Träume

{ The world is my oyster }

Auf dieser Seite dreht sich alles um das Thema Traum.Ich möchte diese Seite hauptsächlich den Wunschträumen widmen.Du findest hier u.a. einige Texte und Bilder auf die ich in den Weiten des WWW. gestossen bin.Natürlich hab ich auch meine eigenen Gedanken zum Thema Traum hier niedergeschrieben.Du findest hier jedoch keine Definitionen der Traumdeutung da ich sehr skeptisch bezüglich dessen bin.Viel Spass Beim Lesen und träumen.

 

In diesem Sinne:

 


Let your dream come true.
Live your dream.
 

 

Meine Gedanken zum Thema:



Jeder Mensch hat seine eigenen Träume.Seien es Träume die ihn in der Nacht heimsuchen,seien es Alpträume oder Wunschträume.Fakt ist,dass unsere Wunschträume lebenswichtig sind.Sie lassen uns in schlechten Zeiten in eine bessere Welt abtauchen,in eine Welt die uns kurzzeitig Kraft tanken lässt und uns Mut gibt.Lass dich fallen und träume deinen Traum intensiv.Tauche ab in Welten die von dir erschaffen wurden.In eine Welt in der DU die Hauptrolle spielst.Sei dein eigener Regisseur.
 
Oftmals träumt man gerade dann besonders intensiv wenn emotionale Defizite bewältigt werden wollen.Jene Träume suchen uns Nachts heim ohne dass wir einen Einfluss auf diese zu haben scheinen.Unser Unbewusstes scheint dann in seinen entlegensten Stellen herrumzustöbern ,sich eine bestimmte Situation herrauszupicken ,sie ein wenig neu gestalten,mit anderen Erinnerungen zu mischen..und schon ist ein neuer Traum geboren.Ein Traum der uns verwirren mag.Ein Traum der einen für einige Zeit in einer andere Welt abtauchen lässt.Dieser Traum wird, in dem Moment indem man ihn träumt ,zur  Realität.Ich denke Menschen denen es sehr schlecht geht sind auf diese Träume förmlich angewiesen.Sie verwirren oftmals jedoch mögen sie auch sehr hilfreich sein um bestimmte Dinge verarbeiten können.

 

Wer in der Lage ist sich intensiven Wunschträumen hinzugeben gibt Energien frei die sogar in der Lage sind uns zu heilen ,zu heilen von körperlichen und auch von seelischen Leiden.Diese lassen uns vorrübergehend in bessere Welten abtauchen,auch wenn dieses nur für einen Moment geschieht und so gewisses Leid vorrübergehend vergessen werden kann. Unsere schönsten Wunschträume,unsere Vorstellungskräfte,vermögen es unser Unterbewusstsein zu berühren und es zu manipulieren.Jenes ist wissenschaftlich belegt worden.Nähere Informationen darüber findest du auf meiner Seite "Psychologisches",ganz unten im Abschnitt : "Das Unterbewusstsein".
 
 

 

Träume deinen Traum:

Sei der Geliebte von Julia Roberts oder die Geliebte von George Clooney.Sei ein Superstar oder ein Superheld like Spiderman.Träume dich in die Rolle eines Millionärs.Sei der Frauenschwarm Casanova.Sei ein Erotikstar.Reise in ferne Länder.Erlebe Abenteuer.Reise ins All.Sei Ernie,sei Bert.Sei wer oder was du willst denn im Traum ist alles möglich.

Die oben erwähnten Wunschträume sind vielleicht ehr weniger dass was wir uns erträumen würden denn diese Wunschräume erscheinen uns wohl doch zu utopisch.Vielmehr mögen wir davon träumen beruflich erfolgreich zu sein und vielleicht in eine höhere Position zu rutschen.Oder unsere Herzdame oder Herzbuben ,die die uns immer unerreichbar schienen, zu erobern.Vielleicht auch an Strand zu liegen ,im warmen Sand ,den Sonnenuntergang vor Augen.Vielleicht auch in seinem Traumauto die Welt zu erkunden.Eine Reise auf einem Luxusdampfer.Was auch immer es sein mag: Träume deinen Traum.

Vielleicht untermalst du deine Träumerein mit deinem Lieblingssong der dabei im Hintergrund läuft.Vielleicht träumst du während du auf einen grossen ,grünen Wiese liegst und die Sonne dein Gesicht erwärmt.Träume so und dort wo oder wie du es gerade willst.

 

Träume von dir erlebte ,schöne Situationen wieder herbei.Lasse sie vor deinem innerem Auge auftauchen und erlebe sie immer wieder neu.Denn diese schönen Erlebnisse sind dazu da um in Zeiten in denen es uns schlecht geht von ihnen zu zähren.Sie sind Medizin,eine Wohltat für unser Inneres.

 

Lebe deinen Traum

Lass deinen Traum wahr werden. Let your dream come true.

Kinder z.B. haben noch die schöne Fähigkeit oft und intensiv zu träumen.Auf ihre Art und Weise leben sie ihre Träume sogar aus.Nichts ist dort unmöglich.Sie verkleiden sich und schlüpfen spielerisch in Rollen ihrer gewünschten Traumperson.Sei es eine Prinzessin,sei es die Meerjungfrau.Sie versinken somit zeitweise in eine wundervolle phantastische Welt.Beneidenswert,oder?

