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COMPUTER UND SCHACH

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- Die aktuellen Schlagzeilen -
Ältere Schlagzeilen finden Sie hier

 

 

Finale (16.2. - 22.2.06)

Hauptrunde: Fritz vs. Rybka - 3 zu 1. Fritz gewinnt das Masters 05/06! Herzlichen Glückwunsch!



Hauptrunde, Spiel um den dritten Platz: Zappa vs. Deep Shredder - 0,5 zu 2,5. Deep Shredder ist Dritter der Hauptrunde!


Sonderpreis: Ktulu vs. Spike - 1 zu 3. Spike gewinnt den Sonderpreis!

Sonderpreis, Spiel um Platz 3: Hiarcs vs. SmarThink - 3 zu 1 - Hiarcs ist Dritter des Sonderpreises!



Spiel der Finalzweiten: Rybka vs. Ktulu - 3 zu 0. Rybka gewinnt das Match der Finalzweiten!

 

 

Halbfinale (9.2. - 15.2.06)

Hauptrunde: Multiprozessor-Engines sind draußen!

Wer hätte angesichts des Aufmarsches an Dual- und sogar Quad-Maschinen erwartet, dass sich im Finale zwei Single-Engines gegenüber stehen würden? Wahrscheinlich kaum jemand, auch wenn mit Rybka natürlich die z.Zt. stärkste Engine derzeit nur Single-CPUs unterstützt - und selbst darauf allen MP-fähigen Programmen überlegen zu sein scheint!

 

Beide Halbfinals liefen dramatisch ab:
Im ersten standen sich der aktuelle Weltmeister Zappa unter der Obhut von Erdogan Günes und das Spitzenprogramm aus dem Hause ChessBase Fritz 9 mit Bediener Peter Schramm gegenüber. Zappa spielte in den ersten beiden Partien "nur" auf Dual, hatte jedoch damit trotzdem noch einen erheblichen Hardwarevorteil gegenüber Fritz. Trotzdem konnte Peter Schramms Schützling die erste Partie souverän gewinnen, ließ sich in keine Falle locken und den WM recht blass aussehen. In der zweiten Partie passierte dann aus Zappas Sicht etwas äußerst unerfreuliches: Es trat eine Art Ponder-Bug auf, bei welchem manchmal Züge unmittelbar nach dem gegnerischen Zug ausgespielt wurden - natürlich bei sehr geringer Rechentiefe (~8) und keineswegs taktisch abgesichert. So passierte es dann auch, dass eine vollkommen remisliche Stellung am Ende von Zappa noch verloren wurde, eben weil im entscheidenden Moment dieser Bug auftrat. Nach zwei Partien führte Fritz also schon mit 2-0, ein fast nicht mehr einholbarer Vorsprung. In der dritten Partie musste Erdo alles auf eine Karte setzen und hatte sich exzellent auf seinen Gegner (und dessen Eröffnungsbuch) vorbereitet: Zappa war nicht nur über 20 Züge länger im Buch, sondern wurde auch in eine Stellung entlassen, die er in Testmatches auf Erdos Rechner gegen Fritz gewonnen hatte. So geschah es auch hier; Sieg für Zappa und nur noch 2-1 für Fritz. In der letzten Partie hätte Zappa dann mit Schwarz gewinnen müssen - eine fast unlösbare Aufgabe. Doch Fritz wickelte geschickt in ein Turmendspiel ab, das trotz leichtem Vorteil von Zappa nicht mehr gewonnen werden konnte. Damit stand Fritz als erster Finalist fest.

 

Das zweite Halbfinale war noch wesentlich spannender und frei von vermurksten Zügen aufgrund von Programmfehlern: Hier standen sich Titelverteidiger Zor_champ mit Deep Shredder 9 und Volker Göbel mit Überflieger Rybka gegenüber. Nach dem Remis in der ersten Partie konnte Shredder die zweite Partie mit Weiß gewinnen - eine geschickt ausgetüftelte Eröffnungsfalle war im Wesentlichen ausschlaggebend für diesen Sieg. Die nächste Partie endete wieder Remis, so dass es auf das letzte Spiel ankam. Rybka gelang hier, was Zappa nicht geschafft hatte: Er gewann mit Schwarz und konnte so in die Verlängerung (4 Partien á 15m+15s) einziehen. Nach drei Partien in dieser Verlängerung führte Rybka schon mit 2-1, alle erwarteten, dass sich Rybka nun in der letzten Partie die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen würde. Doch es kam anders: Shredder konnte noch einmal kontern und fuhr die vierte Verlängerungspartie mit druckvollem Spiel nach Hause! Also 2-2 auch nach Verlängerun - nun musste die erste Gewinnpartie entscheiden. Hier ließ Rybka dann mit einer sehenswerten Leistung nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit diesem Sieg den Einzug ins Finale. Der Titelverteidiger war also geschlagen - auch in diesem Jahr wird es einen neuen Masters-Sieger geben!

