Entwickeln sie ein Marketingkonzept zur Steigerung des Umsatzes von gebratenen Mäuseblasen!
Mäuseblasen sind schon heute bei der zamonischen Bevölkerung
sehr beliebt, aber wenn dieses Marketingkonzept veröffentlicht
wird, wird sich der Umsatz der Mäuseblasen zusätzlich
vergrößern.
Die leckeren gebratenen Mäuseblasen: Für die ganze Familie! Ob
Blutschink, Nattifftoffe, schlechte Idee, gute Idee , Zwergpirat,
Fhernhache, Buchling, Lindwurm, Berghutze, Tratschwelle,
Wolpertinger, Stollentroll, Finsterbergmade, Rettungssaurier,
Haifischmade, Zwiezwerg, Gimpel, Horchlöffelchen, Schreckse oder
Schweinsbarbar, bei uns wird niemand ausgeschlossen! Die
Mäuseblasen sind sehr fettarm ,gut verdaulich, vom Geschmack ganz
zu schweigen, einfach himmlisch! Für sie haben wir uns etwas ganz
besonderes einfallen lassen! Sie bekommen ab sofort 3
Mäuseblasenpackungen zum Preis von 2! Dies sind garantiert keine
leeren Versprechen, dass ist die Wahrheit! Wir haben außerdem
exklusiv für sie eine Geldzurückgarantie! Wenn sie mit unseren
Mäuseblasen nicht zufrieden sind, erstatten wir ihnen dass Geld,
oder wir geben ihnen für ihre „alte“ Mäuseblase eine
neue (sie können natürlich auch mehre Blasen eintauschen). Also
kaufen sie die Mäuseblasen, zum sensationellen Preis von nur 2
Pyras die Packung(für 3 Packungen nur ,dank unseres
Vorteilangebotes 4 Pyras).Ein weiterer Grund zum Kaufen ist die
neue Familienpackung: Für die ganze Familie je eine Packung zum
Preis von nur 6 Pyras. Dieses Angebot gilt für alle Familien, auch
für Großfamilien.
Da die Mäuseblasen keinerlei Fett haben, sind sie auch sehr gesund
und völlig unbedenklich. Darum brauchen sie sich auch keine Sorgen
zu machen. Einfach Reinbeißen und Wohlfühlen! Jetzt auch neu mit
verbesserter Rezeptur.
So könnte ein Werbeprospekt(Plakat) aussehen. Es appelliert auf
folgende Aspekte: Ein jeder fühlt sich angesprochen, keiner wird
ausgeschlossen. Sie sind fettarm, (d.h. jeder kann welche essen,
ohne damit rechnen zu müssen, dass man zunimmt. Somit sind sie auch
für die etwas molligeren Kunden kein Tabu. Des weiteren wird auf
den guten Geschmack hingewiesen, für die „Erstkunden“,
die noch nicht auf die Mäuseblasen aufmerksam geworden sind, oder
von der Werbung dazu bewegt worden sind, die Mäuseblasen zu kaufen.
Nun wird auf den günstigeren Preis hingewiesen: Man bekommt 3
Mäuseblasen zum Preis von 2. Damit möchte man den Kunden auf ein
spezielles Sonderangebot hinweisen, und in dazu anstiften, anstatt
eine Packung vielleicht zwei zu kaufen und aber drei zu bekommen.
Hier hofft man auf das ein wenig „Gierige“ im Kunden zu
hoffen. Hier noch mal der Hinweis auf den Wahrheitsgehalt der
Angaben, keine Veräppelung auf Kosten der Kunden, sondern die
Bestätigung des Angebotes. Dann haben wir noch die
Geldzurückgarantie, welche im Falle der Unzufriedenheit (soll ja
mal vorkommen) dem Käufer versichert, dass er kein Risiko eingeht
und ihm weiter versichert, dass er jederzeit sein Geld
zurückfordern kann und nicht bangen muss, von dem Anbieter betrogen
worden zu sein. Dann noch der Preis, um den Kunden letztendlich
über die Warenkosten bescheid weiß. Er wird noch einmal zum Kaufen
bewegt, indem er dieses „nur“ sieht, und es ihm zeigt,
wie billig letztendlich die Ware ist, und ein gutes
Preis/Leistungsverhältnis vorliegt. Ein erneuter Hinweis auf das
Sonderangebot(3 zum Preis von 2) ist beschrieben. Es wird noch auf
Familienfreundlichkeit hingewiesen, und das damit verbundene 2.
Sonderangebot, was besonders günstig für Großfamilien ist, da diese
für einen einmaligen Preis von 6 Pyras alle Familienmitglieder mit
jeweils einer Tüte Mäuseblasen verpflegen können. Ein erneuter
Hinweis auf die Unbedenklichkeit der Mäuseblasen, d.h. keinerlei
gesundheitlicher Risiken. Am Schluss noch eine Anregung: Reinbeißen
und Wohlfühlen, das ist ein erneuter Hinweis auf den Genuss den man
empfindet, wenn man die Mäuseblase verspeist. Für die sogenannten
Zweitkunden (Kunden die schon öfter Mäuseblasen gekauft haben) gibt
es noch ein besonderes Schmankerl! Die neue Rezeptur, ist nochmal
ein zusätzlicher Reiz für den Kunden, etwas "neues" gleich probiert
zu haben. So könnte ein weiteres Plakat beziehungsweise
Zeitungsanzeige aussehen, welches die Vorteile kurz aber effektiv
zusammenfasst: Gebratene Mäuseblasen: LECKER! (himmlische, saftige,
mit Mäusefleisch gefüllte, gebratene Mäuseblasen) NEUE REZEPTUR!
(von Ernährungswissenschaftlern weiter verfeinert) UNBEDENKLICH!
(sehr wenig Fett und gut verdaulich) GÜNSTIG! (auch für den kleinen
Geldbeutel bezahlbar) UMTAUSCHBAR! (Falls sie mit der Leistung
unzufrieden sind, können sie die Mäuseblasen jederzeit eintauschen)
SONDERANGEBOT: 3Mäuseblasenpackung zum Preis von 2! Sie sparen 33%!
Für nur 2 Pyras pro Packung! Für 3 Packungen nur 4 Pyras! Durch die
neue Familiepackung bezahlen sie nur 6 Pyras, für die ganze
Familie!(Angebot pro Familienmitglied eine Packung Mäuseblasen)
Hier sind die Fakten deutlich lesbar, und stechen dem Kunden sofort
ins Auge! In den Klammern sind Beschreibungen des jeweiligen, davor
stehenden, fett geschriebenen Wortes. Unten stehen die
Produktpreise und Sonderangebote: Man sieht auf den ersten Blick
alles wichtige kurz zusammengefasst. Ein weiterer Prospekt könnte
so aussehen: Gebratene Mäuseblasen Himmlisch luftige ornische
Pinkelmausblasen ,unbeschadet gebraten, gefüllt mit hochwertigem
Mäusefleisch, das zu einer fast flüssigen Masse durchgedreht wurde.
Dieses Durchdrehen erfolgt genau dreiunddreißigmal, denn wie
Ernährungswissenschaftler herausgefunden haben ist dies die beste
Anzahl an Umdrehungen. Sie riechen einfach großartig, mindestens
doppelt so gut wie ein frisch aufgebrühter Glühkaffee mit
entkerntem, frisch gebackenem Bienenbrot. Nach dem Durchdrehen
werden die Mäuseblasen in saurer Sahne und Mäusefond geschmeidig
gemacht. In Wasser mit gelöstem Salz werden sie nun mit
Knoblauchsaft Paprikapulver und Olivenöl abgeschmeckt und zu ihrer
Höchstform des Genusses befördert. Zum Schluss werden die
Mäuseblasen nur noch mit Küchenzwirn abgebunden, um das Fleisch im
Innern zu halten. Dieses Zwirn schmeckt man beim Genuss der
Mäuseblasen allerdings nicht. Gebraten werden die Mäuseblasen in
einer Gusseisenpfanne, mit Butter und Olivenöl zusätzlich erhitzt,
und durch die Gewürze noch zusätzlich verfeinert. In diesem Stadium
haben die Mäuseblasen den höchsten und Endstandpunkt ihres Genußes
erreicht. Die Blasen werden nun aufwendig von Hand in eine stabile
Papiertüte gepackt und zum Verkauf angeboten. Alle Mäuseblasen sind
komplett ohne chemische Zusatzstoffe. Die Mäuseblasen sind kein
Industrieprodukt, sondern direkt aus der Natur ausgewählt. Die
Mäuseblasen und ihr Fleisch werden täglich von
Ernährungswissenschaftlern geprüft. Sollte eine Ladung Mäuseblasen
nicht ihren hohen Ansprüchen genügen, wird diese Fuhre sofort aus
dem Verkehr gezogen. Sie brauchen also keine Angst zu haben, ein
nicht für "gut" empfundenes Produkt zu kaufen. Unsere Umwelt ist
uns sehr wichtig! Wir halten unsere "Abfälle möglichst gering, und
entsorgen die Abfälle artgerecht. Die Mäuseblasen sind, im Großen
und Ganzen ein gesundes, köstliches, günstiges und
umweltfreundliches Produkt. Ein Genuß ohne Reue! Denn die
Mäuseblasen haben nur wenig Fett und sind daher sehr unbedenklich
und gesund. Dieser Preis wird sie zusätzlich positiv überraschen :
Nur 2 Pyras pro Portion. Hier unsere Sonderangebote: Sie wollen
drei Portionen Mäuseblasen kaufen? Dann sehen sie hier unser
Angebot! 3 Portionen Mäuseblasen zum Preis von 2! Wenn ihnen das
noch nicht reicht hier unser 2. Sonderangebot: Sie haben eine ganze
Familie zu ernähren? Dann sättigen sie sie doch mit Mäuseblasen:
Jedes Familienmitglied bekommt eine Portion Mäuseblasen für
insgesamt unschlagbare 6 Pyras! Falls sie mit der Leistung
unzufrieden sind, gehen sie kein Risiko ein! Garantierte
Geldzurückgarantie! Dieses Prospekt setzt auf die Feinschmecker
unter den Kunden. Am Anfang eine lange Beschreibung der Herstellung
bzw. Zubereitung der Mäuseblasen, welche den Speichel der Kunden
zum Tropfen bringen soll. Dann sieht man den Teil, der die
Unbedenklichkeit der Mäuseblasen zeigt. Wenn der Kunde nämlich
denkt… lecker!, wird er glauben da das doch so zubereitet
ist , muss es doch viel Fett haben, aber in diesem Teil wird das
Argument entkräftet, und der Kunde wird denken toll, auch noch fast
fettfrei. Zum Schluss sieht er noch die Preise, und wird durch
Sonderangebote überrascht, welche ihn zusätzlich zum Kaufen bewegen
sollen. Besonders Familien wird dieser Teil des Prospektes gut
gefallen, und sie werden bestimmt zuschlagen. Mit diesem sehr
ausführlichen Marketingkonzept, versucht man die Kunden anzulocken
und den Umsatz der Mäuseblasen um mindestens 20 % zu steigern.
Falls das nicht gelingen sollte, gibt es am Mäuseblasenstand
letztendlich ein Schild, welches die Kunden noch einmal zum Kaufen
anregt (falls die Kunden das nicht schon sind): Die Mäuseblasen:
Aus hochwertigen Zutaten zubereitet, sind die Mäuseblasen ein
höchster Genuss. Falls sie noch nicht von dem Produkt überzeugt
sind, haben wir hier für sie extra eine Kostprobe: Eine Mäuseblase
geschenkt! Falls sie jetzt noch Hunger haben, bekommen sie eine
Portion Mäuseblasen für nur 2 Pyras! Wenn sie mit ihrer ganzen
Familie da sind, haben wir ein ganz spezielles Sonderangebot: Jedes
Familienmitglied bekommt 1 Portion Mäuseblasen (übrigens mit sehr
wenig fett) für insgesamt 6 Pyras! Wenn sie drei Packungen kaufen
möchten tun sie das, und das zum Preis von nur 2 Portionen! Dieses
Schild weist zunächst auf die edle Zubereitung der Mäuseblasen hin.
Des weiteren erblickt der Kunde auf dem Schild, dass er eine
Gratiskostprobe bekommt! So können auch noch nicht ganz überzeugte
Kunden überzeugt werden, denn wenn es dem Kunden schmeckt, ist es
gut möglich, dass der Kunde gleich eine ganze Portion (oder mehr)
bestellt. Wenn der Kunde mit seiner Familie angerückt ist, aber
noch nicht ganz überzeugt ist, sieht er, das Sonderangebot, und
wenn er die ganze Familie ernähren will, schlägt er zu! Das ganze
Marketingkonzept beruht auf allen Aspekten, die Nahrung besitzen
sollte. Denn Nahrung sollte erstens gesund, zweitens preisgünstig,
drittens mit wenig, oder ganz ohne Fett sein, viertens natürlich
gut schmecken, fünftens wissenschaftlich geprüft und annerkannt
sein und sechstens, wenn nötig oder möglich in Rezeptur und
Geschmack verbessert worden sein. Das Ganze gibt dem Kunden
eigentlich keine Möglichkeiten auf Ausreden, das vorliegende
Produkt nicht zu kaufen. Wenn der Kunde sich für die gebratenen
Mäuseblasen entschieden hat, und dennoch nicht zufrieden ist, kann
er jederzeit die Ware umtauschen. Das ist der letzte Punkt, den
Nahrung an sich haben sollte: Die Sicherheit und das Recht des
Kunden, die Mäuseblasen jederzeit umtauschen zu können. All diese
Punkte werden in diesem Mäuseblasenmarketingkonzept zureichend
erfüllt. Es vermindert nicht die Qualität der Ware, um den Kunden
herein zu legen, und den Preis zu senken, nein, es hofft darauf,
dass mehr Kunden mehr Mäuseblasen kaufen. Das heißt, das kein
Qualitätsverlust vorliegt, auf Kosten des Kunden, sondern eher,
dass die Qualität der gebratenen Blasen sogar erhöht wird, während
der Preis konstant bleibt. Der Kunde muss also nicht damit rechnen,
dass er "Billigware" kauft, sondern eher auf günstige qualitativ
hochwertige Ware bietet. Lehrsatz : Gutes muss nicht teuer sein,
Teures aber auch nicht unbedingt gut! Ich bitte sie an dieser
Stelle erneut, die Aufgabe von The Joker, dem Gimpel nicht zu
werten, da er lediglich meine Aufgabe kopiert hat. Ich nahm danach
noch ein paar weitere Verbesserungen an meiner Aufgabe vor, die er
allerdings nicht kopiert hat.
Wie erfahren Schrecksen die Zukunft?
Zukunft ist für einige eine Zeit die unvorhersehbares, gutes,
wie schlechtes bringen kann, es gibt, wie ich glaube viele Leute,
die wohl gerne wissen würden, wie es im weiteren Leben mit ihnen
steht, beziehungsweise, sich selber, und anderen Leuten die Zukunft
vorraussagen zu können. Für Schrecksen ist das kein Problem. Es
gibt einige Daseinsformen anderer Art, die behaupten, sie können in
die Zukunft sehen. Das sind allerdings keine Wahrsager, das sind
Schwindler! Schrecksen dagegen können wirklich in die Zukunft
blicken! Aber woher können sie das, beziehungsweise woher beziehen
sie ihre Informationen? Das möchte ich in dieser Aufgabe
klären.
Zu erst ein mal möchte ich klären, was Schrecksen unter dem Begriff
Zukunft überhaupt verstehen: Verstehen sie darunter etwas wie Zeit,
die noch nicht gekommen ist? Nein, sie definieren Zukunft anders!
Nämlich mit Zeit, die zwar noch nicht vergangen ist, dafür aber
vorhersebar und nicht unberechenbar ist. Nein, daran gibt es keine
Zweifel: Schrecksen können, wie keine Daseinsform sonst in die
Zukunft blicken.
Nun könnte man sich darüber streiten ob das Vorhersagen wirklich
eine Gabe ist, oder ob das nur ein Schrecksengeheimnis ist, und
jeder es erlernen könnte. Vielleicht ist es auch nur einfach ein
bestimmter Kräutersud den jeder zusammenbrauen könnte, für den aber
nur die Schrecksen das richtige Rezept haben. Oder aber die
Schrecksen haben Quellen im Jenseits, in dem sie Leute befragen
können, die die Zukunft in allen Einzelheiten gesehen haben. Ich
möchte mich nicht mit all diesen Theorien bzw. Gerüchten
beschäftigen, sondern nur speziell auf ein paar davon eingehen, die
mir als möglich oder eher richtig erscheinen.
Ich beginne mit dieser Theorie: Die Kräutersudtheorie : Man nehme 2
Krötenschenkel, 3 Spinnenbeine, und ein Hirschgeweih, und tue diese
in einen großen Pott. Diese Zutaten gut vermischen und am Ende noch
etwas Pulver hinzugeben( strenggeheim) . Dieses Gemisch geht nun
eine besondere Bindung ein, und die Schreckse, welchen den Trunk
bearbeitet hat, nimmt sich nun ein Reagenzglas, füllt in dieses das
Gemisch , lässt ihre Kolleginnen noch einmal hinein spucken ,trinkt
den Trank aus und sieht vor ihrem inneren Auge die Zukunft des
Zamoniers, der sie darum gebeten hatte für ihn in die Zukunft zu
schauen bzw. die Zukunft von sich selbst. Für diese Theorie
spricht, dass die Schreckse immer einen Pott bei sich haben.
Dagegen spricht, dass Schrecksen nicht immer die Zutaten für diesen
Trank dabei haben können, da Hirsche in vielen Gegenden fast und in
manchen sogar ganz ausgestorben sind. Nun komme ich zu dieser
Theorie, welche ich selbst am wahrscheinlichsten halte: Die
Gabe-Gottes-Theorie : Die Schrecksen haben eine Angewohnheit,
nämlich in die Zukunft zu schauen: Diese haben sie schon von Geburt
an, und können sie auch nicht verlernen. Die einen Schrecksen
können sehr gut mit einem 99% Wahrheitsgrad vorhersagen (100%
schafft keine Schreckse),andere haben einen Grad von nur 30%. Dies
ist auch abhängig davon wie oft die Schreckse jemandem etwas
vorhersagt. Sagt eine Schreckse täglich mindestens 10 Leuten die
Zukunft vorher kann man mit einem Grad über 90 % rechnen. Sagt die
Schreckse allerdings nur alle 10 Tage bzw. 2-3 Wochen die Zukunft
vorher, ist ein entsprechend niedriger Grad zu erwarten. Dieser
liegt in dem Fall bei ungefähr 30-40%.Ganz verlernen kann man, wie
oben schon genannt, diese Fähigkeit nicht, aber wenn man lange
davon nicht Gebrauch macht, nimmt die Chance ab, dass eine
Vorhersagung der Wahrheit entspricht. Da Schrecksen gerne Gerüchte
kochen, kann es dazu führen, dass wenn eine Schreckse längere Zeit
nicht die Zukunft vorhergesagt hat, eine andere dies ihren
bekannten Schrecksen erzählt, und es so passieren kann das der
betreffenden Schreckse alle Kunden weglaufen, da sie wissen, das
die Schreckse schon länger niemandem vorhergesagt, und dass daher
die Chance auf eine richtige Vorhersagung gesunken ist. In seltenen
Fällen , fiel die Zahl sogar schon unter 10%, diese mussten ihren
Beruf wohl oder übel aufgeben, und einen neuen annehmen, da immer
mehr Kunden unzufrieden waren, mit der Leistung der Schreckse. Auch
dies sprach sich in Schrecksenkreise schnell rum. Die betreffende
Schreckse war in sehr abgelegenen Gebieten Zamoniens unterwegs,
daher kam nur alle paar Monate ein Kunde vorbei, der ihre
Fähigkeiten gegen ein kleines Entgelt beansprucht hat. Komme ich
nun zum Vorgang des Vorhersagens: Die Schrecksen(meist zu zweit, zu
dritt oder zu viert unterwegs) , stellen sich im Kreis hin,
sprechen eine Beschwörungsformel und sehen vor ihrem inneren Auge
die Zukunft ihres „Kunden“. Diese teilen sie ihm dann
mit. Manchmal verschlüsseln sie sie auch, indem sie sie
umformulieren, weil sie zu schrecklich ist, und die Schrecksen
eigentlich darauf spezialisiert sind, Gutes vorherzusagen. Für die
Theorie würde sprechen, dass die Schrecksen 1. oft zu Mehreren
unterwegs sind, 2. die Vorhersagungsquote in manchen Fällen sehr
selten sein kann, und 3., dass viele Schrecksen 99% oder 98%
schaffen, aber nie 100%. Dagegen spricht allerdings, dass es einige
Schrecksen gibt, die keine Formeln aufsagen, bevor sie vorhersagen.
Eine weitere Theorie ist die Lügentheorie: Diese Theorie besagt
,dass die Schrecksen überhaupt nicht in die Zukunft sehen können,
sondern ihrem Kunden nur das vorhersagen , was sie hören wollen.
Einige Freunde der Schrecksen haben anfangs das Gerücht verbreitet,
dass Schrecksen die Wahrheit über die Zukunft vorsagen können.
Dieses Gerücht wurde vom Volk aufgeschnappt und weitererzählt und
nach kurzer Zeit glaubte fast die ganze zamonische Bevülkerung an
dieses Gerücht. Für diese Theorie spricht, dass Schrecksen immer
nur Gutes vorhersagen. Gegen diese Theorie spricht allerdings, dass
es einige Kunden gibt, bei denen die Vorhersagung gestimmt haben.
Die nächste Theorie wurde von mir selbst aufgestellt, ich nenne sie
die Gedankenkraftstheorie: Schrecksen können allein mit ihrer
Gedankenkraft den ganzen bisherigen Lebenslauf der Person sehen,
die sie gerade "bedienen". Aber nicht nur das, sie können, mit
ihrer Gedankenkraft, die komplette Zukunft bis zum Tode der
entsprechenden Daseinsform. Daher kommt es auch, dass manche
Schrecksen nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit
voraussagen, eventuell durch eine minimale Störung ihrer
Gedankenkraft. Es soll Schrecksen geben, die diese Störung
dauerhaft durchzieht, und die betreffende Schreckse nun dauerhaft
die Vergangenheit "vorher"sagt. Für diese Theorie würde sprechen,
dass Schrecksen sich meistens sehr konzentrieren müssen, und nicht
selten keinen Topf oder keine Formel dabei haben. Manche Leute
glauben, dass wenn die Schrecksen einen Topf dabei haben, und einen
Trank brauen oder eine Formel aufsagen, dann wäre dass nur
Schauspiel und gar nicht echt, auch glauben sie daran, dass sich
die Formeln und Kräutersudrezepte unterschieden, womit bewiesen
wäre, dass die Schrecksen entweder mehrere Rezepte bzw. Formeln
haben, mit denen sie in die Zukunft blicken, oder dass alle Formeln
und Sude nur Schwindel sind, die das Image der Schreckse
beibehalten sollen. Einen wirklichen Profit schlagen sie aus den
Suden jedenfalls nicht: Auch Hirschgeweihe oder Spinnenbeine kosten
Geld, und wären sinnlos vergeudet, da wenn die Sude sowieso nichts
bringen man die Spinnnenbeine hätte genauso gut wegschmeißen
können. Hier die letzte Theorie, die ich einmal beschreiben möchte:
Die Beschwörungstheorie: Diese Theorie besagt, dass die Schrecksen
ein Buch besitzen, in dem eine Beschwörungsformel steht, mit der
die Schrecksen in die Zukunft blicken können. Nach dieser Theorie
stehen die Schrecksen in einem Kreis um einen Platz, und sagen
gleichzeitig eine Formel aus dem Buch auf. Dann sehen sie vor ihrem
inneren Auge, eine Vision , welche die Zukunft ihres Kunden
darstellt. Die Schrecksen verschlüsseln diese Vision ,wenn sie
nichts Gutes verheißt. Das sind alle Theorien, die ich ihnen hier
kurz verdeutlichen wollte, und die mir am sinnvollsten erschienen.
Ich bitte Sie die Aufgabe von The Joker,dem Gimpel nicht zu
werten,da er meine Aufgabe lediglich kopiert hat.
Wieso ließ Pelpon Rübenschreck in seiner 3-jährigen Amtszeit als König von Dullsgard verordnen, dass der Schnee nur noch aufwärts fallen durfte? Wie konnte dies bewerkstelligt werden?
Pelpon Rübenschreck war ein sehr eigenwilliger König. Er wollte
in seiner 3- jährigen Amtszeit erreichen, dass man auch nach seiner
Amtszeit noch von ihm sprach, und dass auch nach seinem Tod die
Erinnerung an ihn nicht verloren ging. Dies versuchte er durch
sinnlose Befehle zu erreichen.
Einer davon hieß : „Ab sofort darf der Schnee in meinem Reich
nur noch aufwärts fallen.“
Die Diener des Königs fragten sich ob ihr Herrscher den Verstand
verloren hätte. Doch sie wussten, wenn sie die Befehle des Königs
nicht zu seiner Befriedigung ausführten konnten sie davon ausgehen,
dass sie ermordet werden würden.
Also machten sich die Leibeigenen des Königs an die Arbeit. Sie
überlegten und überlegten wie sie die Aufgabe bewerkstelligen
konnten. Und sie dachten lange darüber nach. Einer von ihnen kannte
jemanden, der einen Eydeeten namens Professor Doktor Deinser
Hondlierum kannte. Dieser besaß vier Gehirne. Der Freund des
Dieners fragte den Eydeeten, ob er dem Freund helfen konnte. Der
Eydeet dachte und dachte, und erfand kurzerhand einen Schnee- und
Eismagneten, der allen Schnee und Hagel wieder nach oben befördern
solle. Der Schneemagnet funktionierte anfangs noch nicht optimal
und der Zeitdruck lastete auf den Dienern. In zwei Tagen würde es
soweit sein: Der König wollte Ergebnisse sehen. Der Eydeet
arbeitete Tag und Nacht an der Verbesserung des Magneten. Nur noch
ein Tag. Inzwischen möchte ich die Funktionen Des Schnee- und
Eismagneten näher erläutern: Das Gerät basierte auf einem
Mechanismus den der Professor nicht ohne Stolz Hondlierumsche
wassermagnetische Umkehrungsmaschinerie nannte. Dieser Mechanismus
wandelte die minimale Reflexion des Schnees und Eises in
magnetische Wellen um, sodass der Schnee und das Eis nicht länger
von der Anziehungskraft der Erde nach unten gezogen wird, sondern
die Kraft des Magneten die Beherrschung über das Eis und den Schnee
gewinnt, und er nicht länger nach unten sondern nach oben fällt.
Die Gründe des Königs, den Befehl zu formulieren sind sehr
vielfältig. Ich möchte sie hier kurz erläutern: Pelpon Rübenschreck
hasste den Schnee. Er mochte ihn einfach nicht. Die Konsistenz, die
Eintönige Farbe, die sein Land dann bedecken würde und die Kälte,
die er mit sich brachte. Ein weiterer Grund ist die Abscheu, die er
gegen Schnee und Eis hatte: Er war als Kind oft auf dem Eis
ausgerutscht und hart gelandet, deswegen fehlt ihm bis heute ein
Zahn und er hat eine dicke Beule über den Augen und auch sonst
einige Kratzer am Körper, den das Eis überraschte ihn immer wieder
und er hatte nicht das passende Schuhwerk angehabt. Daher ist er
oft über die spiegelglatten Strassen gerutscht, wie eine
Bowlingkugel über die glatte Bahn gegen die Pins. Auch gegen Schnee
hatte er eine Abneigung: Er hat oft Schneebälle von Größeren ins
Gesicht und in den Nacken bekommen. Oft hatte er danach eine
Frostbeule und schämte sich in der Schule, wenn er so auftauchen
musste. Auch musste er oft mit ansehen, wie die älteren Schüler
seine Freunde mit Schneebällen bewarfen. Auch musste er lange die
Einfahrt vor seinem Haus vom herabfallenden Schnee säubern. Da kam
ihm die Idee, dass wenn er einmal König werden würde, zu befehlen,
den Schnee und das Eis nur noch aufwärts fallen zu lassen ( Eis im
Sinne von Wasser, wenn es kalt wird) und sich somit an denen zu
rächen, die ihn früher beworfen hatten, und allen anderen, die ihn
ausgelacht hatten, als er übers Eis gerutscht und hingeflogen war.
Da er aus der Königsfamilie stammte, war die Umsetzung seines
Planes nicht in allzu weiter Ferne. Der Eydeet verbesserte seine
Erfindung und bald war sie fertig. Kleine Probleme hatte er
behoben, wie zum Beispiel die Umsetzung der Eismoleküle, die nach
oben fliegen sollen. Denn wenn das Wasser erst am Boden gefriert,
kann man es ja nicht mehr nach oben fallen lassen. Daher beschloss
er den Magneten nur in den Wintermonaten ( Ende November, Dezember,
Januar und Anfang Februar) laufen zu lassen, und ihn die Restmonate
woanders aufzubewahren. Er musste also auch die Reflexion der
Wassermolekühle in magnetische Strahlungen umwandeln. So gab es im
Winter gar keine Niederschläge. Professor Doktor Deinser Hondlierum
beauftragte seinen Bekannten, seinem Freund zu sagen, dass dieser
den König fragen sollte, ob er damit einverstanden war, dass es im
Winter kein Niederschlag geben würde. Der König antwortete:
„Solang es keinen Schnee gibt, ist es mir egal. Und soweit
ich mich erinnere, ist der Termin, für die Fertigstellung heute.