Sicherlich ist es uns nicht möglich jeden Traum zu verwirklichen.Jedoch wage ich es zu behaupten das man viele seiner Träume Realität werden lassen kann.Man muss es nur fest wollen und alles mögliche versuchen um sie zu realisieren.Wer nicht wagt der nie gewinnt.Lebe für deinen Traum....jedoch ist es sicherlich ebenso wichtig sich nicht völlig in seinen Träumen zu verlieren und noch zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden zu können.

 

 
Laß dich Gehen, bleib und verweile, Traumwelt denn ein Mensch ohne Fantasy, ist wie ein Vogel ohne Flügel.
 
 
Traum Achte den heutigen Tag, denn das Gestern ist nur ein Traum, und das Morgen nur eine Vision. Das Heute aber, recht gelebt, macht jedes Gestern zu einem glücklichen Traum und jedes Morgen zu einer Hoffnungsvision.
 

 

Der Traum enthält etwas, das besser ist als die Wirklichkeit; die Wirklichkeit enthält etwas, das besser ist als der Traum. Vollkommenes Glück wäre die Verbindung beider.

 

Leo N. Tolstoi
 
 
Trenne Dich nie von Deinen Träumen, wenn sie verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben !
 

 

Nicht die Nüchternen verändern die Welt; es sind die Träumer...
 

 

Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann...
 
 
 

Kleine Geschichten

Der Himmel stürzt ein Ein großer Samurai hatte über die Jahre hinweg in unzähligen Kriegen schon viele Kämpfe für seinen Herren gewonnen. Nun aber verlor er seinen ersten Kampf. Gedemütigt, voller Zorn gegen sich selbst und den Rest der Welt, wollte er seinem nun nichtswürdigen Leben ein Ende bereiten. Er ritt die staubige Landstraße entlang, darüber nachsinnend, wie er sich nun am grausamsten und auffälligsten ins Jenseits befördern könnte. Plötzlich lag vor ihm auf der Straße ein kleiner Spatz auf dem Rücken und streckte seine beiden Füßchen zum Himmel. Der Samurai, in seinem Denken gestört, hielt an und schrie den Spatz an: "Geh mir aus dem Weg, du nichtswürdiges Federvieh!" Der Spatz aber entgegnete ganz keck: "Nein, das werde ich nicht tun. Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten." Der Samurai, ganz überrascht und erstaunt über die selbstbewußte Antwort des Spatzen, stieg von seinem Pferd ab, beugte sich zu dem Spatzen hinunter und sprach: "Sage mir, was ist denn so wichtig, daß du mir den Weg nicht freimachen willst?" "Oh", sagte der Spatz, "man hat mir gesagt, daß heute der Himmel auf die Erde fallen wird, und da liege ich nun, um ihn mit meinen Füßen aufzufangen." Als dies der Samurai hörte, da fing er an zu lachen und konnte beinahe nicht mehr aufhören. Und er rief prustend... Was, du kleines Federknäuelchen willst mit Deinen dürren Beinchen den Himmel auffangen? Der kleine Spatz erwiderte ganz ruhig und klar.... Tja, man tut was man kann!

Der Ursprung dieser Geschichte ist nicht ganz nachzuvollziehen. Es deutet darauf hin, daß das Motiv aus einer sehr alten Japanischen Lehrgeschichte stammt.

 

 

 

 

Wissenschaftliche Definition der Träume:

Träume sind Schäume? Keineswegs. Unser nächtliches Kopf-Kino kann uns hilfreiche Tipps fürs echte Leben geben. Krisenbewältigung im Offline-Zustand sozusagen. Warum das ist so ist und wie wir unsere Träume nutzen können, erklärt uns Christian Kinzel, Traumforscher an der Universität München.

 


Was ist eigentlich träumen?

 


„Träumen“ ist inzwischen zu einem sehr verallgemeinerten Begriff geworden, der oft auf Tagträume, Wünsche und gerade von der Werbeindustrie auf Sehnsüchte ausgedehnt wird (à la „Träumen auch Sie von der Freude am Fahren? – Dann entscheiden Sie sich doch für einen x“). Ich möchte mich auf das nächtliche, unwillkürliche Träumen konzentrieren, das wohl jeder von uns kennt. Träumen ist ein seelischer Vorgang, der in jedem Menschen geschieht. Träume können von einem „Traumgefühl“ bis hin zu komplexen „Geschichten“ mit unterschiedlichsten Szenen reichen.


Sind Träume wichtig für uns?

Lange Zeit gab es in der Traumforschung sehr unterschiedliche Annahmen über den „Sinn der Träume“. In den meisten Kulturen haben Träume seit jeher eine besondere Bedeutung. In der Psychologie hat sich erst in der letzten Zeit die Erkenntnis durchgesetzt, dass Träume eine wichtige Funktion für die menschliche Psyche haben. So träumen wir z.B. besonders intensiv, wenn wir Stress haben, beispielsweise in Prüfungszeiten, oder wenn wir uns in einer persönlichen Krise befinden. Im Alltag müssen wir funktionieren. Da bleiben dann quasi keine Reserven mehr, um wichtige Informationen zu verarbeiten, und es erfolgt eine nachträgliche Bearbeitung sozusagen im „Offline-Zustand“: beim Schlafen. Interessant ist auch, das Träume das Langzeitgedächtnis auffrischen können. Wenn wir z.B. für eine Prüfung lernen, träumen wir mehr – ohne dass uns das bewusst ist. Dabei wird das gelernte Wissen während des Träumens in unseren „Gedächtnisspeicher“ aufgenommen. Daher kommt wohl auch die Empfehlung, sich das Buch unters Schlafkissen zu klemmen.



