Reitunterricht

 

In den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass sehr viele Pferde Probleme haben, die mit dem Umgang und dem Reitstil zusammenhängen. Da kann keine Therapie langfristig helfen, da die Ursache nicht abgestellt wurde.

Ich habe begonnen Reitstunden zu geben und dabei gemerkt wieviel Freude mir das unterrichten macht. Mir liegt eine verständnisvolle, sinnvolle, gesundheitserhaltende  und gesundheitsfördernde Art zu Reiten  die glücklich macht (Pferd und Reiter) sehr am Herzen. Dazu braucht es eine klare und eindeutige Sprache zwischen Pferd und Reiter die eine klare Kommunikation ermöglicht. Viele Pferde verstehen ihre Reiter nicht, weil sie wiedersprüchlich handeln, wiedersprüchliche Hilfen geben oder inkonsequent sind. Sind Pferd und Reiter nicht derselben Meinung entstehen Probleme, die Pferde wehren sich, die können sie auf sehr vielfältige Weise äussern, sie rennen, laufen nicht vorwärts, bocken, geben nicht nach usw. das kennt bestimmt jeder.

Nur, wie wird unsere Idee zu der des Pferdes?

Dazu gehören verschiedene Bereiche:

Freundlichkeit und Partnerschaft

Ist für mich oberstes Gebot und das hat sehr viele Vorteile. Das Pferd hat keine Angst vor uns, sondern kann uns vertrauen. Nichts ist gefährlicher und unberechenbarer als ein Pferd das Angst vor seinem Reiter hat.

 

Körpersprache

 

Der Reiter muss sich seiner Körpersprache bewusst werden, denn das Pferd liest sie die ganze Zeit. Da wir Menschen fast nur noch über die Stimme kommunizieren ist uns unsere Körpersprache häufig nicht bewusst, sie ist untrainiert und wiedersprüchlich.

Konsequenz

Pferde sind Herdentiere die immer sehr genau wissen wollen wer von beiden jetzt ranghöher ist. Sie üben das schon ihr ganzes Leben und sind sehr gut darin. Sie testen auch immer ihren Reiter, ein guter Chef sichert das überleben, einem schlechten kann man nicht vertrauen und dann entscheiden die Pferde lieber selbst. Häufig bilden Pferd und Mensch eine Zweckbeziehung bei der das Pferd schaut wieviel es sich erlauben kann und wo die Grenzen sind. Überall wo es kann weitet es seinen Bereich aus. Durfte es einmal beim aufsteigen davonlaufen, wird es dies je nach Charakter und Beziehung zum Reiter noch 2-3 mal oder noch 2000-3000 mal wiederversuchen. Das bedeutet, will man das Verhalten ändern muss man noch 2-3000 mal damit rechnen dass das Pferd nochmals fragt, ob es jetzt nicht villeicht doch loslaufen darf. Sehr häufig ist uns gar nicht bewusst wie inkosequent wir sind. Es gibt viele Beispiele die Inkonsequenz in verschiedenen Bereichen aufzeigen, Stalldrang, sich nicht am lockeren Strick führen lassen, davonrennen, rennen beim longieren, sich nicht einfangen lassen, nicht auf die Hilfen reagieren uvm. eigetlich alles was sie tun und wir nicht möchten. Ist man nicht konsequent, vergeudet das Pferd seine Energie mit überlegen was es jetzt alles anstellen könnte, anstatt dass es sich konzentriert und mitmacht. Man kann sich zwar mit dieser Situation arangieren, es kann aber auch sein, dass man so in ständigem Kampf mit dem Pferd lebt, immer und immer wieder diskutieren und streiten muss, und manchmal kann man sich so auch richtig gefährliche Pferde anerziehen.

Konsequent kann man nur dann sein, wenn man sich bewusst ist was man tut.

Reiterhilfen und Pferdeausbildung

Damit die Hilfen fürs Pferd klar und verständlich ankommen braucht es ein paar Voraussetzungen, das ist in erster Stelle ein losgelassener Sitz. Die Pferde reagieren enorm sensibel auf unseren Sitz, auch wenn wir das Gefühl haben dass sie überhaupt nicht reagieren. Ist der Sitz nicht losgelassen geben wir wiedersprüchliche Hilfen. Das Pferd reagiert dann darauf und wir wundern uns wieso es nicht versteht, verstärken dann villeicht noch die Hilfen, doch so richtig klappen tut das ganze doch nicht. Pferde fühlen jede Spannung und spiegeln sie wieder! Das zweite sehr wichtige ist, der Aufbau und die Art der Hilfengebung. Pferde müssen erst lernen was zb ein Schenkeldruck bedeutet und es ist ihnen möglich dies sehr genau zu spüren und auf leichteste Hilfen zu reagieren, doch es muss das lernen. Dies geschieht durch einen Reiz auf das Pferd, der die richtige Reaktion auslösen soll und sobald das geschieht was wir wollten wird gelobt und Pause gemacht, das Pferd kriegt Zeit nachzudenken und kann auf diese Weise sehr schnell lernen. Jetzt liegt es in der Verantwortung des Reiters wie er sein Pferd an solche Reize heranführt. Dazu gibt es viele Wege. Manche sind freundlich, manche eher nicht. Das wichtigste daran ist, der sinnvolle Aufbau und die Zerteilung in kleine Schritte. So dass man es dem Pferd ermöglichen kann in einer freundlichen, konsequenten Umgebung zu lernen, denn jeder Schritt soll so klein und erreichbar sein, dass man auch genau das Ziel das man anstrebt erreicht!

