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New York 2006



30. Mai 2006 -  die Geschichte mit dem kleinen roten Apfel....

Streng sah mich die Dame beim Check In an und fragte mich, ob ich elektrische Geräte mit nach Amerika nehmen wolle, falls ja wieviele und ob irgendeine andere Person jemals eines der elektrischen Geräte benutzt haben könnte. Wer mein Gepäck gepackt habe, wo es gepackt worden sei und ob es zu irgendeiner Zeit nicht unter meiner Aufsicht gestanden hätte. Außerdem fragte sie mich nach meiner Adresse in New York.

Ich beantwortete alle Fragen mehr zweckorientiert als wahrheitsgemäß. Nein, keiner außer mir hätte jemals eines meiner elektrischen Geräte – wie Laptop oder Rasierer – benutzt; ich habe selbst meine Koffer gepackt, keine Geschenke erhalten und das Gepäck nie unbeobachtete gelesen. Ja, selbst auf die Flughafentoilette habe ich es mitgenommen.

Zufrieden mit diesen Antworten wurde mir erlaubt, einzuchecken und an Bord zu gehen.

Im Flug nach New York erhielten wir Blanko - Formulare. Ob wir irgendetwas zu verzollen hätten und ob wir Lebensmittel einführen würden. Ich hatte mir morgens einen kleinen roten Apfel eingepackt, den ich wahrheitsgemäß angab. Das war keine gute Idee. In New York angekommen, reagierte des Sicherheitspersonal verantwortungsbewusst: ich wurde aufgehalten und mir wurde erklärt, dass ich so nicht einreisen könnte. Der Apfel sei eine Bedrohung, er müsste sofort vernichtet werden. Ich solle mich umgehend zur Sicherheitsabteilung begeben, um das bedrohliche Objekt der Vernichtung zuzuführen. Ab ging’s zur Sicherheitsabteilung: ich übergab meinen kleinen roten Apfel dem weiblichen Sicherheitspersonal, die ihn behandschuht entgegennahm und in ein Tonne schmiss – poor apple. 

Erleichtert um meinen Apfel, erschwert durch mein Gewissen (ich hätte ihn essen sollen), passierte ich den Ausgang. Ich war in New York. Mein Onkel Steve empfing mich, ab ging’s zu im nach Hause. Hier werde ich die nächsten 3 Monate verbringen.

Steve wohnt mit seiner Freundin Donna und deren Hund Isabelle in Grahamsville, New York. Grahamsville liegt ca. 2 Stunden von New York City entfernt. Steve und Donna besitzen ein sehr gemütliches Holzhaus mit einem großen Grundstück auf dem Wiesen und Bäume zu finden sind. Donna hat die Fähigkeit, ein Haus derart einzurichten, dass man sich gleich beim Betreten wohl und zu Hause fühlt.

Zu dem Haus gehört eine Einliegerwohnung. Die Einliegerwohnung hat einen separaten Eingang, eine separate Küche, ein Bad und ein Zimmer. Weil Steve und Donna ihr Haus derzeit renovieren, nutzen sie die Küche der Einliegerwohnung. Ansonsten ist die Einliegerwohnung mein Bereich, was ich super finde. In der Zukunft, also wenn das Haus renoviert ist, soll die Einliegerwohnung genau diesem Zweck dienen: Besuchern – hoffentlich viele aus Deutschland – sollen ihren eigenen Bereich haben und sich wohl fühlen.

Steve hat mir ein Auto gekauft. Er ist der Ansicht, ich bräuchte mein eigenes Auto, womit ich ihm Recht gebe. Ich besitze jetzt einen ca. 9 Jahre alten „Infiniti“ mit dem ich durch die Gegend flitzen kann. Es ist ein gutes Auto, hat genug Kraft (3 l), eine Klimaanlage und mit seiner silbrig goldenen Farbe nett anzuschauen. Es macht viel spaß, damit in der Gegend herumzufahren.

Donna verwöhnt mich mit Delikatessen, die sie auf den Tisch zaubert. Sie kocht äußerst gesund, viel Gemüse, wenig Fett. Es schmeckt fantastisch.

