Einiges über die Städte in Ostpreußen bekannter Fußballvereine

Quellenangabe:

Städte Atlas,Ostpreussen, von Fritz R.Barran,Rautenberg Verlag

Wegweiser Ostpreußen,Bechtermünz Verlag

 

Allenstein

Stadtkreis Allenstein,an der oberen Alle,125m,im südlichen Ermland mit genau 53,13 km2 Fläche,1939:50396 Einwohner in 12148 Haushaltungen,meist katholisch.1348 erstmals erwähnt.1353 Kulmisches Stadtrecht vom Domkapitel des Bistums Ermland.1315 St.Jakobikirche(Backsteinbau).1348 Schloß als Massivbau mit St.Annenkapelle begonnen,Hohes Tor.1516-1524 Kopernikus als Stadthalter in der Burg.1623/24 Rathaus auf dem Marktplatz(1912/16 Neues Rathaus).Allenstein war Wirtschaftlicher Mittelpunkt Südostpreußens,Sitz der Regierungsbehörden,Gerichte,Banken,Genossenschaften,Landwirtschaftliche Verarbeitungsindustrie,Möbel-und Maschinenfabriken,Ziegeleien,Mahl-und Schneidemühlen,reger Handel,Brauerei,Gaswerk,E-Werk,Wasserwerk,Tageszeitungen.Allenstein war Sitz des Landestheaters Südostpreußens-Schauspiel,Oper,Operrete,Konzerte,Garnisionstadt.Im Stadtkreis:7 Volksschulen mit 125 Klassen,5350 Schülern,114 Lehrern,Höhere Schulen,Mittelschule.Volksabstimmung 1920:98% für Deutschland.

Blick auf Allenstein

Angerburg

Kreisstadt im Regierungsbezirk Gumbinnen.116m über dem Meer,an der Angerapp,2 km nördlich des Mauersees,Masuren.1939:10922 Einwohner,meist evangelisch;1335 Burg des Deutschen Ordens am Mauersee;1365 zerstört;1571 Kulmisches Stadtrecht;Spätgotische Pfarrkirche(1605-11).Höhere und landwirtschaftliche Schulen,Berufsschule.Kreiskrankenhaus,Orthopädische Provinzial Heil-,Lehr-,und Pflegeanstalt Bethesda,Mädchen Erziehungsheim,Jugendherberge.Dampfschiffahrt,Ausflugsverkehr auf den masurischen Seen.Garnisonstadt,wenig Industrie,Fischbrutanstalt.Eissegelsport.

Bartenstein

Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg.1939:11286 Einwohner;meist evangelisch;1326 erstmals erwähnt;Burg des Deutschen Ordens um 1240 erbaut,1454 zerstört;1332 Kulmisches Stadtrecht.Heilsberger Tor aus dem Mittelalter,Johanniskirche um 1400 erbaut.Spätgotische Pfarrkirche.Landwirtschaftliche Fabriken,Eisengießerei,Holz-und Mühlenwerke.Landgericht,Garnisonstadt,Wollspinnereien,Molkerei,Gymnasium,Lyzeum,Mittelschule,Volksschule,Berufsschule,Katholische Kirche.Krankenhaus,1932:600 jähriges Bestehen von Bartenstein.1945 kam die Stadt unter polnische Verwaltung.Polnischer Name:Bartoszyce.