Also spute dich!“ Der Eydeet gab dem Diener den Magneten. Er
fügte hinzu: „ Sag dem König, er soll den Magneten genau in
der Mitte seines Reiches platzieren. Dann reicht der Radius genau
für ganz Dullsgard.“ Der Diener ging zum König: „ Hier
bin ich, mein Herr und ich bringe euch, was ihr von mir verlangt
habe.“ Der König antwortete: „Ich sehe nur einen
Magneten, ist das alles, was ihr in dieser Zeit gearbeitet
habt?“ Der Diener unterwürfig: „Oh nein, mein Herr,
dies ist nicht irgendein Magnet, ich habe ihn speziell für Sie
anfertigen lassen. Er kann die Reflexion des Schnees und Eises in
magnetische Wellen umwandeln und den Schnee und das Eis so nach
oben fallen lassen. Ich hoffe, ihr seid mit meinem Dienste
zufrieden. Wenn ihr diesen Magneten genau in der Mitte eures
Reiches platziert, dann wird in eurem Reiche kein Schneeflöckchen
mehr vom Himmel fallen.“ „Ich danke dir, Diener, dafür
wirst du, wenn der Magnet funktioniert befördert, und wenn nicht
dann…“, sagte der König und machte mit seinem rechten
Zeigefinger eine Bewegung, die wie ein Messer über den Hals fuhr.
Der Diener wusste genau, dass er tot sein würde, wenn der Magnet
nicht seinen Dienst tat. So warteten alle, und eines Tages kam der
Winter und der Magnet wurde in der Mitte des Reiches platziert und
ein paar Tage später fielen auch schon die ersten Flöckchen. Jetzt
ist es soweit, dachte der Diener: Entweder mein Tod oder meine
Beförderung. Er schaute gebannt aus dem Fenster. Und die
Schneeflöckchen fielen. Nicht nach links, oder nach rechts, doch
auch nach rechts, aber das lag am Wind. Doch die Flöckchen fielen
nicht, wie bisher immer nach unten, sondern nach oben! Der Diener
atmete erleichtert auf, und der König seufzte voll Wollust. Er
schickte sofort einen Boten zu dem Diener. Der Bote überbrachte
freudige Kunde. Er wurde befördert. Zum Oberwetterexperte. Er bekam
nun Gehalt, 500 Pyras im Monat. Er war höchstzufrieden damit. Nicht
länger ein Sklave, sondern ein normaler Bürger mit einem Job. Er
bedankte sich vielmals bei dem Eydeeten. „Schon gut , schon
gut“, erwiderte der Eydeet. So lebten alle glücklich, bis der
dritte Winter einbrach. Das dritte Amtsjahr des Königs. Es schneite
wieder heftig nach oben, und der Magnet gab den Geist auf. Ganz
plötzlich, unter der Last des Schnees. Und eine meterdicke
Schneeschicht bedeckte das gesamte Reich. Alle erstickten im
Schnee, oder erfroren. Nur einige überlebten kämpften sich aus
Dullsgard und berichteten, nachdem sie sich gestärkt hatten, von
dem Vorfall. So konnte die Geschichtsschreibung von Zamonien um ein
weiteres Kapitel erweitert. Dadurch kam Pelpon Rübenschreck doch
noch zu seinem Beitrag in der zamonische Geschichte. Auch wenn er
starb, bevor seine normalerweise vierjahrelange Amtszeit beendet
war. Ich muss mich erneut über den Gimpel The Joker beschweren, da
er meine Hausaufgabe erneut kopiert hat.
Was sind die Symptome einer Dämonengrippe und wie heilt man diese?
Die Dämonengrippe ist eine Krankheit die sich sehr lange
hinziehen kann. Manch ein Patient braucht nur Tage bis sie
auskuriert ist, bei anderen kann es Monate dauern! Bei manchen gibt
es auch Rückfälle in die Dämonengrippe. Diese haben nach der Grippe
wieder eine Nachgrippe, die auch bis zu Monaten dauern kann. Manche
ziehen den Selbstmord den Qualen der Grippe zuvor, stürzen sich aus
dem Krankenhauszimmer oder erwürgen sich eigenhändig.
Die Symptome sind Übelkeit in Form von Erbrechen und
Gesichtsverfärbungen, Muskelschwund, das heißt, dass die Beine
zusammensacken und ein Schwächegefühl durch den Körper des
Infizierten. Ein weiteres Symptom ist die Bleiche die den Körper
des Opfers durchzieht. Diese Bleiche geht von Kopf bis Fuß, nur im
Gesicht sind die obengenannten Verfärbungen wie zum Beispiel Lila
und Grün zu sehen. Ein weiteres Symptom sind größer werdende Augen.
Diese quellen dann aus den Augenhöhlen und man hat das Gefühl sie
werden nur noch von einem dünnen Faden davon abgehalten ganz aus
den Augenhöhlen herauszufallen. Viele, die schon einmal von der
Grippe befallen waren behaupten sie hätten Stimmen in ihrem Kopf
gehört die sie vorher noch nie vernommen haben und die viel
Unsinniges gesagt hätten. Andere behaupteten man würde sich
vorstellen langsam zu schmelzen wie ein in der Sonne stehendes Eis.
Andere wiederum sagten man wäre plötzlich eiskalt und sähe dem Tod
in seine knöchernen Augen und höre sein hölzernes Gelächter.
Weitere Symptome sind: Müdigkeit, die Patienten schlafen bis zu 2
Tagen am Stück, Hustenanfälle, die dem Infiziertem kaum eine ruhige
Minute mehr lassen, Haarausfall, bei dem nur noch eine Glatze auf
dem Haupt des Betroffenen sehen lässt, Gelächter, dass durch die
Ohren scheinbar direkt ins Gehirn kommt. Dieses Gelächter hört sich
an wie das eines Dämonens, daher hat die Grippe ihren Namen.
Verfärbung und schließlich Ausfall der Zähne ist ein weiteres,
grausiges Symptom, das allerdings nur bei manchen Fällen in Kraft
tritt. Ein weiteres Symptom ist starkes Kopfweh, dass im Schädel
des Opfers manchmal stundenlang dröhnt.
In manchen Fällen endet die Dämonengrippe tödlich. Die zamonische
Bevölkerung verzeichnet im Jahr zirka 1.000.000 Grippeopfer. Somit
ist die Dämonengrippe die Krankheit, die jährlich am meisten Opfer
fordert. Daher beschäftigen sich viele Ärzte mit der Bekämpfung der
Krankheit. Den wenn man die Krankheit nicht stoppt, würde es nur
eine Frage der Zeit sein, bis alle Zamonier davon befallen sind.
Auch Ärzte warnen: Die Zahl steigt stetig an. Letztes Jahr waren es
950.000 Tote. Wenn diese Steigerung anhält, so verdoppelt sich
diese Zahl in nur 20 Jahren. Hauptgrund für das Wachstum ist die
hohe Ansteckungsgefahr, diese Rate liegt bei 50 % wenn man 1 Tag
bei dem Erkrankten bleibt. Ein anderer Grund für die höherwerdende
Zahl ist die noch niedrige Anzahl an Ärzten die der Dämonengrippe
Einhalt gebieten können. Daher fordert das zamonische
Gesundheitsamt Interessenten und Ausbilder für die
Dämonengrippebehandlung. Man geht davon aus, dass wenn ein Drittel
mehr Ärzte die Behandlung gegen die Dämonengrippe erlernen, dass
die Zahl der Dämonengrippeopfer auf 700.000 im Jahr zurückgehen
würde und die Anzahl der Infizierten auf 1.200.000 . Denn natürlich
sterben nicht alle die einmal infiziert wurden. Von den Impfstoffe
müssten 30 % mehr produziert und angewendet werden.
Es gibt so manche Methoden um die Dämonengrippe auszukurieren.
Natürlich erst einmal das Impfen. Das beugt vor. Aber wenn man die
Grippe sich eingefangen hat, kann man sich impfen lassen so viel
man will. Vergeblich. Dann hilft zum Beispiel ein geheimes
Kräuterrezept, wie es Alchemisten kennen. Dazu mischt man
verschiedene Kräuter( Baldrian Lavendel und anderes) mit Meersalz,
Wasser, ein wenig Alkohol, vermische diese Zutaten in einem Topf,
erhitze diesen kurz und schlage dies mit einem Hämmerchen zu einer
breiartigen Masse und verleibe es dem Patienten ein. Eine weitere
Methode, der Krankheit den Garaus zu machen ist die Medizin. Es
werden in Fabriken Medikamente hergestellt, die Krankheiten stoppen
soll. Dabei wird auch zusätzlich auf den Placeboeffekt gesetzt.
Wenn man sich nur vorstellt, dass die Medikamente helfen, tun sie
das auch. Auch eine Methode ist, den ganzen Tag einfach nur Wasser
zu trinken. Denn durch das Wasser werden die Bakterien nach unten
gespült, und laufen durch den Magen hindurch zur Blase, wo sie
ausgeschieden werden. Da die Bakterien sich fast nur im Mund
aufhalten, ist es so möglich sie mit ganz normalem Trinkwasser aus
dem Körper zu spülen. Ein anderes Mittel gegen die Dämonengrippe
ist die Zufuhr von Gasen in den Sauerstoff, im selben Raum, in dem
sich der Patient befindet. Durch die Gase werden die Bakterien
abgetötet. Ärzte kennen noch ein anderes Mittel: Wenn man soviel
isst, bis man erbrechen muss, werden auch so die Bakterien aus dem
Körper entfernt. Bei dieser Methode muss der Patient allerdings
alles aus seinem Körper entfernen. Daher ist es nicht sehr beliebt
beim Volk. Außerdem kann es zu einer Wiederansteckung führen: Denn
die Bazillen bleiben im Erbrochenen. Andere behaupten die
Dämonengrippe sei mit zehntägigem Fasten zu bekämpfen: Denn die
Nahrung des Opfers ist auch die Nahrung der Bakterien. Wenn man den
Patienten dazu bringt zehn Tage lang nichts zu essen, würden die
Bazillen in seinem Körper verhungern. Dieses Mittel gegen die
Krankheit ist allerdings nicht ganz ungefährlich, denn wenn man
zehn Tage nichts isst besteht das Risiko zu Verhungern. Wenn man
die Nahrung allerdings direkt in den Magen einspeisen würde,
behaupten Wissenschaftler, sei das für den Patienten ungefährlich,
für die Krankheitserreger jedoch tödlich. Es gibt noch eine Abwehr
gegen die Dämonengrippe. Winzig kleine Soldaten, auf einer Spritze
aufgezogen, die in die Blutbahn infiziert Leben retten können: Sie
sind ungefährlich, fressen den Dämonengrippenviren aber die Nahrung
weg. So können die guten Bakterien überleben, und die schädlichen
verhungern. Nach zwei Wochen sterben die guten Bakterien, und die
Blutbahn des Dämonengrippeerkrankten ist wieder frei. Die
Dämonengrippe ist zwar gefährlich, aber erstens durch Impfen
vorzubeugen, und zweitens, wenn man sich nicht geimpft hat
behandelbar. So kann der Tod der Erkrankten und die Ansteckung von
Anderen mit der Dämonengrippe durch einige Mittel verhindert
werden.
Wer oder was sind die zwölf steinernen Könige?
Die zwölf steinernen Könige waren eigentlich Krieger, die in
einer Schlacht um die Gegend von Dull ums Leben gekommen sind
(daher nun immer steinerne Krieger genannt). Da die Daseinsformen
in der Antike abergläubisch waren, ließen sie die Leichen der
Krieger mumifizieren und versteinern. Das führte zu der Tatsache,
dass sie heute im bekannten Dullsgarder Museum ausgestellt sind und
für ein kleines Entgelt der breiten Masse zur Verfügung stehen.
Alle zwölf Krieger haben eine eigene Geschichte. Diese möchte ich
hier kurz versinnbildlichen.
Erstens: Der „Henkertom“. Er war einer der berühmtesten
Schlachter im alten Zamonien. Er hat viele Schlachtmethoden an
zahlreichen Gegnern von Dull erprobt. Dafür wurde er mit dem
Kriegsdienstorden ausgezeichnet. Er war einer der tapfersten
Krieger im antiken Zamonien. Kein Feind hatte ihm, vor der besagten
Schlacht je auch nur einen Kratzer verpasst. Doch in der Schlacht
verlor er einen Fuß und vier Finger. Er hätte auch mit einem Finger
weitergekämpft, aber ein Blutschink aus Atlantis trennte ihm den
Kopf vom Hals.
Zweitens: Der flinke Marcus. Er kommt wie manche munkeln aus
Unbiskant. Er soll auch nicht mehr ganz richtig im Kopf sein, dass
ist meiner Meinung nach aber aus einem Hirn entstanden, in dem es
selbst nicht mehr mit rechten Dingen zuging. Er war ganz auf
Bogenschiessen ausgelegt. Er war sehr schnell mit Pfeil und Bogen.
Im Bestfall konnte er zwei Feinde in nur einer Sekunde töten. Daher
auch der Beiname flink. Manchmal gingen ihm die Pfeile aus, dann
nahm er als Ersatz ein Messer, schnitt damit einen Zahn aus einem
der Gefallenen und klebte ihn mit etwas Blutkleber auf ein Stück
Holz oder ersatzweise einen abgetrennten Finger. In der Schlacht
tötete er ungefähr vierzehn Blutschinken, zwei Berggorillas, drei
Tiger und einen Riesen.
Drittens: Der dicke Lucius. Lucius war der einzige der zwölf
Krieger, der keine Schuss-, Hieb-, Stich ,- oder Schlagwaffe. Denn
er benutzte seinen Körper als Waffe. Er ließ sich eine gute Rüstung
schmieden, und bei einer Schlacht rennt er nach vorne und wirft
sich auf die Gegner. Dann versucht er, den Gegner zu erwürgen oder
zu erschlagen. In früheren Jahren hatte er einen Gegner, der ihn
fast erwürgt hätte, diesen konnte er mit einem Trick besiegen: Er
sah einen Stein am Boden liegen. Er rollte ihn so am Boden, dass er
zehn Zentimeter vor dem Stein zum liegen kam. Dann sagte er zu
seinem Gegner :“Das werden die schlimmsten Zentimeter deines
Lebens“. Der Gegner wunderte sich, doch dafür war es jetzt zu
spät: Der Stein rollte genau über sein Gesicht, seine Nase wurde
abgetrennt und das linke Auge kam aus der Augenhöhle gerollt.
Viertens bis Siebtens: Die Familienkämpfer. Diese Vierergruppe
besteht aus Großvater, Mutter, Vater und Sohn. Diese Familie kam
aus einem traditionsreichen Kämpfergeschlecht, die schon in
Urzeiten an den wichtigsten Keulenschlachten teilnahmen und
maßgeblich daran beteiligt waren: Meist entschied sich eine
Schlacht schon, wenn die Familie bei einer der beiden
Streitparteien verfügbar war. Daher kann man sich vorstellen, wie
wichtig sie in dem entscheidenden Gemetzel um Dull beteiligt waren.
Der Großvater wurde der mehrarmige Bezwinger genannt, nicht weil er
über drei oder mehr Arme verfügte, sondern weil der Gegner annahm
es mit mehreren Armen zu tun hatte. Denn der mehrarmige Bezwinger
war im Kampf so rasch und griff von so vielen Seiten gleichzeitig
an, dass man das Gefühl hatte, er hätte drei bis vier Arme. Die
Mutter nannte man einfach nur die Starke, weil der Gegner nicht
einmal genug Überlebenszeit hatte, um einen längeren Namen sich zu
merken. Sie zog ihren Sohn auf, gab ihm von Anfang an nur feste,
fleischliche Nahrung, damit er einmal mindestens so stark wie der
Vater werden würde. Nach fünfzehn Jahren war der Sohn stärker. Der
Vater hieß der Ätzende, denn er war Alchemist und braute vor dem
Kampf Tinkturen, die er seinem Gegner auf die Rüstung sprühte (er
hatte einen speziell für ihn gefertigten Sprüher). Die Rüstung
wurde durchgeätzt und drang in die Haut ein, wo sie sich im Körper
verbreitete. Es fand dann immer ein Wettrennen statt, ob das
Gemisch schneller im Herz oder im Gehirn das vernichtende Machtwerk
verrichtete. Der Sohn wurde der Frühreife genannt, da er in den
Schlachten zwar immer der jüngste war, aber deswegen von den
Gegnern unterschätzt wurde. Da diese nur die halbe Kraft an dieser
mageren Portion anwendeten, wurden sie oft von dem Frühreifen dazu
gebracht freiwillig in die Klinge zu springen. Achtens: Der Weise.
Dieser war mit seinen Siebenhundertachtundsiebzig Jahren der
älteste Kämpfer auf dem Schlachtfeld. Er sah zwar rüstig aus, aber
er war für seine Siebenhundertachtundsiebzig Jahre noch sehr fit!
Er war mit der Magie vertraut und besaß einen Zauberstab, mit dem
er eine ganzes Schlachtfeld in ein Eisstadion, eine
Gladiatorenarena oder einen Massenfriedhof verwandeln könnte.
Neuntens: Der Schlauberger. Er war der Klügste von allen und er
besiegt die Gegner durch eine List. Er ließ sie an sich herankommen
und wenn sie nahe genug an ihn herankamen sind sie entweder in ein
selbstgegrabenes Loch mit Spitzen unten gefallen oder es kam von
hinten ein Trupp Bogenschützen, der den Herannahenden in den Kopf
schoss. Zehntens: Der Hammerlenker. Dieser war ein starker
Blutschink, gefangen in dem Körper eines Hundlings. Da sich bei ihm
Stärke und Brutalität des Blutschinks und Klugheit und
Schnelligkeit eines Hundlings vereinten, konnte er gut mit einem
Hammer umgehen. Vor der Schlacht war der Hammer golden, nach der
Schlacht rot vom Blut der Erschlagenen. Elftens: Der axtschwingende
Kopffäller. Dieser Name sagt eigentlich alles über die Person aus:
Er ist mit einer Axt bewaffnet, zögert nicht, sie einzusetzen und
trennt damit Köpfe von den Hälsen wie im Bilderbuch. Seine Familie
starb früh, da eine Seuche herrschte. Nur er überlebte, dank seiner
Zähigkeit und sein Wille, am Leben festzuhalten. Zwölftens: Der
Krieger aus dem Wald. Dieser kam aus dem großen Wald nach Dull,
nackt, am Verhungern, wie ein Ausgestoßener. Er kam vor die Tür
eines großen Hauses. Ein dunkel Gekleideter mit einem Messer kam
heraus und fragte woher er komme. Er antwortete nicht, da er im
Wald nicht sprechend gelernt hat. Der Schwarzgekleidete brachte ihm
sprechen bei. Und kämpfen. Daher kannte er spezielle Würgegriffe
vor Buchstaben wie „ü“ oder „ö“ . In der
alles entscheidenden Schlacht zwischen Dull und Atlantis kamen sie
alle ums Leben. Sie haben tapfer gekämpft, aber ohne Erfolg. Die
zwölf steinernen Krieger standen am Ende alleine mit ihren Gegnern
auf dem Schlachtfeld. Sie waren die letzten überlebenden
Dullsgarder der Keilerei. Aber schon am Anfang standen die Chancen
besser für Atlantis: Die Atlantischen Bewohner waren von Anfang an
fast doppelt soviel Kämpfer. Außerdem waren sie viel besser
ausgerüstet gewesen, als die Dullsgarder. In der Größenklasse lag
der gesamte Kampf etwas unter der Nurnenwaldschlacht. Am Ende
standen die zwölf steinernen Krieger also vor noch über tausend
Gegnern. Sie besiegten vielleicht ein paar Hunderte. Doch dann
wurden sie besiegt: Der „Henkertom“ befand sich gerade
in einem Gemetzel mit zwei Blutschinken, als von hinten ein Dritter
kam und ihm mit einem Schwert den Kopf abhackte. Der flinke Marcus
schoss gerade einen Pfeil auf einen Löwen, als von hinten ein
Gorilla angeschlichen kam, der ihm erst den rechten Arm, wodurch
Marcus Bogen auf den Boden fiel, dann ein Bein abtrennte und er
schließlich den Rumpf und damit das Herz mit seiner großen Pranke
zerschlug. Der dicke Lucius stürzte sich gerade auf eine Gruppe
Hundlinge, als ein atlantischer Hoawief ihn mit seinen Armen
erwürgte. Der Krieg zwischen Atlantis und Dull entstand durch einen
eigentlich harmlosen Konflikt zwischen dem König von Dull und dem
König von Atlantis: Der Dullsgarder König kam mit seinen Beratern
beim König in Atlantis an. Sie waren Freunde, aber sie hatten seit
Jahren immer ein Thema, in dem sie sich uneinig waren: Die
Mathematik. Den der Atlantische König war Anhänger der zamonischen
Urmathematik [eins, zwei, drei, vier, doppelvier(8),
doppeldoppelvier (16), doppeldoppeldoppelvier (32),
doppeldoppeldoppeldoppelvier (64),
doppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier (128) ,
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier (256),
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier (512),
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier (1024) und so
weiter], während Der Dullsgarder König rechnete mit allgemeiner
Mathematik [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, und so weiter]. Eine
Konfliktsituation zwischen den beiden konnte so oder so ähnlich
aussehen: Der Atlantische König: „Die Verschuldung von
Dullsgard (mit einem Darlehen von Atlantis) beträgt
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldop
peldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier Pyras.“ Der Dullsgarder
König antwortete: „Normalerweise rechne ich ja nur mit
normaler Mathematik, aber so niedrige Zahlen kann ich auch in
übliche Zahlen umrechnen: Du meintest bestimmt, dass sich die
Schulden meines Landes 1.048.576 Pyras betragen?“ Der
Atlantische König: „Ja, das meinte ich, wenn man es auf diese
banale Art umrechnen will.“ Der Dullsgarder König:
„Diese Rechenart ist bestimmt nicht so banal wie die
Zamonische Urmathematik. Das ist Rechensweise in ihrer banalsten
Form!“ Der Atlantische König: „Wie wäre es mit einer
kleinen Wette? Wir treffen uns morgen um doppeldoppelvier Uhr hier
und lassen uns von einem Mathematiker doppelvier Aufgaben stellen.
Wenn ich mehr richtig habe als du, bist du dazu verdonnert,
lebenslang mit Zamonischer Urmathematik zu rechnen. Wenn du mehr
Aufgaben richtig hast, werde ich dir deine Schulden erlassen. Der
Dullsgarder König stimmte zu und am nächsten Tag kam er zum König
zurück. Die Aufgaben wurden gestellt und beide hatten vier richtig
und vier falsch. „Was sollen wir jetzt tun?“, fragte
der Dullsgarder König. Der Atlantische König sagte: „Wenn du
nicht sofort deinem Volk befiehlst, in Zamonischer Urmathematik zu
rechnen, werde ich wirklich wütend.“ Der Dullsgarder König:
„Den Teufel werde ich tun, diese primitive Rechenart meinem
Volk zuzumuten!“ Der Atlantische König war so richtig in
Fahrt gekommen: „Nun bin ich wütend! Ich fordere dich zum
Duell! Morgen um doppeldoppelvier Uhr! Mann gegen Mann, nur mit
einem Degen bewaffnet.“ Beide erschienen um sechzehn Uhr zum
Kampf. Der Atlantische König gewann mal ein Duell, mal gewann der
Dullsgarder König ein Duell. „So geht das nicht
weiter!“, schrie der Atlantische König! „Es gibt bei
diesem Duell keinen eindeutigen Sieger. Eine diplomatische Lösung
ist ausgeschlossen, daher gibt es Krieg! Nächste Woche!“ Der
Dullsgarder König saß auf dem Steinboden. In einer Woche sollte die
Schlacht mit dem Atlantischen König beginnen. Das Volk war
benachrichtigt, die Krieger waren schon jetzt bereit. Der
Dullsgarder König hatte dreiunddreißig Offiziere, mit jeweils
tausend Soldaten für die Schlacht fertig gemacht. Der Atlantische
König hatte doppeldoppeldoppelvier Offiziere mit jeweils
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier Kriegern
bereit zum Kämpfen. Das waren
zweitausendsiebenhundertachtundsechzig (circa
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier plus
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier plus
doppeldoppeldoppeldoppeldoppeldoppelvier) mehr, die den Kampf
entschieden haben, als der Dullsgarder König zum Kampf bestellt
hatte. Womit wir wieder beim Thema wären, denn viertens wurde der
mehrarmige Bezwinger, als er mit einem Gorilla rangelte, von einer
Haifischmade überrollt und damit getötet. Die Starke konnte sich
gerade noch aus den klammernden Armen eines Hoawiefs retten, als
ein Riese sie erfasste, und auf den Boden warf, sodass sie eine
tödliche Gehirnerschütterung erlitt. Der Ätzende spritzte gerade
einen Blutschink mit seiner tödlichen Tinktur voll, dieser wurde
mit einem Zischen zersetzt, als dieser sich auf ihn stürzte und ihn
somit auch wegätzte. Der Ätzende war also selbst zum Verhängnis
seiner tödlichen Mischung geworden. Der Frühreife wurde gerade von
einem Blutschink unterschätzt (der Frühreife schlug ihn zu Boden,
so dass er bewusstlos wurde, was schon eine gute Leistung sind,
denn ein Blutschink macht viel mit in seinem Leben und das härtet
ab. Der Weise verwandelte gerade einen Löwen in eine Maus, als
unglücklicherweise ein Elefant vorbeitrabte, die Maus sah, von der
Panik ergriffen wurde und den Weisen unter seiner tonnenschweren
Last zerstampfte. Der Schlauberger starb als Einziger durch einen
Unfall: Als er gerade neue Feinde ankommen ließ, um sie den
Bogenschützen auszuliefern, rutsche einem der Bogenschützen die
Hand vom Bogen, und der Pfeil traf den Schlauberger tödlich im
Hinterkopf. Der Hammerlenker wurde von einer schwarzvermummten
Gestalt mit einer großen Sense getroffen, als er gerade mit einem
Blutschink im Kampf verwickelt war. Über den axtschwingenden
Kopffäller wird nichtüberliefert, wie er gestorben ist. Vermutlich
wurde er von irgendeinem Blutschink oder Löwen getötet. Der Krieger
aus dem Wald würgte gerade einen Krieger, als er in den Würgegriff
eines Metallischen Kriegers geriet. So kamen alle zwölf Krieger in
einer Sagenumwobenen Schlacht ums Leben, umgebracht von
Atlantischen Kriegern, und das alles wegen einem Streit um die
Mathematik. Die zwölf steinernen Krieger. Ein Kapitel der
Zamonischen Geschichte im Spezialgebiet Dullsgarder Antike für
sich. Daraus lernt man: Mathematik ist manchmal spannender als man
denkt.
Beschreiben Sie das Brutverhalten des Kassanderspechtes.
Der Kassanderspecht legt von März bis Mai seine Eier. Er legt
bis zu 10 Eier. Bevor die kleinen Kassanderspechte schlüpfen muss
die Mutter der Spechte die Eier wärmen. Der Specht braucht circa
2-3 Stunden, bis er sich aus der Eierschale vollständig befreien
kann. Danach bringt die Kassanderspechtmutter ihren Jungen frische
Würmer, die sie dann hastig verschlingen.
Die Mutter liegt während der Brutzeit von ungefähr einem Monat
ununterbrochen auf den Vogeleiern. Das Männchen füttert das
Weibchen während dieser Zeit mit Würmern, die er in Bäumen gefunden
hat. Bevor das Weibchen die Eier legt, baut es sich ein Nest aus
Stöcken und Gras. Das Männchen hilft ihr dabei. Die Eier werden in
der Regel 8 – 10 cm groß. Die Jungen sind nach dem Schlüpfen
vollkommen nackt, die typisch rot- braunen Federn wachsen in den
ersten paar Wochen. Da es gewisse natürliche Feinde von
Kassanderspechten gibt (größere Vögel wie zum Beispiel Adler oder
Geier), muss das Männchen das Weibchen während der Brutphase nicht
nur Füttern, sondern auch vor Angriffen von außen schützen, da die
Mutter auf den Eiern sitzen bleiben muss. Die Brutphase ist sehr
anstrengend für die Mutter, da sie immer auf der selben Stelle
bleiben muss. Es ist nicht sehr gesund für den Specht, da er sich
nicht ausreichend bewegen kann. Es gibt sieben Regeln, um die
Jungen auszubrüten:
1. Die Mutter darf das Nest nicht verlassen, auch nicht für
Nahrungsaufnahme.
2. Man braucht ein ordentliches Nest, um die Jungen während der
Brut, und nach dem Schlüpfen optimal warm zu halten. 3. Der Vater
der Kinder muss für die Sicherheit der Mutter, der Eier und nach
dem Schlüpfen auch der Vogelbabys sorgen. 4. Der Vater muss auch
für die Ernährung der Mutter und des Nachwuchses sorgen. 5. Die
Nahrung für die Jungen muss sehr nahrhaft sein, damit sie schnell
und gesund heranwachsen können. 6. Das Nest muss an einem
geschützten Fleck liegen, um die Sicherheit der Brut und den Eltern
zu gewährleisten. 7. Die wichtigste Regel: Die Erwachsenen sind für
die Erziehung der Jungen zuständig, dürfen diese auf keinen Fall
vernachlässigen und müssen sich für eventuelle Fehler
verantwortlich sehen. Das waren die wichtigsten Regeln, und wenn
sie beachtet werden, steht der gesunden Laufbahn der Vogeljungen
nichts mehr im Wege. Die fünf Zeichen, dafür, dass die Eltern ganze
Arbeit geleistet haben sind: 1. Die Vogeljungen entwickeln sich
schnell und können sich rasch ihre Nahrung selbst suchen. 2. Sie
lernen schnell fliegen und haben einen makellosen Federnwuchs. 3.