Wegen des Jet-Lacks habe ich nicht lange durchgehalten. Um neun Uhr fiel ich ins Bett, was immerhin 3 Uhr Nachts in Deutschland entspricht.


31. Mai 2006 – Isabelle versteht englisch..

Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee verwöhnt meine Nase und erleichtert mir das aufstehen. Es ist 6 Uhr am morgen, es gibt ein wunderbares Frühstück mit Kaffee, Orangensaft, Marmeladenbrot und Obstsalat.

Um 8.30 Uhr geht’s im Anzug ab in Richtung Steves Kanzlei in Montecello. Da Steve und ich jetzt je ein Auto haben, fahren wir hintereinander her. Es dauert ca. ein halbe Stunde, bis wir seine Kanzlei erreichen.

Steve hat mit seinem Partner Tim Havas eine mittelgroße Kanzlei. Sie beschäftigen 7 – 8 Anwälte und zwei Sekretärinnen. Die Kanzlei liegt direkt bei dem Gefängnis und dem Gericht. Sie ist spezialisiert auf Strafverteidigung. Erbrechtsfälle werden auch bearbeitet.

Die Rechtsanwälte sind durchweg sehr freundlich zu mir. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Verwandter ihres Bosses bin, aber es freut mich. Ich werde richtiggehend hofiert. Die Atmosphäre in der Kanzlei ist freundlich und kollegial. Steve scheint ein guter Chef zu sein.

Am Vormittag geht’s ins Gericht. In orangenen Anzügen, mit Hand- und Fußfesseln sitzen da die bösen Jungs und warten auf Steve, ihren Pflichtverteidiger. Sie sind meistens zwischen 18 – 22 Jahre alt. Sie sehen durch die Ketten und orangenen Anzügen gefährlich aus. Meistens wird ihnen VIOLATION OF PROBATION vorgeworfen, also der Verstoß gegen Bewährungsauflagen. Die Bewährungszeit ist hier viel härter als in Deutschland. Man wird bspw. mindestens einmal pro Woche von seinem Bewährungshelfer aufgesucht, jeder wird über den Vorfall informiert und man darf den Staat nicht mehr verlassen.

In meinen Augen sind es meist Kleinkriminelle. Ihre vorangegangenen Delikte sind: Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Schlägereien, Diebstähle. Trotzdem drohen ihnen alle lange Zeiten im Gefängnis, meist zwischen 3 und 7 Jahren. Das überrascht mich schon sehr.

Steves größter Fall läuft hier durch die örtliche Presse. Ein ca. 50 Jahre alter Mann hat auf ein Polizeiauto geschossen. Niemand wurde verletzt. Ihm drohen mindestens 20 Jahre Gefängnis, wegen versuchten Mordes eines Polizeibeamten.

Ich lerne den Staatsanwalt kennen und wir tauschen Weisheiten über Fußball aus, ich kenne mich nicht besonders aus. Der Richter Labuda ist begeistert von Deutschland und erzählt mir, dass seine Freunde ein „Wildschwein“ – er spricht es auf Deutsch aus - geschossen haben, in Texas, und dass er es jetzt per Flugzeug einfliegen lässt. Ich gratuliere ihm. Er ist sehr stolz.

Nachmittags geht’s ins Gefängnis, zu Einzelgesprächen mit den Gefangenen. Es ist ein stickiger, kleiner Raum in dem die Gespräche stattfinden. Die Gefangenen scheinen nicht begeistert von meiner Gegenwart zu sein. Ich falle als Fremder auf.

Später fahren wir in ein Einkaufscenter, ich will mir Joggingschuhe kaufen. Ich habe keine Chance. Steve kauft sie und schenkt sie mir.

Zurück im Haus treffen wir auf Donna. Ich bin etwas irritiert, als Steve sie fragt, ob der „d“ „o“ „g“ bereits gefüttert worden ist. Die Buchstabierung sei notwendig, erklärt man mir, Isabelle verstehe englisch, und wenn sie „dog“ in Verbindung mit Futter hört will sie essen, egal ob sie schon gefüttert worden ist – oder nicht.

