Auf dieser Seite dreht sich alles um das
Thema Traum.Ich möchte diese Seite hauptsächlich den Wunschträumen
widmen.Du findest hier u.a. einige Texte und Bilder auf die ich in
den Weiten des WWW. gestossen bin.Natürlich hab ich auch meine
eigenen Gedanken zum Thema Traum hier niedergeschrieben.Du findest
hier jedoch keine Definitionen der Traumdeutung da ich sehr
skeptisch bezüglich dessen bin.Viel Spass Beim Lesen und
träumen.
In diesem Sinne:
Let your dream come true.
Live your dream.
Meine Gedanken zum
Thema:
Jeder
Mensch hat seine eigenen Träume.Seien es Träume die ihn in der
Nacht heimsuchen,seien es Alpträume oder Wunschträume.Fakt ist,dass
unsere Wunschträume lebenswichtig sind.Sie lassen uns in schlechten
Zeiten in eine bessere Welt abtauchen,in eine Welt die uns
kurzzeitig Kraft tanken lässt und uns Mut gibt.Lass dich fallen und
träume deinen Traum intensiv.Tauche ab in Welten die von dir
erschaffen wurden.In eine Welt in der
DU die
Hauptrolle spielst.Sei dein eigener Regisseur.
Oftmals träumt man gerade
dann besonders intensiv wenn emotionale Defizite
bewältigt werden wollen.Jene Träume suchen uns Nachts heim ohne
dass wir einen Einfluss auf diese zu haben scheinen.Unser
Unbewusstes scheint dann in seinen entlegensten
Stellen herrumzustöbern ,sich eine bestimmte Situation
herrauszupicken ,sie ein wenig neu gestalten,mit anderen
Erinnerungen zu mischen..und schon ist ein neuer Traum geboren.Ein
Traum der uns verwirren mag.Ein Traum der einen für einige
Zeit in einer andere Welt abtauchen lässt.Dieser
Traum wird, in dem Moment indem man ihn träumt ,zur
Realität.Ich denke Menschen denen es sehr schlecht geht sind auf
diese Träume förmlich angewiesen.Sie verwirren oftmals jedoch mögen
sie auch sehr hilfreich sein um bestimmte Dinge verarbeiten
können.
Wer in der Lage ist sich intensiven
Wunschträumen hinzugeben gibt Energien frei die sogar in der
Lage sind uns zu heilen ,zu heilen von körperlichen und auch von
seelischen Leiden.Diese lassen uns vorrübergehend in
bessere Welten abtauchen,auch wenn dieses nur für einen Moment
geschieht und so gewisses Leid vorrübergehend vergessen werden
kann. Unsere schönsten Wunschträume,unsere
Vorstellungskräfte,vermögen es unser Unterbewusstsein zu berühren
und es zu manipulieren.Jenes ist wissenschaftlich belegt
worden.Nähere Informationen darüber findest du auf meiner Seite
"Psychologisches",ganz unten im Abschnitt : "Das
Unterbewusstsein".
Träume deinen
Traum:
Sei der Geliebte von Julia Roberts oder die
Geliebte von George Clooney.Sei ein Superstar oder ein Superheld
like Spiderman.Träume dich in die Rolle eines Millionärs.Sei der
Frauenschwarm Casanova.Sei ein Erotikstar.Reise in ferne
Länder.Erlebe Abenteuer.Reise ins All.Sei Ernie,sei Bert.Sei wer
oder was du willst denn im Traum ist alles möglich.
Die oben
erwähnten Wunschträume sind vielleicht ehr weniger dass was wir uns
erträumen würden denn diese Wunschräume erscheinen uns wohl doch zu
utopisch.Vielmehr mögen wir davon träumen beruflich erfolgreich zu
sein und vielleicht in eine höhere Position zu rutschen.Oder unsere
Herzdame oder Herzbuben ,die die uns immer unerreichbar schienen,
zu erobern.Vielleicht auch an Strand zu liegen ,im warmen Sand ,den
Sonnenuntergang vor Augen.Vielleicht auch in seinem Traumauto die
Welt zu erkunden.Eine Reise auf einem Luxusdampfer.Was auch immer
es sein mag: Träume deinen Traum.
Vielleicht
untermalst du deine Träumerein mit deinem Lieblingssong der dabei
im Hintergrund läuft.Vielleicht träumst du während du auf einen
grossen ,grünen Wiese liegst und die Sonne dein Gesicht
erwärmt.Träume so und dort wo oder wie du es gerade
willst.
Träume von dir
erlebte ,schöne Situationen wieder herbei.Lasse sie vor deinem
innerem Auge auftauchen und erlebe sie immer wieder neu.Denn diese
schönen Erlebnisse sind dazu da um in Zeiten in denen es uns
schlecht geht von ihnen zu zähren.Sie sind Medizin,eine Wohltat für
unser Inneres.
Lebe deinen
Traum
Lass deinen Traum wahr werden. Let your
dream come true.
Kinder z.B.
haben noch die schöne Fähigkeit oft und intensiv zu träumen.Auf
ihre Art und Weise leben sie ihre Träume sogar aus.Nichts ist dort
unmöglich.Sie verkleiden sich und schlüpfen spielerisch in Rollen
ihrer gewünschten Traumperson.Sei es eine Prinzessin,sei es die
Meerjungfrau.Sie versinken somit zeitweise in eine wundervolle
phantastische Welt.Beneidenswert,oder?
