thomastipton

 

 

  Zum Gedenken

an Kammersänger

Thomas Tipton,

der nun leider nicht mehr unter uns weilt.

 

 

 

 

Ihn zu beschreiben, hat ein Freund mit folgendem Vermächtnis

sehr treffend zu Papier gebracht:

 

 

Adieu Thommy !

 

Thomas Tipton war eine Persönlichkeit mit so hoher, positiv

herzlicher Ausstrahlung, daß man sich dieser Wirkung

kaum entziehen konnte.

Der Funke sprang sofort über und schuf spontan ein

Band der Sympathie.

Der am 18. November 1926 in Wyandotte/Michigan

als Kind polnischer Einwanderer geborene

Helden-Bariton,

der über dreißig Jahre an europäischen und amerikanischen Bühnen

unvergessliche Operncharaktere als

Scarpia,  Macbeth,  Rigoletto,  Falstaff

und vielen weiteren Partien schuf,

ist unerwartet in München - seiner Wahlheimat -

verstorben.

Die kraftvolle, mächtige Stimme, die imposante Bühnenerscheinung,

die überaus intensive Dramatik seiner Darstellung

prädestinierten Tipton besonders für die Verdi-Helden.

Die erschütternde Klage um die tote Tochter als Rigoletto

klingt noch nach Jahren in den Ohren.

Grandios sein von Gier und Macht besessener Scarpia -

eine Inkarnation des schurkischen Bösewichts.

Durch hohe Wandlungsfähigkeit konnte Tipton

zum Beispiel als Wolfram in Wagners "Tannhäuser"

seinen Bariton auch mit wunderbarer Weichheit und edler

lyrischer Kantilene strömen lassen.

Erstaunlich auch seine Begabung für's Komische.

Noch heute schwärmen Opernfreunde von seiner prallen,

lebenslustigen Verkörperung der Mamma in

"Viva la Mamma".

Die Begeisterung des Publikums für die köstliche Darstellung

der Titelpartie entlud sich fast regelmäßig in

orkanartigem Beifall und stehenden Ovationen.

Thomas Tipton war nicht nur ein eminenter Künstler auf der Bühne,

er war auch im Privatleben ein vielseitiger Lebenskünstler.

Ob in Werbespots in Funk oder Fernsehen,

das liebenswürdige "Steh-auf-Männchen"

zog alle in seinen Bann.

In Veranstaltungen glänzte er als Verkaufstalent von

Aufnahmen und Büchern.

Dem eloquenten, witzigen Charmeur konnte man nur

schwer entkommen.

Der Erlös seiner Aktionen wurde dann allerdings

regelmäßig gespendet.

Als Vermächtnis bleiben viele Tonaufnahmen, dabei

besonders die legendäre Fernsehaufzeichnung

von "Hoffmans Erzählungen",

in der Tipton alle vier Bösewichte spielte

und besonders in der selten so gesungenen, untransponierten Fassung

der Spiegelarie mit ungeheurer stimmlicher Strahlkraft imponierte.

 

Von der Gründung an war Thomas Tipton ein sehr aktiver Förderer der

 Gottlob-Frick-Gesellschaft

und ihrer Ziele. Ein Künstlertreffen ohne ihn ist nur schwer

vorstellbar.

Im Kreise seiner Freunde, Verehrer und Kollegen wird er

als großer Sänger,

aber noch mehr als gutmütiges, liebenswert sympathisches Original

in Erinnerung bleiben.

Adieu Thommy, wir haben Dich sehr gemocht !

 

Hans A. Hey

Vizepräsident der

Gottlob-Frick-Gesellschaft

 

 

--------

 

 

--------

 

Es folgen Fotos aus privaten Zusammenkünften:

 

 

-------

 

Sehr geliebt und wie Hans Hey schreibt  -  auch gefördert,

hat Thomas Tipton  die

Gottlob-Frick-Gesellschaft in Ölbronn,

wo alljährlich ein Künstlertreffen stattfindet.

Dieses Jahr und in Zukunft leider ohne Thomas Tipton, was wohl das

traurige Hauptthema sein wird in diesem Jahr.

Ihm zu Ehren bringe ich hier Bilder aus verschiedenen Jahren,

auf denen man sehen kann, wie wohl sich alle Teilnehmer

gefühlt haben.......

Die ersten Fotos stammen aus dem Jahre 2003:

 

 

Und hier die nächsten Fotos aus 2004:

 

 

Hier folgt 2006 - es kann sein, daß manches Foto

doppelt erscheint oder aus einem anderen Jahr - sorry !

