Gelbfahle Carrier - Cream Barred English Carriers

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                                         Vater und Tochter - beide erreichten 95 Punkte auf der HSS Schopfloch  2007

                                                  Father and daughter - both reached 95 pts. at the Club Show 2007

 

Gelbfahle Carrier sind seit langer Zeit im Standard des Carriers aufgeführt gewesen, jedoch wurden solche Tiere das erste Mal im Jahre 1996 in Erstein, Frankreich, anlässlich der ersten Carrier-Europaschau der Öffentlichkeit vorgestellt. Es war allerdings nur ein Beweis der Existenz des Farbschlags. Von einer qualitativ wertvollen Vorstellung konnte damals noch nicht gesprochen werden.

Das Auftreten dieser Tiere war aber alles andere als geplant. Es lagen per Zufall die ersten Gelbfahlen im Nest, deren Eltern jedoch nicht diese Farbe hatten. Also musste es in vorherigen Generationen unbemerkt dazu gekommen sein, dass der Faktor zur Farbverdünnung (Dilution) über gelbe auf (rot-)fahle Carrier übergegangen und somit nun der Knoten geplatzt war und sich die neue Kombination Rotfahl + Dilution, also Gelbfahl, das erste mal zeigen konnte. Noch dazu in der anerkannten bindigen Variante. Ein Anfang war also gemacht und so wurde weiter an der Verfeinerung der Gelbfahlen gearbeitet. So konnte auf der Jubiläums-HSS des Deutschen Carrier Clubs 2000 in Unseburg, der 50 Jahrfeier des Clubbestehens, ein Jungtäuber des Züchters Kampert schon sg 95 erreichen. 

                                                              

                                                                           Gelbfahle Carrier bei English Pearls

 

2004: Ich trug seit ein paar Wochen den Gedanken an verdünntfarbene bindige Carrier in mir und hatte ihn schon wieder weggeschoben, da man mit damals vier Rassen in den Schlägen so schon sehr viel zu tun hatte. Ich hatte die Gelbfahlen das erste mal auf der 2. Europaschau der Carrier in Erstein im Jahr 2002 gesehen. Da hatten sie mir zwar gefallen, jedoch auf Grund der fehlenden Güte z.B. grüne Augen, hatten sie mich nicht gleich vom sprichwörtlichen Hocker gehauen. Die Farben waren noch nicht so klar und die Flügelschilder verwaschen grau bzw. lehmig. Jedoch gefiel mir der Gedanke daran diesen zwar anerkannten aber kaum gesehenen Farbenschlag mit zu fördern, zumal das angestrebte Ziel auf Seiten der zarten Farbe mit der vor Kraft strotzenden Figur des Carriers sehr gefallen kann. Per Zufall rief mich dann im Januar der Züchter der Gelbfahlen Herr Kampert an und wir kamen ins Gespräch. Ich selbst dachte mir dann spontan, dass man ja durchaus einmal nach den Fahlen fragen könne und so fragte ich also, ob es gegebenenfalls möglich sei, einige Zuchttiere in diesen reizvollen Farbenschlägen zu bekommen. Aufgrund der Seltenheit, hätte ich nie damit gerechnet, dass überhaupt an Zuchttiere geschweige denn an eine Zuchtgruppe zu kommen sei, doch die Realität sah anders aus und mir wurde eine Zuchtgruppe aus zwei Paaren in Aussicht gestellt. Ich sagte direkt zu. Und an einem kalten Januarmorgen vor der Schule konnte ich so ein großes Paket in Empfang nehmen mit „meinen“ gelbfahlen Carriern drin. Es waren ein rotfahler Täuber (1,0) sowie zwei gelbfahle Täubinnen (0,1), von denen eine ein Täuber hätte sein sollen, sowie eine Blaue, die an diesen vermeintlichen gelbfahlen Täuber hätte gepaart werden sollen. Aus dem ersten Paar, dem rotfahlen und der farblich schöneren 0,1 wurde der erste gelbfahle 1,0 hier in Bonn gezüchtet, sowie eine gelbe 0,1 zur Weiterzucht behalten. Die übrige 0,1 wurde mit einem schwarz-gescheckten Täuber verpaart und erbrachte einen brauchbaren aschfahlen 1,0 mit super Kopfpunkten. Auf diesem Weg konnte der Linie auch neues Genmaterial zugeführt werden.

