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Nein zum Allerseelen Konzert in Rosenheim


250 Menschen zeigen Flagge gegen Rechts

Rosenheim (re) Am vergangen Samstag (16.04.05) fand in einer Rosenheimer Diskothek ein Konzert mit der rechtsextremen Band "Allerseelen" statt. Diese Band greift, nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz, NS-Symbolik auf und stellt positive Bezüge zu Leitfiguren des Rechtsextremismus her. Zu dem Konzert reisten Neo-Folk-Anhänger aus mehreren Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien) an. Neben scheinbar "unpolitischen" Konzertbesuchern waren auch "national" denkende Besucher sowie gewaltbereite rechtsextreme Skinheads anwesend. Die Rosenheimer Polizei verwährte in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern einigen polizeibekannten Neonazis den Eintritt, trotzdem konnten zahlreiche Rechtsextremisten die Veranstaltung besuchen. Auch angeblichen "Linken" wurde der Eintritt verwehrt, dabei betitelt die Polizei öffentlich (vor mehreren Rechtsextremisten) diese Personen als "Linke". Am Rande des Konzertes kam es auch zu Übergriffen von Rechtsextremisten. So wurde unter anderem ein Infostand, welcher über die rechten Hintergründe informierte angegriffen und umgeworfen. Des weiteren "grüßten" Neonazis die Menschen am Infostand mit "Sieg Heil".
Im Gegensatz dazu verlief das Gegenkonzert "Metal gegen Rechts" völlig friedlich. Rund 250 musikbegeisterte Menschen bezogen damit Position gegen eine Unterwanderung der Musikszene von Rechtsextremisten.

Weitere Informationen findet Ihr in den Presseerklärungen der Jusos Rosenheim:

a) Rechtsextremes Konzert am Rossacker

b) Metal gegen Rechts erfolgreich

 


E-mail von einem der Veranstalter

In einem Schreiben des Veranstalters "V." bezeichnet dieser das "Allerseelen" Konzert als Erfolg und distanziert sich von den gewaltbereiten Teilen der Besucher.  Das ganze E-Mail, inklusive Antwort findet Ihr HIER.


 

Klarstellung:

Wir möchten hier noch einmal Klarstellen: Bei Allerseelen handelt es sich nicht um eine Neonazi- oder rechtsextreme Skinheadband (wie z.B. Landser etc.). Allerseelen ist ein "Industrial" Projekt und bewegt sich, wie es für Akteure der "neuen Rechten"  üblich ist, geschickt im Rahmen der Legalit.  Wer, wie Petak (Frontmann von Allerseelen) jedoch NS-Symbolik benutzt, Faschisten verherrlicht, sich an rechtsextremen Samplen beteiligt und in rechtsextremen Theorieorganen publiziert ist als rechtsextrem Einzustufen und muss mit Protest rechnen.

FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG, SONDERN EIN VERBRECHEN !    

 


 

Radio Berichte zum "Allerseelenkonzert"

Vorgestern, (am Donnerstag 14.04.05 19:00-20:30 Uhr) berichtete der Zündfunk (Bayern2 in Rosenheim auf der Frequenz 89,5 in Kiefersfelden/Inntal auf 92,9) ausführlich über das rechtsextreme das Allerseelenkonzert. Gestern (Fr 15.05) berichtet dann Antenne Bayern in  der Sendung "Servus Bayern" und bereits vor Tagen informierte Radio Chiemgau seine HörerInnen.

 


 

Sa 16.04: METAL GEGEN RECHTS !!!

Am Samstag den 16.04.5 findet in der Blackbox Rosenheim (JUZ Lokschuppen) ein "Metal gegen Rechts" Konzert statt. Es werden TERRA OBSCURASCARVANGER, SCARCROSS und GROM'OTORIC auftreten.

