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"Paulis gute Taten" gibt es jetzt auch in Südkorea!


Hier sind ein paar Leseproben aus dem neuen Buch:

"Becki, Pauli und das Geld", Edition 7 Türme, 96 S., 9,95 €, ISBN (alt) 3-930730-49-9, ISBN (neu): 978-3-930730-49-0

Die Sache mit der Geldvermehrung

Manchmal brauchte Jesus sehr schnell sehr viel Brot für sehr viele Leute. Dann hat er ein Brot genommen und gebetet.

Danach hat er das Brot in der Mitte durchgebrochen. Und Gott hat dann gemacht, daß die abgebrochene Hälfte bei beiden Teilen wieder ganz schnell nachgewachsen ist. Dann waren die beiden halben Brote also plötzlich zwei ganze Brote. Die brach Jesus dann wieder in der Mitte durch, und aus den Hälften wurden wieder ganze Brote. Und das hat er dann so lange gemacht, bis genug für alle da war. Am Ende blieb sogar noch mehr übrig, als sie zu Anfang gehabt hatten.

Das hat auch mit getrockneten Fischen funktioniert. Wahrscheinlich funktioniert das auch bei Pizza und Schokolade. Das weiß ich allerdings nicht genau, denn ich habe es noch nicht ausprobiert.

Aber einmal sagte Mama, wir hätten nicht mehr genug Geld für den Wochenend-Einkauf.

Dann klingelte Frau Hohlberg an der Haustür, und Mama ging mit ihr rüber, um ihr zu helfen. Ihre Geldbörse ließ sie auf dem Küchentisch liegen. Da waren noch genau zwei Fünf-Euro-Scheine drin. Und ein paar Cent-Stücke. Aber die kann man ja nicht so leicht halbieren. Dazu braucht man wohl besonderes Werkzeug.

Ich nahm dann also die zwei Fünf-Euro-Scheine und betete: "Lieber Gott, bitte mach, daß das irgendwie klappt, damit wir einkaufen können. Du weißt schon. Amen. Danke."

Dann habe ich die Fünf-Euro-Scheine in der Mitte durchgerissen. Das ging ganz leicht. Geld ist ja nur Papier. Das machte dann also vier halbe Scheine. Die Hälften habe ich sauber und ordentlich nebeneinander auf den Tisch gelegt und gewartet.

Zuerst passierte gar nichts. Aber manchmal muß man eben auch etwas geduldiger sein. Ich setzte mich also hin und beobachtete die halben Geldscheine. Als dann auch nichts passierte, ging ich in mein Zimmer. Vielleicht wachsen abgerissene Hälften ja nur dann nach, wenn man nicht so genau hinsieht. Oder die Sache brauchte einfach etwas mehr Zeit.

Als ich dann nach einer Weile wieder nach unten in die Küchen kam, lagen vier Fünfzig-Euro-Scheine auf dem Tisch, aber...

..... den Rest kannst Du im Buch nachlesen.

Die Sache mit Opa Heinzi

Zu Herrn Sänger darf ich "Opa Heinzi" sagen, obwohl er gar nicht mein Opa ist.

Opa Heinzi ist im Kirchenchor, und wenn er in der Kirche singt, hört man es bis draußen auf dem Parkplatz. Sogar wenn alle Türen zu sind.

Bald wird Opa Heinzi 90 Jahre alt. Seine Frau heißt Oma Lieschen und macht den besten Kirschkuchen der Welt.  Sie sind nun schon über 60 Jahre lang verheiratet. Das ist ganz schön lange. Also ungefähr so lange, wie Mama und Papa zusammen alt sind.

Einmal hat Opa Heinzi einen Brief aus Amerika bekommen. Da stand drin, daß er zwölf Millionen Dollar erben soll, weil er ein so guter Christ ist. In dem Brief stand auch, von dem Geld soll er armen Leuten helfen und Gutes tun und dafür sorgen, daß die Menschen von Jesus hören. Und dann stand da noch, er soll ganz schnell 500 Euro Gebühr nach Amerika schicken, damit der die zwölf Millionen Dollar bekommt.

Opa Heinzi hat dann sofort Papa angerufen, weil Papa doch früher mal ein Jahr lang in Amerika gewesen ist. Außerdem war der Brief auf Englisch geschrieben, und das versteht Opa Heinzi nicht so besonders gut.

Opa Heinzi und Oma Lieschen kamen dann also gleich am selben Abend mit dem Brief zu uns nach Hause. Oma Lieschen und Mama haben überlegt, was man mit dem vielen Geld alles machen kann. Sie waren sehr aufgeregt.

Opa Heinzi war auch mächtig aufgeregt. Aber er versuchte so zu tun, als wäre er es nicht.

"Ist die Unterschrift echt?" fragte er. "Sollen wir da mal anrufen? Ist der Brief von einem Rechtsanwalt? Woher wissen die in Amerika, daß ich ein so guter Christ bin? Und wozu brauchen die von mir 500 Euro, wenn ich doch zwölf Millionen Dollar bekommen soll? Muß ich für das Geld Steuern bezahlen? Wie viel bleibt dann übrig?"

Das waren viele Fragen auf einmal.

Ich rief: "Becki wünscht sich ein Pony! Und der Vater von Christian ist krank und arbeitslos!"

"Alles kein Problem!" rief Opa Heinzi.

"Wir sind ja jetzt reich", meinte Oma Lieschen.

"Nicht wir!" sagte Opa Heinzi streng. "Ich!"

Oma Lieschen schien diese Antwort nicht zu gefallen, und Mama sah aus, als hätte ihr jemand mit voller Wucht einen Fußball gegen den Bauch geschossen.

"Ich wollte schon immer nach Ägypten", erklärte Opa Heinzi.

"Kommt gar nicht in Frage. Da wimmelt es von halbnackten Bauchtänzerinnen!" schrie Oma Lieschen. "Außerdem brauche ich eine neue Nähmaschine."

"Du denkst immer nur an dich!" brüllte Opa Heinzi...

...und was dann passierte, steht im neuen Buch.

 

Die Sache mit der Geige

Tante Magda hat eine Geige und wohnt in Berlin. Sie ist nicht meine richtige Tante, sondern eine Freundin von Mama. Die beiden kennen sich schon länger, als ich auf der Welt bin.

Einmal kam Tante Magda aus Berlin zu uns zu Besuch und hat ihre Geige mitgebracht. Die Geige war in einem schwarzen Geigenkasten, der war blank und außen aus Leder und nicht abgeschlossen. Der Kasten stand dann erst mal im Flur neben der Garderobe. Mama und Tante Magda sind spazieren gegangen. Papa war zur Arbeit gefahren. Aber ich war trotzdem nicht allein im Haus. Becki war nämlich da.

Als Becki den Geigenkasten sah, guckte sie ihn mit großen Augen an und fragte: "Was ist da denn drin?"

"Tante Magdas Geige", sagte ich. "Tante Magda gibt morgen ein Konzert in der Stadt. Dann spielt sie den Leuten Lieder auf der Geige vor. Alle haben ihre besten Sachen an und klatschen und trinken hinterher Sekt. Und einen Tag später steht dann in der Zeitung, wie toll Tante Magda Geige gespielt hat. Das ist Kultur, verstehst du?"

"Quietscht so eine Geige nicht ganz furchtbar?" fragte Becki.

"Nein", sagte ich, "man kann wunderschöne Melodien darauf spielen. So was gibt es auch auf CD. Oder im Radio. Das ist große Kunst. Manche Geigenspieler sind weltberühmt und steinreich und ganz oft im Fernsehen."

Becki tippte vorsichtig mit dem Finger gegen den Geigenkasten. Es sah fast so aus, als wollte sie prüfen, ob er beißt. Dann meinte sie: "Ich habe noch nie eine richtige Geige in der Hand gehabt."

"Ich auch nicht", gab ich zu.

Wir guckten uns an. Becki kiecherte. Dann flüsterte sie: "Wir sind doch ganz allein im Haus. Niemand würde es merken!"

"Was?" fragte ich. Becki kiecherte wieder und deutete auf den Geigenkasten. Da ahnte ich, was sie vorhatte, und sagte: "Der liebe Gott sieht alles. Du willst doch wohl nicht etwa die Geige ausprobieren? Man darf nicht einfach so fremde Sache nehmen!"

Becki antwortete: "Erstens gibt es Musik auch im Himmel, also hat Gott nichts dagegen. Und zweitens wollen wir die Geige ja nicht kaputt machen."

Das stimmte.

Also haben wir den Geigenkasten aufgemacht. Die Geige war aus blank poliertem Holz und innen hohl. Irgendwie über die Geige gespannt waren verschiedene stramme Schnüre. Dazu gehörte dann noch so ein Ding, das ist so gewissermaßen eine Art lackiertes Stöckchen. Auch irgendwie mit dünnen strammen Schnüren bespannt. Wenn man damit über die strammen Schnüre auf der Geige streicht, gibt es Töne. Das wußte ich, denn ich hatte schon mal gesehen, wie jemand Geige spielt. Man hält sich die Geige an den Hals, weil man ja nicht drei Arme hat, und dann nimmt man dieses Stöckchen, und dann geht es los. Eigentlich ganz einfach.

Becki hat es also gleich mal ausprobiert. Das klang dann ungefähr so, als hätte jemand aus Versehen drei Katzen gleichzeitig auf den Schwanz getreten.

"Gib her", schrie ich. "Du kannst das nicht! Laß mich mal!"

Becki gab mir die Geige. "Bitte!", maulte sie. "Wenn du es besser kannst?"

"Klar kann ich das besser", meinte ich.

Das hätte ich vielleicht lieber nicht sagen sollen.

"Na, dann mach mal!", sagte sie.

Jetzt hatte ich ein Problem. Ich mußte unbedingt Zeit gewinnen. Also fragte ich: "Welches Lied soll ich denn spielen?" Und innerlich betete ich: "Lieber Gott, ich weiß, ich habe schrecklich angegeben. Das war blöd von mir. Kannst du mir nicht vielleicht trotzdem irgendwie helfen? Ich will auch nie wieder angeben und auch nie wieder an fremde Sachen gehen!"

Becki überlegte. Schließlich sagte sie: "Spiel irgend ein Lied. Egal, welches. Muß ja nichts Besonderes sein. Einfach irgendein Lied!"

Ich klopfte mit den Fingern gegen die Geige wie ein richtiger Fachmann, der zuerst prüfen muß, ob auch alles in Ordnung ist. Dann zupfte ich an den strammen Schnüren der Geige und hielt das Stöckchen mit den Schnüren gegen das Licht, kniff die Augen zusammen und sah mir das Teil von allen Seiten an.

"Etwas nicht in Ordnung damit?" fragte Becki...

...und was das passierte, steht im neuen Buch drin.

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