neuseenland


Leipziger NEUSEENLAND

Eine Landschaft,  aus der Hinterlassenschaft des Braunkohleabbaues entstanden, schöner und interessanter als die früher eher langweilige und öde Kultursteppe der Leipziger Tieflandsbucht. Dazwischen lagen 100 Jahre Tagebaubetrieb in immer neuen und größeren Aufschlüssen, eine Verschandelung und Verrußung der Landschaft mit zahlreichen Brikettfabriken, Kraftwerken und anderen Großbetrieben der Braunkohlewirtschaft. Die das Land durchziehenden Flüsse waren zu Abwasserkanälen verkommen. Entsprechend sah es in den Leipziger Auenwäldern aus, der typische Bärlauchgeruch des Sommers war vom Gestank der Abwasserlast der Flüsse überdeckt. Das Flusswasser sah rötlichbraun-lila aus und stank nach Chemie.

 

Beginnend mit der planmäßigen Ufergestaltung des  Kulkwitzer Sees am westlichen Stadtrand der Neubausiedlung Leipzig-Grünau für 100 000 Einwohner setzte die Renaturierung ausgekohlter Tagebaue ein. Das war, obwohl schon damals ob seiner Größe bewundert, nach den derzeitigen Großseen eher ein kleiner Versuch.

Die großzügige Umgestaltung gleich mehrer Tagebaue um Leipzig, des Cospudener Sees, des Markkleeberger Sees, des Störmtaler Sees, des Zwenkauer Sees und zahlreicher weiterer im Süden der Stadt, dazu die der Tagebaue im Norden, also des Schladitzer und des Werbeliner Sees, dazu des Bitterfelder Meeres und seiner umliegenden Seenlandschaft setzte allerdings erst nach der Wende ein.

Hier nun eine kleine Bilderfolge:

Der Cospudener See
im Süden der Stadt:

Die Wegweiserkarte vom südlichem Leipzig zeigt sehr schön, welchen großen Teil der Landschaft die Seen einnehmen. Das Band der A38 durchschneidet diese Landschaft


Am Ufer Cospdener Sees ein Aussichtsturm, 76m hoch, und die Pyramide des Erlebnisparkes "Belantis", der übrigens eine eigene Autobahnabfahrt von der A38 erhielt..


Diese Brücke unter der A38 soll die Gewässerbiotope des Cospudener mit dem des derzeit noch in Flutung befindlichen Zwenkauer Sees verbinden.


Vorbildliche Wegweiser für Wanderer und Radler


Noch wird in einigen Tagebauen Braunkohle gefördert und z.B. hier im Kraftwerk Lippendorf  mit Kraft-Wärmekopplung zur Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt. Im Sommer ist die Wärmeabnahme zu gering, Kühlwasser muss in den Kühltürmen verdunsten.


Die Menge der Badegelegenheiten in und um Leipzig lässt die Strände fast menschenleer erscheinen.
Da konnte auch ich nicht widerstehen

und musste mich natürlich auch gleich mal abkühlen.

Soviel vorerst zum Cospudener See.

Der Schladitzer See

Im Norden von Leipzig ist der Schladítzer See praktisch fertig geflutet und gestaltet. Zwei Badestrände sind in Betrieb mit Parkplätzen, Bewirtschaftung, Bootsverleih.


Im April 2007, noch ohne Badebetrieb, offenbart sich die ganze Schönheit dieser gestalteten Landschaft


An einem Julisonntag ist dann schon richtig Betrieb


Das Schöne an diesen Seen ist, dass es zwar eine Trennung zwischen Textil- und FKK-Strand gibt, die aber nicht so ernst genommen wird wie in früheren Zeiten.


Und wer die absolute Freiheit der Abgeschiedenheit sucht, hier wird er fündig.


Weit entfernt die offiziellen Strände mit Regeln, Bewirtschaftung und Badeaufsicht
Ein Bild des Zeitenwandels dazu: Ausgekohlter Braunkohletagebau hier, im Hintergrund alternative Energienutzung


Hier bin ich Mensch, so wie ich bin, hier darf ich sein!

 

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Wird fortgesetzt

 

 

 

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