 

 

 

--------

 

NACHRUFE:

 

Hier kommt Heinz zu Wort ! 

 

 

 
So  ca.  1965  lernte  ich  nach  einer Vorstellung in  Düsseldorf 
 in der Rhein-Oper einen  Sänger  kennen ,
den  ich  nie  mehr  vergessen  sollte: 
 Thomas  Tipton  .
Er demonstrierte einen Nabucco, den ich bis heute nicht vergessen kann.
Seine einzigartige Stimme, Ausdruck und Spiel fielen mir damals auf.
 
  2001  trafen wir uns zum ersten Mal privat,
in einem  Cafe  in  Schwabing  und lernten uns kennen  .
Wir  hatten  uns  dort  verabredet  zu  einem  Plausch - Cafe's liebte er über alles,
 und seitdem er nicht mehr sang, brauchte er diese
 Nähe  zu den Menschen oder Fans.
Als  ich  mich  von ihm  und  seiner  charmanten  Frau  dort  verabschiedete,
  war ich  mit  Geschenken von ihm
überladen .
Wir  telefonierten  öfter  und später  fast  regelmäßig  miteinander,  und  es  war  immer
ein  großes  Hallo  und  Trara  am  Telefon .
Wenn  er lachte  und  Stimmung  ins  Gespräch  brachte,  ging  mein  Kreislauf  in  die  Höhe.
In  fast  allen  Gesprächen  wurde  viel  gelacht 
 und irgendwann machte er uns  zu    " Brüdern " .
Er  meinte -  mit  einem  seiner  bekannten  Augenzwinker -   als sein  Bruder  passe  ich  zu  ihm .
Seine  " Lache  "  war  preisträgerverdächtig .
Es  kam die Zeit,  und wir  trafen  wir uns  auch  beim  Sängertreffen   in  Ölbronn
bei  der  Gottlob-Frick Gesellschaft,   wo  er  mich  dieser  Sängerriege    vorstellte .
Fünf Mal  in  Folge  war  ich dort  mit  meiner  Frau  zu Gast
und  filmte  die  Konzertaufführungen .
 
Beim abendlichen Zusammensein am Buffet konnte ich dann feststellen,
   " meinem  Bruder  Tommy  "  schmeckte  es  besonders gut !
 
Als  wir  zum  zweiten  Mal in Bad Feilnbach
 miteinander  meinen  Geburtstag feierten  , meinte  er 
scherzhaft 
 "wir  beide  schauen  aus  wie  Elefanten".
 
Er  brachte  Gespräche  scherzhaft  immer  auf den  Punkt.
Wo  im  Gespräch  eine  Pointe  zu  erwarten  war , die  brachte er  .

Man  bezeichnete  ihn  manchmal  liebevoll  als  Münchner  Original.
Ich  kann  mich  mit  der  Bezeichnung  nicht so  anfreunden,
dies  klingt  mir  zu  respektlos  so  einem  großen  Sänger  gegenüber.
Ich  mochte  auch  nicht  "Tommy"  sagen,  für  mich  war  es  der  Thomas.
 
Nun  ist  er  von  uns  gegangen, 
 ich  habe  einen  Menschen  verloren,  der  mit  Menschen
umgehen  konnte  und  dies in  einer  Art,  die  man  so  schnell  nicht vergessen wird .
Bye , bye  Thomas,
Deine Stimme wird uns immer begleiten........ 
 
 
(Heinz Altenberg Nov. 2007)
 
Nun ist Heinz leider auch nicht mehr unter uns. Er ist seinem
Freund Thomas am 7. Februar 2008 gefolgt.
Nun können sie zusammen singen und die Engel
begleiten sie vielleicht mit ihren Harfen.....
 
 
 
 
--------
 
Folgende bewegende Worte kommen von unserer
Freundin Hermine:
 
 

Thomas Tipton – Nachruf auf einen einmaligen Künstler und Menschen

 

Zuerst hörte ich seine Stimme. Eindrucksvoll, markant, lebendig, unvergesslich ……… sie zog mich unweigerlich in ihren Bann.

Dann sah ich ihn – in den ausdrucksstarken Rollen von Hoffmanns Erzählungen. Leider sah ich ihn nicht life, sondern auf Video. Das tat meiner Begeisterung keinen Abbruch. Unvergesslich prägte sich mir die Szene ein, in der er die Spiegelarie sang. Wer könnte sich der Magie dieses Blickes entziehen, dieser Stimme, dieser Ausstrahlung!

