eigenegedichte |
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Hier findet Ihr nur Werke von mir, die teilweise auch in der Lyrikecke zu lesen sind.
Nachfolgend könnt Ihr die wahre Geschichte über Susi lesen. Wir hatten sie in "Herrchen gesucht" im Fernsehen entdeckt und fuhren am nächsten Tag sofort in das Tierheim, in dem sie "abgegeben" war und holten sie zu uns.
H e r r c h e n g e s u c h t .....
"Susi " ! ...... "Suuuusi" ! ..... "Suuuuuusi" ! ...... Meinen die vielleicht mich ?? Ach was, habe wohl wieder nur geträumt, daß mein Herrchen, das mich hier vergessen hat, doch noch zurückkommt und mich wieder nach Hause bringt.
Alles ist so endlos traurig ! Die vielen Hunde hier machen mich so ängstlich, und ich kann mich gar nicht daran gewöhnen. Dann neulich die vielen Apparate und grelles Licht, und die vielen fremden Menschen. Von allen Seiten mußte ich mich zeigen - wie ein Stück Vieh.... !
"Susi" ! Nanu, die meinen ja wirklich mich ! - Jetzt muß ich auch noch aufstehen und meine Hütte verlassen - dabei sehe ich mein Herrchen gar nicht ! Alles so sinnlos, das ganze Leben macht keinen Spaß mehr ! Die Hand fühlt sich ja ganz sanft an, die mich auf einmal streichelt. Da muß ich mich still verhalten, vielleicht bleibt das ein kleines Weilchen so schön !?
Was ist das denn ?? Diese neuen Stimmen klingen so lieb, und sie nehmen mich in ihrem Auto mit ! Ich darf neben einem Frauchen sitzen, und das streichelt mich sehr liebevoll. Ob sie mein neues Frauchen werden will ? Nicht auszudenken ! Sie wirkt jedenfalls ganz vertrauenerweckend. Eine schöne Wohnung ist das, in der wir jetzt sind. Aber ich habe Angst ! Vielleicht kommen gleich wieder ganz viele Hunde und verjagen mich. Frauchen stellt mir etwas ganz tolles zum Fressen hin. Ob ich das wohl nehmen kann ? Na ja, ehe es ein anderer frisst, nichts wie ran ! - Oh, das war wohl zu viel - alles kommt wieder raus und direkt vor Frauchens Füße ! Nanu, warum springt sie denn so schnell auf ? Habe es doch nicht bös' gemeint. Werde meinen Schwanz einziehen und ganz ängstlich tun. Aber sie schimpft gar nicht, und Herrchen (mein neues Herrchen??) will sogar mit mir rausgehen. Das freut mich sehr !
Daaas war schön ! Herrchen ist ganz lange mit mir gelaufen. Ich durfte rennen und springen und Herrchen ist sogar mitgerannt. Ha, das Leben ist doch schön ! Ich bin so richtig fröhlich auf einmal und froh, ein Hund zu sein ! Ob sie mich vielleicht behalten ? So ganz traue ich ihnen noch nicht - werde mal sehr aufmerksam bleiben !
Jetzt fahren wir wieder mit dem Auto weg, und das gefällt mir nicht ! Bedeutet sicher nichts Gutes ! Nanu, warum steigt Herrchen denn aus und ich darf nicht mit ?! Na, das ist doch...... ! Werde ich mich mal an Frauchen ranmachen und mich streicheln lassen. Soll ich sitzenbleiben oder passiert nichts mehr ? Dann würde ich mich ja ganz gerne lang machen. Hier vorne die Bank ist elend kurz, was denken die denn - bin ich etwa ein Schoßhündchen ? Wenn ich aber nach hinten springe, hört bestimmt das Streicheln auf. Und das verlange ich einfach nach so langer Abstinenz ! Hey, weitermachen ! Dauernd muß ich sie anstupsen, damit sie mich nicht vergißt. Möchte wissen, wo die Menschen immer ihre Gedanken haben. Jetzt fängt sie doch tatsächlich an, mit mir zu schimpfen - ich soll "Platz" machen und lieb sein ! Da soll sich ein Hund auskennen..... !