Sie sind immer mit Freunden zusammen und sind sehr aktiv. 4. Die
Jungen haben sich selber ein Nest eingerichtet und.... 5. ...brüten
bald selbst Kinder aus. Wenn sie keines dieser Anzeichen bei ihren
Jungen erkennen, müssen sie den Kleinen entweder noch etwas Zeit
lassen, oder sie haben ein paar grundlegende Fehler in der
Erziehung ihrer Brut gemacht. Wenn sie vier Anzeichen, oder sogar
alle bei den kleinen Spechten sehen, können sie stolz auf sich
sein, ihre Jungen werden prachtvolle Kassanderspechte.
„Der Troll in der Fellkämmerei kämmt jeden, der sich nicht selbst kämmt.“ Zeigen Sie, ob dieser Satz ein Paradoxon ist.
Das ist eine sehr interessante Frage, denn muss man in einer
Fellkämmerei eigentlich sein Fell kämmen? Natürlich ist das der
Sinn einer Fellkämmerei, aber wenn man es nicht tut? Dann wird man
vom Troll gekämmt. Aber ist das nicht wie beim Friseur? Denn beim
Friseur bekommt man die Haare ja auch gekämmt. Muss man das in der
Fellkämmerei selber tun?
Um was es eigentlich geht: Müsste es nicht eigentlich so heißen:
„Jeder der in der Fellkämmerei kämmt, kämmt nicht.“
Denn Paradoxon heißt wörtlich Widerspruch.
Doch da man in der Fellkämmerei sich auf jeden Fall die Haare
kämmt, ist es ein Paradoxon. Denn da alle sich in der Fellkämmerei
kämmen, ist es ein Widerspruch, wenn der Troll alle kämmt die sich
nicht kämmen, da sich ja alle kämmen. Somit könnte der Troll keinen
kämmen, der sich nicht selbst auch kämmt. Und wenn sich alle kämmen
hätte der Troll keinen zum kämmen, da es heißt, dass er jeden kämmt
der sich nicht kämmt und es allerdings keinen gibt, der sich nicht
kämmt, da sich in der Fellkämmerei jeder kämmt.
Aber auch interessant: Gibt es eigentlich Trolle die in der
Fellkämmerei sind? Denn der Troll ist eine schäbige, ungezogene,
verwahrloste Kreatur, die nie ihr Äußeres verschönern würde und sie
sich nie um Körperpflege kümmert. Schon alleine, weil der Troll für
keinen gut aussehen will. Daher wäre es schon ein Paradoxon, wenn
es hieße: „Der Troll ist in der Fellkämmerei“. Wenn nun
aber jemand, der diesen Satz gehört hat, und es beweisen will, dass
dieser Satz kein Paradoxon sein muss, ist dies auch möglich. Denn
wenn er die Fellkämmerei betritt, sich aber nicht kämmt, dann wird
er eventuell von einem Troll gekämmt. Somit wäre dieser Satz kein
Paradoxon. Man könnte eine andere Überlegung machen: Der Troll
könnte ja jemanden kämmen der sich auch kämmt, da es aber heißt,
dass der Troll alle kämmt die sich nicht kämmen wäre diese
Überlegung natürlich falsch. Allerdings im Normalfall ist dieser
Satz ein Paradoxon. Anmerkung: Dieser Satz kann auch wie eine
Redewendung aufgefasst werden: „Wenn du es nicht tust, macht
es jemand anderes für dich.“ Wenn man diesen Satz so
auffassen würde, wäre er natürlich kein Paradoxon. Wenn man ihn
normal auffasst, so wie ich es oben getan habe, ist er ein
Paradoxon.
Wie könnte man, um Unfälle zu vermeiden, Dimensionslöcher sichtbar machen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Dimensionslöcher sichtbar zu
machen. Man müsste sie natürlich erst einmal finden. Dazu könnte
man einen Dimensionslochforscher beauftragen, der die
Dimensionslöcher am Geruch (Gennf, das) erkennt. Dann müsste man
einen Physiker beauftragen, der einen großen Magneten über dem
Dimensionsloch installiert. Der Magnet macht durch die magnetische
Strahlung, die sowohl vom Magneten als auch vom Loch ausgeht, das
Dimensionsloch sichtbar.
Oder man beauftragt einen Alchimisten der eine Flüssigkeit mischt,
die man dann am Rand des Dimensionsloch verteilt, den Rand grün
färbt und ihn somit als Dimensionsloch kennzeichnet.
Als dritte Möglichkeit könnte man einen Mathematiker beauftragen,
der mithilfe komplexer Formeln die Größe des Dimensionsloches
berechnet. Mit diesen Angaben könnte man eine Lupe in der Größe des
Dimensionsloches aufstellen, die das Licht der Sonne auf das
Dimensionsloch wirft, und es somit sichtbar macht. Bei Nacht oder
bei schlechtem Wetter können die gespeicherten Lichtstrahlen der
Lupe mithilfe von Solarzellen auf das Dimensionsloch projiziert
werden.
Das waren die drei Möglichkeiten zur Sichtbarmachung der
Dimensionslöcher.
Auf welche Weise werden Dämonenboote gesteuert?
In der Gegend von Reißwasser gibt es solche Boote
beispielsweise.
Erst einmal komme ich zum Antrieb: Die Dämonenboote werden ohne
Benzin oder sonstige Kraftstoffe angetrieben.
Denn die Dämonenboote werden durch das Gefälle, dass in den
Gebieten zu finden ist, angetrieben.
Doch wie werden sie gelenkt? Der Fluss kommt aus den Finsterbergen
und strömt in Richtung Ozean. Dort sind kleine Dörfer, von denen
aus die Dämonenboote von Fährleuten halbdämonischer Herkunft
gesteuert werden. Aber auf welche Weise werden sie gesteuert? Das
ist schwer zu sagen. Denn Dämonenboote fahren, wie hinlänglich
bekannt, nur bei Nacht und durch starke Stromschnellen. Werden die
Boote vielleicht überhaupt nicht gesteuert? Sicherlich behaupten
das einige Gäste, die das Wagnis eingegangen sind und in eines
dieser Boote eingestiegen sind. Doch dem ist nicht so. Einige
Daseinsformen erzählten mir schon dem nervtötenden Gelächter,
welches die Dämonen während der Fahrt von sich gaben. Und daraus
schließe ich, dass die Boote durch Schall gesteuert werden. Im
Dienste der Wissenschaft habe ich mich auf eine Expedition in ein
Dämonenboot begeben. Am Anfang bezahlte ich den Preis, der mir sehr
günstig vorkam, dafür, dass man eine abenteuerliche Fahrt durch
Stromschnellen und eine schnelle Fortbewegung von A nach B bekommt.
Denn schnell war die Fahrt auf jeden Fall. Ich stieg in das Boot
ein. Ich sah, dass die beiden Fährleute keine Hilfsmittel, wie zum
Beispiel Ruder hatten, um das Boot steuern zu können. Dann setzte
sich das Boot langsam in Fahrt. Nach zirka zehn Sekunden fing der
Fahrer auf der rechten Seite an zu lachen. Das Boot bewegte sich
nach links. Er stellte das Lachen wieder ein und das Boot fuhr
geradeaus weiter. Als wir zu nahe ans linke Ufer kamen, lachte der
linke Fahrer und das Gefährt wechselte seinen Kurs nach rechts. So
ging es weiter und weiter, bis die Fahrt endete. Mal hörte ich ein
Lachen von rechts, mal von links. Ich war mir also sicher, dass die
Dämonenboote durch die Veränderung der Wasseroberfläche, welche
durch Schall ausgelöst wird, gesteuert werden. Wenn der Halbdämon
auf der rechten Seite lachte, fuhr das Boot nach rechts, wenn auf
der linken Seite gelacht wurde, nach links. Die Wellen, die an das
Boot schlagen, sind der entscheidende Faktor. Erfunden wurde diese
Steuerungstechnik, als ein Halbdämon auf einem Fluss die Ruder für
die Steuerung seines Bootes vergessen hatte. Er fing dann auf der
rechten Seite an zu schreien und bemerkte dabei, dass sich das Boot
nach links bewegte. Er schrie auf der linken Seite und das Boot
änderte den Kurs. Seitdem verdienen viele Halbdämonen in dieser
Gegend mit den Dämonenbooten ihr Geld. Eine kleine Veränderung
nahmen sie noch vor, denn das Schreien erwies sich als
touristenabschreckend. So entwickelte sich aus dem Schreien nach
und nach ein Gelächter. Daseinsformen, die nicht Halbdämonischer
Herkunft sind, ist es nicht zu empfehlen, diese Boote zu betreiben,
da sie nicht über die nötigen Stimmbänder verfügen. Das haben schon
ein paar Daseinsformen versucht und alle verloren bei dem Versuch
die Dämonenboote zu steuern ihre Stimme. Nur Halbdämonen können die
Wasseroberfläche so verändern, dass man Boote damit steuern kann.
Da ich oft gefragt wurde, was passiert, wenn die Dämonen auf beiden
Seiten lachen, möchte ich dies hier auch noch kurz beantworten:
Wenn der Dämon rechts lauter lacht, als der Dämon links, fährt das
Boot ein bisschen nach links, wenn der Dämon links lauter lacht als
der Dämon rechts, fährt das Boot ein bisschen nach rechts. Das ist
die Feinsteuerung. Dabei gilt: a= linker Dämon; b= rechter Dämon; c
= laut; d= leise; e = linke Richtung; f= rechte Richtung a + c= b +
d = f (der linke Halbdämon schreit lauter als der rechte, also
fährt das Boot ein bisschen nach rechts) a + d= b + c = e (der
rechte Halbdämon schreit lauter als der linke, also fährt das Boot
ein bisschen nach links) Je größer der Dezibelabstand zwischen den
Lautstärken (also den Halbdämonenschreien), desto größer der Winkel
der Kursänderung. Jetzt wissen wir, wie man die Boote steuert, aber
wieso fahren die Boote bei Nacht? Dafür gibt es drei Gründe: 1.
Dass die Dämonenboote bei Nacht fahren dient der Mystifizierung und
soll Abenteurer noch mehr anregen, mit den Dämonenbooten zu fahren.
2. Bei Nacht ist auf den Flüssen weniger Betrieb. Nicht etwa
Bootbetrieb, der kreuzt die Route der Dämonenboote sowieso nicht,
ich meine der Betrieb unter Wasser. Die Fische und anderen Bewohner
schlafen bei Nacht und können so nicht gegen die Bootwand prallen
oder die Fahrer und Fahrgäste bei ihren Aktivitäten stören. 3. Die
Fahrgäste können sich nachts besser ausruhen, da es in der Nacht
finster ist und auf den Dämonenbooten auch keine Beleuchtung
vorhanden ist. Doch warum kennen nur wenige das Geheimnis der
Steuerung von Dämonenboote? Ganz einfach: Die Halbdämonen Zamoniens
wollen nicht, dass Halbdämonen auf anderen Kontinenten die Idee
klauen und dass das einzigartige Erlebnis so auch auf anderen
Kontinenten zu erleben ist. Und warum steuern die Halbdämonen die
Boote nicht ganz normal mit Rudern und Paddeln? 1. Weil die
Dämonenboote somit nicht mehr einzigartig wären. 2. Weil es die
Bodenbeschaffenheit nicht zulässt, mit Paddeln oder Rudern Wasser
wegzuschaufeln, da sie am Boden abbrechen würden. Natürlich gibt es
auch Boote die von einem Fährmann gesteuert werden. Dieser wechselt
dann immer die Seiten, die Feinsteuerung ist allerdings nur bei
zwei Fährmännern möglich. Daher sind es auch meistens zwei
Halbdämonen die das Boot akustisch steuern.
Die zamonische Wissenschaftlerin Nerta Steinbeil vertritt die
Theorie der "verdrehten Zeitgleichheitsvertunnelung bei
irreversibelen Dimensionslochpolaritäten".
Erläutern Sie die Grundsätze der Theorie unter Bezugnahme auf das
zamonische öffentliche Beförderungssystem zu Zeiten der
nattifftoffischen Erbfolgerempeleien.
Also ersteinmal ein wenig Grundsätzliches zur
Zeitgleichheitsvertunnelung:
Die uns bekannte Zeit gliedert sich in FRÜHER und SPÄTER, JETZT und
GLEICH, DEMNÄCHST und VORHIN, GESTERN und HEUTE, MORGEN, BALD,
SCHLIESSLICH, EINMAL, ENDLICH, ZULETZT, EINST, BISLANG und
UNTERDESSEN. Dennoch hat jeder dieser Zeitpunkte einmal in einem
NUN stattgefunden und wird einmal ein DAMALS sein, nach längerer
Zeit sogar ein diffuses IRGENDWANN oder, etwas altmodischer
ausgedrückt, ein DERMALEINST.
Wie ist das möglich? Kaum zu sagen. Sicher ist nur, dass die
Dimensionen miteinander vertunnelt sind, die Ein- und Ausgänge
dieser Tunnel sind die Dimensionslöcher. Durch diese Tunnel fließt
die Zeit zwischen den Dimensionen hin und her, womöglich eine
Antwort auf die große Frage, wie es kommt, dass die Zeit
entschwindet, aber dennoch immer anwesend ist.
Nerta Steinbeil war tatsächlich die erste zamonische
Wissenschaftlerin, die (sogar noch vor Ihnen, Herr Professor)
nachweisen konnte, dass alle Dimensionen eins gemeinsam haben,
nämlich die Dimensionslochpolarität. Doch war sie wirklich die
Erste? Oder ist sie womöglich durch ein Dimensionsloch gefallen,
wobei sie ihre Theorie auf einem Zettel mit in die Zeit lange
vorher nahm? Kommt sie vielleicht aus Zeiten, in denen die Theorie
schon überall bekannt war? Wer weiß das schon? Nun zum Bezug auf
das Beförderungssystem zur Zeit der nattifftoffischen
Erbfolgerempelei. Da gäbe es erstens die Beförderung durch
Dimensionslöcher für Abenteuerlustige( lange bevor man wusste, dass
oft Bedingungen herrschen in anderen Dimensionen, die ein Überleben
möglich machen). Was hat das mit einer nicht umkehrbaren bzw. nicht
rückgängig zu machenden dauerhaften Beeinflussung zwischen Raum und
Zeit zu tun? Wenn ein Abenteuerlustiger also in ein Dimensionsloch
gesprungen war, dann wurde er im Zustand der Saloppen Katatonie
(Saloppe Katatonie, die) an einen anderen Ort befördert. Bis dahin
kann man es mit einem ganz normalen (wenn man so etwas als normal
bezeichnen kann) Dimensionslochsturz vergleichen. Wenn man aber nun
aber durch alle Zeiten und Orte verdreht stürzt und währenddessen
eine nicht umkehrbare dauerhafte Beeinflussung zwischen den beiden
Aspekten Raum und Zeit vorliegt, wie darf man sich das vorstellen?
Um so etwas zu beschreiben benötigt man mindestens 6 Gehirne (wie
sie auch Nerta Steinbeil hatte), daher kann ich die Einzelheiten
nicht erklären und muss mich auf eine Zusammenfassung beschränken,
da ich nur ein Gehirn zur Verfügung habe und mich nebenbei noch nie
im Zustand der Saloppen Katatonie befunden habe. Dazu müsste man
sich erst einmal einen verdrehten Quadratmeter Dimensionslochraum
vorstellen. Stellen Sie sich einen Zug vor, der mit einer Kerze am
unteren Teil rückwärts durch ein schwarzes Loch fährt, während Sie
selbst mit einer Kerze am Fuß unter einem umgedrehten Glockenturm
unter dem Mars stehen und eine ein Quadratmeter große falschherum
laufende Uhr mit spiegelverkehrten Ziffern in die entgegengesetzte
Richtung aufziehen und einem Uhu mit einer Kerze am Fuß in selber
Richtung zum Zug und mit Lichtgeschwindigkeit rückwärts durch einen
Tunnel fliegt, der von einem schwarzen Loch mit einer Kerze am
unteren Ende rückwärts verschluckt wird. Nun verbinden Sie die
Punkte mit einem Buntstift und Sie haben einen Quadratmeter
verdrehten Dimensionslochraums. Auf der Uhr können sie die
verdrehte Zeit sehen, auch wenn es dunkel ist, denn Sie haben ja
eine Kerze am Fuß. Man ist also an jedem Ort der Erde, allerdings
verdreht. Dann wäre zweitens die Beförderung durch Raumschiffe in
andere Dimensionen, wobei man durch ein schwarzes Loch fliegt und
so an anderen Dimensionen wieder herauskommt. Wie darf man sich
dass nun vorstellen? Man fährt also durch die Dimensionen, aber nur
durch die, die man durchqueren muss um am anderen Ende des
schwarzen Loches anzukommen. Da die Beförderung durch schwarze
Löcher auch hier wieder nur sehr schwer zu begreifen ist und ich
auch diese Art von Beförderung nicht genutzt habe, muss ich mich
auch hier beschränken. Man startet also an seiner (vermutlichen)
Heimatdimension. Dann kommt man an allen Orten vorbei, die man
durchqueren muss. Allerdings wieder verdreht. Da man, wenn durch
ein schwarzes Loch fliegt, keinerlei Erinnerung hat, kann man
allerdings nur mutmaßen, was passiert. Sicher weiß man dann nur,
dass alles verdreht passiert ist. Der erste Grundsatz lautet also:
Egal was passiert, es geschieht nicht unter normalen Umständen,
sondern alles ist verdreht. Zweitens: Wenn man durch ein schwarzes
Loch befördert wird, dann ist nicht nur das Loch schwarz, sondern
auch die Wahrnehmung wird dadurch schwarz. Eydeeten, für die ja
bekanntermaßen Dunkelheit die Quelle allen Denkens und Wissens ist,
sollen in dieser Phase auf die größten Einfällen ihrer
Wissenschaftlerkarriere gestoßen sein. Drittens: Wenn alles
verdreht ist, also alle Zeiten und Orte, dann hat man alles gesehen
im Leben und ist durch nichts mehr zu beeindrucken. Versuchen Sie
also nicht, eine Daseinsform, die verkehrt durch die Dimensionen
gestürzt ist zu beeindrucken. Es funktioniert sowieso nicht. Wenn
man nun aber durch die Dimensionen stürzt, findet normal ja alles
in einem NUN statt. Wie ist es aber, wenn man verdreht durch die
Dimensionen stürzt? Sie ahnen es schon: Wenn man das Wort NUN
einfach umdreht, na was kommt denn da heraus? NUN, NUN, NUN, wie
man es dreht und wendet, NUN bleibt eben NUN, und nun was glauben
Sie wann nun der verdrehte Dimensionslochsturz stattfindet? Sie
haben die Wahl zwischen FRÜHER, SPÄTER, GLEICH, DEMNÄCHST, VORHIN,
GESTERN, HEUTE, MORGEN, BALD, SCHLIESSLICH, EINMAL, ENDLICH,
ZULETZT, EINST, BISLANG, UNTERDESSEN und nun auch dem NUN? Also, um
es nun kurz zu machen: Im NUN findet ein jeder Dimensionslochsturz
statt. Ein kleiner Spruch hierzu: Ob verdreht oder gerade NUN ist´s
in jeder Lage.
Wie reagieren Eisfratten auf die globale Erwärmung? Kann das Schmelzen der Polkappen für sie gefährlich werden?
Nun, erst einmal ganz allgemein: Wo kommen Eisfratten überhaupt vor und wie sehen sie aus? Sie sehen von Nahem aus wie aufeinander gestapelte ineinander verkeilte Eisschollen. Das ist vielleicht ein ziemlich eigenartiger Vergleich, aber er beschreibt die Eisfratten am genauesten. Sie können sehr gefährlich werden für Wanderer und sonstige Daseinsformen, die mit ihnen Bekanntschaft machen. Denn sie greifen ihre Opfer mit einer Eisscholle, die aussieht wie eine scharfkantige Zunge (was sie auch ist) an. Sie bestehen zu 100% aus Eis! Also sind sie auch sehr wärme empfindlich. Sie würden einem Feuer daher nicht lange standhalten. Ab einer Temperatur von 1 ° C würden sie sofort zu schmelzen beginnen. Daher halten sie sich gerne an sehr kalten Orten auf, die nicht am Gefrierpunkt liegen sondern stark darunter, damit sie nicht sofort weg schmelzen, wenn das Thermometer steigt (dazu später mehr). Sie können sich auch fortbewegen. Sie gleiten dann wie von einer Hand geschoben über das Eis. Und wo kommen Eisfratten vor? Nun, unbestreitbar kommen sie in der Untenwelt von Zamonien vor. Aber Manche behaupten, dass sie auch auf anderen Kontinenten und auf der Antarktis vorkommen. Nur in wärmeren Ländern kommen sie nicht vor, da sie dort schmelzen würden. Einer Sage nach kamen Eisfratten in einer Eiszeit überall vor und beherrschten die ganze Welt. Als es wärmer wurde seien sie nur noch auf wenigen Kontinenten gefroren geblieben. Das kleine Fünkchen Wahrheit in dieser Sage ist die Tatsache, dass Eisfratten heute wirklich nur noch in kälteren Gebieten vorkommen. Die Sage endet damit, dass irgendwann eine neue Eiszeit kommen wird und die Seelen der gestorbenen Eisfratten wieder im Eis verschwinden und die Weltherrschaft wieder übernehmen. Ob in diesem Teil der Sage ein Stückchen Wahrheit steckt vermag ich nicht zu sagen. Wenn Eisfratten überhaupt eine Seele besitzen, was bisher nicht nachgewiesen werden konnte, was daran liegen könnte, dass sich nicht viele Wissenschaftler mit Eisfratten beschäftigt haben, weil diese, wie schon erwähnt, an Orten mit einer Durchschnittstemperatur von unter null Grad leben, da sie unter anderen Lebensbedingungen schmelzen würden. Außerdem ist es sehr gefährlich, sich mit Eisfratten zu beschäftigen, da sie sich nicht gerne mit Besuch unterhalten, sondern diesen viel lieber töten. Daher würde ich keinem empfehlen, sich auch nur in die Nähe einer Eisfratte zu begeben. Auch von gutmütigen, intelligenten oder gar zahmen Eisfratten habe ich persönlich nichts gehört. Doch nun zur nächsten Frage. Können Eisfratten schmelzen? Wenn es überall warm werden würde und die Durchschnittstemperatur über 0°C steigen würde, würden die Eisfratten dann einfach schmelzen und sich somit verflüssigen? Oder haben sie eine Schutzfunktion, die sie bis zu einer bestimmten Temperatur vorm Verflüssigen schützt? Wo läge in diesem Fall die Temperaturgrenze und wie lange würde dieser Schutz halten? Wenn man einen Eisklumpen in die Sommerhitze stellen würde, würde dieser nicht gleich wegschmelzen? Natürlich würde er das, ich habe das selbst ausprobiert. Doch wenn in Untenwelt einmal die Temperaturgrenze von 0°C überschritten wird, wie verhalten sich die Eisfratten dann? Ganz einfach: Sie graben sich unter der Eisfläche ein und sinken auf den Grund des Gewässers, auf dem sie leben. Dort herrschen kühlere Temperaturen, da die Eisschicht die Wärme davon abhält, in tiefere Gebiete des Gewässers vorzudringen. Aber was passiert, wenn die Eisschicht weggeschmolzen ist? Dann kann die ja Wärme ungehindert auch auf den Grund vordringen. Dann kommt eine Fertigkeit, welche nur die Eisfratten beherrschen zum Einsatz: Die Eisfratten sondern Kälte an die Umwelt ab, die dann ein Schutzschild aus Eis um die Eisfratte bildet. Wenn dieses Schutzschild wieder schmilzt, kann die Eisfratte ein weiteres Eisschutzschild bilden. Dieser Vorgang kann bis zu fünf mal wiederholt werden. Danach gibt es keine Hoffnung mehr für die Fratte. Diese wird dann von der Wärme durchdrungen und verflüssigt sich. Wenn die Polkappen also durch die globale Erwärmung schmelzen, ist dies nicht nur gefährlich für Eisfratten, sondern es führt früher oder später zum unaufhaltbaren Aussterben dieser Daseinsform. Kann man sich als Eisfratte dagegen schützen? Nein, das Schmelzen der Polkappen kann nicht mit den uns bisher erschlossenen Mitteln aufgehalten werden. Es kann nur noch durch weniger Energieverbrauch verlangsamt oder durch Energieverbrauchzunahme beschleunigt werden. Das Schicksal der Eisfratten ist also schon geschrieben. Wenn noch eine Eiszeit vor dem Aussterben käme, würde diese die Zeitspanne bis zum Aussterben wahrscheinlich ebenfalls nur ausdehnen und auch nicht stoppen. Aber sind wir nicht alle zum Sterben verdammt? Alle Daseinsformen werden nämlich irgendwann sterben. Man versucht es herrauszuzögern. Aber irgendwann ist es für jeden zu Ende. Auch Unsterblichkeit ist nicht möglich. Medikamente oder sonstige Heilmittel helfen auch nur für eine bestimmte Zeit. Irgendwann muss jeder in das Angesicht des Todes blicken. Daran gibt es keine Zweifel. Oder kennen Sie jemanden der von sich behauptet unsterblich zu sein? Und wenn, kann er das nachweisen? Nein. Eben das ist es ja! Wer kann das schon nachweisen? Wenn dieser Planet explodiert, wie lange kann man dann im Weltraum überleben? Nicht lange, fürchte ich, denn lebensnotwendige Dinge wie Wasser, Sauerstoff oder Nahrung gibt es dort nicht! Man könnte also nur wenige Sekunden überleben. Wenn man eine Sauerstoffmaske und etwas Nahrung hat, dauert es vielleicht etwas länger. Aber der Tod bekommt irgendwann jedes Lebewesen. In diesem und in allen anderen Universums. Das hört sich zwar etwas hoffnungslos an, ist aber so. Alles ist vergänglich! Man muss sich damit abfinden und die Zeit auf der Welt sinnvoll nutzen. Das Schmelzen der Polkappen ist übrigens nicht nur das Problem der Eisfratten. Auch für alle anderen Daseinsformen kann es gefährlich werden (Ausnahme: Meereslebewesen)! Denn wenn alles überschwemmt wird, von dem geschmolzenen Wasser der Polkappen, wie lange kann man dann überleben? Ich glaube nicht, dass man sehr lange überleben kann. Und dann sind alle Lebewesen wieder auf dem Meer, wie vor Millionen von Jahren. Nun habe ich die Frage beantwortet, ob das Schmelzen der Polkappen für Eisfratten gefährlich werden kann. Wie reagieren die Frostfratten auf die globale Erwärmung? Da stellt sich erst einmal die Frage, ob die Eisfratten die globale Erwärmung überhaupt mitbekommen, also ob diese einen Temperatursinn haben. Da die Eisfratten, wie oben schon erwähnt, zu 100% aus Eis bestehen (auch die Organe bestehen aus Eis), ist es auch unmöglich, dass sie einen Temperatursinn besitzen, da ihnen die nötigen Sinneszellen fehlen. Daher bemerken sie die Wärme erst, wenn sie schon wirkt, das heißt, wenn die Frostfratten mit ihren Eisaugen sehen, dass sie schmelzen. Wie sie dann reagieren wurde von mir oben auch schon beschrieben: Sie sinken auf den Grund des Gewässers auf dem sie leben und versuchen unter den dort herrschenden kühleren Umständen zu überleben. Sie können auch noch bis zu fünf mal ein Eisschutzschild um sich bilden.
Unternehmen Sie eine geistige Exkursion in die Mentalität eines Rikschadämonen und versuchen Sie folgende Rechenaufgabe zu lösen: 3-2. Versuchen Sie anschließend, das genaue Ergebnis wiederzugeben.