1. Juni 2006

Nach einem ausgiebigen Frühstück erlebe ich meinen zweiten Tag in dem örtlichen Gefängnis. Wieder erscheinen die Angeklagten mit orangenen Anzügen und Ketten. Noch einmal erzählt der Richter mir, dass er ein Wildschwein geschossen hat. Ich gratuliere erneut.

Mittags essen wir mit einem von Steves Anwälten, Mike. Er hat insgesamt 4 Jahre in China gewohnt, ein Jahr in Taiwan, drei Jahre in Honkong. Er überfällt mich mit einer auf Chinesisch gestellten Frage, ich gebe auf Chinesisch eine nicht passende Antwort. Es ist ein interessantes Mittagessen.

Nachmittags fahre ich mit Steves Partner zu einem anderen Strafgericht. Auch hier werde ich von der örtlichen Anwaltschaft und dem Richter herzlich begrüßt und erlebe interessante Fälle.

Abends gibt’s Barbecue. Wir öffnen die von mir mitgebrachte Flasche Badener Riesling, Donna und Steve sind begeistert.


2. Juni 2006 -  „WE ARE THE INFANTRY“

Der Richter Labuda hat Steve und mich zum Wildschweinessen eingeladen. Auf dem Weg nehmen wir noch einen Rechtsanwalt namens „Jo“ mit, der sich betrinken und deshalb nicht fahren will. Jo betrinkt sich immer.

Jo hat ein riesiges Grundstück auf einem Berg mit enorm guter Aussicht und einen eigenen See! Er ist kein gewöhnlicher Rechtsanwalt. Seine liebe zum Gärtnern – er war stolzer Besitzer einer riesigen Marihuanaplantage -  haben dazu geführt, dass er bis vor kurzem eine fünf Jahre lange Haftstrafe absitzen musste. Wohl durch gute Beziehungen ist es ihm gelungen, sein ihm als „Corpus Delicti “ entzogenes Grundstück und seine Rechtsanwaltslizenz zurückzuerhalten.

Das Wildschwein schmeckt fantastisch. Wir sind bei einer Art Jagdhütte, die bestückt ist mit scharfen Waffen. Meine Tischkumpane sind stolze amerikanische Jäger, die über ihre Jagderfahrung berichten. Sie tragen Kappen mit der Aufschrift: „God Bless America“ oder T-Shirts mit der Aufschrift „We Are The Infantry“. Zu mir sind sie sehr freundlich. Ich trinke tschechisches Bier, selbst gebrannten Schnaps und haue mir den Bauch voll. Jo betrinkt sich. Später fragt er mich, ob ich Pot rauchen will, ich lehne dankend ab.

3. Juni 2006

Wir reißen den Fußboden in Steves Haus ein. Es ist eine staubige und anstrengende Tätigkeit. Es regnet. Später gehen wir essen. Es ist zu viel. Ich schaffe gerade mal die Hälfte meines Filets, obwohl es fantastisch schmeckt. Ich werde zu gut gefüttert.

4. Juni 2006

Zum Frühstück gibt Pfannkuchen. Ich bin mit der guten Absicht aufgestanden, joggen zu gehen. Ich lasse es sein. Meine neuen Schuhe könnten schmutzig werden, außerdem will ich jetzt – sofort – einen Pfannkuchen essen!

Wir fahren zu Hans, Steves Bruder. Wir wollen ihm helfen, Baumstümpfe mit einem Traktor herauszuziehen. Nach langer Zeit sehe ich Maggin, Patricia, Robin, Kevin wieder.

5. Juni 2006

Ein 19 Jahre altes Mädchen wird verurteilt, zu 5 Jahren auf Bewährung. Sie saß in dem gleichen Auto als ihr damaliger Freund einem verdeckten Ermittler Kokain durchs geöffnete Fenster verkaufen wollte. Obwohl sie nicht vorbestraft wird, wird sie jetzt 5 Jahre lang mindestens 1 mal Pro Woche von ihrem Bewährungshelfer aufgesucht, muss ihre Steuern pünktlich zahlen und darf den Staat New York nicht verlassen. Verstößt sie gegen die Bewährungsauflagen, muss sie ins Gefängnis.  