Beginn ist um 20:00 Uhr, Eintritt: 2,- Euro

weiter Infos gibt es HIER

 


 

OVB die IIte

Heute erschien im OVB eine folgende kurze Meldung bezüglich des Allerseelenkonzertes:

Rosenheim (re) - Die Wiener Band «Allerseelen» gibt am Samstag, 16. April, ein Konzert im Rosenheimer Club «Blackout». Diese Band wird von der Info-Gruppe Rosenheim, die sich selbst als Teil der «undogmatischen, parteiunabhängigen linken Bewegung» sieht, als rechtsradikal eingestuft. Deshalb veranstaltet die Info-Gruppe am gleichen Abend ein Gegenkonzert. Im Lokschuppen spielen vier regionale Bands unter dem Motto «Metal gegen Rechts».

Die Pressemitteilung der Infogruppe wurde um 88% gekürzt. Die Original Pressemitteilung ist hier nachzulesen, Noch eine Richtigstellung zum OVB Artikel: Das "Metal gegen Rechts" Konzert wird nicht von der Infogruppe, sondern  vom "Bündnis gegen das Allerseelenkonzert" mit Unterstützung des Stadtjugendrings veranstaltet.


Entschuldigung für Presseveröffentlichung im OVB

Mo, 11.04.05 - Die Jusos Rosenheim möchten sich bei allen, die sich zu Unrecht durch den Presseartikel im Oberbayerischen Volksblatt angegriffen gefühlt haben, entschuldigen. Die abgegebene Pressemitteilung wurde zum Teil zur sachlichen Unkenntlichkeit gekürzt. Der Wortlaut der Original-Pressemitteilung vom 08.04.05 ist hier einsehbar:

Offenes Bündnistreffen gegen das "Allerseelen" - Konzert

Rosenheim - Nach dem Tod eines 17-jährigen Münchners, der gegen rassistische Anfeindungen gegen eine Asiatin durch Angehörige der "Gothic" - Szene aufgestanden war und anschließend niedergeschlagen wurde, wird es für auch für Rosenheim Zeit gegen das geplante Konzert der Band "Allerseelen" zu handeln. Dazu wird am kommenden Montag (11.04.05) ein offenes
Bündnis-treffen um 20:00 Uhr im Restaurant Ocakbasi, auch bekannt als Schützenwirt, stattfinden zu dem alle Rosenheimer BürgerInnen eingeladen sind.
"Übergriffe von Angehörigen der 'Gothic' Szene auf MigrantInnen oder DemokratInnen wie kürzlich in München sind bislang eine absolute Seltenheit und szeneuntypisch. Aber genau deshalb müssen die Rosenheimer BürgerInnen und Verbände gegen das geplante Konzert der Band 'Allerseelen' intervenieren," so eine Sprecherin der Jusos Rosenheim. Die "Grufti-Szene" gilt gemeinhin als friedlich und introvertiert. Doch seit geraumer Zeit versuchen Bands mit eindeutig rechtsextremen Hin-tergrund die Szene zu unterwandern. Eine der führenden Bands dieser Richtung ist das Wiener Projekt "Allerseelen" um ihren Frontmann Gerhard Petak. "Wer seine Band im direkten Zusammenhang mit dem rumänischen Faschisten Corneliu Z. Codreanu sehen möchte, Gedichte eines SS-Brigardeführers vertont und nationalsozialistisch besetzte Symbolik wie die Schwarze Sonne für sich und seine Alben verwendet, der muss selbst als faschistoid eingestuft und geächtet werden," so die Sprecherin weiter. Dieser Auffassung schließen sich
auch SPD, Grüne Jugend und der Stadtjugendring Rosenheim an. Gerhard Petak (alias Kadmon) werden auch in Broschüren des nordrheinwestfälischen Innenministerium "Affinitäten zum Rechtsextremismus" attestiert, er publizierte bereits mehrfach in rechtsextremen Theoriezeitschriften wie "Opposition", "Staatsbriefe" oder "Junge Freiheit".  
Als Gegenveranstaltung zum "Allerseelen" Konzert konnte bisher ein Konzert "Metal gegen Rechts" organisiert werden, das am selben Tag im Jugendzentrum "Black Box" stattfindet. Spielen werden in jedem Falle die regionalen Bands "Skavanger", "Grom'Otoric" und "Scarcross", die ein Zeichen gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus setzen möchten. Weitere Bands sind angefragt.