Dazu gehe ich erst einmal an meinen geistigen Ticketautomaten um mir dieses Exkursionsticket zu erwerben. Ich bezahle nun die 4 Pyras für einen ausführlichen Ausflug in einen Rikschadämonen. Zuerst stehe ich auf. Ich habe sieben Stunden geschlafen und von einer Matheaufgabe geträumt. Was ist 3-2? Das war vielleicht ein Alptraum. Ich ziehe mir zuerst meine Hose an. "Die habe ich ja erst drei Monate an!", denke ich mir. Drei. Ja, da war ich stehen geblieben. Minus zwei. Na ja, ich habe ja noch den gesamten Tag Zeit. Ich ziehe mir ein Hemd an, gehe ungewaschen und ohne mir die Zähne zu putzen zum Frühstück. Ich esse ein paar schimmlige Salamischeiben mit Brot und trinke einen kaltgewordenen Kaffee aus einer zusammengeklebten Tasse. Mir fallen als ich den Schrank öffne zwei Tassen herunter. Eine bleibt ganz. Drei minus zwei... Das ist vielleicht schwer. Ich schiebe die Scherben mit dem seit drei Jahren nicht mehr gewaschenen Fuß weg. Dabei schneide ich mir zehn Wunden ins Fleisch. Ich wische mir das Blut mit zwei Tüchern von einer Papierrolle ab. Drei minus zwei. Mist! Ich habe keine Ahnung! Die Tücher stecke ich mir in die Hosentasche. Was mache ich jetzt? Ich habe seit gestern keinen Job. Nur weil mein Chef keine Säule, die auf ihn fällt, aushält. Bekomme ich jetzt Arbeitslosengeld? Oder bekomm ich nichts? Ich setze mich auf einen Stuhl und denke nach. Was soll ich heute mache? Ich beschließe, um mich von meinen Wunden am Fuß und meiner Arbeitslosigkeit abzulenken, in die Innenstadt von Atlantis zu laufen. Dort angekommen sehe ich ein paar Schilder. "3 zum Preis von 2." Das erinnert mich wieder an die Rechenaufgabe: 3-2= ? Und so etwas soll man im täglichen Gebrauch verwenden können? Nein, hier in der Innenstadt von Atlantis mit all den Hoawiefpizzerias und Käseschmelzen, Kneipen, Restaurants, Fellkämmereien und sonstigen Geschäften finde ich keine Antwort. War mein Bruder nicht ein Mathegenie? Stimmt, der hat sein Geld doch damit verdient. Also beschließe ich, wieder nach Hause zu gehen. Dort komme ich an und sehe Tausende von Ordnern, auf denen überall "Mathematik" steht. Wo anfangen zu suchen? Vielleicht ist er ja Hochstapler und stellt dort seine einfachen Rechnungen hin? Ich beschließe also von oben anzufangen. Ich nehme mir den obersten Ordner. Da steht vorne "binomische Formeln". Ich schaue mir den Ordner an und lese ihn komplett durch. Das war eine Arbeit! Aber gar nicht so schwer. Ich arbeite mich nach unten und sehe dort einen unbeschrifteten Ordner. Ich hatte alle Ordner bis auf diesen durchgearbeitet. Bisher stand dort nichts von 3-2 . Also musste es ja theoretisch in diesem Ordner stehen. Aber zuerst etwas Allgemeines zu meiner Person. Ich bin ein Rikschadämon im besten Alter (39 Jahre) und prügle mich am Liebsten mit meinen besten Freunden... aber erst muss ich mich ja vorstellen. Wo bleiben denn meine Manieren? Also mein Name ist Total und mit Nachnamen heiße ich Unwichtig. Meine besten Freunde heißen Völlig Unnötig und Sowieso Egal. Ich habe mir schon oft einen Knochen gebrochen, als sie mal wieder zu fest draufgehauen haben. Ich selbst habe ihnen zweimal die Hand gebrochen, als ich ihre Hand zu fest geschüttelt habe. Ich lebe alleine und bin arbeitslos. Zurzeit beschäftige ich mich mit dem Problem, was 3-2 ist. Ach, hier waren wir stehen geblieben, nicht? Also ich durchsuchte den letzten Ordner. Auch in diesem Ordner stand nicht die Antwort auf mein Problem. Doch, halt, was ist das? Ich habe einen Zettel gefunden. Der ist zwar zerknüllt, aber da steht ja was. 3-2 = 5 steht da. Was steht da sonst noch? Das kann man nicht richtig lesen. "Fals(unleserlich)e Lös(unleserlich)ng" steht da. Was hat das denn zu bedeuten? Egal, Hauptsache ich habe die Lösung auf meine Frage: 3-2 = 5 ! Das ist eigentlich einleuchtend! Denn wenn man drei Kühe hat und nimmt von jemand anderem zwei weg, dann hat man ja fünf Kühe! Ich glaube ich werde Mathelehrer und unterrichte Schüler. Dann habe ich auch wieder einen neuen Job und kann anderen Leuten Wissen vermitteln! Ich steige nun wieder am Anfang aus. "3-2 =5!"sagte der Rikschadämon. Das würde stimmen, wenn da stünde 3- (-2)=? Dann würde aus den beiden Minus ein Plus werden. Aber da steht ja "3-2= 5". Also Total Unwichtig löste dieses für ihn hochkomplexe Problem, indem er auf andere Dämonen aus seiner Familie vertraute und einen Ordner von seinem Verwandten nahm und dort die Lösung auf das Problem suchte und fand. Das dort "falsche Lösung" steht konnte er ja nicht wissen! Der Rikschadämon hat sich zwar sehr angestrengt, kam aber letztendlich zur falschen Lösung, welche (wie wir alle wissen) "1" ist. Diese Expedition konnte uns also nicht das richtige Ergebnis bringen, bot uns dafür allerdings einen sehr interessanten Einblick in die Lebens-, Verhaltens- und Denkensweise eines Rikschadämonen. Ob der Rikschadämon letztendlich Mathelehrer geworden ist, bleibt aufgrund seiner Mathekenntnisse stark zu bezweifeln. Ob er einen Job bekommen hat und ob er sich wieder mit seinen Freunden geprügelt hat, bleibt ungeklärt. Aber seien wir einmal ehrlich, wie kann man von einem Rikschadämon erwarten, dass er sich mit der hohen Kunst der Mathematik auskennt? Dieses ziemlich beschränkte Wesen? Ich möchte nun wirklich niemanden beleidigen, aber es ist bewiesen, dass der Durchschnittsrikschadämon einen IQ von unter 80 hat. Also ist es kein spezieller Fall, das die falsche Lösung genannt wird, sondern 90% von den zehn anderen Exkursionen in andere Rikschadämonen waren erfolglos. Die Ergebnisse in Prozent: 20%:4 ; 30%: 5; 10%: 1(s.o.) 10%: 2; 20%: 14; 10%: 16 Wie die Dämonen auf die Ergebnisse kamen möchte ich nun hier nicht ausführlich beschreiben, da dies den Rahmen der Hausarbeit sprengen würde. Nur soviel: Ohne fremde Hilfe löste keiner der Dämonen dieses Problem (wenn auch meistens mit falscher Lösung). Jetzt gäbe es noch zu klären, wie viele dieser Dämonen mit der zamonischen Urmathematik rechnen. Wie wohl bekannt sein dürfte, handelt es sich bei der zamonischen Urmathematik um eine Rechenart, die folgende Zahlen beinhaltet: eins, zwei, drei, vier, doppelvier(8), (die Zahlen fünf, sechs und sieben werden ausgelassen) doppeldoppelvier (16), (die Zahlen neun bis 15 werden ausgelassen) doppeldoppeldoppelvier(32), (die Zahlen 17 bis 31 werden ausgelassen) und so weiter. Die zamonische Urmathematik beschäftigt sich weiterhin nicht mit Kommazahlen, und setzt sich nur mit den Zahlen eins, zwei, drei und vier, sowie den Verdoppelungen von der Zahl vier auseinander. Die Zahlen dazwischen werden vollkommen ausgelassen. Daher kennt die zamonische Urmathematik auch nur 3 Primzahlen (eins, zwei und drei). Die meisten Zahlen werden also ausgelassen. Bis zur Zahl 16 werden allein zehn Zahlen ausgelassen (5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und zuletzt 15) Bis zur Zahl 32 kommen weitere 15 Zahlen dazu (17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30 und 31). Die Nennung der ausgelassenen Zahlen bis mindestens 4096 würde mir zwar keine Probleme bereiten, aber dadurch würde ich den Rahmen der Erzählung sprengen und nebenbei meine Leser langweilen. Nun wieder zurück zur eigentlichen Frage: Wie viele der Rikschadämonen haben mit der zamonischen Urmathematik gerechnet? Nun, theoretisch 50%(die 20%, die 4 als Lösung hatten, die 10%, die 1 als Lösung hatten, die 10%, die 2 als Lösung hatten und die 10%, die 16 als Lösung hatten). Allerdings scheiden die 10% aus, welche 16 für die richtige Lösung hielten. Denn die Lösung hätte dann doppeldoppelvier geheißen. Blieben 40%. Unter diesen 40% ist es mir leider nicht mehr möglich auszumachen, wie viele von ihnen in zamonischer Urmathematik gerechnet haben, da ich, wie oben schon gesagt, den Rahmen nicht mit Einzelheiten der Exkursionen sprengen will. Und der Rahmen dieser Hausarbeit endet genau mit diesem Punkt.
Wie bekam der Scharach il Allah seine Form?
Aus dem Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen
und Phänomene Zamoniens und Umgebung: Scharach Il Allah, der:"Man
zählt zirka fünfhundert Sandsturmarten in der Verweis Süßen Wüste,
vom niedlichen Staubgewusel über den Tornado (Tornado, der Ewige)
bis hin zum brüllenden Steinorkan. Die gefährlichste Form
horizontal verlaufender Sandstürme trägt im Volksmund den
arabischen Namen »Scharach il Allah«, was salopp übersetzt »Der
Schmirgel Gottes« bedeutet. Dabei verdichtet sich der Sand derart,
dass er zu einer festen betonartigen Masse in Ziegelform von
manchmal mehreren Kilometern Kantenlänge verbackt und mit einer
Geschwindigkeit von bis zu 400 Stundenkilometern alles
niederschmirgelt, was sich ihm in den Weg stellt, seien es
Menschen, Tiere, Häuser oder Berge. Nähert sich ein Scharach il
Allah, bleibt einem nur, sich so tief wie möglich im Sand
einzugraben und zu hoffen, dass einen der Sturm nicht findet." Nun
wäre mit ihren gebildeten Worten geklärt, was der "Schmirgel
Gottes" ist. Aber wie kam er zu seiner Form? Der Sand verdichtet
sich zu einer festen betonartigen Masse in Ziegelform. Aber durch
welchen Prozess verdichtet er sich? Ein chemischer oder
physikalischer Prozess? Mit welchen Faktoren hängt es zusammen, ob
und wann er auftritt? Luftfeuchtigkeit? Wärme? Sonneneinstrahlung?
Bodenbeschaffenheit? Wenn es zu einer Zuckerschmelze kommt und dann
ein Sandsturm aufkommt, der Sand in die Höhe wirbelt, welcher dann
verbackt, ist die eine Sache. Dadurch entsteht eine feste,
betonartige Masse. Aber wodurch entsteht die Ziegelform? Man kennt
ja das "innere Auge" des Sturms. Das gibt's bei jedem Sturm, auch
bei Sandstürmen. Aber ein Sturm ist doch rund werden sie jetzt
sagen. Doch das ist falsch. Dass ein Sturm rund aussieht ist nichts
weiter als eine optische Täuschung. Bei genauerer Betrachtung
könnte man das feststellen. Aber da Stürme sich zu schnell
fortbewegen, kann man sie nicht genauer betrachten, da man dann
doch lieber die Flucht ergreift, als ein bisschen das Panorama zu
beobachten. Wenn also ein Sandsturm auf eine Zuckerschmelze trifft
entsteht daraus eine ziegelförmige, feste Struktur.
Man schätzt, dass der Scharach il Allah zirka 50.000.Tonnen wiegt.
Dies ist nicht nachgewiesen, da ein Scharach il Allah noch nie auf
eine Waage gebracht werden konnte, was auch daran liegt, dass eine
so große Waage noch nicht gebaut wurde. Wenn ein Kubikmeter zirka
eine Tonne wiegt, dann ist der Scharach Il Allah 50.000 Kubikmeter
groß. Wenn ein solcher Scharach Il Allah über Atlantis fegen würde,
läge die Stadt danach in Schutt und Asche. Daher ist es ein großes
Glück, dass der Scharach Il Allah nur in der Süßen Wüste vorhanden
ist, wo er niemandem, außer ein paar Wüstenbewohnern Schaden
anrichten kann.
Geben Sie einen Überblick über die Handlung von Hildegunst von Mythenmetz’ 240-stündigem Bühnenstück „Der Bassrüttler des Voltigorken"
Ein paar Angaben zum Autor: Er ist Erfinder der Mythenmetzschen
Abschweifung, die es einem Schriftsteller ermöglicht, an einem
beliebigen Punkt
seines Romans abzuschweifen. Weiterhin ist er Verfasser von so
grandiosen Werken wie der "Finsterbergmade", "Ensel und Krete","der
gebratene Gast",
welcher der meistgelesene Roman Hildegunst von Mythenmetz ist, und
anderer weltberühmter Werken, darunter auch "der Bassrüttler des
Voltigorken".
Zu der "Finsterbergmade" brauche ich nichts zu sagen, diese muss
man ja hier auswendig lernen, und auch "Ensel und Krete" ist
weltbekannt. Doch was ist das für ein Theaterstück, wo die
Schauspieler sogar auf der Bühne essen und trinken dürfen und wo
die Schauspieler sich in Schichten abwechseln? Es ist ein
experimenteles Stück von Mythenmetz, soviel ist bekannt. Aber sind
die Besucher die Testpersonen? Wird der Theatersaal zum Labor?
Nein, so eine Art ist das Theaterstück selbstverständlicherweise
nicht. Aber wie soll man sich das vorstellen? Wie kann ein Besucher
240 Stunden auf die Bühne starren? Vorauszusehen, dass die Besucher
irgendwann einschlafen. Doch wie sollte man es dann für jedermann
möglich machen es komplett zu sehen? Sollte man Pausen machen, in
denen die Besucher ein Nickerchen machen, trinken, essen oder die
Toilette aufsuchen können? Es würde dem Durchschnittsbesucher
schwerfallen, die Handlungsfäden zusammenzuknüpfen. Sollte man
stattdessen Kaffeebecher verteilen, um die Besucher wach zu halten?
Auch das wäre schief gegangen: Kaffee hält zwar wach, aber auch
nicht ewig. Dann gibt es noch das Problem, dass keine anderen
Aufführungen in den 240 Stunden Spielzeit hätte aufgeführt werden
können, was nicht ohne einen saftigen Eintrittspreis hätte
realisiert werden können. Und mal ehrlich, wer bezahlt so viele
Pyras, wenn er fast die Hälfte des Stückes nicht mitbekommt, weil
er schläft, auf der Toilette ist oder sonstiges erledigt? Steht das
Stück damit vor dem Aus? Sollte man die Langfassung streichen und
eine Kurzfassung des Stücks aufführen? Nein, dazu kam es nicht: Man
hatte eine bisher einmalige Lösung gefunden: Die Besucher bekamen
Pausen zur Verfügung gestellt, in denen sie machen konnten, was sie
wollen. Man spielte also einen Teil des Stücks, dann kam eine
Pause. Was tat man aber, damit die Besucher nicht die Handlung
vergaßen? Man spielte das Stück in einer Zusammenfassung vor. Diese
dauerte zirka 5 Minuten pro 5 Stunden, das heißt, die wichtigsten
Punkte des Stücks wurden kurz zusammengefasst. Nach der zweiten
Pause, nach zehn Stunden Spielzeit wurde die Zusammenfassung von
zehn Stunden in zehn Minuten vorgeführt. Es gab nach fünf Stunden
eine Pause, die eine Stunde dauert, in jeder Stunde wiederum eine
Pause die fünf Minuten dauert, nach denen das Stück aber nicht
zusammengefasst wird. Nach 15 Stunden gab es eine sogenannte
Schlafpause, die zehn Stunden dauert. Auch danach wird das gesammte
bisherige Stück in Kurzfassung gespielt. Für die Nahrungsversorgung
gab es einige Mitarbeiter, die Essen und Getränke für ein paar
Pyras verkauften. Es gab Mäuseblasen, Fleisch, vegetarisches Essen
und eine hauseigene Käseschmelze gab es, in die man Brot und
anderes eintauchen konnte. Für Vampire gab es sogar eine eigene
Blutpfandleihe. Ich möchte nun hier die Gesamtzeit des Stücks
berechnen. (die Minutenangaben gelten für nach der jeweiligen
Stunde, in der gespielt wird) (Im fünf-Stunden-Takt gelten sie nach
der jeweiligen Zusammenfassung) 1.Stunde: 65 Minuten ; 2. Stunde
130 Minuten ; 3. Stunde: 195 Minuten; 4. Stunde 260 Minuten ; 5.
Stunde: 385 Minuten; 6. Stunde: 450 Minuten; 7. Stunde 515 Minuten;
8.Stunde 580 Minuten; 9.Stunde 645 Minuten ; 10.Stunde 775 Minuten;
11.Stunde 840 Minuten; 12.Stunde 905 Minuten; ...usw. (Ich rechne
nun nur noch in Zehnerschritten)20.Stunde 2110 Minuten; 30.Stunde
3465 Minuten; 40.Stunde 4300 Minuten; 50.Stunde 5695 Minuten;
60.Stunde 7185 Minuten; 70.Stunde 8080 Minuten; 80.Stunde 9535
Minuten; 90.Stunde 11010 Minuten; 100.Stunde 11965 Minuten (das
sind übrigens zirka 200 Stunden, also fast das doppelte);
110.Stunde 13360 Minuten; 120.Stunde 14895 Minuten; 130.Stunde
15910 Minuten; 140.Stunde 17485 Minuten; 150.Stunde 19080 Minuten;
160.Stunde 20155 Minuten; 170.Stunde 21790 Minuten; 180.Stunde
23445 Minuten; 190.Stunde 24580 Minuten; 200.Stunde 26275Minuten;
210.Stunde 27990 Minuten; 220.Stunde 29185 Minuten; 230.Stunde
30940 Minutenund zu Guter Letzt: 240 Stunden: 32715 Minuten. Damit
wäre das Problem des mangelnden Zusammenhangs gelöst. Nun gebe ich
einen kleinen Ausschnitt Preis, welchen ich beim Besuch des Stücks
auch sah. Der Voltigorke macht mit seinem Bassrüttler Musik und hat
einen Hut mit ein paar Pyras vor sich liegen. Er sitzt auf einer
Wolldecke vor einem Geschäft in Atlantis. Er singt zur Musik des
Bassrütlers. " Ich bin hier alleine und hab kein Geld!" Er sucht
ein paar Passanten, die er anbetteln kann. "Können sie mir ein
wenig Geld geben?", fragt er einen vorbeilaufenden Lindwurm. Dieser
setzt sich zu dem Voltigorken und ruft:"Alle mal herhören!" Er gibt
ein brilliantes Gedicht zum Besten und eine Traube bildet sich um
den Voltigorken und den Lindwurm. Viele Zuschauer rufen nach einer
Zugabe und brüllen begeistert "Das Orm ist dein bester Freund!" Die
Zuschauer werfen Geld in den Hut. Der Lindwurm sagt: "Behalt das
Geld, nimm es, ich brauche es nicht" Der Voltigorke bedankt sich
zitternd."Mit diesem Geld kann ich mir einiges kaufen. Das reicht
für eine Wohnung im Schraubenturm!" Der Lindwurm geht davon. Die
Masse zieht weiter, weg vom Voltigorken. Der Vorhang schließt sich.
Der Vorhang öffnet sich wieder. Der Voltigorke ist in einem
Amtsgebäude und will eine Wohnung im Schraubenturm kaufen. Er geht
zum Schalter und kauft eine Wohnung ganz oben in den
Schraubentürmen. Beim Hinausgehen ruft er feierlich, den Schlüssel
für die Wohnungstür in der Hand haltend:" Arm war ich, ohne Arbeit,
ohne zu Hause. Jetzt bin ich immer noch ohne Arbeit, habe aber eine
Wohnung!" Ein Nattifftoffe fragt ihn: " Wie hast du das Geld
bekommen, das du zum Wohnungskauf benötigste?" Der Voltiorke
antwortete:" Ein Lindwurm kam herbei, trug ein Gedicht vor, so
makellos, wie von Zauberhand, und viele, die es hörten gaben Geld.
Er überließ mir das Geld, großzügig." "Wie heißt der Wohltäter?" ,
fragte der Nattifftoffe. "Von Ideenschmied war sein Name" , gab der
Voltigorke zurück. "Und wo ist sein Wohnsitz?" "Er wohnt in
Lisnatat Ost, Stalinat 55." "Gut, ich muss ihn für seine Tat
belohnen, ich bin Vorsitzender der Wohltäterfreunde" "Ich komme
mit, um ihn zu besuchen und mich noch einmal für seine Tat
bedanken, ich muss nur noch meine Wohnung beziehen. Warten Sie hier
noch auf mich?" "Ja, natürlich. Ich werde hier noch etwas
besprechen, dann können wir ihn besuchen. Auf wiedersehen!" "Auf
wiedersehen!" Der Vorhang schließt sich. Der Vorhang öffner sich
wieder. Der Voltigorke steht ganz oben auf einem Schraubenturm. Der
Wind weht um ihn herum."Was für eine Aussicht!" Er richtet seine
Wohnung ein. Er legt die Wolldecke auf einen langen Stein in der
Form eines Bettes. "Hier werd ich in Zukunft Schlafen. Was für ein
wunderbarer Tag! Fehlt nur noch, dass ich einen Job bekomme."Der
Voltigorke geht den Schraubenturm nach unten, nachdem er die
Wohnung abgeschossen hat. Der Vorhang schließt sich. Der Vorhang
öffnet sich wieder. Der Voltigorke steht wieder im Amtsgebäude mit
einem Glas Wasser in der Hand. Er wartet auf den Nattifftoffen. Er
nimmt einen Schluck und beobachtet ein paar Beamte, die an ihm
vorbeilaufen. Der Nattifftoffe kommt und sie machen sich auf den
Weg zum Ausgang des Gebäudes. Der Vorhang schließt und öffnet sich
wieder. Sie stehen vor dem Haus 55 in Lisnatat Ost, Stalinat. Der
Nattifftoffe klopft leise an die Tür. Keiner öffnet. Er klopft
etwas fester, wieder öffnet keiner. Der Voltigorke hämmert gegen
die Tür, wieder öffnet keiner. Der Voltigorke drückt die Klinke und
wundert sich: "Komisch! Die Tür ist offen!" Die beiden betreten das
nur vom hereinfallenden Tageslicht beleutete Haus und sehen erst
einmal nichts. Sie durchsuchen eine Tür nach der nächsten. "Hier
ist niemand.", sagt der Nattifftoffe, als sie vor der letzten
ungeöffneten Tür stehen."War das wirklich die richtige Adresse?"
"Vielleicht ist er weggegangen und hat vergessen, die Tür zu
zumachen?", mutmaßt der Voltigorke. Sie öffnen die letzte Tür,
spähen hinein und... (Hier endet der kleine Einblick. Wie, ich soll
weitermachen? Ok, wenn Sie das wollen...) und... sie prallen beide
zurück."Er ist tot", schrie der Nattifftoffe hysterisch. Der
Voltigorke antwortet:" Ja, offensichtlich! Wer ist zu so etwas
fähig?" Man sieht einen aufgeschlitzten Lindwurm am Boden liegen.
Um ihn herum ist eine Bluspur. "Wir müssen diesen Fall auflösen!",
antwortet der Nattifftoffe immer noch sehr mitgenommen. "Ja, zuerst
fragen wir die Greifen, ob die nicht etwas gesehen haben.""Wie ist
eigentlich ihr Name?", fragte der Nattifftoffe."Silphius Drechsel,
und ihrer?" "Gunter von Friedenszüchter."Die beiden beginnen, alle
Greifen in der Nähe zu befragen, vergeblich. Der Vorhang schließt
sich. Der Vorhang öffnet sich: Sie sind bei der Kriminalpolizei im
Hauptbüro. Dort stehen zwei Kommissare und wollen wissen, was sie
zu berichten haben. "Wir wollten zu Herrn von Ideenschmied, Haus 55
in Lisnatat Ost, Stalinat. Er öffnete nicht, nachdem wir
klopften.", begann Gunter. " Wir wollten ihn besuchen, weil er mir
Geld gab, für eine Wohnung.", fuhr Silphius fort. " Wir öffneten
die Tür und er lag tot in einem Zimmer. Sauber aufgeschlitzt.",
sagte Gunter weiter. "Und was sollen wir machen?", fragte der eine
Kommissar. Wir benötigen Beweise und Tatverdächtige. Am besten
sucht ihr selbst danach, wenn ihr etwas findet, dann könnt ihr es
uns zeigen. Der Vorhang schließt sich, eine fünfminütige Pause
beginnt. Ich strebe zur Toilette, und kaufe mir eine Packung
Mäuseblasen und eine Flasche Wasser. Der Saal verdunkelt sich
wieder, die Besucher werden gebeten sich auf ihre Plätze zu
begeben, der Vorhang öffnet sich wieder. Gunter und Silphius stehen
vor dem Büro der Kommissare und ärgern sich darüber, dass die
Kommissare nichts tun."Die wollen sich doch bloß keine Arbeit
machen. Wir sollen die Beweise liefern und die werden dafür
bezahlt, dass sie die Beweise dem Richter vorlegen.", beginnt
Gunter."Wir müssen diesen Fall aufklären, Gunter, sonst ist dein
Wohltäter umsonst gestorben. Wir müssen erst einmal schlafen.
Morgen treffen wir uns bei mir zu Hause."Okay." Der Vorhang
schließt sich. Der Vorhang öffnet sich. Die beiden sitzen im Garten
des Nattifftoffen und planen ihr weiteres Vorgehen bei einer Tasse
starkem Kaffee."Zuerst müssen wir noch einmal die Wohnung des
Lindwurms durchsuchen", beginnt Gunter. Er nimmt einen Schluck aus
seiner Tasse. Silphius schüttet ein wenig Zucker in seinen Kaffee
und rührt ihn um. "Ja, wir trinken noch unseren Kaffee zu Ende,
dann gehen wir. Wir haben ja leider nur diesen Anhaltspunkt: Die
Wohnung des Toten." Der Vorhang schließt sich und öffnet sich
wieder. Sie stehen vor der Wohnung und betreten sie. Sie fangen im
Raum an, wo die Leiche liegt. Sie finden die mutmaßliche Tatwaffe:
ein Messer von Zamonic Stahl. Blut klebt an dem Messer. Sie
beschließen, es den Kommissaren zu bringen. Vorhang zu. Vorhang
auf. Sie sitzen im Büro der Kommissare und überreichen das
Messer."Das lag im Raum indem der Lindwurm starb." , bemerkte
Gunter. Die Kommissare betrachteten das Messer und versprechen, es
untersuchen zu lassen. Vorhang zu. Vorang auf: Die Kommissare haben
zu sich ins Büro gebeten. Die Waffe sei die Tatwaffe, bekommen
Gunter und Silphius gesagt. Es wurden Abdrücke des Täters daran
gefunden, aber der Täter konnte nicht identifiziert werden. "Sie
müssen sich noch einmal die Wohnung ansehen", sagte der Kommissar.
"In Ordnung", antworteten sie. Vorhang schließt sich Vorhang öffnet
sich: Sie stehen wieder im Zimmer in dem der Lindwurm starb.
Plötzlich tritt jemand durch die Eingangstür ins Haus. Da die Tür
des Raumes in dem Gunter und Silphius sich befinden geschlossen
ist, hören sie den Eindringling nicht ins Haus kommen. Er reißt die
Tür zum Raum des Toten auf und alle schreien. Sie beruhigen sich
wieder und mustern sich gegenseitig. Der "Eindringling" war ein
Lindwurm, der, wie sich im Verlauf des Gesprächs herrausstellte
seinen Freund hier besuchen wollte. Er wunderte sich, dass die Tür
offen stand und suchte seinen Freund im Haus. "Und was macht ihr
hier?", fragte der Lindwurm mit dem Namen Toni Gertos. "Wir wollten
uns bei dem Lindwurm bedanken", begann Gunter. "Wofür?", fragte
Toni. "Für das Geld, dass er mir auf der Straße gab, nachdem er ein
Gedicht vorgetragen hatte.", fuhr Silphius fort. "Ah, der alte
Wohltäter!", antwortete Toni halb ironisch, halb verächtlich. "Wie
ist er umgekommen?", fragte er weiter. "Mit einem Messer
aufgeschlitzt.""Tja, er war ein guter Freund von mir...", erwidert
Toni. Er schluchzt eine Zeit lang, fängt sich dann wieder. Ich
erinnere mich, wie ein paar Taschentücher im Publikum gezückt
wurden. Sie verbündeten sich und schlossen sich zusammen um den
Täter zu finden. Vorhang schließt sich. Vorhang öffnet sich. Die
drei stehen im Haus von Toni. Sie durchsuchen das Haus nach Fakten
über den Verstorbenen. Sie finden ein paar von ihm verfasste
Schriften. Seht mal her, da steht:"Wenn ich ermordet werd, schreib
ich auf des Täters Namen.", rief Silphius plötlich. "Interessant!",
antworten die anderen verblüfft."Lasst uns sofort noch einmal den
Tatort untersuchen, da wird der Name stehen! " Gesagt, Vohang zu.
Getan, Vorhang auf. Sie suchen einen Zettel, finden auch einen, mit
einem Verweis, der lautet:"Du musst suchen einen Zettel, der liegt
nicht weit entfernt." Sie suchen weiter, langsam müde werdend. Sie
setzten sich hin und überlegen weiter, wo der Zettel sein kann.
"Wir haben die ganze Wohnung durchsucht", sagt Toni. Wo liegt er
überhaupt, mein Freund. Gunter und Silphius zeigen Toni, wo sie den
Lindwurm hingeschleppt haben. "Was ist das?", fragt Toni plötzlich.
Dort war also der Zettel. Er steckte in der Tasche der Leiche." Der
Täter wohnt in dieser Straße!", stand da, mit krakeliger Schrift
geschrieben. "Ich kann nicht mehr, Morgen früh können wir die
Straße nach dem Täter absuchen.", schnauft Silphius. "Okay!",
antworten Gunter und Toni."Bis morgen!", verabschieden sie sich und
laufen von der Bühne. Der Vorhang schließt sich. Man könnte meinen,
das "Bis morgen" war an die Zuschauer gerichtet, denn jetzt hieß es
erst einmal "Schlafpause". Ich trank noch ein wenig aus meiner
Wasserflasche und legte mich dann in meinen Sitz und schlief ein.
