
Wir waren den
ganzen Tag mit dem Landrover im Lake Manyara Reserve (Tanzania)
unterwegs. Dieser See! Tausende von Flamingos gaben ihm ihre
unbeschreibliche rote Farbe.
Das Lachen der Flußpferde klang mir noch im Ohr. Eine Laune der
Natur, diese unförmigen Körper, die scheinbar übergangslos in den
riesigen Kopf übergingen. Diese winzigen Ohren, die pausenlos in
Bewegung waren, und so gar nicht zu diesem Koloß passten, genauso
wenig wie der kleine Stummelschwanz, den die Hippos wie einen
Propeller benutzen, um den Kot gleichmäßig in einem Umkreis von zig
Metern zu verteilen. Und was konnten die rennen!
Die
Elefanten, stundenlang hätte ich ihnen zuschauen können, diesen
grauen Ungetümen, wie sie sich, als hätten sie alle Zeit dieser
Welt, im Zeitlupentempo weiterbewegten. Wie groß war der Schreck,
als sich ein Elefantenbulle plötzlich herumwarf und dann, drohend
mit den Ohren wedelnd, auf uns zurannte. Ich wußte bislang gar
nicht, wie schnell man den Rückwärtsgang an so `nem Auto einlegen
kann!
Sogar eine Gruppe Löwen hatten wir gesehen. Sie lag träge unter
einer Baumgruppe im Schatten, nicht einmal das Geräusch
vorbeifahrender Autos schien sie in ihrer Mittagsruhe zu
stören.
Hat jemand schon einmal Giraffen außerhalb eines Zoos in
Deutschland gesehen? Eine kleine Giraffe, die krampfhaft versucht,
ihre anscheinend viel zu langen Beine zu koordinieren? Dann
mehrmach an dieser Aufgabe scheitert, bis sie endlich, wenn auch noch
etwas unsicher, durch die Gegend torkelt? Das Trommeln der Hufe
gehört, wenn Giraffen davonstürmen? Dieses Trommeln, das so ganz im
Widerspruch zu diesem graziösen Bewegungsablauf steht?
Schon einmal dem Lachen der Hyänen in der Abenddämmerung gelauscht?
Oder beim Anblick eines rennenden Warzenschweines in schallendes
Gelächter ausgebrochen, weil es einfach nur komisch aussieht, wenn
der Schwanz wie eine Antenne gen Himmel ragt?
Wohl eher weniger, da sonst selbst dem letzten Idioten ja klar sein
müsste: Jagen nur mit der Kamera!!!