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Unruhen in Revel Der sozialistische Maire Audouy und der Rechtsanwalt wurden 1943 verhaftet, zum Tode verurteilt und erschossen. Sie waren das Haupt der Widerstandsbewegung in Revel. Ihre Beisetzung wurde zur Kundgebung der Bevölkerung. Der katholische Pfarrer wollte die Särge vor der Kirche aufbahren, die Kirche beflaggen und die Glocken läuten lassen. Freunde hatten ihn nur mühsam davon abbringen können. Der Zahnarzt stand im Verdacht, der Denunziant gewesen zu sein. An einem hellichten Tag kam eine Gruppe von vier bewaffneten Maquisards in die Stadt, holte den Zahnarzt aus seiner Wohnung und spielte öffentlich auf dem Markt Erschießung. Sie nahm ihn mit in ihr Lager und erschoss ihn dort tatsächlich. Von den Gendarmen keine Spur. Deutsche Besatzung hat es in Revel zwei- oder dreimal jeweils kurze Zeit gegeben. Mehrere deutsche Soldaten sind - wegen des infektiösen Wassers - Typhus gestorben und in Revel beigesetzt worden. Deutsche Dienststellen haben die neue Wasserleitung mit einwandfreiem Wasser erzwungen.
Unvergesslich der 14. Juli 1944, der französosche Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Erstürmung der der Bastille 1789. Der Maquis kam zu einer Feier aus den Bergen in die Stadt. Die Landung der Alliierten war am 7. Juni in der Normandie erfolgt, der Durchbruch bei Avranches stand aber nochbevor. Ganz Frankreich fieberte in Erwartung der Befreiung. Ab 8.00 Uhr morgens hatte der Maquis alle Zufahrtsstraßen nach Revel mit MG-Posten abgeriegelt. Etwa um 10.00 Uhr marschierten gegen 100 Maquisards auf der Straße von St. Féréol nach Revel ein, paradierten um die Stadt auf dem Ringboulevard und dann zum Platz vor der Mairie, wo das Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen des ersten Weltkrieges steht, das hier - wie überall in Frankreich - nur "Momments aux Morts", also "Totenmal" heißt. Der Redner sagte: "Heute kommen wir nur für einige Stunden; sehr bald werden wir für immer hierher kommen!"
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