Gern erinnere ich mich an seine verschiedenen Rollen, freue mich und staune über die unglaubliche Ausdruckskraft dieses einmaligen Künstlers; ganz gleich ob ernst oder humorvoll, stolz oder unnahbar, der Schelm oder der Eroberer – immer ist die Intensität zu spüren, mit welcher er sich selbst diesem Moment hingibt. Dieses Gefühl dringt in den Betrachter und Zuhörer ganz tief ein und nimmt ihn gefangen.

 

Ich hatte die Möglichkeit, Thomas Tipton persönlich kennen zu lernen. Dafür danke ich meinem Freund Heinz Altenberg. Sein Charme, der Humor und die Neugier, Neues aufzunehmen und vielleicht das eine oder andere noch ausprobieren zu können, haben mich tief berührt. Er wurde nicht müde, über die Musik zu erzählen und zu fragen, was den anderen gefällt oder was sie darüber denken. Die Musik war sein Leben, auch wenn er schon sehr lange nicht mehr auf den Brettern, die die Welt bedeuten (sollen), stand.

 

Jeder, der ihn nicht kannte oder seine Stimme nicht kennt, hat sehr viel versäumt. All denen, die ihn kannten, bleibt die Erinnerung und die Freude an den Werken, die er hinterlassen hat. Dadurch ist er unvergessen und in lebendiger Erinnerung.

 

In Hochachtung und Verehrung

 

Hermine Martin

 

       ------

Hier folgen bewegende Worte

von Heinz Mailfreundin Bettina:

  

Draußen tobt der Herbststurm, Regen prasselt gegen die Fensterscheiben. Die Sträucher im Garten werden vom Wind gepeitscht, werfen groteske Schatten.

Aber drinnen ist es still. Warmes Licht einer einzelnen Kerze, die sich nur ganz leise im Luftzug bewegt. Musik.

 

Diese Stimme erkenne ich aus Hunderten. Warm, von einem wundervoll runden Ton in den Tiefen, klar und herrlich strahlend wie ein dunkler Diamant in den Höhen. Lebendig, so lebendig.

Wieder spüre ich, dass Leben von dieser Stimme ausgeht, eine Energie und Kraft. Eine heilsame Wirkung fast, ein Klang, der bis in die Seele dringt und berührt und beschenkt und ...

 

Die wenigen Filmaufnahmen, die es von ihm gibt, hüte ich wie einen Schatz. Seine Bühnenpräsenz beeindruckt so sehr. Aus Erzählungen weiß ich, wie sorgfältig und akribisch er jede seiner Rollen vorbereitete. Damit es auf der Bühne so einfach und natürlich aussah. Ernste Charakterrollen und köstliches Komödiantentum, er beherrschte beides in ergreifender Perfektion.

 

Nie hatte ich ihn missmutig erlebt oder kurz angebunden. Niemals verzagt oder sorgenvoll. Er sprüht von fröhlichen Erinnerungen, steckt stets voller phantasievoller, köstlicher Ideen und Projekte, ein charmanter wunderbarer Erzähler –

 

Oft hat er mich persönlich ermutigt und mir geholfen. Dank dafür wehrte er stets bescheiden ab mit dem Hinweis: „Wir sind dazu da, einander zu helfen.“ 

 

Ein einzigartiger Künstler und ein ganz besonderer Mensch.

Auf Wiedersehen, Thomas Tipton

(Bettina Kettschau)

 

-------

 

-------

 
 
Folgender Nachruf kommt von unseren
Freunden Edith und Claudius:
 
 

THOMAS TIPTON  

      GELIEBTER MENSCH UND GROSSER KÜNSTLER

 

Was soll man sagen, wenn ein liebenswerter Mensch und großer Künstler die Lebens- und Konzertbühne verlassen hat?

Der Heimgang von Thomas Tipton hat uns alle mehr als betroffen gemacht, insbesondere in Kenntnis der Endgültigkeit, zu wissen, daß er uns künftig selbst nicht mehr mit seinem einnehmenden Wesen in seinen Bann ziehen kann, dem sich niemand entziehen konnte und auch posthum nicht kann. Seine Stimme zu hören ist berückend an Wärme, klarster Diktion alternierend mit einem umwerfenden Timbre und einer kontrollierten Urgewalt in Ausdruck und Stil. Er war unüberhörbar, aber nicht laut.

