Interview mit Malus
PC

Reporter: Bislang galten Sie und Malu als das Traumpaar
schlechthin. Nun machen Scheidungsgerüchte die Runde. Steht Ihre
Beziehung vor dem Aus?
PC: Tatsächlich ist es so, dass größere Probleme unser
Verhältnis belasten. Von Trennung möchte ich allerdings noch nicht
reden. Wir haben wunderschöne Jahre miteinander verbracht. Sowas
wirft man nicht einfach weg, auch wenn wir die letzte Zeit fast nur
mit unsinnigen Kämpfen verbracht haben.
Reporter: Gab es einen besonderen Anlaß, dass Ihre
Beziehung so umkippte? Was ist passiert?
PC: Lange Zeit klappte es ja hervorragend mit uns beiden. Aber wie
die Weiber so sind: Auf einmal nörgelte sie nur noch an mir rum,
fühlte sich permanent unverstanden, beschimpfte mich ständig und
warf ausgerechnet mir mangelnde Sensibilität vor. Ha! Und das, wo
die keine Ahnung von meinem Innenleben hat, sich überhaupt nicht in
mich reindenken kann. Dass ich nicht lache!
Reporter: Es
war auch von Gewalt die Rede, können Sie das
bestätigen?
PC: Ja, aber ausschließlich gegen mich! Ich würde nie eine Frau so
misshandeln! Nicht nur, dass mir permanent gut funtionierende
Organe entnommen und stümperhaft durch andere ersetzt werden, ich
stehe hier seit Wochen offen ohne Haube, friere mich fast zu Tode.
Und schauen Sie sich mal meine Tastatur an, laufend lässt sie die
Glut ihrer Kippen auf meine Buchstaben fallen. Können Sie sich
vorstellen, wie weh das tut?
Reporter:
Können Sie sich denn gar nicht wehren?
PC: Na ja, ich habe da so meine eigenen Möglichkeiten.
Reporter:
Welche da wären??
PC: Am effektivsten ist das Mittel der Verweigerung.
So einen kleinen Virus einzuschleusen ist auch nicht schlecht. Ich
könnte mich totlachen, wenn Malus Gesicht in solchen Momenten die
Farbe wechselt, wenn nach und nach die Fassungslosigkeit in Wut
umschlägt.
Reporter: Nennt man das nicht auch Gewaltanwendung, zumindest
psychischer Art?
PC: Mooooooooment! Der TR Worm R305 hat zwar einige Dateien
zerschossen, unter anderem ihren kompletten Organizer. Aber das
nenne ich Notwehr!
Reporter: Also, ich bin
eigentlich der Meinung, Sie haben sich gegenseitig nichts
geschenkt. Sie sind doch jetzt quitt. Wollen Sie sich und ihr nicht
noch eine Chance geben?
PC: Ich würde es gerne, weiß allerdings nicht, ob Malu das auch
noch möchte. Sie ist seit Stunden damit beschäftigt, ein Dutzend
Leute anzurufen, um abzuklären, wann sie wo welche Termine hat. Sie
ist auf 180. Ich traue mich gar nicht, sie zu fragen. Drücken Sie
mir die Daumen.
Reporter:
Mache ich. Ich danke Ihnen für das Gespräch und wünsche Ihnen
beiden noch viele gemeinsame schöne Jahre.