Sehnsucht
Der Atem der Zeit streift sanft mein Gesicht,
von Dunkelheit umhüllt, veracht` ich das Licht.
Wo tot das Land, so öd und leer,
und Blumen blühen längst nicht mehr,
da lieg ich gebettet auf nassen Gestein,
selbst gewählt - im fahlen Schein.
Engelsgleich - das Antlitz der Nacht,
liebkosend schmeichelt ihre Macht.
Kein Schatz den ich je gefunden,
war frei von Leid und Wunden.
Dunkle Sehnsucht ist es, die mich treibt,
wenn nichts mehr greifbar und nichts mir bleibt.
Aus der Finsternis schöpf ich die Kraft,
das Risiko sehr wohl bedacht.
Gehüllt in Schweigen, von Tränen getragen,
verbirgt sich in mir ein Berg von Fragen.
Wenn auch vor Schmerz ich bebe,
fühle ich - dass ich noch lebe -

Kerzenschein
Ich tanz im Kerzenschein,
dreh mich im Kreis und fang an zu weinen.
Warum bist Du nicht hier, ganz nah bei mir?
Dann würde ich mich an Dich schmiegen,
mit Dir zu den Sternen fliegen.
Die Tränen laufen über mein Gesicht
und mein Herz zerbricht.
Komm zu mir, dann tanze ich mit Dir!
Ich steh am Fenster, sehe mein Gesicht
und seh, wie sich eine Träne
im Licht der Kerze bricht.
Ich stell mir vor, Du wärst bei mir,
ich dreh mich um, leg meine Arme um Dich,
seh Dein unsichtbares Gesicht,
glaube zu fühlen das auch Du mich vermisst.
Ich hoffe das Du spürst, das sowas Liebe ist.
Denn ich brauche Dich!

Ich träume
Von Blumen, Wiesen
ich rieche den Duft
ich atme tief ein
meine Seele baumelt
Wasser plätschert
Vögel singen
ich lausche dem Wind in den Blättern
ich treibe dahin
über Berge und Seen
es berührt all´ meine Sinne
es ergreift mich
entführt meinen Geist
unendliches Glück, Ruhe und Zeit
nie ging es mir besser
ich bin da wo niemand vor mir war
langsam werde ich wach
eine Träne in meinem Auge
ich weiß, dass es nie wahr wird
ich träumte von dir

Mit Tränen im Gesicht
Draußen ziehen Wolken auf.
Der Himmel wird dunkel.
Ein Donner, und der erste Regen fällt,
die Blitze ziehen über den Himmel.
Und so wie es dort draußen aussieht,
sieht es auch in mir aus.
Meine Seele weint.
Über mein Gesicht rennen Tränen.
Mit Tränen im Gesicht
fang ich an zu laufen.
Lauf so schnell ich kann,
doch weiß ich nicht wohin.
Es gibt immer einen Weg,
doch muss man ihn suchen,
um ihn zu finden.
Ein Leben lang.