Thomas Tipton kennen gelernt haben zu dürfen war eine Gnade, für die kaum Dank abgestattet werden kann.   

In dankbarer Erinnerung  

Edith Adam-Boehme 

Claudius Adam

 

-------

 

Interessant und aufschlußreich fand ich im ORF

die Gratulation zum 80. Geburtstag:

Bariton-Original Thomas Tipton
Sängerpersönlichkeiten wird 80

Als Mamma Agata in Donizettis "Viva la Mamma!"
Länge: 0:32 min
Auch wenn Bariton Thomas Tipton vielleicht nicht die ganz große Weltkarriere gemacht hat, gehört er doch zu den originellsten Künstlern, die ich persönlich auf der Bühne erlebt habe - in Wien leider viel zu selten! Tipton hat stets mit vollem Einsatz gesungen und vor allem auch gespielt, jede seiner schauspielerischen Nuancen wirkte absolut natürlich und auf eine ganz besondere Weise originell.

Das hat sich fortgesetzt bis vors Bühnentürl, wo er für jeden seiner Fans nicht nur ein Foto bereit hatte, sondern dieses jeweils mit einer persönlichen Widmung versehen hat. Diese Originalität spiegelt sich übrigens in seinem ganzen Lebenslauf, seiner ganzen Karriere wider. Selbst heute, mit bald 80, strahlt dieser Künstler sozusagen von innen, scheint stets gut aufgelegt und steht mit seinem mitreißendem Charme sofort im Mittelpunkt jeder Gesellschaft.
Oper übers Radio kennen gelernt
Thomas Tipton stammt aus Michigan, aus einer polnischen Einwandererfamilie und hieß ursprünglich Thomas Max Pointkowsky. Oper hat er wie so viele Amerikaner zunächst durch die wöchentlichen MET-Übertragungen kennen gelernt, auf der Bühne dann als Besatzungssoldat in Berlin. In Detroit gewann er schließlich einen Gesangswettbewerb, der ihm gleichzeitig ein Engagement an die New York City Opera einbrachte, wo er 1951 in der Regie von Gian Carlo Menotti in dessen Oper "Die alte Jungfer und der Dieb" debütiert hat.

Mitte der 50er Jahre ermöglichte ihm ein Fulbright-Stipendium weitere Studien in München und bereits damals hat er sich in die "Weltstadt mit Herz" verliebt, die wenige Jahre später schließlich seine Wahlheimat werden sollte, und heute kann man mit Fug und Recht sagen: Tommy Tipton, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, ist zu einem echten Münchner Original geworden.
Verdi-Partien, TV-Auftritte
Überhaupt hat Tipton ja trotz gelegentlicher internationaler Ausflüge (einschließlich Salzburg und Bayreuth) eigentlich eine rein deutsche Karriere gemacht: in Mannheim, in Stuttgart, in Hamburg, vor allem aber in München war er viele Jahre lang der italienische Bariton, vor allem in den einschlägigen Verdi-Partien, die er sowohl in der Originalsprache wie auch auf deutsch gesungen hat. Neben aller Dramatik ist Tipton aber genauso ein Erzkomödiant gewesen und hatte später ebenso Erfolge abseits der Opernbühne, bei Film- und Fernsehen, zum Beispiel in der seinerzeitigen bayerischen Kult-Serie "Kir Royal" von Helmut Dietl.

Am Tonträgermarkt ist Thomas Tipton leider nur sehr sporadisch vertreten, doch dem wusste er bereits in der LP-Ära durch Privatauflagen interessanter Livemitschnitte abzuhelfen, die inzwischen natürlich auch schon den Weg zur CD gefunden haben. Ein Wunsch an die Bild- und Tonträgerindustrie bleibt dennoch offen: die Veröffentlichung der ZDF-Fernsehproduktion von Hoffmanns Erzählungen aus dem Jahr 1970 mit Sylvia Geszty und Ion Piso in der phantasievollen Regie von Vaclav Kaslik. Thomas Tipton gestaltet dabei auf eindringliche Weise die vier Bösewichter und braucht hier keinerlei internationale Konkurrenz zu scheuen.

Happy Birthday, Thomas Tipton!
 

