Dazu kommt, dass bisher noch keine Medikamente für wirbellose Krebstiere im Zoofachhandel verfügbar sind. Fast immer werden bei der Krankheitsbekämpfung bei Garnelen Medikamente aus der Humanmedizien wie z.B. Penicillin verwendet. Diese sind dann aber meist rezeptpflichtig.
Ein weiteres Problem bei der Anwendung von Medikamenten im Wasser bei Garnelen besteht darin, dass zu wenig des Wirkstoffes, wenn überhaupt etwas, durch den Panzer in die Muskulatur bzw. den Körper gelangt.
Viele im Wasser gelöste Medikamente bekämpfen bei Garnelen nur die Oberfläche des Panzer und dringen nicht durch diesen um die eigentliche Krankheitsherd zu bekämpfen. Das beste Medikament hilft also nichts wenn es die Krankheitserreger nicht erreicht.
Damit ein Medikament z.B. bei Bakterien wie Streptokokken die unter dem Panzer und in den Muskulaturen sitzen erreicht, müssen die Garnelen den Wirkstoff in sich aufnehmen, damit dieser in die Muskulatur und in den Körper eindringt und somit der Erreger der dort sitzt direkt bekämpfet werden kann.
Am effekivsten ist es, wenn man etwas Futter in Granulat oder Flockenform in ein zuvor mit Wasser aufgelöstes Medikament einweicht. Das Futter saugt dieses in sich auf und wird somit beim Verfüttern von den Garnelen mit aufgenommen. Zur Unterstützung sollte das angwandte Medikament zusätzlich im Aquariumwasser aufgelöst werden damit es dort zumindest die Erreger im Aquarium bekämpfen kann.
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