Na endlich, die Gegend kommt mir bekannt vor. Ja, wir sind vor meinem neuen Zuhause ! Hoffentlich vergißt sie mich nicht in diesem riesigen Auto, werde mich lieber ganz schnell hinter ihr vorbeidrücken. Na, das wäre geschafft, puh ! Nichts, wie in die Wohnung rein. Mal sehen, ob meine neue Puppe noch da ist. Vielleicht empfängt uns auch Herrchen und wir gehen gleich Gassi. Hoppla, was ist das denn ? Frauchen will tatsächlich mit mir rausgehen ! Na, da will ich mich doch mal von meiner besten Seite zeigen. Sie ist eigentlich eine ganz nette Person, jedenfalls gibt sie sich große Mühe, lieb zu mir zu sein, das muß ich schon anerkennen !
Was ist denn jetzt schon wieder ? Darf ich nicht mal diese blöde Leine kaputt beißen ?! Na also, ohne geht es doch viel besser. Ich muß ihr zeigen, daß ich den Weg schon genau kenne - sie begreift wohl nicht so schnell. Menschen scheinen immer mißtrauisch zu sein, aber ich glaube, ganz besonders die Frauen ?! Wer weiß, was die vorher für einen Hund hatten.... ? Der war sicher nicht halb so gut erzogen wie ich !!
Waas ? Schon wieder nach Hause ? Also, mit meinem Herrchen ist sie nicht zu vergleichen. Aber vielleicht ganz gut so, denn was sie mir jetzt für ein karges Frühstück vorsetzt - da wackeln einem ja die Beine ! Trotzdem werde ich mich mal an sie anklammern...... ! Oh, das hat sie wohl gar nicht gern - sie wird ganz böse ! Sie wäre ja kein Hund - ja, leider ist sie keiner !! Unsereins hat schließlich auch so seine Schwierigkeiten, aber wer von diesen Menschen versteht das schon ...... ?! Nun scheint sie auch noch abhauen zu wollen. Mich einfach hier mit leerem Bauch hängen zu lassen. Ob sie wiederkommt ? Gestern hat mein lautstarkes Jaulen sie nicht zurückgelockt ! Ach, was soll's, ich laß sie einfach gehen. Werde schlafen, dann merke ich den knurrenden Magen nicht so. Wollen die mich einfach hungern lassen ? Bin doch nicht zu dick ? Immer gut, etwas für schlechte Zeiten zu haben ! Das sieht man ja jetzt ..... ! Da kommt sie ja schon wieder - toll ! Ich freu' mich wirklich riesig darüber und kann mich gar nicht beruhigen. Ich glaube, ich mag sie doch sehr. Sie hat mir doch tatsächlich ganz tolle Kauknochen mitgebracht - und auch etwas sagenhaft Gutes zum Sattwerden ! Aber was glaubt sie denn, wie verfressen ich bin ? Ein Viertel der Portion hätte auch gereicht ! Waaas ? Jetzt legt sie sich doch hin und schläft. Das gibt's nicht ! Zum Glück bin ich groß genug, um ihr das Gesicht abzuschlecken, wenn sie liegt. Mmh, das paßt ihr gar nicht..., leg' ich mich halt hin, damit sie Ruhe gibt.
Nanu, Frauchen ist schon wieder wach. Sicher durch das laute Klingeln aus dem komischen Apparat. Jetzt spricht sie in das Ding auch noch hinein. Bin ich denn gar nicht mehr für sie da ? Oh ja, doch ! Muß mich nur immer an sie lehnen. Daaaas tut gut ! Hört sie denn gar nicht wieder auf zu sprechen ? Na ja, so lange sie mich streichelt, soll's mir egal sein ! Endlich stellt sie den Apparat wieder weg - und zieht sich tatsächlich ihre Schuhe an. Ob ich mitgehen darf ? Nun klingelt es schon wieder und sie spricht in das Ding rein. Also, ein bißchen mehr Fürsorge kann ich doch wohl erwarten , oder ? Sie scheint von mir zu sprechen, ich höre dauernd meinen Namen. Also bin ich wohl