Über die "september-gesellschaft"
Auf dem Kongress 1966 hat Heinrich Rodenstein darauf hingewiesen, dass die Menschen die Schule als Veranstaltung der Gesellschaft entdeckt hat; nach Rodensteins Worten ein "societatum". Eine der Folgen war, dass die gesellschaftlichen Großverbände ihre Interessen an der Schule bekundeten und ihre Wünsche und Vorstellungen anmeldeten.
Um zu verhindern, dass die Schule in den Konflikt der divergierenden Interessen geriet, mußte ein Weg gefunden werden, die Gruppen zu einem Gespräch miteinander und mit der Lehrerschaft über das Notwendige und Mögliche zusammenzuführen und das im Gespräch gefundene Gemeinsam zu verwirklichen.
Auslöser war das auf dem Kongress 1958 verkündete Manifest "Erziehung entscheidet unser Schicksal". Dieses Manifest trug mehr als tausend Unterschriften. Unter diesen Unterschriften waren nur wenige von Mitgliedern des AGDL (GEW). Die anderen waren von vielen Vertretern aller gesellschaftlichen Gruppen, Abgeordneten, Ministern usw., die die Grundsätze dieses Manifestes bejahten und bekundeten, mit der Lehrerschaft zusamenzuarbeiten. Das war der Anstoß zur Gründung der "september-gesellschaft".
Am 26. September 1958 trafen sich in Hannover auf Einladung Rodensteins folgende Damen und Herren zu einer Besprechung:
Dr. Arlt, vom Deutschen Industrie-Institut,
Dr. Dr. Gather, von der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft,
Werner Hansen, vom Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes,
Von Holtzendorff, Kulturreferent im Niedersächsischen Landvolk,
Dr. Küppers, von der Abteilung Bildung beim Bundesvorstand des DGB,
Kultusminister a.D. Prof. Dr. Luchtenberg,
Frau Anna Mosolf, Ministerialrätin und 3. Vorsitzende der GEW,
Prof. Heinrich Rodenstein, 2. Vorsitzender der GEW und AGDL.
Die Versammlung berief Prof. Dr. Luchtenberg zu ihrem Präsidenten und und einen Arbeitsausschuss zur Vorbereitung weiterer Veranstalungen, in dem auch Heinrich Rodenstein hauptverantwortlich mitarbeitete und nach dem Tode von Max Traeger mit der Federführung beauftragt wurde.
In einer Vielzahl von Tagungen wurden die jeweiligen Vorstellungen der Verbände zur Bildungspolitik vorgestellt und diskutiert. Die "september-gesellschaft" war ein offenes Forum ohne Abstimmungen und Beschlüsse. Sie war eine freie Zusammenkunft Interessierter. Sie vertraute auf die Karft der in der Aussprache abgeklärten Überzeugungen.
Die erreichten Ergebnisse wurden in einer Kundgebung in Dortmund am 24. November 1961, also drei Jahre nach ihrer Gründung, der öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Sie wurden auf der Kundgebung von Heinrich Rodenstein in seinem Beitrag "Gemeinsame Grundüberzeugungen" vorgestellt. (Siehe Referat bei Bungardt, S. 143).
Alle wichtigen Referate und Beiträge wurden in sieben Heften zusammengefasst und veröffentlicht.
"september-gesellschaft - forum für fragen der erziehung und bildung"
Heft 1, Mai 1959
Vorträge, Aussprachen, Vorschläge
1. Veranstaltung
28. November 1958 in Köln
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Referent |
Thema |
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Prof. Heinrich Rodenstein |
Eröffnung und Begrüßung |
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Senator Heinrich Landahl, Hamburg |
Zustand und Entwicklung unseres Bildungswesens |
2. Veranstaltung
23. Januar 1959 in Bonn
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Referent |
Thema |
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Finanzminister Dr. Conrad |
Finanzierung der kulturellen Aufgaben |
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Prof. Heinrich Rodenstein |
Auszug aus dem Protokoll einer Parlamentssitzung, die noch nicht stattgefunden hat. |
3. Veranstaltung
20. März 1959 in Bonn
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Referent |
Thema |
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Professor Dr. Hans Heckel |
Bildungsstatistik, Bildungspolitik und Bildungsfinanzierung |
Heft 2, August 1959
Der Aufwand für Bildungseinrichtungen im internationalen Vergleich
Professor Heinrich Rodenstein, Dieser Schrift zum Gruß
Professor Dr. Friedrich Edding, Der Aufwand für Bildungseinrichtungen im internationalen Vergleich
Eine Zusammenfassung aus Schriften und Vorträgen, die in der september-gesellschaft diskutiert wurden.
Heft 3, April 1960
Vorträge, Aussprachen, Vorschläge
4. Veranstaltung
22. Mai 1959 in Köln
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Referent |
Thema |
Staatssekretär a.D. Dr. Wende,
Mitglied des "Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesens" |
Einführung in den "Rahmenplan zur Umgestaltung und Vereinheitlichung des allgemeinbildenden öffentlichen Schulwesens" |
Prof. Dr. Messerschmidt,
Mitglied des "Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesens" |
Ergänzende Bemerkungen zum "Rahmenplan" |
Dr. Vaubel,
Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände |
Erklärung zum "Rahmenplan" |
Bernhard Tacke,
stellvertretender Vorsitzender des DGB |
Erklärung zum "Rahmenplan" |
Hannshenning v. Holtzendorff,
Bauernverband im Landesverband des Niedersächsischen Landvolks |
Erklärung zum "Rahmenplan" |
5. Veranstaltung
am 18. September 1959 in Wiesbaden
mit einem Referat von Prof. Dr. Schütte, Finanzminister in Hessen
6. Veranstaltung
am 13. November 1959 in Köln
mit einer Zusammenfassung der Diskussionen von Prof. Dr. Luchtenberg in einer
Erklärung der "september-gesellschaft" zum Rahmenplan des Deutschen Ausschusses.