Gesundheit

Heute haben Pferde leider eine ganze bandbreite von Schäden und Problemen, Rückenprobleme, Arthrose, Sehenzerrungen, Muskelverspannungen, Knieprobleme uvm. Sehr häufig hängt das ganze mit der Reitweise zusammen, mit falsch verstandenem über den Rücken reiten oder einfach dadurch dass man sich überhaupt nicht damit auseinandersetzt.

Damit ein Pferd durch das reiten nicht geschädigt wird, ist es nötig sich mit seiner Anatomie und seiner Schiefe auseinanderzusetzen. Ein Pferd ist von Natur aus schief, wie auch die Menschen rechts- oder linkshänder sind. Es stütz sich auf der händigen Schulter ab, weil es sich so sicher fühlt, das ist sein starkes Bein und zum flüchten ist die schiefe ganz nützlich, da es dann auf der einen Hand besonders gut trainiert und schnell ist. Das ist zwar zum überleben wichtig, aber beim reiten ist uns die Schiefe im Weg, lassen wir das Pferd in seiner Schiefe weiterlaufen, ist dies fürs Pferd ziemlich unangenehm, da es dann seinem Schwerpunkt nachläuft, es hat das Gefühl es muss, um nicht noch mehr aus dem Gleichgewicht zu fallen, das hält den Fluchtreflex aktiv. Ein schiefes Pferd ist niemals losgelassen, hält sich ein Pferd irgendwo in der Muskulatur fest, oder das Gegenteil es hat zuwenig Spannung, geraten Sehnen und Gelenke unter Stress, da die Muskulatur ihre Aufgabe nicht mehr optimal erfüllen kann.

Schiefe

Um die Schiefe des Pferdes zu korrigieren und ihm eine neue Art des laufens zu zeigen, gilt es die Bewegungen des Pferdes in die richtigen Bahnen zu lenken. Die Basis dafür ist, das verstehen der Schiefe und das Fühlen wie das Pferd sich bewegt. Die Schiefe kann man Schritt für Schritt bearbeiten, man beginnt mit einfachen Lektionen, zb an der Hand wo das Pferd lernt unter seinen Schwerpunkt zu treten und sich mit beiden Hinterbeinen zu tragen. Die Schiefe wird uns immer begleiten, jeden Tag und in jeder Lektion, aber jede Lektion wird mit üben einfacher. Damit ein Pferd auf der Nachhand läuft (=über den Rücken läuft, unter seinen Schwerpunkt tritt oder im Gleichgewicht ist)braucht es Balance, diese Balance ist ein 'sehr zartes Geschöpf' das sehr viel Gefühl benötigt um länger losgelassen bleiben zu können. Das können Pferd und Reiter trainieren. Glücklicherweise ist das Gefühl wenn Pferd und Reiter sich losgelassen bewegen so genial, dass die meisten, wenn sie es einmal fühlen durften, süchtig werden und dann sehr gerne an sich arbeiten. Auch wenns harte Arbeit ist :-)

 Ich arbeite nach den Grundsätzen der klassischen Dressur mit Einflüssen vom Centered Riding, der Alexandertechnik, Parelli und meinem gelernten über die Pferdetherapie.

Meine Stärke ist das Erkennen von Störungen und das herausfinden von Lösungen dafür. Ich arbeite auf verschiedenen Ebenen, auf der körperlichen mit ganz 'banalen' Korrekturen wie zb. Fersen runter, aber auch auf der mentalen Ebene, der Vorstellungskraft, zb mit Bildern, oder auf der energetischen Ebene, zb. gedanklich Kontakt mit der Nachhand herstellen.

Es gibt für jedes Problem ganz viele Wege wie man sie lösen kann, ich probiere mit den verschiedenen Ebenen herauszufinden wie ich meine Reitschüler und deren Pferde am bestern erreichen kann. Ich habe genügend Fantasie um für fast alles eine Lösung zu finden ;-)

Ich unterrichte in der Region Linthebene, oberer Zürichsee, linkes Zürichseeufer, Einsiedeln, andere Regionen auf Anfrage. Eine Reitstunde kostet CHF 60.-- für eine Einzelstunde (ca. 45-60min)  plus Fahrspesen 1.-- / km ab Lachen SZ. Bei mehreren Schülern teilen sich die Fahrtspesen auf. Ich freue mich auf offene und neugierige Reitschüler :-)

 


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!