Braunsberg

Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg,Ermland,an der schiffbaren unteren Passarge gelegen,7km vor der Mündung in das Frische Haff.1939:21142 Einwohner meist katholisch und niederdeutscher Herkunft.1240 erste Burganlage durch den Deutschen Ritterorden,bischöfliche Residenz 1243-1340,danach Sitz des Burggrafen.1254 erstes Stadtprivileg.1284 Handfeste nach Lübischem Recht.1296 Franziskanerkloster,1565 an die Jesuiten,ermländisches Priesterseminar,päpstliches Missionsseminar.1346-1442 St.Katharinen-Pfarrkirche,große dreischiffige Hallenkirche(Backsteingotik)mit reichem Sterngewölbe.1350 Rathaus,mehrfach umgestaltet,zuletzt im 18.Jahrhundert(Barock).1358-1604 Mitglied der Hanse.1581 Regina Protmann gründet die "Kongregation der Schwestern von der Hl.Katharina"für krankenpflege und Mädchenerziehung.1723-1731 Kreuzkirche,Vorläuferkapelle von 1636.1830-1837 evangelische Kirche nach Plänen von Schinkel.Philosphisch-Theologische Hochschule(Staatliche Akademie),Priesterseminar,Katharinenkloster,Höhere Schulen,Fachschulen für Landwirtschaft,Kfz Mechaniker und Haushalt;zwei Museen,Krankenhäuser,Gerichts-und Finanzbehörde.Garnisionstadt seit 1773.Barunsberg,als"Hauptstadt des Ermlandes",war geistiger Mittelpunkt des Katholizismus mitten im protestantischen Ostpreußen.Industrie:landwirtschaftliche Verarbeitung,Brauerei,Öfen,Leder,Zigarren,Maschinen,Blechwaren.1945 ca.80%zerstört.

Elbing

Stadtkreis im Regierungsbezirk Westpreußen,Provinz Ostpreußen.Ab 1939 zum Regierungsbezirk Danzig im neugebildeten Reichsgau Danzig-Westpreußen gehörend.10 m über dem Meer,am Elbingfluß zwischen Drausensee und Frischem Haff;Stadtkreis 1873 gebildet,30,67km2 groß;Einwohnerzahl 1939:85952 Personen,meist evangelisch;2802,5 Einwohner auf 1 Quadratkilometer;1943 Einwohner=97370 Personen;1237 Ordensburg,1454 fiel die Stadt vom Orden ab,Burg zerstört;1579-1628 englische,schottische und niederländische Familien nach Elbing;1246 Lübisches Stadtrecht durch den Hochmeister Heinrich von Hohenlohe,1288,1339,1343 Stadtrechte erweitert;1340-80 Frühgotische Pfarrkirche St.Nikolai;1319 Marktor,Dominikanerkirche St.Martin,Mitglied der Hanse;Sitz der Kreisbehörden,seit 1926 Pädagogische Akademie,später Hochschule für Lehrerbildung;Stadttheater,Städt.Orchester,Stadtbibliothek.Im Stadtkreis:15 Volksschulen,187 Klassen,7797 Schüler,177 Lehrer,Höhere Schulen,Fachschulen,Heimatmuseum,mehrere Krankenanstalten,Altertumsgesellschaft,mehrere ev.und kath.Kirchen.Geburtsstadt von Paul Fechter 1880,Ferdinand Schichau 1814.Elbing war das zweitgrößte Industriezentrum Ostpreußens.Reichsautobahn Elbing-Königsberg.Schiffs-und Lokomotivbau,Lastkraftwagen-und Maschinenbau,Handelsschiffahrt,Reedereien,Brauereien(u.aEnglisch-Brunnen),Tabakfabrik,Holzindustrie,Straßenbahn,Haffuferbahn,Elbing-Tolkemit-Braunsberg,Garnisonstadt.Polnischer Name:Elblag

Bürgerhäuser in Elbing in der Brückstraße 17-19

Goldap

Kreisstadt im Regierungsbezirk Gumbinnen;150m über dem Meer,2km südwestlich vom Goldaper See am Goldapfluß,am Nordfluß der Seesker Höhen;1939:12786 Einwohner,meist evangelisch;1551 erstmals genannt;1565 Stadtgründung;1570 Kulmisches Stadtrecht,erste Schule;1580 erste Kirche;Rathaus mitten auf 3 ha großen Marktplatz;Höhere und Fachschulen;Fremdenverkehr in die Rominter Heide(Jagdschloß Rominten) und in die Goldaper Berge,Sägewerk,Ziegeleien,Brauereien,2 Krankenhäuser,Garnisonstadt.