Sicherlich ist
es uns nicht möglich jeden Traum zu verwirklichen.Jedoch wage ich
es zu behaupten das man viele seiner Träume Realität werden lassen
kann.Man muss es nur fest wollen und alles mögliche versuchen um
sie zu realisieren.Wer nicht wagt der nie gewinnt.Lebe für
deinen Traum....jedoch ist es sicherlich ebenso wichtig
sich nicht völlig in seinen Träumen zu verlieren und noch zwischen
Traum und Wirklichkeit unterscheiden zu können.
Laß dich Gehen, bleib und verweile, Traumwelt denn
ein Mensch ohne Fantasy, ist wie ein Vogel ohne
Flügel.
Traum Achte den heutigen Tag, denn das Gestern ist
nur ein Traum, und das Morgen nur eine Vision. Das Heute aber,
recht gelebt, macht jedes Gestern zu einem glücklichen Traum und
jedes Morgen zu einer Hoffnungsvision.
Der Traum enthält etwas, das besser ist als die
Wirklichkeit; die Wirklichkeit enthält etwas, das besser ist als
der Traum. Vollkommenes Glück wäre die Verbindung
beider.
Leo N. Tolstoi
Trenne Dich nie von Deinen Träumen, wenn sie
verschwunden sind, wirst Du weiter existieren, doch aufgehört haben
zu leben !
Nicht die Nüchternen verändern die Welt; es sind die
Träumer...
Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele
hat, als die Realität zerstören kann...
Kleine Geschichten
Der Himmel stürzt ein Ein großer Samurai hatte
über die Jahre hinweg in unzähligen Kriegen schon viele Kämpfe für
seinen Herren gewonnen. Nun aber verlor er seinen ersten Kampf.
Gedemütigt, voller Zorn gegen sich selbst und den Rest der Welt,
wollte er seinem nun nichtswürdigen Leben ein Ende bereiten. Er
ritt die staubige Landstraße entlang, darüber nachsinnend, wie er
sich nun am grausamsten und auffälligsten ins Jenseits befördern
könnte. Plötzlich lag vor ihm auf der Straße ein kleiner Spatz auf
dem Rücken und streckte seine beiden Füßchen zum Himmel. Der
Samurai, in seinem Denken gestört, hielt an und schrie den Spatz
an: "Geh mir aus dem Weg, du nichtswürdiges Federvieh!"
Der Spatz aber entgegnete ganz keck: "Nein, das werde ich
nicht tun. Ich habe eine große Aufgabe zu verrichten." Der
Samurai, ganz überrascht und erstaunt über die selbstbewußte
Antwort des Spatzen, stieg von seinem Pferd ab, beugte sich zu dem
Spatzen hinunter und sprach: "Sage mir, was ist denn so
wichtig, daß du mir den Weg nicht freimachen willst?"
"Oh", sagte der Spatz, "man hat mir gesagt, daß
heute der Himmel auf die Erde fallen wird, und da liege ich nun, um
ihn mit meinen Füßen aufzufangen." Als dies der Samurai hörte,
da fing er an zu lachen und konnte beinahe nicht mehr aufhören. Und
er rief prustend... Was, du kleines Federknäuelchen willst mit
Deinen dürren Beinchen den Himmel auffangen? Der kleine Spatz
erwiderte ganz ruhig und klar.... Tja, man tut was man
kann!
Der Ursprung
dieser Geschichte ist nicht ganz nachzuvollziehen. Es deutet darauf
hin, daß das Motiv aus einer sehr alten Japanischen Lehrgeschichte
stammt.
Wissenschaftliche Definition der
Träume:
Träume sind Schäume? Keineswegs. Unser
nächtliches Kopf-Kino kann uns hilfreiche Tipps fürs echte Leben
geben. Krisenbewältigung im Offline-Zustand sozusagen. Warum das
ist so ist und wie wir unsere Träume nutzen können, erklärt uns
Christian Kinzel, Traumforscher an der Universität
München.
Was ist eigentlich
träumen?
„Träumen“
ist inzwischen zu einem sehr verallgemeinerten Begriff geworden,
der oft auf Tagträume, Wünsche und gerade von der Werbeindustrie
auf Sehnsüchte ausgedehnt wird (à la „Träumen auch Sie von der
Freude am Fahren? – Dann entscheiden Sie sich doch für einen x“).
Ich möchte mich auf das nächtliche, unwillkürliche Träumen
konzentrieren, das wohl jeder von uns kennt. Träumen ist ein
seelischer Vorgang, der in jedem Menschen geschieht. Träume können
von einem „Traumgefühl“ bis hin zu komplexen „Geschichten“ mit
unterschiedlichsten Szenen reichen.
Sind Träume wichtig für uns?
Lange Zeit gab es in der Traumforschung sehr
unterschiedliche Annahmen über den „Sinn der Träume“. In den
meisten Kulturen haben Träume seit jeher eine besondere Bedeutung.
In der Psychologie hat sich erst in der letzten Zeit die Erkenntnis
durchgesetzt, dass Träume eine wichtige Funktion für die
menschliche Psyche haben. So träumen wir z.B. besonders intensiv,
wenn wir Stress haben, beispielsweise in Prüfungszeiten, oder wenn
wir uns in einer persönlichen Krise befinden. Im Alltag müssen wir
funktionieren. Da bleiben dann quasi keine Reserven mehr, um
wichtige Informationen zu verarbeiten, und es erfolgt eine
nachträgliche Bearbeitung sozusagen im „Offline-Zustand“: beim
Schlafen. Interessant ist auch, das Träume das Langzeitgedächtnis
auffrischen können. Wenn wir z.B. für eine Prüfung lernen, träumen
wir mehr – ohne dass uns das bewusst ist. Dabei wird das gelernte
Wissen während des Träumens in unseren „Gedächtnisspeicher“
aufgenommen. Daher kommt wohl auch die Empfehlung, sich das Buch
unters Schlafkissen zu klemmen.
