Tragödie Ostpreussen 1945
so ging ein Stück Deutschland unter
(Nie wieder Krieg-Friede für alle Völker)
Tod, Kälte, Gewalt, Mord, Flucht, Vertreibung, Verschleppung
13.1.1945
Beginn der Russischen Januaroffensive mit einer Übermacht von 20:1 auf die Süd-und Ostgrenzen der Provinz Ostpreussen
14.1.1945
Die Rote Armee greift von Süden her an
18.1.1945
Entscheidener Panzerdurchbruch zwischen Schillen und Bartenstein -Die Lücken sind nicht mehr zu schliessen
20.1.1945
Die Rote Armee erobert Tilsit und Gumbinnen
21.1.1945
Letzter mit Flüchtlingen überfüllter Nachtzug von Königsberg Hbf nach Berlin
Die Rote Armee in Insterburg,Taplacken und Wehlau und damit am Pregel.Osterode geht verloren
22.1.1945
Schnelles vordringen der Russen auf Allenstein. Letztes Flugzeug startet unter starken Russischen Beschuss aus Devau. An der Nordwestfront erreichen die Russen den Pregel endgültig.
23.1.1945
Russische Panzerspitzen erreichen Elbing und das Frische Haff-damit müssen riesiege Flüchtlingskollonen kehrt machen. Eisenbahnverbindung Berlin-Königsberg unterbrochen.
24.1.1945
Gewaltige Stauung von Trecks,es geht nicht mehr voran. Die Rote Armee durchbricht die Deime-Linie bei Labiau
25.1.1945
Pillau zur Festung erklärt. Die Russen stehen 15 Km vor Königsberg-Massenpanik. Im Danziger Werder gewinnen die Russen Neuteich
26.1.1945
Panzerspitzen erreichen Tolkemitt am Frischen Haff-Alle Verbindungen nach Westen sind abgeschnitten-Masuren komplett von der Roten Armee erobert
27.1.1945
RA in Rastenburg. Russen stehen nördlich von Königsberg (Gross Raum)-D Züge kommen nicht mehr durch nach Elbing und müssen kehrt machen. Deutsche Soldaten setzen sich aus Memel ab.Beginn einer regelosen Flucht aus Königsberg-die Russen stehen im Vorort Neuhausen.
28.1.1945
Brückenkopf Memel endgültig geräumt(um 4.00 Uhr früh-gegen 8.00 Uhr früh erste Soldaten der SU im Hafen von Memel). Kreis Rösel von der RA erobert-schwere Greultaten. 450000 Menschen versuchen über das Frische Haff zu entkommen(bis 29.3.1945),30 Km Streifen ständig freigekämpft-Temperaturen bei -24 Grad,Tieffliegerangriffe,Brüchiges Eis,tausende Tode. Die RA erreicht den Königsberger Fortgürtel. RA in Tharau und Wittenberg südlich von Königsberg.
29.1.1945
Russische Kräfte stossen zwischen Brandenburg und Haffstrom ans Frische Haff südlich von Königsberg vor-Die ersten Forts werden umkämpft.
30.1.1945
Die "Wilhelm Gustloff" sinkt um 21.00 Uhr nach einem U-Boot Angriff-ca 9000 Tote. Greultaten in Metgethen(ab 20.00 Uhr Ortszeit Besetzung durch die Russen) westlich von Königsberg. Königsberg für 24 Stunden eingeschlossen.
31.1.1945
Königsberg endgültig eingeschlossen,ca 150000 können den Fluchthafen Pillau nicht mehr erreichen.
Kämpfe westlich von Königsberg. Die Pregelbrücke(Autobahnbrücke) zwischen Neuendorf und Pamburg wird am 31.1 um 0.30 Uhr gesprengt.
1.2.1945
Schwerer Fliegerangriff auf Königsberg.
3.2.1945
Die ganze Kurische Nehrung in Russischer Hand
5.2.1945
Verbindung nach Königsberg wieder freigekämpft-Grossangriff von Bomberverbänden auf das mit Flüchtlingen überfüllte Pillau.
