English Show Homer – der gewisse Blick
 
 
1,0 Blauschimmel, BR 09, HV Köln 2010

Traditionell war es Taubenzüchtern überall auf der Welt ein Anliegen, leistungsstarke Brieftauben auch mit einem ästhetischen Äußeren zu züchten und so Leistung und Schönheit zu vereinen. Nachdem man sich im England des 19. Jahrhunderts schon damit abgemüht hatte, Antwerpener Brieftauben in ein ästhetisches Korsett zu zwängen und dabei den Show Antwerp schuf und somit eine reine Ziertaube, war es der Show Homer, der als zweiter Anlauf dieser Bemühungen gelten mag. 

Mit der Zeit wurden die Ausstellungsbrieftauben immer populärer und der Standard alle zehn Jahr überarbeitet, so schnell war die Entwicklung der Rasse als Ausstellungstaube. Und auch in Deutschland gewann die extravagante Erscheinung viele Freunde. Heute allerdings zählt sie hierzulande zu den selten gesehenen brieftaubenartigen Rassetauben. In Sachen der Popularität ist sie von den Amerikanischen Verwandten abgelöst worden.
 
Die ist eigentlich schade, denn durch das Perlauge und den gezogenen Schädel ist eben nur der Englische Show Homer, die Taube mit dem Raubvogelkopf, was ihr diesen gewissen Blick verleiht. Vom Charakter her aber sind sie eher als „explodierte Mövchen“ zu bezeichnen, die sehr schnell eine enge Bindung zu ihrem Pfleger aufbauen, ohne Scheu aus der Hand fressen und immer im Blick haben wollen, was um sie herum geschieht. Eine Taube für die Seele also, die demjenigen, der sich auf sie einlässt, sehr viel gibt!
 
 
Importtier Englischer Zucht
 
Durch die enge Zuchtbasis in Deutschland haben wir uns im Jahre 2009 dazu entschlossen mit Englischen Täubinnen des Master Breeders Bramley, Belper, zu arbeiten. Ein Entschluss, den wir nicht bereut haben!
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