doch nicht so ganz unwichtig !. Oh, es sieht so aus, als wenn wir jetzt aus der Wohnung kommen. Warum nimmt sie denn die Tasche mit ? - hm, den Weg sind wir noch nicht gelaufen. Und dann noch die Leine ! Ich muß sie kaputtbeißen ! Frauchen schimpft ! Viele Autos fahren hier - das ist nicht so schön, wie im Wald ! Was will Frauchen denn in diesem Haus ? Hier riecht es sehr stark nach anderen Hunden - genau wie in meinem letzten Zuhause ! Das gefällt mir absolut gar nicht, werde mich weigern, da reinzugehen. Da liegen doch glatt ein paar Schäferhunde im Zimmer ! Ich bin zwar größer als die, aber den Kerlen traue ich nicht über den Weg ! Mein Sträuben nützt nichts, Frauchen zieht mich gewaltsam an denen vorbei, obwohl die so erschreckend bellen ! Muß mich neben Frauchen hinsetzen, und nun will sie wohl ihr Benehmen mit Streicheln wieder gutmachen - könnte ihr so passen ! Was sollen wir bloß hier ? War ich nicht brav genug, so daß sie mich wieder loswerden wollen ? Ist ja ein ganz nettes Mädchen, das mich jetzt streichelt. Sie scheint mich zu kennen von irgendwoher, erzählt etwas von einer Fernseh- sendung letzte Woche. Kann mich gar nicht mehr daran erinnern, es war alles so aufregend in den vergangenen Tagen. Das Zimmer, in das sie mich jetzt ziehen, gefällt mir überhaupt nicht ! Ist man den Menschen total ausgeliefert ?? Nein....., das kenne ich ..... auf den Tisch will ich nicht rauf, da tun sie mir wieder weh !! Zu Zweit raufheben ? Kommt gar nicht in Frage ! Nein... - da beiß' ich kräftig und ganz flink um mich ! Hättet ihr nicht gedacht, was ? Ha ha, so nicht mit mir !! Oh, verdammt, ich habe diesen Frauen in den weißen Kitteln Angst gemacht; das hätten sie von mir wohl nicht erwartet. Muß mich entschuldigen, habe ja auch gar nicht zugebissen ! War doch nur eine kleine Warnung ! Nun kann ich mich auch nicht mehr wehren......, meine Schnauze ist plötzlich rundherum zu ! Gemein, aber so sind sie eben - kein Mitleid mit einem armen Hund ! Ergebe ich mich halt in mein Schicksal. Die ganze Hoffnung, es endlich wieder mal gut zu haben, war wohl umsonst ! Das neue Herrchen machte so einen vielversprechenden Eindruck. Und ich hatte mir eingebildet, er mochte mich auch sofort. Menschen ! Wo ist er jetzt ? Mich einfach im Stich gelassen !
Warum betasten die mich überall ? Meine Ohren sind sauber, bin doch kein Schwein ! Daß ich gesund bin, ist doch klar. Jetzt pieksen sie mich auch noch. Na ja, bin zum Glück nicht wehleidig. Solange Frauchen meinen Kopf hält und mich streichelt, ist alles einigermaßen zu ertragen. Ob wir vielleicht doch hier wieder rauskommen ?!
Endlich....., von Tisch runter und das Zeug von der Schnauze weg ! Und die Leine aus Frauchens Hans reißen - das ist eine Chance ! Zur Strafe beiße ich die jetzt durch ! Meine Zähne wollen sie nun auch noch sehen. Na gut ! Seid ihr jetzt zufrieden ? Natürlich bin ich erst 3 1/2 Jahre alt, was denn sonst. Bin doch keine Oma - werde ich euch schon noch zeigen. Jetzt aber raus hier, Frauchen. Oha, an den vielen Hunden soll ich wieder vorbei ? Mit eingezogenem Schwanz und an Frauchen gedrückt wird mir vielleicht keiner etwas tun ?! Geschafft !! War eigentlich gar nicht so schlimm. Aber schließlich kann man sich ja nicht alles gefallen lassen.... !