Was wollen uns unsere Träume sagen?

Für viele Menschen in unserer Kultur sind Träume nichts weiter als Schäume. Kindern, die schlecht geträumt haben, sagt man einfach: „Hab keine Angst, es war ja nur ein Traum“. Wir orientieren uns an Fakten. Träume werden ins Abseits gedrängt, ins zutiefst Persönliche und nicht Mitteilbare, Irrationale, so dass man ihnen meist nur noch wenig „Sinn“ beimisst. Grundsätzlich bestimmend ist die persönliche Haltung Träumen gegenüber: Menschen, die Träume für wichtig erachten, die sich dafür interessieren, Bücher darüber lesen, sie notieren, träumen nicht häufiger als Zweifler und „Ungläubige“. Sie können sich aber häufiger an Träume erinnern und sie mehr für sich nutzen. Das erfordert allerdings die Bereitschaft, sich auch für die „Schattenseiten“ der eigenen Persönlichkeit, die Tiefen und den „Keller“ des eigenen Unbewussten zu interessieren. Das ist heutzutage nicht mehr ohne weiteres selbstverständlich.

 



In vielen Kulturen ist das ganz anders...

Ja, welche Bedeutung wir unseren Träumen geben, ist meist von der Gesellschaft abhängig, in der wir leben. Viele Völker machen ihre Entscheidungen über lebenswichtige Fragen („Gehen wir auf die Jagd oder ziehen wir weiter?“) von den Träumen der Stammesmitglieder abhängig. Über lange Zeit hinweg wurden Träume, z.B. im alten Griechenland, als göttliche Botschaften verstanden.

                    

Was ist von Büchern zu halten, in denen einzelne Traumsymbole gedeutet werden?



Bücher über Traumsymbole sind nur von sehr begrenzten Wert, um herauszufinden, welche Bedeutungen ein Traum haben kann. Das liegt vor allem daran, dass ein bestimmtes Symbol, wie z.B. eine Kuh, nicht für jeden Menschen die gleiche Bedeutung hat. Für einen Landwirt hat dieses Tier eine anderen Stellenwert als zum Beispiel für einen Bankkaufmann. Außerdem sind Symbole kulturspezifisch: In unserem Kulturkreis denkt man bei einer Kuh wohl zunächst an ein nährendes, hilfreiches Tier. Wenn jemand von einer Kuh träumt, könnte es um einen Mangel an mütterlicher Zuwendung und Versorgung gehen. Ganz anders in arabischen Ländern. Dort werden junge, umtriebige Männer als „Kuh“ bezeichnet. Hier geht die Deutung dann in eine ganz andere Richtung. So hat eine Patientin von mir von einer Kuh geträumt, die sie mit nach Hause bringt und trotz des Widerstandes ihrer Eltern behält. Es hat sich dann herausgestellt, dass die traditionell-muslimischen Eltern ihrer Tochter jegliche sexuellen Kontakte untersagten.Also: Allgemein gültige Faustregeln für die Traumauslegung gibt es nicht. Es müssen viele Dimensionen berücksichtigt werden. Und.... Den richtigen Umgang mit Träumen kann man nur mit Hilfe eines Experten lernen.

 



Trotzdem ein Beispiel:

Ich träume, dass ich fliegen kann und dann aber abstürze. Was kann dieser Traum bedeuten? Träume dieser Art sind wohl jedem von uns bekannt. Viele Träume spiegeln vorrangig das grundlegende existentielle Grundgefühl eines Menschen in einer bestimmten Phase seines Lebens wider. Träume vom Abstürzen oder vom Verfolgtwerden treten bevorzugt in Momenten auf, die uns vor eine besondere Herausforderung stellen. In solchen Träumen spiegelt sich dann Angst, Ohnmacht, das drohende Scheitern angesichts von Gefahren oder Veränderungen, zum Beispiel im Beruf. Im Traum vom Fliegenkönnen zeigt sich die Hoffnung auf eine allmächtige Lösung.

Christian Kinzel, Dr. phil. Dipl.-Psychologe, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Psychologischer Leiter des Schlaflabors der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik an der Universität München und angehender Psychoanalytiker. Die Traumforschung zählt zu seinen Arbeitsschwerpunkten.

 

 

Weitere Wissenschaftliche Definition der Träume (von "Quarks & Co") :

 

"Acetylcholin" heißt der Stoff, aus dem die Träume sind. Winzige Mengen dieser gehirneigenen Substanz reichen, um die Welt auch im Schlaf weiter zu bewegen. Im Traum fühlen wir uns besonders wohl, im Traum haben wir merkwürdige Begegnungen und im Traum werden wir regelmäßig schockiert - warum das alles?

"Quarks & Co" macht diesmal eine Expedition ins Land der Träume. Träumen Mann und Frau verschieden? Stimmt es, dass Kinder viel mehr träumen als Erwachsene? Sind Träume wichtig fürs "richtige" Leben? Bei Schlaf- und Traumforschern hat das "Quarks-Team" Antworten auf diese Fragen gesucht und gelernt, was im Schlaf mit uns geschieht.