 

und nun die Veröffentlichung aus dem OVB vom 11.04.05, ohne jedem Hinweiß auf den rechtsextremen Hintergund von "Allerseelen":

Widerstand gegen Konzert
Rosenheim - Nach dem Tod eines 17-jährigen Münchners, der gegen rassistische
Anfeindungen gegen eine Asiatin durch Angehörige der "Gothic" - Szene
aufgestanden war und anschließend niedergeschlagen wurde, rufen die Juso
Kreisverbände Rosenheim-Stadt und -Land zum Widerstand gegen das geplante
Konzert der Band "Allerseelen" in Rosenheim auf. Dazu findet am heutigen
Montag ein offenes Bündnistreffen um 20 Uhr im Restaurant Ocakbasi, auch
bekannt als "Schützenhauswirt" statt."


Bündnistreffen am Montag, 11.04.05

Alle InteressentInnen sind eingeladen am offenen Bündnistreffen am kommenden Montag um 20:00 Uhr  im "Ocakbasi" (ehem. Schützenwirt) teilzunehmen. Als Basis für die gemeinsame Arbeit schlagen wir folgenden Resolutionstext vor:

Wer seine Band im direkten Zusammenhang mit dem rumänischen Faschisten Corneliu Z. Codreanu sehen möchte, Gedichte eines SS-Brigardeführers vertont und nationalsozialistisch besetzte Symbolik wie die Schwarze Sonne für sich und seine Alben verwendet, der muss selbst als faschistoid eingestuft und geächtet werden. Gerhard Petak (alias Kadmon), dem Frontmann von "Allerseelen", werden auch in Broschüren des nordrheinwestfälischen Innenministerium "Affinitäten zum Rechtsextremismus" attestiert, er publizierte bereits mehrfach in rechtsextremen Theoriezeitschriften wie "Opposition", "Staatsbriefe" oder "Junge Freiheit". Wir als Bündnis gegen das Allerseelenkonzert lehnen jedes faschistoide, antisemitische, ultranationale und rassistische Gedankengut strikt ab.


FAQ (Mehrfach gestellte Frage)

Bei allen berechtigten Vorwürfen gegen "Allerseelen" warnen wir hiermit erneut vor einem Generalverdacht gegen Angehörige der Gothic Szene. Wir wollen weder das "Blackout" noch die  gesamte sog. "schwarze Szene" pauschal als rechts darstellen. Im Gegenteil, wir schätzen und begrüßen eine vielfältige und bunte (auch "schwarze" ) Subkulturszene in Rosenheim. Die bisherige, jahrelange,  Arbeit des "Blackouts" schätzen wir als einer der Garanten für subkultureller Vielfalt in einer oberbayrischen Kleinstadt wie Rosenheim (in der eh schon nicht viel los ist).

Deswegen haben wir auch die zahlreiche Versuche unternommen, das "out" über die rechtsextremen Hintergründe von Allerseelen aufzuklären und zur Vernunft zu bewegen. Wir wollen nicht das "Blackout" oder gar "die ganze schwarze Szene" angreifen. Nur wenige neigen zu rechten Ideologien. Viele reagieren sogar sehr sensibel auf Bands wie Allerseelen oder Belborn (aus Rosenheim). Es liegt uns fern "Gruftis" generell als "Nazis" darzustellen. Ein Konzert mit einer Band, die offen Faschisten verehrt (siehe Interview mit Obliveon, März 05) ist für uns jedoch ausserhalb des demokratischen Konsens. Deshalb kritisieren wir das Verhalten der BetreiberInnen des "Blackout".