6. Juni 2006

Nach dem morgendlichen Besuch im Gerichtsaal machten Steve und ich einen kleinen Ausflug. Wir besuchten den Platz, an dem 1969 das Woodstock Festival stattfand, an dem auch Donna teilgenommen hat. Das Woodstock Festival war ein Musikfestival, dass dadurch berühmt geworden ist, dass Hunderttausende von Hippies im strömenden Regen Schlammschlachten machten und dabei gratis gute Musik hörten.

Nachmittags geht’s wieder ins Gefängnis, um mit den Gefangenen Verteidigungsstrategien zu besprechen. Am Abend gehe ich Laufen. Ich laufe an einem Reh vorbei, das mich anglotzt und keine Angst zu haben scheint. Langsam aber mit großen, eleganten Sprüngen entfernt es sich. Zurück im Haus beobachten wir einen Waschbär, der im Baum vor dem Haus sitzt und ebenfalls keine Angst vor uns zu haben scheint.

7. Juni 2006

Richter Labuda hat die Schnauze voll. Die 17 Jahre alte Jasmin muss ins Gefängnis. Die Mutter weint, alle sind schockiert.

Alles begann harmlos. Es war ein ganz normaler Morgen. Steve und ich waren im Gerichtssaal. Ein 17 jähriges Mädchen, Jasmin,  begleitet von ihrer Mutter stand vor der Anklagebank.

Die Mutter hat drei Kinder, zwei von ihrem jetzigen Mann. Ihr jetziger Mann ist der Stiefvater von Jasmin. Ursprünglich lebten sie alle zusammen in Florida. Vor drei Jahren vergewaltigte der an HIV erkrankte Stiefvater Jasmin. Er wurde verhaftet und – wegen seiner HIV-Werte und der ungeschützten Vergewaltigung – wegen Mordes angeklagt. Jasmin sollte in Florida als Zeugin aussagen, was sie nicht tat. Die Mutter zog mit ihren Kindern nach New York.

Weil Jasmin nicht als Zeugin erschienen ist und damit ihre Bürgerpflichten verletzt hat, wurde sie heute Morgen hier in New York vorgeladen.

Der Staatsanwalt forderte die Verhaftung von Jasmin. Er ist der Ansicht, dass nur durch einen Gefangenentransport sichergestellt werden könne, dass Jasmin im Prozess gegen ihren Stiefvater aussage. Er meint, dass Jasmin sich durch eine (erneute) Flucht ihren Bürgerpflichten entziehen werde, sofern sie auf freiem Fuß bleibe.

Zunächst wollte der Richter sie nicht ins Gefängnis werfen. Dann begann Jasmins Mutter zu erklären, dass der Richter kein Recht hätte, ihre Tochter zur Präsenz in Florida zu zwingen, was falsch ist: ein Zeuge hat die Pflicht, vor Gericht zu erscheinen. Trotz Steves Versuchen, sie zu beruhigen, vertrat sie ihre Meinung lautstark, was den Richter derart erboste, dass er Jasmin verhaften ließ.

Im Flur sprachen wir mit der Mutter. Offensichtlich liebt sie noch immer ihren Mann und versucht einen Prozess gegen ihn zu verhindern. Wir gingen ins Gefängnis und sprachen mit Jasmin. Sie will nicht nach Florida, sie will nicht aussagen, sie will alles vergessen. Sie akzeptiert aber, dass sie nach Florida muss.

Ein erneuter Termin wird angesetzt. Jasmin erscheint in blauer Gefangenenkleidung,  – die Gefangenenbekleidung der Frauen ist blau -  mit Hand- und Fußschellen und verweinten Augen. Aufgrund der Fesseln kann sie nur kleine Schritte machen.

