alten Feind wiedererkennen sollen.

Viel harte Arbeit war notwendig um das Land wieder aufzubauen. Mór Corthaigh musste befestigt und mit einem Dún versehen werden. Ausserdem musste der Hafen ausgebaut und mit dem Cear verbunden werden. An Leacht wurde zu einem Heiligtum und zur Grabstätte der Krieger. Ein neues Haupt-Cear wurde errichtet. Es trägt den Namen Conmara, was die irische Schreibweise für Namara ist. Es soll als Zeichen der Wiederauferstehung gesehen werden. Dieses Cear ist nichts anderes als ein riesiges Dún und liegt mitten in der Karstlandschaft der grossen Steinebene auf einem der höchsten Hügel. In nächster Nähe zu Conmara wurde zu Ehren des Stammesgründers Dún Galoin gebaut. Zwei weitere Cears wurden errichtet und es wurde mit der Befestigung begonnen. Viele der geflohenen Familien kehrten ins alte Stammland zurück, wie auch die Fitzgerald. Sie waren damals nach Burgund geflohen und kehrten nun als Pferdezüchter mit burgundischen Pferden zurück und bauten einen grossen Crannog nördl. von Mór Corthaigh um jetzt die besten irischen Pferde zu züchten, die es je gegeben hat. Nach der Fertigstellung von Mór Corthaigh und Conmara wurde auch wieder die Herstellung des in ganz Éire berühmten Silberschmuckes der MacNamara begonnen. Zur Zeit werden nur in Mór Corthaigh die berühmten Langschiffe gebaut, doch es ist bereits ein Dún in Planung, in dessen Mauern einzig und allein Langschiffen gebaut werden, um die Küsten der Fomoriegebiete und des Festlandes zu plündern. Ein weiteres Dún soll am Rande der Bucht, in die der Shannon mündet, gebaut werden, um diese zu bewachen.

Noch bevor all dies geschah, stellte Séamús eine neues Heer auf. Nicht noch einmal sollten die Fomories eine Chance bekommen den Stamm zu besiegen. Und es wurde das grösste Heer in der Geschichte des Stammes aufgestellt. Es besteht aus 10 berittenen Kriegern, 30 berittenen Kämpfern, 20 Kriegern und 266 Kämpfern zu Fuss.

Als dann, eines Tages, der Aufruf zum Kampf gegen die Fomories von den Taskroven zu den MacNamara herüber hallte, wurden fast zwei Drittel des Heeres auf den Vormarsch ins Fomorieland geschickt, damit sie die lang ersehnte Rache vollziehen.

Was jetzt geschieht, ist noch ungewiss. Eines steht jedoch fest. Der Stamm wird zu neuen Ehren kommen und von nun an nicht mehr so leicht zu besiegen sein.

Seine Macht in Eire wird wieder gross werden und die MacNamara werden eine der grössten Streitmächte Eires sein. Niemals mehr soll das Bündnis der irischen Stämme schwanken, solang der Stamm Bestand hat. Verrat wird nicht geduldet und mit dem Tode bestraft, sowie es auch mit den Fomorie geschehen soll.

 

 

 

Erzählungen der Sippen 

MacKnock

Als der Erste der Namara nach seiner gefahrvollen Reise seinen Fuß auf das geliebte Éire setzte, stand ein Mann an seiner Seite, den alle mit einem Zwinkern im Auge nur "MacAle" nannten. Doch er wurde von allen gemocht und respektiert, da er die Gefolgschaft Galoins sicher durch so manchen Sturm gebracht hatte. Mit einem Händedruck wie ein Bär von langen Nächten am Ruder der Wellenkönigin, dem ersten Langschiff der MacNamara, dem noch viele folgen sollten, war er der Steuermann.

Galoin, der das Land schon von weitem als grün und fruchtbar erkannt hatte sprach: "Dies ist ein gutes Land, hier wollen wir uns niederlassen, Felder bestellen, Vieh züchten und dem Manannàn Ehre erweisen. Lasst uns diesen Tag feiern!" Da entstieg den Kehlen derer, die Galoins Ruf nach Eire gefolgt waren ein Freudengeschrei das noch viele Fussstunden weiter zu hören war.

