mittsommer


Mittsommer (Midsommar)

 

Midsommar ist das größte Fest des Jahres in Schweden. Es ist sogar größer als Weihnachten und Ostern. Die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn wobei es immer an dem Freitag gefeiert wird, der dem längsten Tag im Jahr (21. Juni) am nächsten ist. Dabei geht im nördlichsten Schweden die Sonne überhaupt nicht mehr unter, es ist die ganze Nacht durch taghell. Der Freitag wird »midsommarafton« (Mittsommerabend) genannt und der Samstag wird »midsommardag« (Mittsommertag).

Midsommarstången

Am Mittsommerabend wird der Mittsommerbaum aufgestellt. Er sieht in den verschiedenen Teilen des Landes immer etwas anders aus. Man schmückt ihn mit Blättern und Blumen. Danach tanzt man im Kreis um diesen Baum, dabei werden verschiedene Spieltänze getanzt, einer davon handelt zum Beispiel von einem Frosch und man imitiert beim Tanzen seine Bewegungen. Das ist vor allem für die Kinder sehr lustig, aber auch die Erwachsenen haben nach ein paar Schnäpsen sichtlich Spaß daran.

Man zieht sich schöne Kleider an, die Mädchen und Frauen haben meist weiße oder blumige Kleider und viele ziehen sogar zu dieser besonderen Gelegenheit ein einziges mal im Jahr ihre Trachten an. Einige machen sich Kränze aus Blumen und setzen sie sich oder ihren Kindern auf.

Essen und Trinken

An Mittsommer isst man die ersten Jungkartoffeln, zusammen mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse. Viele nehmen einen – aber meistens dann doch mehrere – so genannten »nubbe« während des Essens zu sich (das ist nichts anderes als 2-4 cl Schnaps) . Es wird aber auch »öl«, also Bier dazu getrunken. Zum Nachtisch gibt es dann frische schwedische Erdbeeren mit Sahne.

Magische Natur

Früher glaubte man, dass die Natur in der Mittsommernacht (der Nacht zwischen Freitag und Samstag) magisch war. Elfen tanzten und Trolle standen hinter den Bäumen. Man glaubte dass der Morgentau kranke Tiere und Menschen heilen konnte. Deshalb sammelte man etwas Tau in einer Flasche. Dieser Tau war auch zum Brot backen gut, das Brot und die Brötchen wurden davon groß und lecker, so glaubte man.
 

Sieben Blumen

Unverheiratete Mädchen pflücken in der Nacht sieben oder neun Sorten wilder Blumen, die sie dann unter ihr Kopfkissen legen. Dann sollen sie der Legende nach von dem träumen, den sie irgendwann einmal heiraten wird. Sie müssen aber beim Pflücken absolut still sein und am nächsten Tag dürfen sie niemandem erzählen, von wem sie geträumt haben, sonst geht der Traum nicht in Erfüllung.

 

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