gedichteA


gedankensplitter: seite 2 

 

  

 

 

wås måcht a depp mit an’ engerl?
er untersuacht es a wengerl
auf salmonell’n und auf vir’n,
prüft’s auf herz und auf hirn.

 

 

 

wüst wissn, warum
i mi net wiederhoi?
weu da liabe gott gsågt håt,
man sage ålls nur amoi!  

 

 

i bin ka stalker.
i man s nur guat.
varsteh i "schleich di",
nimm i mein huat.

***
 
  
  

ålle wår ma kla und deppat,

varrotzt, varschissn und sekkant . . .

na, iii åber neeed . . .!

 

 

 

 

 come to vienna!
kumm, lern uns kenna –
mi und mei wean.
und daunn håb uns gern.

*

     

noch hab ich eine heimat.
noch bin ich wo zuhaus.
noch kenne ich das heimweh.
noch läßt es mich nicht aus.

ich bin ein europäer.
bin europäer gern.
bin obar a a weana
UND NO DAHAM IN WEAN.

 

 

der frühling in wien
wie nirgendwo lau.
die donau im frühling
wie nirgendwo blau.
die luft leicht und zart,
süß
wie poesie.
vertraut und geliebt
der hauch nostalgie.
geigen, sie jauchzen
strauß-melodien.
erwachende liebe
im frühling in wien.

ich liebe den frühling,
die strauß-melodien,
das jauchzen der geigen.
ich liebe mein wien!

 


 

 

in der zelle darf ich wählen.
wählen oba derf i frei.
und ich wähle, wähle, wähle
a um d’aundare partei.
amoi kreizerl, amoi ixerl.
amoi durt und amoi do.
wos a kummt fir a regierung,
jeddde wöhst am bestn so.

 

 

  

kommt ein schüsserl geflogen,

låß i’s kumman mit „olé“.

pack die hintaren bledn

mit an deppatn schmäh.

 

 

want herr gusi bauer:
kana mocht ma d’mauer.“
schickt da himmövata
eahm a raibalata.


 

  

was kann der gusi denn dafür . . .? na, eh nix; går nix.

warum sekkiert man aber dann den armen mann?

na, weu da gusi afåch ållweu nix dafir kaunn

und åber a går nix dagegen machen kann.

 

 

mitbürger und -bürgerinnen!
heit diaft s sein gråd wia von sinnen,
voll des frohsinns und da freid,
weil heute – endlich! – is s soweit:
in ungezählten trauerstunden
håt da liabe gott erfunden
a maschin, die so guat schwätzt,
daß sie d politiker ersetzt.

 

 

gusi, poier, stådl, draken,
eurofighter, kakerlaken . . .
wollt ihr noch einen songcontest?“
jååååå! åber den erscht   n å c h   da pest.“
 
 
 
die lugners
mausi kann’s nicht lassen:
„i bin da herr im haus!“
richie kann’s nicht fassen:
„des treib i dir no aus!“
mausi kann’s nicht lassen:
„des wer ma jå no sehgn!“
richie kann s’ nicht fassen.
drum is ihr no nix gschehgn.
 
 
 
du, mausi, du . . .
du, mausi, du mein abschaum,
du, mausi, du mei schnålln,
du, mausi, es wird mir kaum
jemåls a aundre gfålln.
*
 
  
rennt das mörterl seinem mauserl
über d leber wiar a lauserl,
sågt das mauserl zu seim mörterl:
„åb ins fernsehn auf a wörterl.“
__*__
 
„ich bin lugner. winsel, winsel!
meine frau ein einfaltspinsel!“
 
*
darwischt herr friedrich schiller
jeannine mit ihrem killer . . .
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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gott, vater unser, dei wöt,

gspåltn håbn wir sie mi’m göd.

gott, vater unser, i bitt,

um a schnös end oder n kitt.

 

 

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„ehen werden im himmel geschlossen.“

„. . . vo wo de vün dunnawedda herkumman?“

***

 

blau der see.
weiß das boot.
du und ich
im abendrot.

blau der see.
weiß das boot.
und um jeds
 „viagra“ schåd.

herst, i håb scho gnua vom see
und von lug und trug und schmäh!
i mecht zruck auf d nockerlålm!
mir reicht s rindviech,
brauch kan dolm.


 

*

 

samma heite wieda bled,

wieda amoi arrogant!?

ob dein schweigen, dein gered’

weder noch ist int’ressant.

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