es gruselt weiter
Die Teufelsmühle

Nirgendwo war der Wald dichter, finsterer und unheimlicher als hier in der Satansschlucht. Kaum jemand hat sich in den letzten Jahren hier her getraut, denn es ging die Sage um, dass in der Teufelsmühle, die am Rande des Waldes, in der Nähe einer tiefen Senke stand, der Teufel umging. Die schauerlichsten Geschichten rankten sich um diese Mühle. So sollen dort Wanderer hinein gelockt worden sein, die dann nicht wieder heraus gekommen waren. Am Tage war es ungefährlich in die Mühle zu gehen, aber nach Sonnenuntergang, wurde es gefährlich. Der Himmel war an diesem Abend blutrot, leichte Schleierwolken in einem zarten rosa zogen von Süd nach Nord, es war windstill, kein Blatt rührte sich. Die Vögel, sonst mit dem Abendgesang beschäftigt waren still. Kein Laut war zu hören. Die Stille war fast körperlich zu spüren. Unheimlich still, auch um die Mühle herum kein Laut. In der Mühle malten dunkle Schatten unheimliche Figuren an die Wände. Das Mühlrad knarrte und ächzte, es drehte sich Tag und Nacht. Niemand wagte es das Rad ab zu stellen, denn es ging die Sage herum, dass, wenn jemand die Mühle anhielt, der Teufel eine Seele aus dem Dorf holte, um sie nie wieder frei zu geben. Eines Tages geschah es trotzdem, der neue Müller, glaubte nicht an die Geschichten, die sich die Menschen im Dorf erzählten. Als er Feierabend machte , es war ein Montag Abend, stellte er die Mühle ab. Unheimliche Stille breitete sich in der alten Wassermühle aus. Der Müller schloss die Mühle ab und ging müde nach Hause. Sein Weg führte durch das Tal, eine Anhöhe hinaus und durch einen Hohlweg, der am Ende den Blick auf das Dorf freigab. Am anderen Morgen war Geschrei in dem Dorf. Die Bewohner liefen auf dem Dorfplatz zusammen und redeten durcheinander, bis der Bürgermeister Ruhe gebot. Ein Mann und eine Frau traten vor und die Frau berichtete unter Tränen, dass in der Nacht ein schwarzer , nach Schwefel riechender Fremder, die Tochter des Hauses , gerade achtzehn Jahre alt geworden aus ihrer Kammer entführt habe. Die Bürger holten Dreschflegel, Mistgabeln und was sie sonst noch als Waffe gebrauchen konnten und einer rief mit lauter Stimme: " Auf Leute, auf zur Teufelsmühle, da werden wir sie finden." Aufgebracht und wütend schlossen sich die Menschen zusammen und marschierten durch den Hohlweg, die Anhöhe hinunter und da lag sie die Teufelsmühle. Kein Laut drang zu ihnen herüber und einer flüsterte: " Sie steht die Mühle, das Rad dreht sich nicht. So ein Unglück." Der Müller, der neben ihm ging schaute zur Seite und meinte: " Unsinn, die Mühle hat mit dem Verschwinden der jungen Dame nichts zu tun. Jeder weis sie hat einen Liebhaber aus der Stadt und sie ist einfach ausgerissen." " Lästere nicht, " entgegnete der Mann und verhielt seinen Schritt . Er wollte nicht gerade als Erster bei der Mühle ankommen. Die ganze Gruppe wurde, je näher sie der Mühle kamen immer langsamer. Der Müller wollte nicht als Feigling da stehen. " Los Leute, heizen wir dem Teufel ein, wenn es ihn denn gibt." Er stampfte mit schweren Schritten auf die Mühle zu. Angestachelt folgten ihm die Leute aus dem Dorf. Sie stürmten die Mühle, aber nichts deutete darauf hin, dass hier eine