 

Im alles alles entscheidenden Finale stehen sich also Fritz und Rybka gegenüber. Kann Fritz seine gute Leistung aus dem Halbfinale wiederholen und dem Favoriten Rybka ein Bein stellen? Oder wird der heißeste Titelaspirant Rybka auch die letzte Hürde bis zum Titelgewinn noch meistern können?


Sonderpreis:  Zweimal klare Sache
Die Viertelfinalentscheidungen waren denkbar knapp und wurden für so manchen Bediener zur Nervenschlacht. Ganz anders verliefen beide Halbfinalbegegnungen - hier gab es jeweils sehr klare Entscheidungen bereits nach 3 gespielten Partien.

Das Programm des iranischen Autors Rahman Paidar macht Bediener Rainer Serfling bislang viel Freude - in der Vorrunde konnte er damit zweimal den vermeintlichen Favoriten ein Bein stellen - am Ende hätte es sogar fast für einen Einzug in die Hauptrunde gereicht. Im KO-Wettbewerb des Sonderpreises hingegen läuft es für Ktulu sogar noch besser: Bislang musste Rainer noch nicht in die Verlängerung gehen, denn sein Schützling machte immer schon nach 3-4 Partien alles klar. So auch im Halbfinale - Ktulus Gegner SmarThink scheint der iranischen Engine besonders zu liegen, denn "Smarti" unterlag relativ chancenlos mit 0,5 zu 2,5. SmarThink Bediener Michael Koppel, der das Progarmm nach der Vorrunde von Werner Schüle übernommen hatte, bemerkte nach der Entscheidung zu Recht, dass sein Schützling im Halbfinale nicht gerade überragendes Schach gezeigt habe.

In der zweiten Halbfinalbegegnung standen sich Spike (in einer neuen Entwicklungsversion und der schon etwas ältere aber immer noch starke Hiarcs 9 gegenüber. Jeder rechnete eigentlich mit einer knappen Entscheidung, doch es kam anders: Spike konnte die ersten beiden Partien gewinnen und hatte bereits in Partie 3 seinen ersten "Matchball". Diesen nutzte er so, als hätte er gewusst, dass ihm ein Remis zum Weiterkommen reichen würde - er tauschte alle Figuren zielstrebig ab und landete in einem totremises Bauernendspiel. Eine vierte Partie war also nicht mehr erforderlich, da Spike bereits mit 2,5 Punkten uneinholbar vorne lag. Beide Bediener und die Zuschauer zeigten sich gleichermaßen beeindruckt von Spike ob dieser unerwartet starken Vorstellung, denn bislang hatte das deutsche Programm immer etwas Mühe gehabt, sich gegen die jeweiligen Gegner durchzusetzen.

Es steht uns also auch hier ein spannendes Finale bevor: Ktulu / Serfling vs. Spike / Klaustermeyer - welche dieser wohl ungefähr gleichstarken Programme wird am Ende triumphieren können?

 

 

Viertelfinale (2.2. - 8.2.06)

Hauptrunde: Favoritensterben - nun hat es beide Fruits erwischt!

Während die beiden Fruit-Engines und ihre Bediener im Achtelfinale noch gut Lachen hatten, blieb ihnen dieses in dieser Runde des KO-Wettbewerbes im Halse stecken - Fruit / Keck unterlag Zappa / Günes, während sich Fruit / Schwartmann dem Titelverteidiger Deep Shredder / Zor_champ geschlagen geben musste! Letztere Entscheidung fiel erst in der Verlängerung, welche Shredder dann aber klar mit 3 - 0 für sich verbuchen konnte.

In den beiden anderen Begegnungen setzten sich allerdings die Favoriten durch: Rybka / Göbel bleibt weiterhin auf Titelkurs und verwies Deep Shredder / Schüle auf seinen Platz. Die letzte Viertelfinalbegegnung The King vs. Fritz konnte das ChessBase-Programm für sich entscheiden - ebenfalls mit dem deutlichen Ergebnis 2,5-0,5.

