lauewald


Ein  grünes Band durchzieht
meine Stadt Leipzig,

Der Leipziger Auenwald

                 
Nördlich von Leipzig der Schladitzer See, ehemaliger Tagebau                               Kleine Rast mit der Mundharmonika
Breitenfeld

Der Auenwald, einst Ausbreitungs- und Überschwemmungsgebiet der drei auf Leipzig zulaufenden Flüsse (Weiße Elster, Pleiße und Parthe) und der dann zur Saale südlich Halle/S strebenden (Luppe, und Weiße Elster) ist heute ein immer noch weitgehend natürlicher Waldstreifen mitten durch die Großstadt Leipzig.
Im zentralen Teil wurde allerdings die natürliche Auenwaldlandschaft in Parkanlagen gewandelt, die auch ihren Reiz besitzen. Der Leipziger Zoo beansprucht ebenfalls einen erheblichen Teil des Areales, ist aber  durch sein sog. "Zooschaufenster", ein blickoffenes Stück der nachgestalteten Savanne, gut mit der Landschaft verbunden.

Heute wird der Auenwald begrenzt durch die Seenlandschaft im Süden, als Rest des ehemaligen Braunkohlebergbaues im Bornaer Revier und im Nordwesten durch die Seen des ehemaligen Reviers Merseburg-Ost westlich der A9.

 Hier sollen Bilder erscheinen, die ich auf meinen Radtouren eingefangen habe:

Erstes Frühlingsahnen im Februar

lange vor der Pracht der Märzenbecher sind schon die Schneeglöckchen da

Eine "Bereicherung" des natürlichen Wildbestandes stellen die Nutrias dar. Sie haben die Gelegenheit des August-Hochwassers 2002 genutzt und sind aus einer Pelztierfarm in die Freiheit der Wald- und Wasserlandschaft der Auenwälder umgezogen:


Hier werden sie nicht, wie in der Farm, wenn sie ausgewachsen sind abgeschlachtet, nur um ihres Felles wegen. Hier müssen sie höchstens mit ihren natürlichen Feinden fertig werden. (Fuchs, große Greifvögel)
Scheu sind sie nicht, vertragen sich mit dem Wassergeflügel genau so wie mit den Menschen. Ob sie allerdings auch aus der Hand fressen? Gesehen habe ich das noch nicht, halte es aber schon für möglich. Es wird erzählt..................

Während das Erscheinen der Schneeglöckchen im Auenwald noch einigermaßen zeitgerecht war, beeilten sich die MÄRZENBECHER im Frühjahr 2007 ganz besonders. Sie erscheinen nach "normalen" Wintern meist erst deutlich NACH der Mitte des Monats:


Wie ein zu einem Teppich mit dem Totholz verwebt sind diese wunderschönen Frühjahrsblüher
hier am 5.März 2007 im Leipziger Rosental.

Noch lässt das Dach des Auenwaldes genügend Licht bis zum Boden. Die Frühjahresblüher müssen sich aber beeilen, denn bald ist ihre große Saison auch schon wieder vorbei:

 

Sie alle werden demnächst kämpfen müssen. Kämpfen um etwas Licht, um die wenigen Sonnenstrahlen, die dann noch bis zum Boden dringen.

Für den Lebenskampf und den Sieg über alles Ungemach möge auch dieser Baum stehen. In den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts knickte ihn ein Sturm. Er lebt und wächst bis heute, treibt jedes Jahr neu aus:

Auch im Frühjahr 2007, hier am 11.Mai:

Ende März 2007 bricht der Frühling wirklich aus:

derweil breitet sich der Bärlauch aus. Blüht noch nicht, aber verbreitet schon den typischen Leipziger Auenwaldgeruch:

 

Teile des Auenwaldes, so z.B. die sog. Burgaue zwischen Böhlitz-Ehrenberg und Lützschena, sind sogar Naturschutzgebiete. Dort findet man jetzt im Frühjahr noch viele andere Frühblüher, ehe auch hier sommerlich "abgedunkelt" wird:

 


 

Derweil im mittlerem, parkartigem Teil, die Magnolien blühen

gibt es im Norden eine Begegnung zweier animalischer Fortbewegungsmittel:

Nachdenklich stimmt es mich immer wieder, wenn ich die Reste eines großen Baumlebens sehe:

Kein Sturm hat ihn 250 Jahre lang besiegen können, bis er endlich selbst unter seiner Last brach, der morsche Stamm die schwere Krone nicht mehr halten konnte.............

 


Ein Seitenast lag auf dem Wege, musste abgetrennt werden.
Für mich Gelegenheit, Jahresringe zu zählen und nachzudenken, welche Gründe wohl für deren unterschiedlichen Breiten und Festigkeiten maßgebend gewesen sind. Fest steht, dass der Baum schon ein stattlicher war, als Napoleons Soldaten hier durchzogen. Ein "Überhälter" gar schon, als Mitte des 19.Jh. der Burgauenwald neu aufgeforstet wurde. Ein zweites Mal blieb er als "Überhälter" stehen, als der jetzt hier stehende Wald  nach dem Hochwasser von 1954 neu gepflanzt wurde.

Gleich zwei Tierparks kann man auf einer Tour im Auenwald erleben,
das sog. ZOOSCHAUFENSTER:

Die Leute hinter dem Zaun haben "ordentliche Eintrittspreise" zahlen mussen. (Erw.11,50, Kinder 7,50 Euro die Tageskarte)

und etwa 7 km südlich davon, immer an Flussufern entlang

der sog.
WILDPARK:


Das Schöne an beiden Tierparkfenstern ist, dass sie KOSTENLOS den interessierten Wanderern geboten werden

Noch wenige km weiter südlich ist man schon am Cospudener See angelangt, einer der vielen in den letzten Jahren entstandenen Seen in der Leipziger Tieflandsbucht, die vom Ende des hier einst (bis 1990) noch florierenden Braunkohleabbaues zeugen:

Hier, südlich von Leipzig, beginnt das eigentliche "NEUSEENLAND", eine Seenplatte, die ihre Entstehung dem Braunkohleabbau verdankt. Einige Tagebaue sind noch in Betrieb, ein modernes Großkraftwerk auch, aber schon überwiegt die weitgehend natürlich gestaltete Seenlandschaft.

Mehr darüber in einer besonderen Seite.

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-----------------Hier jedoch noch eine kleine Folge über den Leipziger Auensee.
Er entstand, als der Hauptbahnhof gebaut und hier ein Teil des benötigten Kieses abgebaut wurde. War schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jh. ein beliebtes Ausflugsziel der Leipziger. Zu der Zeit entstand auch die sog. Parkeisenbahn. Zu DDR-Zeiten "Pioniereisenbahn", heute wieder Parkeisenbahn, Noch immer fühlt sie sich der Werbung für wirklich engagierten Eisenbahner-Nachwuchs verpflichtet. Leuten also, die dereinst den Beruf als "Berufung" betracheten werden und nicht als bloße Geldverdiene.

 Sie gehört zum Auenwald und zum Auensee: Die Parkeisenbahn


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