Ich wachte nach zirka acht Stunden auf, da blieben mir noch zwei
Stunden zur Verfügung, die ich mit einem Besuch der Toiletten,
einem ordentlichen Frühstück ( eine Kanne Kaffee und ein paar
Scheiben Brot mit Käse und Wurst ), einem kleinen Spaziergang vor
dem Theater und einer kleinen Entspannungspause auf meinem Sitz
verbrachte. Dann ertönte fünf Minuten vor der Zusammenfassung des
bisherigen Stückes, die ich hier nicht schildere, ein Gong, der die
noch schlafenden Zuschauer weckte, die essenden Theaterbesucher
mahnte, zum Ende zu kommen und die Besucher, die auf der Toilette
waren, aus ihren Zeitschriften aufweckte und aufforderte, sich
wieder zu ihrem Platz im Theatersaal zu begeben. Ich lies die
Zusammenfassung noch einmal an mir vorüber ziehen, dann ging es
weiter. Vorhang auf. Die drei stehen auf der Stalinat und beginnen
damit, an allen Haustüren zu klopfen. Sie arbeiten sich von
Stalinat Nummer 1 bis 78 vor, ohne Ergebnis. Dann machen sie eine
kleine Pause, arbeiten sich von 79 bis 123 vor, dann machen sie
wieder eine Pause. Sie arbeiteten weiter, und beim Haus Nummer 156
bekamen sie eine Information: Der Hausbewohner hatte einen Streit
zwischen dem Lindwurm und einem Dichterkollege mitbekommen. Der
Lindwurm wohnt in Haus 77. Dort war keiner zu Hause gewesen, als
die drei klopften. Sie dankten dem Bewohner und klopften erneut im
Haus 77. Ein rundlicher, grimmiger Lindwurm öffnete die Tür:"Was
wollen Sie?""Wir versuchen einen Mord aufzuklären: Ein Lindwurm,
Herrn von Ideenschmied wurde in seiner Wohnung, in dieser Straße,
Hausnummer 55 tot aufgefunden. Kannten Sie ihn?", begann Toni. "Ja,
er war mein Kollege, verdächtigen Sie etwa mich?", erwiderte er.
"Wir haben einen Hinweis bekommen, dass sie einen Streit mit dem
Lindwurm hatten.", antwortete Silphius. "Das war dieser blöde Sack
von Haus 156, oder nicht? Er hasst mich, will mir immer etwas
anhängen. Fragen sie ihn doch einmal, vielleicht hat er etwas mit
der Sache zu tun. Ich jedenfalls nicht!" Die drei gingen zum Haus
156. Sie fanden es leer vor, was ihnen komisch vorkam, da es mitten
in der Nacht war. War er etwa geflohen? Sie durchsuchten das Haus
und fanden es sehr ausgeräumt vor. "Der Verdächtige ist geflohen.
Der wird so schnell nicht wiederkommen.", sagte Gunter."Wir müssen
ihn suchen!" Vorhang schließt sich. Vorhang auf. Sie sind noch
einmal im Haus Nummer 77. Der Lindwurm bekam gesagt, dass der
Verdächtige geflohen ist. Gunter, Silphius und Toni fragten ihn, wo
er hingegangen sein könnte. Er antwortet: "Er hat die Stadt sicher
nicht verlassen. Ich kenne ein Hotel, in dem er immer unterkommt.
Er reichte eine Karte mit der Adresse des Hotels. Vorhang zu.
Vorhang auf: Sie stehen vor dem Hotel und fragen einen
Angestellten, ob er einen rundlichen Lindwurm gesehen hätte. Er
antwortete, dass er keine Angaben über Gäste machen dürfe. Gunter,
der aus reichen Verhältnissen kam, hielt ihm ein paar Pyras unter
die Nase. Er nahm das Geld und zeigte ihnen die Zimmernummer. Sie
stiegen ein paar Treppen hinauf und kamen vor dem Zimmer an.
Silphius klopfte, verstellte seine Stimme und rief:
"Zimmerservice!" Der rundliche Lindwurm öffnete und wollte
losrennen, als er die drei sah, doch sie schnitten ihm den Weg ab.
Er zeterte, als Gunter, Toni und Silphius ihn zum Büro der
Kommissare führte, welches gerade neben dem Hotel lag. Dort wurde
er von den Kommissaren verhört, er gestand, den Lindwurm ermordet
zu haben und gab als Motiv Hass an, weil er schlechter dichten
konnte und keinen Verleger fand, während die Verleger seinem
Kollegen die Türen einrannten. Er kam lebenslang hinter die Gitter
des atlantischen Gefängnisses und Toni, Silphius und Gunter wurden
die besten Freunde. Am Ende des Stücks steben alle Atlanter an
einer Seuche. Es gibt 240 Kapitel, jedes dauert 60 Minuten. Ich
gebe noch eine kurze Inhaltsangabe der einzelnen Kapitel. 1. Die
Geburt und Kindheit des Voltigorken. 2. Die Jugend des Voltigorken.
3. Der Voltigorke und das Leben in seiner Familie. 4. Der
Voltigorke bekommt einen Job als Sicherheitsbeamter. 5. Der
Voltigorke wird zum ersten Mal gefeuert und bekommt einen Job als
Angestellter in einem Büro. 6. Der Voltigorke kündigt und wird
Mitarbeiter in einem Restaurant. 7. Der Voltigorke lernt seine
große Liebe kennen, sie beachtet ihn nicht. 8. Er versucht ihr Herz
zu gewinnen und scheitert. 9. Seine große Liebe stirbt an einer
Vergiftung und sie wird bestattet. 10. Er lenkt sich von seinen
Sorgen ab, indem er einen Jahrmarkt besucht. 11. Er geht auf die
Ilstatna und schaut sich nach einem neuen Mädchen um. 12. Ergeht
nach Hause, ohne Mädchen und liest in einem Mythemetz-Roman ( Der
gebratene Gast ). [Mythenmetz macht so sogar in einem seiner Stücke
Werbung.] 13. Er verliert seinen Job und bettelt auf der Straße,
ein Lindwurm verhilft ihm zu Geld, welcher ermordet aufgefunden
wird. 14. Er ermittelt mit seinen neuen Freunden Gunter von
Friedenszüchter, dem Nattifftoffen und Toni Gertos, dem Lindwurm.
15. Er klärt mit den beiden den Mord auf. 16. Er bekommt einen
neuen Job als Kommissar, gemeinsam mit Gunter und Toni. 17. Sie
klären den Mord an einem Bankchef auf. 18. Sie decken einen
Kunstdiebstahl auf. 19. Die drei finden den Mörder an einem
berühmten Politiker. 20. Gunter, Toni und Silphius erhalten eine
Auszeichnung des atlantischen Polizeichefs. 21. Kurz darauf wird
der Polizeichef ermordet. 22. Sie klären den Mord auf. 23. Sie
stöbern Phogarren auf und nehmen den fest, der mit ihnen handelt.
24. Die drei klären einen Mord auf, Gunter wird an der Hand
verletzt. 25. Toni und Silphius gehen mit Gunter zum Arzt. 26.
Gunter wird operiert und sie beginnen mit ihrem nächsten Einsatz.
27. Toni stirbt bei einem Einsatz, erdolcht von einem Blutschinken.
28. Silphius ( der Hauptdarsteller ) und Gunter fassen den Täter
und buchten ihn ein. 29. Gunter muss nach Gralsund verreisen, er
weiß nicht, ob er jemals zurückkommt. 30. Silphius zieht durch
Zamonien, er sucht das Abenteuer. 31. Mythenmetz beschreibt seine
Reise durch Vielwasser. 32. Er zieht durch die Süße Wüste nach
Buchting. 33. Dort kauft er sich von dem Geld, dass er als
Kommissar verdiente, ein Haus. 34. Er wandert nach Gralsund, um
seinen Freund Gunter zu besuchen. 35. Er beschließt, zusammen mit
Gunter, den Golf von Zamonien zu befahren. 36. Sie packen ihre
Sachen, kaufen Proviant ein. 37. Sie wollen ein Boot kaufen, der
Verkäufer wird von einem Hai angegriffen, sie retten ihn und er
schenkt ihnen zum Dank ein Boot. 38.- 56. Die beiden umfahren ganz
Zamonien, begegnen Seeungeheuern und anderen Gefahren. 57. Sie
werden von einem riesigen Blauwal angegriffen, der Gunter
verschluckt. 58. Silphius versucht, ihn zu befreien, er wird auch
verschluckt und sie treffen sich im Mund des Wals. 59. Sie
versuchen sich herauszuangeln. Silphius gerät in den Hals des Wals,
Gunter schwimmt im nach. 60. Der Wal wird von Fischern gefangen.
Sie krabbeln aus dem Hals nach draußen. 61. Sie bedanken sich bei
den Fischern und laden sie zum Essen in Gralsund ein. 62. Die
Fischer kommen und werden reich beschenkt, mit Gold, Pyras und
Silber. 63. Beim Essen verschluckt sich ein Fischer an einem
Goldklumpen, den er gegessen hat. Er erstickt an dem Klumpen, der
andere Fischer rutscht in Panik aus und fliegt aus dem Fenster. 64.
Gunter und Silphius besuchen den Arzt, der ihnen mitteilt, dass er
gestorben ist. 65. Sie gehen zur Beisetzung der beiden, eine
Seebestattung, wie es ihr Wunsch war. 66. Sie beschließen, dass das
Wasser kein guter Platz ist. 67. Sie packen ihre Sachen und wandern
ins Innere Zamoniens. 68. Sie kommen am Treibsand von Unbiskant
vorbei. 69. Sie beschließen, dort zu bleiben und den Treibsand eine
Weile zu beobachten. 70. Der Treibsand spricht über Gedanken zu
ihnen, sie denken, dass sie verrückt geworden sind. 71. Sie sehen
in der Ferne einen Vulkan ausbrechen. 72. Sie rennen vor dem Vulkan
davon. 73. Sie gehen zu den Finsterbergen, wo Silphius mit seinem
Bassrüttler spielt. 74.- 155. Mythenmetz beschreibt nicht
ausgiebig, sondern ewig, die Funktionen des Bassrüttlers. Er
vermittelt dem Besucher alles, was es über Bassrüttler zu wissen
gibt. Er lässt Silphius sprechen. 156.-195. Silphius zählt alle
Voltigorken auf, die den Bassrüttler spielen. Er zeigt dem Besucher
so, wie viele Namen er erfinden kann. 196. Die richtige Handlung
fährt fort, die Finsterberge stürzen unter den Bässen des
Bassrüttlers ein, eine Gerölllawine geht auf Gunter und Silphius
herab. 197. Gunter wird unter der Gerölllawine begraben. 198.
Silphius zieht die Leiche Gunters unter heftigen Tränen unter den
Steinen hervor. Er sitzt davor und heult. 199. Er bringt die Leiche
zu den Friedhofssümpfen von Dullsgard und bestattet ihn dort. 200.
Er sieht sich um und gruselt sich vor den Irrlichtern und
Friedhofsmotten. 201. Er wandert nach Florinth, wo er sich vorerst
zur Ruhe begibt. 202. Der Besucher wird Zeuge des ländlichen Lebens
in Florinth. 203. Silphius macht eine Farm in Florinth auf. 204.
Man wird Zeuge eines normalen Tages auf der Farm. 205. Ein Räuber
sucht die Farm auf und versucht Silphius zu bestehlen. 206. Er
lernt auf neue Freunde kennen. 207. Er führt seine Farm mit den
beiden Freunden Fung Li und Hon Goi, aus Asien weiter. 208. Die
Farm wird in Brand gesteckt und dabei kommen Fung und Hon um,
während Silphius entkommen kann. 209. Die Brandursache wird
geklärt: Brandstiftung. 210. Der Brandstifter wird gesucht,
gefunden und eingesperrt. 211. Silphius wandert weiter, um sich von
den Sorgen abzulenken. 212. Er kommt in Ornien an, wo er
Mäuseblasenfabrikant wird. 213. Der Besucher wird in die Rezeptur
und Verarbeitung der ornischen Pinkelmausblase eingeführt. 214. Er
stürzt in ein Becken, in dem die Mäuseblasen gekocht werden. 215.
Er wird von einem wachsamen Mitarbeiter herausgezogen. 216. Er
bedankt sich äußerst wortreich und beschenkt den Retter. 217.
Silphius beschließt, den Job zu wechseln, er wird Werftmitarbeiter
am Hafen von Ornien. 218. Der Besucher wird in die Techniken der
Seefahrt eingeweiht. (Das Stück ist also nicht nur unterhaltsam,
sondern auch äußerst informativ) 219. Ein Unbekannter stiehlt ein
Boot, Silphius fährt hinterher. 220. Als der Unbekannte merkt, dass
er verfolgt wird, ändert er die Richtung und Silphius fährt ihm
hinterher. 221. Der Unbekannte fährt durch ein Gewässer, aus dem
Felsen ragen, er kann fliehen, während Silphius' Boot ein Loch
bekommt. 222. Er erreicht schwimmend das Festland, und wechselt den
Beruf. 223. Er ist jetzt Obsthändler. Man sieht einen Arbeitstag.
224. Silphius macht an einem freien Tag eine Stadttour. 225. Er
verschläft, kommt zu spät zur Arbeit und wird gefeuert. 226. Er
versucht sich als Erfinder. 227. Er wird gefeuert, weil niemand
seine neue Erfindung kaufen will. 228. Er wird
Marketingbeauftragter. 229. Er wird herrausgeworfen, weil die
Marketingkampagne beim Kunden nicht ankam. 230. Silphius wird
vorerst arbeitslos und macht einen ganzen Monat Pause. 231. Der
Voltigorke sucht wieder nach Arbeit und bekommt eine Arbeit als
Handwerker. 232. Er verletzt sich an der Hand und muss daher
kündigen. 233. Er wird Vorleser, der aus berühmten Werken vorliest.
234. Silphius verhaspelt sich total und wird zum Gespött. 235. Er
fasst den Beschluss, nach Atlantis zurückzukehren, packt und
marschiert los. 236. In Atlantis angekommen denkt er über sein
bisheriges Leben nach. 237. Er geht zum Hafen, und nimmt ein Bad in
den Fluten. 238. Er spielt mit dem Bassrütler ein Lied und singt
dazu. 239. Der Hauptdarsteller wird gefesselt und in einem dunklen
Keller ermordet. 240. Hildegunst von Mythenmetz beschreibt im
letzten Kapitel den Untergang Atlantis. Den Tod aller Bewohner an
einer Seuche.
In welche Phasen unterteilt sich die Rettungssaurierausbildung?
1. Die Phase der Ausbildung der Sehkraft.
Bei dieser Phase werden die Augen des Rettungssauriers getestet und
ausgebildet, bei zu schlechten Testergebnissen wird eine Brille
beantragt. Zur Sicherheit wird der Test danach noch einmal
durchgeführt.
Bei dieser Phase geht es vor allem darum, dass die Rettungssaurier
ihr Opfer überhaupt sehen. DerRettungssaurier muss ein Opfer auf 50
Meter sehen.
2. Die Phase der Konditionskraft. Bevor es in die Lüfte geht muss
der Rettungssaurier einen Konditionstest bestehen. Er muss die
Flügel häufig, ohne abzuheben, auf und ab heben, um sich
konditionell auf die Flüge vorzubereiten. Er muss auch seine Klauen
trainieren, um die Opfer hochzuheben. Er muss hierzu ein paar
Klimmzüge machen, mit den Krallen und mit umgekehrtem Kopf. Wenn er
diese Prüfung nicht besteht, muss er sie solange machen, bis er sie
besteht, man kann die Prüfungen 3. Die Flugtestphase. Hier werden
zwar noch keine Opfer gerettet, aber der Rettungssaurier kann seine
Flugkünste unter Beweis stellen. Er muss in einer bestimmten Zeit
eine bestimmte Strecke fliegen, um diesen Test zu bestehen. Genauer
gesagt muss er in einer Minute einen Kilometer fliegen. Dieser Test
steigert sich, sodass er um den Test zu bestehen zehn Kilometer in
zehn Minuten und 50 Kilometer in 50 Minuten fliegen muss. Man
könnte es als eine weitere Konditionale Übung ansehen. 4. Die Phase
in der das Opfer aus der Luft aufgespürt werden muss. Dies ist
eigentlich eine Wiederholung der Phase eins, die aber in der Luft
anders aussieht als ein Opfer an Land 50 Meter weit zu sehen. Auch
hier muss der Rettungssaurier sein Opfer auf 50 Meter sehen, um den
Test zu bestehen. Das Opfer ist hierbei und bei der ersten Phase
eine Daseinsform aus Metall. 5. Die Phase in der das Opfer aus der
Luft gerettet werden muss. In dieser Phase werden die Krallen zum
zweiten Mal beansprucht. Hier gibt es wieder eine
Metall-Daseinsform, diesesmal mit einem kleinen Häkchen, damit der
Rettungssaurier richtig zugreifen kann. Diese Daseinsform wiegt
immer über 100 Kilogramm. Der Rettungssaurier muss sie einen Berg
hoch tragen, um sie abzusetzen. 6. Die Rettung in letzter Sekunde
Phase. Diese Phase ist die komplexeste aller Phasen. Man lernt die
hier die Kunst der Rettung in letzter Sekunde. Wenn es länger
dauert als eine Sekunde, die Opfer zu retten, hat man diesen Test
nicht bestanden. Es ist gleichzeitig die Abschlussprüfung für die
Rettungssaurierausbildung. Es gibt in dieser letzten Phase 25
verschiedene Opfer die nacheinander in letzter Sekunde gerettet
werden müssen. Wenn eines dieser Metallopfer kaputtgeht ist der
Test natürlich auch vorbei. An diesem Test scheitern neunmal mehr
Rettungssaurier beim ersten Mal, als bei allen anderen Tests
zusammen. Doch das genau ist es doch, was die Rettungssaurier
auszeichnet: Die Rettungen in letzter Sekunde. Die sechs Phasen
dauern je nach Anzahl der Versuche, die man braucht, um die Tests
zu bestehen zwischen einer Woche und zwei Monaten. Insgesamt dauert
eine Rettungssaurierausbildung höchstens bis zu einem halben Jahr,
die schnellste Rettungssaurierausbildung dauerte zehn Wochen. Am
Ende der Ausbildung gibt es ein Endzeugnis, unterschrieben mit
einer Unterschrift des Vorsitzenden der
Rettungssaurierausbildungsgesellschaft und dem Tester, der dem
Rettungssaurier beim Bestehen seiner Phasen zugesehen hat. Nach
einer Ausbildung wird der Rettungssaurier einem Planquadrat der
Erde zugeteilt, welches er überwachen muss. Somit ist die
Rettungssaurierausbildung beendet, das Berufsleben beginnt.
Wenn Pixies Greifen sind, und Greifen sind Teekannen, was sind dann Pixies?
Wenn Pixies Greifen sind, dann sind Greifen Pixies, oder? Aber
wenn das so ist sind Greifen doch Pixies und keine Teekannen. Oder
sind Greifen dann Pixies und Teekannen? Dann können Pixies doch
keine Teekannen sein, weil Greifen dann Teekannen und Teekannen
wären. Wobei Greifen ja nicht zwei Dinge gleichzeitig sein können.
Also sind Greifen eine Mischung aus Pixies und Teekannen.
Aber es geht ja eigentlich darum, was Pixies sind. Also eigentlich
müssten es ja Teekannen sein, wenn Pixies Greifen sind und Greifen
Teekannen. Also müsste ich zuerst wissen, ob Greifen jetzt
Teekannen oder Pixies sind. Ich meine, ich bin ja auch nicht
schlechte und gute Idee gleichzeitig. Das ist unmöglich. Wenn
Pixies aber Greifen sind, können Greifen doch gar keine Pixies
sein, weil Pixies ja dann schon Greifen sind und die Pixies nicht
mehr da sind. Also
können Pixies Greifen sein und Greifen Teekannen. Aber Pixies sind
dann doch schon Greifen und Pixies können keine Teekannen mehr
sein, weil sie ja schon Greifen sind. Also sind Pixies nur Greifen
und Greifen nur Teekannen. Ob Pixies jetzt Teekannen sind oder
Greifen ist nicht eindeutig, denn wenn Pixies schon Greifen sind
sind Greifen ja keine Pixies mehr, sndern Greifen und Greifen
Teekannen aber nicht Pixies, denn die sind Greifen.
Sie wollen Bürgermeister von Atlantis werden. Halten Sie eine packende und überzeugende Rede und gewinnen Sie damit die Wähler für sich!
So eine Rede muss vorher gut durchdacht werden, jeder soll sich
angesprochen fühlen, so gewinnt man die meisten Wähler für sich.
Man muss sich erst einmal die Hauptziele überlegen, welche dem
Atlanter durch die Rede übermittelt werden sollen.
In meiner Rede sind das folgende:
1. Sicherheit: Der Atlanter muss beschützt werden. Hierzu soll es
eine Menge Beamte geben, die Zamonier aller Daseinsformen in
Atlantis vor Angriffen oder sonstigen Gefahren schützen
(Erweiterung des Greifenpersonals und anderer Wachleute).
2. Arbeitssuche: Jeder Atlanter egal welcher Daseinsform er
angehört soll ein Recht auf eine Arbeit mit einem bestimmten
Mindestlohn haben. Wer dennoch keine Arbeit hat oder finden kann
soll ein gerechtes Arbeitslosengeld bekommen, das genug sein soll
um zu überleben. 3. Bildung und Förderung: Jeder junge Atlanter
darf in die Schule gehen. Anstatt der hohen Anzahl von ausfallenden
Schulstunden werden mehr Lehrer zur Betreuung und Bildung der
Schüler angestellt. Die Jugend von Atlantis muss gefördert werden,
indem sie zahlreiche Vergünstigungen bei Besuchen von kulturellen
Orten, Sportveranstaltungen und Parks, die Eintritt verlangen,
erhalten. Das soll ein Anreiz für die Jugendlichen Zamonier in
Atlantis sein, Kultur zu erleben. 4. Müllentsorgung: Die
Ansammlungen von Müll, besonders in der Innenstadt von Atlantis
sind nicht zu übersehen, daher müssen die Mülltonnen häufiger
geleert werden, mehr Personal muss eingestellt werden. So werden
zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. 5. Förderung der
fünfundzwanzig Parks in Atlantis: Auch in den Parks von Atlantis
ist, wie auch in der Innenstadt, Müll ein großes Problem. Hier
werden die gleichen Maßnahmen getroffen, mehr Personal, weniger
Müll. Die Flora und Fauna ist das zweite Problem innerhalb der
Parks. Die Parks bestehen häufig aus Bäumen und Gras. Was fehlt
sind Blumen unterschliedlichster Art und die für solche Parks
typischen Tiere, z.B. Insekten, Spechte oder Schuhus. Das letzte
Problem der Parks ist die Möbelierung. Es fehlen Parkbänke,
Mülltonnen und Liegestühle. 6. Renovierung einiger vom Verfall
gezeichneter, kulturell wertvoller Bauwerke: Atlantis hat viele
Kulturbauwerke die einer dringenden Renovierung bedürfen. Hierzu
soll ein ausgewähltes Team von Profi-Restaurateuren, die
nacheinander die Bauwerke von Grund auf erneuern. Dies ist ein
weiterer Punkt der atlantischen Kulturförderung. 7.
Wissenschaftsförderung: Die Gebiete der Wissenschaft sollen mit
allen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden, die
Erkenntnisse sollen so schnell wie möglich an alle Atlanter
weitergeleitet werden, indem ein Mitarbeiter der Stadt alle neuen
Informationen in Empfang nimmt und an alle Zeitungen weiterleitet.
Die Wissenschaft soll auch finanziell unterstützt werden. Das ist
der grobe Inhalt meiner Rede. Nun also die wahre Rede: Guten Tag,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Atlantis. Ich freue mich, dass Sie
so zahlreich hier erschienen sind. Ich habe sieben Punkte, die ich
Ihnen kurz unterbreiten möchte. Da wäre als erstes einmal die
Sicherheit. Diese ist ja, nach den Aufständen, ein großes Thema in
Atlantis. Mein Vorschlag ist: Mehr Personal, mehr Sicherheit für
Sie. Also würde ich mehr Greifen und anderes Sicherheitspersonal
patroullieren lassen, um die Verbrechensrate, Aufstände und
Angriffe einzudämmen. Mehr Personal, das ist der Weg zu mehr
Sicherheit. Wie viele Nächte konnten Sie nicht mehr ruhig schlafen?
Das wird sich nun ändern. Nachdem die Sicherheit Atlantis nun
gewährleistet ist, werden Sie sagen, brauchen Sie noch eine
Arbeitsstelle, womit wir auch bei dem zweiten Punkt währen, der
Arbeitssuche. Sie kennen sicherlich einen Bekannten, Verwandten,
der arbeitslos ist, oder? Vielleicht sogar Sie selbst. Dann können
Sie sich bald freuen. Denn jeder hat ein Recht auf eine gutbezahlte
Arbeitsstelle, an welcher man gerecht behandelt wird. Denn ich
werde einen Mindestlohn für ganz Atlantis verordnen. Ich werde zum
Beispiel durch Müllentsorgung Arbeitsplätze schaffen. Nun werden
Sie sagen: Was ist wenn ich aber dennoch keine Arbeitsstelle finden
kann? Dann bekommen Sie Arbeitslosengeld. Das ist genug für Sie, um
sich zu ernähreren und beispielsweise Ihre Miete zu bezahlen. Doch
natürlich werde ich alles dafür geben, dass Sie nicht arbeitslos
sein werden. Der nächste Punkt, der, falls ich gewählt werde, von
mir gefördert werden wird, ist die Bildung und Förderung der Jugend
von Atlantis. Jeder, egal welcher Daseinsform er angehört, hat ein
Recht auf Bildung. Wie Lehrer, Schüler und Eltern merken, gibt es
zu wenig Fachkräfte, der Unterrichtsausfall ist hoch, wie nie zu
vor. Das muss sich ändern! Denn pro ausgefallene Stunde lernen die
Kinder und Jugendlichen weniger, in einem ganzen Schuljahr sind das
bis zu einhundert Stunden! Wenn die Jugend also in einem Jahr
einhundert Stunden weniger Schule hat, lernt sie einhundert Stunden
lang gar nichts und erzählen Sie mir jetzt nicht, dass man in
einhundert Schulstunden nichts schaffen kann. Die logische Folge
daraus ist, dass mehr Personal sich um die Jugend von Atlantis
kümmert, sodass mindestens die Hälfte aller jetzt ausfallenden
Stunden gedeckt werden können. Zusätzlich soll es an jeder Schule
Lehrer geben, die nur dafür da sind, dass, wenn ein Lehrer krank
ist, diese in die zu vertretende Schulklasse geschickt werden und
dort nicht mit den Schülern Karten spielen, Zeitung lesen, Kaffee
trinken, an der Tafel Spielchen machen, Bilder malen, essen, Stifte
tauschen, in den Park gehen, erzählen, in ein Eiscafé gehen und
dort Eis, Milchshakes, Kaffee oder sonstiges essen und trinken,
oder sonst irgend etwas tun, was die Kinder und Jugendlichen nicht
im Geringsten bildet, sondern sinnvollen, dem Schulstoff folgenden
Unterricht halten. So sollen die Unterrichtsstunden sinnvoll,
bildend genutzt werden, statt sie mit anderen Sachen, meist
schuluntypischer Art, zu füllen. Das war die Bildung, nun kommt die
Förderung der Jugend, in kultureller und wissenschaftlicher, also
allgemeinbildender Art und Weise. Da gibt es Museen,
Sportveranstaltungen, wie Gebbaspielen, Parks, bei denen man
Eintritt zahlen muss, Kunstausstellungen, wie
Wachsfigurenkabinette, Bildhauer-, Ölbilder-, Flora- oder
Faunaausstellungen, die der Jugend näher gebracht werden sollen und
müssen, den in diesem Stadium der Entwicklung muss man sie für
Kultur aller Art begeistern, sonst werden sie ungebildet und
uninteressiert bleiben. Daher werde ich mich für Vergünstigungen
aller Art für Kinder und Jugendliche bei kulturellen Ereignissen
einsetzen. Ich möchte erreichen, dass jedes Kind und jeder
Jugendliche 50% Vergünstigung in Atlantis bei Kulturveranstaltunden
erhält. So, nun komme ich zum vierten Punkt, der Müllentsorgung in
Atlantis. Die Müllberge sind, vor allen Dingen in der Innenstadt
von Atlantis nicht mehr zu übersehen. Das Personal wurde bei
unserem alten Bürgermeister nur verkleinert, sodass die Leistung
der Müllmänner, personalbedingt, abnahm, ich werde die alten
Müllentsorger wieder einstellen, damit diese Personen schon einmal
wieder ihre Arbeitsplätze haben, zusätzlich werde ich neue Arbeiter
einstellen, die den "alten" zur Hand gehen. Ich werde zusätzlich,
verstärkt in der Innenstadt von Atlantis, neue Mülltonnen
installieren, unter anderem, damit Sie nicht mit Abfall in der
Hand, einhundert Meter lang den Bürgersteig nach einem Müllbehälter
absuchen müssen. Durch diesen Teil meines Plans für Atlantis wird
unsere Stadt wieder den Glanz erhalten, den er, durch ganz
Zamonien, also außerhalb, aber auch innerhalb von Atlantis
verstrahlen soll. Sie werden sicher gemerkt haben, dass unsere
Parks nicht mehr das sind, was sie mal waren, daher möchte ich
diesen Punkt den fünfundzwanzig Parks von Atlantis widmen. Auch in
den Parks gibt es Ansammlungen von Müll, welche die neuen und alten
Müllmänner entsorgen werden. Das zweite Problem der atlantischen
Parks ist der Tier- und Pflanzenbestand. Die einzigen Tiere die
sich derzeit noch in den Parks tummeln sind Kakerlaken, die ein
Team von Schädlingsbekämpfern mit Hilfe von Insektenschutzmittel,
welches dem erwünschten Tierbestand und der Flora der Parks nicht
schadet. Ein anderes Team von Unkrautentfernern soll sich um die
unerwünschten Pflanzenbestände kümmern. Dann sollen neue Blumen,
Pflanzen und Bäume gepflanzt werden die den jeweiligen Park
ansehnlich machen. Die Fauna soll von gepflegten Zuchthöfen
geliefert werden. Neue Wege sollen zur besseren Bodenhaftung und
Verschönerung angelegt und gepflegt werden. Parkbänke, Mülltonen
und Liegestühle sollen entlang der Wege und an dafür vorgesehene
Wiesen aufgestellt werden. Wenn der Park fertig restauriert wurde,
sollen die Besucher sich natürlich auch zurecht finden. Dazu werden
kostengünstige Parkführungen angeboten, die auch für jugendliche
Atlanter interessant sein werden. Als sechstes steht die
Restaurierung der kulturellen Bauwerke von Atlantis an. Es gibt in
Atlantis praktisch an jeder Ecke solche meist alten, halb
zerfallenen Bauwerke. Diese sollen professionell und detailgetreu
renoviert werden. Dazu wird es ein ausgebildetes Team von
Profi-Restaurateuren angeheuert, welche die Gebäude von Grund auf
erneuern, reinigen und wieder für ein breites Publikum attraktiv
machen. Ein Testlabor soll vor der Neueröffnung der Bauwerke prüfen
ob diese stabil genug sind, den Besuchern standzuhalten. Sie gehen
also keinelei gesundheitliches Risiko ein, wenn Sie die Gebäude
besuchen. Auch hier soll es einen kompetenten Führer geben, der
sich in den Bauwerken auskennt und gegen ein kleines Entgelt alle
Informationen und Geheimnisse preisgibt. Als letztes gibt es noch
die Wissenschaftsförderung. Die zahlreichen Gebiete und
Untergebiete der Wissenschaft soll gefördert werden, um wichtige,
vielleicht lebensrettende Informationen herauszufinden. Diese
sollen natürlich sofort der Öffentlichkeit, also Ihnen erklärt
werden. Dafür gibt es einen Mitarbeiter der Stadt Atlantis, der
diese Informationen zuverlässig an die Zeitungen von Atlantis
weitergibt und diese dann direkt von Ihnen gelesen werden und Sie
damit gleich infomiert werden. Die Wissenschaft soll finanziell
gefördert werden, denn die Wissenschaft ist für ganz Atlantis von
großer Wichtigkeit. Wenn Sie von der Rede überzeugt waren, können
Sie mich wählen. Ich hoffe, dass die Rede Ihnen ein Vergnügen war
und Sie das ein oder andere Thema angesprochen hat. Ich wünsche
Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger noch einen angenehmen
Abend.