Die Halbfinalbegegnungen lauten also Zappa / Günes vs. Fritz / Schramm und Rybka / Göbel vs. Deep Shredder / Zor_champ.

 


Sonderpreis: Entscheidungen fallen erst im Tie-Break
Spannender hätte es für Bediener und Zuschauer kaum kommen können - 3 der 4 Viertelfinalbegegnungen fielen erst in der Verlängerung! Dort konnte sich dann SmarThink / Koppel allerdings mit 3-0 gegen Loop List / Schiklang durchsetzen - eine überraschend deutliche Entscheidung, wenn man bedenkt, dass List die Nr.1 der Setzliste war. Ebenfalls recht deutlich fiel das Ergebnis des Stechens zwischen Hiarcs / Wandersleben und Ktulu / Draeger aus: Mit 2,5 zu 0,5 konnte der altbewährte Hiarcs die noch junge Engine Ktulu besiegen. Die dritte Tie-Break Entscheidung war die engste: Spike gewann nach drei Remisen erst die vierte Verlängerungspartie gegen Pro Deo - nach einer wahren Remisserie von 7 Unentschieden (auch die vier 60m+15s Partien endeten Remis) eine denkbar knappe Entscheidung. Die letzte Viertelfinalbegegnung wurde zwischen Ktulu / Serfling und Ruffian / Werner ausgetragen: Hier war die iranische Engine Ktulu erfolgreicher und konnte Ruffian 2,5-1,5 ohne Verlängerung bezwingen.

Die Halbfinalbegegnungen lauten also Ktulu / Serfling vs. SmarThink / Koppel und Spike / Klaustermeyer vs. Hiarcs / Wanderleben.

 

Achtelfinale (26.1. - 1.2.06)

Hauptrunde: Enttäuschung beim Gandalf-Team - beide Gandalfs müssen das Feld räumen.
Zweimal Deep Shredder vs. Deep Gandalf im Achtelfinale der Hauptrunde, das versprach einiges an Spannung. Gerechterweise hätte jeweils ein Programm von jeder Art weiterkommen sollen, doch es kam anders: In beiden Begegnungen setzte sich Shredder durch! Dabei war es ein harter Kampf, denn die Entscheidung viel bei beiden Matches erst in der Verlängerung. Da Gandalf möglicherweise kein ganz so guter Schnellschachspieler ist wie Shredder, behielt das deutsche Programm letztendlich die Oberhand. Allerdings ist auch immer etwas Glück mit im Spiel und dieses war nun einmal nicht auf der Seite des dänischen Zauberers. Die Enttäuschung über das Ausscheiden war vor allem dem hochmotivierten Gandalf-Bediener und Betatester Christian Goralski anzumerken - nichtsdestotrotz war er ein sehr fairer Verlierer und wünschte seinem Gegner Werner Schüle alles Gute für die nächste Runde. Ebenso reagierte auch der zweite Gandalf-Betreuer Franz Wiesenecker, der noch in der Vorrunde gegen Deep Shredder eine saubere Bilanz von 2 aus 2 aufzuweisen hatte. Mit einem erneuten Titelgewinn von Gandalf (wie im beim OM 2002/03) wird es also in diesem Jahr nichts, doch Christian und Franz haben sich vorgenommen, beim nächsten Masters einen neuen Anlauf zu starten!

Weitergekommen sind hingegen beide Fruits: Clemens Keck konnte seinen Schützling gegen Marek Barons Zappa zum Sieg führen, während Andreas Schwartmann sich im Tie-Break gegen Stefan Kleinerts Fritz durchsetzte. Überraschend klar konnten sich auf The King / Mentel gegen Deep Junior / Koc und Fritz / Schramm gegen Toga / Bauer behaupten, obwohl die jeweiligen Unterlegenen in der Vorrunde ihre jeweilige Gruppe dominiert hatten. Ein KO-Wettbewerb ist also eine ganz eigene Herausforderung, denn hier kann eine einzige Niederlage bereits das Ausscheiden bedeuten, während man so etwas bei den Gruppenspielen leichter wieder ausbügeln kann.