Ist daaas schön, wieder in die Wohnung zu kommen ! Bin mal gespannt, wann Herrchen wiederkommt - bleibe am besten in Türnähe. Oh, Frauchen hat einen großen Knochen für mich. Tolle Person ! Trotzdem traue ich ihr nicht so recht - jedenfalls noch nicht. Im Wohnzimmer muß es doch ein Plätzchen geben, wo ich die Beute verstecken kann ? Ja - hier in der Ecke hinter der Tür findet sie ihn bestimmt nicht. Ich muß nur ganz unauffällig wieder rausgehen, damit sie keinen Verdacht schöpft. Hey, hey ....., was will sie denn auf einmal im Wohnzimmer ? Jetzt aber wie ein Blitz hinterher - den Knochen vor ihr erreichen ! Puh, das hat nochmal geklappt ! Was nun ? Bin zu satt, um ihn gleich aufzufressen. Ich muß warten, bis sie wieder draußen ist. So, vielleicht hinter der Couch ? Oh weia, fällt mir doch mit lautem Knall so ein Kasten fast auf den Rücken ! Was die aber auch überall so rumstehen haben ! Werde mich schnell ganz klein machen, sicher schimpft Frauchen - oder hat sie es nicht gehört ? Von wegen, da ist sie schon ! Sie stellt das Ding wieder hin und meint: "Ach, nur der Lausprecher, hoffentlich hast du dir nicht wehgetan ?!" Sie betastet mich - und ich fange langsam wieder an zu atmen und mich zu meiner normalen Größe aufzurichten. Ich glaube, ich beginne mein Frauchen zu lieben. Sie nimmt mir den Knochen auch gar nicht wieder weg. Na, dann will ich ihr auch noch mein volles Vertrauen schenken ! Nun geht sie schon wieder weg. Das gefällt mir zwar gar nicht, aber ich werde ihr mal zeigen, daß ich sie gut verstehe. Sie sagt, ich soll 'Platz' machen und sie käme gleich wieder. Sie freut sich offensichtlich darüber, daß ich mich brav hinsetze und ihr meine Pfote zum Abschied reiche. Sicher kommt sie bald wieder ! Solange Herrchen nicht da ist, werde ich mich nachts vor ihr Bett legen und gut auf sie aufpassen - sie hat es verdient ! Und sicher wird sie mich auch nicht so früh wecken, bestimmt schläft sie genauso gern und lange, wie ich ! Eins steht fest: Dieses neue Zuhause gebe ich nicht mehr auf. Hier bleibe ich, wuff !!
(geschrieben 1989) Anmerkung zu vorstehender Erzählung: Wir hatten die Susi, eine große Münsterländerin, leider nur 4 Jahre. Sie hat uns aber sehr viel Freude gemacht, war aber immer traurig. Wie wir erfuhren, wurde sie ins Tierheim abgegeben, weil ein Kind in die Familie kam. Daß ein Hund auch eine Seele hat und sehr leiden kann, begreifen leider manche Menschen nicht......
die erste im Auto - damit wir sie auch ja nicht vergessen......
Meine Gedichte ab Oktober 2005
Wir liebten sie sehr und sie liebte uns.
Ein Leben lang vorwärts schreiten....
20 Jahre jung, du möchtest die Welt erobern
Sauna Wohlgefühl...
Du gehst hinein und sofort wirst du
Zerbrochene Träume
Es tut so weh, von zerbrochener Liebe zu lesen, (das galt einer traurigen "Schreiberin" aus der Lyrikecke)
Trauminsel
Fühle mich nicht so gut - schlafe schlecht !
Glück trainieren
"Glück, das gibt's doch nur für kurze Zeit",
Wünsche für 2006
Wünsche allen Autoren der Lyrikecke ein gutes neues Jahr,
Zu spät....
So weit und lange bist du nun schon weg von mir,
So ist auch Regen schön,,,,,
Regen - sanft niederfallend,
Freundin
Seelchen flieg......
Kluge, große Augen schauen dich vertrauensvoll an - so,
Wintertraum
Dauert es noch lange mit diesem vielen Schnee
Tanz mit den Elfen
Meine Sinne schicken mich heute auf die Reise,
Nur Worte....
"Schön, daß es dich gibt" - leicht dahingesagt,
Tag-Traum......
Ich möcht' so gern einmal von dir träumen -
Stimmungstief.....
Trübe Stimmung - trüber Sinn -
Geschwister....
Es waren einmal viele Geschwister - alle noch recht klein!
Neues Leben
Ein Unfall - plötzlich, unvorhergesehen, ist er da.
November
Alltägliche Glücksmomente.....
Die Leine vom Haken nehmen und rufen: "Luzie, wir gehen raus" !!
Ich schaue aus dem Fenster - es schneit und schneit -
Wünsche mir Weihnachten keine Geschenke von dir,
Unser Hund Luzie...