Diesen Schrei vernahmen auch die schrecklichen Wesen, halb Dämon - halb Mensch, die man später als Fomories kennen sollte.

Ohne diese Bedrohung zu ahnen, machten sich die Männer daran auf ihrem neuen Eiland Wild zu jagen, das sie auf dem Fest, das sie Manannán zu Ehren gaben verzehrten. Sie holten aus dem Bauch des Bootes ihre letzten Met- und Alefässer und feierten bis tief in die Nacht.

In der dunkelsten Stunde der Nacht jedoch, aus den tiefsten Schatten riefen die Fomories ein Ungetüm mit blitzenden Zähnen und schwarzen Klauen, um Galoin im Schlafe zu töten. Es schlich sich ins Lager der neuen Herren des Landes, ohne auch nur einen Grashalm zu bewegen oder ein Stöckchen zu knicken. 
Doch entging es nicht dem scharfen Ohr von MacAle, der es in seinen Jahren als Steuermann gelernt hatte auf den Wind zu hören, der die Kunde von dem Eindringling an sein Ohr trug. Als das Ding aus den Schatten sich nun über Galoin beugte, um ihm das Herz aus dem Brustkorb zu reißen, da griff MacAle nach einem dicken Scheit, der im Feuer lag und dessen Ende lichterloh brannte und warf das Untier mit einem Schlag zu Boden, wo es sich wand und brennend zugrunde ging.

Galoin war MacAle sehr dankbar und rief aus "Was für ein Schlag!", und von diesem Tage an ward der Steuermann der Namara nicht mehr MacAle genannt sondern jeder der ihn sah, rief ihn freudig mit Knock an.

Die Flamme, die den ersten Feind der neuen Iren niederstreckte, wurde Lugh, dem Herrn des Feuers, geweiht und in die Obhut von Knock gegeben, der sie an die Grenze des Landes trug, das Munster heißen sollte, um alle zu warnen, die dem Stamm Böses wollten.

Seit diesem Tag wacht die Familie MacKnock an der Grenze von Munster über die Flamme auf das sie nie erlischt.

 

Irische Mythologie 

In einer gar schrecklichen Perversion der bardischen Kunst des Ausschmückens und Erzählens hat hier unsere Bardin Maedhbh die wunderbaren Geschichten der irischen Mythologie in kleine, leicht verdauliche Häppchen aufgeteilt, die auf die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Generation Internet zugeschnitten sind. Wem eine Geschichte gefällt, der kann sie dann in aller Länge in der angegebenen Literatur nachlesen.

Die ältesten der irischen Geschichten haben ihre Wurzeln wahrscheinlich noch in der Eisenzeit und wurden in der mündlichen Überlieferung weitergegeben, bis sie ab dem 7. Jh. von irischen Mönchen aufgeschrieben wurden - die natürlich die ein oder andere kleine Veränderung vorgenommen haben - wie z.B. den Hl. Patrick einzubauen, wo es nur geht.

Die zahlreichen Mythen sind in 4 Zyklen zusammengefasst:

Der Mythologische Zyklus (oder Buch der Invasionen) handelt von den Kämpfen um Irland durch 6 verschiedene Rassen, dem Rückzug der Tuatha De Danaan nach Tir na n'Og, dem Sieg der Milesier und dem Tod von Conary Mor, Hochkönig Irlands in Tara.
Der Ulster Zyklus (oder Ulter-Zyklus) befasst sich mit dem Fluch von Ulster, der Herrschaft von Conchobar mac Nessa, König von Ulster in Emain Macha, seinen Kämpfen mit den anderen drei Provinzen, seinem Champion Cuchulainn und den Kriegern vom Roten Zweig, und last but not least dem berühmten Rinderraub von Cooley.