"Warum träumen wir überhaupt und was bedeuten unsere Träume? Diese Fragen sind bis heute ungeklärt. Hundert Jahre nach Siegmund Freuds Buch über die Traumdeutung versucht "Quarks", eine Antwort aus naturwissenschaftlicher Sicht zu geben.

"Ranga Yogeshwar hat für die Sendung sogar einen Selbstversuch unternommen: Einen Schlüsseltraum aus seiner Kindheit hat er verschiedenen "Traumdeutern" vorgelegt und sie lasen darin erstaunliche Dinge.

 

 


Träumen - was, wie, wie viel?

Worüber träumen wir?

Über alles - und noch mehr! Träume wurzeln in unserer Realität, können aber darüber hinaus gehen. In unseren Träumen kommen alle möglichen alltäglichen Motive vor, zum Beispiel Auto fahren, Gespräche, Reisen oder Einkaufen. Keine davon sind typisch oder besonders häufig. Es kommt immer ganz darauf an, womit man im Wachzustand gerade zu tun hatte. Etwa ein Viertel der Träume bleibt dabei ganz realistisch ("Ich gehe in der Fußgängerzone einkaufen."), bei der Hälfte vermischen sich realistische mit ein wenig merkwürdigen Motiven ("Ich gehe im Bademantel in der Fußgängerzone einkaufen."), und beim restlichen Viertel geht es noch wilder zu ("Ich gehe in Schwimmflügeln in der Fußgängerzone einkaufen und die Häuser verbiegen sich".)

 

 

Wie sehen wir im Traum?

Unscharf ist an unseren Träumen nur die Erinnerung. Meist sehen wir in unseren Träumen so, wie im Wachzustand auch. Nur manchmal ist der Hintergrund etwas verwaschen und einige behaupten auch, schwarz/weiß zu träumen. Wie in der Wirklichkeit kommen im Traum Bilder und Sprache vor; Riechen, Schmecken und Berührung allerdings nur sehr selten.

 

Frauen anders als Männer?

Ja, die Klischees stimmen, sagen die Wissenschaftler. Das hängt wahrscheinlich weniger damit zusammen, dass Männer und Frauen grundsätzlich verschieden sind, sondern vor allem (wenn auch nicht ausschließlich) damit, dass sie einen anderen Alltag haben. Die Träume berufstätiger Frauen zum Beispiel sind männlichen Träume ähnlicher.

 

Träumen Kinder anders als Erwachsene?

Ja. Wie Säuglinge träumen, weiß leider niemand, obwohl sie sehr lange REM-Schlaf-Phasen haben.. Kinder träumen mehr von Tieren als Erwachsene und haben häufiger Alpträume. Kinder halten ihre Träume in der Regel auch erst mal für real. Erst mit 5-6 Jahren haben 90 Prozent verstanden, dass Träume Träume sind.

 

Wie träumen Blinde?

Blinde erleben ihre Träume genauso intensiv wie Sehende. Denn Träumen ist kein Film, der vor dem inneren Auge abläuft, sondern Erleben. Liest man eine Traumschilderung von Blinden, kann man sie zunächst von der einer sehenden Person kaum unterscheiden. Auch Blinde berichten: "Und dann ging ich da und da hin, traf den und den, der dann das und das tat..." Allerdings sagen sie natürlich nicht: "Und dann blickte ich in den Himmel und sah dort..." Wer erst nach dem 7. Lebensjahr erblindet ist, kann im Traum noch sehr lange bildhafte Eindrücke haben. Bei den blind geborenen stehen beim Träumen die anderen Sinnesqualitäten mehr im Vordergrund.

 

Wie viel träumen wir?

Wir träumen nicht nur wenige Momente lang, sondern die gesamte Nacht! Das macht bei durchschnittlich 7 Stunden Schlaf 49 Stunden die Woche, 2646 Stunden im Jahr und, wenn man 80 Jahre alt wird, 211 680 Stunden, fast ein Drittel unseres Lebens. Während des so genannten REM-Schlafs träumen wir besonders intensiv.

Veronika Hackenbroch

Berühmte Träume

Der Traum des Joseph

Bis es zu der legendären Traumdeutung kam, hatte der alttestamentarische Joseph ein hartes Leben. Der Sohn Jacobs und Rachels wurde von seinen 11 Brüdern nach Ägypten verstoßen.
Dort kam er wegen einer Falschbeschuldigung ins Gefängnis. Hinter Gittern deutete er die Träume mehrer Mitgefangener richtig und lernte den späteren Mundschenk des Pharao kennen.
Jahre später beschäftigte den regierenden Pharao ein Traum: Er träumte von sieben mageren und sieben fetten Kühen und Ähren, konnte sich ihre Bedeutung jedoch nicht erklären.
Sein Mundschenk erinnerte sich an Joseph. Der Pharao holte ihn aus dem Gefängnis. Joseph interpretierte die sieben fetten und sieben mageren Kühe als eine Art "Klimavorhersage". Und er behielt Recht. Es folgten sieben gute und sieben schlechte Ernten. Weil die Ägypter gewarnt waren, legten sie in den reichen Jahren genügend Vorräte für die kargen an - und überstanden die Hungerzeit.