Steve erklärt, dass Jasmin das Opfer einer Straftat – der Vergewaltigung – ist und nicht der Täter. Nicht sie darf bestraft werden, auch wenn sich die Mutter ungeschickt aufführt. Außerdem habe Jasmin in zwei Wochen Prüfungen in der Schule, auf die sie sich vorbereiten müsse.

Überzeugt von Steves Rede entlässt der Richter Jasmin aus der Gefangenschaft. Sie bekommt die Hand- und Fußschellen abgenommen. Ich werde aufgerufen. Ich soll an das Richterpult treten. Der Richter überreicht mir einen Brief in deutscher Sprache, den er geschrieben hat und den es nun zu korrigieren gilt. Er handelt von Wildschweinen, Barbecue, der Jagd und seiner Familie. 

8. Juni – Donnerstag

Ich ging nicht zur Kanzlei, sondern blieb zu Hause. Ich lernte chinesisch und half Howard bei der Renovierung von Steves Haus. Howard zu helfen ist nicht direkt eine Freude: er ist sehr von sich selbst überzeugt und er teilt mir konstant mit, wie gut er ist.
 
9. Juni – Freitag

Nach dem morgendlichen Besuch des Gerichtssaals, sah ich in der Kanzlei mit einigen Anwälten und einem Staatsanwalt fern. Wir verfolgten die Weltmeisterschaft. Deutschland gewann gegen Costa Rica 4/2!

Am Nachmittag fuhr ich mit meinem Auto nach Fishkill. Ich traf meinen Cousin Kevin. Wir fuhren nach  Tuckahoe. Tuckahoe ist ein Vorort von New York City, der mich von der Lage ein bisschen an die Heidelberger Weststadt erinnert und von der Stadtgestaltung, wegen der vielen weißen Holzhäuser, an einen typischen Ferienort. 

Dort trafen wir Kevins Freunde: 6 Männer und 2 Frauen. Sie saßen vorm Fernseher, tranken Bier und quatschten. Ich passte mich an. Eine Stunde später fuhren wir mit der Bahn nach New York City, Manhattan. Das „Locals“ war unser Ziel.

Im „Locals“ arbeitete eine Freundin von Kevin, eine Nichte von Silvester Stallone. Sie versorgte uns mit Bier und „Jägerbombs“. Ein Jägerbomb ist ein Jägermeister mit Wodka. Er wird auf ex getrunken. Wir quatschten, tranken, hatten Spaß.

10. Juni – Samstag

Nach einem geruhsamen Schlaf auf einem Sofa von Kevins Kumpel machten Kevin und ich uns wieder auf nach Manhattan. Wir spazierten den Broadway hinab, gingen ins Saks – ein wahnsinnig teures Kaufhaus – und sahen eine Hari-Krishna Demonstration, deren Teilnehmer einer mannsgroßen Wachsfigur Luft zuwedelten.

Ein Anruf von Kevins Kumpels bescherte uns Freitickets für ein Spiel der Baseballmannschaft New York Yankees. Nachdem unsere Handys kontrolliert worden waren, durften wir ins Stadium. 56.000 Zuschauer, Bier und Hotdogs. Ein einmaliges Erlebnis. Wenn man bei einem Spiel der Yankees dabei war, kann man verstehen, warum die Amerikaner so darauf abfahren. Die Luft vibriert förmlich vor Spannung, wenn der „Pitcher“ wirft. 
 
Mitten im Spiel ging ein Mann aufs Spielfeld und bat alle Zuschauer aufzustehen. Es folgte eine Schweigeminute für die Veteranen, die gefallen sind um Amerika zu beschützen. Alle sangen „God Bless America“ und das Spiel ging weiter.

11. Juni – Sonntag

Mit Robbie fuhr ich zu seiner Verlobten und deren Familie zum Abendessen. Es ist eine sehr nette Familie. Mit dem Vater von Laurie guckte ich Fußball an, die Mutter servierte mir Rippchen. Ich fühlte mich wohl.

Copyright: Richard Hoffmann

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