8.2.1945
Frauenburg von der RA erobert.
9.2.1945
Preussisch Eylau von der RA erobert.
10.2.1945
Das seit dem 23.1 umkämpfte und total zerstörte Elbing erobert.Lazarett Schiff "Von Steuben" nach U-Boot Treffern gesunken-2700 Tote.
11.2.1945
Wormditt von der RA erobert.
19.2.1945
Kämpfe im Samland-Verbindungen nach Königsberg immer wieder unterbrochen.Ziviliisten werden aufgefordert sich nach Pillau durchzuschlagen. Trotz Verbots kehren 30000 zurück die Verhältnisse in Pillau sind Katastrophal. In Pillau jetzt 120000 Menschen und 35000 Verwundete täglich.
Bei Metgethen wurde bei einem letzten schwungvollen Angriff ostpr. Soldaten der 1.ID der Einschließungsring um Königsberg in Richtung Pillau noch mal geöffnet. (Vergleich 21.2.1945)
21.2.1945
Die Reichsstrasse 131 von Königsberg nach Pillau wurde am 21. Februar 1945 noch einmal freigekämpft. Flüchtlinge konnten aus Königsberg heraus ins Samland fliehen. Es fuhren wieder Frontzüge und Versorgungszüge.
22.2.1945
Schwere Angriffe auf die "Neue Landbrücke" westlich von Königsberg abgewiessen.
28.2.1945
Evakierung von Königsberg ist angelaufen-trotzdem bleiben über 100000 Menschen zurück.
4.3.1945
Fast täglich greifen die Russen Königsberg von Süden und Norden her an.
5.3.1945
Der Eckpfeiler Mewe an der Weichsel von der RA erobert.
9.3.1945
Marienburg an der Nogat umkämpft seit dem 27.1.1945 fällt völlig zerstört an die RA.
11.3.1945
Russischer Durchbruchsversuch auf Danzig und Gotenhafen scheitert.
12.3.1945
Letzte Deutsche Brückenköpfe in Danzig und Ostpreussen sind: Frische Nehrung,Danziger Kessel,Samland,Königsberg und der Heiligenbeiler Kessel.
13.3.1945
Generalangriff von 7 Russischen Armeen auf den Heiligenbeiler Kessel beginnt-Der Kessel ist vollgepackt mit Verwundeten und Flüchtlingen-Massenpanik-Verbindung nach Königsberg unterbrochen.
16.3.1945
Brandenburg/Ostpreussen geht verloren
18.3.1945
Berlin erlaubt nun auch Evakurierung von Wehrmachtseinheiten aus dem Heiligenbeiler Kessel.
20.3.1945
Braunsberg total zerstört fällt an die RA
22.3.1945
Beginn der Fliegerangriffe auf Danzig
23.3.1945
Generalangriff auf den Danziger Kessel beginnt.Zopott geht verloren-entscheidener Durchbruch der Russen in Danzig.
24.3.1945
Das völlig zerstörte Heiligenbeil von der Roten Armee erobert.
25.3.1945
Bahnlinie im Heiligenbeiler Kessel neue Frontlinie.Letztes Passierschiff mit 4000 Menschen am Bord verlässt den Danziger Hafen. Die RA in Praußt(südlich von Danzig)
26.3.1945
Kämpfe um Balga. Mit Danzig-Oliva nun auch in Danzig der erste Stadtteil in Russischer Hand.
27.3.1945
Follendorf und Rosenberg im Kessel fallen.Nur noch Kahlholz,Balga und Wollita in deutscher Hand. Der Westen von Danzig (Langfuhr und Schiedlitz) von den Russen besetzt.Weichseldämme werden durchstochen,Schleusen geöffnet.Es entsteht ein 20 Km breites Fronthinderniss das tausende Flüchtlinge die Flucht ermöglicht.
28.3.1945
Balga aufgegeben.Gotenhafen geräumt zurückgelassen.