Gumbinnen

Kreisstadt und Hauptstadt des Regierungsbezirkes Gumbinnen;42 m über dem Meer an der Mündung der Rominte in die Pissa;1939:24534 Einwohner,meist evangelisch;1545 bereits eine Kirche;1721 zur Stadt erhoben;Siedlungsprivileg für die Altstadt 1724;für die Neustadt 1772;1726 Rathaus,1732 Salzburger wandern ein;1735 Salzburger Hospital.Berufsschule,Handelschule,Landwirtschaftsschule,Oberschule,Mittelschule,Techn.Staatslehranstalt für Maschinenbau,Kreiskrankenhaus,Privatklinik,Oberpostdirektion,Überlandwerk,Garnison-und Beamtenstadt,Regierungsbehörden,Zollamt,Landmaschinenfabrik,Ziegelei,Brauerei,Woll-und Leinenweberei,Kistenfabrik,Dampfkraftwerk,Mühlenwerk,Handel und Gewerbe,Handwerk stark vertreten,2 Tageszeitungen.Geburtsort des Malers Arthur Degner 1888.In weiterer Umgebung:Wystiter See,Schloß Beynuhnen,Hauptgestüt Trakehnen.Ausgangspunkt zum nördlichen Punkt der Rominter Heide.Remonteamt Roßlinde(Brakupönen).

Heiligenbeil

Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg;24 m über dem Meer,3 km südwestlich des Frischen Haffs;1939:12100 Einwohner,meist evangelisch.An der Stelle einer Prußenfeste(Opferstätte)angelegt,auch Fliehburg und Schutzwehr für heiligen Wald.1301 vom Deutschen Orden zu Kulmischen Recht angelegt;1522,1560 Erteilung neuer Stadtprivilegien;1320 Pfarrkirche erwähnt,1522 neue Handfeste;1560 erneuert.Städtische Volksschule,Mittel-und Landwirtschftliche Schule,Kreiskrankenhaus,Musikschule(1944),"Heiligenbeiler Spielzeugbüchse",Hafen am Frischen Haff(Rosenberg),Maschinenfabrik,Dampfsägewerk,Leichtmetallfabrik,Puddingpulverfabrik,Brauerei,Garnisonstadt,Fliegerhorst,Luftwaffenschule

Insterburg

Stadtkreis und Kreisstadt im Regierungsbezirk Gumbinnen;24 m über dem Meer an der Angerapp;1939:48711 Einwohner,meist evangelisch;Stadtkreis 44,16km2,1104 Einwohner pro Quadratkilometer;1336 Burg des Deutschen Ordens,zuletzt Heimatmuseum;1583 Kulmisches Stadtrecht,1610 Rathaus,1610-12 Lutherkirche.Im Stadtkreis gab es 8 Volksschulen mit 96 Klassen.4131 Schülern und 93 Lehrkräften.Höhere und Fachschulen,Bibliothek,Tageszeitungen,Krankenhäuser,Behörden,katholische Kirche,Garnison,Flugplatz,Flughafen,Industrie., erste Ostdeutsche Stadt mit einem O-Bus Netz, Geburtsort des Schriftstellers Ernst Wichert 1831 und des Graphikers Hans Orlowski 1894.Insterburg war die Reiter-und Tunierstadt des deutschen Ostens.

Lutherkirche in Insterburg

Labiau

Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg;2 m über dem Meer,an der Deime 2km vor deren Mündung in das Kurische Haff;1939:6527 Einwohner,meist evangelisch;1258 Burg des Deutschen Ordens,1277 zerstört,1280 Neubau;1642 Kulmisches Stadtrecht;Gotische Pfarrkirche Mitte 14.Jahrhundert;Höhere Schulen,Mittelschule,Berufsschule,Schifferschule,Kreiskrankenhaus,Altersheim,Brauerei,Sägewerk,landwirtschaftliche Verarbeitungs-und Getränkeindustrie,Bootswerft,Kino,Walzenmühle,Heimarbeit:Gr.Moorbruch-Kunstgewerbe,Landhandel,Reedereien.