Was wollen uns unsere Träume sagen?
Für viele Menschen in unserer Kultur sind Träume
nichts weiter als Schäume. Kindern, die schlecht geträumt haben,
sagt man einfach: „Hab keine Angst, es war ja nur ein Traum“. Wir
orientieren uns an Fakten. Träume werden ins Abseits gedrängt, ins
zutiefst Persönliche und nicht Mitteilbare, Irrationale, so dass
man ihnen meist nur noch wenig „Sinn“ beimisst. Grundsätzlich
bestimmend ist die persönliche Haltung Träumen gegenüber: Menschen,
die Träume für wichtig erachten, die sich dafür interessieren,
Bücher darüber lesen, sie notieren, träumen nicht häufiger als
Zweifler und „Ungläubige“. Sie können sich aber häufiger an Träume
erinnern und sie mehr für sich nutzen. Das erfordert allerdings die
Bereitschaft, sich auch für die „Schattenseiten“ der eigenen
Persönlichkeit, die Tiefen und den „Keller“ des eigenen Unbewussten
zu interessieren. Das ist heutzutage nicht mehr ohne weiteres
selbstverständlich.
In
vielen Kulturen ist das ganz anders...
Ja, welche Bedeutung wir unseren Träumen geben,
ist meist von der Gesellschaft abhängig, in der wir leben. Viele
Völker machen ihre Entscheidungen über lebenswichtige Fragen
(„Gehen wir auf die Jagd oder ziehen wir weiter?“) von den Träumen
der Stammesmitglieder abhängig. Über lange Zeit hinweg wurden
Träume, z.B. im alten Griechenland, als göttliche Botschaften
verstanden.
Was ist von Büchern zu halten, in denen
einzelne Traumsymbole gedeutet werden?
Bücher über Traumsymbole sind nur von sehr
begrenzten Wert, um herauszufinden, welche Bedeutungen ein Traum
haben kann. Das liegt vor allem daran, dass ein bestimmtes Symbol,
wie z.B. eine Kuh, nicht für jeden Menschen die gleiche Bedeutung
hat. Für einen Landwirt hat dieses Tier eine anderen Stellenwert
als zum Beispiel für einen Bankkaufmann. Außerdem sind Symbole
kulturspezifisch: In unserem Kulturkreis denkt man bei einer Kuh
wohl zunächst an ein nährendes, hilfreiches Tier. Wenn jemand von
einer Kuh träumt, könnte es um einen Mangel an mütterlicher
Zuwendung und Versorgung gehen. Ganz anders in arabischen Ländern.
Dort werden junge, umtriebige Männer als „Kuh“ bezeichnet. Hier
geht die Deutung dann in eine ganz andere Richtung. So hat eine
Patientin von mir von einer Kuh geträumt, die sie mit nach Hause
bringt und trotz des Widerstandes ihrer Eltern behält. Es hat sich
dann herausgestellt, dass die traditionell-muslimischen Eltern
ihrer Tochter jegliche sexuellen Kontakte untersagten.Also:
Allgemein gültige Faustregeln für die Traumauslegung gibt es nicht.
Es müssen viele Dimensionen berücksichtigt werden. Und.... Den
richtigen Umgang mit Träumen kann man nur mit Hilfe eines Experten
lernen.
Trotzdem ein Beispiel:
Ich träume, dass ich fliegen kann und dann aber
abstürze. Was kann dieser Traum bedeuten? Träume dieser Art sind
wohl jedem von uns bekannt. Viele Träume spiegeln vorrangig das
grundlegende existentielle Grundgefühl eines Menschen in einer
bestimmten Phase seines Lebens wider. Träume vom Abstürzen oder vom
Verfolgtwerden treten bevorzugt in Momenten auf, die uns vor eine
besondere Herausforderung stellen. In solchen Träumen spiegelt sich
dann Angst, Ohnmacht, das drohende Scheitern angesichts von
Gefahren oder Veränderungen, zum Beispiel im Beruf. Im Traum vom
Fliegenkönnen zeigt sich die Hoffnung auf eine allmächtige
Lösung.
Christian Kinzel, Dr. phil. Dipl.-Psychologe,
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Psychologischer Leiter des
Schlaflabors der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik an
der Universität München und angehender Psychoanalytiker. Die
Traumforschung zählt zu seinen Arbeitsschwerpunkten.
Weitere Wissenschaftliche
Definition der Träume(von"Quarks &
Co"):
"Acetylcholin" heißt der Stoff, aus dem die
Träume sind. Winzige Mengen dieser gehirneigenen Substanz reichen,
um die Welt auch im Schlaf weiter zu bewegen. Im Traum fühlen wir
uns besonders wohl, im Traum haben wir merkwürdige Begegnungen und
im Traum werden wir regelmäßig schockiert - warum das alles?
"Quarks &
Co" macht diesmal eine Expedition ins Land der
Träume. Träumen Mann und Frau verschieden? Stimmt es, dass Kinder
viel mehr träumen als Erwachsene? Sind Träume wichtig fürs
"richtige" Leben? Bei Schlaf- und Traumforschern hat das
"Quarks-Team" Antworten auf diese Fragen gesucht und
gelernt, was im Schlaf mit uns geschieht.
"Warum träumen wir überhaupt und was
bedeuten unsere Träume? Diese Fragen sind bis heute ungeklärt.