2005: Der Anfang war also gemacht. Nun ging es also daran, die gelbfahle Farbe zu festigen, auf eine breitere Basis zu stellen und wenn möglich auch noch typischere Carrier in diesem Farbenschlag zu bekommen, um zu den Standardfarbenschlägen aufzuschließen. Dazu bekam der aschfahle 1,0 die gelbe Täubin, die gemäß der Genetik von Taubenfärbungen unter ihrem gelben Kleidchen entweder Blaufahl oder Gelbfahl sein musste. Die Liebe musste sie getroffen haben: Sie brachten sieben Junge in den Farben Blaufahl, Blau mit schwarzen Binden, Gelbfahl und Schwarz hervor. Darüber hinaus zogen auch noch einen Indianer problemlos mit auf (vgl. Carrierhauptseite „Drei Junge pro Paar“). Natürlich gab es nur ein gelbfahles Junges, dieses aber war eine sehr kräftige 0,1 mit einer ansprechenden Farbe und vor allem einem super Büchsenschnabel, wie ihn sich manche Täubin eines der Traditionsfarbenschläge wünschen würde. Ein rotfahler 1,0 aus dieser Verpaarung wurde nicht weiter verwendet, da er schlechter war als die Konkurrenz. Der gelbfahle 1,0 wurde an eine khakifahldunkelgekämmerte Täubin aus der Zucht eines Freundes gepaart und erbrachte nur ein einziges Jungtier, womit somit noch einmal eine neue genetische Komponente ins Spiel kam. Das Jungtier wurde ein Täuber allerbester Güte, er wurde 2. in der Jungtierbesprechung des DCC und wurde auf der folgenden Hauptsonderschau 2005 mit HV 96 Pkt. bewertet. Das erste HV auf Gelbfahle überhaupt bei Carriern. Der rotfahle Stammtäuber brachte mit einer Blauen mit Binden leider nur einen Rotfahlen, dessen Smoky-Faktor ihm leider keine ausreichende Farbgebung bescherte, der aber dennoch eine positive Bewertung auf der HSS 2005 bekam - bester Aschfahler. Die beiden gelbfahlen Stammtäubinnen wurden mittlerweile aus der Zucht genommen, da sie formlich wie farblich schon nicht mehr mit Nachzucht konkurrieren konnten. Der rotfahle Stammtäuber verabschiedete sich auch Ende des Jahres aus meinem Zuchtbestand.

2006: In der Zuchtsaison 2006 habe ich dann mit den jungen Gelbfahlen aus 2005 gezogen, den alten Rotfahlen an eine Blaue mit Binden gestellt und den jungen Rotfahlen mit einer alten Rotfahlen aus einer anderen Zucht, die nichts mit den Ursprungstieren zu tun hatte, gepaart. Also theoretisch genug Paare, um eine größere Menge an rot- und gelbfahlen Carriern zu züchten. Aber wie es dann so geht, wenn man plant ...

Die blaue Täubin brachte kein Jungtier sondern starb vorzeitig, die alte Rotfahle legte keine Eier und so waren die beiden Gelbfahlen die einzigen, die sich beweisen konnten. Sie erbrachten neben anderen, rezessiv gefärbten Tauben auch zwei sehr schöne Gelbfahle. Die einzigen in 2006 deutschlandweit, wie ich auch schon in 2005 die einzigen gelbfahlen Carrier in Deutschland gezüchtet habe.

 

Schaut man sich die Entwicklung an, so wird ersichtlich, dass die Gelbfahlen Carrier in den letzten Jahren deutliche Schritte nach vorne haben machen können.

                                                                                                                           

              2006

                     

                   0,1 gelbfahl jung    HV 96            HSS Unseburg  2006       1,0 gelbfahl jung sg 94

female cream barred young HV 96       German Carrier Club Show 06    male cream barred young 94 pts.