Lyck

Kreisstadt im Regierungsbezirk Allenstein;138m über dem Meer am NO-Ufer des Lycksees;1939:16482 Einwohner,meist evangelisch;1398 Ordenshaus,später zerstört und als Gefängnis genutzt;1425 Handfeste;1435 älteste Urkunde;1472 Kirche;1560 Marktrecht;1669 Stadtrechte;1925 500 Jahre Lyck.Höhere Schulen,Berufsschule,Webschule,landwirtschaftliche Winterschule,Kreiskrankenhaus,Altersheim,Waisenhaus.Wegen der Grenzlage kaum Industrie,die Arbeit in Landwirtschaft und Forsten bestimmt das Leben in Stadt und Kreis Lyck.Mühlen,Sperrholzfabrik,Maschinenfabrik,Molkerei,Garnisonstadt.Polnischer Name heute:Elk

Memel

Stadtkreis im Regierungsbezirk Gumbinnen.An der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee gelegen.Hauptstadt des Memelgebietes von 1920 bis 1939.1,80 Meter bis 10 �ber dem Meer.Der Stadtkreis Memel war 31,28km2 groß und hatte in litauischer Zeit im Jahr 1937 39056 Einwohner.Im Jahr 1940 als Memel wieder zum deutschen Reich geh�rte zählte man 43285 Einwohner,meist evangelisch.Memel ist die älteste Stadt Ostpreußens und wurde 1252 vom livl�ndischen Schwertbr�derorden gegr�ndet.Die Stadt erhielt 1254 Lübisches Recht,1475 Kulmisches Recht,1328 wurde Memel an den Deutschen Orden abgetreten,bis 1920 geh�rte die Stadt zu Preu�en bzw.zur Provinz Ostpreu�en.1678 St.Jakobuskirche,St.Johanniskirche,bereits im 13.Jahrhundert erw�hnt.1854 mit hohem Turm ausgebaut.Katholische Kirche,Reformierte Kirche,Englische Kirche.H�here und Fachschulen,Alser,Theater,Konservatorium.Tageszeitung"Memeler Dampfboot",dazu Zeitungen f�r die litauischsprechende Bev�lkerung.See-und Dangehafen,Lindenau-Werft,Reedereien,Holzverarbeitung,Zellulose-,D�ngemittel-und landwirtschaftliche Veredelungsbetriebe,Textilindustrie,Tabakwarenfabriken,Bierbrauerei,Seit 1939 Kriegshafen.Garnisonstadt.Memel hei�t litauisch Klaipeda.

Marienburg

Kreisstadt im Regierungsbezirk Westpreußen(Provinz Ostpreussen) bis 1939,danach zum Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen gehörend.Bis 19,90 m über dem Meer,auf dem rechten hohen Ufer der Nogat;1939:27318 Einwohner,zu 59,6%evangelisch,37% katholisch;1274-1280 Hochschloß,später ausgebaut und erweitert,besonders 1331-1344 infolge der Verlegung des Hochmeistersitzes von Venedig nach Marienburg 1309;1340 Mosaik Maria mit Kind;1400 Fertigstellung des Hochmeisterpalastes;bis 1454 Erweiterung der Befestigungsanlagen;1276 Handfeste nach Kulmischem Recht;1304 Best�tigung der Handfeste;1370-80 Rathaus,Markt mit Laubenh�usern;Lateinschule(Gr�ndung ungewiß);1399 erste Erw�hnung von Sch�lern.H�here Schulen,etliche Fachschulen.Zwei Krankenh�user,5 Kinderg�rten,Zukkerfabrik,Malzfabrik,Zigarrenfabrik,Dauermilchwerk,N�hrmittelfabrik,Gummiwarenfabrik,Dach-und Wellpapenfabrik,Kalksandsteinwerk,S�gewerk,Bauhof,Hafenbetriebe,Handel,Fremdenverker,Eisenbahnknotenpunkt und Kleinbahnverkehr,Omnibusverkehr,Personenschiffahrt auf der Nogat,Garnisonsstadt.