Hundert Jahre nach Siegmund Freuds Buch über die Traumdeutung
versucht "Quarks", eine Antwort aus
naturwissenschaftlicher Sicht zu geben.
"Ranga Yogeshwar hat für die Sendung sogar
einen Selbstversuch unternommen: Einen Schlüsseltraum aus seiner
Kindheit hat er verschiedenen "Traumdeutern" vorgelegt
und sie lasen darin erstaunliche Dinge.
Träumen - was, wie, wie
viel?
Worüber
träumen wir?
Über alles - und noch mehr! Träume wurzeln in
unserer Realität, können aber darüber hinaus gehen. In unseren
Träumen kommen alle möglichen alltäglichen Motive vor, zum Beispiel
Auto fahren, Gespräche, Reisen oder Einkaufen. Keine davon sind
typisch oder besonders häufig. Es kommt immer ganz darauf an, womit
man im Wachzustand gerade zu tun hatte. Etwa ein Viertel der Träume
bleibt dabei ganz realistisch ("Ich gehe in der Fußgängerzone
einkaufen."), bei der Hälfte vermischen sich realistische mit
ein wenig merkwürdigen Motiven ("Ich gehe im Bademantel in der
Fußgängerzone einkaufen."), und beim restlichen Viertel geht
es noch wilder zu ("Ich gehe in Schwimmflügeln in der
Fußgängerzone einkaufen und die Häuser verbiegen
sich".)
Wie sehen wir
im Traum?
Unscharf ist an unseren Träumen nur die
Erinnerung. Meist sehen wir in unseren Träumen so, wie im
Wachzustand auch. Nur manchmal ist der Hintergrund etwas verwaschen
und einige behaupten auch, schwarz/weiß zu träumen. Wie in der
Wirklichkeit kommen im Traum Bilder und Sprache vor; Riechen,
Schmecken und Berührung allerdings nur sehr selten.
Frauen anders als
Männer?
Ja, die Klischees stimmen, sagen die
Wissenschaftler. Das hängt wahrscheinlich weniger damit zusammen,
dass Männer und Frauen grundsätzlich verschieden sind, sondern vor
allem (wenn auch nicht ausschließlich) damit, dass sie einen
anderen Alltag haben. Die Träume berufstätiger Frauen zum Beispiel
sind männlichen Träume ähnlicher.
Frauen mehr
von "Indoor settings", also von häuslichen Szenen, Männer
träumen mehr von "Outdoor settings".
Männer
träumen häufiger von Männern, Frauen etwa gleich häufig von Männern
und Frauen.
In den
Träumen von Frauen kommen insgesamt mehr Traumpersonen
vor.
Männer
träumen mehr von Sex und Aggressionen als Frauen.
Frauen
träumen häufiger explizit von Gefühlen.
Männer
träumen mehr von Waffen, Frauen mehr von Haushaltsartikeln und
Kleidung.
Frauen können
sich besser an ihre Träume erinnern.
Aggressive
Personen in Angstträumen sind typischerweise
männlich.
Träumen Kinder anders als
Erwachsene?
Ja. Wie Säuglinge träumen, weiß leider niemand,
obwohl sie sehr lange REM-Schlaf-Phasen haben.. Kinder träumen mehr
von Tieren als Erwachsene und haben häufiger Alpträume. Kinder
halten ihre Träume in der Regel auch erst mal für real. Erst mit
5-6 Jahren haben 90 Prozent verstanden, dass Träume Träume
sind.
Wie träumen
Blinde?
Blinde erleben ihre Träume genauso intensiv wie
Sehende. Denn Träumen ist kein Film, der vor dem inneren Auge
abläuft, sondern Erleben. Liest man eine Traumschilderung von
Blinden, kann man sie zunächst von der einer sehenden Person kaum
unterscheiden. Auch Blinde berichten: "Und dann ging ich da
und da hin, traf den und den, der dann das und das tat..."
Allerdings sagen sie natürlich nicht: "Und dann blickte ich in
den Himmel und sah dort..." Wer erst nach dem 7. Lebensjahr
erblindet ist, kann im Traum noch sehr lange bildhafte Eindrücke
haben. Bei den blind geborenen stehen beim Träumen die anderen
Sinnesqualitäten mehr im Vordergrund.
Wie viel träumen
wir?
Wir träumen nicht nur wenige Momente lang,
sondern die gesamte Nacht! Das macht bei durchschnittlich 7 Stunden
Schlaf 49 Stunden die Woche, 2646 Stunden im Jahr und, wenn man 80
Jahre alt wird, 211 680 Stunden, fast ein Drittel unseres Lebens.
Während des so genannten REM-Schlafs träumen wir besonders
intensiv.
Veronika Hackenbroch
Berühmte Träume
Der Traum des
Joseph
Bis es zu der legendären Traumdeutung kam, hatte
der alttestamentarische Joseph ein hartes Leben. Der Sohn Jacobs
und Rachels wurde von seinen 11 Brüdern nach Ägypten verstoßen.
Dort kam er wegen einer Falschbeschuldigung ins Gefängnis. Hinter
Gittern deutete er die Träume mehrer Mitgefangener richtig und
lernte den späteren Mundschenk des Pharao kennen.
Jahre später beschäftigte den regierenden Pharao ein Traum: Er
träumte von sieben mageren und sieben fetten Kühen und Ähren,
konnte sich ihre Bedeutung jedoch nicht erklären.
Sein Mundschenk erinnerte sich an Joseph. Der Pharao holte ihn aus
dem Gefängnis. Joseph interpretierte die sieben fetten und sieben
mageren Kühe als eine Art "Klimavorhersage". Und er
behielt Recht. Es folgten sieben gute und sieben schlechte Ernten.