 

Abraham Lincoln (1809 - 1865)

1860 wurde der Rechtsanwalt aus Illinois zum 16. Präsidenten der USA gewählt. Seine politische Überzeugung: "Regierung des Volkes durch das Volk, für das Volk" und sein wichtigstes politisches Ziel: die Abschaffung der Sklaverei.
Deshalb trennten sich die Sklavenstaaten des Südens am Tag seiner Wahl vom Norden. Daraufhin erklärte Lincoln dem Süden den Krieg. 1862 unterzeichnete Lincoln die Proklamation zur Befreiung der Sklaven. Drei Jahre später, 1865, wurde er wieder gewählt. Anfang April war der Süden endgültig besiegt, die Kapitulation nur noch eine Frage von Tagen. In dieser Stimmung des Sieges und Friedens hatte Lincoln in der Nacht vom 10. auf den 11. April einen beunruhigenden Traum:

Er sah seiner eigenen Beerdigung zu. Und auf die Frage, die er im Traum einem der Wachsoldaten stellte, wer denn gestorben sei, erhielt er die Antwort: "Der Präsident, getötet durch einen Attentäter.". Lincoln erzählte den Traum seiner Frau Mary und einem Freund, seinem Leibwächter Ward Hill Lamon. Er glaubte zwar an die Bedeutung von Träumen, doch die beunruhigende Stimmung war schnell verflogen. Drei Tage später, Karfreitag, ging das Präsidentenpaar ins Theater. Eine Komödie. Lamon konnte sie nicht begleiten.

Um 22 Uhr 13 wurde Lincoln von dem fanatischen Südstaatler John Wilkes Booth erschossen. Er starb am nächsten Morgen an seiner schweren Kopfverletzung.

Der Tod durch die Hand eines Attentäters machte Abraham Lincoln zur Legende. In der Erinnerung vieler Amerikaner verkörpert er alle politischen Tugenden des amerikanischen Volkes.

 

Friedrich August Kekulé von Stradonitz (1829 - 1896)

Der Chemiker beschäftigte sich 1865 in der belgischen Stadt Gent mit der Struktur von Benzol. Viele Eigenschaften des chemischen Stoffes waren bekannt. Doch wusste man noch nicht, wie die sechs Kohlenstoff- und sechs Wasserstoffatome angeordnet sein könnten, so dass sich die vielen chemischen Eigenarten des Benzols erklären ließen. Herkömmliche "Kohlenwasserstoffe" waren kettenförmig aufgebaut. Über dieser Frage nickte Kekulé an einem Abend vor dem Kamin ein. Das Feuer knisterte. Vor seinem inneren Augen tanzten die Atome, wie kleine Insekten. Plötzlich trat eine Schlange in den Vordergrund. Ein Ourobouros, eine alte alchemistische Figur. Und sie biss sich in den Schwanz, zu einem Ring.
Kekulé erwachte und wusste: Das war die Lösung. Die Atome des Benzols sind Ring förmig angeordnet.
Erst 35 Jahre später erzählte Kekulé zum ersten Mal von diesem Traum - auf der so genannten "Benzolfeier", die die chemische Industrie zu seinen Ehren veranstaltete. Kritiker halten seine Traumgeschichte deshalb für ein Märchen; erdacht, um die immer wiederkehrenden Fragen der Kollegen und Journalisten nach der Entdeckung und nach seiner Person abzuwehren.

 

Adolf Hitler ( 1889 - 1945)

Zwar hatte der Diktator von Beginn an ein großes Selbstbewusstsein. Doch ein Traum, den er als Soldat während des Ersten Weltkrieges gehabt haben soll, könnte ihn in seinem Wahn, etwas Außergewöhnliches zu sein, bestätigt haben.
1917 lag er in einem Schützengraben und schlief. Er träumte, unter einer Lawine aus Erde und geschmolzenem Eisen begraben zu sein. Daraufhin erwachte er und verließ den Graben. In dem Augenblick wurde der Graben durch Bomben zerstört. Nur er überlebte. Damit hielt er sich für auserwählt.

 

Albert Einstein (1879 - 1955)

Der Physiker raste eines nachts mit einem Schlitten einen Abhang herab. Als er beinahe Lichtgeschwindigkeit erreicht hatte, brachen die Sterne über ihm das Licht in Farbspektren, die er noch nie gesehen hatte. Er vergaß diese Bild nie.
Später behauptete er, dass sein ganzes kreativ wissenschaftliches Schaffen durch diesen Traum motiviert wurde.

Angela Bode

 

 

Schlaf und Traum

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Eine Tatsache, die völlig selbstverständlich scheint. Aber nur ein Bruchteil des Schlafes benötigt der Körper, um wieder fit für den nächsten Tag zu werden. Wieso wir die restlichen Stunden im Schlaf verbringen, ist bis heute ungeklärt. Den längsten Zeitraum ohne Schlaf verbrachte 1965 der Amerikaner Randy Gardner. Schlafwissenschaftler überwachten seinen Selbstversuch und brachen ihn nach 11 Tagen ohne Schlaf ab. Noch in der letzten schlaflosen Nacht gewann Randy im Flipper gegen seine Betreuer. Er überstand das anstrengende Experiment ohne sichtbare bleibende Schäden.

