BESONDERE ANSICHTEN

Fotografien von Nadine Stange


geboren am 09.08.1977 in Düsseldorf, 2 Kinder. Die ersten 4 Lebensjahre in Zons(*) gelebt, die folgende Kindheit und Jugend im Nachbarort Rheinfeld, einem ehemals kleinen Ortsteil von Dormagen, zwischen Köln und Düsseldorf liegend. Begegnung mit fremden Kulturen durch Gastfamilienaufenthalte in England, Frankreich und Israel und durch weitere Auslands-Aufenthalte. Fachoberschulreife auf dem Bettina-von-Arnim-Gymnasium Dormagen. Ausbildung und Arbeit als Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte. 11-jährige Ehezeit am Niederrhein, vorwiegend in Zons(*). Seit 2010 in Wittlich, in der wunderschönen Eifel-Mosel-Region, lebend.

 

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(*) Zons gilt heute als besterhaltene spätmittelalterliche Befestigung am Niederrhein. Inmitten des historischen Juwels befindet sich ein ehemaliges Schloss und das Zonser Kreismuseum, welches Ausstellungen einen besonderen Präsentationsrahmen verleiht. Vergangenes ebenso wie Gegenwärtiges wurde und wird dort gezeigt. Die ganz besondere Atmosphäre des kleinen Örtchens am Rhein, mit den gut erhaltenen Gemäuern, den Märchenspielen auf der Freilichtbühne, der Zonser Geschichte und Geschichten und den gezeigten Ausstellungen schärften das Sehen und die Vorstellungskraft von Nadine Stange seit frühester Kindheiit.

 


 

 

Nachfolgend Antworten auf die häufigsten Fragen:

 

 

Warum machen Sie Bilder?

Im Laufe der Jahre entdeckte ich zunehmend, dass die Sprache der Bilder meine Form des Ausdrucks ist, Menschen erreicht und bewegt. Meine Bilder geben ganz persönliche Einblicke in mein Denken und Fühlen und sollen Emotionen transportieren und auslösen.

 

Wie kamen Sie zu dem Projekt "Über Sterben und Tod"?

Anfang 2004 kam es zur Begegnung mit dem damaligen Hospizhelfer Johannes Münninghoff. Es folgten intensive Gespräche mit ihm über Sterben, Tod und Glauben und ich las erste Texte von ihm. Im Sommer 2005 wurde zuerst die Buchidee konkret und es entstanden Bilder zu den Texten. Dann schloss sich die Fotoausstellung an und es entstanden die Trauerkarten. Die Tabuthemen Sterben und Tod in die Öffentlichkeit zu bringen, war das erklärte Ziel. Wir wollten darstellen was gerne verdrängt wird und aufrütteln, sich mit den Themen Sterben und Tod zu beschäftigen, was uns, wie die Reaktionen zeigten, auch gelang.

 

Warum brachten Sie das Tabuthema Missbrauch in Form eines Videos in die Öffentlichkeit?

Videos gehören zu den neuen Medien und erreichen, ohne Zweifel, viele Menschen - auch jene, die sich niemals eine Fotoausstellung ansehen würden. Der Film soll möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren. Helenas Wiegenlied bietet zudem die Möglichkeit, sich anonym mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es sind nur wenige Bilder, die im Film gezeigt werden, und doch reichen sie aus um Helenas Situation, ihre Qualen, ihre Verzweiflung und ihre große Angst unmissverständlich zu verstehen. Die stillen Tränen, die Helena mit vielen anderen Menschen verbinden, die Augen, die beschreiben, was der Mund nicht auszudrücken vermag, sie sollen wach rütteln, gesehen und verhindert werden!

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