Weil die Ägypter gewarnt waren, legten sie in den reichen Jahren
genügend Vorräte für die kargen an - und überstanden die
Hungerzeit.
Abraham
Lincoln (1809 - 1865)
1860 wurde der Rechtsanwalt aus Illinois zum 16.
Präsidenten der USA gewählt. Seine politische Überzeugung:
"Regierung des Volkes durch das Volk, für das Volk" und
sein wichtigstes politisches Ziel: die Abschaffung der
Sklaverei.
Deshalb trennten sich die Sklavenstaaten des Südens am Tag seiner
Wahl vom Norden. Daraufhin erklärte Lincoln dem Süden den Krieg.
1862 unterzeichnete Lincoln die Proklamation zur Befreiung der
Sklaven. Drei Jahre später, 1865, wurde er wieder gewählt. Anfang
April war der Süden endgültig besiegt, die Kapitulation nur noch
eine Frage von Tagen. In dieser Stimmung des Sieges und Friedens
hatte Lincoln in der Nacht vom 10. auf den 11. April einen
beunruhigenden Traum:
Er sah seiner eigenen Beerdigung zu. Und auf die
Frage, die er im Traum einem der Wachsoldaten stellte, wer denn
gestorben sei, erhielt er die Antwort: "Der Präsident, getötet
durch einen Attentäter.". Lincoln erzählte den Traum seiner
Frau Mary und einem Freund, seinem Leibwächter Ward Hill Lamon. Er
glaubte zwar an die Bedeutung von Träumen, doch die beunruhigende
Stimmung war schnell verflogen. Drei Tage später, Karfreitag, ging
das Präsidentenpaar ins Theater. Eine Komödie. Lamon konnte sie
nicht begleiten.
Um 22 Uhr 13 wurde Lincoln von dem fanatischen
Südstaatler John Wilkes Booth erschossen. Er starb am nächsten
Morgen an seiner schweren Kopfverletzung.
Der Tod durch die Hand eines Attentäters machte
Abraham Lincoln zur Legende. In der Erinnerung vieler Amerikaner
verkörpert er alle politischen Tugenden des amerikanischen
Volkes.
Friedrich
August Kekulé von Stradonitz (1829 - 1896)
Der Chemiker beschäftigte sich 1865 in der
belgischen Stadt Gent mit der Struktur von Benzol. Viele
Eigenschaften des chemischen Stoffes waren bekannt. Doch wusste man
noch nicht, wie die sechs Kohlenstoff- und sechs Wasserstoffatome
angeordnet sein könnten, so dass sich die vielen chemischen
Eigenarten des Benzols erklären ließen. Herkömmliche
"Kohlenwasserstoffe" waren kettenförmig aufgebaut. Über
dieser Frage nickte Kekulé an einem Abend vor dem Kamin ein. Das
Feuer knisterte. Vor seinem inneren Augen tanzten die Atome, wie
kleine Insekten. Plötzlich trat eine Schlange in den Vordergrund.
Ein Ourobouros, eine alte alchemistische Figur. Und sie biss sich
in den Schwanz, zu einem Ring.
Kekulé erwachte und wusste: Das war die Lösung. Die Atome des
Benzols sind Ring förmig angeordnet.
Erst 35 Jahre später erzählte Kekulé zum ersten Mal von diesem
Traum - auf der so genannten "Benzolfeier", die die
chemische Industrie zu seinen Ehren veranstaltete. Kritiker halten
seine Traumgeschichte deshalb für ein Märchen; erdacht, um die
immer wiederkehrenden Fragen der Kollegen und Journalisten nach der
Entdeckung und nach seiner Person abzuwehren.
Adolf Hitler
( 1889 - 1945)
Zwar hatte der Diktator von Beginn an ein großes
Selbstbewusstsein. Doch ein Traum, den er als Soldat während des
Ersten Weltkrieges gehabt haben soll, könnte ihn in seinem Wahn,
etwas Außergewöhnliches zu sein, bestätigt haben.
1917 lag er in einem Schützengraben und schlief. Er träumte, unter
einer Lawine aus Erde und geschmolzenem Eisen begraben zu sein.
Daraufhin erwachte er und verließ den Graben. In dem Augenblick
wurde der Graben durch Bomben zerstört. Nur er überlebte. Damit
hielt er sich für auserwählt.
Albert
Einstein (1879 - 1955)
Der Physiker raste eines nachts mit einem
Schlitten einen Abhang herab. Als er beinahe Lichtgeschwindigkeit
erreicht hatte, brachen die Sterne über ihm das Licht in
Farbspektren, die er noch nie gesehen hatte. Er vergaß diese Bild
nie.
Später behauptete er, dass sein ganzes kreativ wissenschaftliches
Schaffen durch diesen Traum motiviert wurde.
Angela Bode
Schlaf und
Traum
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im
Schlaf. Eine Tatsache, die völlig selbstverständlich scheint. Aber
nur ein Bruchteil des Schlafes benötigt der Körper, um wieder fit
für den nächsten Tag zu werden. Wieso wir die restlichen Stunden im
Schlaf verbringen, ist bis heute ungeklärt. Den längsten Zeitraum
ohne Schlaf verbrachte 1965 der Amerikaner Randy Gardner.
Schlafwissenschaftler überwachten seinen Selbstversuch und brachen
ihn nach 11 Tagen ohne Schlaf ab. Noch in der letzten schlaflosen
Nacht gewann Randy im Flipper gegen seine Betreuer. Er überstand
das anstrengende Experiment ohne sichtbare bleibende
Schäden.
