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Vorweg genommen möchte ich Ihnen sagen, dass es den Hundetrainer oder ähnliche Bezeichnungen noch nicht als anerkannten Beruf gibt. Trotzdem gehört mehr dazu als nur die Liebe zum Hund.
 
Ich selber bin mit Hunden groß geworden und habe schon früher viel über die Erziehung und Beschäftigung mit dem Hund nachgedacht. Ich konnte nicht glauben, dass ein Welpe durch das Stupsen in seine Pfütze stubenrein wird oder durch Schläge besser hört.
Nur... Wer hört Kindern schon zu?
 
Heute bin ich 42 Jahre, verheiratet und habe einen 15 jährigem Sohn. Nach beruflich bedingter Hunde-Enthaltsamkeit habe ich seit 1998 wieder einen, seit 2001 zwei und seit 2008 nun drei Hunde.
                                                      
Meine Hündin Kappa kam mit einem halben Jahr zu uns. In Moskau auf der Straße geboren und aufgewachsen. Mit ca. 12 Wochen von Hundefängern in ein Hundeauffang-Container verbracht, dem Tod näher als dem Leben gerettet und in Deutschland mehrmals unglücklich vermittelt worden.
Zwei gebrochene Vorderbeine und vieles mehr hatte sie bereits hinter sich als wir sie zu uns genommen hatten. Sie hatte vor allem Angst und Motorradfahrer zum fressen gern. Kurz gesagt es war nicht einfach.
 
Weil ich ihr helfen und alles richtig machen wollte fing ich damals an viele Bücher zu lesen. Über Wölfe, Körpersprache, Psychologie, Verhalten usw. usw.
Ich wollte mich nicht nur auf mein schon immer vorhandenes Bauchgefühl verlassen.
Heute ist sie ein glücklicher Hund und ich um einiges „schlauer“.
 
Im gleichen Jahr wurde ich Mitglied im PHV Alstertal und entdeckte dort meine Liebe für den Hundesport Agility, Obedience und Dog Dancing.
 2001 erfüllte ich mir einen Traum und Spencer kam in unsere Familie. Im gleichen Jahr bekam ich meine erste eigene Obedience-Gruppe und war nun selber Trainerin.
2008 habe ich Sam, einen Australian Shepherd, mit einem Jahr zu uns genommen.
 
Seitdem ist viel Zeit vergangen. Natürlich habe ich noch mehr Bücher gelesen. Natürlich habe ich auch viele Seminare besucht und mich in Tierpsychologie weitergebildet.  Aber was wirklich wichtig ist habe ich bereits gelernt.
Die Liebe zu Hunden ist nicht alles! Es gehört viel Wissen, Einfühlungsvermögen, Phantasie, Zeit, Geduld, Humor ja manchmal auch Trost dazu um Menschen und Hunde ein bisschen näher zu bringen.
 
In diesem Sinne
 
Ihre Kerstin Cordes

 

 

 

 

 



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