Ein noch viel grösseres Rätsel als der Schlaf ist das Träumen. Schlafforscher können durch Elektroden am Kopf der Versuchsschläfer feststellen, in welcher Schlafphase sie sich gerade befinden. Aber ob sie auch träumen, können sie nicht messen. Im Jahr 1953 entdeckten amerikanische Wissenschaftler durch Zufall den so genannten REM-Schlaf. Sie untersuchten als Erste den Schlaf von Kleinkindern und bei diesen kommt diese Art des Schlafs besonders häufig vor. Er wird nach den schnellen Augenbewegungen benannt, auf Englisch Rapid Eye Movements, die in dieser Schlafphase vorkommen. Die Schlafforscher stellten fest, dass Personen, die aus diesem so genannten REM-Schlaf geweckt werden, häufiger von Träumen berichten als Versuchspersonen, die aus anderen Schlafphasen geweckt werden. Sie folgerten also, dass Träumen gleich bedeutend sei mit dem REM-Schlaf. Eine Vermutung, die sich heute so nicht mehr halten lässt.

Der REM-Schlaf

Schon in den Jahren nach der Entdeckung des REM-Schlafes gab es Zweifel an der Theorie, dass dieser gleich bedeutend mit dem Träumen sei. In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts machte dann ein Londoner Wissenschaftler eine interessante Beobachtung. Er untersuchte Patienten, bei denen Teile des Gehirns durch Unfälle oder Gehirntumore geschädigt sind. Dabei stellte er fest, dass Patienten, deren REM-Schlafzentrum zerstört ist, zwar keinen REM-Schlaf mehr haben, aber trotzdem sehr oft noch träumen. Und umgekehrt beobachtete er, dass Patienten mit einer Schädigung im vorderen Hirnlappen meistens nicht mehr träumen, obwohl ihr REM-Schlaf ganz normal verläuft. REM-Schlaf und Träumen scheinen also zwei voneinander unabhängige Vorgänge zu sein. Heute vermuten viele Wissenschaftler, dass wir von der ersten bis zur letzen Minute unseres Schlafes träumen. Und da zum Beispiel der Schlaf in der REM-Phase leichter ist und das Gehirn aktiver als im Tiefschlaf, können in dieser Schlafphase häufiger lebhafte Träume vorkommen - Träume, an die man sich eher erinnert als an "langweilige" Tiefschlafträume.

Neue Erkenntnisse durch PET

Neue Erkenntnisse versprechen sich die Traumforscher von Methoden wie der Positronen - Emissions - Tomographie, kurz PET. Mit diesem Verfahren können aktive Bereiche des Gehirns sichtbar gemacht werden. Einer der Pioniere dieser Methode in der Schlafforschung ist Dr. Pierre Maquet von der Universität Lüttich in Belgien. Er stellte fest, dass Testschläfer in der REM-Phase ein besonders aktives limbisches System haben. Das limbische System ist ein Gehirngebiet, das für unsere Gefühle zuständig ist. Die meisten Schläfer, die er nach dem Versuch weckte, berichteten auch von Träumen. Er vermutet also, dass das limbische System beim Träumen besonders aktiv ist und ihnen die besondere emotionale Qualität gibt. Aber auch für ihn bleibt das Grundproblem der Traumforschung bestehen: er kann nie sagen, ob während seiner PET-Aufnahmen die Versuchspersonen träumen oder nicht. Er zieht es zurzeit daher auch vor, sich "nur" der Erforschung der Gehirnaktivitäten in den verschiedenen Schlafphasen zu widmen.

Ingo Knopf

 

Traumdeutung

Schlüssel zur Seele oder Humbug?

Seit Alters her erzählen sich die Menschen ihre Träume. Jede Kultur schreibt den Symbolen und Geschichten der Nacht eine andere Rolle zu. So befassten sich die alten Ägypter intensiv mit ihren Trauminhalten. Ihre Art der Deutung erscheint uns heute vielleicht ein wenig zu konkret:

Die Traumdeutung des biblischen Joseph erinnert ebenfalls an diese Zeit (siehe "Berühmte Träume").

 

Die Traum-Theorie Sigmund Freuds

In Mitteleuropa begann die "moderne" Traumdeutung mit der Veröffentlichung Sigmund Freuds (1856 - 1939 ; Mehr dazu: Hatte Freud Recht? )Er und sein ehemaliger Schüler Carl Gustav Jung (1875 - 1961) gelten als die Väter der Traumdeutung in Europa. Vereinfacht kann man sagen, dass Freud die menschliche Seele in drei Bereiche einteilte: Das ICH (Bewusstsein), das ES und das ÜBER ICH (anerzogene Normen). Nachts könne das ES den Schlaf des ICH stören. Verbotene triebhafte Fantasien und verdrängte Erinnerungen drängen nach oben. Die im Wachleben vom ÜBER ICH unterdrückten Gedanken würden den Schlafenden wecken, behauptete Freud.
Deshalb gibt es die Träume. Sie schützen den Schlaf vor den verbotenen Bildern des ES, indem sie diese "verkleiden". Verbotene Wünsche werden im Traum auf den ersten Blick zu harmlosen, akzeptablen Gegenständen oder Ereignissen.
Damit verstecke sich in den Symbolen des Traums das ES. Im Traum habe das Unbewusste die Möglichkeit, sich "auszuleben", ohne dass das Bewusstsein zu sehr gestört werde.
Der Träumer erzählt zunächst den offensichtlichen Inhalt des Traums. Der Traumdeuter müsse dann den Symbolen ihre harmlose Maske abnehmen, um an den wahren Inhalt des Traums zu gelangen, und damit die verdrängten, unterdrückten Gefühle aufzudecken.


