FRAGEN AN SANDRINA
Was hältst du von Hexen?
Sandi: Mir gefallen Hexen gut. Zum Fasching war ich oft als Hexe verkleidet. Jedes Kind träumt doch davon, einmal zaubern zu können. An Fasching kann man wenigstens so tun als ob.
Bist du abergläubisch?
Sandi: Nein. Ich glaub überhaupt nicht an Überirdisches, auch wenn Freitag der dreizehnte ist.
Hast du einen Talisman?
Sandi: Ich habe einen Traumfänger über meinem Bett hängen und an diesen Zauber glaube ich wiederum.
Hattest du schon mal ein magisches Erlebnis?
Sandi: Ja. Mir sind mal im Sport die Zähne abgebrochen, da sollten die komplett durch Kunstzähne ersetzt werden. Das hat mir zumindest der Arzt prophezeit. Doch dann konnte er wider erwarten die echten Zähne ankleben. Da hatte ich großes Glück!
Wie hat dir die Hexengeschichte gefallen?
Sandi: Sehr gut. Das war eine neue Erfahrung in meinem Leben eine Person, also Sophie, zu spielen, die abergläubisch ist. Außerdem war das ein sehr spektakulärer Dreh mit Fegefeuer und allem drum und dran.
Kennst du einen Hexenwitz?
Sandi: Eine ganz schreckliche, alte, hässliche Hexe steht vor einem Kreis junger Männer. Auf ihrer Schulter sitzt eine schwarze Katze.
Krächzend sagt die Alte: "Also Jungs, wer errät, was für ein Tier auf meiner Schulter sitzt, bekommt einen heißen Kuss von mir."
Darauf der eine: "Eine Schildkröte."
Die Hexe: "Okay, das wollen wir gerade noch mal durchgehen lassen!"
Hast du schon mal einen Liebeszauber ausprobiert?
Sandi: Ja, das habe ich. Eine Freundin von mir wollte ihren Freund zurückzaubern. Da haben wir uns rote Kerzen und Rosen besorgt und sie in einem Dreieck um das Foto ihres Ex-Freundes gestellt. Sie ist danach tatsächlich wieder mit ihm zusammen gekommen. Wenn nichts anderes mehr hilft, würde ich das auch, wenn es mich mal trifft , ausprobieren.
Kennst du ein Liebesorakel?
Sandi: Man schält einen Apfel, ohne die Schale zu zerreißen. Dann schwingt man die Schale dreimal um den Kopf und wirft sie hinter sich. Wenn sie nach dieser Prozedur immer noch ganz ist, bilden ihre Verschlingungen den Anfangsbuchstaben des Namens derjenigen Person, mit der man in nächster Zeit eine Bindung eingeht. Das gilt natürlich nur für die, die noch keinen Freund haben.
KLEINES HEXENLEXIKON
Hexe stammt vom althochdeutschen Wort "Hagazussa" ab, was soviel bedeutet wie: "Zaunreiterin". Die Silbe "Hag" findet sich auch in der Hagebutte wieder, der Frucht der Heckenrose. Die Hecke ist eine Abtrennung zwischen zwei Grundstücken. Und unsere mittelalterlichen Vorfahren hatten die Vorstellung, dass auch das Diesseits vom Jenseits durch eine Hecke getrennt ist. Aus dem Jenseits kommt, so die Vorstellung, das übersinnliche Wissen und der übermenschliche Einfluss der Hexen auf die Natur wie das Wetter, die Tiere und Pflanzen.
Hexenbesen In der Zeit der Hexenverfolgung warf man den der Hexerei beschuldigten Personen vor, dass sie auf Tieren, aber auch auf Ofengabeln, Stöcken oder Besen zu ihren Zusammenkünften mit dem Teufel geflogen seien. Das Haus hätten sie durch die Tür, ein Fenster oder den Schornstein hindurch verlassen.
Heilpflanzen sind zum Beispiel:
Eisenkraut: Liebes- und Zaubermittel
Frauenmantel: Die Tautropfen auf den Blättern sollten Wunderkräfte enthalten
Beifuß: sollte vor dem bösen Blick schützen
Ringelblume: Wetteranzeiger (Blüten schließen sich bei schlechtem Wetter)
Salbei: Sollte vor Dämonen und Liebeszauber schützen, im Mittelalter Färbemittel für rothaarige Frauen (angebliches Merkmal einer Hexe)
Wurmfarn: sollte unsichtbar machen