0RF

 

--------

 

Nachruf vom ZDF-Theater-Kanal:

Kammersänger Thomas Tipton gestorben

Der Bariton Thomas Tipton ist am Samstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Zu seinem breitgefächerten Repertoire gehörten fast alle Partien seines Fachs. Der gebürtige Amerikaner debütierte 1952 an der New York City Centre Opera und kam 1956 nach Europa, wo er zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Stadttheater Hagen (Westfalen) engagiert war. 1964 bis 1966 gehörte er der Staatsoper Stuttgart an. Von 1966 bis 1978 war er Mitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Gastspiele führten ihn u.a. an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden, die Oper von Rom, das Théâtre de la Monnaie Brüssel sowie zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen. Sein umfangreiches Repertoire umfasste Partien wie Nabucco und Rigoletto ebenso wie Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser). Außerdem war er stets ein gesuchter Konzert- und Oratoriensänger. Der Bayerischen Staatsoper war er als Ensemblemitglied eng verbunden, er sang neben vielen anderen Rollen in den Neuproduktionen von Macbeth (Titelpartie) unter Christoph von Dohnányi, Viva la mamma (Agata) unter Heinrich Bender, Ein Maskenball (René) und Hoffmanns Erzählungen (Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto) unter Leopold Hager.
Mo, den 24.09.2007

-------

Aus dem Onlinemagazin für klassische Musik:

Tod des Kammersängers Thomas Tipton

Der amerikanische Bariton und Kammersänger Thomas Tipton ist laut einer Mitteilung der Bayerischen Staatsoper am Samstag im Alter von 80 Jahren verstorben.

Der gebürtige Amerikaner debütierte 1952 an der New York City Centre Opera und kam 1956 nach Europa, wo er zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Stadttheater Hagen (Westfalen) engagiert war.

1964 bis 1966 gehörte er der Staatsoper Stuttgart an. Von 1966 bis 1978 war er Mitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Gastspiele führten ihn unter anderem an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden, die Oper von Rom, das Théâtre de la Monnaie Brüssel sowie zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen.

Sein umfangreiches Repertoire umfasste Partien wie Nabucco und Rigoletto ebenso wie Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser). Ausserdem war er stets ein gesuchter Konzert- und Oratoriensänger.
(pd)

--------
 
 
 

 

 

 

 

  

Kammersänger Thomas Tipton im Alter von 80 Jahren gestorben

 

 

 


 

 

Der Bariton Thomas Tipton ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Zu seinem breitgefächerten Repertoire gehörten fast alle Partien seines Fachs.

 

 

Der gebürtige Amerikaner debütierte 1952 an der New York City Centre Opera und kam 1956 nach Europa, wo er zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Stadttheater Hagen (Westfalen) engagiert war.

Kammersänger Thomas Tipton

1964 bis 1966 gehörte er der Staatsoper Stuttgart an. Von 1966 bis 1978 war er Mitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Gastspiele führten ihn u.a. an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden, die Oper von Rom, das Théâtre de la Monnaie Brüssel sowie zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen. Sein umfangreiches Repertoire umfasste Partien wie Nabucco und Rigoletto ebenso wie Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser). Außerdem war er stets ein gesuchter Konzert- und Oratoriensänger.

 

Der Bayerischen Staatsoper war er als Ensemblemitglied eng verbunden, er sang neben vielen anderen Rollen in den Neuproduktionen von Macbeth (Titelpartie) unter Christoph von Dohnányi, Viva la mamma (Agata) unter Heinrich Bender, Ein Maskenball (René) und Hoffmanns Erzählungen (Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto) unter Leopold Hager.

Die Bayerische Staatsoper würdigt die Verdienste dieses herausragenden Künstlers und sein unvergessenes Bühnenschaffen.

(Theaterkompass - Das Theaterportal)

 

-------

Bayerische Staatsoper:

 

Kammersänger Thomas Tipton im Alter von 80 Jahren gestorben
Der Bariton Thomas Tipton ist am Samstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Zu seinem breitgefächerten Repertoire gehörten fast alle Partien seines Fachs.
Der gebürtige Amerikaner debütierte 1952 an der New York City Centre Opera und kam 1956 nach Europa, wo er zunächst am Nationaltheater Mannheim, dann am Stadttheater Hagen (Westfalen) engagiert war. 1964 bis 1966 gehörte er der Staatsoper Stuttgart an. Von 1966 bis 1978 war er Mitglied des Ensembles der Bayerischen Staatsoper. Gastspiele führten ihn u.a. an die Wiener Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, an das Royal Opera House Covent Garden, die Oper von Rom, das Théâtre de la Monnaie Brüssel sowie zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen. Sein umfangreiches Repertoire umfasste Partien wie Nabucco und Rigoletto ebenso wie Wolfram von Eschenbach (Tannhäuser). Außerdem war er stets ein gesuchter Konzert- und Oratoriensänger.

