Reiterhof Eschenhof |
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Pressemitteilungen Freie Presse Zwickau (von Hermann Büll) 2004: Uta Schall wagt den Schritt mit Trabern Rottmannsdorf: Mutter von drei Kindern gründet Ich-AG - Liebe zu Tieren von Kindesbeinen an - Tochter reitet bereits Turniere Uta Schall betreibt seit 1. August eine Ich-AG. Die Übernahme der Pferdepension und des Reitbetriebes war dafür Voraussetzung. Täglich hat sie nicht nur viel Arbeit. Auch schöne Erlebnisse. Wenn die gelernte Zootechnikerin die Pferde aus dem Stall auf die Weide entlässt, dann erlebt sie die Freude der Tiere über die Freiheit. In der Koppel angelangt, galoppieren die 15 Pferde der Rasse Deutsches Reitpferd und die drei Reitponys, wälzen sich im Gras oder vollführen tolle Sprünge. Die Entscheidung für die Pferdepension und den Reitbetrieb vor fünf Jahren wurde zwar in erster Linie durch die neun Hektar Land auf dem seit 1898 existierenden Familienbetrieb List ermöglicht. Aber auch die Liebe zum Tier spielte eine Rolle. "Die sit mir schon in meiner Kindheit anerzogen worden", meint die gebürtige Reichenbacherin. In ihrer näheren Umgebung gab es Bauernhöfe mit vielen Tieren. Die ersten Pferde waren Mitleidstiere. Sie erforderten viel Liebe und Geduld, um sie in ihre neue Umgebung einzugewöhnen und auf den Reitbetrieb vorzubereiten. Die vierjährige Stute beispielsweise stand ein Jahr nur im Stall und war falsch eingeritten. Ein anderes Pferd war verstört. "Dagegen ist der neunjährige Wallach ein wertvolles Turnierpferd", freut sich die 43-Jährige. Er stammt aus der Linie des Hengstes Donator. Nicht nur aus der Verschiedenheit der Pferde ergeben sich hohe Anforderungen an Uta Schall. Ebenso durch die versorgung der Tiere. Vor zwei Jahren wurde ein neuer Stall gebaut. Dadurch können Pferde in die Pension aufgenommen werden. Jeden Tag wird ein Traktorhänger mit Grüngras geholt. Im Winter erhalten die Tiere neben Kraftfutter und Heu auch Rüben. "Saubere natürlich. Zum Putzen benötige ich eine Stunde", erzählt Uta Schall. Auch das Sauberhalten der Ställe kostet Zeit und Kraft. "Wenn mich Lore und Harald List nicht unterstützen würden, läge vieles im Argen", betont die Mutter dreier Kinder. Schließlich benötigt ihr fünfjähriger Sohn Zuwendung, wogegen ihre 16-jährige Tochter Kristin hilft, wo sie nur kann. Als Turnierreiterin hat sie schon ihre Erfahrungen mit den Vierbeinern gesammelt und sich Kenntnisse durch Studium von Fachliteratur angeeignet. Schwierigkeiten zu überwinden hat Uta Schall gelernt. "Ich kam manchmal aus dem Zittern nicht heraus", erzählt sie. Nur ungern denkt sie an den Hitzesommer im vorigen Jahr. Da ist das Gras auf der Weide verbrannt. Allein für den Zukauf von Heu, Silage und Kraftfutter mussten 3000 Euro berappt werden. Auch an die Erkrankung einiger Tiere im Winter vor zwei Jahren erinnert sich die Pensionsbetreiberin nicht gern. "Da habe ich Tage und Nächte im Stall verbracht, die Pferde in Decken eingewickelt und Beutel zum Inhalieren verabreicht", blickt die Tierfreundin zurück. Die Finanzierung der Pferdehaltung ist nicht einfach. Zwar gibt es Einnahmen durch die Pensionstiere und den Reitunterricht. Doch die Ausgaben für Tierarztkosten, Stroh, Sägespäne und Kraftfutter sowie die Reparatur von Maschinen wie Traktor, Bagger, Strohpresse und Mäher sind hoch. Trotzdem sieht Uta Schall optimistisch in die Zukunft. Sie meint, das Reitgelände in der Nähe des Plotzschgrundes mit dem Blick auf Rottmannsdorf und zum Wasserturm in Oberplanitz sowie bis ins Erzgebirge ist ideal.
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