Der Fenier-Zyklus (oder Ossian-Zyklus) handelt von Fionn MacCumhail, dem Anführer der Fianna, die Irland zur Zeit der Regentschaft des Hochkönigs Cormac mac Art durchstreiften.
Der Historische Zyklus (oder der Zyklus der Könige) ist fast vollständig christlich geprägt und erstreckt sich in seiner Berichterstattung von Labraid Loingsech, König von Leinster im 3. Jh. v. Chr., bis zu Brian Boru, Hochkönig von 1001 - 1014 AD.

 

 

 

Der Mythologische Zyklus

Partholon kommt nach Irland
Partholon, Sohn von Sera, kam aus dem Westen ins alte Irland, zusammen mit seiner Königin Dealgnaid (Dalny), seinem Sohn Ruadhri und seinem Bruder Starn. Partholon bekämpfte die dämonischen Fomorie und trieb sie nordwärts bis Tory Island vor der Küste von Donegal, aber dann starben er uns sein Volk allesamt an einer Seuche auf der Alten Ebene (Senmag). Alle, außer Starns Sohn Tuan, der 22 Jahre lang allein lebte, bis er sah...

Nemeds Ankunft in Irland

 
Tuan verwandelt sich in einen Hirsch
Nemed, Sohn von Agnomon (der ein Abkömmling Japhets war), erschien. Tuan, der dies von den Klippen aus beobachtete, verwandelte sich in einen Hirsch. Warum er das tat, ist seine Sache, irgendeinen Grund wird er schon gehabt haben. Nemed war für anderthalb Jahre mit 32 Schiffen gesegelt, aber von den ursprünglich 960 Emigranten überlebten nur neun (Nemed und je vier Frauen und Männer). Sie vermehrten sich seeehhhr schnell und Nemed besiegte die Fomorie in vier grossen Schlachten, bevor er und 2000 seiner Leute an einer Seuche starben.
Die Fomorie-Könige Morc und Conann unterdrückten die Überlebenden, die - angeführt von Fergus und zwei weiteren - revoltierten, Tory Island überrannten und Conanns Turm erstürmten. Fergus tötete Conann, aber Morc mischte sich ein und tötete alle Nemedier bis auf 30, die Irland voller Verzweiflung verließen. (Oder sie vermehrten sich bis auf 8060 und starben dann alle an einer Seuche). (Oder zogen nach Griechenland und kamen später als Firbolgs und/oder Tuatha zurück, kommt ganz auf die Quelle an...). Tuan verwandelte sich in einen wilden Eber und sah...

Die Ankunft der Firbolgs
Die Firbolgs kamen in drei Gruppen an: Fir-Bolg, Fir-Domnan und Galioin. Unter ihren Königen waren Semion Mac Stariat und Eochy Mac Erc, der Taltiu heiratete, Tochter des Königs der Grossen Ebene (das Totenreich). Sie taten wenig Interessantes. Tuan verwandelte sich in einen Seeadler und sah...

Die Invasion der Tuatha De Danaan
Die Tuatha flogen in magischen Booten aus vier grossen Städten ins westliche Connacht; Falias, Gorias, Finias und Murias, mit vier grossen Schätzen:
Der Lia Fail (Schicksalsstein)
Das Schwert Nuadas
Der Speer von Lugh mit dem Langen Arm
Der Kessel des Dagda

Die Firbolgs trafen sich mit ihnen in ihrem Lager in Moyrein, und schickten Streng, um den Tuatha Bres zu befragen. Bres bot an, Irland 50/50 aufzuteilen, aber die Firbolg bevorzugten...

Die Erste Schlacht von Moytura
...(in der Nähe von Cong, im südlichen Co. Mayo), bei der Bres starb, der Tuatha-König Nuada eine Hand verlor, der König der Firbolg, Eochaid, getötet wurde und welche die Tuatha mit Magie gewannen. Die Firbolgs durften Connacht behalten.