Der Bayerischen Staatsoper war er als Ensemblemitglied eng verbunden, er sang neben vielen anderen Rollen in den Neuproduktionen von Macbeth (Titelpartie) unter Christoph von Dohnányi, Viva la mamma (Agata) unter Heinrich Bender, Ein Maskenball (René) und Hoffmanns Erzählungen (Lindorf, Coppelius, Dr. Mirakel, Dapertutto) unter Leopold Hager.
Die Bayerische Staatsoper würdigt die Verdienste dieses herausragenden Künstlers und sein unvergessenes Bühnenschaffen.


24.09.2007
Herausgegeben von der Bayerischen Staatsoper
Dr. Ulrike Hessler
Kontakt: Susanne Lutz, Pressebüro
 

------

 

Aus Klassik Akzente:

+++ Thomas Tipton ist tot  +++

Am Samstag ist der Bariton, Kammersänger und Schauspieler im Alter von 80 Jahren verstorben. Seine größten Erfolge hatte er als Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper in München, aber auch bei Auftritten in Bayreuth, Salzburg, New York, London und als Film- und Fernsehdarsteller unter anderem in der Komödie "Schtonk" und der Kult-Serie "Kir Royal".
 

-------

 

  

                                                                          Bühne Nachrichten
 

Kammersänger und Schauspieler Thomas Tipton tot

24. Sep 2007, 09:03

 

München - Der Bariton und Schauspieler Thomas Tipton ist tot. Der Kammersänger starb bereits am Samstag im Alter von 80 Jahren, wie die Zeitung «Mannheimer Morgen» berichtete.

 

«Das war ein Blitztod, es ging ganz schnell», sagte seine Witwe Ruth Tipton (61) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Todesursache sei ein Blutgerinnsel gewesen.

 

Auf den Bühnen in Bayreuth, Salzburg, London und New York feierte der Sänger ebenso Erfolge wie auf der Leinwand. Unter Helmut Dietls Regie spielte der gebürtige Amerikaner in der TV-Serie «Kir Royal» sowie in dem Kinofilm «Schtonk» an der Seite von Götz George.

 

 

© 2007 dpa - Deutsche Presse-Agentur

Ihre Meinung!

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

page: 1 

Thomas Tipton27. Sep 2007, 21:14


Thomas Tipton war ein Mensch über den man sagen könnte :
Gäbe es ihn nicht , hätte man ihn erfinden müssen .
das zum Menschen Thomas Tipton .
Zum Künstler sei gesagt , was man vor Jahrzehnten über Jean Kiepura sagte : Einmalig !

Ich durfte einige Jahre sein Freund sein .
Heinz Altenberg
Gerlandweg 4
84364 Bad - BirnBACH

-----------

 

Kammersänger und Schauspieler Thomas Tipton tot

 

Basler Zeitung - 24/09/2007

Tags : KulturSchauspieler

Auf den Bühnen in Bayreuth, Salzburg, London und New York feierte der Sänger ebenso Erfolge wie auf der Leinwand. Unter Helmut Dietls Regie spielte der gebürtige Amerikaner in der TV- Serie «Kir Royal» sowie im Film «Schtonk» an der Seite von Götz George.

 

 -------------

Klassik Magazin (Fono-Forum)

                                             Bariton Thomas Tipton gestorben 

Der Sänger und Schauspieler Thomas Tipton ist tot. Bereits am Samstag starb der Bariton in seiner Wahlheimat München überraschend an einem Blutgerinnsel. Auch wenn er nicht unbedingt zu den berühmtesten Sängern des letzten Jahrhunderts zu rechnen ist, feierte er auf dem Höhepunkt seiner Karriere doch groß Erfolge auf den Bühnen in Bayreuth, Salzburg, London und New York. Seine mächtige Stimme sowie seine imposante Bühnenerscheinung prädestinierten ihn dabei für die großen Baritonrollen Verdis aber auch für Beethovens Scarpia, den er mit grimmiger Dämonie ausstattete. Erfolge feierte Tipton aber nicht nur auf der Opernbühne, sondern auch auf der Leinwand. So spielte der gebürtige Amerikaner in Helmut Dietls TV-Serie „Kir Royal“ sowie an der Seite von Götz George in dem Kinofilm „Schtonk mit.


                                                                                                            ---------