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Diese Seite ist jenen Tieren gewidmet , die mit einer körperlichen Behinderung leben !
Dieses Thema liegt mir ganz besonders am Herzen , da ich mich speziell der Hilfe und Pflege gehandicapter Tiere verschrieben habe ,
Zunächst einmal möchte ich mit einem Vorurteil aufräumen !
Die meisten Tiere leben mit ihrem Handicap nicht viel anders als ihre "gesunden" Artgenossen!!!! Ich habe ; und hatte ; etliche sog. Handicap-Tiere. So unterschiedlich sie auch in Art und Behinderung waren ; eins hatten sie fast alle gemeinsam : Sie entwickelten besondere Fähigkeiten , ihre Schwachpunkte zu kompensieren ! Und sie nehmen ihre Grenzen selbstverständlich und machen das beste daraus !
Behinderte Tiere leiden nicht ! Sie müssen nicht " erlöst " werden !!!
Das erste , was wir Menschen im Umgang mit ihnen lernen müssen, ist , keine Gefühle in sie zu interpretieren, die vielleicht manchem Menschen seine Behinderung erschweren würde ! Die dreibeinige Katze schämt sich nicht , weil sie "anders aussieht " . Der taub gewordene Hund trauert nicht der Zeit hinterher , in der er noch hören konnte , sondern behält nun eben Augenkontakt zu seinem Herrn , statt seiner Stimme zu folgen. Tiere mit Behinderungen haben keine Minderwertigkeitskomplexe; und sie werden auch nicht von Artgenossen ausgegrenzt!!
Mensch und Tier läßt sich nie ganz trennen......... Ich denke , daß ich vielen behinderten Menschen aus dem Herzen spreche , wenn ich behaupte , daß es oft nicht der Rollstuhl ist , der sie "behindert" , sondern menschliche Ignoranz und die Scheu vor dem Andersartigen . Für einen körperlich deformierten Menschen z.B. ist jder Gang in die Öffentlichkeit ein Spießrutenlauf ! Aber nicht wegen seines Aussehens ; sondern wegen der Blicke der Anderen......... !
Wenn wir " Gesunden" also einem behinderten Menschen oder Tier gegenübertreten , sollten wir versuchen , nicht die Behinderung zu sehen , sondern Denjenigen der dahintersteht !!

Leben mit behinderten Tieren :
Wenn Ihr auch Erfahrungen damit gemacht habt , würde ich mich über eine mail sehr freuen , und sie gerne hier veröffentlichen !!!
Sally 
Sally ist ein Extrembeispiel ; das einzige Tier , bei dem ich tatsächlch behaupte , daß ihre Taubheit fast schon ein Segen war......... Die Mischlingshöndin war , als ich sie bekam ,extrem verhaltensgestört und unglaublich schreckhaft .Das kleinste Geräusch ließ sie völlig ausrasten . Aus ihr wurde zwar später ein richtiger Traumhund ( ihre Geschichte findet Ihr auch unter " meine Hunde" ) , aber auch nach Jahren wurde sie zwischen Sylvester und Karneval zum Nervenbündel,das ich nicht ableinen durfte ,und das mit eingeklemmtem Schwanz neben mir herhuschte . Und so zuverlässig sie auch war , mußte ich immer darauf gewappnet sein , daß sie bei einem lauten Knall durchging wie ein scheuendes Pferd.
Und dann wurde Sally taub ! Es war ein schleichender Prozess, der sich nicht aufhalten ließ. Sally veränderte sich . Aber sie wurde nicht unsicher oder schwerer zu leiten.. Im Gegenteil !!!! Wo immer sie war , hatte sie Blickkontakt mit mir und reagierte auf jedes kleine Handzeichen . Was aber die größte Veränderung war ; sie hatte nie wieder Angst........ kein eingeklemmter Schwanz, kein " durchgehen" mehr bei lauten Geräuschen. Sie war sehr viel ausgeglichener als früher.......