Nuada mit der silbernen Hand
Nuada war durch den Verlust seines Arms entstellt und konnte nicht länger herrschen, und so wurde (ein anderer) Bres der Bastard König. Er war zwar ausgesprochen gutaussehend, aber obendrein ein geiziger und tyrannischer Taugenichts, der zuließ, dass die Fomorie Tribute erhoben und die Tuatha unterdrückten. Der Barde Cairpre verfasste eine Satire gegen ihn, was ihn zum Rücktritt zwang, und Nuada übernahm wieder das Ruder, nachdem sein Arzt Diancecht (oder dessen Sohn) ihm in siebenjähriger Arbeit eine silberne Hand als Prothese hergestellt hatte.  
Bres der Bastard
Bres verzog sich zu seiner Mami Eri, die ihm erzählte, dass sein Vater der Fomorie-König Elatha war, ihm den Ring seines Vaters gab und dann mit ihm nach Tory Island verschwand. Elatha gab seinem Sohn Bres eine Armee um Irland zu erobern, angeführt vom grössten König der Fomorier, Balor mit dem Bösen Auge.

 

Die Geburt Lughs
In seiner Jugend hatte Balor eine Prophezeiung gehört, nach der er von seinem eigenen Enkel erschlagen werden sollte, und so schloss er seine Tochter Ethlinn in einem Turm auf Tor Mor ein, mit 12 Matronen als Anstandswauwaus. Außerdem verlangte es ihn nach der magischen Milchkuh von Cian, der mit seinen Brüdern Sawan und Goban dem Schmied auf dem Festland lebte; und so trickste er Sawan aus, als der auf die Kuh aufpasste, und stahl sie. Aus Rache brachte Cian die Priesterin Birog dazu, ihn in Ethlinns Turm zu zaubern, wo er Balors Töchterlein poppte und entkommen konnte, bevor sie von Drillingen entbunden wurde. Balor befahl, dass die Säuglinge ertränkt werden sollten, aber auf dem Weg zum Meer verlor der Diener eines der Kinder, das von Birog auf wundersame Weise gerettet und dann zunächst von seinem Vater Cian, dann von Duach in der Anderswelt erzogen wurde und den Namen Lugh bekam. Er wurde in Nuadas Dienste aufgenommen, weil er ein schlaues Kerlchen war und außerdem von Duach nützliche Geschenke bekommen hatte: Das Pferd und Boot Manannán MacLirs und das Schwert Fragarach, das er bald benutzte, um Fomorie-Steuereintreiber zu erschlagen.


Lugh mit seinem Schwert Fragarach
Die Söhne von Turenn
Während Balor sich auf seine Invasion vorbereitete, schickte Lugh seinen Paps Cian nach Norden, um die Tuatha von Ulster zu rekrutieren. Der geriet aber in eine Fehde und wurde auf der Ebene von Murthemny, in der Nähe von Dundalk, von den drei Söhnen von Turenn gesteinigt; Brian, Iuchar und Iucharba. Die Steine schrien zu Lugh, und der verlangte vor Nuadas Thron in Tara statt einer Hinrichtung einen Ehrpreis, den die Söhne Turenns bezahlen mussten:

  • drei Äpfel (aus dem Garten der Sonne)
  • eine Schweinehaut (vom König von Griechenland: Heilkräfte)
  • einen Speer (vom König von Persien)
  • einen zweispännigen Wagen
  • sieben Schweine (von König Asal der Goldenen Säulen: kommen wieder, nachdem man sie aufgegessen hat)
  • einen Jagdhund
  • einen Bratspieß (von den 150 Seenymphen von Finchory: Gold)
  • ... und drei Schreie auf einem Hügel (der dem lärmempfindlichen und schrecklichen Krieger Mochaen und seinen Söhnen gehört)

Dem Trio gelang es tatsächlich, alle Aufgaben zu erfüllen und die Schätze zu Lugh zu bringen, leider alle drei tödlich verwundet durch die lärmempfindlichen Mochaens. Luch enthielt ihnen die heilende Schweinehaut vor und sie starben alle, ihr alter Vater gleich obendrein.