Der abtrünnige Schüler: C.G.Jung

Auch Jung sah in den Träumen den Weg zum Unbewussten. Im Gegensatz zu Freud, für den jeder Lebensantrieb und damit auch jede Wunschvorstellung sexueller Natur sein musste, konnte sich Jung auch andere Gründe für Traumsymbole vorstellen. Er prägte unter anderem den Begriff des "Archetypen" - Teile der Psyche, die einem allgemeinen, kollektiven Unbewussten entspringen. Bestimmte Symbole verschlüsseln für jeden Menschen einer Kulturgruppe das Gleiche, glaubte Jung. Nach Jung lassen sich Träume auf zwei Arten betrachten: Auf der einen Seite zeigen sie die Persönlichkeit des Träumers (die so genannte "Subjektstufe"), auf der anderen das, was der Träumer am Tag erlebt hat ("Objektstufe"). Alle Symbole könnten aus beiden Perspektiven gedeutet werden.

Traumdeutung heute

Viele Traumdeuter berufen sich heute vor allem auf die Arbeiten von C. G. Jung. Nach ihrer Ansicht ist sinnvolle Traumarbeit nur möglich, wenn der Therapeut die Person des Träumers möglichst gut kennt:; vor allem seine Vergangenheit und seine Lebenssituation. Nur so ließen sich die Symbole im Traum verstehen. Oft ist die Traumarbeit Teil einer Analyse.

Vielen Menschen fällt es leichter, die Geschichte eines Traums zu erzählen, als gleich über ihre Gefühle zu berichten. Damit kann ein Traum für einen Therapeuten schon eine Brücke in das Unbewusste und Verdrängte des Träumers bedeuten.

Der Tiger als Traumsymbol

Wir haben für die Sendung ein kleines Experiment gemacht. Unser Material: ein Kindertraum von Ranga Yogeshwar. Unser Ziel: die Bedeutung des Hauptsymbols zu verstehen, des Tigers. Dabei sind wir zunächst im Internet auf oft sehr bunte Traumdeutungsseiten gestoßen. Neben Angeboten für Wochenendseminare zum Thema und Ferndeutungen per E-Mail findet man auch Symboldeutungsseiten. Leider unterscheiden sich die Erklärungen für Rangas Traumtiger sowohl auf den unterschiedlichen Seiten im Internet als auch in den Symbolbüchern im Buchladen.

Sie können es selber einmal ausprobieren. Nehmen Sie ein beliebiges Symbol eines Ihrer letzten Träume, und vergleichen Sie die Deutungen der unterschiedlichen Quellen.

Im zweiten Schritt sind wir zu einem Psychologen gegangen. Er ist Traumexperte der C. G. Jung Gesellschaft in Köln. Dabei sind zwei Dinge klar geworden:

Zum einen braucht seriöse Traumarbeit Zeit. Zum anderen darf man auf keinen Fall eine konkrete Übersetzung des Traums erwarten. Eher bedeutet die Traumgeschichte eine Gesprächsgrundlage für den Therapeuten. Ranga Yogeshwar hat seinen Traum erzählt. Dann hat der Therapeut versucht zu erfahren, was das Symbol des Tigers für ihn damals und heute bedeutet. Nicht der Traumexperte deutet den Traum, sondern der Träumer interpretiert im Grunde seinen Traum selber, unter der Führung des Fachmanns.

Ein erstaunliches Ergebnis: Für einen "Jungianer" steht jeder Teil eines Traums für einen Teil des Träumers selber. So ist der "Tiger", von dem Ranga vor 35 Jahren geträumt hat, auch ein Teil des Jungen Ranga gewesen. Der Junge hatte einerseits Angst vor einem "Tiger", andererseits steckte dieses Raubtier gleichzeitig in ihm selber, als Symbol für ein gewisses aggressives Potenzial.

Angela Bode

 



 

WIE TRÄUME WAHR WERDEN
GLÜCK-WUNSCH!

 
Beneidenswert, wenn man alles besitzt, was das Herz begehrt. Und oft fatal.
Viele Menschen erfüllen sich nämlich die falschen Wünsche. Hier erfahren Sie, wie man Luftschlösser auf ein starkes Fundament baut.

Egal wie kitschig, egal wie gierig: ein freier Wunsch!
Millionen auf dem Konto. Ein Harvard-Abschluss in Jura. Eine Traumhochzeit in Las Vegas. Oder einfach „nur“ ein Cabrio. Schwelgen, sehnen, fantasieren. Träume bringen Glanz ins Leben. Zumindest solange, wie sie Träume sind.

„Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen!“, mahnt ein asiatisches Sprichwort. Klingt ernüchternd, kennt aber fast jeder: Da hat man sich sehnlichst etwas gewünscht, es schließlich auch bekommen – und ist kein Stück glücklicher als vorher. Im Gegenteil: „Häufig folgt sogar eine große Enttäuschung, wenn etwas lang Gehegtes sich erfüllt“, sagt der Stuttgarter Psychotherapeut Dr. Hans Jellouschek, der Folgendes beobachtet hat: „Viele Menschen investieren unendlich viel Energie in einen Wunsch. Aber das Gefühl der Unerfülltheit geht nicht weg, wenn er endlich wahr wird.“ Woran liegt das bloß?

Jellouschek unterscheidet in seinem kürzlich erschienenen Buch („Wie man besser mit den Wünschen seiner Frau umgeht“, Kreuz Verlag) zwischen Haben- und Sein-Wünschen. Hinter den ersten stecken materielle Bedürfnisse: ein schnelleres Auto, ein eigenes Haus, ein neues Sofa. Die zweiten sind die elementaren Sehnsüchte, die uns bewegen: Anerkennung, Wertschätzung, Liebe. Das Dilemma dabei, so Jellouschek: „Die meisten Menschen verwechseln die beiden Wunschkategorien. Sie erträumen sich eine Aufwertung ihrer Person – und hoffen, sie über den Erwerb von materiellen Gütern zu erreichen.“

Nur leider macht uns die Prada-Handtasche, das Ledersofa und der Luxusurlaub auf den Malediven um keinen Deut beliebter, begehrenswerter, respektierter. Und glücklicher höchstens für kurze Zeit. Das Resultat? Gelangweilte Verdrossenheit, dumpfe Entzauberung. Die Unesco befragte Ende der 90er-Jahre Bürger in 70 Ländern nach ihrem Glücksgefühl. Die Deutschen – eine Nation, die sich in materieller Hinsicht fast alles leisten kann – landeten auf Platz 68, knapp vor den armen Bulgaren und den vom Krieg gebeutelten Äthiopiern. Haben wir keinen Blick für Relationen mehr? Keinen inneren Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen? Sollen wir uns jetzt gar nichts mehr wünschen, zumindest nichts Materielles mehr?

Bloß nicht! Wäre jammerschade. „Wünsche haben eine unglaubliche Dynamik“, erläutert Jellouschek. Treiben uns zu Höchstleistungen an, inspirieren unsere Fantasie. Wichtig ist nur, im Blick zu behalten, was wir uns warum wünschen, und die beiden Wunschkategorien nicht durcheinander zu werfen. Dann können erfüllte Träume tatsächlich auch glücklich machen. Allerdings: So weit muss es erst mal kommen. Schließlich bleiben ja für viele Menschen zahllose Wünsche unerfüllt. Typisches Beispiel: der Traum von den Millionen auf dem Konto – Abschiedsgruß in Richtung Arbeit, Dolce Vita im Luxus. Darauf hoffen jede Woche Abertausende von Lottospielern – für die wenigsten wird es wahr. Ungerechte Welt? Nein: selbst verantwortlich, wenn's nicht klappt, weil man sich nur aufs Losglück verlässt.

Wir alle mögen uns nach Liebe, Geld, Gesundheit sehnen. Aber unbewusst läuft ein Störprogramm ab. Da erhoffen wir uns Reichtum, haben aber im Innersten dann doch Angst vor so viel Geld. Wünschen uns Liebe, halten uns selbst aber nicht dafür wert. Träumen von Gesundheit, aber wissen instinktiv, dass eine Krankheit uns eher Aufmerksamkeit bringt oder eine Pause vom alles verzehrenden Alltag. Mit einem Wort: Wir sabotieren uns selbst. Der renommierte Familientherapeut Bert Hellinger fand heraus, dass Kinder sich oft selbst im Weg stehen aus Liebe zu Angehörigen. Eine Tochter etwa träumt von der großen Karriere, glaubt aber, sie dürfe nicht erfolgreicher sein als die Mutter. Unbewusst verbaut sie sich den Aufstieg. Sehr verbreitet: der Wunsch, beruflich erfolgreich und gleichzeitig privat glücklich zu sein. Wenn's dann im Job nach oben geht, gerät garantiert die Partnerschaft in Schieflage. Weil innen drin eine Stimme mahnt: „Darf man sich so viel wünschen?„ Ja – und mehr noch: Man kann ganz aktiv daran arbeiten, dass es wahr wird.

Schritt eins: sich klar werden über seine Wünsche – und sie aufschreiben. Das ist wichtig, weil sich dabei auch das Negativ-Programm meldet, das uns blockiert. Etwa wenn wir Wünsche gleich wieder verwerfen („Dazu habe ich keine Zeit./Das klappt eh nicht./Dafür bin ich nicht klug genug.„).
Schritt zwei: sich den Wunsch möglichst konkret vorstellen, genau ausmalen, wie es sein wird, wenn er sich erfüllt. Erst wenn wir das auch körperlich spüren, sind Unbewusstes und Bewusstsein im Einklang. Dann hat der Wunsch die beste Chance.
Schritt drei: Freude üben. Jeden Abend überlegen, was einen an diesem Tag happy gemacht hat. Das schult den Blick für erfüllte Wünsche – auch wenn's nur kleine waren – und motiviert positiv, auch die großen anzugehen.

WONACH SEHNEN SIE SICH?
Das war die Frage, die das Hamburger Umfrage-Institut Gewis im Auftrag von >wellfit< 1105 Frauen und Männern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren stellte. Hier die Ergebnisse:



 


 

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