Kleinlibellen (Zygoptera) bevorzugen als Beute vor allem Mückenlarven und Kleinkrebse wie etwa die Bachflohkrebse und können ohne Probleme auch Beute wie, Krebs- und Garnelennachwuchs erbeuten. Larven der Großlibellen (Anisoptera) jagen entsprechend größere Beutetiere wie kleine Kaulquappen oder Jungfische und ausgewachsene Zwerggarnelen.
Zur Atmung unter Wasser besitzen Libellenlarven zwei verschiedene Techniken, wodurch sie auf den ersten Blick unterschieden werden können: Die Kleinlibellen haben an ihrem Hinterende drei blattförmige Tracheenkiemen, mit denen sie Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen können. Großlibellen hingegen besitzen keine sichtbaren Kiemen, diese sind in den Enddarm verlagert (Rektalkiemen). Die Aufnahme des Sauerstoffs erfolgt hier durch ein spezielles Gewebe im Enddarm.
Die Dauer die die Larve im Wasser verbringt schwankt beachtlich. Je nach Libellenart zwischen 3 Monaten (Mitteleuropäische) und 5 Jahren (Quelljungfern, Gattung Cordulegaster). Während der Larvenentwicklung durchlaufen die Tiere bis zu 10 Larvenstadien.
Wenn man eine Libellenlarve im eigenen Aquarium entdeckt sollte man versuchen sie herauszufangen. Dies erweist sich in dicht bepflanzen Aquarien oftmals als schwierig da die Larven sich im Wasser sehr schnell bewegen können. Da Libellen bei uns jedoch artgeschützt sind, sollten man, sobald man sie aus dem Aquarium entfernt hat, im nächsten Teich oder Tümpel aussetzen.