Erläutern Sie den Vorgang der Nahrungsaufnahme eines kopflosen Bolloggs!
Die meisten Bolloggs legen ihren Kopf bei circa 1700 Meter
Körpergröße ab. Soviel ist klar. Wie sich der Bollogg genau dann
ohne Kopf ernährt muss geklärt werden.
Der Bollogg nimmt seine Nahrung, die aus kleineren Tieren besteht
durch seine Hautschuppen auf. Bei einem 1700 Meter großen Wesen,
das kann man sich vielleicht denken, sind diese sehr groß. Nehmen
wir nun einmal als Beispiel einen dreißig Zentimeter großen Vogel.
Nun stellen wir uns vor, er fliegt auf eine vierzig Zentimeter
große Hautschuppe im mittleren Brustbereich eines kopflosen
Bolloggs mit zirka 2000 Meter Körpergröße zu. Der Vogel gerät in
den Zwischenraum, der die vierzig Zentimeter große Hautschuppe von
der darunterliegenden Schuppe trennt. Darunter befindet sich der
Blutkreislauf des Cyclops stupidus, in welchen der Vogel dann
gerät. Der Riesenbollogg muss das Tier nicht verdauen, da es zu
klein ist. der Bollogg würde solch einen Vogel nicht einmal
bemerken. Meist rollt er sich zur Nahrungsaufnahme durch ein
Kornfeld, dort nimmt er viele kleine Lebewesen zu sich und ist
satt.
Entwerfen Sie eine ultimative Promotion-Strategie für einen eigentlich grottenschlechten Lügenduellanten!
Promotion:
Erst einmal muss der Lügengladiator natürlich ein Pseudonym
erhalten, seien wir mal ehrlich, Fritz Müller klingt nicht halb so
gut wie beispielsweise Garcello Unterholz. Nun, nennen wir ihn
Garcello Unterholz. Um diesen Namen in ganz Zamonien bekannt zu
machen muss man in Gerüchteküchen Gerüchteköche engagieren, die
Garcello Unterholz als den neuen Stern am Lügengladiatorenhimmel
anpreisen. So, von der Gerüchteküche aus kommt das Gerücht also zum
Verbraucher, der wird das Gerücht also weitererzählen. Damit aber
wirklich jeder Zamonier etwas von Garcello Unterholz erfährt muss
natürlich noch mehr in der Werbetrommel gerührt werden. Da unser
aufstrebende Lügengladiator natürlich einen Vertrag erhalten soll,
wird, besonders in der Nähe von Aufnahmebüros Werbung gemacht.
Zuerst werden natürlich dort in den Gerüchteküchen die
Gerüchteköche engagiert. Außerdem werden dort Plakate mit dem Namen
des jeweiligen Lügenduellantenneulings aufgehängt, die dazu dienen
die zamonische Bevölkerung, aber vor Allem die Agenten über den
„besten Lügengladiatorneuling“ zu informieren. Ein
solches Plakat könnte so, oder so ähnlich aussehen:
Der neue Stern am Lügengladiatorhimmel! Sie suchen einen guten
Lügengladiatoren? Er gibt sich mit einem kleinen Gehalt zufrieden!
Er lügt Ihnen das Blaue vom atlantischen Himmel! Er kann für Sie
gleich loslügen, schon ab diesem Mittwoch! Sie wollen eine von ihm
entworfene Lügengeschichte hören? Okay, nehmen Sie sich ein
Prospekt, Sie finden es rechts neben diesem Plakat: Lesen Sie die
Geschichte des einzigartigen Lügengladiators Garcello Unterholz:
Die Geschichte beginnt in Kornheim, wo ein großer Teil der
zamonischen Bauern ihr Getreide pflanzen, wo Wolpertingerwelpen
gezüchtet und verkauft werden und wo gelegentlich auch Bolloggs ihr
Unwesen treiben sollen. Das glauben Sie nicht? Oh, doch,
gelegentlich hinterlassen sie Ernteausfälle in Höhe von mehren
Millionen Pyras. Natürlich sind die Bauern nicht blöd, sie
schlossen sich zusammen und engagierten einen Bolloggjäger. Mich.
Nachdem die Gehaltsfragen geklärt waren, patrouillierte ich in
Kornheim. Ich war ein paar Wochen engagiert, noch nichts geschehen.
Die kornheimer Bauern überlegten sich schon, mich zu feuern, da
ich, wie ich, nicht ganz ohne Scham sagen muss nicht ganz günstig
war, was ich damals, aufgrund des gefährlichen und risikoreichen
Jobs noch nicht wirklich wahrnahm. Ich bekam also eine Frist
gesetzt, und so kam es, dass ich nach einigen Monaten, einen Tag
vor Ende der Frist meinen letzten Rundgang machte. Ich vergaß,
wegen meiner Trauer oder wegen meines jugendlichen Leichtsinns,
meine Bolloggjägerausrüstung mitzunehmen. Ich begann im Süden
Kornheims und ging im Uhrzeigersinn weiter. Als ich mich im Norden
Kornheims umsah hörte ich plötzlich ein leises Geräusch. Ba-Rumms.
Ein paar Sekunden später noch einmal, etwas lauter: Ba-Rumms. Ich
wusste natürlich, aufgrund meiner Ausbildung zum Bolloggjäger,
welches Geräusch das war. Ich schloss aus dem Crescendo des Tones,
das der Bollogg näher kam. Ich suchte natürlich sofort nach meiner
Ausrüstung. Nichts. Ich überlegte mir, einfach wegzulaufen. Doch
ich erkannte, dass das nicht ging. Ich schuldete es den Bauern von
Kornheim einfach. Außerdem stand das Leben einiger Kornheimer auf
dem Spiel. Also suchte ich nach irgend etwas, was ich in meinen
Taschen finden konnte. Ich fand ein Blasrohr mit einem Pfeil. Ich
erinnerte mich, dass ich das Gift eigenhändig aus einer Schlange
gepresst hatte, auf einem Büffel reitend und zwanzig Stechmücken am
Genick. Den Büffel habe ich weiterlaufen lassen, die Schlange
verschwand zischend im hohen Gras, natürlich erst nachdem sie von
mir entgiftet wurde und die Stechmücken... die habe ich alle in ein
Glas eingesperrt und das an die öffentliche Insektenzuchtbehörde
geschickt, aber das ist eine andere Geschichte... Also, das
Blasrohr und der Giftpfeil. Damit gegen einen Bollogg ankämpfen?
Der Pfeil würde höchstwahrscheinlich an den Hautschuppen dieses
Riesenzyklops abprallen. Vielleicht könnte ich sein Gehirn damit
betäuben? Dazu müsste ich hinauf, zum Kopf. Das könnte gefährlich
werden, aber das ist mir jetzt egal. Wenn ich oben bin versuche ich
durch ein Ohr ins Gehirn zu gelangen und dort den Giftpfeil in eine
Gehirnwindung zu stecken. Das Gift der Schlange ist für
Daseinsformen wie mich sofort tödlich, ich hoffe, dass der Bollogg
dadurch wenigstens das Gleichgewicht verliert. BA-RUMMS! BA-RUMMS!
Der Bollogg kam eindeutig auf mich zu, ich konnte jetzt, nicht weit
von mir entfernt, zwei Riesenbolloggfüße erkennen. Er kam näher und
ich dachte fieberhaft über eine Möglichkeit nach, wie ich zum
Bolloggkopf gelangen konnte. Der Bollogg war nun nur noch cirka
einhundert Meter von mir entfernt. Ich vermutete, dass der nächste
Fuß unmittelbar vor meinen landen würde und ich so den Fuß des
ungefähr 1000 Meter hohen und somit noch, für Bolloggverhältnisse,
kleinen Zyklopen erklimmen könnte. An der dichten Behaarung des
Bolloggs könnte ich mich dann festhalten, um von den Füßen zu den
Beinen und von dort aus auf der rechten Hälfte des Oberkörpers des
Bolloggs zum Hals und danach zum Kopf zu gelangen. Ich ging davon
aus, Bolloggflöhen zu begegnen und wollte natürlich versuchen ihnen
auszuweichen, aber da mir das wegen des steilen Marsches nach oben
und meines beschränkten Sichtfeldes nicht gelingen konnte,
überlegte ich mir, bevor der Bollogg seinen Fuß aufsetzte, was ich
mit den Flöhen machen sollte. Ich entschloss mich, es auf einen
Zweikampf ankommen zu lassen, da ich aufgrund mangelnder Zeit und
großer Aufregung und Nervosität keinen klaren Gedanken mehr fassen
konnte. Der Bollogg setzte den Fuß auf, ich schnupperte kurz und
prallte zurück, da der Gestank nicht in Worte zu fassen war. Ich
mochte damals nicht wissen, wie der Mundgeruch erst ausfallen
sollte, doch ich sollte es später noch zu erfahren bekommen. Nun
machte ich mich, nachdem ich mich langsam an den Gestank gewöhnt
hatte, an den Aufstieg. Die Haare gaben mir guten Halt, die ersten
paar Schritte, sowohl von mir auf dem Bollogg, als auch der Bollogg
mit mir, wurden gut gemeistert. Ich kam gut voran, ich hatte, als
ich beim Schienbein eine kleine Pause einlegte noch keinen
Bolloggfloh gesehen. Doch als ich gerade kurz vor dem Knie anhielt
sah ich den ersten Floh, ich hatte mir Bolloggflöhe immer kleiner
vorgestellt, wobei ich mich aber an normalen Flöhen mehr orientiert
hatte. Der Bolloggfloh war zirka einen halben Meter größer als ich,
was bei meinen zwei Metern schon beachtlich war. Da ich, wie schon
erwähnt keinerlei Ausrüstung dabei hatte, musste ich den
Bolloggfloh mit meinen bloßen Händen bekämpfen. Er tastete sich
erst an mich heran, ich verpasste ihm einen Hieb in die
Magengegend, er schlug wild mit seinen abscheulichen Fühlern umher.
Ich bekam seinen rechten Fühler mitten ins Gesicht gepeitscht,
konterte geschickt mit einem Kratzer an seinem Hals. Eine
zähflüssige grüne Flüssigkeit rann aus seinem Hals, ich hatte den
Floh offensichtlich an einer empfindlichen Stelle erwischt. Das
Rieseninsekt wurde wütender, es gab grauenerregende Laute von sich,
ich hoffte, dass es damit nicht seine Artgenossen herbeirief. Der
Bolloggfloh sprang auf mich zu, ich hangelte mich an den Haaren des
Bolloggs zur Seite und stellte mich dort auf einen kleinen Wulst,
der Floh aber sprang ins Leere und fiel vom Knie des Bolloggs
herab, wobei er, beinahe unten auf dem Boden angekommen von einem
Bolloggfuß getreten wurde. Ich ruhte mich, vom Kampf geschwächt,
ein paar Minuten aus, danach kraxelte ich mich weiter nach oben.
Bei der Mitte des Oberschenkels des Bolloggs beschloss ich, mich
ein paar Stunden hinzulegen und zu schlafen, denn ich wäre in den
letzten paar Minuten zwei Mal beinahe abgerutscht, ich konnte mich
gerade noch an einem Haarbüschel festhalten. Ich ließ mich auf
einer Hautfalte nieder, setzte mich erst hin, um zu prüfen ob die
Hautfalte stabil genug für mich war, dann legte ich mich hin. Es
wurde schon Dunkel, ich dachte noch ein wenig über den Kampf mit
dem Floh nach, dann fiel ich in tiefen Schlaf, in dem ich mich von
den Strapazen des Tages erholen konnte. Ich wurde am nächsten
Morgen von ein paar hungrig aussehenden Bolloggflöhen geweckt, ich
kam mir vor, als wäre ich ein Würstchen auf einem Grill, wobei
neben dem Grill Ausgehungerte auf mich sabberten. Die
Ausgehungerten waren in meinem Fall ein halbes Dutzend abgemagerter
Bolloggflöhe, der Sabber war Bolloggflohsabber, zähflüssig und
ekelhaft. Als die Bolloggflöhe merkten, dass ich aufgewacht war,
schlugen sie mit ihren Fühlern, vorfreudig erwarteten sie das
Festmahl. Ich erhob mich, packte einen Bolloggfloh am Fuß und biss
hinein. Bolloggflohblut trat aus, das Insekt gab quiekende Laute
von sich und die Fühler reihten sich in einen wilden Tanz ein, ohne
Choreographie, ohne Musik. Auch die Fühler seiner Artgenossen
schienen diesem Tanz zu folgen, sie bildeten einen Kreis um mich,
kamen näher und näher, versuchten mich wohl mit ihren Fühlern zu
erschlagen. Ich hatte keine Zeit, mein Vorgehen lang zu planen, es
waren eher natürliche Reaktionen, mit denen ich die Bolloggflöhe zu
töten versuchte. Ich schlug wild um mich. Ja, das war es, was ich
tat, ich will es hier gar nicht leugnen. Ich fuhr meine Krallen
aus, zielte auf ihre Hälse, wie ich es auch bei dem einzelnen
Bolloggfloh getan hatte und ich schlug. Eine Minute, zwei Minuten.
Dann sah ich mich um, die Bolloggflöhe taumelten umher, das
Bolloggflohblut sprudelte aus ihren Hälsen, vier von ihnen verloren
den Halt und fielen in den sicheren Tod. Die beiden anderen irrten
immer noch umher, ich versuchte den einen Floh herunterzuschubsen,
er fiel auch, doch ich verlor das Gleichgewicht und stürzte mit
ihm. Ich konnte mich an einem Haarbusch festhalten, ich schätzte er
lag nur knapp unter der Mitte des Oberschenkels. Glück gehabt. Ich
sah, wie der letzte Bolloggfloh von oben herab herunterfiel, ich
hatte das halbe Dutzend besiegt! Ich schwor mir, den nächsten
Bolloggfloh genauso zu besiegen, außerdem schwor ich mir mich nicht
mehr hinzulegen. Kleine Pausen, ja, aber Schlafen, nein. Ich machte
nun eine dieser kleinen Pausen, tastete nach dem Blasrohr und dem
Giftpfeil um zu sehen, ob alles noch an Ort und Stelle war und ich
hatte Glück, nichts war während des Kampfes verlorengegangen. Ich
ging zum Becken des Bolloggs, machte dort wieder eine kleinere
Pause, umkletterte auf dem Weg über die schwabbelnde Bauchmasse
einige Bolloggflöhe und machte die nächste Pause am Hals. Bald
häuften sich die Bolloggflöhe, einige konnte ich nicht mehr
umklettern, diese besiegte ich mit einigen Halsstößen, Aufgrund des
Gestanks und der Häufung der Flöhe erkannte ich, dass die Haare
nicht mehr sehr weit sein konnten, das Ohr war schon in Sicht. Ich
tötete den letzten Bolloggfloh, dann betrat ich das Bolloggohr. Ich
schnupperte und es roch unerträglich. Was genau das war erkannte
ich, als ich einen Teich voll Schmalz sah. Mir wurde beim Anblick
schlecht, ich erbrach in den schleimigen Tümpel. Das erfuhr man
nicht, in einer Ausbildung als Bolloggjäger: Wie es in einem
Bollogg innen aussah. Ich wischte mir meinen Mund ab und überlegte
mir, wie ich über die schleimige Brühe kommen sollte. Die erste
Variante: Springen! Vorteil: Man muss die Tunke nicht berühren, es
geht außerdem schnell. Nachteil: Man könnte ausrutschen, entweder
hinfallen oder in die Tunke hineinfallen, dann hätte man den
Ohrenschmalz überall, auch im Gesicht. Die zweite Möglichkeit:
Schwimmen! Vorteil: Es ist relativ ungefährlich, da man nicht
hinfallen kann, in normalem zamonischen Wasser kann ich schwimmen,
wieso dann nicht auch hier? Nachteil: Man ist von der ganzen Brühe
umgeben, außerdem dauert es vergleichsweise lange. Alle guten Dinge
sind drei: Am Schleimtümpel vorbeiklettern! Vorteil: Durch den
Haarwuchs des Bolloggs findet man genug halt, um am Tümpel
vorbeizuklettern. So könnte man unbeschmutzt auf die andere Seite
gelangen. Man darf sich das so vorstellen: In der Mitte ist der
Schleimtümpel und an den beiden Außenseiten sind die
haarbewachsenen Ohrraumwände. Ich würde von der rechten Wand aus
nach links auf die andere Seite des Tümpels klettern. Nachteil:
Wenn eines der Haarbüschel reißt oder ich abrutschen würde, so
würde ich im Ohrenschmalz landen. Diese Varianten zur Überquerung
des Ohrenschmalztümpels gingen mir durch meinen Kopf, letztendlich
entschied ich mich für letztere. Ich rieb mir erst einmal die
schweißgebadeten Finger ab, da es mir sonst schwergefallen wäre
mich an den Haarbüschen festzuhalten. Nachdem ich das getan hatte,
ergriff ich das erste Haarbüschel. Ich nahm das nächste Haarbüschel
in die andere Hand. Ich ließ das erste Haarbüschel los und ergriff
ein weiteres, cirka zwanzig Zentimeter entfernt. Bis zum anderen
Ende des Tümpels waren es cirka zehn Meter. Ich kletterte munter
weiter, als ich bei cirka sechs Meter war, ich ließ gerade mit der
rechten Hand ein Haarbusch los, da rutschte meine linke Hand ab,
ich flog in den Schmalztümpel, ich paddelte, da mir das Schwimmen
schwer fiel, bei ungefähr acht Metern tauchte ich unter, und ihr
könnt mir glauben, es war das ekelhafteste dass meine Sinnesorgane
je wahrnahmen! Zum Glück konnte ich mich wieder nach oben kämpfen,
als ich schließlich am anderen Ende des Sees ankam war ich
angeekelt, erleichtert und geschwächt zugleich. Ich wischte den
gröbsten Schmutz von meiner Haut ab, doch währenddessen schlief ich
ein. Ich kann nicht sagen wie lange ich schlief, drei Minuten, drei
Stunden, drei Tage? Als ich aufwachte wusste ich nicht mehr wer ich
bin und wo ich war, das erste was ich tat war, dass ich mich
erbrach, danach kamen meine Erinnerungen langsam wieder zurück. Ich
tastete nach dem Blasrohr und nach dem Pfeil, den Pfeil fand ich,
das Blasrohr war verschwunden. Ich sah auf den Tümpel und dachte
mir, wo es war. Ich konnte es sogar sehen, in zwei Metern
Entfernung schwamm es auf dem Schmalz. Mir blieb nichts anderes
übrig, als noch einmal hinüberzuschwimmen und es herauszuholen. Ich
tat es mit großem Seufzen, diesmal kam ich relativ gut voran,
schnell hielt ich das Blasrohr am Ende des Tümpels in der Hand. Ich
ging ein paar hundert Meter weiter, dann kam ich zu einer Wand. Zu
einer löchrigen Wand.„Das muss das Trommelfell sein“,
sagte ich mir. Ich sah zwar einige Löcher, konnte mir allerdings
nicht vorstellen, dass eines groß genug sein könnte, um
hindurchzukommen. Ich suchte das größte, es hatte einen Durchmesser
von 30 Zentimetern. Ich versuchte, das Trommelfell mit meinen
Händen zu vergrößern, es dehnte sich relativ weit, ich versuchte
doch noch durchzukommen. Ich hing in der Mitte kurz fest, kam aber
letztendlich doch noch hindurch. Ich machte eine kurze Pause und
lief dann weiter. Es war ziemlich dunkel, ich hatte Mühe, nicht
hinzufallen. Ich war in einer Art Höhle gelandet. Als ich die Höhle
hinter mir gelassen hatte, ging ich durch verschiedene Gänge, es
wurde immer enger und noch dunkler, ich kam immer langsamer voran.
Ich hoffte, dass das Ohr bald sein Ende und das Gehirn seinen
Anfang fände. Kriechend kam ich von einem engen Gang in einen
großen, von dessen Ende mattes Licht zu mir herüberschien. Am Ende
angekommen musste ich durch eine kleine Öffnung krabbeln, ich kam
in einen Tunnel, an dessen Wände verschiedenfarbige Funken
herumflogen. Daher kam also das Licht. Ich wurde von einem Blitz
geblendet, die Ursache dafür war, dass zwei der Funken sich
getroffen hatten. Ein paar Gänge ging ich weiter, dann stieß ich
auf einen riesigen Hohlraum. Ich sah leuchtende Tropfen überall
nebeneinander stehen. Sie sahen alle traurig aus. Ein seltsamer
Augenblick, der sich bis heute in mein Gehirn gebrannt hat. Von
rechts sprach mich ein Tropfen auf zamonisch an: „Hallo, wer
bist Du?“ Die Stimme klang genauso traurig wie der Tropfen
aussah. „Ich bin ... äh, wer bist Du den überhaupt?“,
stotterte ich. „Ich bin 15 U 19 M 16 S.“, antwortete
der Tropfen, „ich bin eine schlechte Idee.“ Ich war
erstaunt, eine leuchtende redende Idee in Form eines
Wassertropfens? Verblüfft erwiderte ich: „Ich bin Garcello
Unterholz!“ „Was tust Du hier?“ „Ich bin
Bolloggjäger. Ich versuche den Bollogg mit diesem Giftpfeil“,
ich holte den Giftpfeil aus der Tasche und zeigte ihn der Idee,
„zu Fall zu bringen. Er ist nämlich gerade dabei, Kornheim zu
verwüsten. Kannst Du mir eine Stelle des Gehirns zeigen, wo der
Bollogg besonders empfindlich ist?“ „Warum sollte ich
das tun? Damit würde ich mich selbst verletzen!“, antwortete
die Idee. Sie drehte sich um und rief laut: „He, er hier will
das Hirn ins Chaos stürzen! Er will uns alle umbringen!“ Alle
Blicke richteten sich auf mich und 15 U 19 M 16 S. Ein Tumult brach
aus, alle Tropfen rannten in meine Richtung und riefen Drohungen
wie: „Mach das Du hier wegkommst!“ „Bist Du etwa
dem Wahnsinn begegnet?“ „Wir haben schon ganz andere
als Dich vertrieben!“ Ich überlegte kurz, mit einem halben
Dutzend Ideen könnte ich noch fertig werden, aber hier waren
Hunderte! Ich rannte quer durch den Raum, rempelte dabei einige
Ideen an, ich konnte relativ schnell entkommen, ich verkroch mich
in einer dunklen Ecke, als sich eine Stimme von rechts meldete:
„Ich hörte, Du wolltest das Hirn ins Chaos stürzen?“
Die Stimme klang nicht böse, daraus schloss ich, dass es falsch
gewesen wäre, wegzurennen. Stattdessen bejahte ich diese Aussage.
Das Wesen erklärte mir, dass sie den selben Plan hätte. Es sagte
mir, es könne mir eine todsichere Verkleidung geben, um bei den
Ideen nicht aufzufallen. Ich freute mich, dass es mir helfen
wollte. Ich folgte dem Wesen, es erklärte mir, es sei das einzige
vernünftige Wesen im Bollogghirn, ich könnte es „der
Wahnsinn“ nennen, ich hielt das für einen Scherz, tat ihm
aufgrund seiner Freundlichkeit aber den Gefallen. Er gab mir als
wir in einer kleinen Höhle angekommen waren eine Verkleidung, sie
sah aus wie eine Idee und leuchtete sogar ein wenig. Der Wahnsinn
nahm mein Blasrohr und den Giftpfeil, er führte mich zu einer,
seiner Meinung nach, geeigneten Stelle. Er sah sich um und gab mir
ein Zeichen, sodass ich mit dem Beschuss beginnen konnte. Als ich
den Pfeil in eine der zahlreichen Gehirnwindungen geschossen hatte,
wurde das Gehirn durchgerüttelt, dies zeigte mir, dass ich Erfolg
gehabt hatte. Der Wahnsinn lachte triumphierend. Ich fiel in sein
Gelächter ein, wir lachten, eine Idee kam aufgeregt mit einer
anderen erzählend vorbei, sie hörten unser Lachen und schrieen:
„Ihr beide habt das Gehirn ins Chaos gestürzt, nicht
wahr?“ Andere Ideen kamen herbeigeeilt und schlossen einen
Kreis um uns. Ich beriet mich mit dem Wahnsinn über unser weiteres
Vorgehen. Immer mehr Ideen kamen in den Raum, der Kreis wurde immer
enger. Wir, der Wahnsinn und ich, beschlossen eine Höhle
aufzusuchen, die nur dem Wahnsinn bekannt war. Er rannte vor, ich
versuchte mitzukommen, ein paar Minuten gelang mir das, dann fiel
ich zurück, die Ideen waren aufgrund ihrer kurzen Beinchen
allerdings längst nicht mehr hinter mir, niemand war in dem langen
Gang. Es war dunkel und kühl. Ich musste mich bereits inmitten des
Gehirns befinden. Wie sollte ich wieder hier herauskommen? Ich
hoffte dass die Betäubung des Schlangengiftes noch lang genug
halten würde, sodass ich noch aus dem Hirn herauskommen kann, bevor
der Bollogg wieder wach wird. Ich beschloss das Hirn durch das
linke Ohr zu verlassen. Doch wo war eigentlich links? Ich lief in
die Richtung die ich für links hielt, eine Stunde, zwei, drei. Wie
gut, dass ich den zamonischen Marathon zwölf Mal in Folge gewonnen
hatte. Ich war zwar nicht in Bestform, doch trotzdem in einer guten
Fassung. Die Gänge wurde abschüssiger, ich begegnete einigen Ideen,
doch die hielten mich dank meiner Verkleidung für Genossen. Ich
verstellte meine Stimme und fragte eine nach dem Weg durch das Ohr.
Sie erklärte mir den Weg, ich kam tatsächlich bald zum Trommelfell,
ich suchte mir das größte Loch, schlüpfte hindurch und kletterte
wie beim anderen Ohr am Schmalztümpel vorbei. Ich kam bald durch
das Ohr hinaus und machte mich auf den Weg zur nächsten
Greifenstation in Gralsund, diese trommelten alle Greifen in
Kornheim zusammen, um den Bollogg wegzuschaffen. Sie flogen den
Koloss über Gralsund, kurz vor Atlantis geschah es dann: Der Kopf
des Bolloggs flog ab. So blieb der Bolloggkopf vor Atlantis liegen.
Ich erzählte zahlreichen Wissenschaftlern von meinen Erlebnissen im
Bolloggkopf. Ganze Lexika wurden erweitert, sogar der angesehene
Prof. Dr. Abdul Nachtigaller legte einen Eintrag in seinem Lexikon
der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene
Zamoniens und Umgebung. Als ich noch einmal in Atlantis vorbeikam
fiel mir auf, dass der Bolloggkopf drastisch gewachsen war und nun
den gesamten Eingang von Atlantis versperrte. Ich teilte dieses
Phänomen einem Wissenschaftler mit, der mir erklärte, dass der
Bolloggkopf in den nächsten Jahrmilliarden so weit wachsen werde,
dass er das gesamte Universum ausfüllen werde und es keinen Platz
mehr für andere Lebewesen gäbe. Diese Vorstellung kam mir seltsam
vor und ich dachte daran dass der nun kopflose Bollogg von seinem
eigenen Kopf zerstört werden würde. Außerdem widerlegte ich die
Theorie, dass Insekten die letzten Lebewesen auf diesem Planeten
sein werden. So wurde ich mit dem GZWP (Größter Zamonischer
Wissenschaftler Preis) ausgezeichnet, für besonderen Verdienst in
der Bolloggkopfforschung. Wenn Ihr Interesse an Garcello Unterholz
durch diese Geschichte geweckt wurde, dann sollten Sie sich hier
melden: Lügengladiatorenverwaltungsbüro Volzotan Smeik, Ilstatna
1a. Hier sind Sie an der richtigen Adresse für
Lügengladiatorengesuche, oder wenn Sie selbst Lügengladiator sind.