29.3.1945
Aus Kahlholz setzen sich die letzten Soldaten auf die Frische Nehrung ab. Kämpfe um den Heiligenbeiler Kessel ermöglichten rund 250000 Menschen die Flucht vor der RA.
30.3.1945
Danzig endgültig von der RA erobert-deutsche Truppenreste sammeln sich im Samland
5.4.1945
Ökhöft im Danziger Kessel aufgegeben-alle Reste ziehen sich auf die Putziger Nehrung zurück.Stosstrupptätigkeiten um Königsberg bereiten den Generalangriff auf die Stadt vor.
6.4.1945
Um 24.00 Uhr Generalangriff der Russen auf Königsberg. Etwa 250000 Russen unterstützt von 2 Luftflotten-ca 35000 Verteidiger. Letzter Lazarettzug verlässt den Königsberger Nordbahnhof um 4.00 Uhr früh in Richtung Pillau. Einschließungsring um Königsberg in Richtung Pillau schließt sich endgültig.
7.4.1945
Schwere Kämpfe und Fliegerangriffe um und in Königsberg.
8.4.1945
Ein von Berlin verbotener(Befehl aus Berlin um 20.00 Uhr "Festung Königsberg hält"..) Ausbruchsversuch nach Pillau scheitert-Kämpfe im gesamten Stadtgebiet.
9.4.1945
Festung Königsberg kapituliert-130000 Menschen fallen in die Hände der Roten Armee.Nur 8000 überleben bis 1948.Genozid und Massensterben-unglaubliche Greultaten.
10.4.1945
Am 10.1. um 1.00 Uhr früh Übergabe Aufforderung für Einheiten im Königsberger Schloß. General Otto Lasch gerät gegen 3.00 Uhr früh mit dem Stabe des Festungskommandanten in sowjetrussische Gefangenschaft. Übernahme Königsberg durch die Russen-nur noch das westliche Samland in deutscher Hand.
12.4.1945
In mitten dieser Untergangsstimmung übernimmt jetzt ein gebürtiger Ostpreuße, General von Saucken, das Kommando über die 2. und 4. Armee(A.O.K.Ostpreußen)
13.4.1945
Beginn des Grossangriffs auf das westliche Samland.
14.4.1945
Brüsterort und Rauschen gehen verloren.
15.4.1945
Fischhausen von der RA erobert-immer noch 35000 Menschen in Pillau.
16.4.1945
Die "Goya" sinkt nach U-Boot Treffern-5220 Menschen sterben-165 werden gerettet.
17.4.1945
Verzweiflungskämpfe um Pillau.
18.4.1945
Das letzte Schiff verlässt um 21.00 Uhr den Pillauer Hafen-insgesamt konnten aus Pillau über 592000 Menschen ausgeschifft und gerettet werden.
26.4.1945
Pillau endgültig aufgegeben. Reste setzten sich auf die Frische Nehrung ab die zusammen mit der Weichselmünde die letzten Flecken in deutscher Hand ist.
27.4.1945
Mövenhaken auf der Nehrung geht verloren.
30.4.1945
Sperriegel Narmeln geht verloren-die RA rollt die Frische Nehrung auf.
5.5.1945
Die Russen gewinnen Pröppernau
6.5.1945
An diesem Tag gelingt es noch 42091 Personen auszuschiffen und zu retten.
7.5.1945
Deutsche Soldaten halten die Weichselmündung
8.5.1945
Bei der Kapitulation nur noch die Weichselmündung zwsichen Schiewenhorst und Bodenwinkel noch nicht in Russsicher Hand.
9.5.1945
Der Letzte Fluchthafen Hela auf der Putziger Nehrung aufgegeben. Insgesamt konnten aus Danzig und Gotenhafen und Hela 1347000 Menschen ausgeschifft und nach Westen gerettet werden.
Literatur:
u.a "Der Kampf um Ostpreußen",Dieckert und Grossmann
u.a "Der Kampf um Ostpreußen und das Samland", Helmut Borkowski
u.a "So fiel Königsberg", Otto Lasch