 

Auch Stadtjugendring einstimmig gegen "Allerseelen"

Gegenkonzert wird organisiert - Demo nun im Bereich des Möglichen?

Di, 05.04.05 - Die Vollversammlung des Stadtjugendring Rosenheim einem Antrag der DGB Jugend zugestimmt, der dem Wortlaut des tags zuvor von der SPD Rosenheim Land verabschiedeten Antrag entspricht. Gleichzeitig wurde unterstützt, dass ein Gegenkonzert im JUZ stattfinden kann. Der Stadtjugendring wird die sogenannte "Black Box" im Lokschuppen dafür zur Verfügung stellen.

Es zeichnet sich ab, dass sich eine Reihe von Bands aus der Rosenheimer Metal Szene für das Konzert einfinden. Angefragt sind derzeit Scavanger und Grom'Otoric. InteressetnInnen können sich bei jusos-rosenheim[at]gmx.de melden.

Derweil schwimmen dem "Black Out" die Felle davon. Nachdem am Vortag Ephen Rian ihr Konzert im Black Out laut Homepage abgesagt haben, hat die Band TIMEA die selbe Erklärung auf ihrer Homepage ebenfalls veröffentlicht. Vielleicht ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die BetreiberInnen des "Blackout" zur Vernunft kommen und Allerseelen ausladen. Zu begrüßen wäre dies allemal, da das "Blackout" bis dato einer der Garanten subkultureller Vielfalt war, und sich nicht für die Neue Rechte hergeben sollte.

Zudem gibt es Anzeichen dafür, dass auch die CSU Stadtratsfraktion sich gegen das Allerseelenkonzert ausspricht. Ihr Vorsitzender, Herbert Borrmann, der zugleich Vorsitzender des Stadtjugendrings ist, unterstützte den Antrag der DGB Jugend nicht nur formal, sondern auch inhaltlich in der Diskussion. Mit einem derartig breiten Bündnis schiene auch eine Demonstration im Bereich des Möglichen.

 


 

Widerstand in der Szene formiert sich!

Dem "Black Out" läuft Band davon!

Mo, 04.04.05 - Nach Informationen von http://www.ephenrian.com/ sagt die Band Ephen Rian am 04.04.das für 23.04 im blackout geplantes Konzert ab. Auf deren Homepage heißt es: "Der Gig am 23. April in Rosenheim (Ger) wurde abgesagt, da eine Woche zuvor im Selben Lokal eine rechtsextreme Band mit dem Namen Allerseelen spielt. Wir wollen unter diesen Umständen nicht in derselben Lokalität spielen und haben uns nach Vereinbarung mit der Band Timea darauf geeinigt diese Art von Konzertveranstaltung zu boykottieren. Rechtsextremismus hat keinen Platz in unserer Gesellschaft und schon gar nicht auf der Bühne "

Nachtrag Redaktion (06.04):die Rosenheimer Band TIMEA  hat ebenfalls die selbe Erklärung auf ihrer Homepage veröffentlich und das Konzert abgesagt.)

 


Landkreis SPD gegen "Allerseelen" - Konzert

Kreisdelegiertenkonferenz des SPD KV Rosenheim fordert Black Out einstimmig zur Absage auf

Mo, 04.04.05 - Ohne Gegenstimme verabschiedete der SPD Kreisverband eine Resolution die das ALlerseelenkonzert ächtet. Nach der Bundestagsabgeordneten Angelika Graf, der Vorsitzenden des Stadtverbandes, Maria Noichl und der Landtagsabgeordneten Adelheid Rupp, sprechen sich auch die SozialdemokratInnen im Landkreis Rosenheim gegen das Konzert aus und fordern das "Black Out" zur Absage auf. Eventuelle Demonstrationen und Aktionen finden die volle Unterstüzung der "GenossInnen".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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