Die Geschichte ist natürlich von einem guten Lügengladiatoren
erfunden, nicht von Garcello Unterholz. Weiterhin sollte man
Flugzettel mit der Adresse des Büros, des Namens und allem Anderen,
das der Interessierte wissen muss, verteilen.
Wie wächst ein Sammlasams auf? Schildern Sie die typische Entwicklung eines Sammlasams von der Geburt bis zum Erwachsensein!
Erst einmal muss man eine Unterscheidung zwischen zivilisiertem
und unzivilisiertem Sammlasams machen.
Ich kläre jetzt einmal die Herkunft des Namens. „Sams“
ist altzamonisch für „Samen“ . „Sammla“
steht für „Sammel“. Also, wörtlich aus dem
Altzamonischen übersetzt heißt „Sammlasams“
Sammelsamen. Aber, ich will es auf die Lebensweise des Sammlasams
beziehen. Denn das Sammlasams wird, im eigentlichen Sinne nicht
geboren. Es wächst aus der Dämonenmutter heraus und lockert sich
irgendwann und fällt dann ab. Die eigentliche Geburt ist also das
Abfallen des Sammlasamsjungen vom Mutterleib. Das Gleiche beim
Löwenzahn: Die Samen (Sammlasams) wachsen am Stiel der Pflanze
(Mutterleib) und fallen, wenn ab. Im nächsten Sommer kann aus
diesen Samen eine neue Pflanze mit neuen Samen gewachsen sein.
Somit wäre der Sinn „Samen“ geklärt.
„Sammel“ ist ganz einfach zu erklären. Bei den
Sammlasams gibt es Rudel, in denen mehrere Sammlasamsfamilien
gesammelt sind. Da diese Rudel bei allen Sammlasams existieren
nannte man sie Sammlasams. Soviel zur Herkunft des Namens und der
Geburt. Denn diese beiden Dinge sind bei der zivilisierten sowie
bei der unzivilisierten Form des Sammlasams gleich. Ich will mich
nun zuerst um die natürliche, unzivilisierte Form des Sammlasams
kümmern, wie wächst das junge Sammlasams auf, welche Stufen der
Entwicklung hat das Neugeborene vor sich? 1. Das Erwachen (0.-14.
Tag) * *Die Zeiten in Klammern sind gerundet Nach der Geburt wird
das Junge von der Sammlasamsmutter beschnüffelt – der Vater
wurde nach der Begattung getötet – riecht es ekelhaft wird
auch es getötet, die Sterberate der Sammlasams ist entsprechend
hoch, wenn es überlebt bringt ihr einer aus dem Rudel erst einmal
eine Portion durchgekautes Fleisch. Außer der Mutter kümmert sich
noch der Rest des Rudels um das neue Glied in der Kette, es wird
die ersten Tage gefüttert und bewacht, da seine Augen anfangs noch
geschlossen sind. Auch der Fellwuchs kommt erst nach cirka zwei
Wochen. Das erste Stadium der Entwicklung, bis zur zweiten Woche
der Geburt nennt man daher Erwachen. Einerseits weil es die Augen
geschlossen hat, andererseits weil es hilflos und nicht sehr aktiv
ist. 2. Die Vorentwicklung (15.- 30. Tag) In dieser Phase werden
die Sinne wach, das Sammlasamsjunge wird aktiv, lernt selbstständig
zu werden. Die Augen öffnen sich, das Wesen nimmt die Umwelt wahr,
es nimmt langsam seine kugelrunde Form an, die es ein Leben lang
behalten wird, die Ohren nehmen ihren Dienst auf, die Nase riecht
erste Gerüche, die Zunge beginnt die Nahrung zu schmecken, kurzum:
die Sinne werden aktiv, der Körper wird ausgebildet, das Erwachen
ist vorüber. Alles, was vor der Geburt nicht ausgebildet wurde wird
in dieser Phase vorentwickelt, nicht zur Perfektion, aber zumindest
so, dass es den Zweck erfüllen kann. In dieser Phase lernt das
Junge Unterscheidungen zu machen, zwischen gutem und schlechtem
Essen, Geruch und Ton, es wird wählerisch. Hat es zu Anfang noch
alles verschlungen, sucht es sich jetzt die Speisen, die ihm
schmackhaft erscheinen. Die meiste Nahrung bekommt das Kleine zwar
noch gebracht, aber es macht sich auch selbst auf die Suche nach
neuem Essbaren. 3. Die Vorkindheit (31.-100. Tag) In dieser
Zeitspanne wachsen die Jungen in die Höhe, sie verdoppeln ihre
Größe und suchen ihre Nahrung größtenteils selbst, sie entfernt
sich schon etwas mehr vom Rudel, ist nicht mehr so stark auf die
Hilfe der Gruppe angewiesen. Um viel zu wachsen frisst das
Sammlasamsjunge in dieser Zeit besonders viel, Beeren, Obst, Gras,
was eben so wächst in der Natur... Die Entwicklung der Sinne wird
in dieser Entwicklungsphase weitergeführt, die Gerüche können
besser unterschieden werden, das Gehör wird feiner, der Geruchssinn
beginnt Nuancen zu unterscheiden, die Augen größer, heller und
klarer und der Geschmack wird differenzierter, der Kleine noch
wählerischer. In dieser Phase beginnt das Sammlasams mit dem
Spielen mit anderen Sammlasamsjungen, die vorher vom Rudel
ferngehalten wurden um Verletzungen vorzubeugen. Das Immunsystem
der Sammlasams wird in dieser Phase erst ausgebildet. So können sie
auch bei größeren Verletzungen überleben. 4. Die beginnende
Kindheit(101.-364. Tag) In diesem Entwicklungsstadium sammeln die
Kinder all ihre Nahrung selbst, zur fleischlichen Ernährung töten
sie Kleintiere, wie beispielsweise Vögel oder Mäuse, zur
vegetarischen Ernährung Früchte und Gräser. Sie entwickeln erste
Freundschaften zu Sammlasams beider Geschlechter, toben im Wasser,
wie auch im hohen Gras, genießen ihr Leben in vollen Zügen,
unschuldig und hemmungslos. In dieser Phase entwickeln sie einen
ersten Gemeinschaftssinn, helfen Neugeborenen mit
Nahrungslieferungen und geben ihren Freunden einen Teil ihrer
gesammelten Nahrung ab. 5. Die fortgeschrittene Kindheit(365.-1094.
Tag) Nach einem Jahr beginnt diese Phase. Das Sammlasams schließt
in diesem Stadium erste enge Freundschaften mit anderen Sammlasams.
Sie können in dieser Zeit schon größere Tiere, wie kleine Wölfe
oder Hunde töten. Erste kleinere Prügeleien untereinander um Hunde
oder sonstige Nahrung sind in dieser Epoche nicht ausgeschlossen.
Sie entfernen sich vom Rudel und werden immer selbstständiger und
erfahrener. 6. Die Jugend(1095.-3284. Tag) Dies ist der letzte
Abschnitt der Entwicklung vor dem Erwachsensein. Sie werden
geschlechtsreif und lernen die Liebe kennen. Sie sind vollkommen
selbstständig geworden und ernähren sich selbst.
Zeigen Sie die Bedeutung der Daseinsform "Ölsardine" auf dem Kontinent Zamonien im Allgemeinen und in der Nachtschule im Besonderen auf.
Die Ölsardine! Jene geschmackliche Komposition aus
herzhaft-weichem Fisch und nahrhafter ölig-geschmeidiger Soße,
abgerundet mit einer fabrikgeheimen Gewürzmischung in einer
robusten Blechdose.
Der erste große Vorteil der Ölsardine gegenüber anderen zamonischen
Nahrungsmitteln ist der Preis. Die Ölsardine ist eines der
günstigsten Lebensmittel überhaupt. Zu Tausenden werden die Fische
aus dem zamonischen Meer gefischt, abgepackt in eine Dose und mit
Soße geschmacklich zum Höhepunkt geführt. Preisgünstig. Der Fisch,
auf dem offenen Meer millionenfach vorhanden. Somit preisgünstig
ihn zu fischen. Die Verpackung: Geformt aus Blech, überall zu
finden. Und schlussendlich: Die Soße. Zusammengebraut in riesigen
Bottichen. Hauptsächlich bestehend aus kostengünstigem Wasser.
Somit betragen die Kosten für eine Dose Ölsardinen knapp über Null.
Zwar ist der Herstellungspreis nicht gleich der Verkaufspreis, aber
aufgrund der hohen Nachfrage an Ölsardinen der zamonischen
Bevölkerung, wird das Produkt nicht viel teurer.
Der zweite Vorteil ist die schnelle Zubereitung. Man kann die
Ölsardine roh essen, diese Variante wird häufig von hartbesaiteten
Daseinsformen gewählt, weil der Geschmack in dieser Form nicht
allen mundet. Man kann sie über einem Lagerfeuer in der Wildnis
grillen, nach Belieben mit anderen Saucen würzen. Vor allem
Naturliebhaber im Großen Wald oder in anderen
Naturerholungsgebieten nutzen diese Art der Zubereitung. Eine
originelle Idee ist auch das Trocknen in der Süßen Wüste. Diese,
meist von Gimpeln verwendete Form, setzt auf Solarenergie und ist
in der Zubereitung kostenlos. Meist wird die Ölsardine nach dem
Trocknen auf dem Sand noch mit Gimp gewürzt. Soweit zu den
Zubereitungen ohne Strom. Mit Strom kann man die Ölsardinen mit
einem Elektrogrill grillen. Hierbei legt man den Fisch auf den Rost
und kann ihn gegebenenfalls mit Saucen oder Gewürzen
kombinieren.
In einem Ofen kann man den Fisch mit Käse überbacken, besonders von
den perfektionistischen Nattifftoffen wird diese Form geschätzt.
Eine weitere Möglichkeit im Ofen ist die geschmackliche Verbindung
von Zwiebeln –bei Freunden glasiger Zwiebeln kann man die
Sardine später damit garnieren – Ölsardinen und Mäuseblasen.
In der Pfanne können die Ölsardinen mit Gemüse angebraten oder mit
den in Europa beliebten Kartoffeln. Die Spielarten sind mannigfach.
Jede Daseinsform hat da ihre eigenen, speziellen Favoriten. Dann
gibt es da noch die barbarischen Daseinsformen, beispielsweise
Teufelsfelszyklopen, welche die Ölsardinen nur in lebender Form zu
sich nehmen. Soviel zur Zubereitung. Der nächste Vorteil der
Ölsardinen ist, dass sie kalorienarm sind und somit auch für die
etwas molligere Bevölkerung Zamoniens kein Tabu sind. Durch viele
Vitamine in der Soße und gesunde Nährstoffe im Fisch ist sie
außerdem nahrhaft und, nebenbei, auch lecker. Die Kalorien pro
Fisch belaufen sich auf circa 50. Im Vergleich zu anderen Fischen
sind sie so die Kalorienärmsten. Noch ein Pro der Ölsardine im
Besonderen ist die gute Stapelbarkeit. Für die zamonische
Bevölkerung im Allgemeinen bedeutet das, das selbst in kleine
Schränke viele Dosen hineinpassen. Für die Nachtschule können so
Tausende von Ölsardinendosen gelagert werden, sodass die
Nachtschüler, wenn sie Hunger bekommen, nur in die Vorratskammer
gehen müssen und sich dort eine Dose holen müssen. Sie sind
aufgrund ihrer Stapelbarkeit also auch ein platzsparendes
Lebensmittel. Ein besonderer Vorteil für die Nachtschule, der
natürlich auch für den Rest der Zamonier ein Vorteil ist, ist ihre
lange Haltbarkeitsdauer. Es dauert praktisch ewig, bis die
Ölsardinen schlecht werden. Das liegt einerseits an den
Konservierungsstoffen, die in der Soße enthalten sind, andererseits
an der klugen Verpackung, die speziell darauf ausgerichtet ist,
wenig Sauerstoff an den Fisch zu lassen. Die Zeit kann dem Fisch
also kaum etwas anhaben. Wenn der Fisch schnell schlecht werden
würde, wäre es ein großes Problem, dauernd neue Fischdosen zur
Nachtschule zu bringen. Durch die Nahrhaftigkeit ist die gesunde
Ernährung der Nachtschüler gesichert, in Verbindung mit frischem,
kühlem Quellwasser bietet die Ölsardine eine ausgewogene und
fettarme Mahlzeit, die satt macht.
Wie kam die Kerbe in den Kopf von Yodler vom Berg?
Yodler vom Berg ist der amtierende Bürgermeister Wolpertings.
Das ist sein Talent: Bürgermeister sein. Doch zur Zeit als er die
Kerbe in den Kopf bekam wusste er davon noch nichts. Während seiner
Jugend tobte eine Schlacht in den Gassen Wolpertings. Es war ein
Kleinkrieg zwischen der Roten und der Schwarzen Bande. Es war eine
Schlacht von Schulschwänzern gewesen, eigentlich nichts Ernstes,
ausgetragen mit Holzschwertern. Doch der Tag der Schlacht sollte
das Aussehen von Yodler vom Berg dauerhaft verändern.
Er ging mit den seinen Freunden von der Schwarzen Bande, bewaffnet
mit Holzschwertern in die Bleiche Gasse, wo die Rote und die
Schwarze Bande sich für einen Kampf verabredet hatten. Sie trafen,
wie erwartet, auf die gegnerische Gang, unter der Leitung von Harra
von Midgard, ebenfalls ausgerüstet mit hölzernen Schwertern. Die
Wolpertinger Straßenschlachtordnung besagte, dass die Benutzung von
metallischen Waffen aller Art untersagt war. Im trüben Licht des
wolkenverhangenen Abendlichts standen sie sich gegenüber. Es befand
sich außer den beiden Gruppen keine andere Person in dem Viertel.
Niemand sagte ein Wort. Die Banden hatten sich in der jeweiligen
Farbe ihres Namens gefärbt.
Die erste Angriffswelle kam von der Roten Bande. Die Schwarze Bande
wehrte den Angriff ab und konterte sofort mit einer
Einkreis-Taktik. Erste Schreie tönten aus den Kehlen der
Verwundeten. Ein weiterer Paragraph der Wolpertinger
Straßenschlachtordnung besagt, dass jeder der zu schwach zum
Kämpfen ist, sich an der Schlacht nicht mehr beteiligen darf. Nach
einigen Minuten Klopfen von Holzschwert an Holzschwert waren die
ersten Angriffswellen und somit der Anfang der Schlacht vorüber.
Die Wolpertinger berieten sich kurz über neuen Taktiken und
schliffen ihre Holzschwerter nach. Als diese Pause vorüber war,
wurde weitergekämpft. Und zwar härter als zuvor, der Anfang der
Schlacht war nur dazu da, warm zu werden. Während der erste Teil
der Schlacht noch von Zuschauern als müdes Geplänkel bezeichnet
hätte werden können, sah es im zweiten Teil anders aus: Die ersten
Wolpertinger krochen an den Rand der Schlacht, beobachteten und
feuerten die Kämpfer an. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als
gewänne die Schwarze Bande. Doch es gab auch Lichtschimmer für die
Rote Bande: Ein Wolpertinger der Schwarzen Bande wurde ans
Schienbein geschlagen, worauf er zu Boden ging und nach außen
kletterte. Ein Schwerthieb hier, tock, ein Schwerthieb da, tock,
die Schlacht war in vollem Gange.
Doch nun stellt sich die Frage: Wie kam es zu diesem Krieg zwischen
den Gruppen? Purer Zufall oder doch komplexe Vorgeschichte? Schon
bei der Einschulung der beiden Gruppenleiter, Harra von Midgard und
Yodler vom Berg, mochten sich die beiden nicht. Sie wurden von
ihrer Klassenleiterin nebeneinander gesetzt und hätten eigentlich -
wohlgemerkt eigentlich - beste Freunde werden können. Doch schon am
ersten Schultag hatten die beiden ihre erste Schlägerei. Wie es
dazu kam, das vergaßen die beiden und die Zeugen, aber die
Schlägerei selbst konnte man nicht so leicht vergessen. Es war in
der großen Pause, so gegen 9:30 Uhr, als Yodler vom Berg wütend auf
Harra aus dem Schulgebäude in den Schulhof ging. Dort wartete er
auf Harra und die beiden gerieten circa zwei Minuten später,
vorerst verbal aneinander. Schnell wurden die Beleidigungen
wütender und die beiden ärgerlicher. Nachdem den beiden die
Beleidigungen ausgingen, holte Yodler zum Schlag aus. Harra,
eigentlich ein recht friedlicher Zeitgenosse, geriet aus der
Fassung und biss dem Gegenüber in den Oberarm. Das Blut quoll aus
der Wunde und noch heute sind Teile der Wunde, die nicht verheilen
konnte an seinem Oberarm zu finden. Yodler wollte gerade zu einem
Biss ansetzen, als eine laute Stimme, die des Direktors, die beiden
barsch aus dem Kampfgeschehen riss. Die Klassenleiterin sah ein,
dass die beiden nicht nebeneinander sitzen konnten und am folgenden
Tag wurden sie so weit wie möglich entfernt gesetzt. Das war erst
der Anfang ihrer Rivalität, sie einigten sich darauf, ihre
Schlägereien an anderen Orten auszutragen, damit sie nicht immer
von Lehrkräften zur Ordnung gerufen werden. Noch im selben
Schuljahr schlossen sich Harra von Midgard und Yodler vom Berg zu
zwei verschiedenen Gruppen zusammen, sodass die Schlachten nicht
von den beiden alleine, sondern auch von deren Gefolgsleute
geschlagen wurden. Die Schlachten gingen meist glimpflich aus, aber
Schürfwunden, blaue Flecken und kleinere und größere Fleischwunden
waren an der Tagesordnung. Knochenbrüche waren genauso eher die
Seltenheit, wie Schlachten ohne Verletzte. Doch die legendäre
Schlacht in der Bleichen Gasse war anders. Sie war die härteste
Schlacht zwischen den beiden verfeindeten Banden und auch die
letzte. Am Ende dieser Schlacht waren also nur noch Harra und
Yodler auf den Beinen, die anderen Gruppenmitglieder saßen am Rande
der Schlacht und sahen sich das Spektakel an. "Tock, tock", klang
es zu den Zuschauern hinüber. Viele Male, immer wieder "Tock,
tock". Dann zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen. Die beiden
waren erschöpft, das Tocken wurde seltener und leiser, die Schlacht
schien fast auf ein Unentschieden herauszulaufen, da mobilisierte
Harra noch einmal ihre letzten Kräfte und holte zum Schlag aus. Sie
setzte alles auf eine Karte. "Wenn dieser Schlag nicht trifft, hat
Yodler gewonnen!", dachte sie sich. Wie in Zeitlupe lief alles ab.
Yodler versuchte den Schlag des Schwertes abzublocken, er holte aus
um das Schwert von seinem Kurs abzulenken, doch circa 20
Zentimeter, bevor er mit seinem Schwert Harra's Schwert abblocken
konnte, traf dieses ihn mit gewaltiger Kraft und ihm wurde Schwarz
vor Augen. Der Kampf war vorüber, die Zuschauer strömten zu Yodler
und brachten ihn zum Arzt von Wolperting, wo er behandelt wurde.
Das Schwert hatte ihn genau in die Mitte des Schädels getroffen,
dort wo heute eine Kerbe das Haupt des Bürgermeisters von
Wolperting ziert. Harra entschuldigte sich für die Tat und die
beiden wurden daraufhin die besten Freunde.
Welche chemisch-physikalischen Reaktionen ergeben sich, wenn sich ein Dimensionsloch in Nebelheim auftut und Gennf sich mit dem dortigen Quallennebel vermischt?
"Wenn Du gehst nach Nebelheim, bring bloß nichts von dem Nebel
heim." Doch woraus besteht der rätselhafte Nebel?
Der Nebel ist wohl das Markenzeichen von Nebelheim. Und auch der
Namensgeber. Danach kommt wohl das schrullige Verhalten, die
geheimnisvolle Verhüllung und die Trompaunenorchesterauftritte der
Nebelheimer. Das Verhalten und die Verhüllung ließe sich sicher zum
Teil durch den Nebel erklären. Die eindrucksvollen
Trompaunenauftritte wohl nicht. Quällenförmig legt der Nebel sich
über die Stadt. Er presst sich an die Glasscheiben der Wohnhäuser
und der Geschäfte, als wollte er das Verhalten der Nebelheimer
erforschen. Doch besteht diese Nebelqualle tatsächlich aus
Wassermolekülen, oder sogar aus einem völlig absurden Gasgemisch?
Fest steht: Es kann sich nicht um ein Ausnahmenaturphänomen
handeln, da beispielsweise ein Tornado jenen Nebel, aufgrund der
Etikette von Ausnahmenaturphänomenen, vertrieben hätte. Außerdem
muss der Nebel teilweise aus Sauerstoff bestehen, da er teilweise
so dicht ist, dass sich dazwischen keine Atemluft mehr befindet.
Ebenfalls ist sicher, dass sich noch nie ein Dimensionsloch in
Nebelheim aufgetan hat. Denn sonst wäre dieser Nebel wohl irgendwo
aufgetaucht, oder wäre Abenteuerlustigen oder Wahnsinnigen auf
einer Reise durch die Dimensionen begegnet. Oder ergibt sich ein
neuer Stoff beim Aufeinandertreffen von Gennf und dem
Quallennebel?
Die erste Reaktion ist sicher: Nichts. Die Stoffe stoßen sich
voneinander ab. Erst bei einer erneuten Annäherung passiert
etwas.
Das zweite, was geschieht ist, dass sich der Nebel in einem immer
enger werdenden Kreis nähert. Darauf spritzt eine kleine
Wasserfontäne vom Dimensionsloch weg, das ist die erste Berührung
von Nebel und Gennf. Doch was passiert in diesem Moment genau? Die
Wassermoleküle kondensieren blitzschnell, als würde die Temperatur
schlagartig zurückgehen. Um das Dimensionsloch bildet sich dadurch
eine kreisförmige Pfütze. Befinden sich in der Pfütze in diesem
Moment wirklich nur Wassermoleküle? Nein, alle Stoffe des
Quallennebels (und dieser besteht nicht nur aus Wasser)
kondensieren gleichzeitig. Der gesamte Quallennebel kondensiert.
Aufgrund der Abstoßung des gasförmigen und des flüssigen Nebels,
nähern sich die Bestandteile der Pfütze dann erst dem
Dimensionsloch. Berühren sich die beiden wieder, erstarrt der
Nebel. Waren die Straßen eben noch mit der Flüssigkeit
überschwemmt, nimmt der Nebel jetzt eine feste Form an. Dieser
Feststoff ist nicht mehr von seinem Standort entfernbar, er bleibt
bis zum Ende dieses Planeten dort.
Welche Bedeutung haben Kassanderspechte und Kamedare füreinander?
Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass die Begriffe "Kamedar"
und "Kassanderspecht" in einem Lexikon der zamonischen Biologie nur
noch durch den "Kanaldrachen" getrennt werden. Dies ist das erste
Anzeichen dafür, dass die beiden Tiere etwas miteinander zu tun
haben könnten.
Falls es einen alphabetisch geordneten Zoo gäbe, würden diese
Daseinsformen direkt nebeneinander stehen. Jedenfalls habe ich noch
nie von einem in einem Zoo hausenden Kanaldrachen gehört. Somit
wären sie im Zoo mit Sinn für sprachliche Genauigkeit, welcher wohl
von Nattifftoffen geführt werden würde, direkte Nachbarn. Doch wie
sieht es in freier Wildbahn aus? Kamedare sind Wüstentiere und
daher vorwiegend in der Süßen Wüste, Zamoniens größter Landschaft,
beheimatet. Kassanderspechte sind, wie die meisten Vögel in freier
Wildbahn in den Wäldern Zamoniens zu Hause, wobei die meisten im
Großen Wald leben. Einige werden sagen, diese Tiere leben nicht im
selben Gebiet, da werden sie auch nichts miteinander zu tun haben.
Doch dieser jemand liegt falsch. Entweder er hat in zamonischer
Biologie und Erdkunde nicht richtig aufgepasst, oder er hat nicht
nachgedacht. Denn der Große Wald liegt unmittelbar neben der Süßen
Wüste und außerdem fliegen alle Zugvögel und somit auch der
Kassanderspecht gen Süden. Dabei müssen die Spechte auch die Süße
Wüste und die dort beheimateten Kamedare überfliegen. Nun aber erst
zum Aufeinandertreffen unter dem Jahr, wenn die Vögel genug Nahrung
finden und nicht nach Süden fliegen.
Es ist Morgen in Zamonien und der Kassanderspecht verlässt sein
Nest, um Nahrung für sich und für seine Familie zu besorgen. Zur
selben Zeit erwacht auch ein Kamedar in der Süßen Wüste. Hm, denkt
es sich, nichts los heute, ich erkunde mal die Umwelt und suche mir
eine Wasserstelle. Schließlich ist meine letzte Nahrungsaufnahme
schon eine Weile her. Es lebt im Norden der Süßen Wüste und
beschließt, auch in diese Richtung zu wandern. Währenddessen sucht
der im Süden des Großen Waldes lebende Specht Nahrung. Er fliegt
gen Süden, um dort Insekten oder Würmer aufzutreiben. Oh, dort
drüben schimmert das Licht! Das kann nur das Ende des Waldes sein,
denkt er sich und sieht sich dort um. Er bekommt ein
beeindruckendes Panorama zu sehen. Gleißendes Licht, Sand so weit
das Auge reicht, niemand weit und breit lässt sich blicken. Der
Vogel wühlt mit seinem spitzen Schnabel im Sand, auf der Suche nach
Essbarem. Dabei verschluckt er einige Körner des Sandes. Dabei
entpuppt sich das Gestein als Zuckerstaub. Lecker! Der Vogel isst
und isst, er kann gar nicht mehr aufhören. (An dieser Stelle möchte
ich auf die Suchtwirkung von Zuckerstaub hinweisen. Lassen Sie die
Finger davon, wenn sie nicht mit vollem Magen auf der
Intensivstation des Krankenhauses Lisnatat Ost mit einer
Zuckerstaubverstopfung operiert werden wollen.) Zur gleichen Zeit
ist das Kamedar auf der Suche nach einer Wasserstelle auf eine
Landschaftsveränderung gestoßen. Die Wüste ist weniger, dafür nimmt
der Baumbestand drastisch zu. Es beschließt, sich in diesem
Zwischenbereich aufzuhalten und an der Grenze zwischen Wald und
Wüste entlangzuspazieren. Vielleicht findet sich hier eine
Wasserstelle? Es stapft über den weichen Untergrund und bewundert
die Bäume. In circa zwanzig Meter sieht es ein schwarzes Etwas auf
dem Wüstenboden. Es läuft darauf zu und beäugt es misstrauisch. Ein
Vogel? In der Wüste? Der Kassanderspecht hört das Geblöcke und die
Schritte des Kamedars und schaut auf. Er zwitschert, was soviel
heißt wie "guten Tag." Das Kamedar blöckt zurück "Hallo. Ich suche
Wasser. Kannst du mir helfen?" "Ich kenne viele Wasserstellen im
Wald. Komm mit, dann zeige ich sie dir." (Das erstaunliche Phänomen
der Sprachinteraktion zwischen Kamedaren und Kassanderspechten ist
in der freien Wildbahn sehr selten. Im alphabetischen Zoo, wie oben
schon erwähnt, würde dieses Phänomen von Zoobesuchern bestaunt
werden können. Die Wissenschaft konnte dieses Phänomen leider noch
nicht erklären.) "Klasse!" So trottet das Kamedar dem vorgeflogenen
Kassanderspecht in den Wald hinterher. Bald ist eine der vielen
Wasserstellen in Sicht und das Kamedar beginnt zu trinken. "Die
Höcker nehmen das Wasser perfekt auf", erklärt es dem Specht. Der
Specht fragte: "Kannst du mir im Gegenzug Zuckerstaub zu meiner
Familie transportieren? Du weißt schon, ein Flügel wäscht den
anderen." Das Kamedar setzte sich mit einem kurzen Blöcken in
Bewegung, was soviel wie "Ja, klar, gerne!" heißt. Das Kamedar war
schnell beladen mit Zuckerstaub und der Vogel zeigte ihm den Weg zu
seinem Zuhause. Die Kalorienbombe kommt ins Nest und die beiden
verabschieden sich voneinander. Nun zum Aufeinandertreffen während
des Vogelzugs. Das läuft nicht immer so friedlich ab. Gelegentlich
sterben dabei Vögel, aber auch Kamedare.
Also sind Kassanderspechte für Kamedare Helfer, aber auch Feinde,
das hängt von der Jahreszeit und anderen Umständen ab.
Beschreiben Sie die alljährlichen Feierlichkeiten und Ausschreitungen am zamonischen Feiertag „Einheit, Zwietracht und Dreirad“.
„Einheit, Zwietracht und Dreirad“. Dieser Tag ist
ein großes Fest und sein Ursprung war in Atlantis. Es begab sich in
Mitten der Weihnachtszeit. Kerzen wurden angezündet, drinnen wurde
Weihnachtsgebäck verzehrt oder gebacken, draußen fanden
Schneeballschlachten statt, vor den Läden drückten sich Olfaktillen
ihre vielen Nasen platt. In Bäckereien herrschte genauso
Hochbetrieb wie auch in großen Warenhäusern, dort wurden
Wunschzettel herausgekramt und nach den gewünschten Produkten
gefahndet. Adventskränze wurden in Gärtnereien gefertigt und
gekauft, Weihnachtsbäume standen dort zur Abholung und Beschmückung
bereit. Die Imker produzierten Kerzenwachs, aber auch Honig für
süße Genüsse. Die Erwachsenen waren gehetzt, die Kinder fröhlich
und beschäftigt mit Gebäck oder Basteleien. So auch die kleine
Nattifftoffe Drea. Sie war mit ihrem Dreirad und ihren Eltern
unterwegs in einem Spielwarengeschäft in Atlantis. Sie wurde von
ihren Eltern, zwei angesehenen Politikern mit viel Liebe erzogen.
Doch, auch Nattifftoffen müssen sicher einmal auf die Toilette. So
kam es, dass die Muter der kleinen Drea mal musste. Nun ist das ja
nichts Schlimmes. Jeden Tag passiert so etwas ja. Nun war Drea
allein mit ihrem Vater und mit Krea und Zwea, ihren beiden kleinen
Schwestern, in diesem toilettenlosen Geschäft. Plötzlich rannte
Zwea einfach weg. Sie war schon immer etwas seltsam gewesen, diese
Zwea. Doch Drea’s, Zwea’s und Krea’s Vater
verletzte seine Aufsichtspflicht und verfolgte Zwea quer durch die
Dreiräderabteilung. Nun waren Drea und Krea alleine. Alleine in
einem riesigen Spielwarenladen. Ohne Mama und ohne Papa. Krea fing
an zu weinen. Sie war die jüngste Tochter und hatte sich noch nie
so alleine gefühlt. Drea hingegen war die älteste Tochter und
machte sich sofort auf die Suche nach ihren Eltern. Sie kennen doch
sicher dieses nervige Geschrei in Spielwarenläden, oder? Genau so
schrie auch Drea: „Mamaaaa!? Papaaaa!?“ Niemand
antwortete. Nur einige intolerante Zamonier starrten sie an und
hegten sicherlich ihrer Ruhe wegen Mordgedanken. Solche Frevel!
Drea kam zur Abteilung, in der hauptsächlich Puppen angeboten
wurden. Von allen Seiten starrten diese Kunststofffabrikate sie an.
„Das passiert also mit Kindern, die sich in Spielwarenläden
verirren...?“, dachte sie sich. Krea weinte lautstark, Drea
schrie nach ihren Eltern und Zwea schrie aus Angst, von ihrem Vater
gefangen zu werden. Lärmbelästigung pur für alle potenziellen
Käufer. Daher kamen auch einige Mitarbeiter herbeigeeilt.
„Nicht schon wieder!“, oder „Ruhe bitte!“,
hieß es. Zwea wurde nun bei den Puzzlespielen mit berühmten
zamonischen Gebäuden eingefangen. Sie schrie, als ihr Vater sie auf
den Arm nahm und sich auf die Suche nach seinen beiden anderen
Töchtern machte. Inzwischen kam auch Krea’s, Drea’s und
Zwea’s Mutter wieder in den Laden. Sie suchte ihren Ehemann
und ihre Töchter. Sie fand Zwea mit ihrem Mann und nach kurzer Zeit
auch Krea. Doch wo war Drea? Sie befand sich in der
Kindermöbelabteilung. „Drea!? Dreeeea!?“, riefen ihre
Eltern. Dann fiel sie hin. Nach einer Bewusstlosigkeit wachte sie
wieder auf. Alles war dunkel. Träumte sie? Wohl kaum, denn da war
ein stechender Schmerz an ihrem Kopf. Sie wimmerte leicht vor sich
hin. Wo war sie? Sie befand sich immer noch in dem
Spielzeuggeschäft. Sie tappte ein wenig im Dunkeln umher, schlich
sich von Regal zu Regal. Niemand war hier. Sie war ganz alleine.
Nun mag es für einige Kinder in ihrem Alter ein Heidenspaß sein, in
einem Spielwarenladen ohne lästige Mitarbeiter alles durchwühlen zu
dürfen. Doch ganz alleine, ohne Eltern und dann auch noch im
Dunkeln? Das war nichts für Drea. Sie begab sich in die
Puppenabteilung, nahm eine Puppe als Kopfkissen und versuchte, ein
wenig zu schlafen.
Hatten die Mitarbeiter des Geschäfts versagt? Oder waren die Eltern
an diesem Kindheitstrauma schuld? Die Angestellten, sowie die
Eltern konnten nichts dafür. Denn Drea stolperte so unglücklich,
dass sie genau unter ein Holzregal fiel. Dort konnte sie nicht
entdeckt werden. So kam es, dass bald alle Kunden und Beschäftigte
des Geschäfts nach der Kleinen suchten. Letztendlich leider
ergebnislos.
Doch als sie am nächsten Morgen aufwachte, wurde sie vom Chef des
Geschäfts aufgefunden.
Ihre Eltern schliefen die ganze Nacht nicht und waren derart in
Sorge um ihre Tochter, dass sie schon vor Eröffnung des Warenhauses
am nächsten Morgen vor dem Schaufenster warteten. Der Chef teilte
den Eltern das freudige Ereignis mit. Leider hatte ein
aufdringlicher Journalist etwas von der Sache mitbekommen und
machte sich erste Notizen. Er begann mit einem ausschweifenden
Interview. Die beiden Eltern gaben natürlich sofort Antworten, wie
es sich für Nattifftoffen gehört. So kam es, dass sich das Kind
langsam erholte, als am nächsten Morgen alle zamonischen Zeitungen
über ein verwahrlostes Kind in einem schäbigen Kaufhaus
berichteten. „Trauma in Warenhaus!“, oder
„Kindesmisshandlung zwischen Teddybären und
Brettspielen!“, lauteten die Schlagzeilen. Das löste
natürlich eine heftige Debatte über die Sicherheit von Kaufhäusern
aus. Sehr zum Nachteil des Geschäftsinhabers. Sein Geschäft wurde
geschlossen, ein starker Konflikt zwischen Dreas Eltern und dem
Chef entbrannte. So bekamen die Zeitschriften zahllose Leserbriefe
von einer aufgeregten Leserschaft zugesandt. Nun herrschte
Zwietracht. Ein Jahr später war Gras über die Sache gewachsen. Drea
konnte schon seit ein paar Monaten sprechen. Sie sagte ihrer
Mutter, wie es sich tatsächlich zugetragen hatte: „Mami,
weißt Du noch, vor einem Jahr, da war ich doch in diesem Laden. Ich
habe Krea da gehauen und dann hat sie zurückgehauen, dann hat sie
sich vor mich gestellt und ich bin über sie gefallen. Ich bin gar
nicht gestolpert. Ihre Mutter ging sofort zu einer Zeitung, diese
verbreitete die Nachricht und alle Zamonier waren wieder fröhlich.
Seitdem feiert man den Jahrestag „Einheit, Zwietracht und
Dreirad“. Jedes Jahr wird ein Bühnenstück, das den Titel
„Dreas Abenteuer im Spielwarenladen“ hat und die oben
beschriebene Entstehung enthält, aufgeführt. Nun entwickelte sich
daraus ein Fest mit einer jährlichen Parade durch die Straße, in
der das inzwischen wieder eröffnete Geschäft steht. Zu Tausenden
strömen die Bewohner Atlantis jährlich dort hin. Eine prima
Gelegenheit für alle Spielwarenhersteller, dort ihre neuesten
Kreationen zu präsentieren. Aufwendige Wägen werden dekoriert,
Handzettel verteilt, Ankündigungen der Parade finden sich in
Zeitungen und auf Plakaten. Dampfbier und alkoholfreie Getränke
werden kostenlos ausgeschenkt. Wie kann es da zu Ausschreitungen
kommen? Einige kinder-, spielwaren-, und einige paradenfeindliche
Bürger rotten sich zusammen und schrecken nicht davor zurück, jedes
Jahr von einem Aufgebot zamonischer Polizeikräfte mit Gewalt an
soziales Benehmen erinnert zu werden. Spät abends endet dann ein
ereignisreicher Tag, der den meisten in guter, dem Rest in weniger
guter Erinnerung bleiben wird.
Wieso können Dämonenschwerter denken?
Ein Dämonenschwert besteht zu 99% aus Erz und zu einem Prozent
aus Dämonengehirn. Einige Klingen sollen so intelligent sein, dass
sie komplexe mathematische Rechnungen binnen weniger Sekunden
lösen. Doch jeder Besitzer der Dämonenschwerter versucht dem
Schwert keine Mathematik, sondern vielmehr Kampftaktiken
beizubringen.
Das Dämonengehirn wurde nach einer großen Schlacht in winzige
Bestandteile gemahlen. Dann wurde es mit Erz vermischt. So
entstanden die berühmten Dämonenschwerter. Doch wieso stirbt die
Gehirnfunktion nicht ab? Warum können die Dämonenschwerter
denken?
Beim Schmieden der Klingen werden also Gehirn und Erz in einem
Schwert vereint. Das Gehirn war schon längst abgestorben, doch
durch rasche Schläge mit dem Schmiedehammer, der Vereinigung mit
Erz und der Erhitzung durch Feuer werden die Gehirnpartikel wie in
einem Dämonenkopf zum Leben erweckt.
Der Volksmund sagt, der erste Gedanke eines Dämonenschwertes gilt
der Schlacht. Ideale Kriegsmaschinen also. Durch spezielle
Schmiedekunst gelangt genug Sauerstoff zur Gehirnmasse, während der
Schlachten gelangt mit dem Blut der Feinde genug Nahrung an das
Gehirn. Die Dämonenschwerter trinken das Blut also buchstäblich.
Damit ist die Grundlage zur Gedächtnisleistung also gelegt. Doch
wie kommuniziert das Schwert per Gedankenübertragung mit jemandem?
Die Fähigkeit der Gedankenübertragung ist in Zamonien ja keine
Seltenheit. Die Grundvoraussetzung dazu ist natürlich, dass alle am
Gedankengespräch Beteiligten auch in der Lage sind, zu denken. Nur
einer der Beteiligten muss in der Lage sein, Gedanken übertragen zu
können, die anderen werden eine innere Stimme hören, und können
zurückdenken. Da Dämonen diese Gabe besitzen können folglich auch
die Schwerter mit anderen gedanklich kommunizieren.
Auf welche Weise schaden positive Gefühle Klabautergeistern?
Die Klabautergeister gehören zu den unbeliebten Lebewesen in
Zamonien, kommen allerdings nur auf abgeschiedenen Inseln im
zamonischen Ozean vor, gehäuft auch auf der Klabauterinsel. Sie
ernähren sich von negativen Gefühlen, ein Seufzer kommt einem
Trüffel gleich, eine Träne, sofern sie keine Freudenträne ist,
einem Mouse au Chocolat, ein Schreikrampf einem ganzen
Drei-Gänge-Menü. Da sich auf solchen Inseln im weiten Ozean selten
größere Lebewesen verirren, ernähren sie sich spärlich von den
negativen Gefühlen der Insekten, Schlangen oder kleineren
Säugetieren auf der Insel.
Die Verarbeitung der „Nahrung“ geschieht über ein
ähnliches System, wie bei den Wolpertingerwelpen, die sich durch
Zuneigung, also durch positive Gefühle ernähren. Negative Gefühle
schaden den Wolpertingerwelpen genauso wie positive den
Klabautergeistern. Daher ist das Zusammenleben dieser beiden
unterschiedlichsten Kreaturen undenkbar. Es ist ein Segen für die
Wolpertingerwelpen, dass sie schön anzusehen sind, von gutmütigem
Charakter und einfach goldig sind. Andere Daseinsformen empfinden
positive Gefühle. Auch für die Klabautergeister ist ihr
Erscheinungsbild, genauso wie beim Wolpertingerwelpen für die
Ernährung wichtig. Ihr Aussehen ist schrecklich, somit empfinden
andere Wesen negative Gefühle. Genau wie bei den Schrecklichen
Buchlingen, erfolgt die Nahrungsaufnahme bei Wolpertingerwelpen und
Klabautergeistern durch das Auge oder die Haut. So wird beim Lesen
eines Buches, bei einem eiskalten Schauer oder einem Angstschrei
ein Sättigungsgefühl eingestellt, dies geschieht auch beim Welpen,
meist durch Handstreiche oder Lächeln. Der Fettanbau ist bei diesen
drei Daseinsformen trotzdem häufig ausgeprägt, wie er genau
funktioniert vermag ich leider nicht zu sagen.
Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Schweinsbarbar. Beschreiben Sie einen typischen Tagesablauf!
Ich schlafe von 0- 8 Uhr. Dann stehe ich mit einem Muskelkater
auf, kratze mich erst einmal am ganzen Körper streife mir einen
schäbigen ungewaschenen Stofffetzen über und gehe an den
Frühstückstisch. Dort esse ich zuerst ein uraltes Graubrot belegt
mit Salami, meiner Lieblingsbrotauflage. Dazu trinke ich einige
Schlucke Leitungswasser.
Ich gehe zu meinem Arbeitgeber, dem Besitzer einer Spuckhalle. Ich
begrüße ihn kurz und mache mich dann an die Arbeit, den Speichel
der Gäste zu entsorgen. Ein anderer Schweinsbarbar ist mein
Arbeitskollege und Freund. Ich habe mich inzwischen an unsere
Besucher gewohnt, er kommt noch nicht ganz damit klar, dass die
meisten nur kommen, um das Reinigungspersonal anzuspucken. Man
verdient natürlich nicht viel als Putzbarbar, doch es genügt, um
mich zu ernähren. Von 8:30-14:00 Uhr arbeite ich dort. 7 Tage die
Woche, 364 Tage im zamonischen Jahr.
Nach der Arbeit gehe ich normalerweise im Barbaria, dem größten
zamonischen Barbaren-Restaurant essen. Alle meine Kollegen essen
auch dort. Es gibt die Auswahl zwischen vegetarischem und
fleischlichem Essen, was ich für unnötig halte, da nur Barbaren in
das Restaurant dürfen und Barbaren nie Vegetarier sind. Daher wählt
auch niemand die vegetarische Kost.
Nach dem Essen langweile ich mich zu Hause. Diese Langeweile wurde
zu meinem Hobby. Warum weiß ich selbst nicht. Später am Abend
treffe ich mich mit meinen Kumpels in einer Barbarenbar. Barbar-Bar
heißt sie. „Barbarbar – bitte bar zahlen“, steht
in der Getränkekarte. Das verstehe ich nie. Mittlerweile bin ich
dort Stammkunde. Mitten in der Nacht dann taumele ich besoffen aber
glücklich nach Hause und finde immer irgendwie den Weg ins Bett. Na
dann gute Nacht.
Beschreiben Sie die Essgewohnheiten von Nattifftoffen!
Nattifftoffen. Die edelsten Geschöpfe Zamoniens wünschen also zu
speisen? Nun gut, ich habe mich auf die Lauer gelegt, um die
Nattifftoffen beim Speisen zu beobachten. Ich sitze im
„Nattifftoffa“, also im teuersten Restaurant der Stadt,
welches sich nur Nattifftoffen leisten können, weshalb ich auch nur
ein Wasser und das billigste Gericht, welches 95 Pyras kostet,
bestelle. An meinen Nachbartisch setzen sich vier Nattifftoffen,
gut gekleidet, circa ein Meter fünfundsiebzig groß und wohlgenährt.
Der Kellner kommt vorbei und sie bestellen mit zarter Stimme ein
Vier-Gänge-Menü und jeweils ein Glas Wasser.
Nattifftoffen trinken grundsätzlich keine alkoholischen Getränke,
da sonst ihre politische Karriere in Gefahr ist. Sie trinken
meistens Wasser, da sie jegliche Erfrischungsgetränke aufgrund
ihres hohen Zuckeranteils verschmähen. Auch Fruchtsaftgetränke
verabscheuen sie, da diese mit schlechtem Arbeitsklima hergestellt
wurden, denn die Obstbauern und deren Gehilfen arbeiteten
grundsätzlich für sehr wenig Geld. Die ganze Presse bekäme davon
Wind, dass dieser Nattifftoffe diese Arbeitsverhältnisse mit einem
Glas Apfelsaft unterstütze. Auch so wäre die Karriere des
jeweiligen Nattifftoffen beendet. Daher bleibt ihnen nichts anderes
übrig, als Wasser zu trinken. Der Kellner bringt also vier Gläser
Mineralwasser, welche bis zum ersten Gang unangetastet bleiben. Es
schickt sich nicht in Nattifftoffenkreisen vor der festen
Nahrungsaufnahme den Durst zu stillen. Auch das Besteck wurde von
keinem der Nattifftoffen bisher berührt, nur die Serviette wurde
fein säuberlich in den Kragen gesteckt, nun wurde sich pfleglich
unterhalten. Es geht um Politik, Kunst, den neuesten Tratsch, das
Wetter und um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Die
Artikulation befindet sich hierbei auf höchstem Niveau, die Stimme
ist zart und leise, nicht aufdringlich, eher mit leichter Zuneigung
verbunden.
Nach dem Gespräch kommt der erste Gang. Serviert wird von einem
herausgeputzten Tabakhütchen, welches die mit Kaviar bedeckten
Silberteller behutsam auf dem Tisch platziert. Mit leisen Schritten
verschwindet der Ober wieder, nicht ohne vorher mit einer leichten
Verbeugung seine Ergebenheit zu signalisieren. Die Nattifftoffen
sprechen nun einen auswendig gelernten Spruch zu Ehren Atlantis und
nehmen die mit Wasser gefüllten Kristallgläser in die Hände. Ein
Nattifftoffe bringt einen Toast aus, zu Ehren des Geburtstags eines
anderen, sie deuten den Zusammenstoß ihrer Gläser an und nehmen ein
Schlückchen, dann stellen sie die Gläser wieder ab. Sie nehmen nun
Messer und Gabel in die Hand und schaufeln langsam ein Fischei nach
dem anderen auf die Gabel, welche sie nun langsam zum Mund führen.
Sie kauen ein wenig, immer darauf achtend, dass sie beim
Konsumieren der Speisen nicht den Mund öffnen, sodass ein
peinlicher Ton entstünde. Dann schlucken sie die zerkleinerte
Nahrung so leise wie nur irgend möglich hinunter, ohne die
Aufmerksamkeit wegen schlechter Tischmanieren auf sich zu lenken.
So nimmt der erste Gang seinen Lauf, jeder verhält sich so leise
wie es ging, das Kratzen des Bestecks oder sonstiges gilt es zu
vermeiden. Die Gläser werden während dieser Vorspeise nicht
angerührt.
Als das Tabakhütchen sieht, dass der Kaviar verspeist ist, fragt
es, ob die Herren mit dem Essen fertig seien und ob es geschmeckt
habe, beides wird bejaht und das nimmt der Kellner als Zeichen,
dass es Zeit ist, die Teller abzuräumen und den Hauptgang zu
servieren. In der Zwischenzeit unterhalten sich die Nattifftoffen
über die Qualität und den Geschmack des gerade zu sich genommenen
Mahls. Dies tun sie grundsätzlich in positiver Ausdrucksweise, auch
wenn es ihnen nicht zusagt, da die Köche oder die Kellner Wind
davon bekommen könnten und sie dann schlimmstenfalls Hausverbot
erteilt bekommen könnten. Während sie also über das Schmeicheln des
Gaumens durch den zamonischen Kaviar sprechen, wird in der Küche
bereits ihre Hauptspeise zubereitet: Hummer an Schokoladensoße mit
zamonischem Edeltrüffel. Zamonische Ernährungswissenschaftler
hatten nämlich herausgefunden, dass Salziges wie etwa Hummer in
Verbindung mit Süßem wie etwa Schokolade zu einem deliziösen
geschmacklichen Gesamteindruck des gesamten Menüs führt. Denn der
Nachgeschmack dieses Gangs beschäftigt die Geschmacksnerven
besonders lange. Der Trüffel dient der Optik und einem edlen Aroma,
welches allerdings schnell verfliegt. Der Kellner trägt nun den
zweiten Gang herbei, die Nattifftoffen bedanken sich artig und
genehmigen sich einen weiteren Schluck Wasser. Geschickt hantieren
sie an dem Schalentier herum, in kurzer Zeit haben sie den
Hummerpanzer geknackt und schneiden ein Stück Hummerfleisch ab und
tunken es in die Schokoladensoße. Das Fleisch wird vorsichtig zum
Mund geführt, wo es bedächtig zerkaut wird. Der Trüffel rundet die
Geschmacksimpression ab. Der Hummerpanzer bleibt auf dem Teller
liegen. Er wird abgeräumt und der Kellner fragt, ob alles recht
gewesen sei. Die Nattifftoffen nicken und antworten dem
Tabakhütchen, es könne dem Koch ein großes Lob überbringen. Ich
sehe, wie die Augenbraue eines der Nattifftoffen zuckt, ein Zeichen
dafür, dass es lügt. Die Zubereitung der ersten Nachspeise,
flambiertes zuckerloses Eis, gerät in die „heiße“
Phase. Es wird gerade flambiert und der Kellner bringt die Teller
leicht schwitzend zum Tisch der Nattifftoffen. Sie prosten sich zu,
nehmen einen Schluck und warten darauf, dass die Flammen aufhören
zu brennen. Dann nehmen sie Gabel und Löffel in die Hand, schieben
mit der Gabel die inzwischen schmelzende Masse auf den Löffel und
führen diesen zum Mund. Auch nach diesem Gang kommt die
Servicekraft des Restaurants, räumt die Teller ab und fragt, wie es
gemundet hat. Als nächstes kommt eine Käsevariation mit cremigen,
wohl gereiften Edelschimmelkäsen, aber auch mit frischem Käse aus
hauseigener Produktion. Dazu serviert man frisches Ciabattabrot,
knusprig und unglaublich delikat. Dazu wird ein Käsemesser
gereicht, um den feinen Käse mit einem sauberen Schnitt in
mundgerechte Portionen zu bringen. Diese legen die Nattifftoffen
mit einer Gabel auf die Brotscheibe. Dann wird das Brotstück
zerschnitten und mithilfe einer Gabel zum Mund geführt. Am Ende
dieses Ganges trinken sie das Wasser leer, die Teller, sowie die
Gläser werden weggetragen, das Tabakhütchen erkundigt sich erneut
über die Qualität, dieses Mal des ganzen Mahls. Die Nahrung wird
als „vortrefflich“ befunden, der Ober bringt die
Rechnung in einem Lederetui auf einem Nurnenholztablett. Alle
bieten sich an, die anderen jeweils einzuladen, am Ende zahlt der
am ältesten aussehende Nattifftoffe, der heute Geburtstag hat. Die
anderen bedanken sich mindestens fünf Mal bei ihm für dessen
Großzügigkeit. Er quittiert die dankenden Worte, „Innigsten
Dank für diese exzellente Tafel!“, oder „Hiermit
bekunde ich Ihnen (Die Nattifftoffen siezen sich grundsätzlich)
meinen größtmöglichen Dank!“ mit Worten wie „Für Sie
ist das Beste gerade gut genug!“, oder „Ohne Ihre
Präsenz wäre dieses Dinner nach nattifftoffischem Ermessen nicht
halb so erfolggekrönt gewesen“ , wobei seine Mimik den
Eindruck macht, dass er dies auch wahrhaftig ernst meint und nicht,
wie kurz zuvor ein anderer Nattifftoffe in der Runde den Kellner
aufgrund höflichen Erscheinens belog, um nicht eines der
ungeschriebenen Nattifftoffengesetze zu brechen, welche sich einige
Nattifftoffen zum Zeitvertreib vor einigen Jahrzehnten ausdachten,
als Nattifftoffen in Atlantis und auch in ganz Zamonien noch nicht
so weit verbreitet waren wie heute.
Wieso wurden die Buntbären einst auf der Moloch gefangen gehalten?
1.Grund:
Das Zamomin brauchte Sklaven aller Art und die Moloch legte gerade
an der „Bärenbucht“ am „Großen Wald“ an.
Dort stiegen einige der Molochsklaven aus, prügelten die Buntbären
nieder und nahmen sie mit auf die Moloch. Dort wachten sie einige
Zeit später auf und arbeiteten an den Öfen der Moloch. Schnell fand
man heraus, dass die Buntbären wenige Pausen benötigten und ewig
arbeiten konnten. Daher behielt man sie bei den Öfen.
2. Grund:
Sie waren stark und loyale Männer, die nie an Aufstände dachten,
sie sogar niederschlugen. Sie konnten neuen Gefangenen schnell die
Spielregeln beibringen, falls diese versuchten von der Moloch zu
fliehen. 3. Grund: Sie waren die geborenen Gefängniswärter. Es gab
einige Gefangene, die die Befehle des Zamomins nicht befolgten.
Diese wurden auf das Schiffsgefängnis gebracht, die Buntbären
bewachten sie. Die Bären brachten den Gefängnisinsassen Brot und
Wasser, gerade genug um nicht zu Verhungern oder zu Verdursten.
Wenn jemand versuchte, auszubrechen, wurde er von einem Bären mit
einer massiven Metallkette nieder geprügelt. 4. Grund: Hätte man
die Buntbären freigelassen, hätten sie allen von der Moloch erzählt
und eventuell eine Armee gegründet, um die Moloch untergehen zu
lassen. Das Risiko eines Angriffs, selbst auf ein solches
Riesenschiff, wollte das Zamomin auf gar keinen Fall eingehen. 5.
Grund: Das Zamomin wollte das Denken der Buntbären kontrollieren,
um einen eventuellen Angriff von außerhalb des Schiffs abwehren zu
können. Sie hätten sogar den Angriff einer hundertköpfigen Armee
abwehren können. 6.Grund: Die Buntbären waren sehr geschickt und
konnten sämtliche Wartungen am Schiff vornehmen. Außerdem
schrubbten sie das Deck und die Kaminschlote. Ausfall eines
Schornsteins – ein Buntbär war zur Stelle. Ein verunreinigter
Schlot – ein Buntbär schrubbte. Ein Buntbär war für alles
zuständig. Er widersprach nie – er sprach eigentlich
überhaupt nicht.
Wie kamen die Bolloggs nach Zamonien?
Die Geburtsstunde der Bolloggs war vor 10.634 Jahren, als der verrückte Wissenschaftler zwei Riesenarten miteinander kreuzte. Es entstand der Riesenbollogg, der auch einen Eingang zu Atlantis mit seinem Kopf blockierte. Dies geschah in Yhôll, der Bollogg hielt sich später in Amerika, Europa und Asien auf, bis ihm auffiel, dass sein Kopf irgendwo abgefallen war. Fortan suchte er den Kopf. Aus dem Kopf krochen aber neue kleine Riesenbolloggs. Wie sich die Bolloggs fortpflanzen ist nicht ganz klar, jedenfalls tun sie es allein, schließlich kreierte der Wissenschaftler nur einen Bollogg. Die Babyriesenbolloggs beschlossen auf Zamonien zu bleiben, um dort nach ihren Köpfen zu suchen, die sie bald verloren haben.
Macht eine Suppe, die man aus dem Schleim einer Midgardschlange kocht, wirklich unsterblich? Zitieren Sie aus der einschlägigen Schrecksenliteratur.
Den Midgardschlangen sagt man nach, sie seien unsterblich.
Bisher scheint diese Theorie zu stimmen, da noch nie eine der circa
150 Midgardschlangen, die in Zamonien leben, gestorben ist. Dem
Schleim sagt man eine gewisse Heilkraft nach, daher wird er auch
besonders häufig in Schrecksenkreisen verwendet.
Noppes Pa schreibt in ihrem Werk „Unsterblichkeit nach Noppes
Pa’scher Art“:
„Spinnenbein und Schlangenhaut, Flederwein und Schwertkraut,
sind die Grundzutaten flötigt, die zum Brauen man benötigt (Die
Schrecksenliteratur ist komplett in Reimen geschrieben, Wörter wie
flötigt, die keinen Sinn haben, dienen ausschließlich zur
Reimbildung).
Dazu kommen Froschschenkel und Lieblingsenkel und immer schön
Rühren und den Kochlöffel führen. Rasch im Kreis, hier entlang dort
heran. Das Wichtigste das fehlt, ohne das nichts seelt ist, ich
sag’s im Reim der wertvolle Midgardschlangenschleim. Ohne das
ist’s nichts wert, so wurd’s uns gelehrt. Zum Würzen,
das kann man auch wegkürzen, etwas Druckerschwärze, wahlweise auch
Medikamente der Ärzte. Das Ganze vermengt man nun und wird sogleich
belohnt für sein Tun: Er verfärbt sich der Trank und muss eine
Woche in den Schrank. Nun kann man ihn trinken und der
Unsterblichkeit zuwinken. Trinken aber nicht in Massen, davon würde
ich ablassen. Sonst ist’s aus mit der Unsterblichkeit, das
schwöre ich selbst unter Eid.“ Natürlich kostete ich selbst
von der Suppe, wie eine Forschungspuppe, die alles tut, selbst wenn
sie später selig ruht. Nach dem Verzehr drehte sich’s so
sehr, das ich nichts erkennen konnte mehr, in meinem Kopf war alles
leer. „Wenn’s hilft“ dachte ich mir, sah mich um
und lachte irr. Wie Sie lesen, war das Geld samt Spesen gut
investiert, denn jetzt bin ich mit der Unsterblichkeit liiert. Ich
kann nicht sagen ob’s für immer funktioniert, doch ich fühl
mich nicht verwirrt, nein, klar seh ich’s, mein Leben wird
sicher länger sein.