Beachte den Unterschied zwischen beiden Tieren/Färbungen. Der Täuber ist deutlich heller wie es bei der Betrachtung der Schwingen- und Schwanzfarbe deutlich wird.

Look at the different types of colour: the cock on the right has a brighter colour than his sister what becomes clear when you take a look on their wings.

 

                                     Cream Barred English Carriers

The cream barred Carriers had been in the standard for many years but the truth was that nobody had ever seen one bird in this beautiful colour. But at the first European Carrier Show 1996 in Erstein (France) one bird was presented by a German breeder. But it just showed that they really existed. In terms of quality that bird was nothing to be kept in mind.

The upcoming of this colour was something like a miracle. It was not planed that cream barred were bred by parents of other colours. It had to be happened that some generations before the gene dilution came probably from some recessive yellows into a strain of ash red barred. Luckily the new combination dilution + ash red was barred because otherwise the colour – cream checkered – would not have been shown. But now the first step was taken and some work was done during the following years to improve the quality of the cream barred Carriers. One result was that at the German Carrier Club Show in 2000 a young male of Mr. Kampert could reach 95 pts.  

        

                                          Cream Barred by English Pearls

 

2004: Since some days I took the thought with me to breed diluted Carriers next to my standard coloured birds. But I did not realize this thought and forgot about that at first. The first thing was the question where to buy some birds with dilution and on the other hand we had work enough with four races in our lofts. I had seen the cream barred at first at the second European Carrier Show 2002 in Erstein (F). I liked that colour a lot but the many things to improve in terms of shape let me stay them where they were. The colour of the wings were not clear, the eyes green and the heads had really to be improved.  But anyway I liked the thought to do all that work and to improve this rare colour. Mr Kampert called me surprisingly because he had to discuss some stuff and after that we talked about the breeding and about his cream and ash red barred Carriers. He was the only breeder at that time who showed these colours regularly. But because of the rareness of the cream barred I did not thought of any chance to get some birds but Mr Kampert said I could get two pairs to breed cream barred: 1,1 cream barred, 1,0 ash red barred and a blue female. Of course I said “Yes” to this offer. Who knew when I would get another chance to get these colours? On a cold January morning I could set the four birds into some show pens here at home: my first cream barred. Some days later I saw that the cream barred cock was actually a hen and now I had to change my tactic. The ash red barred was paired to the bird declared as cream barred hen. The strong cream barred hen that should have been the cock was paired to a black-pied cock and the blue got some other cock. She did not do give her genes to my cream barred.

The first pair raised a nice yellow hen and the first cream barred cock – the first cream barred Carrier born here in Bonn. Some other youngsters where red, ash red – but that bird had red eye ceres and was not used in the breeding stock – and blue.

The other pair raised a nice ash red cock.

 

2005: Now I could start to improve the birds in terms of shape and head properties. The young ash red cock of the second pair got the young yellow female of pair one. They raised seven youngsters and a Barb, too. (compare picture on Carrier site). Their babies where ash red, black, silver blue barred, blue and cream barred. That was a nice and strong hen with a box beak almost thicker than the beaks of my blacks! A nice bird for the breeding pen. The young cream barred cock got a nice khaki-checkered which I could get from another friend of the Carrier Club Mr W. Kauff. This way I could breed diluted cocks and bring new genes into my stock. The only youngster they raised was a nice cock that could become the first cream barred Carrier which reached 96 pts.

All other birds did not bring youngsters that where used to breed cream barred Carriers in the next years.  The two young cream barred birds where the only ones in 2005 nation wide!

 

2006: In 2006 I worked with three pairs – theoretically enough pairs to breed some nice cream barred but only one pair was successful: the two cream barred were paired together and raised two yellow males and two cream barred birds. Luckily these two birds were a couple and breeding can easily go on in 2007. The yellow cocks will raise cream barred hens with barred hens. These two youngsters where the only cream barred youngsters born in 2006 and in terms of colour and even shape the young male is amazing! The hen was the first cream barred hen reaching 96 pts at a German Carrier Club Show.       

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