Folgendes brachte Christina Weihnachten 2011 in ihrem Adventskalender am 24. Dezember. Es ist eine Erinnerung von mir aus der Kindheit:
Als ich 10 Jahre alt war, wünschte ich mir sehnlichst eine Blockflöte. Meine Eltern waren aber der Meinung, ich solle mich lieber mit dem Klavierspiel mehr beschäftigen. Mein Vater war Pianist und dachte vielleicht, daß ich in seine Fußstapfen treten könnte. Aber mein ganzes Ziel war eine Blockflöte. Es war Krieg (1942) und es kann sein, daß es schwierig war, solch ein Instrument zu beschaffen. Die Gedanken daran gab ich aber nicht auf. Und so kam Weihnachten heran und natürlich stand auf meinem Wunschzettel ganz groß "BLOCKFLÖTE" !
Die Bescherung kam näher, was wie folgt bei uns ablief. Als ich mit meinen damals 3 Geschwistern (Brüder) ins geschmückte Weihnachtszimmer durfte, blieben wir an der Tür stehen und es wurden erst Weihnachtslieder gesungen, wozu mein Vater uns auf dem Klavier begleitete. Wir hatten natürlich glänzende Augen und suchten damit die Plätze auf, wo die Geschenke lagen. Für jedes Kind wurden diese
auf einem bestimmten Platz gelegt - Sessel, Stuhl oder Sofa - . Meine Blicke wurden schon sehr traurig, sah ich doch nirgendwo ein etwas längeres Päckchen, das einer Flöte ähnlich war....
Als uns dann "unsere" Plätze gezeigt wurden, fing ich an zu weinen und setzte mich daneben. Ich machte keines der Päckchen auf - denn es war ja keine Blockflöte dabei! Meine Mutti nahm mich in den Arm und nahm eines der Päckchen in die Hand. Sie wischte mir die Tränen ab und sagte ganz leise: " Mach es auf !" Ich holte tief Luft und wickelte das Papier auf - und was sah ich ? 3 Teile einer ganz tollen Blockflöte, die natürlich erst zusammengesetzt werden mußte. Ich stieß einen freudigen Schrei aus und aller Kummer war vergessen. Ich umarmte meine Eltern und meine Freude kannte keine Grenzen..... Die anderen Geschenke mußten noch einige Zeit warten, bis sie ausgepackt wurden.
Inzwischen packt schon mein Urenkelchen seine Geschenke aus - aber dieses Weihnachten und meine große Freude werde ich niemals vergessen, so lange ich lebe.....
-------- Hallo, ich bin der Kater Maxl
und ich möchte Euch gerne etwas aus meinem Leben erzählen.
Ist schon sehr, sehr lange her, als ich zusammen mit meinem Bruder
Benny zu meinen Menschen gekommen bin – die wir uns aber nicht
selbst aussuchen konnten. Bei denen kümmerte sich aber fast keiner um uns bis
auf das kleine Mädchen, das uns manchmal herumschleppte und mit
uns spielte. Das tat manchmal sehr weh, aber das Miauen
nützte nichts.
Eines Tages wurde Benny sehr krank, er konnte nicht mehr richtig
sehen und aus seiner Nase lief immer Wasser.
Nun müsst ihr wissen, mein Gebiet hier ist nicht groß. Da sind drei
Häuser nebeneinander, das eine gehört meinen Menschen und in dem Haus
in der Mitte wohnt ein großer Hund, der immer so schrecklich bellt
und mir Angst macht.
Das Haus daneben ist mir das liebste und ich weiß, da leben gute
Menschen ! Der eine gute Mensch hat Benny einfach mitgenommen
und gesund gemacht und nun darf er dort leben und auch ins
Haus mit hinein. Das hat mich natürlich sehr eifersüchtig gemacht
und ich versuche jeden Tag vergeblich, da auch hineinzukommen.
Ich werde von den guten Menschen jeden Tag morgens und abends
gefüttert und sie streicheln mich immer – und DAS liebe ich sehr !!
Eines Tages haben sie mich in einen Käfig gesteckt und ich bekam
richtig Angst. Ich war doch dort immer sehr brav und den Benny
wollte ich nur aus Spaß verjagen….. !
In dem Haus, in das sie mich trugen, roch es so komisch und als
ich aus dem Käfig herausdurfte, wurde ich von einem Mann im weißen
Kittel in den Bauch gestochen, was eigentlich nicht dolle weh tat.
Dann habe ich wohl geschlafen und als ich aufwachte, lag ich bei
meinen guten Menschen auf der Terrasse in einem kleinen Häuschen.