Ein noch viel grösseres Rätsel als der Schlaf
ist das Träumen. Schlafforscher können durch Elektroden am Kopf der
Versuchsschläfer feststellen, in welcher Schlafphase sie sich
gerade befinden. Aber ob sie auch träumen, können sie nicht messen.
Im Jahr 1953 entdeckten amerikanische Wissenschaftler durch Zufall
den so genannten REM-Schlaf. Sie untersuchten als Erste den Schlaf
von Kleinkindern und bei diesen kommt diese Art des Schlafs
besonders häufig vor. Er wird nach den schnellen Augenbewegungen
benannt, auf Englisch Rapid Eye Movements, die
in dieser Schlafphase vorkommen. Die Schlafforscher stellten fest,
dass Personen, die aus diesem so genannten REM-Schlaf geweckt
werden, häufiger von Träumen berichten als Versuchspersonen, die
aus anderen Schlafphasen geweckt werden. Sie folgerten also, dass
Träumen gleich bedeutend sei mit dem REM-Schlaf. Eine Vermutung,
die sich heute so nicht mehr halten lässt.
Der
REM-Schlaf
Schon in den Jahren nach der Entdeckung des
REM-Schlafes gab es Zweifel an der Theorie, dass dieser gleich
bedeutend mit dem Träumen sei. In den 90er-Jahren des letzten
Jahrhunderts machte dann ein Londoner Wissenschaftler eine
interessante Beobachtung. Er untersuchte Patienten, bei denen Teile
des Gehirns durch Unfälle oder Gehirntumore geschädigt sind. Dabei
stellte er fest, dass Patienten, deren REM-Schlafzentrum zerstört
ist, zwar keinen REM-Schlaf mehr haben, aber trotzdem sehr oft noch
träumen. Und umgekehrt beobachtete er, dass Patienten mit einer
Schädigung im vorderen Hirnlappen meistens nicht mehr träumen,
obwohl ihr REM-Schlaf ganz normal verläuft. REM-Schlaf und Träumen
scheinen also zwei voneinander unabhängige Vorgänge zu sein. Heute
vermuten viele Wissenschaftler, dass wir von der ersten bis zur
letzen Minute unseres Schlafes träumen. Und da zum Beispiel der
Schlaf in der REM-Phase leichter ist und das Gehirn aktiver als im
Tiefschlaf, können in dieser Schlafphase häufiger lebhafte Träume
vorkommen - Träume, an die man sich eher erinnert als an
"langweilige" Tiefschlafträume.
Neue
Erkenntnisse durch PET
Neue Erkenntnisse versprechen sich die
Traumforscher von Methoden wie der Positronen - Emissions -
Tomographie, kurz PET. Mit diesem Verfahren können aktive Bereiche
des Gehirns sichtbar gemacht werden. Einer der Pioniere dieser
Methode in der Schlafforschung ist Dr. Pierre Maquet von der
Universität Lüttich in Belgien. Er stellte fest, dass Testschläfer
in der REM-Phase ein besonders aktives limbisches System haben. Das
limbische System ist ein Gehirngebiet, das für unsere Gefühle
zuständig ist. Die meisten Schläfer, die er nach dem Versuch
weckte, berichteten auch von Träumen. Er vermutet also, dass das
limbische System beim Träumen besonders aktiv ist und ihnen die
besondere emotionale Qualität gibt. Aber auch für ihn bleibt das
Grundproblem der Traumforschung bestehen: er kann nie sagen, ob
während seiner PET-Aufnahmen die Versuchspersonen träumen oder
nicht. Er zieht es zurzeit daher auch vor, sich "nur" der
Erforschung der Gehirnaktivitäten in den verschiedenen Schlafphasen
zu widmen.
Ingo Knopf
Traumdeutung
Schlüssel zur
Seele oder Humbug?
Seit Alters her erzählen sich die Menschen ihre
Träume. Jede Kultur schreibt den Symbolen und Geschichten der Nacht
eine andere Rolle zu. So befassten sich die alten Ägypter intensiv
mit ihren Trauminhalten. Ihre Art der Deutung erscheint uns heute
vielleicht ein wenig zu konkret:
Wenn im Traum
eine Frau ihren Mann küsst, wird sie in Schwierigkeiten
geraten.
Wenn sie im
Traum eine Katze gebärt, wird sie viele Kinder
haben.
Wenn sie im
Traum einen Hund gebärt, wird sie einen Knaben
haben.
Die Traumdeutung des biblischen Joseph erinnert
ebenfalls an diese Zeit (siehe "Berühmte
Träume").
Die
Traum-Theorie Sigmund Freuds
In Mitteleuropa begann die "moderne"
Traumdeutung mit der Veröffentlichung Sigmund Freuds (1856 - 1939 ;
Mehr dazu: Hatte
Freud Recht? )Er und sein ehemaliger Schüler
Carl Gustav Jung (1875 - 1961) gelten als die Väter der
Traumdeutung in Europa. Vereinfacht kann man sagen, dass Freud die
menschliche Seele in drei Bereiche einteilte: Das ICH
(Bewusstsein), das ES und das ÜBER ICH (anerzogene Normen). Nachts
könne das ES den Schlaf des ICH stören. Verbotene triebhafte
Fantasien und verdrängte Erinnerungen drängen nach oben. Die im
Wachleben vom ÜBER ICH unterdrückten Gedanken würden den
Schlafenden wecken, behauptete Freud.
Deshalb gibt es die Träume. Sie schützen den Schlaf vor den
verbotenen Bildern des ES, indem sie diese "verkleiden".