Die Reisen des Dagda
Unterdessen schickte Lugh den Dagda Mor ins Lager der Fomorie als Gesandten (und außerdem zum Spionieren - eigentlich hauptsächlich zum Spionieren), die daran scheiterten, ihn mittels einer gigantischen Menge Haferbreis durch Überfütterung zu töten. Also ging er wieder und traf unterwegs die jungfräuliche Tochter des Fomor-Königs Indech, die durch sein riesiges Gemächt so scharf wurde, dass sie poppten und sie sich bereit erklärte, die Invasion zu verzögern. Die frohe Kunde teilte er Lugh mit, nachdem er noch ein kleines Techtelmechtel mit einer gewissen Kriegsgöttin eingeschoben hatte (meine Güte...).
So gerüstet mit magischem Zeug und einer hilfsbereiten Fomorie-Schnecke machte sich Lugh auf, um seinem Grossvater Balor entgegenzutreten und schlug gegen ihn...

Die Zweite Schlacht von Moytura

...die im Co. Sligo stattfand, ein gutes Stück weiter nördlich als die erste Schlacht gleichen Namens (verwirrend). Die Tuatha Gobniu der Schmied, Creidhne der Handwerker und Luchta der Zimmermann (mal wieder so eine göttliche Dreiheit) reparierten die Waffen der Tuatha De Danaan so schnell, wie sie zerbrachen. Balor öffnete sein Böses Auge und tötete Nuada mit seinem Blick, aber Lugh schleuderte seinen Speer hindurch, tötete ihn und erfüllte so die Prophezeiung. Lugh wurde der Samildanach (Oberchef und Alleskönner), die Fomor wurden vernichtend geschlagen und verschwanden für (beinahe) immer, klauten dabei aber... 

 
Lugh im Zweikampf mit dem Fomor Indech

Die Harfe des Dagda
...mitsamt seines Harfners. Der Dagda, Lugh und Ogma verfolgten sie und schlichen sich in ihre Festhalle, wo sich der Dagda seine Harfe schnappte und sie alle mit seinem Harfespiel schlafen schickte, worauf die drei still und leise das Lager der Fomorie verließen.
Nun beherrschten die Tuatha De Danaan Irland für eine Weile.
Tuan war immer noch ein Seeadler und sah...

Die Invasion der Milesier
Irgendwo, wahrscheinlich in Spanien, sah Ith von der höchsten Spitze des Turmes, der seinem Vater Bregon gehörte, Irland und machte sich mit 90 Kriegern dorthin auf. Sie kamen an und fanden Irland aufgeteilt vor unter den drei Tuatha-Königen MacCuill, MacCecht und MacGrene und deren Frauen Banba, Fodhla und Eriu; ihr Vater König Neit war gerade von Fomorie erschlagen worden. Die Tuatha baten Ith, die Erbschaft zu klären, aber dann befürchteten sie, er könnte ihnen das Land abnehmen und töteten ihn. Seine Gefährten brachten seinen Leichnam nach Spanien (oder wo auch immer), und sein Enkel Miled MacBile setzte Segel, zusammen mit seinem eigenen Sohn Amairgin, dem Barden, und 36 Häuptlingen, darunter Eber Donn, Eber Finn und Eremon, allesamt auf Rache aus.

Sie kamen in Tara an, und Amairgin sang ein Lied, über das die Tuatha De Danaan erst einmal drei Tage nachdenken wollten. Während dieser Zeit warteten die Milesier neun Wellen vom Strand entfernt auf See - aber die Tuatha sandten ihnen einen magischen Sturm auf den Hals, der besonders heftig ausfiel, weil Eber Donn sie verärgert hatte. Viele Schiffe sanken, darunter auch das von Donn, und die Überlebenden gingen am River Boyne an Land.
Die Tuatha und die Milesier kämpften bei Telltown, und die drei Könige und ihre Königinnen wurden (irgendwie) erschlagen. Die Tuatha De Danaan zogen sich aus dem Blickfeld der Menschen zurück unter die Hügel und wurden bekannt als die Sidhe.

Die Milesier besiedeln Irland
Unter den beiden überlebenden Brüdern Eber Finn und Eremon wählte Amairgin den letzteren (älteren) als Häuptling aus, aber Eber Finn verlangte eine Aufteilung und bekam den Süden zugesprochen. Es kam zum Krieg, Eremon gewann und herrschte von Tara aus über ganz Irland.

Tighearnmas und Crom Cruach
Fünf Könige nach Eremon war Tigernmas Herrscher, der die Anbetung von Crom Cruach auf der Moyslaught Ebene einführte. Er befand sich dort anbetenderweise zu Samhain, als er und drei Viertel seiner Leute getötet wurden (nachdem er Irlands erste Goldmine gefunden und eine Kleiderordnung für die verschiedenen Stände eingeführt hatte).

Ollamh Fodhla
13 Könige später (so um 1000 BC) führte Ollamh Fodhla Gesetzgebung, Provinzkönige und die dreijährliche Zusammenkunft in Tara ein, bevor er unter dem Hügel von Loughcrew in Westmeath begraben wurde.


Der Grabhügel von Loughcrew 

Cimbaogh und die Gründung von Emain Macha
Um 300 v. Chr. herum regierte in Ulster ein Prinz namens
Aedh Ruadh, der zwei Brüder hatte (Cimbaogh und Dithorba) und eine Tochter namens Macha. Die drei Brüder einigten sich, dass sie Irland abwechseln regieren wollten (jeder durfte sieben Jahre lang und dann von vorne) Nach Aedhs Tod übernahm Macha seinen Posten, heiratete Cimbaogh und sicherte dem die Herrschaft, indem sie Dithorba tötete. Dithorbas fünf Söhne flohen nach Westen, verfolgt von Macha, die sie eigenhändig in einem Wäldchen einfing und in den Norden trug. Dort zeichnete sie mit ihrer Fibel den Bauplan für eine Festung auf den Boden und zwang die Fünf dazu, Emain Macha zu errichten.


Laeghaire und Cobhthach
Ughaine Mor, König von Irland und dem westlichen Europa, war verheiratet mit der gallischen Königin Ceassair, mit der er zwei Söhne hatte: Laeghaire und Cobhthach. Laeghaire folgte ihm auf dem Thron, und Cobhthach konsultierte einen Druiden, der ihm riet, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Das tat er denn auch, und als Laeghaire zur Beerdigung kam, erstach er ihn und dessen Sohn Ailill und bestieg den Thron.

Maon
Ailills Sohn war Maon, den Cobhthach zwang jeweils eine Portion vom Herzen seines grade getöteten Vaters und Grossvaters sowie eine Familie von Mäusen zu essen - wodurch er stumm wurde. Dann ließ Cobhthach ihn laufen. Maon besuchte Scoriath, König von Feramorc, und verliebte sich in dessen Tochter Moriath. Danach blieb er bei seinen Verwandten in Gallien. Moriath, ebenfalls verliebt, schickte ihm Papis Harfner mit einem selbstgedichteten Liebeslied hinterher, welches dieser so leidenschaftlich sang, dass Maon seine Sprache wiederfand und allen von Cobhthachs Untaten berichten konnte. So kehrte Maon zusammen mit einer Horde erboster Gallier nach Eire zurück und tötete Cobhthach und alle seine Edlen bei Dinrigh. Er bekam den Beinamen Labhraigh ("Sprechen") und heiratete Moriath, und die Gallier ließen sich in Leinster nieder, das nach ihnen benannt ist (Provinz der Speerträger). Über eine Sache allerdings sprach Maon Labhraigh nicht, und das waren seine Ohren, denn...

Labhraigh hat Pferdeohren
...was er sehr geheim hielt. Daher ließ er sich auch nur einmal im Jahr die Haare schneiden, von einem unglücklichen Jüngling, der durch da Los bestimmt und anschließend hingerichtet wurde, damit er das Geheimnis nicht verraten konnte. In einem Jahr traf es den einzigen Sohn einer armen Witwe, die den König überredete, ihren Sohn leben zu lassen, wenn der schwor, das Geheimnis für sich zu behalten. Dummerweise machte diese Geheimnistuerei ihn krank, und er bat einen Druiden um Hilfe. Auf dessen Rat vertraute er das Geheimnis einem Baum an und genas augenblicklich. Eben diesen Baum suchte sich wenig später der Harfner Craftiny aus, um eine neue Harfe daraus zu bauen. Es kam wie es kommen musste, Craftiny spielte die neue Harfe bei Hofe, sie verriet das Geheimnis, Labhraigh hatte sein Coming-out und alle waren glücklich.