Marienwerder

Kreisstadt und seit 1920 Hauptstadt des Regierungsbezirks Westpreu�en(Provinz Ostpreu�en) bis 1939,danach Regierungshauptstadt des Regierungsbezirks Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreu�en.Die Stadt liegt 14-100 m �ber dem Meer,4 km �stlich der Weichsel;1939:20594 Einwohner,meist evangelisch;1233 befestigtes Ordenslager 5 km n�rdlich von Marienwerder;1234 s�dw�rts verlegt,Ausbau der dort vorhanden Pru�enburg;1235 Stadtanlage,Handfeste nach Kulmischen Recht,1336 und 1505:Erneuerung der Handfeste;1254 Burg der Pru�en wird Sitz des Bischofs von Pomesanien;1264-1284 Bau der Pfarrkirche;1322-1360 Domschlo�anlage entsteht,unter Einbeziehung der Pfarrkirche als Dom.Vierfl�geliges Schlo� mit Hof und Eckt�rmen.Dom,Burg und Danzker,Wahrzeichen Marienwerders.Abri� von 2 Schlo�fl�geln Ende 18.Jahrhundert;1933 Feier,700 Stadtjubil�um.Hohe Beh�rden,Oberlandesgericht,H�here-und Fachschulen,Krankenh�user,Landgest�t,Seifen-,Essig-,M�bel-,und Maschinenfabriken,M�hlen,S�ge-und Tonwerke,Garnison,Unteroffiziersschule

Schlo� in Marienwerder

Ortelsburg

Kreisstadt im Regierungsbezirk Allenstein;149 m �ber dem Meer,zwischen Gro�em und Kleinem Haussee gelegen;1939: 14234 Einwohner,meist evangelisch;1350 Ordensburg,1483 Kirche,sp�ter Neubau;1581 Stadtrechte,1723 Anerkennung als Stadt.H�here Schulen,Handelsschule,Heimatmuseum,Landwirtschaftliche Schule,Kreiskrankenhaus,Holzindustrie,M�hlen,Ziegelei,Brauerei,Molkerei,Handwerk,Falknerei,Garnison.

Osterode/Ostpr.

Kreisstadt im Regierungsbezirk Allenstein;113m �ber dem Meer am Drewenzsee und Oberl�ndischen Kanal gelegen;1939:19519 Einwohner,meist evangelisch;vor 1300 Deutsche Ordensburg,sp�ter in Stein erbaut;Handfeste nach Kulmischem Recht 1329,1335 und 1348 erneuert;1349-1370 Bau einer festen Burg;1407 erste Schule;1791 Rathaus auf dem Markt.Gymnasium,Oberlyzeum,Pr�parandenanstalt bis 1923,Landwirtschaftliche Winterschule,Fachschulen,Reichsbank,Garnison,Fremdenverkehr,Hauptzollamt,Eisenbahnknotenpunkt.Polnischer Name heute:Ostroda,die Stadt war zu 65% zerst�rt im 2.Weltkrieg.Patenschaft:Stadt Osterode im Harz.

Ragnit

Stadt im Kreis Tilsit-Ragnit,Regierungsbezirk Gumbinnen;12m �ber dem Meer,links am Steilufer der Memel,S�dufer gelegen;1939:10094 Einwohner,meist evangelisch;1289 Burg vom Deutschen Orden an der Stelle einer Prussenbefestigung angelegt,1355 zerst�rt;1397-1409 Ordenshaus Ragnit,Sitz eines Komturs,zu einer der st�rksten Festungen des Ordens ausgebaut;1722 Stadtrechte durch K�nig Friedrich I.;1772 Pfarrkirche als Saalbau;Ackerbau,Getreidehandel,Holzindustrie,Brauerei,Ziegeleien,Binnenschiffhafen,Zelstoffabrik,Maschinenfabrik;Aufbauschule,Provinzial Erziehungsanstalt,Krankenhaus,katholische Kirche;G�terverkehr auf der Memel;1945 unter sowjetischer Verwaltung mit dem Namen:Njeman.

