Stand 04.12.2004
2. 1 Kindersituation - Vergangenheit
Mir hat es immer Freude und Spaß gemacht mit meinen Kindern zusammen zu sein, mit ihnen ihre Kindheit zu erleben, sie mit zu erziehen. Hier habe ich alles menschenmögliche getan um dies umzusetzen. Meine persönlichen Belange habe ich gerne zurückgestellt, um ein Vater zu sein, der die entsprechende Zeit aufwenden kann, um die Kinder liebevoll und fürsorglich in ihrer Entwicklung zu begleiten, sie zu beobachten und zu erziehen. Daher habe ich mich mit beiden Kindern sehr intensiv beschäftigt und mich mit ihren Bedürfnissen befasst.
Das Erkennen der Tatsache, dass beide Kinder fast hoch begabt sind, denke ich, ist eben meinem Verständnis für beide Kinder und dem Erkennen ihrer Begabungen, ihrer Fähigkeiten und ihren Bedürfnissen zuzuschreiben. So konnte z.B. grosse Tochter bereits mit 1.5 Jahren das Alphabet. Die kleine Tochter war ungezwungen und freudig in der Lage, im gleichen Alter komplette Lieder auswendig zu singen. Ebenso das Schifahren und das Schwimmen haben beide Kinder in spielerische Weise mit ihrem Vater gelernt. Obwohl beide Kinder völlig unterschiedliche Charaktere haben, ist es gelungen, sie unabhängig voneinander, jeweils ihren Vorlieben und Begabungen entsprechend zu fördern. Jedes Kind muss hier individuell motiviert und gefördert werden, und dieses geht. nur, wenn der betreuende Elternteil die entsprechende Empathie und das Einfühlungsvermögen gegenüber beiden Kindern aufbringt, und die Sichtweisen der eigenen Kinder, aufgrund der engen und intensiven Beziehung erkennt und versteht. Zugleich ist die Bereitschaft des betreuenden Elternteils notwendig, persönliche Bedürfnisse zu Gunsten der Kinder, zum Teil in den Hintergrund zu stellen.
2.2 Kindersituation - Gegenwart
Beide Kinder sind aufgeschlossen, freundlich, hilfsbereit, wissbegierig und in der Lage, anderen Menschen Vertrauen entgegen zu bringen. Sie sind in der Lage angemessen zu kommunizieren und ihren Standpunkt zu vertreten, sind zu gleich kompromissbereit und haben eine vermittelnde Art.
Allein dies lässt bereits den Schluss zu, dass die, in den letzten zwei Jahren gehandhabte Reglung des „wöchentlichen Wechselmodells“, nicht negativ auf beide Kinder gewirkt hat, sondern im Gegenteil, beiden Kindern, nach dem Auszug der Mutter unter der eigenmächtigen und unabgesprochenen Mitnahme der gemeinsamen Kinder, das Vertrauen auf den „Erhalt“ beider Elternteile wieder gegeben worden ist.
Und genau dies muss Ziel einer zukünftigen Reglung sein, nämlich
der „uneingeschränkte Erhalt der Beziehungen zu beiden Elternteilen.“
Auch meine Freundin mit ihrem Sohn, welche seit 2 Jahren immer an den Wochenenden bei mir ist, hat eine sehr inniges und freundschaftliches Verhältnis zu beiden Kindern, welches auch von den Kindern so empfunden wird. Beide Kinder lieben diese familiäre Situation, sowie die Urlaube, Ausflüge und Aktivitäten der letzen zwei Jahre, die jeweils zusammen verbracht worden sind.