 

 

 

Unsere Lieblingslieder

 

 

Nachdem hier lange nichts passiert ist, werde ich jetzt langsam anfangen, die Texte, Akkorde und (wenn möglich) auch ein kleines Soundfile zum Download einzustellen. Das wird allerdings nicht zu schnell gehen. Los geht es mit unseren selbstgeschriebenen Stücken, danach sehen wir weiter... die meisten Texte sind ja ohnehin irgendwo im Netz zu finden.

 

Nachdem die MacNamara durch die Nyame des Westens inzwischen recht stark in die Angelegenheiten von Mythodea involviert sind, haben unsere Barden angefangen, sich musikalisch mit diesem Kontinent auseinander zu setzen. Ein erstes Ergebnis sei hier präsentiert:

Steht vereint ihr Elemente (Hymne für Mythodea)
Text: Maedhbh NíCharthaigh Melodie: Byker Hill

              d
Refrain: Steht vereint ihr Elemente
            g                         A
 Gegen Leere, Pest und Schwarzes Eis
 d
 Nur vereint könnt ihr obsiegen 
             g    A      d
 Mythodea ist der Preis.


     d
1. Alle die Aeris folgen
              g                   A 
 Schreit ihren Namen in den Sturm
 d
 Treibt zurück die Verfemte Leere 
                      g           A     d
 Kämpft und bringt Aeris Ruhm.

2. Lodert in euch Ignis' Feuer
 Stürzt euch mutig in die Schlacht
 Habt schon das Schwarze Eis vernichtet
 Nun zeigt den andern Ignis' Macht.

Refrain

3. Spürt ihr in euch Terras Stärke
 Tief verwurzelt in der Erde
 Standhaft seid und gebt uns Hoffnung
 Dass Totes Fleisch begraben werde.

4. Seid ihr erfüllt von Aquas Reinheit
 Lasst die Pestilenz es spüren
 Bringt ganz Mythodea Heilung
 Aquas Segen wird euch führen.

        Refrain
 
5. Lasst von Magica euch leiten
 Ratio kann euch nicht besiegen
 Führt zusammen die Geschwister
 Die ohne euch im Streite liegen.

Refrain 2x

Download mp3

 

 

Die Hymne auf Arghaile    New Order, 24.08.2003 (by  Collin, Maedhbh & Gwynedd)

              Em                   Am         Em  
1.     Als ich ins Land der Elemente kam,
     Am                                     Em                    
im Feuerlager war es schön und warm.
      G                   D                
Da stellte sich ein Hauptmann vor,
      Em             Am
der a-geil und b-soffen war,
Em                         Am                    Em
für ihn sprach, dass er aus Schottland kam!

2.    Arghaile machte Fehler, das ist wahr,
Ein Graf dachte, er kann's besser, wunderbar!
Er kann nicht viel und redet gern,
hält besser sich von Arghaile fern,
sonst hängen ihn die Kelten - das ist klar!

3.     Als Feuer zu den Dunkelelfen ging,
legte Arghaile sich vor ihrem Tor kurz hin;
ein Orkenhäuptling weckte ihn,
man sah ihn flux von dannen zieh'n;
sein Bettzeug noch in einem Baume hing!

4.     Die Elemente zogen in die Schlacht,
Arghaile hat ein Angebot gemacht:
"Nur 5 zu 1, das ist nicht fair - 
gebt doch gleich euer Banner her!"
Als letzte Chance war das wohl angebracht!

5.     Als Arghaile vor den Elementen floh,
da war ganz Mythodea nicht mehr froh!
'Nen Wasser-Archon gab es nun,
es regnete auf Feld und Huhn (ba-gaak);
Lernt schwimmen, denn ihr wolltet es ja so!

Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!