7. Veranstaltung
am 29. Januar 1960 in Köln
mit einem Referat von Schulrat Rudolf Dießel zu den Problemen der Landschule und einer Ergänzung von Rektor Bornholdt.
8. Veranstaltung
Datum und Ort ohne Angaben.
mit je einem Sprecher der Arbeitgeber, des Deutschen Gewerkschaftsbundes und des Landvolkes zu Themen des beruflichen Bildungswesens.
Erstellt wird eine Standortbestimmung - Wo stehen wir?
Und den Stellungnahmen dazu von den Arbeitgeberverbänden,
des Deutschen Gewerkschaftsbundes und
aus den Reihen des Bauernverbandes.
Diese Beiträge sind veröffentlicht im
Heft 4, Juli 1960.
Heft 5, November 1961
mit einer Problemstellung, einer gemeinsamen Stellungnahme und Empfehlungen.
Im Anhang des Heftes sind die Referate der letzten Veranstaltungen zu Themen der beruflichen Bildung abgedruckt.
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Referent |
Thema |
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Josef Leimig |
Probleme des beruflichen Bildungswesens |
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Dr. Heinrich Abel |
Berufsausbildung - Berufsbildung - Menschenbildung |
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Dr. Fritz Arlt |
Äußerungen führender Unternehmer zu Ausbildung und Bildung |
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Dr. Heinrich Abel |
Berufsumschichtung und Berufserziehung |
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Ass. Rolf Weber |
Probleme des Berufswechsels |
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Dr. Günther Gärtner |
Berufsumschichtung - Berufsumbildung |
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Dr. Fritz Arlt |
Menschenbildung in der Arbeitswelt |
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Prof. Dr. Hans-Hermann Groothoff |
Arbeitswelt und Menschenbildung |
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Dr. Heinz Küppers |
Arbeitswelt - Menschenbildung |
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Prof. Dr. Groothoff |
Ergänzender Diskussionsbeitrag |
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Dr. Fritz-Heinz Himmelreich |
Träger der Berufsausbildung |
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Prof. Dr. Wilhelm Hudde |
Die Organisation der Berufsausbildung in der Landwirtschaft |
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Berufsschuldirektor Sommer |
Eine Berufsfachschule als Trägerin der Berufsausbildung |
Heft 6, Dezember 1964
Lehrerbildung - Wirtschaft - Arbeit
Empfang der "september-gesellschaft" am 23. November 1962
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Referent |
Thema |
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Die "september-gesellschaft" |
Zur Ausbildung der Lehrer und Erzieher |
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Fritz Arlt |
Die Wirtschaft - Äußerungen und Beiträge zu Reformen der Lehrerbildung |
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Hannshenning Holtzendorff |
Lehrerbildung und Landwirtschaft |
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Peter Möhring |
Gewerkschaften und Lehrerbildung |
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Prof. Dr. Hans-Hermann Groothoff |
Lehrerbildung, Schule und Gesellschaft im Lichte der Pädagogik |
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Kalendarium |
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Grußworte zum Empfang |
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Heft 7, September 1966
Technische Mittler in Unterricht und Erziehung
Empfang der "september-gesellschaft" am 28. März 1966
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Referent |
Thema |
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Paul Heimann |
Die modernen Massenmedien Film, Funk und Fernsehen als Bildungsmächte der Gegenwartskunde |
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Dr. Johannes Zielinski |
Programmierter Unterricht |
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Dr. Werner Siegfried Nicklis |
Kybernetik und Pädagogik |
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Wolfgang Preibusch |
Über die Arbeit im Sprachlabor |
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In der Sprachenschule der Bundeswehr |
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Dr. Anne Beelitz |
Fernunterricht - Mittel zur Rationalisierung betrieblicher |
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Dr. Fritz Arlt |
Technische Mittler in der betrieblichen Bildungsarbeit |
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Dr. Wolfgang Schneider |
Technische Mittler in der Erwachsenenbildung |
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Karl Gustav Schröder |
Das Schulbuch in der heutigen Bildungsarbeit |
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Dr. Carl-August Schröder |
Die Funktion des Buches in Berufsschule und Betrieb |
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Eugen Bauer |
Schulbau im Spannungsfeld einer sich wandelnden Welt |
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Kalendarium der Veranstaltungen |
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Empfang |
Liste der Gäste |

Empfang der Vertreter der "september-gesellschaft" beim Bundespräsidenten am 29. März 1966 in der Villa Hammerschmidt in Bonn.
Von links: Prof. Dr. Paul Luchtenberg, Präsident der "september-gesellschaft", ein Ministerialrat, Bundespräsident Lübke, Heinrich Rodenstein, Herr Eichler, Hauptgeschäftsführer B.d. A., Graf v.d. Schulenburg, Deutscher Bauernverband, Ludwig Rosenberg, DGB.