 

Sonderpreis: Favoriten setzen sich durch!
Manchmal, aber nur manchmal setzen sich auch bei einem Turnier die Favoriten durch - so geschah es auch weitestgehend im Achtelfinale des Sonderpreises. Beispielsweise konnte Setzlistenerster Loop List souverän über den Setzlistenletzten SOS triumphieren. Härtere Auseinandersetzungen gab es dort, wo die aufeinandertreffenden Engines spielstärkemäßig eng beisammen liegen: So konnte die Entscheidung zwischen SmarThink / Koppel und Spike / De Bruyne erst in der siebenten Partie der Verlängerung fallen, denn SmarThink gewann diese "Sudden Death" Partie. Ein anderes Bild hingegen bot die Begegnung Hiarcs vs. Gandalf: Hiarcs-Bediener Horst Wandersleben hatte nach einer eher enttäuschenden Vorrunde seines Schützlings mit einer Fortsetzung der Negativserie im KO-Wettbewerb gerechnet - und wurde positiv überrascht! Gandalf / Eilmes, der in der Vorrunde sogar Titelfavorit Rybka schlagen konnte und als Setzlistenzweiter in die KO-Runde einzog, verlor chancenlos mit 0,5 zu 2,5.

Weiterhin setzten sich beide Ktulus sehr deutlich gegen ihre jeweiligen Gegner durch, während beide Chess Tiger ihren Kontrahenten unterlagen. Ebenfalls im Viertelfinale stehen nun Pro Deo, Spike und Ruffian.

 


 

Teilnehmerfeld

 

 

Gruppe A

Gruppe B

Gruppe C

Gruppe D

Gruppe E

 

 

 

 

 

Deep Shredder9

Zappa X 

Deep Junior 9

Deep Shredder 9

Zappa 2.1

Zor_ChampTV

Erdogan Günes

Mert Koc

Werner Schüle

Marek Baron

Dual Opteron @ 2,4

A64 X2 / Quad @ 2,2

Quad Opteron @ 2,4

A64 X2 @ 2,7

A64 X2 @ 2,6

Deep Fritz 8

DpShredder7.04

DpGandalf7ßx64

Deep Gandalf 7ß

Deep Junior 9

Jens Hartmann

Longin Bauer

Christian Goralski

F. Wiesenecker

Michael Koppel

Dual Xeon @ 3,6

Dual Opteron @ 2,4

A64 X2 @ 2,35

A64 X2 4800+

A64 X2 4200+

Deep Junior 8

Fruit X

Deep Sjeng ß

Diep

Fritz 9

Klaus Richter

A. Schwartmann

Markus Pillen

André van Ark

Stefan Kleinert

Dual Athlon MP 2800

A64 X2 @ 2,4

A64 X2 @ 2.4

A64 X2 @ 2,4

A64 @ 2,5

Hiarcs 10

Rybka 1.0

Fritz 9

Fruit X

Toga II 1.1

Williamson/Carrisco

Volker Göbel

Peter Schramm

Clemens Keck

Longin Bauer 

A64 @ 2.85GHz

Opteron @ 2,6

A64 @ 2,4

Opteron @ 3,0

A64 @ 2,4 

Toga II 1.1

Pro Deo 1.1

Loop List

CM10/King 3.33

Spike X

Heiko Langhans

Tom Mentel

Michael Schiklang

Tom Mentel

Marc De Bruyne

Athlon XP 2600+

A64 3800+

A64 @ 2,4

A64 3800+

A64 @ 2,2

Smarthink 1.0ß

Chess Tiger  15

Spike X

Hiarcs 9

ChessTiger 15

Werner Schüle

Stefan Ratzmann

T. Klaustermeyer

H. Wandersleben

Norbert Ramus

A64 X2 @ 2,7

Athlon XP 3000+

A64 @ 2,7

Athlon XP 1800+

Celeron 2,8

Ruffian 2.1.0

Gandalf 6

Ktulu 7.5

LGoliath ß 

Deep Crafty 20.1

Norbert Werner

Wilfried Eilmes 

Wolfgang Draeger

Rainer Serfling

M. Baumgartner

Centrino 1,7

Centrino 2,0

A64 X2 4200+

Sempron 3100+

Dual Athlon MP 2800

Ktulu 7.5

Homer ß

The Baron ß

SOS 5.1

Scorpio 1.6b

Rainer Serfling

Uwe Möller

Christian Bartsch

Jürgen Stumpf

Andreas Schmelz

Sempron 3100+

Athlon XP 2400+

Pentium 4 @ 1.5

Athlon XP 2200+

A64 3000+

 

 

 


 

Spieltermine
 
ab 1.12. von Do-So. jede Woche, Uhrzeiten s. Tableau, Ausnahme um Weihnachten, s.o.
 
 

 

 

 

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Die Online-Fachzeitschrift für Computerschach

 

Timo Klaustermeyer

CSS-Autor & Co-Turnierleiter


 

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