
Wie so viele Hip Hopper in der ganzen Welt ist seine erste Berührung mit der Kultur der Film "Beat Street", welcher auch in der ehemaligen DDR läuft. Nach der Hauptschule beginnt Clueso eine Friseurlehre. Doch die meiste Zeit geht für Breakdance und Freestyle-Rapperei drauf. Er merkt, dass ihm Hip Hop deutlich mehr liegt, als eine bürgerliche Laufbahn. So gründet er 1996 mit DJ Castor und Stir M die Crew EFP 96, mit denen er auf kleinen Jams represented. Die funkigen, melodiösen Songs kreiert er analog mit Sample CDs auf Musicmaker.

Seine zweite Station ist die Band "Wostok-MC's" mit Stir-M und DJ Malik. Die Wostok-MC's gehören dem Thüringer Wostok Mob an, der aus Sprühern, Breakern, Emcees und Deejays besteht und im "Kassablanca" in Jena sein Hauptquartier hat. Clueso bekommt so die Möglichkeit, im Vorprogramm von den Beginnern und der Massiven Töne aufzutreten.

Seine Liebe zum Reagge entsteht über das Ragga-Soundsystem "RötzlöffelsHifi". Er lässt diesen Einfluss später auch in seine Musik einfließen und startet Kollabos mit Künstlern wie Snaz oder Metaphysics. Der nächste Schritt erfolgt, als er dem damaligen Manager von MC Rene, Andreas Welskop, begegnet. In Köln anno 1998 nimmt Clueso dann seine erste Maxi "Clüsolo" auf. Die Möglichkeiten dort flashen ihn so sehr, dass er nach verbockter Friseurlehre gen Westen zieht.

Wie der Zufall so will, lernt er bei der Eröffnung des 10vor10 Studios im August '99 Philip Jakober kennen. Dieser arbeitet bei Four Music. Cluesos Songs stoßen auf Gegenliebe bei den Stuttgartern, und Ende 2000 veröffentlicht er seine erste Single "Spiel da nich mit". Clueso mixt hier gekonnt seine Hip Hop und Reggae-Einflüsse zu einem eigenständigen Sound. Ende April 2001 erscheint sein Debüt "Text und Ton".
Zwischenzeitlich schlägt er seine Zelte in Köln auf und bastelt weiter mit seinen alten Kumpels an Tracks. Um die Entfernung zu verkürzen, bezieht er mit Steer M und DJ Malik ein umgebautes Bahnhofsgebäude in Erfurt, den Zughafen. Der angeschlossene Rowdy Club avanciert innerhalb kürzester Zeit zum angesagten Szene-Club (nicht nur) für Hip Hopper. 2002 erscheint ein Tape das ebenfalls den Namen "Rowdy Club" trägt und mit allerlei Features aufwarten kann. Es folgt eine Kollabo mit den Blumentöpfen ("Manajah"), bevor er sich an die Arbeit am Nachfolger zu "Text Und Ton" macht. Als kleiner Appetizer erscheint die EP "Extended Player".
Ganz selbstbewusst benennt er seinen Zweitling "Gute Musik" und hat damit gar nicht einmal unrecht. Live setzt er sein Material mit der Combo StoryPlay um. Das Goethe-Institut, das gerne einmal deutsche Bands durch die Welt schickt, bringt Clueso nach Neuseeland und Australien. Nach der Rückkehr ist Clueso im Vorprogramm der Fantastischen VierStefan Raabs "Bundesvision Song Contest" an. "Kein Bock Zu Geh'n" holt einen achtbaren siebten Platz nach Thüringen und trägt Clueso zumindest einen Teil der Aufmerksamkeit ein, die er verdient hätte. unterwegs. 2005 tritt er bei