Dusty 
Als man den aus dem Nest gefallenen Jungvogel brachte, war für mich eigentlich schon klar , daß er eingeschläfert werden müsse........Die junge Elster sah schrecklich aus . Ein Auge quol hervor und das Andere war zumindest blind. Der ganze Kopf war irgendwie schief.... Aber der kleine Kerl hatte einen unbändigen Lebenswillen ,und ich konnte ihm eine Chance nicht verwehren ! Das Auge wurde herausoperiert , und Dusty zog in eine Zimmervoliere. Nun ist Blindheit für das "Augentier" Vogel sehr viel tragischer als z.B. für eien Hund . Aber unsere Elster lernte auch damit leben ! Sicher war seine kleine Welt eingeschränkt ,und ich weiß nicht , ob er glücklich war . Aber er nahm Anteil , genoss seine Freistunden und zeigte uns , daß er zufrieden war mit dem , was ihm blieb . Sein Leben war nicht das, was man sich für einen freien Vogel wünscht ; aber es war lebenswert!!!!!!!!

Maxi + Moritz 
Katzen , die als Baby eine schwere Infektion durchmachen , können als Folge motorische Störungen zurückbehalten . d.h . : sie können ihre Bewegungen nicht richtig koordinieren , und das Gleichgewicht nicht halten. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Tier , das noch nicht ganz aus einer Narkose erwacht ist und taumelnd herumläuft. Maxi und Moritz waren nur ein paar Tage alst , als man sie fand. Wir haben nie erfahren , was mit ihnen geschehen war , aber als sie anfingen zu laufen merkte man gleich, wie es um sie stand. Moritz konnte nicht mal den Kopf selbstständig heben . Mit Vistamin-B-Spritzen und täglichen Übungen besserte sich ihr Zustand langsam . Die beiden Katzen sind heute 14 Jahre alt !!! Wer sie zum ersten Mal sieht, findet es schrecklich , wie sie angetaumelt kommen , aber wer sie kennt , weiß , daß es ausgeglichene und selbstbewußte Katzen sind , die sogar einen ziemlich hohen "Rang" in unserer Tierschar haben .

Kitty 
Das Leben mit behinderten und chronisch kranken Tieren ist natürlich auch nicht nur schön..... Auf dem Bild oben ist Kitty die kleine Weiße , die in die Kamera schaut. Kitty litt an chronischem Durchfall. An ihr scheiterten alle Versuche , dem Herr zu werden und alle Tierärzte .Nichts half ! An Vermittlung war natürlich nicht zu denken... Wer will schon eine Katze ,der man permanent hinterherwischen muß, die auch schon mal was auf dem Schoß hinterläßt ( Kitty war extrem verschmust ) und die ungefähr 10 x soviel Arbeit macht wie jede andere Katze.... Ehrlich gesagt wünsche ich die Erfahrung niemandem ....... Aber Kitty war vespielt, ausgeglichen und zufrieden. Was also hätten wir machen sollen..... ??? Als sie 7 Jahre alt war , merkte man , daß sie sich nicht mehr wohl fühlt. Sie nahm ab und wirkte unglücklich . Und bei aller Fürsorge war es nicht mehr möglich sie richtig sauber zu halten. Wir ließen Kitty einschläfern . Ich bin froh darum ! Ich bin froh , daß wir ihr ihr Leben gelassen haben , solange sie damit zufrieden war ; ( auch wenn es für uns alles andere als leicht war ) Und ich bin froh, daß wir den Punkt erkannt haben , an dem ihr Leben nur noch eine Belastung für sie war !

Nicky 
Nicky wurde im Alter von 4 Monaten mit Stacheldraht eingewickelt am Tierheimzaun ausgesetzt. Er schleifte ein Hinterbein hinterher und sein Fußrücken war eine einzige große Wunde .Der Tierarzt stellte eine Hinterhandlähmung fest und gab ihm kein halbes Jahr. Unnötig zu erwähnen , daß ich ihn mit nach Hause nahm..... Tapfer ertrug er alle Untersuchungen und ließ sich täglich verbinden . Bald hatte er mehr Schuhe als ich ;o) Es dasuerte Jahre , aber regelmäßiges Training und die richtigen Stützverbände brachten ihn soweit , daß er ein richtiger Marathonläufer wurde :o) Der Hund , dem der Tierarzt höchstens 6 Monate prophezeit hatte , starb mit stolzen 18 Jahren . Das letzte halbe Jahr kam seine Schwäche zurück und er trug wieder Schuhe , bzw. mußte zum Schluß bei etwas längeren Strecken gefahren ,und Treppen u.s.w getragen werden ( und das bei einem Riesenschnauzer ;o) Aber er war bis zum Schluß ein glücklicher Hund , der sich seines Lebens freute!

Charly
Charly lebt schon seid 29 Jahren bei uns . Er ist ; wie es Elster Dusty war , blind . Für eine Vogel ist Blindheit nicht so unproblematisch wie z.B. für einen Hund , da er ja ein " Augentier" ist . Erschwerend kommt dazu , daß er erst im fortgeschrittenen Alter blind wurde . Dafür hat er sich aber erstaunlich gut orientiert!!

Jule
Jule wurde im Internet zum schlachten angeboten . So erfuhr ich von ihrer Geschichte .... Durch einen Unfall ; oder Gewalt ; man kann nichst beweisen ; brach sich das Deutsche Riesenkaninchen ein Hinterbein . Statt medizinischer Hilfe ließ man sie mit dem frischen Bruch einfach decken . Sie sollte ja eh geschlachtet werden , da konnte man sie ja vorher noch als Gebährmaschine ausnutzen ..... Ich mag mir nicht vorstellen, wie das Tier gelitten haben muß ! Trotzdem war sie ihren Kindern ; mit all ihren Schmerzen ; eine gute Mutter . Als die Kleinen dann soweit waren , sollte Jule eben zum schlachten . So kam sie her . Die Röntgenaufnahme zeigte , daß der gebrochene Knochen regelrecht zu einem Knoten deformiert war . Jule´s Bein steht waagerecht vom Körper ab . Aber sie kommt wunderbar damit zurecht ! Und sie ist eine so liebe und fürsorgliche Häsin , die sich um ihre schutzbedürftigen Artgenossen aufoferungsvoll kümmert .

Paulinchen
Paulinchen ist ein kleiner Zwergwidder . Sie bekam ich über einen Tierschutzverein , bei dem sie abgegeben wurde . Die Kleine hatte 8 lange Jahre als Einzeltier in einem winzigen Stall vegetiert . Durch starkes HD sind ihre Hinterbeine recht nutzlos , und sie rutscht mehr auf dem Hinterteil . Sie ist aber schmerzfrei und lebt gut auf einer speziellen Unterlage in einem 2 m² Gehege . Eine unglaublich ausgeglichene , zufriedenen Maus , immer zum fressen und zum schmusen aufgelegt :o) Sie wohnt jetzt schon seid anderthalb Jahren hier !

Felix
Felix ist durch Inzucht mißgebildet . Sein Kopf ist fast kahl , und seine Hinterbeine sind verkümmert und leicht deformiert . Er kommt aber wunderbar damit zurecht und schafft es sogar auf kleine Hindernisse ! Sein kahler Kopf stört hier niemand . Felix ist eine ganz besonders außergewöhnliche Persönlichkeit ! Er ist ein richtiger " Kaninchenflüsterer " ; schafft es , auch das verängstigteste Kaninchen zu beruhigen und kümmert sich hingebungsvoll um mutterlose Waisenkinder!

Ich habe noch unzählige Beispiele .... Einige finden Sie unter der Vorstellung meiner Tiere )

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