2010-5-november

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INFORMATIONSBLATT
DER CHRISTINNEN UND CHRISTEN FÜR DIE FRIEDENSBEWEGUNG
Nr. 5 / 2010

Liebe Friedensfreundin, lieber Friedensfreund,

das nächste Treffen findet am

Sonntag, dem 12. Dezember 2010 um 14.00 Uhr in der Evangelischen Pfarrgemeinde HB,
1150 Wien, Schwegler Straße 39 (U3 „Schwegler Straße“)

statt. Inhaltlicher Schwerpunkt (ab 16.00 Uhr) ist die Diskussion mit Landessuperintendent Pfarrer Mag. Thomas Hennefeld zum ThemaHindernisse auf dem Weg zum gerechten Frieden in Israel und Palästina“.

 

Aus dem Inhalt:

Dr. Balázs Németh: Der Schriftsteller Albert Camus: ein Lehrmeister für Christinnen und Christen
Adalbert Krims: USA - Obama am Ende?

Brasilien: Wasserkraft ist Todesurteil für Amazonas



 Dr. Balázs Németh

Der Schriftsteller Albert Camus:

ein Lehrmeister für Christinnen und Christen

 

 

Besinnungstext beim Treffen der Christinnen und Christen für die Friedensbewegung

am 17. Oktober 2010

Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Albert Camus ist vor 50 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er hatte als Mensch und Schriftsteller immer betont, dass er nicht glauben könne. Allerdings ist er in seiner fragenden Offenheit zu einem Lehrmeister von uns Christinnen und Christen geworden, der uns unsererseits zum Nachdenken herausfordert. An zwei seiner Kurzgeschichten ist das klar erkennbar.

Eine dieser Geschichten trägt den Titel „Der treibende Stein“. Darin wird erzählt, wie ein armer Mulatte im hintersten Brasilien sein Gelübde einlösen will, das er in der Not eines Schiffbruchs gegeben hatte. Dabei hatte er gelobt, im Fall seiner Rettung bei der kommenden großen Prozession zum Fest des Erlösers einen 50 Kilo schweren Stein in die Kirche zu tragen und ihn vor dem Altar niederzulegen. Unter der schweren Last bricht er aber zusammen, kurz bevor er die Kirche erreicht hat. Da nimmt kurz entschlossen der aus Europa angereiste Bauingenieur, mit dem er sich am Vorabend angefreundet hatte und der beobachtend am Straßenrand stand, den Stein auf, schultert ihn und trägt ihn nicht wie erwartet in die Kirche, sondern zum größten Erstaunen aller weiter in die armselige Hütte des armen Mulatten.

Diese kurze Geschichte fordert auf, sich über das Kreuztragen und die Nachfolge Christi  Gedanken zu machen. Darunter wird im Allgemeinen ein streng religiöser Akt verstanden. Im Gegensatz dazu erschöpft sich das Kreuztragen aber nicht im Schleppen der eigenen Bürde, sondern bedeutet, das Kreuz des Anderen aufzunehmen und es stellvertretend für den Anderen zu tragen. Schon die Propheten erinnerten daran, dass das richtige Fasten z.B. heißt, den Hungernden Brot, den Elenden ein Dach über dem Kopf und den Nackten ein Kleid zu geben. So hat auch Jesus das Kreuztragen und die Nachfolge als eine qualifizierte Handlung der Nächsten- bzw. der Feindesliebe in der säkularen Welt verstanden. Das große weit verbreitete Missverständnis über die Nachfolge Jesu und sein Kreuztragen besteht darin, dass sie von der Nächstenliebe, d.h. von dem Engagement für soziale Gerechtigkeit und von der irdischen Solidarität getrennt werden. Demgegenüber hat bereits Luther gesagt, dass der Glaube der Täter und die Liebe die Tat sei, und Bonhoeffer formulierte bündig, dass Nachfolge Christi ein Dasein für andere heißt.

Ich musste an Camus’ Kurzgeschichte denken, als ich vor kurzem eine Kreuz-und-Quer-Sendung im Fernsehen über drei Bekehrungsgeschichten sah. Für alle drei Personen, einen Buddhisten, eine Jüdin und einen Römisch-Katholiken, bedeutete Bekehrung eine totale Abkehr von der Welt und Hinwendung zu einer weltabgewandten Spiritualität.  Mir fielen dabei die Worte Jesu ein, dass die Christen und Christinnen zwar nicht von der Welt, aber in der Welt sind. Dieser Dialektik treu zu bleiben heißt, die Liebe zu Gott und die Liebe zur Welt als eine doppelte Tür zu leben, wie Kierkegaard es nannte:  öffne ich die eine, öffnet sich die andere, schließe ich die eine, schließt sich die andere.

Die zweite Kurzgeschichte trägt den Titel „Jonas oder der Künstler bei der Arbeit“. Der Maler Jonas, ein Nachfahre des biblischen Jona, fühlt sich in seiner künstlerischen Arbeit durch die Verehrer und Bewunderer gestört, die seine Bilder unentwegt kommentieren. Er verlegt sein Atelier in sein Schlafzimmer und später in sein Badezimmer, aber die Verehrer und Bewunderer kommen ihm nach. Daraufhin zieht er in seinem Schlafzimmer eine Zwischendecke ein und nistet sich mit seiner Staffelei darauf ein. Er zieht die Leiter zu seinem Gehäuse hoch, und seine Familie kann ihm das Essen nur über eine lange Stange reichen. In dieser totalen Isolation bringt er allerdings nur eine schwer lesbare Kritzelei auf seiner Leinwand zustande, die sowohl als „einsam“ („solitaire“) als auch als „gemeinsam“ („solidaire“) zu deuten ist.