Verbotene Wünsche werden im Traum auf den ersten Blick zu
harmlosen, akzeptablen Gegenständen oder Ereignissen.
Damit verstecke sich in den Symbolen des Traums das ES. Im Traum
habe das Unbewusste die Möglichkeit, sich "auszuleben",
ohne dass das Bewusstsein zu sehr gestört werde.
Der Träumer erzählt zunächst den offensichtlichen Inhalt des
Traums. Der Traumdeuter müsse dann den Symbolen ihre harmlose Maske
abnehmen, um an den wahren Inhalt des Traums zu gelangen, und damit
die verdrängten, unterdrückten Gefühle aufzudecken.
Der
abtrünnige Schüler: C.G.Jung
Auch Jung sah in den Träumen den Weg zum
Unbewussten. Im Gegensatz zu Freud, für den jeder Lebensantrieb und
damit auch jede Wunschvorstellung sexueller Natur sein musste,
konnte sich Jung auch andere Gründe für Traumsymbole vorstellen. Er
prägte unter anderem den Begriff des "Archetypen" - Teile
der Psyche, die einem allgemeinen, kollektiven Unbewussten
entspringen. Bestimmte Symbole verschlüsseln für jeden Menschen
einer Kulturgruppe das Gleiche, glaubte Jung. Nach Jung lassen sich
Träume auf zwei Arten betrachten: Auf der einen Seite zeigen sie
die Persönlichkeit des Träumers (die so genannte
"Subjektstufe"), auf der anderen das, was der Träumer am
Tag erlebt hat ("Objektstufe"). Alle Symbole könnten aus
beiden Perspektiven gedeutet werden.
Traumdeutung
heute
Viele Traumdeuter berufen sich heute vor allem
auf die Arbeiten von C. G. Jung. Nach ihrer Ansicht ist sinnvolle
Traumarbeit nur möglich, wenn der Therapeut die Person des Träumers
möglichst gut kennt:; vor allem seine Vergangenheit und seine
Lebenssituation. Nur so ließen sich die Symbole im Traum verstehen.
Oft ist die Traumarbeit Teil einer Analyse.
Vielen Menschen fällt es leichter, die
Geschichte eines Traums zu erzählen, als gleich über ihre Gefühle
zu berichten. Damit kann ein Traum für einen Therapeuten schon eine
Brücke in das Unbewusste und Verdrängte des Träumers
bedeuten.
Der Tiger als
Traumsymbol
Wir haben für die Sendung ein kleines Experiment
gemacht. Unser Material: ein Kindertraum von Ranga Yogeshwar. Unser
Ziel: die Bedeutung des Hauptsymbols zu verstehen, des Tigers.
Dabei sind wir zunächst im Internet auf oft sehr bunte
Traumdeutungsseiten gestoßen. Neben Angeboten für Wochenendseminare
zum Thema und Ferndeutungen per E-Mail findet man auch
Symboldeutungsseiten. Leider unterscheiden sich die Erklärungen für
Rangas Traumtiger sowohl auf den unterschiedlichen Seiten im
Internet als auch in den Symbolbüchern im
Buchladen.
Sie können es selber einmal ausprobieren. Nehmen
Sie ein beliebiges Symbol eines Ihrer letzten Träume, und
vergleichen Sie die Deutungen der unterschiedlichen
Quellen.
Im zweiten Schritt sind wir zu einem Psychologen
gegangen. Er ist Traumexperte der C. G. Jung Gesellschaft in Köln.
Dabei sind zwei Dinge klar geworden:
Zum einen braucht seriöse Traumarbeit Zeit. Zum
anderen darf man auf keinen Fall eine konkrete Übersetzung des
Traums erwarten. Eher bedeutet die Traumgeschichte eine
Gesprächsgrundlage für den Therapeuten. Ranga Yogeshwar hat seinen
Traum erzählt. Dann hat der Therapeut versucht zu erfahren, was das
Symbol des Tigers für ihn damals und heute bedeutet. Nicht der
Traumexperte deutet den Traum, sondern der Träumer interpretiert im
Grunde seinen Traum selber, unter der Führung des
Fachmanns.
Ein erstaunliches Ergebnis: Für einen
"Jungianer" steht jeder Teil eines Traums für einen Teil
des Träumers selber. So ist der "Tiger", von dem Ranga
vor 35 Jahren geträumt hat, auch ein Teil des Jungen Ranga gewesen.
Der Junge hatte einerseits Angst vor einem "Tiger",
andererseits steckte dieses Raubtier gleichzeitig in ihm selber,
als Symbol für ein gewisses aggressives Potenzial.
Angela Bode
WIE TRÄUME WAHR
WERDEN GLÜCK-WUNSCH!
Beneidenswert, wenn man alles besitzt, was das Herz begehrt. Und
oft fatal.
Viele Menschen erfüllen sich nämlich die falschen Wünsche. Hier
erfahren Sie, wie man Luftschlösser auf ein starkes Fundament
baut.
Egal wie kitschig, egal wie gierig: ein freier Wunsch!
Millionen auf dem Konto. Ein Harvard-Abschluss in Jura. Eine
Traumhochzeit in Las Vegas. Oder einfach „nur“ ein Cabrio.
Schwelgen, sehnen, fantasieren. Träume bringen Glanz ins Leben.
Zumindest solange, wie sie Träume sind.
„Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung
gehen!“, mahnt ein asiatisches Sprichwort. Klingt ernüchternd,
kennt aber fast jeder: Da hat man sich sehnlichst etwas gewünscht,
es schließlich auch bekommen – und ist kein Stück glücklicher als
vorher. Im Gegenteil: „Häufig folgt sogar eine große Enttäuschung,
wenn etwas lang Gehegtes sich erfüllt“, sagt der Stuttgarter
Psychotherapeut Dr. Hans Jellouschek, der Folgendes beobachtet hat:
„Viele Menschen investieren unendlich viel Energie in einen Wunsch.
Aber das Gefühl der Unerfülltheit geht nicht weg, wenn er endlich
wahr wird.“ Woran liegt das bloß?
Jellouschek unterscheidet in seinem kürzlich erschienenen Buch
(„Wie man besser mit den Wünschen seiner Frau umgeht“, Kreuz
Verlag) zwischen Haben- und Sein-Wünschen. Hinter den ersten
stecken materielle Bedürfnisse: ein schnelleres Auto, ein eigenes
Haus, ein neues Sofa. Die zweiten sind die elementaren Sehnsüchte,
die uns bewegen: Anerkennung, Wertschätzung, Liebe. Das Dilemma
dabei, so Jellouschek: „Die meisten Menschen verwechseln die beiden
Wunschkategorien. Sie erträumen sich eine Aufwertung ihrer Person –
und hoffen, sie über den Erwerb von materiellen Gütern zu
erreichen.“
Nur leider macht uns die Prada-Handtasche, das Ledersofa und der
Luxusurlaub auf den Malediven um keinen Deut beliebter,
begehrenswerter, respektierter. Und glücklicher höchstens für kurze
Zeit. Das Resultat? Gelangweilte Verdrossenheit, dumpfe
Entzauberung. Die Unesco befragte Ende der 90er-Jahre Bürger in 70
Ländern nach ihrem Glücksgefühl. Die Deutschen – eine Nation, die
sich in materieller Hinsicht fast alles leisten kann – landeten auf
Platz 68, knapp vor den armen Bulgaren und den vom Krieg
gebeutelten Äthiopiern. Haben wir keinen Blick für Relationen mehr?
Keinen inneren Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen? Sollen wir
uns jetzt gar nichts mehr wünschen, zumindest nichts Materielles
mehr?
Bloß nicht! Wäre jammerschade. „Wünsche haben eine
unglaubliche Dynamik“, erläutert Jellouschek. Treiben uns zu
Höchstleistungen an, inspirieren unsere Fantasie. Wichtig ist nur,
im Blick zu behalten, was wir uns warum wünschen, und die beiden
Wunschkategorien nicht durcheinander zu werfen. Dann können
erfüllte Träume tatsächlich auch glücklich machen. Allerdings: So
weit muss es erst mal kommen. Schließlich bleiben ja für viele
Menschen zahllose Wünsche unerfüllt. Typisches Beispiel: der Traum
von den Millionen auf dem Konto – Abschiedsgruß in Richtung Arbeit,
Dolce Vita im Luxus. Darauf hoffen jede Woche Abertausende von
Lottospielern – für die wenigsten wird es wahr. Ungerechte Welt?
Nein: selbst verantwortlich, wenn's nicht klappt, weil man sich nur
aufs Losglück verlässt.
Wir alle mögen uns nach Liebe, Geld, Gesundheit sehnen. Aber
unbewusst läuft ein Störprogramm ab. Da erhoffen wir uns Reichtum,
haben aber im Innersten dann doch Angst vor so viel Geld. Wünschen
uns Liebe, halten uns selbst aber nicht dafür wert. Träumen von
Gesundheit, aber wissen instinktiv, dass eine Krankheit uns eher
Aufmerksamkeit bringt oder eine Pause vom alles verzehrenden
Alltag. Mit einem Wort: Wir sabotieren uns selbst. Der renommierte
Familientherapeut Bert Hellinger fand heraus, dass Kinder sich oft
selbst im Weg stehen aus Liebe zu Angehörigen. Eine Tochter etwa
träumt von der großen Karriere, glaubt aber, sie dürfe nicht
erfolgreicher sein als die Mutter. Unbewusst verbaut sie sich den
Aufstieg. Sehr verbreitet: der Wunsch, beruflich erfolgreich und
gleichzeitig privat glücklich zu sein. Wenn's dann im Job nach oben
geht, gerät garantiert die Partnerschaft in Schieflage. Weil innen
drin eine Stimme mahnt: „Darf man sich so viel wünschen?„ Ja – und
mehr noch: Man kann ganz aktiv daran arbeiten, dass es wahr
wird.
Schritt eins: sich klar werden über seine Wünsche – und sie
aufschreiben. Das ist wichtig, weil sich dabei auch das
Negativ-Programm meldet, das uns blockiert. Etwa wenn wir Wünsche
gleich wieder verwerfen („Dazu habe ich keine Zeit./Das klappt eh
nicht./Dafür bin ich nicht klug genug.„). Schritt zwei: sich den Wunsch möglichst konkret vorstellen,
genau ausmalen, wie es sein wird, wenn er sich erfüllt. Erst wenn
wir das auch körperlich spüren, sind Unbewusstes und Bewusstsein im
Einklang. Dann hat der Wunsch die beste Chance. Schritt drei: Freude üben. Jeden Abend überlegen, was einen
an diesem Tag happy gemacht hat. Das schult den Blick für erfüllte
Wünsche – auch wenn's nur kleine waren – und motiviert positiv,
auch die großen anzugehen.
WONACH SEHNEN SIE SICH?
Das war die Frage, die das Hamburger Umfrage-Institut Gewis im
Auftrag von >wellfit< 1105 Frauen und Männern im
Alter zwischen 20 und 40 Jahren stellte. Hier die
Ergebnisse: