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Ravensburg (www.szon.de) Gegen den Biologen tut sich der T-Mobile-Experte schwer RAVENSBURG - Ist die Strahlung von Handys und Mobilfunksendern wirklich so gefährlich, wie viele Leute glauben? Welche Erkenntnisse liefert die Wissenschaft? Unter der Frage "Risiko Mobilfunk?" haben Experten im Kornhaussaal ihrem Publikum Rede und Antwort gestanden. Von unserem Mitarbeiter Felix Löffelholz Mit der Strahlung, die von Mobilfunksendern und Handys ausgeht, ist es ähnlich wie mit der Radioaktivität --zumindest was die Wahrnehmung angeht: Man sieht und riecht sie nicht. Und längst nicht alle Menschen spüren die Strahlung. Trotzdem: Je mehr Funkmasten aufgestellt werden, desto häufiger kommen gesundheitliche Bedenken in der Bevölkerung auf. Auch in Ravensburg planen Netzbetreiber noch mehr Sendeanlagen zu errichten. Zwei Experten aus unterschiedlichen Richtungen hatte der "Agenda Arbeitskreis Mobilfunk" ins Kornhaus eingeladen, um mehr Klarheit in die häufig emotional ausgetragene Diskussion zu bringen. Der Münchener Arzt Dr. Hans-Christoph Scheiner ist spezialisiert auf die Wirkung von Strahlung auf den menschlichen Organismus. Als bekennender Mobilfunkgegner stellte er seine Untersuchungen und wissenschaftliche Studien vor. Zahlreiche schwer wiegende Folgen für den Körper rufe die Mobilfunkstrahlung hervor, erklärte der Mediziner. Von Krebs im gesamten Körper über Demenz bis hin zu Rheuma könne man eine lange Liste von Krankheiten aufzählen. "Wir wissen aus Studien, dass durch Hochfrequenzbelastungen das Hormon Melatonin im Körper reduziert wird", sagte Scheiner. Dieses sei sowohl für das Funktionieren des Immunsystems als auch für einen erholsamen Schlaf nötig. Krebs und Schlafstörungen seien eine Folge von Strahlung, ist er überzeugt. Darüber hinaus könne man Brüche des menschlichen Erbgutes feststellen. "Doppelstrangbrüche sind eine nicht reparable Katastrophe und können zu Totgeburten führen." RAVENSBURG - Ist die Strahlung von Handys und Mobilfunksendern wirklich so gefährlich, wie viele Leute glauben? Welche Erkenntnisse liefert die Wissenschaft? Unter der Frage "Risiko Mobilfunk?" haben Experten im Kornhaussaal ihrem Publikum Rede und Antwort gestanden. Von unserem Mitarbeiter Felix Löffelholz Mit der Strahlung, die von Mobilfunksendern und Handys ausgeht, ist es ähnlich wie mit der Radioaktivität --zumindest was die Wahrnehmung angeht: Man sieht und riecht sie nicht. Und längst nicht alle Menschen spüren die Strahlung. Trotzdem: Je mehr Funkmasten aufgestellt werden, desto häufiger kommen gesundheitliche Bedenken in der Bevölkerung auf. Auch in Ravensburg planen Netzbetreiber noch mehr Sendeanlagen zu errichten. Zwei Experten aus unterschiedlichen Richtungen hatte der "Agenda Arbeitskreis Mobilfunk" ins Kornhaus eingeladen, um mehr Klarheit in die häufig emotional ausgetragene Diskussion zu bringen. Der Münchener Arzt Dr. Hans-Christoph Scheiner ist spezialisiert auf die Wirkung von Strahlung auf den menschlichen Organismus. Als bekennender Mobilfunkgegner stellte er seine Untersuchungen und wissenschaftliche Studien vor. Zahlreiche schwer wiegende Folgen für den Körper rufe die Mobilfunkstrahlung hervor, erklärte der Mediziner. Von Krebs im gesamten Körper über Demenz bis hin zu Rheuma könne man eine lange Liste von Krankheiten aufzählen. "Wir wissen aus Studien, dass durch Hochfrequenzbelastungen das Hormon Melatonin im Körper reduziert wird", sagte Scheiner. Dieses sei sowohl für das Funktionieren des Immunsystems als auch für einen erholsamen Schlaf nötig. Krebs und Schlafstörungen seien eine Folge von Strahlung, ist er überzeugt. Darüber hinaus könne man Brüche des menschlichen Erbgutes feststellen. "Doppelstrangbrüche sind eine nicht reparable Katastrophe und können zu Totgeburten führen." Als Vertreter des Mobilfunkbetreibers T-Mobile hatte Philipp Kornstädt, seines Zeichens Umweltkoordinator, einen schweren Stand. Das überwiegend Mobilfunk-kritische Publikum schien ihn in seinen Aussagen nicht ernst zu nehmen. Buh-Rufe und verhöhnendes Lachen waren immer wieder zu hören. Zu den wissenschaftlichen Studien äußerte sich Kornstädt zurückhaltend. Viele der Erkenntnisse könne er als "Nichtbiologe" nicht beurteilen. Den Forderungen nach Reduzierung der Strahlung hielt er beispielsweise entgegen: "Alle Betreiber haben sich verpflichtet, die Strahlung zu minimieren, wo es möglich ist." Gleichzeitig verwies Kornstädt aber auch auf das Verhalten der deutschlandweit 72 Millionen Mobilfunk-Nutzer. "Die Kunden sind die Architekten des Mobilfunknetzes!" Neue Masten würden nur dort aufgestellt, wo eine erhöhte Nachfrage besteht, so Kornstädt. Auch das Argument "Wir haben ein Handy, benutzen es aber nur im Notfall", ließ er nicht gelten. Wer sich in einer Notlage befände, sei auf ein flächendeckendes, funktionierendes Netz angewiesen. "Das ganze Dorf leidet" Eine Besucherin aus Baienbach berichtete: "Seit 1997 leidet das ganze Dorf unter Rheuma und Krebs. Ein Landwirt musste aufgeben, weil seine Kühe an Multipler Sklerose erkrankt sind. Unser Haflinger hat Neurodermitis bekommen. Und meine eigene Tochter war immer kerngesund, bis sie solche Schmerzen im Knie bekam, dass man sie ins künstliche Koma versetzen musste." Laut Dr. Scheiner leiden viele so genannte "elektrosensible" Menschen unter ähnlichen Symptomen. Schuld daran sei auch hier der Mobilfunk. Die Strahlung bewirke eine Ausschüttung von Entzündungsstoffen im Körper, was zu starken Schmerzen führe. Auch bei Tieren habe man derartige Einflüsse festgestellt. Die Zeit reichte an diesem Abend nicht aus, um alle Bedenken und Argumente darzustellen. "Fakt ist", so Moderator Dirk Polzin, "dass die Politik gefordert ist". Klare Richtlinien und neutrale Forschungen seien die Aufgaben, denen sich die Politiker in Zukunft stellen müssten.} Sie sind Experten in Sachen Mobilfunk: Philipp Kornstädt (links) von T-Mobile und Dr. med Hans-Christoph Scheiner (rechts). Moderiert wurde die Diskussion im Kornhaussaal von Dirk Polzin (Mitte). Foto: Felix Löffelholz (Stand: 24.01.2005 00:17) Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular! |
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