Ich wurde gestreichelt und war glücklich, wenn mein Bauch auch
etwas weh tat.
Als es mir wieder richtig gut ging, habe ich versucht, Benny
wegzujagen. Jetzt weiß ich, daß ich der Stärkere bin. Schließlich hat er ein Zuhause, wo er sich wohlfühlt, und wo bleibe ich ? Hier seht Ihr, wie ängstlich ich ihn schon gemacht habe:
Meine Menschen haben nicht einmal gemerkt, daß mich neulich
auf der Straße so ein großes Auto auf die Seite geworfen hat. Das
hat dolle weh getan und ich muß seitdem humpeln.
Und stellt euch vor, jetzt haben doch meine Menschen noch eine
Katze ins Haus geholt. So eine ganz dünne, zarte und ich stelle mir
vor, das ist meine Schwester. Ich werde ihr helfen wo ich nur kann.
Vielleicht kann ich sie ja auch mit zu meinen guten Menschen
nehmen und vielleicht dürfen wir dann beide mit ins Haus ????
Oh je, das ist richtig schief gelaufen. Mein guter Mensch hat meine
Schwester davongejagt und geschimpft. Vielleicht wollen sie nicht
noch mehr Katzen ? Schade, das hat nicht geklappt.
Nun habe ich wieder neue Sorgen, denn plötzlich sind meine guten
Menschen nicht mehr da. Ich laufe seit Stunden immer wieder die
drei Häuser entlang und suche sie. Jetzt kommt der Mensch, dem
der Hund gehört und ruft nach Benny. Da soll doch einer….. – also
immer wieder der Benny – dem werd’ ich’s zeigen !!! Aber erst
laufe ich einmal hinterher, vielleicht gibt es ja Futter für mich ?!
Tatsächlich, mir wird meine Schüssel mit Futter hingestellt –
und ich werde gestreichelt. Wozu brauche ich Futter ? Das Streicheln
tut ja sooo gut !
Jetzt wird doch wieder Benny gerufen und der Kerl kommt auch
noch ! Streicheln hin, Streicheln her, nein – das ist zuviel. Mein
Sprung in Richtung Benny muß wohl gefährlich ausgesehen haben,
denn dieser macht einen großen Bogen und eine Hand hält mich
fest. Dumm gelaufen, Benny schlüpft ganz schnell durch die
Tür ins Haus – krrr – könnte laut schreien !!
Nun gibt es jeden Tag von diesem anderen guten Menschen Futter
und liebevolles Zureden und ich habe gemerkt, daß der Hund
gar nicht so böse ist. Jedenfalls verjagt er mich nicht mehr, wenn
er mich sieht.
Aber leider ist er auf meine Schwester nicht gut zu sprechen. Aber
die ist ziemlich mutig und bleibt stehen, wenn er ihr zu nahe
kommt. Sie macht einfach einen Buckel und knurrt – und der
Hund bleibt auch stehen. Ganz schön tapfer für so eine kleine
Katze und ich bin ganz schön stolz auf sie.
Auf einmal sind meine guten Menschen wieder da und ich bin
ganz glücklich, könnte direkt einen Purzelbaum schlagen. Bin
im Moment auch gar nicht sauer, daß sie mich nicht ins Haus
hineinlassen. Muß wohl lernen, das zu verstehen. Immerhin haben
sie (für mich allein ?) ein schönes Häuschen hingestellt, in dem
man wunderbar schlafen kann. Dann träume ich davon, bei
meinen guten Menschen zu ihren Füßen zu schlafen und auf
sie aufzupassen……
Man glaubt es nicht – hat doch meine Schwester plötzlich drei
Kinder bekommen – einfach so ! Ja, wer soll sich denn um die
kümmern ? Ich vielleicht auch noch ?
Das ist einfach zuviel für mich. Gehe zu meinen guten Menschen
und verkrieche mich im Häuschen. Nichts hören und sehen.
Bis demnächst,
Euer Maxl
------- Leider lebt Maxl nicht mehr.... ein Auto war schneller als er und er ist jetzt im Katzenhimmel. Dort kann er nun in Gedanken zu seinen lieben Menschen gehen, die ihn letzten Endes doch mit ins Haus genommen haben und er gehörte dazu. Er war einfach nur noch glücklich ! ----
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