junge Frau gefangen gehalten würde. Sie durchsuchten die ganze Mühle, und auch den angrenzenden Wald in allen Richtungen. Sie setzten auch Suchhunde ein, aber nichts. Anscheinend war die junge Frau nicht hier gewesen. Einer der Männer setzte die Mühle wieder in Gang und sie wollten gerade gehen, als einer der Männer, die draußen waren schrie: " Stoppt die Mühle, haltet das Rad an. " Das Rad stoppte und die Menschen rannten nach draußen. Alle schauten auf das Mühlrad und da sahen sie die junge Frau. Sie stand aufrecht auf dem Mühlrad und lächelte.Sie hob die Hand, winkte und stieg die Wasserschaufeln hinunter, wie auf einer Treppe. Dann verschwand sie langsam im Wasser. Die Menschen des Dorfes, rannten zu Ufer, kletterten die Böschung hinunter und suchten mit den Augen den Bach ab, der hier eine sehr schnelle Strömung hatte. Aber sie konnten nichts sehen. Einige Leute holten Stangen aus dem Wald und damit stocherten im Bach, um vielleicht doch die junge Frau zu finden. Nach ein paar Stunden des vergeblichen Suchens, brachen die Leute die Suche erschöpft ab. Langsam gingen sie zurück in das Dorf und dort trafen sie sich noch in der einzigen Gaststätte, um das Geschehen nocheinmal zu bereden. Sie kamen zu keinem Ergebnis. Es vergingen Jahre, nichts geschah. Aber viele Menschen, die durch das Tal kamen und an der Mühle vorbei gingen, sprachen darüber, dass sie eine junge Frau auf dem Mühlrad haben stehen sehen. die ihnen zugewinkt habe, um dann im Wasser zu verschwinden. Dann an einem Sonntag kam ein Mann in das Tal , der erzählte, von der Mühle gehört zu haben und er wolle sie kaufen. Die Dorfbewohner rieten ihm ab, aber er wollte das Gebäude und auch den Wald darum herum haben. Nur wusste niemand mehr, wem der Grund einmal gehört hatte. Zu lange war es her, als das sich daran noch jemand erinnerte. Aber wozu gab es Grundbücher? Der Mann lies sich die Grundbücher zeigen und fand den Namen der Eigentümer. Es waren die Urgroßeltern der jungen Frau, die vor Jahren verschwunden war. Die Eltern des Mädchens waren im Jahr auf das Verschwinden verstorben, sie hatten sich aus Gram das Leben genommen. Weitere Verwandte gab es nicht und deshalb veräußerte die Gemeinde das ganze Gelände an den Fremden. Der Fremde bezog die Mühle und erschien eines Tages im Bürgermeisteramt und forderte den Bürgermeister auf, mit ihm in die Mühle zu kommen. Das blieb nicht unbemerkt und die Menschen des Dorfes schlossen sich an. Es mutete wie eine Prozession an. Sogar der Pfarrer und der pastor der Gemeinde schlossen sich an. Der Fremde ging mit dem Bürgermeister in die Mühle und da, wo der Antrieb der Mühle war, da wo die Räder sich drehten um den Mühlstein anzutreiben, war im Boden eine Luke. Der Fremde öffnete sie und da fanden sie die junge Frau. Sie war gefesselt und geknebelt. Sie musste schon vor Jahren getötet worden sein. Der Bürgermeister ging hinaus und informierte die Leute aus dem Dorf über den Fund. Da sahen sie die junge Frau wieder, auf dem Mühlrad stehen. Aber dieses mal stieg sie nicht die Wasserschaufeln hinunter, sondern kam auf die Menschen zu. Vor dem ortsansässigen Schornsteinfeger blieb sie stehen und zeigte mit ausgestrecktem Arm auf ihn und sagte: " Du warst es."
Ende
Der Fluch

Sie hatte schon immer einen Draht zur Natur. Deshalb war sie auch in die kleine Bauernkate gezogen, die schon seit 150 Jahren am Rande des Eichenwaldes stand. Sie hatte viel Geld investiert, um das Gebäude wieder bewohnbar zu machen. Die Dorfbewohner waren anfangs nicht so begeistert von dem Neuzugang. Sie misstrauten jedem Fremden. Ob es Touristen waren, oder Menschen, die sich hier ansiedeln wollten , sie hatten erst einmal schlechte Karten bei den Dorfbewohnern. Aber Anna war etwas besonderes. Bald schon fassten die Leute aus dem Dorf Vertrauen zu ihr. Konsultierten sie, bei kleineren Blessuren,oder alltäglichen Unpässlichkeiten. Anna hatte für jeden ein offenes Ohr und ein Kräutlein, welches ihre Beschwerden linderten. Was die Leute nicht verstehen konnten, war, Anna lebte allein. Eine junge Frau, mit schwarzen Haaren, die, wenn die Sonne darauf schien einen Blauschimmer bekamen. Ihre hellblauen Augen waren ein interessanter Kontrast dazu.Der Mund war eine Kleinigkeit zu breit, aber die Zähne darin schneeweiß und manch einer erblasste vor Neid, wenn er sie lächeln sah.Die Nase hatte eine klassische römische Form, mit einem leichten Höcker darauf. Ihre Haut war auch nicht weiß, sondern hatte einen braunen Schimmer und sah aus wie Milchkaffee. Lange schlanke Hände bewegten sich geschickt bei allem was sie tat. Ihre Kleidung war schlicht und selbst gefertigt. Sie trug am liebsten einen weiten bunten Rock, darauf eine weiße Bluse mit kurzen Puffärmeln und einer kleinen Rüschenbordüre. Der weite Ausschnitt wurde mit einem Band zusammengezogen und vorn zierte eine Schleife ihr Dekolleté. Sie sammelte die Kräuter im Wald , aber auch ihr Garten, war bestückt mit allerlei Pflanzen, denen man eine medizinische Wirkung nachsagte, oder auch schon bewiesen hatte. Heute war es wieder einmal so weit, sie wollte in den Wald gehen zum Sammeln. Dazu setzte sie einen großen hellgelben Strohhut auf , streifte einen Poncho über und zog ihre aus Stroh gefertigten Sandalen an. Langsam ging sie über die große Wiese, dem Wald entgegen, in den sie eintauchte, wie in einem grünen Meer. Sie ging zwischen den Bäumen, außerhalb der Wege duch den Wald. Ihre feinen Sinne signalisierten ihr eine unbestimmte Gafahr. Als die Bäume, die hier dicht an dicht standen, den Blick auf eine Lichtung freigaben stockte ihr Atem. Sie sah einen Mann, der sich über eine junge Frau beugte und sich offensichtlich an ihr verging, denn er hielt ihr den Mund zu und sie bewegte sich nicht. Dann stand der Mann auf und schaute auf die Frau herunter. Ihm entfuhr ein Fluch und sie konnte genau hören, was er sagte: " Komm steh schon auf, und wenn du jemandem davon etwas erzählst, dann mach ich das Gleiche nochmal mit dir du Schlampe." Er zog sich wieder richtig an, drehte sich um und ging davon. Anna wartete noch eine Weile, bis sie sicher sein konnte, dass der Mann nicht mehr in der Nähe war. Sie ging auf die reglos am Boden liegende junge Frau zu, beugte sich über sie und fühlte ihren Puls. Ja sie, der Puls war da, wenn auch schwach. Sie atmete, wenn auch flach. Anna war trotz ihrer zierlichen Figur eine starke Frau. Sie tätschelte der jungen Frau die Wangen und sprach leise auf sie ein. Nach einer Weile öffnete die Frau ihre Augen und sah sie verständnislos an, dann öffnete sie den Mund und schrie, sie schrie ihre ganze Angst hinaus in den Wald. Schaurig warfen die Bäume den Schall der Schreie zurück. Anna sprach weiter beruhigend auf die Frau ein, bis ihr schreien, in ein haltloses Schluchzen überging. " Komm, komm steh auf, ich helfe dir." Langsam stand die Frau mit Annas Hilfe auf und auf Anna gestützt verließen sie den Ort des Geschehens.
Ende Teil 1
Der Fluch Teil 2
Die junge Frau hieß Susanne und blieb bei Anna in der Hütte. Anna pflegte sie gesund und erfuhr so nach und nach was ihr zugestoßen war. Wenn jemand nach Susanne fragte, dann log Anna, sie wüsste nicht wo sie ab geblieben war und sie habe auch nichts bemerkt. Die Polizei kam noch ein paar Mal, aber Anna hielt dicht, auf Wunsch von Susanne. Der Mann im Wald, der sie vergewaltigt hatte, war der Vater ihrer besten Freundin und Susanne wollte erst zur Ruhe kommen. Anna hielt es für falsch, aber was sollte sie machen, Susanne war so durcheinander, dass sie es nicht riskieren wollte sie zu verraten. Susanne versicherte ihr, das niemand sie vermissen würde, außer ihrer Freundin. Sie hatte keine Familie mehr und bat Anna, bei ihr bleiben zu dürfen, wenigstens für eine kurze Zeit. Anna stimmte zu und die beiden Frauen entwickelten eine tiefe Freundschaft. Susanne lernte von Anna, die Namen und den Gebrauch der gesammelten Kräuter und mehr als einmal kam es Susanne so vor, als habe Anna ein Geheimnis. So verschwand Anna in Vollmondnächten aus der Hütte und kam erst im Morgengrauen wieder zurück. Aber Susanne hatte kein Angst vor Anna. Anna war herzensgut und freundlich, hilfsbereit und hörte ihr zu, wenn sie traurig war. Anna redete ihr auch die Rachepläne aus, die den Vater ihrer Freundin betrafen. Jedenfalls solche Rachegelüste die Susanne direkt ind Gefängnis gebraucht hätten. Etwas drei Monate später kam Anna von Kräuter sammeln nach Hause, als sie Susanne am Tisch sitzen sah, den Kopf in eine Ellenbogenbeuge vergraben und schluchzte vor sich hin. Anna setzte sich zu ihr und berührte sie an der Schulter, ohne ein Wort zu sagen. Sie wusste, Susanne würde anfangen zu reden. Susanne hob den Kopf , sah Anna an und sagte leise: " Ich bin schwanger." Stille breitete sich aus. Anna nahm Susanne in die Arme und sagte: " Darum brauchst du doch nicht weinen, ein Kind ist doch etwas sehr schönes." " Ein Kind von einem Vergewaltiger?" ragte Susanne zweifelnd. Anna entgegnete: "Schau Susanne, das Kind kann nichts dazu, es wurde nicht gefragt ob es in die wachsen will, es ist unschuldig und es hat ein recht zu Leben." " Hilf mir Anna, bitte bitte hilf mir." " Ich lasse dich nicht allein Susanne, bestimmt nicht und der Vater des Kindes, wird seine Strafe schon noch bekommen, aber anders als du denkst und anders, als du ihn strafen würdest. Dieses Kind wird ihn strafen, so wie er es verdient hat." Anna und Susanne lebten weiter in der Hütte und Anna kümmerte sich rührend um die werdende Mutter. Dann kam der Tag der Niederkunft und Susanne bekam ein kleines Mädchen, mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen. Ein zierliches kleines Kind, aber mit dem unbändigen Willen zu leben. Susanne überlebte die Geburt nicht. Ihre letzten Worte waren: " Denke an seine Strafe, denke an meine Rache." Dann schloss sie die Augen, lächelte und schlief ein für immer. Anna begrub Susanne unter einer großen Linde. Der Baum was Susannes Lieblingsbaum gewesen. Ein kleines weißes Kreuz zeugte davon das hier ein Grab war.
Ende Teil 2
Der Fluch Teil 3
Die Jahre vergingen, an ihrem 15. Geburtstag , kam Paloma aus dem Wald und rief: " Anna , Anna, schau ich habe Waldbeeren gefunden. Wollen wie Pfannkuchen backen?" Anna kam vor das Haus und schaute dem jungen Mädchen entgegen. Sie hatte Paloma alles beigebracht was sie wusste und Paloma hatte es in sich. Sie hatte die gleichen Kräfte wie Anna und Anna förderte sie , diese Kräfte sinnvoll ein zu setzen. Das Mädchen wirbelte in die Küche, nahm die Gusseiserne Pfanne vom Haken an der Wand, holte Eier Mehl und Milch. Anna nahm das Mädchen beim Arm und sagte: " Setze dich, du hast heute Geburtstag, wirst 15 Jahre alt und ich will dir von deiner Mutter erzählen und wie du entstanden bist. Anna sagte das mit sehr ernstem Gesicht und dann fing sie an zu reden. Paloma hörte aufmerksam zu, unterbrach Anna mit keinem Wort. Ab und zu leuchteten ihre Augen auf, aber ansonsten zeigte Paloma keine Regung. Anna sagte zum Schluss: " Ich habe dir alles gesagt, ich habe dir alle beigebracht was du können musst. Ich weis es ist nicht leicht für dich, damit zurecht zu kommen. Sei klug und tue nichts unüberlegtes, aber so wie ich dich kenne und einschätze hast du das sowieso nicht vor. " Paloma stand wortlos auf, rührte den Pfannkuchenteig an und briet ein paar schöne große Pfannkuchen mit Waldbeeren. Schweigend aßen sie und dann legte sich Paloma das Tuch um den Kopf und über die Schultern , das sie selber gewebt hatte und verließ wortlos die Hütte. Anna wusste, sie würde wieder kommen und nichts tun , womit sie sich strafbar machen würde. Paloma nahm den Weg durch den Wald, am Weiher vorbei und der großen Blumenwiese. Nach einer Stunde gehen, sah sie vor sich das kleine Dorf, in dem Ihr Vater lebte. Ihr Vater, der Vergewaltiger, ihr Vater der nicht ihr Vater hatte sein wollen. Am Dorfrand blieb sie stehen. Der Wind spielte mit dem weichen Stoff, aus dem ihre Kleidung gewebt war. Das Tuch rutschte von ihrem Kopf und die langen schwarzen bedeckten ihr Gesicht fast vollständig. Die Menschen auf der Dorfstraße sahen sie und unwillkürlich blieben sie stehen und starrten Paloma mit ungläubigen Augen an. Diese setzte sich langsam in Bewegung und ging langsam, Schritt für Schritt in der Mitte der Straße in das Dorf hinein. Sie wusste genau welches Haus sie ansteuern musste, obwohl es ihr niemand gesagt hatte. Vor einem schmucken Einfamilienhaus blieb sie stehen und hörte aus dem inneren des Hauses, die Schreie einer Frau und das wütende Gebrüll eines Mannes.Das Schreien ging in ein Wimmern über und Paloma starrte auf die Haustüre. Diese flog mit einem Knall aus dem Rahmen ins innere des Hauses, in dem es schlagartig still wurde. Ein Mann erschien mit wütend rotem Gesicht in dem Türrahmen und schaute Paloma an. Das Rot seines Gesichtes wechselte schlagartig in ein blasses blutarmes Weiß. Er streckte die Hände aus und stotterte: " Was willst du, geh weg, geh ich will dich nicht sehen, geh weg." Paloma blieb stehen, sah den Mann an, der eine jämmerliche Figur abgab. Nichts war mehr von seiner Brutalität vorhanden. Er starrte in Palomas Augen, aus denen Blitze zu springen schienen. Der Mann fiel auf die Knie und jammerte. Paloma aber blieb stehen und schaute ihn nur an. Was niemand wusste, was niemand hörte, waren die Worte, die sich im Kopf des Mannes formten zu Sätzen. Paloma hielt ihm seine ganze Schlechtigkeit vor Augen. Als sie geendet hatte, dreht sie sich um und ging zurück in den Wald. Der Vater aber, der Vergewaltiger, war seines Geistes nicht mehr Herr. Er redete unsinniges Zeug. Er war irre geworden. Paloma hatte seinen Geist verwirrt. Seine Frau, die jahrelang unter ihm gelitten hatte, hatte nun endlich den Mut ihn zu verlassen. Die Menschen im Dorf aber redeten noch lange von der seltsamen Situation. Paloma konnten sie nichts nachweisen, denn sie hatte nur da gestanden und nichts gesagt, nur geschaut. Was sie Kraft ihres geistes konnte, das setzte sie zum Wohle des Dorfes, des Waldes und den Tieren, die darin lebten ein. Ihr Vater aber , er verschwand eines Tages und man fand ihn im Steinbruch mit zerschmettertem Schädel. Eer hatte sich in eine Grube gestürzt.
Ende
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