Rastenburg

Kreisstadt im Regierungsbezirk Königsberg;107 m über dem Meer an der Gruber.1939:19634 Einwohner,meist evangelisch,5%katholisch;1329 Burg durch den deutschen Orden erbaut,daneben Siedlung;1344 zerstört,nach 1350 Burg in Stein aufgebaut, später umgebaut und erweitert,dazu Turm;Teile der Stadtmauer erhalten.1357 Handfeste zu Kulmischem Recht,1378 erneuert;1359-1370 Pfarrkirche als Wehrkirche,später erweitert,wurde evangelisch;bedeutendes Baudenkmal aus der Ordenszeit:St.Georgskirche;1895 Bau der katholischen Kirche.Höhere Schulen,Fachhochschulen,Predigerseminar,Landgestüt,Heil-,Pflege-,Diakonieanstalt,Kreiskrankenhaus;Brauerei,Zuckerfabrik,Hefefabrik,Mühlen,Tageszeitung,Garnison,Provinzial-Erziehungsheim,Glockengießerei,Maschinenfabrik,Molkerei,Kaffee-Ersatz-Fabrik,Reichsbank,Amts-und Landgericht,Seifenfabrik,Zentralbahnhof der Rastenburger Kleinbahnen.Bei Rastenburg im Zweiten Weltkrieg Hitlers Hauptquartier Wolfschanze;Polnischer Name von Rastenburg heute:Ketrzyn

Stuhm

Kreisstadt im Regierungsbezirk Wetspreussen(Provinz Ostpreußen),ab 1939 zum neugegründeten Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen gehöhrend;60 m über dem Meer,zwischen Stuhmer und Barlewitzer See;Stadt und Schloß auf Hügel gelegen;1939:7372 Einwohner,meist katholisch;1231 erstmals erwähnt;1295 Ordenshof erstmals erwähnt,1330 zur Burg als Sommersitz des Hochmeisters ausgebaut;1416 Kulmisches Recht;1478 Stadtkirche,später erweitert,ev.Kirche auf dem Markt;Kreisbehörden,Krankenhaus,1912 Zentralgefängnis,Oberschule bis Quarta,Garnison,Freilichtbühne;Sägewerke,Getreidehandel,Mühlen;Turn-und Sportvereine,Reiterverein,Schützenverein;1945 unter polnische Verwaltung,erheblich zerstört;polnischer Name:Sztum.

Tilsit

Kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Gumbinnen.Die Stadt liegt 12m über dem Meer,links an der schiffbaren Memel.Stadtkreis:1939:58468 Einwohner,meist evangelisch;Große des Stadtkreises:59,02 km2,demnach 990,6 Einwohner auf 1 Km2,18 Wohnplätze;1365 Anlage einer Burg,Ziegelei schon 1404;1406-1409 erbaute Burg des Deutschen Ordens;1552 Stadtrechte durch Herzog Albrecht;Deutsch-Ordenskirche,1757 Landkirche,Königin-Luise-Brücke über die Memel;1752-1755 Rathaus;Tilsiter Friede-Königin Luise/Napoleon 1807;1895 wird Tilsit kreisfreie Stadt;1919 wird Tilsit durch Abtrennung des Memelgebietes Grenzstadt;1939 Rückgabe des Memelgebietes.Im Stadtkreis Tilsit waren 16 Volksschulen mit 137 Klassen,5766 Schülern und 132 Lehrkräften.Ober-,Mittel-und Fachschulen,Kindergärten;Museum,Grenzlandtheater;Krankenhäuser,Provinzialheilstätte,Taubstummenanstalt;Tilsit war Kulturzentrum des Nordens Ostpreußens.Kreis-und Zollbehörden,Straßenbahn;Geburtsort des Freiheitsdichters Max von Schenkendorf;Fabriken:Zellulose und Zellstoff-Tilsiter Käse,Tabak,Farfabrik,Kalksandstein,Möbel,Maschinen,Hefe,Seife,Brauereien,Sägemühlen;katholische Kirche.Garnisonstadt;1945 unter sowjetische Verwaltung,russischer Name heute:Sovjetsk;Patenstadt:Kiel.

weitere Ortschaften folgen demnächst !!

 

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