Das Gemeinsame zwischen dem biblischen Jona und dem Maler Jonas in der Kurzgeschichte ist, dass beide unter Freiheit nur die eigene Person verstehen unter Ausschaltung der Verantwortung für die Mitmenschen.  Dort, wo Menschen Freiheit ausschließlich mit dem Ich verbinden, landen sie unweigerlich in der Isolation, die sowohl im Alleinsein als auch inmitten einer Gemeinschaft eintreten kann.

Die Konzentration auf die eigene Person führt eben deshalb unweigerlich zur Entfremdung. Jesu’ Liebe und Erlösung hat uns aber von der  Sorge um uns selbst befreit, damit wir frei werden für die Sorgen der Mitmenschen.

Viele Menschen befinden sich auf der Suche nach Selbstverwirklichung. Die Einen tun das so, dass sie sich von der Gesellschaft absondern, weil sie nur bei sich selbst bleiben wollen, wie Benni S. in Hanekes Film, der sein Sonderleben hinter geschlossenen Fensterläden führte und das reale Außenleben, das sich vor seinen Fenstern abspielte, nur auf seinen Bildschirm übertragen wahrnahm. Es ist symptomatisch, dass er aus seiner Isolation nur so ausbrechen konnte, indem er seine Freundin umbrachte. Viele Menschen ziehen sich heute aus dem öffentlichen Leben zurück, weil ihnen die Politik und die ganze Öffentlichkeit zuwider ist. Damit überlassen sie aber das Feld und die Wahlzelle den gewissenlosen Rassisten und Hetzern. Ghettoisierung und Parallelgesellschaften sind nicht nur Ausländerphänomene, sondern auch die der Reichen und Privilegierten in ihren bewachten sicheren Wohnanlagen, exklusiven Golfklubs und Privatschulen. Ob da nicht viele Bennys geboren werden, die auch mit Gewalt ihre Ruhe zu sichern versuchen?

Andere versuchen, sich selbst in der Masse zu finden, wo sie persönlich nichts zu verantworten haben. Dafür aber wird ihre verängstigte schwache Seele Kraft erhalten, wenn sie mit den Wölfen mitheulen und für die Bewahrung des reinen Wiener Blutes den Anderen mit dem angeblich verseuchten Blut niederknüppeln.

Es gibt nicht nur dieses Entweder-Oder von einsam oder gemeinsam, denn die Bibel sagt, dass Selbstfindung Folge der Nächstenliebe ist und nicht umgekehrt. Nächstenliebe aber braucht das Du, den Mitmenschen, die Gesellschaft und die Welt.

 

Adalbert Krims

USA: Obama am Ende?
Wie geht es nach den November-Wahlen weiter?


Nur Historiker werden eines Tages bewerten können, ob diese Kongresswahlen vom 2. November 2010 ‚historisch’ – im Sinne von wichtig – waren“ (TAZ, 5. 11. 10) Das schreibt der Soziologe Norman Birnbaum, ehemals Professor an der Georgetown University und Berater von Robert sowie Edward Kennedy. Birnbaum analysiert auch die Unterschiede zwischen dem Wahlsieg Obamas vor 2 Jahren – und der nunmehrigen Niederlage der Demokraten bei den „midterm elections“, die ja auch als Abstimmung über die erste Hälfte der Amtszeit des neuen US-Präsidenten galten: Die Wahlbeteiligung sank von 61 auf rund 40 Prozent. Die Wähler von 2010 waren älter und weißer als 2008, d. h.: „Viele der Jungen, der Afroamerikaner und der Latinos – also genau diejenigen, die Obama ins Weiße Haus gebracht haben – sind zu Hause geblieben.“ Und die Frauen, die 2008 mehrheitlich Obama wählten, verteilten jetzt ihre Stimmen gleichmäßig auf beide Parteien.

 Diese Kurzanalyse des Wahlergebnisses zeigt deutlich, dass der Sieg der Republikaner und die Niederlage der Demokraten recht einfach dadurch zu erklären ist, dass die Republikaner ihre Anhänger an die Wahlurnen gebracht haben, während viele enttäuschte Obama-Wähler zu Hause blieben.  Dazu kommt, dass das US-(Mehrheits)Wahlsystem den Sieger belohnt und den Verlierer bestraft – also die Unterschiede in der Mandatsverteilung wesentlich größer sind als die tatsächliche Verteilung der Wählerstimmen. Insofern war weder der demokratische Wahlsieg 2008 noch der republikanische Wahlsieg 2010 so „überwältigend“, wie sich das in der Mandatsverteilung ausdrückt und es auch medial kommentiert wurde.

 Angesichts der hohen Erwartungen, die Obama 2008 durch seine Wahlkampagne weckte („change“; „Yes, we can!“), war eigentlich klar, dass es spätestens bei den midterm elections zu einer gewissen Enttäuschung kommen musste. Robert Guttman, Leiter des Center on Politics and Foreign Relations der Johns Hopkins University in Baltimore sagte dazu in einem Zeitungsinterview:  „Wissen Sie, wenn Sie den Menschen die ganze Welt versprechen und sie ihnen dann nicht geben, dann werden sie wütend.” (TAZ, 4. 11. 10)

Die Reichen werden reicher – die Armen ärmer 

Auch wenn die Wirtschaftskrise im Allgemeinen und der Anstieg der Arbeitslosigkeit im besonderen (offiziell 10, de facto mindestens 20 Prozent) von der Obama-Administration nur marginal beeinflusst werden konnten, wird trotzdem die Regierung dafür verantwortlich gemacht. Allerdings hat Obama selbst im Wahlkampf bewusst den Eindruck erweckt (wie übrigens  z. B. auch sozialdemokratische Parteien in Europa), als habe die Regierung maßgeblichen Einfluss auf Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsmarkt. Deshalb gilt generell: eine gute Konjunktur hilft politisch den Regierenden, während schlechte Wirtschaftszahlen den Regierungen Wahlverluste bescheren.

Dazu kam – und auch hier gibt es Parallelen zu europäischen sozialdemokratischen Regierungsparteien –, dass die Obama-Administration im Umgang mit der Finanzkrise den Eindruck erweckte, als sei die Rettung der Banken ihr wichtigstes Ziel. Während hunderte Milliarden Dollar für die großen Banken ausgegeben wurden (die gleichzeitig hohe Boni zahlten), fühlten sich die Normalbürger mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen.  Um es noch einmal in den Worten von Robert Guttmann auszudrücken: „Die Banken hatten Probleme mit den Hypotheken, und alles, was der Präsident hätte tun müssen, wäre einen Zahlungsstopp einzuführen und nicht die Leute aus ihren Häusern zu schmeißen. Stattdessen hat Obama zu den Banken gehalten. Das ist unglaublich... Es ist seltsam, dass gerade der ehemalige Sozialarbeiter so sehr den Kontakt zu den Menschen verliert und stattdessen auf Seiten der Banken steht.“ (TAZ, 4. 11. 10). Ähnlich auch Norman Birnbaum, der die Gefühle der Arbeitslosen und jener, die fürchten, ihren Job zu verlieren, so zusammenfasst: „Sie sind wütend über die Konzessionen, die diese Regierung den Banken gegenüber gemacht hat.“ (TAZ, 5. 11. 10).


In den letzten beiden Jahren haben die reichsten Personen ihren Anteil am Nationaleinkommen deutlich erhöht, während die Ärmeren die Zeche für die Krise zahlen mussten (auch hier unterscheiden sich die USA übrigens nicht von Europa). Die Einkommensschere in den USA klaffte jedenfalls zuletzt 1929 ähnlich weit auseinander wie heute. Auch wenn das nicht die „Schuld“ von Obama ist, den politischen Preis zahlt die Regierung ...

Gesundheitsreform

 In den USA sind rund 45 Millionen Menschen (oder jeder Sechste) weder krankenversichert noch können sie staatliche Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Zugleich ist das US-Gesundheitssystem aber das teuerste der Welt. Eines der großen Ziele Barack Obamas war deshalb eine leistbare – optional staatliche – Krankenversicherung für alle. Für Europäer ist das eine Selbstverständlichkeit und man kann sich überhaupt keine vernünftigen Gründe vorstellen, dagegen zu sein. Anders in den USA, wo das Thema hochideologisch ist: staatliche Eingriffe als solche gelten für viele bereits als Beginn des Sozialismus oder gar Kommunismus. Und so  wurde ein wahrer Kreuzzug gegen die Gesundheitsreform entfesselt. Obama ging immer mehr Kompromisse ein, so dass das Ergebnis schließlich kaum noch etwas mit den ursprünglichen Intentionen zu tun hatte.

 Die Gesundheitsreform, die nun ausschließlich private Krankenversicherungen vorsieht, tritt schrittweise bis 2014 in Kraft. Da bisher positive Auswirkungen noch nicht spürbar sind (und auch noch nicht sein können), andererseits aber z. B. ältere Menschen sogar Kürzungen ihrer Leistungen hinnehmen müssen – vor allem aber die Negativpropaganda breite Wirkung entfaltete,  wurde die Gesundheitsreform nicht – wie erhofft – ein Wahlschlager für die Demokraten, sondern geriet eher zum Bumerang. Vor allem Menschen über 65 Jahre stimmten überproportional für die Republikaner (der Anteil stieg gegenüber 2008 von 48 auf 58 Prozent!). Ein Gewinner der Gesundheitsreform steht jedenfalls fest: die private Versicherungswirtschaft.

 Friedensnobelpreis – aber kein Friede

 Barack Obama hatte 2008 vor allem als „Anti-Bush“ gewonnen. Zu seinen außenpolitischen Wahlversprechen gehörten u. a. die Beendigung des Irak-Krieges und die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo. Für diese Ankündigungen sowie für die in seiner Rede zum 60jährigen NATO-Jubiläum in Prag vorgestellte Vision einer atomwaffenfreien Welt wurde Obama 2009 der Friedensnobelpreis verliehen. Doch auch auf diesem Gebiet verlief die erste Hälfte der Amtszeit Obamas eher enttäuschend: der Militäreinsatz im Irak geht weiter, der Afghanistan-Krieg wurde sogar ausgeweitet, die Rüstungsausgaben haben ein neues Rekordniveau erreicht, im Nahen Osten bewegt sich nichts – und Guantanamo ist immer noch nicht geschlossen.

 Zwar versuchte Obama – angesichts katastrophaler Umfragewerte – noch in letzter Minute, durch die offizielle Beendigung des Irak-Krieges am 1. September 2010 und die Ankündigung eines Friedensschlusses zwischen Israel und den Palästinensern binnen eines Jahres außenpolitisch zu punkten, doch wurden diese Aktionen eher als Wahlkampfmanöver wahrgenommen denn als ernsthafte Schritte zum Frieden. Und so spielte die Außenpolitik – im Unterschied zu 2008 – bei den midterm elections keinerlei Rolle, was aber bedeutet, dass jene WählerInnen, die aus einer Anti-Kriegsstimmung heraus Obama gewählt hatten, diesmal zu Hause blieben.

 Von der Krise profitieren die Rechten

 Theoretisch sind Krisen auch eine Chance für Veränderungen, für Neues. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sich in Krisenzeiten leichter Ängste schüren und auf „Sündenböcke“ umleiten lassen. „Feindbilder“ und „einfache Lösungen“ haben Hochkonjunktur. In den USA ist im Vorjahr mit den „Tea-Party-Patrioten“ eine neue rechtspopulistische Protestbewegung entstanden, die innerhalb der Republikanischen Partei beträchtlichen Einfluss gewonnen hat, aber dennoch eine Minderheit darstellt. Sie mobilisiert gegen den „Sozialismus“ Obamas, gegen illegale Einwanderer, gegen die Gesundheitsreform und für Steuersenkungen – ihr Spektrum schließt auch christliche Fundamentalisten bis hin zu Rassisten ein. Eine Galionsfigur ist Sarah Palin, gescheiterte republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin.

 Die Wahlniederlage der Demokraten muss aber noch keine Vorentscheidung für die nächsten Präsidenten- und Kongresswahlen am 6. November 2012 sein. Wenn sich die Wirtschaftslage bis dahin verbessert und Obama doch noch einige populäre Erfolge erzielt, ist eine zweite Amtsperiode durchaus möglich. Der US-amerikanische Soziologe und Historiker Richard Sennett sieht das allerdings wesentlich pessimistischer: „Die Menschen in den USA hatten die Phantasie, dass man alle ihre Probleme sofort und vollkommen schmerzlos lösen könnte. Die Amerikaner sind Phantasten. Sie haben Barack Obama wie einen Messias begrüßt, ähnlich wie viele Europäerinnen und Europäer. Obama hat bisher einen guten Job gemacht, dennoch, er wird politisch nicht überleben... Die amerikanische Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter nach rechts entwickelt. In keinem entwickelten Land der Welt steht die Mehrheit der Bevölkerung so weit rechts wie in den USA. Diese Menschen wollen freie Märkte und einen möglichst schwachen Staat. Die Tea-Party-Bewegung, die in den Vereinigten Staaten derzeit für Furore sorgt, repräsentiert etwas Ur-Amerikanisches. Das heißt: Barack Obama wird der letzte liberale Präsident sein, den wir für sehr, sehr lange Zeit erleben werden.“ Sennett hatte das Wahlergebnis vom 2. 11. 10 ziemlich exakt vorausgesagt – bleibt nur zu hoffen, dass er sich in seiner Zukunftsprognose irrt...

 Dieser Artikel erschien in der sehr guten Zeitschrift „Kritisches Christentum“ Nr. 342/343 November/Dezember 2010, Probeexemplare Aktion Kritisches Christentum, 1040  Wien, Mühlgasse 25/5, E-Mail akc@aon.at Homepage http://www.akc.at/


Kaplan Franz Sieder

Armut

Predigt am 1. August 2010 in Amstetten-St. Stephan


Jede Sekunde stirbt auf unserer Welt ein Kind an Hunger. Der Schweizer Sozialwissenschaftler Jean Ziegler sagt, dass diese Kinder nicht an Hunger sterben, sondern dass sie ermordet werden. Wenn sie ermordet werden, dann müssen wir auch nach dem Mörder fragen. Ja, auch das Fragen nach den MörderInnen ist zu wenig – eigentlich müsste in einem internationalen Prozess der Mörder / die Mörderin oder die MörderInnen angeklagt und zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn würden Sie als Mörder / Mörderin der Millionen verhungerter Kinder in Afrika, Lateinamerika und Asien vermuten. Manche glauben, dass Gott der Mörder ist. Der Münchner Filmregisseur Herbert Achternbusch, der im Waldviertel ein Haus hat, sagte in einem Interview: „Wer beim verheerenden Zustand dieser Welt noch an Gott glaubt, ist ein Ferkel.“ Der Herr Achternbusch möchte also Gott verantwortlich machen für die verhungernden Kinder. Gott ist aber ganz sicher nicht der Mörder der verhungerten Kinder. Gott liebt seine Kinder – er möchte, dass es ihnen gut geht und er möchte, dass sie anständig leben können und nicht verhungern. Es ist einfach unfair, Gott für alles verantwortlich zu machen, wo wir menschlich keine Erklärung haben. Beim Tod der Millionen verhungerter Kinder gibt es aber eine Erklärung. Es sind nicht vorrangig konkrete Personen, die wir als Mörder / Mörderin vor den internationalen Gerichtshof zerren können so wie man einen Slobodan Milosevic als Mörder nach dem Jugoslawien-Krieg vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gebracht hat. 

Die Mörder an den verhungernden Kindern, das sind die ungerechten Wirtschaftsstrukturen auf unserer Welt, die Inseln von unermesslichem Reichtum schaffen und Millionen von Menschen dem Hungertod preisgeben. Es ist das sogenannte neoliberale kapitalistische Wirtschaftssystem, das die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Wir spielen weltweit auf einem schiefen Fußballfeld. Die einen müssen ständig bergauf spielen und die anderen spielen bergab. Obwohl es auch bei uns in Österreich Armut gibt, gehören wir als Österreicherinnen und Österreicher weltweit zu denen, die bergab spielen. Das kapitalistische Wirtschaftssystem regelt nicht nur den Markt und die Preise auf dem Markt – es entscheidet auch über Leben und Tod von Millionen Menschen. Papst Johannes Paul II. hat diese Wirtschaftsstrukturen „Strukturen der Sünde“ genannt. Der große Theologe Karl Rahner sagte: „Wir sind reich, weil die anderen arm sind – weil die Wirtschaftsstrukturen ungerechterweise so sind, dass sie uns immer reicher und die Menschen in der südlichen Hemisphäre immer ärmer machen. Wir stehlen zwar nicht persönlich, aber wir nehmen teil am kollektiven Diebstahl.“ 

Wie gehen wir mit den Menschen um, die dem Hunger im eigenen Land entfliehen. Wir nennen sie in unserem Land „Wirtschaftsflüchtlinge“ und wir erkennen die Flucht vor dem Hunger nicht als Fluchtgrund an. Ein Fluchtgrund ist nur, wenn man in Kriegsgebieten verfolgt wird. Ich habe vor kurzem im Zug ein zwanzigjähriges Mädchen aus Nigeria getroffen. Sie erzählte mir, dass sie wegen des Hungers aus ihrer Heimat geflohen ist. Unter unvorstellbaren Bedingungen war sie zwei Monate lang mit anderen „Boat people“ auf dem Meer unterwegs – dann war sie zwei Monate im Flüchtlingsauffanglager in Traiskirchen und jetzt arbeitet sie als Sexsklavin im Bordell. Sie sage mir, dass sie diese Arbeit zutiefst anwidert, aber nur als Prostituierte oder mit dem Decknamen Tänzerin“ darf sie hier in Österreich bleiben – sonst würde sie sofort abgeschoben. Viele Gesetze und besonders die AusländerInnengesetze sind lieblos und stehen im Widerspruch zur Botschaft des Evangeliums. 

Wenn Amnesty International die Armut zu ihrem Hauptthema gemacht hat, dann deshalb, weil hier Menschenrechte aufs Gröbste Verletzt werden. Amnesty ist die größte Menschenrechtsorganisation der Welt und Amnesty denkt und handelt auch global. Es ist ein Grundrecht für alle Menschen auf dieser Erde, dass sie menschenwürdig leben können. Zu einem menschenwürdigen Leben gehört, dass ich mich satt essen kann, dass ich eine anständige Wohnung habe – auch die Gesundheitsversorgung und eine Arbeit gehört zu einem menschenwürdigen Leben. 

Bei uns in Österreich hat die Armut ein anderes Gesicht als die Armut in Afrika. Es ist aber auch bei uns Armut und wir sollen auch vor der Armut in Österreich nicht die Augen verschließen. Bei uns heißt Armut vor allem soziale Ausgrenzung. Mit der Armut dürfen wir uns niemals abfinden – ob es die Armut bei uns oder die Armut in der Dritten Welt ist. Jesus hat zwar die Armen geliebt und er ist auf ihrer Seite gestanden, aber die Armut selbst hat er gehasst. Er war deshalb so hart in seinem Urteil gegenüber den Reichen, weil sie nicht oder zu wenig bereit waren, vom Reichtum abzugeben und mit den Armen zu teilen. Der arme Lazarus hat nur die Brosamen bekommen, die vom Tisch des reichen Prassers herunter gefallen sind. Ähnlich ist die Situation heute. Bringen wir wirklich spürbare Opfer für die Armen auf der Welt? Der österreichische Staat hat sich gesetzlich verpflichtet. 0,7 Prozent vom Bruttosozialprodukt für Entwicklungshilfe zu geben. Noch nie haben sie diese 0,7 Prozent gegeben – ich glaube, es sind jetzt, 0,25 Prozent, die gegeben werden. Sie haben jetzt auch wieder für die Caritas-Haussammlung gespendet. Ich glaube, dass dieses Geld tatsächlich den Armen der Welt zugute kommt. Die Kirche tut tatsächlich viel für die Armen und sie ist stark in der Caritas. Caritas als Armutsbekämpfung ist aber zu wenig. Die Kirche ist schwach in der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit heißt weltweite Strukturen zu schaffen, wo die Kluft zwischen Arm und Reich nicht mehr auseinander geht, Strukturen, wo es nicht mehr möglich ist, dass die Broker im Casinokapitalismus Millionen verdienen – Strukturen, wo eine Verteilungsgerechtigkeit, eine Umverteilung von reich zu arm stattfindet. Man kann nicht über die Armut reden, ohne zugleich auch über den Reichtum etwas zu sagen. Der Dichter Bertold Brecht sagt: „Wärst du nicht reich – wär’ ich nicht arm.“ Es muss ein Umdenken in den Köpfen stattfinden. Es muss eine Zeit kommen, wo die Reichen nicht mehr angeben, mit ihrem Reichtum, sondern wo sie sich schämen müssen wegen ihres Reichseins. Es muss eine Zeit kommen, wo die Menschen nicht mehr jene Parteien wählen, die ein Anwalt der Reichen sind, sondern jene, die eine stärkere Besteuerung der Reichen – eine Umverteilung fordern. 

Bei den Salzburger Festspielen wird jetzt am Domplatz wieder der „Jedermann“ aufgeführt – jenes Stück vom reichen Mann, der am Ende seines Lebens Rechenschaft über seinem Reichtum abgeben muss. Mir ist auch aufgefallen, dass in den Medien nur berichtet wird, wie sexy die Buhlschaft ist und welche Ausstrahlung der Ofczarek hat – es wird aber nichts gebracht über den Inhalt des Stückes. Diese Warnung vor dem Reichtum nimmt anscheinend niemand ernst. Jesus hat sehr eindringlich vor dem Reichtum gewarnt. Er sagt: „Du Narr, noch heute Nacht wird das Zelt deines Lebens abgebrochen.“

Ich möchte schließen mit einem Gebet von Erzbischof Helder Camara, das er als Gebet für die Reichen betitelt:

„Herr, hilf allen, die sich bereichert haben und sei es auch durch harte Arbeit. Überzeuge sie, dass die beste Erbschaft für ihre Kinder das lebendige Beispiel der Gerechtigkeit ist, der offenen Hände und des offenen Herzens – der Freiheit vom Geld, das zum Dienen gebraucht wird und nicht zum Götzen erhoben wird. En Scheckbuch lässt sich in den Tod nicht mitnehmen. Angesichts der Ewigkeit gibt es nur eine einzige Währung: getane, gelebte Liebe.“

Brasilien: Wasserkraft ist Todesurteil für Amazonas

Staudamm-Betroffene: "Belo Monte bestimmt Schicksal des Landes"

Der Boom an geplanten Wasserkraftwerksbauten in Brasilien ist drauf und dran, den gesamten Amazonas-Regenwald zu vernichten. Internationale Konzerne profitieren davon kurzfristig, während die Bevölkerung und die Natur dafür bezahlen. Davor warnen Leonardo Bauer Maggi und Iury Charles von der Bewegung der Staudamm-Betroffenen Brasiliens.

Aktueller Anlass ist die Verleihung des alternativen Nobelpreises an den austro-brasilianischen Bischof Erwin Kräutler, der zu den prominentesten Kritikern des Ausbaus der brasilianischen Wasserkraft zählt. Kräutler hat unlängst im Interview mit Pressetext das Dammprojekt "Belo Monte" am Xingu-Fluss als "Dolchstoß für den Amazonas" bezeichnet. Im Vorfeld der Auszeichnung hat die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar die beiden MAB-Sprecher nach Österreich eingeladen.

Eldorado der Konzerne

Brasilien ist schon heute nach China und Kanada drittgrößter Produzent von Strom aus Wasserkraft mit einem Weltanteil von einem Zehntel. 60 Prozent davon stammen aus dem Amazonas. Geht es nach der frisch gewählten Präsidentin Dilma Rousseff, die unter Amtsvorgänger Lula da Silva Energieministerin war, so soll die Wasserkraft zur Triebfeder von Brasiliens Wirtschaftsboom werden. 70 zusätzliche Wasserkraftwerke sind in Amazonien derzeit geplant. Bis 2030 sollen es laut Bauer Maggi 2500 Staudämme mehr werden - 1450 davon zur Energieerzeugung, der Rest für die künstliche Bewässerung der Agrarindustrie.

Die Wirtschaftskrise hat diese Entwicklung beschleunigt, erklärt der Aktivist. "Die Konzerne modernisieren ihre Produktionsstätten und suchen billigere Alternativen zu fossilen Treibstoffen. Der günstigste Strom ist für sie jener aus Wasserkraft." Deren Nutznießer ist in erster Linie die exportorientierte Industrie wie etwa Aluminium-, Stahl- und Zellulosewerke. Auch alle großen Autohersteller sind bereits mit Produktionsanlagen in Brasilien vertreten. Da Wasserkraft als CO2-freundliche Alternativenergie gilt, kann Brasilien dank ihr sogar Emissionspapiere verkaufen.

Katastrophe für Mensch und Natur

"Die Rechnung stimmt so jedoch nicht", warnen Bauer Maggi und Charles. Fast geschenkt erhält den Wasserkraft-Strom nur die Industrie. Privathaushalte, die nur 22 Prozent der Energie verbrauchen, bezahlen einen bis zu zehnmal höheren Preis – den fünfthöchsten Stromtarif der Welt. Zudem haben viele Brasilianer noch keinen elektrischen Strom. "Das größte soziale Problem sind jedoch Vertreibungen durch Kraftwerksbauten", so Bauer Maggi. Brasilien hat schon heute eine Million Vertriebene, von denen nur jeder Dritte für die Enteignung jemals eine Einmal-Entschädigung von umgerechnet 100 Euro bekam. "Die Dämme haben mehr Leute von ihrem Grund und Boden vertrieben als durch die viel diskutierte Landreform Land erhielten."

Noch weiter dürften jedoch die Umweltschäden reichen, die im Schlepptau des Wasserkraft-Ausbaus und der Unterbrechung der Wasserkreisläufe bevorstehen. "Man sagt, der Kapitalismus frisst seine Kinder. In diesem Fall ist das Opfer die Mutter Natur des Amazonas-Regenwaldes, dem die Kraftwerke ein Ende bereiten", schildert Bauer Maggi. Alle Ressourcen würden schrittweise ausgebeutet - durch den Energiesektor, die Privatisierung des Wassers und in Folge des logistischen Anschlusses durch Straßen- und Zugsverbindungen. "Gibt es gute Verbindungen ins Zentrum des Amazonas, so öffnet das die Türe weiter für Bioethanol-Plantagen, Bergbauunternehmen und die industrielle Landwirtschaft."

 

Belo Monte hat hohen Symbolwert

 

Das von Bischof Kräutler besonders kritisierte Staudamm-Projekt "Belo Monte" am Xingu-Fluss hat immensen Symbolwert für die Politik, erklärt Bauer Maggi. "Das ist nicht nur wegen des jahrzehntelangen Widerstandes der Lokalbevölkerung. Die Infrastruktur für seinen Betrieb ist Voraussetzung für die industrielle Nutzung der anderen Amazonas-Zuflüsse weiter westlich." Belo Monte würde nach der Fertigstellung nur einen Effizienzgrad von zehn Prozent erreichen. Für einen rentablen Betrieb sind mindestens zwei weitere Staudamm-Neuerrichtungen im Oberlauf des Xingu-Flusses notwendig.

 

Kräutler und auch die beiden Sprecher der Betroffenen-Bewegung kämpfen weiter um die Verhinderung der Energiepläne. Dazu gehört die lokale Vernetzung der Staudamm-Leidtragenden, deren juristische Unterstützung und das internationale Anprangern der Betreiber, erklärt Bauer Maggi. "Denn die Profiteure der Wasserkraft sitzen nicht in Brasilien, sondern in den Industrieländern des Nordens. So hofft etwa die österreichische Andritz, die deutsche Voith oder die französische Alstom Hauptanwärter auf eine Beteiligung an den aktuellen Projekten."

 

Erbe der Welt

Europa muss sich der Bedeutung der Erhaltung des Amazonas-Regenwaldes bewusst werden, so der Aktivist. "Der Amazonas gehört nicht Brasilien, sondern ist Teil des Welterbes. Der Kampf gegen Belo Monte und seine Folgeprojekte ist somit Angelegenheit der ganzen Welt.

 

 TERMINE:

 Wir sind Kirche Termine

 Dienstag. 7. Dezember 201019.00 Uhr; Mag. Johannes Wahala, „Sexueller Missbrauch – Ursachen – Bewältigungsstrategien“,  Pfarre St. Gertrud / Währing, Unterkirche, 1180 Wien, Währinger Straße 95, (Die Pfarre St. Gertrud erreichen Sie am besten mit der Linie U 6 bis zur Station Währinger Straße und dann mit den Linien 40 oder 41 eine Station stadtauswärts)

 Donnerstag, 9. Dez., 19.00 Uhr, Donnerstagsgebet für Reformen in der katholischen Kirche, Pfarre Guter Hirte, 4030 Linz, Am Steinbühel 31

 Dienstag, 14. Dezember, 19.00 Uhr, Peter Landesmann, Die Geburt des Christentums aus dem Judentum, im Rahmen der Wiener Vorlesungen, Wiener Rathaus, Festsaal, Feststiege I, Lichtenfelsgasse 2, 1010 Wien

 

Buchtipp: Die Stimme des Kindes

von Anna Maria Goja ist ein Buch, das die Liebe zum Thema hat und die Fragen nach dem „Woher komme ich?“, „Wohn gehe ich?“ und „Wozu bin ich da?“ erörtert. (ISBN 978-3-86805-309-8)


Katholisches Bildungswerk St. Nepomuk,

1020 Wien, Rotensterng. 33-35, U1 Nestroyplatz, Ausgang Rotensterngasse

Mittwoch, 16. Februar 201119.30 Uhr, Mag. Martin Schenk, Armutsgefährdung in Österreich

Mittwoch, 6. April 201119.30 Uhr, Dra. Annemarie Fenzl, Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn meines Lebens? Meine Erinnerung an Kardinal Dr. Franz König

Infos: www.pfarre-nepomuk.at

 

www.findfightfollow.at

Die nächsten Gottesdienste: Sonntag, 5. Dezember, 18.00 Uhr Eisenstädter Dom, Domplatz 1, Sonntag, 13. März 2011,  Jugendkirche Wien, 1050 Wiedner Hauptstr. 97, weitere Infos auf der Homepage


KAB Vesper

Die Vesper der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung St. Pölten findet jeden letzten Sonntag im Monat um 20.00 Uhr im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) statt. 

 

Ökumenische Gottesdienste im Karl-Marx-Hof

finden jeweils um 10.00 Uhr in den Räumen des PensionistInnenclubs, Eingang Grinzinger Straße, Ecke Heiligenstädter Straße statt: Erster Adventsonntag, 28. November 2010, Heilig-Drei-Köng, 6. Jänner 2011, Sonntag, 13. Februar, Sonntag, 6. März, Sonntag, 3. April.



Sadocc

Dienstag, 30. November, 19.00 Uhr, Dr. Walter Sauer, 20 Jahre unabhängiges Namibia, Cafe Sternhagel, 4020 Linz, Pfarrplatz 10a.

Donnerstag, 16. Dezember, 19.00 Uhr,  Robert Alder, Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union in Angola: Ernährungssicherheit, Ländliche Entwicklung, Entminung,  SADOCC-Bibliothek, 1040 Wien, Favoritenstraße 38/Stiege18/1



Barbarafeier

der Betriebsseelsorge Traisental am Samstag, 4. Dezember 2010 um 17.00 Uhr im Stift Herzogenburg.

 

 LEHRGANG GEWALTFREIHEIT

 Ausbildung zur Friedensarbeit

aktive Gewaltfreiheit, eigenes Konfliktverhalten, konstruktive Konfliktlösung, Analyse von struktureller Gewalt, gewaltfreie Aktion, Friedensprozesse nachhaltig unterstützen, Kultur des Friedens u.v.m.

von März bis November 2011  5 Wochenendmodule (Ort: Wien).  Eine Woche im Sommer

Teilnahmebeitrag: € 850,- + Fahrt- und Aufenthaltskosten

Information und Anmeldung: Internationaler Versöhnungsbund, österreichischer Zweig, Lederergasse23/3/27, A – 1080 Wien, Tel., Fax: 01 – 408 53 32, Email: office@versoehnungsbund.at www.versoehnungsbund.at

 

Evangelische Akademie

Montag, 6. Dezember, 19.00 Uhr, Neue Impulse zur Strafrechtsethik – wie gehen wir in der Gesellschaft mit Kriminalität und der so oft geforderten Sicherheit  um, Evangelische Superintendentur, 1030 Wien, Hamburgerstraße 3

Dienstag, 7. Dezember, 19.00 Uhr, Eröffnung der Ausstellung „Im Oktober die Engel“ mit der Künstlerin Ildiko Sera, Ausstellung bis 11. Februar 2011, Albert Schweitzer-Haus, 1090  Wien; Schwarzspanierstraße 13.

Mittwoch, 8. Dezember, 9.00 Uhr – 13.00 Uhr, Feministische Bibelauslegung in drei Generationen, Buchpräsentationen und Tagung im Gedenken an Evi Krobath,  ReferentInnen: Astrid Bamberger (Uni Wien), Marianne Grohmann (Uni Wien), Irmtraud Fischer (Uni Graz), Ulrike Sals (Uni Bern), Albert Schweitzer-Haus (Adr. s.o.)

Die Zehn Gebote gelten als Fundament der Ethik ... ... und werden häufig in unterschiedlichsten Zusammenhängen zitiert. Was aber sind ihre tatsächlichen Bedeutungen und wie können und sollen wir sie heute für unser Leben interpretieren. Mit Barbara Rauchwarter,

1. Abenate year="2010" day="2" month="12" ls="trans" w:st="on">2. Dezember 2010

2. Abend Gebote  4, 5, 6: Donnerstag, 27. Jänner 2011
3. Abend Gebote 7, 8, 9. 10: Donnerstag, 3. Februar 2011

Jeweils 18.30 – 20.30 Uhr im Albert Schweitzer-Haus (Adr. siehe oben)

 

 Weihnachtskonzerte

 Donnerstag, 2. Dezember, 19.00 Uhr, Weihnachtskonzert, Hortus Musicus, 1200 Wien, Brigittaplatz 10

 ADVENTure – festliche Chormusik

am Freitag, 3. Dezember, 19.30 Uhr, Herz-Jesu-Kirche, 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 137 und am Samstag, 4. Dezember, 20.15 Uhr, Pfarrkirche 4055 Pucking/Linz

 Benefizkonzert für verfolgte ChristInnen am Freitag, 3. Dezember, 19.00 Uhr, Lutherische Stadtkirche, Dorotheergasse 18, mit Gospel Chor Spirit US und St. Ephraim Chor der Syrisch Orthodoxen Kirche

 Weihnachtliche Musik aus Lateinamerika und aller Welt am Samstag, 4. Dezember und am Samstag, 18. Dezember jeweils um 20.00 Uhr im CentrOnce Stadtteilzentrum Simmering, 1110 Schneidergasse 15/5 U3 Zipperstraße

 Wiener Rathaus: Chöre aus den verschiedensten Ländern der Welt werden im Rahmen des Internationalen Adventsingens 2010 an den vier Adventwochenenden jeweils am Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertag von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr im Festsaal des Wiener Rathauses zu hören sein.  

Infos: http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/adventprogramm.pdf

 

Friedensratschlag Kassel

Das heurige Treffen der deutschen Friedensbewegung am ersten Dezember-Wochenende steht unter dem Motto „Globaler Kampf um Rohstoffe, Wasser und Energie: die Ausplünderung der Welt stoppen, die atomare Selbstzerstörung der Menschheit  verhindern, Kriege beenden – Kriegsursachen bekämpfen – Armut beseitigen.“  Die Dokumentation des vorjährigen Ratschlages „Krise, Kapitalismus und Krieg – den Kreislauf durchbrechen“ ist erschienen. Nähere Infos auf der Homepage http://ag-friedensforschung.de

  

Donauwelle

Zum Abschluss der Ökumenischen Friedensdekade gibt es eine Veranstaltungsreihe entlang der Donau vom Ursprung bis zum Schwarzen Meer. In Wien ist am Donnerstag, 17. Februar um 19.00 Uhr eine Friedensvesper in der Donaucitykirche geplant.

 

10 Jahre Donaucitykirche

In der Broschüre zum Jubiläum wurde eine Seite der Arbeit der Friedensinitiative Donaustadt gewidmet. Beim Festgottesdienst am 21. November lobte Weihbischof DDr. Helmut Krätzl die Arbeit der Friedensinitiative in seiner Predigt. Wir danken Pater Albert Gabriel SDS und der Donaucitykirche für die Unterstützung der Friedensarbeit.

 

 Friedensinitiative Donaustadt

Jeden zweiten Dienstag im Monat trifft sich die FI 22 um 19.00 Uhr in der Donaucitykirche, 1220 Wien, Donaucitystraße 2 (U1 Kaisermühlen - VIC):

 Di., 14. Dez.: Manfred Sauer (OMEGA/IPPNW), Bundesheer quo vadis –  Die neue österreichische Sicherheitsdoktrin

 Di., 11. Jänner 2011: Bischof Dr. Michael Bünker, Gerechter Friede statt gerechter Krieg

 Di., 8. Februar 2011, „Die Waffen nieder - dem Elend ein End“ Friedenslieder, gesungen und erklärt von Ernst Toman, und Texte von Dorothee Sölle, gelesen von Alois Reisenbichler

  

Bücher aus der Friedensforschung

Die Referate der heurigen Sommerakademie des Friedensforschungsinstitutes Schlaining  werden in dem Buch „Krieg im Abseits – ‚Vergessene Kriege’ zwischen Schatten und Licht oder das Duell im Morgengrauen um Ökonomie, Medien und Politik‚“, LIT-Verlag, Münster-Berlin-Wien, Voraussichtl. Preis € 9,80 zzgl. Porto, dokumentiert. Das Buch „Preis des Krieges – Gespräche über die Zusammenhänge von Wirtschaft und Krieg“ wurde neu aufgelegt, Euro 14.00. Die Bücher der Sommerakademien der Vorjahre sind  auch lesenswert. Infos: Dr. Thomas Roithner, Mail roithner@aspr.ac.at www.thomasroithner.at

 

  

BITTE UM SPENDEN

an Konto 040-32-675, Erste Öst. Sparkasse, BLZ 20111,

 Christen f. d. Friedensbewegung

 

Die Kosten stiegen und steigen und ….

 

Daher unsere große Bitte an Sie und dich / euch!!

 

E-Mail: friedenschristinnen@gmx.at

Friedensbüro: pax.vienna@chello.at

 

 IMPRESSUM: MedieninhaberIn, HerausgeberIn, VerlegerIn: Arbeitsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung; alle: 1150 Wien, Oeverseestraße 2c, Eigendruck: Gestaltung: Andreas Pecha, Alois Reisenbichler, Sabine Strobl.

Offenlegung: EigentümerIn: 100 % Verein Aktionsgemeinschaft Christinnen und Christen für die Friedensbewegung, Blattlinie: Unterstützung der Friedensarbeit in den Kirchen und der Friedensbewegung, Diskussionsforum zu Christentum und Friedenspolitik.

 

 

 



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